Montag, 30. September 2013

Datenprivatsphäre

Warum sich längst
Postdemokratische Staaten
Ihrer Zukunft täglich mehr
Berauben indem sie der
Dummheit Raum geben
Versteht keiner der noch
Vernünftig ist nur wer ist
Das noch im nur noch gut
Verwalteten Europa wohl
Fragt sich wer deutsche
Wähler beobachtet die sich
Von der Kanzlerin im noch
Neuland gut beschirmt fühlen

Europas Parlamentarier
Taten zumindest so als
Machten sie sich Sorgen
Wollten wissen was los ist
Befragten den Flüsterer der
Daten in die Ferne

Unser aller Whistleblower
Edward Snowden ließ sich
Vom EU Parlament anhören
Zu Spionageprogrammen
Der NSA und hat dabei
Europas Bürgern empfohlen
Des Datenschutzes Zukunft
Nicht länger den Politikern
Zu überlassen.

Er sagte: "Diese Entscheidungen sollten nicht für die Menschen getroffen werden. Die Bürger müssen sie nach gründlicher Debatte selber treffen. [...] Wirtschaftlicher Erfolg einer Gesellschaft hängt maßgeblich von kreativem Output ab. Kreativität kann aber nur gedeihen, wenn die Privatsphäre geschützt ist. [...] Wir müssen bessere Kommunikationskanäle finden."

Dem ist wenig hinzuzufügen
So wir nicht bald merken wie
Existentiell wichtig für uns in
Zukunft wie jetzt Freiheit ist
Haben wir keine Chance zu
Gestalten weder mehr noch
Je aber vielleicht ist dieser
Absehbare Untergang der
Westlichen Kultur besser
Als wir noch ahnen weil
Was die Freiheit sich raubt
Keine Zukunft haben darf

Leid tun mir nur die Kinder
Denen wir kampflos die
Von uns nur noch Objekten
Der Beobachtung zerstörte
Kulturlandschaft vererben

Sind wir noch bereit uns für
Die Zukunft wie für unsere
Freiheit zu erheben oder
Haben wir es uns schon zu
Gemütlich gemacht in dem
Freizeitpark mit defekter
Klimaanlage sitzen auf den
So faul wie fett gewordenen
Ärschen unsees verwalteten
Wohlstandes
jt 30.9.13

Herbstverliebt

Bin so verliebt im wie in den
Herbst wie in die Liebe zu
Diesem was etwas
Einfaches dreifach macht

Was manche mit weniger
Wärme Sonne Licht fürchten
Ist mir Paradies zur Gänze
In dem der Wein reift

Wo die Farben stark werden
Äpfel wie Trauben reifen bis
Alles sich feucht golden am
Boden erdig trifft gut gereift

Fallen die Früchte ab
Steigen die Blätter fallend
Noch im Wind ist viel in
Bewegung im Herbst

Warum wir uns im Herbst
Verlieben oder die Liebe
Jetzt mehr blüht als jede
Frage ich mich nicht mehr

Genieße uns nur wie den
Gedanken es mit dir so im
Herbstlaub wie vor'm Kamin
Einfach zu tun aus Lust
jt 30.9.13

Ach Du Liebezeit

Hat die Liebe ihre Zeit
Oder kehren alle Lieben
Zyklisch wieder endet
Nichts je bis wir enden

Wer mehr als einmal zu
Lieben versuchte hat wird
Die unsterbliche Liebe wohl
Auch fürchten messen

Was bliebe an Träumen
Wo die verlorenen Herzen
Verlustig auch künftig uns
Blieben im Sumpf der Affären

Der davor wie der danach
Auch der dazwischen wohl
Mit allem und ohne etwas
Nummeriert geliebt

Oder entdeckt jede Liebe
Miteinander erst eine Welt
Voller sehnsüchtigem Glück
Die es ohne uns nie gab

Käme es dann auf die Zeit
Davor wie danach noch an
Oder wäre jeder Sprung in
Die Liebe Schöpfung an sich

Sich die Zeit nehmen für
Das Glück miteinander
Darüber nachzudenken ist
Auch eine Liebeserklärung

Weiß nicht was wird noch
Will ich wissen was war
Aber das Glück mit dir zu
Genießen ist immer mehr
jt 30.9.13

Kellerkonzertglück

Mit psychedelisch ruhigen
Klängen beginnt der Abend
Ruhig singt Natalia Mateo
Auf polnisch begleitet von
Ihrer Band als Konzert zu
Anfang mit E-Gitarre Bass
Schlagzeug Keyboard und
Der brünetten Sängerin die
So zart fast durchsichtig
Wirkt als sie erzählte dass
Sie hier früher auch bediente
Sich mal wieder Zuhause
Fühlt verbreiten sie einen
Seltsam ruhigen Klang im
Raum mit ihrem freien Jazz
Mit rockigen Anklängen

Nach drei musikalischen
Eher Ausfällen keiner hier
Weiteren Erwähnung wert
Sind nun Robert aus Wales
Und Dirk von Trommler
Begleitet auf der Bühne
Sorgen mit Roberts starker
Stimme für viel Stimmung
Im sehr vollen Keller dabei
Steht Robert während Dirk
Und der Drummer sitzen
Gehen alle sehr mit den
Liedern mit

Neben mir noch die nominell
Thomas Mannsche Gestalt
Des Tonio Kröger in seiner
Uns realen Verkörperung
Als letzter Gast im langsam
Fortgeschrittenen Abend vor
Dem morgen Montag

Nun kommt der Höhepunkt
Mit Riders Connection nun
Bauen Philipp Alexej und
Moritz auf der schon mal
Zur Probe den Drumm singt
Beginnt mit'nem Ständchen
Für den hier Poeten der es
Gerührt hört und einfach
Wie immer beschreibt dann
Legen sie mit ihren üblichen
Rhythmen gut wie immer
Den Abend zum tanzen
Um dann von Verzweiflung
Der verlorenen Liebe zu
Singen nach dem Warum
Hast du mich verlassen
Fragend bläst Philipp mit
Der Gitarre im Arm wieder
Die Mundtrompete setzen
Mit rockigem Song fort bei
Dem kaum einer noch still
Sitzen kann um im nächsten
Ganz ruhig zu beginnen
Dafür dann in einen noch
Mitreißenderen Rap zu
Fallen bei dem sie sich in
Ihrem Ton selbst übertreffen
Wobei der gerührte Dichter
Keinen Anspruch auf große
Objektivität mehr nimmt
Nun enden sie in hohem
Tempo mit I feel so good
Was für ein guter Abend
Legen dennoch mit dem
Letzten Lied nochmal voll
Los über die Liebe schraubt
Philipp seine Stimme in
Höchste Höhen um dann
Zu einem wilden wieder
Tiefen Rap zu wechseln
Und sich im Refrain wieder
Selbst zu erhöhen ein heute
Grandioses Wechselspiel
Zwischendurch den Hut
Verlierend und ungestört
Weiter trompetend mit nun
Den Haaren in der Stirn
Während Moritz und Alexej
Den Rhythmus dazu liefern
Singt Alexej mit tiefem Bass
Auch in der Stimme das dies
Das Ende sei

Nun spielt Florian'ne Runde
Mit kräftiger Stimme zur
Gitarre mit gelocktem
Vokuhila zur noch nicht
Nerdbrille mit Oliba geht er
Nach seinen Vorgängern
Etwas unter auch wenn er
Im letzten Song fast an
Jim Morrisson erinnert
Sich selbst übertrifft

Jetzt kommt Rainer mit
Seinem Country Sound
Heute begleitet von Dirk
Beginnen sie sich mit dem
Kurzen Ritt durch dir Prärie
Warm zu spielen und sie
Beginnen nochmal mit dem
Geburtstagslied für den hier
Poeten und Rainer singt ihm
Das Forever Young mit
Ansprache vorneweg der
Gerührte Dichter schreibt
Darüber hier und freut sich
Über die liebevolle Geste
Setzt gleich fort mit Liebe
Die an die Tür klopft spielen
Dirk und Rainer sehr gut
Zusammen in höchster
Keller Qualität und enden
Mit einem Lied das nach
Johnny klingt schnell durch
Die Prärie der Gitarren hier
Galoppiert aber kein Cash
Song ist mit viel harmonisch
Gespielten Spaß dabei legen
Dann auf auch Dirks Wunsch
Noch einen zulegen
Und  damit endet eine
Wunderschöne Session
jt 29.-30.9.13

