Mittwoch, 6. April 2016

Frauenliebe 045

Cafélieben

Es ist Frühling und wieder sitze ich vor meinem Lieblingscafé, neben mir plaudern zwei schöne junge Frauen in blond und dunkel und ich erinnere mich, wie ich drei hier kennenlernte,weil sie mich ansprachen, während ich dort saß und schrieb.

Das Café Misirlou liegt direkt an der schmalen Ostseite des Helmholtzplatzes, hier kommt die letzte Sonne an langen Sommerabenden hin und die Bürgersteige sind so breit, dass zwischen den Bäumen an der Straße und dem Café noch mehr Platz ist, wenn in den Cafés zwei Reihen Tische stehen, als es in Kleinstädten auf den dort schmalen Gehsteigen sonst je ist. Die Laternen leuchten gelblich hier im Osten auf dem Berg, ab und zu fahren Autos vorbei und die Parkplätze sind längst besetzt, wenn selten mal einer frei wird, füllt er sich so schnell wieder, dass unbemerkt wohl doch ständiger Verkehr ist, der lautlos kaum über das hier Kopfsteinpflaster vorüber gleiten kann.

Es war im Sommer, als mich die erste ansprach, die mit ihren Freundinnen an einem langen Tisch saß. Eine Gruppe von Frauen, wie sie hier meist so sind, eher ungeschminkt, dezenter Chic und beim Wein oder Apperolspritz plaudernd. Hatte sie beobachtet, kannte aber keine von ihnen, die eine oder andere schien mir attraktiv, machte neugierig, aber ich war ja mit Dichten beschäftigt, saß hier, um zu schreiben, nicht, um Frauen kennenzulernen. Noch nie hatte ich hier im Café eine einfach so kennengelernt, verabredet hatte ich mich schon mit mancher hier, mit einigen kam ich davor mit anderen erst danach.

Mein Lieblingscafé, das eigentlich eine Bar ist, zumindest des Nachts und dem Namen nach, aber wer will das schon an einem milden Sommerabend so streng unterscheiden. Die Stimmung am Nachbartisch war ausgelassen und sie planten wohl ein Picknick, was ich gehört hatte. Sollten sie mal, ich schrieb über Lust und Liebe in Sommer und meine Lieben im Netz, die meine Worte lasen und manchmal auch kamen, um da zu sein, mit mir Lust und Liebe zu teilen.

Da schaute eine vom Nachbartisch, die mir am nächsten saß, auf meinen Rechner, was ich denn da schrieb und ich grinste sie an, zog die Brauen hoch, fragte, ob sie neugierig sei und sie reagierte lustig und offen mit leicht norddeutschem Klang in der Stimme. Sie war mir sofort sympathisch und die Dichtung wurde zeitweise zugunsten des Gesprächs zurückgestellt.

Dunkle Haare, die sie hochgesteckt trug, schöne offene Augen und ein bezauberndes Lachen begeisterten mich. Eine frauliche Figur und ein ruhigerer, nachdenklicherer Geist als ihre Freundin, die Wortführerin in der Damenrunde, die schon alles tat, das Picknick zu  organisieren aber ähnlich schnell trank wie meine neue Bekannte, die mich nur als Tischbekanntschaft erfreute, ohne bisher weiter zu denken, und ich erzählte ihr von meinem Schreiben, meinen Blogs und der Dichtung überhaupt und sie konnte zuhören, war dabei auch leicht angetrunken noch so aufmerksam, dass sie witzige Bemerkungen zwischendurch machte, keine Intellektuelle, eher eine Technikerin, dachte ich und tatsächlich war die erste, die mich ansprach im Café, eine Programmiererin und arbeitete so in einer Welt, von der ich nur theoretisch Ahnung hatte, was mich die mir immer schöner erscheinende noch bewundern ließ, als ich ohnehin gerne jede Frau bewundere, der ich näher kommen durfte.