Sonntag, 29. September 2013

Sonntagssonnenglückskind

Während die Sonntagssonne
Warm aus himmelblau in die
Küche scheint warten neue
Bücher auf's gelesen werden

Während einer schon etwas
Schnell durch die Stadt hier
Rannte und andere noch
Hinterher laufen ist es ruhig

Der Kinderflohmarkt vom
Platz ist im Hof kaum zu
Hören bald geht es ins
Museum - Sonntagsheimat

Sonntage reich bedacht
Blumen in Erwartung von
Nahfern Geliebter wird das
Warten zum Glück an sich
jt 29.9.13

Die Sandfrau

Die Sandfrau streut mir neue
Träume in die Augen voller
Zärtlichkeit in dieser Nacht

Fern und nah ist die noch
Zarte Pflanze so sehr ein
Alter Baum wie uns Heimat

Sich sehnsüchtig fühlen ist
Wie voneinander träumen
Neuen Welten Form geben

Oh Sandfrau lass uns die
Träume leben damit wir
Merken wie schön Leben ist

Wäre es nur halb so schön
Wie es sich bis jetzt anfühlt
Wird es doppelt so gut real

Ob nun die Wirklichkeit noch
Schöner sein kann als die
Noch Träume weiß ich nicht

Sowenig wie ich je wissen
Werde ob du fühlst was ich
Zu fühlen nur meine

Sowenig es also Gewissheit
Je gibt in Fragen der Liebe
So sicher bin ich in dem

Was noch nur ein Traum ist
Was bliebe auch sonst uns
Was könnte schöner sein

Was immer also wird ist was
Ist schon schöner als was je
War also fragen wir nur wie

Wo nur noch das wie der
Geteilten Träume offen ist
Wird jeder Schritt mehr wir

Sorglos also schaue ich
Auf die Schritte zueinander
Bis wird was ist glücklich

Weiß nicht ob ich schon
Sand in den Augen habe
Genieße nur was ist einfach
jt 29.9.13

Samstag, 28. September 2013

Kleinstes Familienglück

Vom kleinsten Glück einer
Großen alten Familie noch
Schreiben könnte im Großen
Untergehen ganz nebenbei

Dabei ist dies Kleinste ganz
Fraglos nicht nur das Größte
Gerade zweien als Kind der
Gesucht gefundenen Liebe

Es ist der jüngste Spross an
Einem alten Baum der mit
Ihr neue zarte Blüten treibt
Was immer sie treiben will

Freuen wir uns bei alten
Bäumen an den so tiefen
Wurzeln oder lassen uns
Die Blüten eher lächeln

Wird es für Fortgang wie
Leben in der Familie nicht
Mehr auf Blüten und Triebe
Ankommen als auf Historie

Zwei die sich auf Umwegen
Fanden wurden eins um aus
Ihrem eins sein mehr noch
Wachsen zu lassen für uns

Die nun drei sind also eine
Familie in der Familie sind
Blüte wie Wurzel auf Dauer
Eine Nichte macht mehr

Eine Nichte des 2. Grades
Ist sonst eine mehr hier aber
Hat der Jüngste sich mit
Seiner auch in Reihe gestellt

Wir erschöpfen uns auch im
Schöpfen genügen uns gern
Gerade noch selbst wo aber
Darüber hinaus gewagt wird

Werden zwei zu dreien sind
Blüten und Wurzeln zugleich
Drei weiße Wolken vor ewig
Himmelblau wehen im Wind

Hab es gut kleine Nichte
Mögen die auch Wolken
Vor deinem Himmelblau
Zarter Kontrast nur sein
jt 28.9.13

Berliner Blutwurststrudel

Nach sonnigem Tag in wie
Um Berlin herum vom See
Zum Weinberg nun wieder
Auf dem Berg angekommen

Unsere Liaison mit der guten
Nachbarin Caterina wird nun
Deftig fortgesetzt mit dem
Berliner Blutwurststrudel

Dazu wieder feines von den
Fernen Weinbergen in Baden
Wie in Rheinhessen geht der
Berauschende Tag im Rausch

Da kommt duftend der feine
Berliner Blutwurststrudel auf
Seinem Bett aus Zwiebeln
Mit Äpfeln ein Herbsttraum

Die karamellisierte Hülle aus
Teig spielt gekräutert mit
Der Süße der Äpfel ein Glück
Zwischen süß und herb

Kleines Glück vor der Tür
Macht deftiges Berlin in
Seiner Grobheit genüsslich
Zart wie Rokoko auf Sand
jt 28.9.13

Auf einen Sprung zu Fritz

Von wärmender September
Sonne verwöhnt in den hier
Flüsterbänken am Fuße des
Weinbergs ist Leben schön

Der Alte ist in Träumem des
Rokoko um die Fontäne
Noch präsent als feingeistig
Kunstbeflissener Mäzen

Vom Neuen Palais durch
Langsam herbstlichen Park
Unter immer mehr Blau der
Spiegelnden Fontäne zu

Sehen wir den Alten mit den
Windspielen auf den Stock
Gestützt durch den Traum
Von einem Park flanieren

Was blieb vom Geist des
Schönen vom hohen Luxus
Großer Majestät in Zeiten
Relativ wählbarer Größe

Schafft schönes nur wer
Sich über die Zeit erhebt
Aus überstandenem Leid
Zu großem aufbricht
jt 28.9.13

Lieber bei Liebermann

Raus ins Grüne an einem
Himmelblau strahlenden
Tag mit wenigen Wolken
Nur zur Zierde beglückt

Am Wannsee auf weißer
Bank liebende Gedanken
Nordwestlich dem Café
Auf der Terrasse lauschend

Verzaubert vom liebenden
Blick des großen zarten
Meisters mit dem Momente
Festgehalten zum fliegen

Liebermanns Landhaus
Die Villa am See ist auch
Gut bevölkert noch Ort
Von Ruhe und Sehnsucht

Den Ort mit dir teilen wollen
Wie den Traum von Liebe
Zur Schönheit wie zu uns
Träume ich dich neben mich

Während Großvater und
Enkelin durch die Birken
Toben ein rasendes Boot
Beobachten bewegt genießen

Sitzt der Vater nur halb in
Der hier Sonne auf der Bank
Hier und auch fern voll wohl
Sehnsucht halb da und ganz
jt 28.9.13

Banklust

Auf einer Bank im Park
Dich innig im Ohr
Plaudern wir uns näher
Bis wir Körper nur noch sind

Von der Literatur über die
Philosophie zur Geschichte
Kreisen wir bald nur noch
Triebhaft wortreich um uns

Berühren uns spürbar erregt
Erzählen uns unsere Lust
Bis deine Hand unter deine
Schlafanzughose gleitet

Dein Atem wird schneller
Während dich meine Worte
Wie deine Finger berühren
Meine Zunge in Gedanken

Immer schneller um deine
Mitte kreist plötzlich tief
In deinen offenen feuchten
Schoß taucht dich leckt

Während fordernd sich dein
Becken mir entgegen wölbt
Spiele ich mit dir ziehe mich
Zurück bis du nach mehr

Immer lauter schreist dabei
Wachs in meinen Händen
Über dich hinaus wächst
Wo du wachsen kannst

Selig höre ich dich stöhnen
Mit meinen Worten im Ohr
Deinen Fingern in dir innig
Beieinander hier wie dort

Du auf dem Sofa
Ich auf der Bank im Park
Zusammen kommen um
Sich einander zu schenken

Wie schön Leben manchmal
Sein kann auch nur am Ohr
Sind wir zwei längst eins
Ohne uns berührt zu haben
jt 28.9.13

Freitag, 27. September 2013

Pfifferlinge bei Caterina

En familie umme Ecke zu
Caterinas Liaison auf feine
Pfifferlinge zu badischem
Spätburgunder genießen


Großvater und Enkelin sind
Selig im Gespräch wie die
Beiden Freundinnen am
Tisch am Fenster


Dann kommt der Freund
Der üppigen Blonden an
Überreicht der zierlichen
Rötlich gefärbten Blumen


Die beiden Damen plaudern
Munter weiter während er
Sich in die Karte vertieft nur
Ruhig dann beobachtet


Großvater und Enkelin sind
In Neuigkeiten aus Haus
Wald und Garten vertieft
Zu ein wenig Baguette


Die Wände mit Tafeln voller
Speisen geben Versprechen
Für den Gang des Abends
Mit Spätburgunder zungig
jt 27.9.13

Achterbahn der Liebe

Die Achterbahn der Liebe
Lässt uns schwanken von
Seliger Liebe zu völliger
Verlassenheit im Moment