Dann kam ein Freund von mir vorbei, nur auf ein Bier wollte er bleiben und blieb dann doch länger mit der langsam schrumpfenden Damenrunde, die über Männer, Urlaub, Politik und Kinder gesprochen hatten, wobei die Wortführerin zu allem etwas sagte, während die von mir ausgeschaute, die ja in Wirklichkeit mich angesprochen hatte, mehr zuhörte ab und an lächelte und so mit nichts noch mehr mein Herz gewann und begeistert sagte ich zu, als mich ihre Freundin spontan auch noch zum morgigen Picknick einlud, das im Monbijou-Park stattfinden solte. Mein Freund war auch begeistert, sagte erst zu und entschuldigte sich dann, weil er doch schon irgendeine andere Einladung hatte, worüber ich nicht böse war.

Brachte meinen neuen Schwarm noch am Ende des Abend, der lang und angeheitert wurde, längst morgen also war, zu ihrem Rad, doch noch gab es keinen Kuss, nur Bussis zum Abschied und eine Umarmung.

Weiter ging diese Geschichte dann beim Picknick, fern des Platzes, in Mitte eben, wo wir uns in den frühen Morgenstunden nach wieder sehr viel Wein zum ersten mal küssten und ich schmolz dahin, wollte die Nacht mir ihr verbringen, woraus dann wieder nichts wurde, weil einige der Mädels noch in einen benachbarten Club fuhren und ich im schon Morgengrauen mein Rad mit dem riesigen Picknickkorb und meinem als Salatschüssel genutzten Wok ziemlich angetrunken lieber nach Hause schob, warum es bereits hell war, als ich alleine in mein Bett fand.

Immerhin hatten wir Nummern getauscht und wollten uns wiedersehen. Das taten wir auch, diesmal zu zweit, am späten Nachmittag auf einen Tee im bereits bekannten Café und von großer Leidenschaft war nichts mehr zu spüren. Sie ließ sich Zeit und mich zappeln, vielleicht weil sie unentschlossen immer in dieser Hinsicht war, vielleicht, weil sie es ernst meinte und es nicht verspielen wollte - vermutlich waren die Zweifel stärker als die  Begeisterung sage ich nun im Nachhinein, wo wir uns lange später nochmal trafen, um über den irgendwann verunglückten Flirt eines Sommers zu reden, uns wieder zu betrinken und Freunde zu bleiben.

Davor aber erlebte ich mit der wunderbaren Liebe aus dem Café, die irgendwann doch mit zu mir gekommen und in meinem Bett gelandet war, wo ich in völliger Begeisterung ob der Schönheit ihres großen und festen Busens ausbrach, ansonsten weniger Erfüllung in der Lust mit ihr fand als sie, um die ich mich immer mit der üblichen Begeisterung kümmerte und mich dabei vergaß, die aber dabei so locker sie sonst war, etwas reserviert blieb, was aber bei den Geschichten vom Platz und aus dem Café weniger eine Rolle spielt, noch traumhaft schöne Stunden mit einer Flasche Wein oder auch mehreren auf einer Bank im Park.

Nach dem ersten Versuch, als ich ihr Zögern bemerkte und mich nicht aufdrängen wollte, hatte ich das Thema schon abgehakt, dachte gut, dann plaudern wir nett, über Geschichte und Philosophie und bleiben Freunde. Zweimal saßen wir so beim Wein auf einer Bank und genossen die Sommernächte unter Sternen am Platz, der in den Nächten des Sommers ein Leben für sich führt. War ohne jede Erwartung, was sie wohl reizte, denn nichts wollen, war auch nicht gut, warum sie sich am Ende einer langen Nacht auf der Bank am Platz wieder auf meinen Schoß setzte und mich völlig unerwartet küsste und fragte, ob ich nicht mit zu ihr kommen wollte, weil ihr Bett doch breiter sei als das meine, das sie von dem einen gescheiterten Versuch zusammen zu schlafen doch schon kannte.