Aus nichts wachsen Träume
Wie Luftschlösser geteilter
Zukunft bis auf einmal alles
Wegbricht und nichts bliebt

Das schönste Glück wird
Zum elendsten Untergang
Auf nichts gebaut als eine
Idee bleibt wenig als Luft

Dann wird plötzlich aus dem
Nichts wieder alles schöner
Als je mein Seewind herb
Wie rein ein Sommerwunder

Strahlst du mich an als
Wäre nie unsere Welt just
Noch für alle Ewigkeit
Versunken in Zweifeln

Ist Glück nun Kontinuität
Oder Ruhe miteinander
Frag ich mich kaum beim
Träumen von dir als meiner

Als Windsbraut stürmisch
Als Sommerbrise zärtlich
Als Herbstwind spannend
Als Winter unser Frühling

Ertrage die Wogen der um
Dich eben tosenden See
Bis es sich glättet wir im
Hafen ankommen zu bleiben

Die Achterbahn der Liebe
Fährt ihre Runden schau
Sie mir in Ruhe an warte
Bis du aussteigst und sage:

So nimm denn meine Hände
Falls dir schwindlig ist
Fahr ruhig noch und komm
Zu und mit mir wenn's passt
jt 27.9.13

Klimakteriumskollaps

Der Planet ist in den wohl
Wechseljahren erhitzt sich
Unmäßig auch wenn es uns
Gerade anders scheint
Temperaturen wechseln in
Der Natur wie in uns nur
Scheint unser Planet mehr
Wechselwarm als Menschlich
Dumm nur wenn wir uns
Damit die Bedingung unsres
Überlebens selbst zerstören
Schöne Tage ohne Aussicht
Unsere auf Erfolg geeichte
Ökonomie frisst die mit sich
Im Gleichgewicht stehende
Natur stetig weiter auf
Wer nicht frisst wird eben
Gefressen wer nicht wächst
Ist so gut wie tot wie das in
Endlichem Raum gehen soll
Bleibt ein Rätsel wie so viel
Was wir noch nicht wissen
Klar ist nur weiter so wird
Das Ende beschleunigen
Wir wissen nicht was Natur
Von sich aus tut sich zu
Retten aber wir könnten
Zumindest das mögliche tun
Doch wird der Hilferuf wie
Üblich folgenlos verhallen
Wachstum wird angebetet
Langsamkeit ist kein Gewinn
Erst wenn die Menschen bei
Sich anfangen zu ändern
Was möglich ist können wir
Das Unumögliche versuchen
Solange werden und können
Klimaberichte klanglos nur
Verhallen stören die Laune
Im doch guten Aufschwung
jt 27.9.13

Amtswarten

In der Schlange stehen
Warten um halbe Meter
Mehr zu kriechen als gehen
Um verschickt zu werden

Parkraumbewirtschaftungs
Zeitnutzungsmarkenerwerb
Um Gästen Anwesenheit zu
Ermöglichen autohaft

Schlangen und freitäglich
Gähnende Leere in den hier
Amtsfluren zwischen Damen
Die erwarteten Herren nötige

Berechtigung für erträumte
Anwesenheit inklusive der
Schwanzverlängerung nun
Auch erwerben wollen

Klappernde Absätze auf
Kleinsteinigem Boden wie
Quietschende Türen in altem
Krankenhaus noch Amt

Wände in gelb Ton über wie
Um Leisten und Türen in
Irgendwie grün hängen rund
Klassiker von Decke gewölbt

Tristesse auf deutsch in den
Eben Amtsfluren erleben um
Begünstigung zu erstehen
Bodygebildete Kraftfahrer

Erstehen etwas für ihre so
Nötige Verlängerung der
Ohne halben Identität eine
Lektion Staatsbürgerkunde
jt 27.9.13

Nachtlustspiel

Nah in Gedanken fern in
Irgendwie Wirklichkeit sind
Wir längst viel näher als
Worte noch beschreiben

Sehnen wir uns danach
Unsere Nacktheit zu spüren
Umfahren meine Finger
Deine Kurven lustvoll

Bleiben an deinen Hügeln
Langsamer streichelnd für
Momente stehen das Glück
Deiner Lust genießend

Langsam deinen Rücken
Hinab nachdem dein Hals
Schon feucht heiß geküsst
Wirbel für Wirbel leckend

Bis der Rücken sich am
Ende teilt und die Zunge
Tief durch die Teilung taucht
Dir innig nachschmeckend

Deine langen schönen Beine
Hinunter küssen um in den
Kniekehlen züngelnd länger
Zu verweilen dich erregend

Küsse Zeh für Zeh deine
Schönen Füße und schlecke
Mich deine Beine hinauf die
Oberschenkel liebkosend

Umkurve noch deine Mitte
Die du mir fordernd geben
Willst während ich deine
Lust noch umschiffe

Über deinen Bauch hinweg
In den Nabel kurz tauchend
Höher zu deinen schönen
Brüsten dich ganz kosten

Nun hinab von traumhaften
Hügeln hinunter zum Hügel
Der Träume den Streifen
Von noch Haaren umspielen

Den Hügel hinauf verzögern
Bis du mir dein Becken
Lustvoll entgegenstreckst
Die Zunge hinab rutscht

Zwischen deinen Beinen
Tief eintauchend die Lippen
Öffnend in feuchter Höhle
Sich zungig vorschmecken

Deine wogende Lust öffnet
Sich mir weit doch noch
Ziehe ich mich zurück um
Etwas höher zu tauchen

Dort die schwellende Perle
Mit Zunge wie Zähnen dich
Ganz verschlingen bis du
Zum ersten mal klein stirbst

Selig versinken wir in dem
Kleinen Moment der Lust
Danach um gemeinsam
Ineinander zu versinken

Kommen zusammen sind
Beim uns ergießen züngig
Aneinander mehr eins als
Noch zwei um nie zu enden
jt 27.9.13

Donnerstag, 26. September 2013

Hörspiel am Platz

Aus den Cafés und Bars
Tönt die Musik als Echo
Der Nacht am Berg

Allein noch vor dem Café
Als letzter noch in herbstlich
Kühler Nacht Ohren nördlich

Laut tönen die Gespräche
Von innen mit Lachen hier
Bunt gemischter Donnerstag

Die Teelichter flackern in
Der Nacht als letztes Licht
Vom am Ende sonnigen Tag

Einer trägt lachend seine
Freundin auf der Schulter
Nach Hause liebevoll innig

Noch hängen die Plakate
Von FDP und Piraten wohl
Auch zum abnehmen zu arm

Langsam wird das Laub
Gelb in noch viel Grün passt
Sich der Berg dem Herbst an

Neue Partygäste kommen
Verschwinden in der Menge
Der Lärmpegel steigt

Letzte Autos drehen ihre
Runden auf der Suche nach
Dem allerletzten Parkplatz

Gelb leuchten die Laternen
Ruhig ruht der Platz nur die
Musik schallt noch weiter
jt 26.9.13

Liebesplanung

Lass uns mal'n Plan machen
Wie wir's mit der Liebe wolle
Damit alles'ne Ordnung hat
Wenn wir endlich Zeit finden

Zeit uns zu lieben im stehen
Zeit uns zu küssen im liegen
Zeit uns vorzulesen immer
Zeit aus uns mehr zu machn

Du meinst in der Liebe taugt
Kein Plan etwas sind sie alle
Vom Gefühl des Augenblicks
Abhängig bis in Ewigkeit

Nur was machen wir bis zur
Ewigkeit damit dem Schatz
Nichts passiert fragt sich ein
Narr übervollen Herzens

Wie soll ich nun noch weiter
Warten anzukommen wo ich
Doch da bin und wir auch
Längst irgendwie eigentlich

Irgendwann dann kommste
Kommste zu und mit mir
Sind wir zwei vielleicht dann
Übers Jahr schon vier

Und wenn mann dann kein
Plan hat dann irrt er total
Planlos hier rum wie dumm

Doch glaub ich nun
Das schaffen wir 2-4
So sehr schon lieb ick dir
jt 26.9.13

Wirtschaftsgift

"Gift für die Wirtschaft"
"aberwitzig"
"Todsünde"
Mit himmlischer Hilfe und
Drastischen Worten hat die
Union immer wieder gegen
Steuererhöhungen gewettert
Nun sind sie nötig um weiter
Zu melken und keiner von
Muttis Kindern wehrt sich
Sie bekommen ja was sie
Gewählt haben

Nichts und davon viel für
Mutti und immer weniger
Für die Bürger die nur noch
Nebenbei die Konjunktur in
Gang bringen sollen Mutti
Wird schon für sie sorgen
jt 26.9.13

Steuerrache

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Gestraft von ihrem Klientel
Dem immer wohlhabenden
Mittelständischen Gutmen-
Schen stürzte GRÜN tief

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Sie hatten höhere Steuern
Versprochen für wenige
Die genug hätten zu teilen
Was Rabenschwarz strafte

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Die roten Socken wurden
Gleich mitbestraft waren
Sie doch zuständig für
Bestrafung der Reichen
(die alle gern wären)

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Nun da die sich formal als
Steuersenker gebenden
Liberalen sich erledigten
Wird schnell erhöht

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Die Christen wie die Sozen
Können es gebrauchen nur
Mehr Geld muss rein damit
Wähler ein wenig bestochen

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Nebenbei geht der große
Ausverkauf weiter denn es
Gibt Geld nur von Banken
Denen wir es niedrig liehen

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Es gibt noch welche die dran
Verdienen und ein wenig so
Tun als zahlten sie Steuer
Die Deutschland AG für sie

Die Wahl ist vorbei
Das Spiel ist aus
Und was wir versprochen
Soll immer vergessen sein

Wir hatten die Wahl
Wir haben entschieden
Nun haben wir den Salat
Weiter so nur nichts ändern
jt 25.9.13

Liebesleerlauf

Manchmal laufen Träume
Ins Leere dann ist nach
Dem Aufwachen nichts
Übrig als die Erinnerung

Dann versuchen wir die
Fetzen der noch Gedanken
Zu greifen aber selten bleibt
Dann mehr als Nichts

Sich im Nichts wiederfinden
Ist die hohe Kunst bleibende
Brücken zu bauen auch auf
Erdbebengefährdeten Grund

Wo sich liebend fliegt gibt
Es keine Mauern hält uns
Nichts auf was gelandet
Unüberwindlich scheint

Abgestürzt aus schönsten
Träumen wieder zu fliegen
Miteinander ist das Wunder
Das weiter fliegen lässt

Mehr blieben ernüchtert am
Grund nach Bruchlandungen
Kamen nicht mehr hoch
Sahen die Welt traumlos

Mit dir fliegen ist schöner
Als alles und gibt den Blick
Frei für die Wunder um uns
Hebt alle Grenzen uns auf

Beieinander landen können
Ohne die Träume im Nichts
Der irgendwie Wirklichkeit
Zu verlieren entscheidet

Während draußen hier wie
Dort der Regen fällt es ohne
Unterbrechung tropft fließt
Rinnt sehne ich mich

Sehne mich danach mit dir
Dem Regen zu lauschen
Dir nahe zu sein endlich
Statt mich nur zu sehnen
jt 26.9 13

Mittwoch, 25. September 2013

Umwege der Liebe

Wenn es wirklich was ist
Und wer weiß schon was
Wenn wirklich ist aber dann
Wenn es wirklich was ist
Nimmt was wird Umwege
Wenn die Dinge einfach so
Einfach wären und alles
Gut ginge wie wir es uns
Träumen was bliebe dann
Noch zu träumen übrig
Manchmal machen erst die
Umwege den zueinander
Schön auch wenn wir sie
Uns nie aussuchen würden
Könnten wir es je
So lassen wir die Dinge
Wie Sie eben sind dann
Geschehen wenn es ihnen
Entspricht manchmal dauert
Es bis sie reif sind noch
Lukrez in Gedanken den
Augenblick loben sich auf
Das besinnen was zählt
Weil es für sich glücklich
Macht wie ist bleibt wertvoll
Wenn es wirklich was ist
Und wer weiß schon was
Wem wirklich ist aber dann
Wenn es wirklich was ist
Nimmt was wird Umwege
Manchmal nur ist es noch
Schwer auf die Umwege
Zu warten bis kommt oder
Nicht was ist oder nicht
Irgendwas wird schon
jt 25.9.13

Liebeswohnsitz

Wo ist eigentlich die Liebe
Zuhause wenn sie nicht
Gerade zwischen uns in
Schmetterlingsküssen
Durchs Netz flattert

Hat sie einen Heimathafen
Oder ist sie so flatterhaft
Lässt sich überall nieder
Bis sie zwei bemerken
Manchmal auch nur allein

Wenn dann auch selten
Abhebend sondern eher am
Boden irgendwie manche
Meinen zerstört sie scheint
Dann immer halb obdachlos

Hat die Liebe einen festen
Wohnsitz und darf sie denn
Wählen oder muss sie sich
Bei allen Wahlen enthalten
Da zu flatterhaft

Nur was wenn nicht die
Liebe soll uns bei unseren
Entscheidungen in Dingen
Der Liebe so wollen wir zu
Gern ihr die Wahl überlassen

Der Obdachlosen ohne einen
Festen Wohnsitz und mit
Nichts als Träumen trauen
Um ein gemeinsames Leben
Sich einzurichten ist mutig

Nur wem wenn nicht ihr
Nur wann wenn nicht jetzt
Nur wie wenn nicht so
Nur wo wenn nicht giert
Nur wen wenn nicht dich

Nichts weiß ich schon
Endlich lebe ich nur
Keine Ahnung was kommt
Keine Hoffnung auf mehr
Aber glücklich über was ist
jt 25.9.13

Politparadox illegal

Einige Regierungschefs
Gratulierten der Kanzlerin
Schon zur Wiederwahl
Sie nahm es ruhig entgegen

Kanzler der BRD ist wer
Die Mehrheit der Stimmen
Im Bundestag dazu auf sich
Vereinigen kann

Das kann die längst nicht
Wiedergewählte Kanzlerin
Nicht oder nur mit denen
Welche sie nicht wollten

Laut Umfragen will die große
Mehrheit im Lande eine
Große Koalition warum sie
Die nicht wählte ist egal

Könnte es sein dass nur eine
Mehrheit der Investoren
Sicherheit will Medien dies
Auftragsgemäß verkünden

Es ist ein guter Zeitpunkt
Kritisch über die Demokratie
Nachzudenken jenseits der
Erschriebenen sicheren Siege
jt 25.9.13
Einige Regierungschefs
Gratulierten der Kanzlerin
Schon zur Wiederwahl
Sie nahm es ruhig entgegen
Kanzler der BRD ist wer
Die Mehrheit der Stimmen
Im Bundestag dazu auf sich
Vereinigen kann
Das kann die längst nicht
Wiedergewählte Kanzlerin
Nicht oder nur mit denen
Welche sie nicht wollten
Laut Umfragen will die große
Mehrheit im Lande eine
Große Koalition warum sie
Die nicht wählte ist egal
Könnte es sein dass nur eine
Mehrheit der Investoren
Sicherheit will Medien dies
Auftragsgemäß verkünden
Es ist ein guter Zeitpunkt
Kritisch über die Demokratie
Nachzudenken jenseits der
Erschriebenen sicheren Siege
jt 25.9.13

Liebesweltenrechnung

Deine Welt und meine Welt
Trafen zufällig zusammen
Logisch käme dann eine
Welt zur anderen gäbe zwei

Zwei Welten die sich jeweils
Ergänzen nebeneinander
Schweben für Momente wo
Sie sich berühren eins sind

Logisch zwei gefühlt eins
Wollen sich unbedingt
Endlich vereinen um mehr
Als eins zu werden

Wo nichts bleibt als zu zweit
Ein Glück zu suchen und es
Noch mehr im endlich eins
Sein zu finden bleibt wenig

Anderes denkbar noch als
Sich auf den einen Weg
Zueinander zu machen in
Seinen vielfältigen Formen

Sich unterwegs immer mal
Nehmen macht alles noch
Um ein vielfaches schöner
In der so gesteigerten Lust

In der Mathematik wird die
Vielfache Steigerung durch
Die erhöhte Zahl als Potenz
Gezeigt unsrer Lust gleich

Was auch immer am Ende
Übrigbleibt wird mehr sein
Als wir zwei für uns schon
Waren weil wir 2 nun 1 sind
jt 25.9.13

Dienstag, 24. September 2013

Rosentee am Platz

Auf einen Tee am Platz nach
Dem der Regen endlich ein
Ende fand die Pfützen
Langsam trocknen


Die Rosen dampfen in die
Nacht in der nur wenige
Noch vor den Cafés sitzen
Auf einen Schluck zur Nacht


Schnell laufen die wenigen
Mit hochgeschlagenem
Kragen im jetzt kühlen
Herbst vorüber nach Hause