Begeistert erwiderte ich ihre Küsse ein, freute mich, dass sich der anfängliche Traum mit leichter Verzögerung und nach dem ersten Versuch miteinander Sex zu haben, doch noch in einer gemeinsamen Nacht endete und wollte nur meine Zahnbürste bei mir oben holen, vor dessen Haus wir ja im Park auf der Bank gesessen hatten und wir gingen hinauf, auch um Gläser und leere Flaschen zu entsorgen.

Oben dann, verschwand sie kurz auf dem Klo und ich wartete und wartete, wunderte mich, aber dachte nur, so sind Frauen eben manchmal und als sie wieder herauskam, sagte sie nur, sie wolle jetzt doch lieber allein nach Hause gehen und ich war perplex und dann ein wenig angesäuert. Sie hatte es inszeniert, angefangen, mich heiß gemacht, nachdem ich mir nach langen Gesprächen die Verliebtheit schon aus dem Kopf geschlagen hatte, die verlorene Hoffung wieder geweckt, um mich eine halbe Stunde später, wieder vor den Kopf zu stoßen.

Nun hatte ich wirklich genug von meiner ersten Café Bekanntschaft, mit der ich mangels Gegenseitigkeit immer noch keine Befriedigung gefunden hatte. Dies war vermutlich auch der Grund meiner mangelnden Gelassenheit, die sie mir danach eine längere Zeit verständlicherweise etwas übel nahm, aber schließlich doch mit selbst schlechtem Gewissen ihres blöden Verhaltens wegen verzieh und wir trafen uns nochmal im Café am Platz, betranken uns noch mehr als die male davor und als ich sah, wie sie trunken ihr Rad besteigen wollte, hinderte ich sie daran und brachte sie im plötzlich einsetzenden Gewitter noch nach Hause, was sie dankbar annahm, die doppelt so viel, wie ich getrunken hatte, der schon deutlich zu viel des guten Weins intus hatte. Es war theoretisch der Anfang einer wunderbaren Freundschaft ohne weitere Erwartung, bei dem sie mir am Abend riet, den Frauen mehr Zeit zu lassen, damit sie entdecken könnten, was ich doch für ein wunderbarer Mann sei und ich fühlte mich im Schatten dieser Komplimente großartig, als ich nass vom Regen wieder bei mir ankam - hatte sie als Gentleman nach Hause gebracht, sich mit einem Bussi verabschiedet und so bleibt manche Lust ewig unerfüllt und weicht dafür einer Freundschaft am Platz.

Im gleichen Sommer sprach mich die zweite an, mit der ich sogar an einem Tisch vor dem Café saß und die wie ich hinter ihrem Rechner saß und schrieb, bis wir irgendwann auf ihre Initiative hin ins Gespräch kamen und sie neugierig wurde den Dichter kennenzulernen. Sie war Professorin für Film irgendwo und kam ursprünglich aus Lübeck, was ich sofort am leicht nordischen Zungenschlag hörte.

Sie war sehr groß und blond. Eine gebildete, kultivierte Frau, ein wenig älter als ich, sehr schlank, mit eher mädchenhafter Figur und einem schönen klugen Gesicht zu ihrer eigentlich Model-Figur mit den ewig langen Beinen - aber sie war überhaupt kein Modeltyp, eher einen Hauch alternativ und vor allem eine kluge Frau aus dem Norden, die Thomas Mann liebte und ich war drauf und dran mich völlig zu verlieben.