Es wird schon eingeräumt
Damit die Nacht nicht mehr
Zu lang mehr wird so sitzt
Der Flaneur bleibt allein


Zeit zu gehen während die
Nacht sich über den Berg
Legt das Ohr in geliebte
Ferne geteilt plaudernd
jt 24.9.13

Liebeswerben lieblos

Während der Herbst sich
Graufeucht ausbreitet im
Reichen Land umwirbt die
Siegerin die Verlierer zart

Noch lässt sie ihnen viel
Zeit sich zu wehren die
Bekunden niemals zu wollen
Um die Preise zu treiben

Die reiche dick mit Stimmen
Gesegnete Braut spielt nun
Brautwerber in bekannter
Manier indem sie nichts tut

Derweil zerfressen sich die
Bräute die nicht wollen noch
Vorab im Kotau mit großer
Selbstgeißelung öffentlich

Wie die fette Henne oben
Schwimmt auf dem Fett
Lässt sich die Kanzlerin nun
Hofieren von Hofschranzen

Diese nun in ihrer Scham
Wie im schlecht gespielten
Stolz biedern sich durch
Laute Ablehnung peinlich an

Aussitzen wird Volkssport
Nichts ändert sich wirklich
Die Demokratie wird weiter
Verkauft Erichs Rache wirkt
jt 24.9.13

Ausschließeritis

Die Roten zieren sich mit
Den Schwarzen zu wollen
Die Grünen etwas weniger
Aber Schwarzbraun will nie
Mit Grün und dunkelrot ist
Aus dem Spiel weil keiner
Mit ihnen spielen darf aus
Angst um die Mitte die wie
Haßloch in der Pfalz riecht


So umkreisen sich mit zu
Teuren Limosinen die mehr
Oder weniger von niemand
Gewählten noch nicht hier
Repräsentanten aber in den
Parteien für bedeutend wohl
Gehaltenen Kasper um
Weiter für unser Geld diese
Kindergartenspiele zu feiern
Nein, nein, nein mit dem
Spiel ich nicht und nie


Wie gut dass Deutschland
Ein reiches Land ist und sich
Auch eine Ausschließeritis
Infektion wochenlang leisten
Kann geht ja um nix als die
Zukunft da muss ja keiner
Mit einem können


Nur taktisch dumm wären
Alle die sich von Merkel
Umarmen ließen um daran
Zu ersticken denn wer
Hätte noch Platz neben
Der über 40% Stute aus
Vorpommern wohl Kaltblut
Und wer der dort suchte
Nicht mehr Platz für sich
Im Leben


Warum sich die 70% die sie
Nie wählten mit der mehr als
Hälfte im Parlament nicht
Auf einen Weg ohne sie nun
Einigen kann bleibt relativ
Rätselhaft und ist wohl eine
Das Hirn infektiös befallende
Form der Ausschließeritis
Wir raten darum dringend
Davon ab darüber weiter
Nachzudenken es könnte
Am Ende dauerhaft empören
jt 24.9.13

Herbstkuschelwettersuche

Alles ist nass immer nasser
Wird es unter oben grau hier
Unten oder inmitten so wir
Es wagten soweit zu denken

Sich in trockenen Räumen
Unter dichten Dächern nun
Einmummeln miteinander
Macht dunkel mehr hell

Für sich bleiben wenn keiner
Mehr raus will wird noch
Weniger wo die Sehnsucht
Für sich bleibt im Regen

Sich alles sein können weil
Alles stimmt sich Lust wie
Geist vollkommen ergänzen
Könnte alles sein wagten wir

Wagten wir den Traum von
Nähe näher noch zu leben
Als wir noch zu träumen
Wagen im Traum von Nähe

Vielleicht ginge es mal gut
Sicher würden Regentage
Uns Sonnentage im Grund
Sich noch näher zu sein

Sollten wir nicht das nur
Vielleicht doch wagen damit
Sicher es heller wird in nun
Dunklen Tagen einfach so

Will dich wie du mich ergo
Wir wohl uns was soll da
Noch unsicher sein fragt
Sich meiner einer für sich

Lausche dem Regen dabei
Schaue ins Grau fühle dich
Himmelblau irgendwie egal
Was nun wirklich ist es wird

Wenn der Winter da ist
Werden wir wissen was ist
Vielleicht uns lieben vor dem
Kamin sicher dies genießen

Manchmal ist es gut auf das
Sichere zu schauen um über
Unsicherheiten Brücken zu
Bauen zueinander nur so
jt 24.9.13

Regennacht herbstlich

Während letzte Fliegen noch
Brummend ihre Kreise ziehn
Winde die Vorhänge wölben
Regnet es schauerlich


Die Runde auf eine Zigarette
Um den Platz endete nach
Feuchten Böen schnell im
Hauseingang wohl bedacht


Dort unterstehend die hier
Vorbei kommen beobachten
Ist für sich ein Buch voller
Heute auch trauriger Storys


Eine junge Dame kommt
Ein wenig hin und her ihre
Richtung suchend nicht
Trunken aber weinend


Wischt sich die Augen mit
Dem Arm ab verzweifelt
Reißt sich zusammen für
Einen Moment verliert sich


Eine andere kommt kurz
Berockt warm bestrumpft
Mädchenhaft lächelnd aus
Dem Flur zum Hof


Trifft auf einen der sie hier
Erwartete sie wechseln nur
Wenige Worte sie erstarrt
Geht zügig weg zunächst


Kehrt dann um während
Der zu ihr sprach den nur
Flaneur hier anlächelt dreht
Sie um kommt wieder vorbei


Schaut weg als sie die Tür
Wieder streift in feuchter
Luft mit ebenso Augen
Den Blick verschleiert


Ein nachbarliches Ehepaar
Räumt ihr Wohnmobil aus
Zurück von der Reise noch
Nicht ganz da ganz erfüllt


Regen böenweise nässend
Wie fremde Feuchtigkeit
Verwehend folgen Gedanken
Gefühlen gen Westen


Es ist Herbst die Blätter
Fallen wenig bleibt wie
Es war manches nur wird
Immer schöner im Traum


Wer jetzt verlassen wird
Fürchtet den Winter mehr
Lässt sich im Regen treiben
Manchmal bleibt etwas


Außer den Tropfen immer
Mehr als kriechende Kälte
Uns nach Innen treibend
Warme ferne Hoffnung


An dich denken im Regen
Des nun Herbst und den
Frühling sprießen fühlen
Ist schön jenseits der Zeit
jt 24.9.13

Montag, 23. September 2013

Herbsteintopfbrodeln

Warm und wohlig brodelt
Der Eintopf am Herd vor
Sich hin während es nun
Schon immer früher dunkelt

Auf Zwiebeln der Schinken
Gegart die Sellerie Knolle
Fein gehackt darüber dann
Ein wenig Lauch geringelt

Darauf die Kartoffeln in
Menge gut gegart darüber
Dann ein Berg Möhren mit
Stich Butter lustvoll verrührt

Kochend und brodelnd bis
Es auf der Zunge zergeht
Wärmend von Innen zieht
Der Liebstöckelduft hinweg
jt 23.9.13

Medial einig Angieland

Deutschland hat gewählt
Und die Medien sind sich
Wieder einig wir leben selig
Im einigen Angieland

Nur die taz titelt mit wohl
Nicht nur heimlicher Freude
Über die großen Verlierer
Die mal Liberale waren

Ansonsten dominiert die
Zeitungsständer der Kopf
Der seligen Kanzlerin das
Ausland nennt sie Kaiserin

Die mächtigste Frau wohl
Europas sieht sich strahlend
Bestätigt mit ihrem Gewinn
Ohne eigene Mehrheit doch

Etwas über 70% der Bürger
Wählte überhaupt nur von
Diesen wiederum über die
Hälfte klar links von Angie

Merkel wird wohl Kanzlerin
Bleiben da sich die linke
Opposition nicht auf einen
Weg wird einigen können

Erstaunlich ist nur wie noch
Immer das Bild der Siegerin
Medial vermittelt wird hinter
Der eine Mehrheit nie stand

Nun wird es an der Zeit sich
Klar gegen die Politik des
Stillstandes zu wehren der
Mit ihrer Person verbunden

Die Wahl ist vorüber es ist
Zeit laut zu werden um sich
Zu wehren gegen die immer
Weiter mediale Umarmung

Habe diese Frau nie gewählt
Lehne ihre Politik ohne eine
Soziale Verantwortung nur
Getrieben von Märkten ab

Bleiben wir laut unser Land
Hat besseres verdient als
Mutti die keines Bürgers
Mutter ist
jt 23.9.13

Wahlwahnwogen

Der deutsche Michel hat
Gewählt oder zumindest
Getan was ihm nötig schien
Verantwortung abzugeben

Nun geht es vier Jahre nur
Weiter so mit neoliberaler
Nettigkeit im Ausverkauf
Aller Werte am freien Markt

Der Bürger jammert klagt
Krümmt sich immer mehr
Steht tief gebeugt im Stress
Dauernder Überforderung

Drum meint die Kanzlerin
Wählt er weiter sie die
Einzig Siegerin nur gibt es
Eine Mehrheit gegen sie

Ist es nun vermessen zu
Fragen warum weiter gegen
Den Willen der Mehrheit dies
Land nicht regiert sein sollte

Die Wogen glätten sich
Die Mehrheit hat gewählt
Die einen ab und weg
Andere noch nicht dran
jt 23.9.13

Liebesnacht

Wenn wir uns finden
In der Nacht unsere
Lust sich immer
Wieder sucht und
Sich im anderen
Erkennt wird selig
Träumen in noch
Nur Worten realer
Als vorstellbar schien
Bis in dich drang
Bloß erzählt deine
Lust wirklicher im Ohr
Wächst meine über
Sich hinaus kommen wir
Wir genau zusammen
Sind selig friedlich
Schlafen Arm in Arm
Ein endlich hältst du
Noch meine Hand
Bis bald der Montag
Uns graut im Licht
Unseres immer mehr
Wir
jt 23.9 13

Sonntag, 22. September 2013

Parkbanknacht

Auf einer Bank am Platz
Mit Blick auf die Bühne
Noch beleuchtet aber
Schon jenseits der Stille

Ab und an ziehen einige
Angetrunken vorüber mit
Sich im Gespräch leicht
Schwankend zum Ziel

Rötlich leuchtet der Himmel
Über der Stadt im Angieland
Wenige hier freuen sich am
Was ist heller scheint es nur

Dunkel aber ist es um die
Demokratie die sich selbst
Abgewählt hat für den weiter
Ausverkauf gestimmt hat

Langsam wird es ruhiger
Um den Platz noch leuchten
Die Lichter bunt auf dem
Platz die üblichen tönen laut

Der Montag zieht heran
Einer noch singt laut am
Platz Hunde bellen durch
Die Nacht Zeit zu gehen
jt 22.9.13

Liederlauschen am Sonntag

Zur ruhigen Gitarre von
Apples in Space singen
Die beiden Paradiesäpfel
Harmonisch liebevoll


Ruhige Stimmung am Platz
Blond gelockter Jüngling
Mit mädchenhafter Schöner
Singen im Country Style


Wecken die Sehnsucht nach
Ferne wie mehr Nähe von
Einer ferner noch friedlich
Lauschen Eltern und Kinder


Sehnsüchtig stehen die hier
Kinder um Planschbecken
Formen Seifenblasen lassen
Sie fliegen zueinander weg


Die Umbaupause auf der
Bühne am Platz wird so
Für luftiges geliebtes gut
Genutzt voller Lachen


Große Band mit vielen
Musikern auf der nun
Engen Bühne spielt sehr
Schwungvoll mitreißend


Die nebenbei Wahl wird fast
Egal dabei und die Band
The Benja Men während
Tochter sich ankuschelt


Leben auf dem Berg kann
So schön sein wenig Regen
Stört kaum die Stimmung
Der tanzenden Kinder hier


In ruhigen Zügen zieht die
Rotbemützte ihr Akkordeon
Spielen 3 Gitarren und ein
Banjo vor dezenter Trommel


Bei Vorstellung der Lieder
Für Kinder dürfen zwei von
Diesen auf die Bühne zum
Bellen zur Freude aller hier


Nun rockt es los mit der
The B.B.Streetband mit 6
Musikern an Gitarre Bass
Schlagzeug Saxofon sowie


Keyboard und dem starken
Sänger der zwischendurch
Von jungem Rapper noch
Im Duett unterstützt wird
jt 22.9.13

Wahlunwillen

Viel fällt dazu nicht ein
Aufstieg und Fall einer
Einmal Demokratie die Sich
In Selbstbestätigung Nur
Noch suhlt und Übelkeit
Macht sich Breit alles nur
Erwartungsgemäß nun
Wird es Zeit laut zu werden
jt 22.9.13

Wahl-Laube herbstlich

Bürgerpflichtbewusst doch
Dennoch einfach Stimme
Abgegeben um sich gegen
Die weiter Herrschaft der
Falschen Moral zu wehren
Gegen alle Vorhersagen
In der Herbstlaube dem hier
Altentreff bei den vielen
Jung schön erfolgreich
Neu hier noch nicht alt
Mit der Beraterbank vor
Der Tür zum ausruhen
Die Freiheit genutzt doch
Stimme behalten und laut
Werden für dies Land das
Irgendwie Zuhause
Manchmal manchen
Mir auch
jt 22.9.13

Liebeswogenküstenhügel

Zwischen Wellen hinter dem
Deich nahe dir und den oben
Fahrenden U-Bahnen näher
Zu mir liegt Liebesland

Manche meinen uns trennte
Etwas wie Strecke oder Weg
Verkennen völlig wie Land
Unter unserer Liebe erblüht

Je weiter wir sind desto
Größer das Reich unter uns
Wogend im Echo unserer
Mehr als Lust Du Liebste

Möchte mit dir auf deinem
Deich steigen und lieber
Noch deinen Hügel nur
Vorzüngig erklimmen

Den wo auch immer Wogen
Mit dir trotzen auch am
Deich nebenbei jedenfalls
Deinen Damm küssen

Oh Du mein eins und alles
Mehr als drei lass uns zwei
Einig sein du königliche
Jägerin hast mich erlegt
jt 22.9.13

Fernlust ganz nah

Sich nur von Ferne berühren
Muss nicht nicht nah sein
Manchmal näher noch wird
So geteiltes eindringlich

Über Welten wie ihre Sicht
Plaudernd wächst schon
Aus der Stimmen nur Klang
Immer feuchtere Lust real

Wenige Worte nur bedarf es
Noch die Erregung über sich
Kommen zu lassen endlich
In Worten kommen wollen

Zart deinen nur noch leicht
Bekleideten Körper wörtlich
Umspielend stehen Brüste
Spürbar bereits mehr

Tiefer suchend in deinen
Höhlen sich im längst Nass
Eindringlich ergehen um
Wenig höher zu fischen

Perlentaucher sind die
Glücksritter endloser Lust
Lassen vorab klein sterben
Zur Zeugung neuen Lebens

Reiten reiten reiten
Aufeinander ineinander nur
Verschlungen jedenfalls
Durch die Nacht in den Tag

Kommen kommen Kommen
Miteinander zusammen für
Nicht endendes Fließen
Wieder am Morgen

Nach der Lust Literatur wie
Philosophie lachend teilen
Montaigne wie Lukrez lesen
Gemeinsam für sich bleiben

Sich finden sich verlieren
Immer eins manchmal noch
Zwei bleibend bis der Tag
Wieder kommt zu kommen
jt 22.9.13

Samstag, 21. September 2013

Samstagsmilde

Nach dem Liederlauschen
In der schon Nacht sitzen
Sie vor den Cafés nebenan
Diesmal privat feiernd

Darum heute unter bunten
Lampions beim Nachbarn
Auf ein Kännchen Tee
Im eka auf Metallstühlen

Das laute Fest amüsiert sich
Über sich relativ laut von
Nebenan hier wird ruhig
Geplaudert von übrigen

Gedanken wandern schon
Wieder westlich sehnsüchtig
Nur fer Baguette Verkäufer
Kommt erfolglos vorbei

Vier Hübsche in blond
Platzieren sich in Decken
Gewickelt lachend um einen
Tisch bis sie sich beruhigen

Zwei schon bekannte von
Nebenan Freundinnen sind
Wieder tief im Gespräch
Mit verschränkten Armen

Immer mehr strömen in
Die verrauchte Bar einige
Kommen mit Getränken
Wieder heraus zu bleiben

Der sonnige Tag klingt in
Ruhiger Nacht herbstlich
Mild aus nur die Partygäste
Nebenan werden noch lauter
jt 21.9.13

Liederlauschen am Platz

Über den Tag spielen viele
Liedermacher und Bands
Bilden eine ständige Sound
Kulisse vor mal mehr mal
Weniger aber immer doch
Begeisterten Publikum