Riskierte erste Berührungen, die sie erwiderte, irgendwann küssten wir uns und sie kam mit zu mir. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt noch etwas schwach in der Prioritätensetzung und so landeten wir zwar am Ende bei mir im Bett und sie hatte vor meinen Mann Ausgaben andächtig gestanden wie auch sonst vor meiner Bibliothek und es wurde schön im Bett auch wenn wir es nur relativ konnventionell taten, freute ich mich an einer nicht nackt rasierten Frau in deren Geist ich noch mehr verliebt war als in ihren Körper, der wunderschön war, keine Frage, aber weniger wichtig gerade. Doch ich Idiot schaute auf mein Telefon, als sie auf Klo war und schrieb mit meiner eigentlich anderen Freundin zu diesem Zeitpunkt, die nie zu mir passte und bei der es auch nur bei einer zweimaligen Begegnung bliebt, die es aber gab und die 17 Jahre jünger als ich war und rote Haare hatte und sie, die klug war und mich schon im´Café genau beobachtet hatte, reagierte darauf verständlich und verabschiedete sich freundlich und es half kein betteln und keine Liebesschwüre, ich sah sie nie wieder, was bedauerlich war, wovon ich lernte, nie wieder im falschen Moment auf mein Telefon zu schauen und den inneren Prioritäten konsequent zu folgen, statt zu versuchen, alles haben zu wollen, wovon meist nichts bleibt, sich zu entscheiden, wenn es passt und dem Gefühl zu trauen.

Die Dritte, die mich in meinem Lieblingscafé ansprach, war dort auch ein Stammgast, wohnte nebenan und kannte auch den Betreiber noch näher als wir uns je kennenlernten, aber das ist eine andere Geschichte, von der ich hier nichts erzählen kann und will, weil ichh von Lust und Liebe der anderen nichts weiß.

Sie setzte sich zu mir und sprach mich mit ihrem leicht süddeutschen Dialekt, der mehr aus dem Klang als aus Grammatik und Wortwahl zu hören war, sie sprach hochdeutsch, war gebildet und offen. Mochte sie sofort, eine klasse Frau, die noch dazu im Museumsbereich arbeitete, Ausstellungen als Unternehmerin konzipierte - ein Traum, ich war begeistert und bedauerte schon, dass noch ein Tisch zwischen uns stand.

So nutzte ich die Gelegenheit, als ich vom Klo kam, vor ihr stehen zu bleiben  und zu sehen, wie weit ich gehen könnte und wir küssten uns nach kurzem Zögern. Begeistert von dieser Frau und dem wunderbaren Moment, wieder hatte mich eine angesprochen, die mich schon vorher häufiger schreibend beobachtet hatte und neugierig geworden war, wer der Schreiberling wohl war und ich hatte sie immer übersehen in meine Wortwelten vertieft.

Eine wunderbare Frau, die mich geistig noch mehr als körperlich reizte, ich hatte sie übersehen, der ich sonst immer als Flaneur beobachte, weil sie mich als Frau auf den ersten Blick überhaupt nicht ansprach, dafür auf den zweiten geistig um so mehr begeisterte mit ihrer Arbeit, den zufällig gemeinsamen Bekannten, ihrer geistigen Haltung und zu sehr viel mehr kamen wir nicht mehr, als  wir uns schließlich nach innen verzogen, um nebeinander auf dem Sofa in der Ecke des Raucherraums Platz zu nehmen und irgendwann dann doch mehr zu knutschen als zu reden aber das war nun auch gut so.

Wir blieben so lange, bis es deutlich wurde, dass sie lieber schließen wollten, wir fast die letzten waren und ich ging fest davon aus, dass wir gemeinsam nun bei ihr oder bei mir in der Horizontale landen würden. Doch diese Vorstellung sollte täuschen.

Stattdessen knutschten wir auf der Straße vor ihrer Tür weiter, die ja quasi nebenan war und selten oder nie, war ich einer begegnet, die noch näher an meinem Lieblingscafé wohnte als ich. Im Zauber der Spätsommmernacht, die schon fast Morgen wurde, aber doch einsam genug war, nur von gelegentlichen Fußgängern unterbrochen, taten wir alles miteinander, was auf der Straße noch irgend möglich war, ohne sich völlig auszuziehen und eigentlich taten wir sogar mehr als noch wohl zulässig war, wäre ein Nachtwächter oder Polizist vorbeigekommen und hätte uns dabei  beobachtet - doch kam keiner und jenseits der angeheiterten Leidenschaft, fand ich dann doch noch, vielleicht bedauerlicherweise die Beherrschung wieder, die mich vorschlagen ließ nun doch zu ihr oder zu mir gehen, um uns nicht der öffentlichen Unsittlichkeit strafbar zu machen, was ich augenzwinkernd und lachend bemerkte. Das aber wollte sie nicht, weder zu mir, noch mich zu sich mitnnehmen und so ließen wir es bei der Leidenschaft auf dem Bürgersteig neben dem längst geschlossenen Lieblingscafé, das eine Bar ist.