Gerade spielt Solo und mit
Band Teresa Bergman
Die mit klarer Stimme ihre
Songs singt ein wenig wie
Die sehr schlanke Ausgabe
Von Claudia Roth aussieht
Mit ihren giraffenlangen
Beinen in Sternenleggins
Dazu entkleidet sie sich
Langsam erhitzt ein wenig
Auf der Bühne und beweist
Großartig Stimme während
Sich die üblichen Platztypen
Sich nur dezent daneben
Benehmen ist das Publikum
Sichtlich begeistert und wird
Von ihr Hopps genommen
Einige tanzen schon


Da taucht ein Obdachloser
Vor der Bühne auf um uns
Seine Wut entgegen zu
Schreien das Publikum
Mal wieder zu beschimpfen
Seine Situation beschreien
Bis er nach freundlichem
Zureden am Kragen gepackt
Abgeführt wird wohin auch
Immer zur Ruhe zumindest
Das Publikum klatscht und
Feiert weiter mitklatschend
Immer mehr tanzen zum
Ende hin euphorisch brüllt
Um eine Zugabe die uns
Gewährt wird und auch der
Abgeführte west friedlich
Vor der Bühne nun an noch
Hat sie Stimme werden sie
Nochmal richtig rockig
Das letzte Lied heißt
Open up geschrieben für
All die Leute die einen Stock
Im Arsch haben wie sie sagt
Und sie freut sich an den
Tänzern vor ihr und gibt
Ihrer Band noch Gelegenheit
Zu jeweils einem Solo was
Begeistert klatschend hier
Noch begleitet wird
jt 21.9.13

Das BILD der Masse

Ungefragt landete BILD dort
Wo sie noch nie war und nie
Wieder hinkommt außer
Ungefragt im Briefkasten

Die aufgedrängte Zeitung
Ignorieren und im Müll zu
Entsorgen wie es 90% der
Nachbarn taten lag nahe

Ist dieser geistige Friedhof
Nun Sondermüll oder doch
Nur Altpapier fragte ich mich
Schon gezögert zu spät

BILD landete in der Küche
Der heiligen Bücherhallen
Fraglich beäugt ein wenig
Angewidert geblättert

Das Hetzblatt gibt sich heute
Demokratisch lässt alle für
Die Demokratie sprechen
Bunt beworben von Haribo

Oben der Deutschen Bank
Unten was den Geist des
Blattes gut wieder gibt nur
Warum es viele lesen nicht

Auf Seite zwei befragen
Promis die Kanzlerin wie
Den Kandidaten was genug
Verriete vom Boulevard

Klatsch bleibt es und die
Wahl wird zur fröhlichen
Party deklariert bei der es
Um ununterscheidbares geht

Finger gewaschen und BILD
Im Altpapier entsorgt damit
Noch etwas Gutes daraus
Wird besser zumindest

Morgen gilt es Grün zu
Stärken damit nicht diese
Widerliche Schmiere von
Rechts weiter regiert
jt 21.9.13

Liebesvergessen

Manchmal mitten im Leben
Vergisst sich die Liebe auch
Mal dann bleibt wenig übrig
Als zu vergessen was war

Manchmal taucht die Liebe
Dann plötzlich wieder auf
Kommt um zu bleiben oder
Gibt sich den Anschein

Wie wirklich die Liebe ist
Merken wir vermutlich erst
Wo sie nicht da ist oder sich
Einfach verzieht um für sich
Nur noch zu sein

Wie irreal ist die Liebe denn
Wenn sie plötzlich weg ist
Oder täuscht sie uns ihr da
Sein immer nur vor

Wie wirklich lieben wir
Wo wir was nicht da ist
Schon infrage stellten
Manches kommt unverhofft

An dich denken durch die
Nacht durch den Tag bis
Du wieder da bist oder
Verschwunden bleibst dann

War es wohl keine Liebe
Auch wenn es sich gerade
Irgendwie so anfühlt aber
Was weiß ich schon

Und morgen geht die Sonne
Wieder auf bestimmt
Irgendwie irgendwann
Gute Nacht
jt 21.9.13

Wahlgründe

Es gibt viele Gründe diesmal
Nicht zu wählen weil keiner
Interessen der Bürger mehr
Vertritt aber nun geht es um
Die Freiheit des Landes

Ein rechter Flügel hat zur
Hatz auf Grün geblasen
Dagegen gilt es sich zu
Wehren die verlogene Moral
Darf nicht siegen

Konservative und Christen
Hetzen widerlich geifernd
Gegen die Freiheit nach 68
Die größten Kinderschänder
Verteidigen die Opfer

Im Namen der Freiheit
Im Namen der Gerechtigkeit
Es ist Zeit sich dagegen
Endlich zu wehren darum
Die Angegriffenen zu wählen

Wem die Werte noch etwas
Wert sind der muss sich
Nun erheben und Grün
Wählen weil wir das Land
Nicht denem lassen können

Aus Wut wählen ist sicher
Unvernünftig unvernünftiger
Wäre nur nicht gegen diese
Verlogene Moral derer zu
Wählen die real schändeten

Für meinen lieben Freund
Volker Beck wie auch für
Jürgen Trittin legte ich die
Hand ins Feuer wende sogar
Kurz vor der Wahl zu Grün

Wem dieses Land und seine
Freiheit etwas wert ist der
Muss jetzt handeln wollte
Nicht wählen nun rufe ich
Gegen CDU FAZ Springer
Auf wehret den Anfängen
jt 21.9.13

Freitag, 20. September 2013

Freitag feucht im Regen

Vor dem Café unter der
Markise nur mal von Autos
Durch die hier Nässe etwas
Beleuchtet scheinen die
Windlichter gegen das eher
Trübsal um den Platz

Ganz für sich während innen
Die Freitagsstimmung steigt
Zur wie immer Musik der
50er sich immer mehr um
Bar wie Tische drängen
Flanieren wenige beschirmt
Oder zügig tropfend vorüber

Zwei Verkäufer des Magazin
Der Obdachlosen versuchen
Ihr Glück tapern noch nass
Vorüber präsentieren nur
Mühsam geschützt ihre
Leicht feuchte Druckware
Eher pflichtbewusst als
Verzweifelt wirken sie doch
Wie verlorene Kämpfer
Als nasse Verlierer des
Kranken Systems in dem
Sie keinen Platz fanden

Ab und an kommen große
Schöne Blonde heraus auf
Eine Zigarrette in Begleitung
Oder auch für sich meist
Nur mühsam gegen den
Regen anlächelnd frierend
Fallen selten kaum Worte
Bestimmt der laute Regen
Alles und die wenigsten
Lächeln den noch
Sommerregen an

Es ist kühl geworden den
Kragen des Militärmantels
Hochgeschlagen kriecht
Die Nässe langsam hoch
Dämpft der Tee schnell
Nicht mehr während die
Zuckenden Blaulichter
Zweier Polizeiwagen die
Nacht bläulich krank
Beleuchten wer sich in
Ihnen spiegelt wird blass

Lächelnde bremische
Eriträerin kommt mit ihrem
Pünktchenschirm Frohsinn
Versprühend auf ein Bier
Wie eine Zigarette vorbei
Bekommt Gesellschaft von
Einer Freundin und wohl
Schauspielerkollegin alles
Geht seinen gewohnten
Gang als wollte nicht eben
Noch die Welt untergehen
Gerüchteweise soll es
Morgen schön werden
Wenn der Herbst kommt
Der Sommer geht
jt 20.9.13

Nuancen der Liebe

Während es draußen grau
Wie feucht kühl ist ergeht
Sich die angespannte Stadt
Vor dem Sonntag im nichts

Letzte Prognosen werden
Wie Neuigkeiten behandelt
Als müsste noch eine Story
Verkauft etwas sich ändern

Zwischen dieser künstlichen
Spannung der scheinbaren
Wahl im System der bloß
Farben verliert manches

An Bedeutung oder Wert
Wird noch eben verschoben
Oder relativiert fragt sich nur
Was war und was uns bleibt

Liebe sei unsterblich sagen
Immer wieder die Liebenden
Wissend wie unsinnig es ist
Oder kam sie um zu bleiben

Vielleicht stirbt sie auch nie
Verschwindet nur einfach
Wieder als wäre nichts sucht
Ausreden für ihre Auflösung

Wenn zwei in eins sicher
Sich sind rührt sie nichts
Meinen manche vermutlich
Ist das die größte Illusion

Um so größer das Gefühl
Um so empfindsamer wir
Um so berührter Innen
Um so härter außen oft

Wo die nur Schalen als
Rüstungen im Alltag dann
Aneinander stoßen knallt
Und funkt es schnell

Wer aus den dann Mißtönen
Noch hell und klar der Liebe
Warmes Rauschen hört wird
Sich auch im Dunkeln finden

Wer nur das grelle Echo der
Zusammenstöße hört wird
Wenig mehr wohl finden um
Mit sich zufrieden zu bleiben

Die Nuancen der Liebe sind
So vielfältig wie Liebende
Ob sie zusammen klingen
Spürt nur wer gut hinhört

Sich Zeit nehmen zu finden
Gibt Wundern mehr Raum
Damit anderes als erwartet
Mit uns geschehen kann

Wo etwas ist findet es sich
Zu seiner Zeit wo nichts war
Wird nichts vermisst besser
Hören wir nur auf was ist
jt 20.9.13

Missverständlich gut wollen

Sich gut wollen kann so gut
Sein wo es beieinander nun
Ankommt statt sich nur von
Einander zu entfernen im
Missverständniss ob nichts

Verstehen wie verzeihen
Wollen ist noch nichts
Als ein Gedanke in eine
Gemeinsam geträumte
Zukunft auf wildem Grund

Endlich verstanden ist der
Gute Wille für den anderen
Manchmal gefährlicher als
Für sich zu sorgen allein
Zwei in eins braucht Zeit

Was weiß ich schon denk ich
Für mich nur vor dir glänzen
Wollen aus lauter irgendwie
Liebe verwirrt so manches

Vermutlich versteht sich auf
Dauer nicht wer sich einfach
Versteht sondern wer auch
Verwirrt sich wieder findet
jt 20.9.13

Weltsichten

Für manche ist die Welt
Ganz einfach es gibt
Gut und Böse
Sonst nichts

Wo sie sind ist gut
Was gegen sie ist
Muss böse sein
Dazwischen nichts

Die so geteilte Welt ist
Immer tief gespalten
Beschäftigt sich mehr mit
Den Polen als der Mitte

Wer stets außen sitzt
Auf einer Bank verliert
Schnell das Gleichgewicht
Zur einen oder andren Seite

Manchmal wäre es klüger
Sich um das Gleichgewicht
Der Welt mehr zu kümmern
Als um ihre Pole

Meist gerät aus dem Schritt
Wer das Gleichgewicht
Verlor selten nur findet es
Wieder wer polar denkt

Wenn eine Weltmacht
Aus dem Gleichgewicht
Gerät spüren es alle mehr
Wo sie nur am Rand sitzt

Stabilität hält nur so gut wie
Kluger Kopf sie trägt fraglich
Ob es fürs Gleichgewicht
Noch auf Masse ankommt

Rührt das Ungleichgewicht
Der Weltmacht daher Ränder
Für mittig zu halten oder
Merkt sie massig bewegt nix
jt 20.9.13

Von Sternen zu Regen

Du im nördlichen Regen
Ich unter östlichen Sternen
Teilen wir längst eine Welt
Jenseits zufälligen Wetters

Während du unter Wolken
Noch den Tropfen in deinem
Hof zwischen Kastanien
Lauschst scheint der Mond

Weiter östlich ins Zimmer
Suche ich mit dem Echo
Deiner Stimme noch im Ohr
Deine Spur in den Sternen

Du mein oben und unten
Bist fern näher als die vielen
Nebenan sich je kommen
Auf der Suche nach Fleisch

Noch unberührt einander
Sind wir immer mehr längst
Wortreich verschlungen in
Der zwischenzeiligen Welt

Folgen unseren Spuren auf
Den Wegen vor der Findung
Einander ergründend voller
Sehnsucht uns zu spüren

In die jeweils einsame Nacht
Sich verabschiedet bleibt
Mehr von dir schon in mir
Als diese nur Worte stottern

Du im nördlichen Regen
Ich unter östlichen Sternen
Teilen wir nun unsre Welt
Und mein Mond scheint dir
jt 20.9.13

Tee vor der Tür


Auf einen Tee vor der Tür
An einem frischen Abend
Mit wenigen draußen auf
Einen Wein oder Tee

Milder als erwartet sind
Sogar Sterne sichtbar im
Längst Dunkel flanieren
Hier am ruhigen Berg

Der Tee dampft in die Nacht
Die Pfeife raucht darüber
Bald wird der Atem sichtbar
Noch genießen wir draußen

Wenige Autos kreisen noch
Um den Platz auf der Suche
Nach letzten Plätzen um den
Begehrten Ort in der Leere

Wenig passiert und das Ohr
Gen Nordwesten halb nur
Anwesend ist die Ferne so
Nah wie nichts hier

Ganz hier wie dort tief
Versunken Welten teilen
Über weite Wege hinweg
In der hier Einsamkeit

So relativieren sich Wege
In Ferne und Nähe zwischen
Den Welten in Geschichten
Von hier wie dort ortlos
jt 19.-20.9.13

Donnerstag, 19. September 2013

Ergebnisspekulationsfolge

Während die Parteien wie
Ihre Kandidaten dem großen
Tag entgegen fiebern wenn
Dummerweise das Volk sich
Noch irgendwie äußern soll
Wird um das Fell des nicht
Gejagten Bären längst
Gefeilscht anhand von nur
Prognosen diese gelten als
Statistisch zuverlässiger
Denn die Zufällen eher
Unterworfene Entscheidung
Bloßer Bürger in ihrer Masse

Es stellt der linke Flügel der
Einmal Sozialdemokraten
Ihrer gewählten Führung
Bedingungen für die große
Koalition die doch keiner
Will aber alle herbei reden

Die Postdemokratie hat sich
Im Alltag längst ans Geld
Verkauft nun wird noch die
Wahl vorab von Instituten
Angeboten wozu noch dies
Unsichere wählen und dem
Närrischen Bürger soviel
Theoretische Macht wie
Unsicherheit geben wo wir
Doch alles sicher berechnen
Können Ruhe erste Pflicht
Der Bürger ist wir schlicht
Ökonomische Sicherheit
Brauchen - sonst nichts

Genug gewählt
Ab heute wird befragt
Da soll sich nichts mehr
Ändern wo kämen wir
Denn da hin
jt 19.9.13

Die Wahl haben


Wir haben die Wahl
Wird gesagt manche
Glauben es noch
Andre denken nach
Wählen zwischen Farben
Damit auch der letzte Depp
Versteht um was es geht
Bei Bund sucht Kanzlerine
Inhalte sind egal relativ
Austauschbar dennoch
Soll nun der Kanzler direkt
Gewählt werden hier
Selbiger Wahlzettel zeigt
Was zur Wahl überhaupt
Nur steht eine Haltung
Oder eine Provokation
Dazu muss keiner mehr
Lesen können und wer
Nicht weiß was gemeint
Ist nimmt was gefällt
Mehr gibt es zu dem
Kasperletheater am
Sonntag kaum noch
Zu sagen außer:
Schade, dass es soweit kam!
jt 19.9.13

Zoonpolitikonparadoxon

Wer weiter so will wählt
Die Amtsinhaberin werden
Die Konservativen denken

Nur wenn nicht genug davon
Dem Koalitionspartner was
Leihen wird es nichts damit

Wer weiter so will muss also
Was anders machen um im
Gleichen Modus zu leben

Leider nur sagt die Kanzlerin
Täglich also beständig just
Das Gegenteil ihren Jüngern

Die anderen solidarisieren
Sich gegen doppelmoralische
Christenanwürfe von rechts

Doch wirken die Lügen der
Rechten im Gemüt des wohl
Dummen Lümmels sehr tief

Wer will dass alles bleibt
Wie es ist wird nicht die
Wählen können die dran ist

Sonst ändert sich was weil
Ihr Partner weg wäre wohl
Was nichts macht inhaltlich

Aber doch anders wäre nur
Fraglich bliebe wer Junior
In anderer Konstellation wird

Wer nicht wählt handelt nun
Weder konservativ noch
Beständig bloß vernünftig

Wer nicht wählt vermindert
Die Zahlung an alle womit
Die Demokratie gewinnt

Weil es aber grundsätzlich
Etwas änderte etwas nicht
Zu tun geht auch das nicht

Wo nichts tun wie tun etwas
Änderte können wir nichts
Tun damit alles so bleibt

Völlig verwirrt steht der noch
Kritisch denkende Bürger in
Der Kabine wie geplant

Statt Revolution oder gar
Konterrevolution können wir
Nichts tun nichts zu ändern

Beruhigend nur es ändert
Sich ohnehin nichts egal
Was wir täten - lassen wir's
jt 19.9.13