Euphorisiert  von dieser spannenden Frau, voller noch unbefriedigter Lust schrieb ich ihr noch in der Nacht heiße Gedichte voller Gefühl und Verehrung auf die keine Antwort kam, tagelang nichts und auf meine wiederholte schon zurückhaltendere Nachfrage hin, ein so habe sie das nicht gemeint und sie wollte gar nicht so weit gehen - dann war es eben ein heißer Flirt und ein geplatzter Traum, schade, dachte ich, aber was sollte ich um nichts trauern, genoss ich lieber, was war in der Erinnerung.

Wir sahen uns noch einige male im Café, plauderten nett, sie sah mich mit meiner großen Liebe und fand sie schön und sehr sympathisch, meinte wir passten gut und ich hatte sie wieder nicht bemerkt, als ich mit der anderen des Nachts am Platz an ihr vobei gelaufen war.

So wurde aus den drei Liebesgeschichten, die mit Frauen begannen, die mich im Café ansprachen nie etwas, aus völlig unterschiedlichen Gründen, doch hat es mein liebstes Café, das eigentlich eine Bar ist, des Nachts zumindest, mir noch lieber und vertrauter gemacht und so schrieb ich auch diese Zeilen wieder dort, erst auf der Straße und als der Gewittersturm aufzog schließlich auf einem der uralten Sessel im hier Raucherraum, wo nebenan eine Gruppe griechisch plauderte, was zu  diesem Laden gehört wie viele andere Sprachen, die hier gesprochen werden von Gästen oder denen, die hier arbeiten. Bunt und wechselnd wie die Bilder an den Wänden bei der immer etwas schummerigen Beleuchtung, die es so gemütlich hier macht und so begegnet sich hier auch überraschend die Lust, um sich an ihr zu freuen und zieht weiter um den Platz, lächelt sich an, wenn sie sich sieht - ein Leben und Lieben um den Platz und in seinen Cafés.

Drei völlig verschiedene Frauen, die nur gemeinsam haben, dass sie mich ansprachen und es zauberhaft voller Hoffnung begann und in einer netten Erinnerung endeten. Am intensivsten und spontan nächsten kam mir wohl die zweite, mit der ich bei mir  glücklich schlief und die auch gerne mit mir glücklich vielleicht geworden wäre, wenn ich da gewesen wäre, statt nicht wirklich da und unentschlossen. Die erste kam mir über die Zeit und das hin und her am nächsten und verletzte mich darum am meisten, gab mir dafür im Gespräch, nachdem wir uns verloren hatten, mehr als viele Frauen je, denen ich näher kam. Wobei ich mich schon frage, wie ich einer Frau näher kommen sollte, als in ihr zu sein, was ich ja unerfüllt war. Die dritte und letzte, die mich hier ansprach, hat mich durch ihre Arbeit und ihre Art am meisten angeregt. So bleibt viel von dem eigentlich Nichts in mir übrig, während ich wieder im Misirlou sitze, die Schönen beobachte, die hier ein- und ausgehen oder auf einen Wein bleiben und warte, wie immer schreibend, nicht darauf angesprochen zu werden, bin nur ein beobachtender Flaneur in dieser Welt nebenan, in der immer wieder längst vertraute Gesichter grüßend auftauchen, manchmal einen Moment plaudern, ohne das ich jemanden kennen würde, bemerken wir einander doch irgendwie und spüren, was mit dem anderen los ist, wenn wir uns nicht nur etwas vorspielen in den Nächten im Halbdunkel.
jens tuengerthal 5.4.2016

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