Freitag, 31. Januar 2014

Von Berg und Tal

Den Hügel der Göttin
Also den nach ihr doch
Benannten zumindest
Hinauf um hinab zu
Steigen zwischen Lippen
Die sich zauberhaft öffnen
Als sei was sie verbergen
Immer offen der Welt so
Feuchtfröhlich wie just
Doch das Verbergen lässt
Uns nach den Gründen
Fragen sich und es tief
Verborgen zu halten
Für gewöhnlich ob sich
Hinter mal mehr oder
Weniger von innen nach
Außen gewölbten Lippen
Verschlossen zeigt oder
Sich in erster Erregung
Uns öffnet doch bilden
Die Lippen stets einen
Schutz der Knospe die
Manche Perle nennen
Und die zwar selten
Über die Lippen schon
Hinauswächst aber doch
Als eigentlich Quelle wie
Zentrum des nervus zur
Lust alltäglich verborgen
Liegt und ob in dieser
Natur vielleicht die Sitte
Manch abergläubischer
Völker wie der Muslime
Herrührt ihre Frauen ganz
Zu verhüllen oder ist der
Weg über den Hügel ins
Tal der bewachsen in der
Natur noch ist auch offen
So attraktiv wie sonst 
Verschlossen den Reiz
Aus dem Verborgenen
Erst gewinnt so hat die
Natur wohl manches
Konstruiert was unsere
Lust und ihre Wege nach
Unserer je Natur spiegelt
Und so können wir die
Wege wohl genießen
Wo sie sich langsam
Erst uns öffnen um sich
Damit füreinander auch
Bereit zu machen denn
Die Frage ob ein gänzlich
Nackter Schoß uns völlig
Überfordert stellt sich
Nicht mehr wo wir
Schon innig eins
Zuvor als hätten sich
Natur und Trieb in feiner
Harmonie abgestimmt
jt 31.1.14

Worum es bei der Liebe geht

Man muss verstehen
Worum es bei der Liebe
Geht sagte der Bischof
Darum müssten Eltern
Eben manchmal ihre
Kinder züchtigen denn
Wer versteht worum es
In der Liebe geht wisse
Es geht darum das beste
Für den anderem nur zu
Wollen so sei auch jedes
Demonstrieren gegen die
Homo Ehe doch liebevoll
Weil es die Wahrheit über
Die Ehe verkünde womit
Wir vermutlich wieder
Bei der höheren Mathematik
Der Katholen sind wie
Sie auch Meißner jüngst
Verkündete so gäbe es
Gute und böse Sexualität
Wer der falschen anhänge
Müsse gezüchtigt werden
Bis er den rechten (sic)
Weg sähe und berief sich
Dabei auf den Papst der
Die Homo-Ehe eine
"Intrige des Vaters der
Lügen", also des Teufels
Persönlich nannte bevor
Er gerade Papst wurde
Was ihn wiederum dazu
Brachte nach der just
Einführung der Homo Ehe
Eine Teufelsaustreibung
In Form des öffentlichen
Exorzismus zu betreiben
Seine Schäfchen um sich
Zu scharen fragt sich nur
Wann endlich vernünftige
Aufgeklärte Menschen
Der Welt diese elende
Katholische Sekte nun
Austreiben werden mit
Den Mitteln der Vernunft
jt 31.1.14

Altpapiersammlung

Was sind die Höhlen
Voller Bücher anderes
Als stapelweise Altpapier
Nett gebunden zuweilen
Meist wohl geordnet
Nach inneren Nummern
Aber doch nichts als Papier
Voll bedruckt mit meist
Wenig Platz selbst noch
Kreativ tätig zu werden
Es sei denn wir malten
Über und nutzten Ränder
Zweckentfremdeten den
Heiligen Hort nur noch
Abgelegten Wissens für
Neue Kreativität oder sind
Die leicht verstaubten
Orte der Büchersammlung
Nur noch totes Wissen
Vergangener Zeiten
Abgelegt in netter Form
Haben sie kreativen Wert
Als Inspiration noch je
Oder bleiben sie stumm
Sind nur Archive ihre
Leser Archivare der
Zeit vor ihnen und mit
Weichem Wert fragt sich
Oder ist die ewige
Liebe zu den Büchern
Noch ein Wert an sich
Den zu bewahren mehr
Eigene Kulturarbeit ist
Als manche Schöpfung
Wo steht der Sammler
Der Bücher neben dem
Künstler deren Werk er
Nur indirekt verwaltet
Wann wird sie zum Werk
Wo schöpfen wir mit ihm
jt 31.1.14

Erzbengels Traumzeit

Nun ist der Dicke am Ziel
Sitzt ausgebreitet im
Sessel und breitet sich
Mit gewagten Theorien
Im Amt des Superministers
Aus über das Land
Dem er die Zukunft
Raubt billigen Populismus
Künftige Generationen
Teuer bezahlen lässt
Es fragt sich wer den
Typen gewählt hat der
Nie zur Wahl stand
Außer einmal als er
Niedersachsen verlor
Die Genossen werden
Sich für ihren Vorsitzenden
Verantworten müssen
Was vermutlich heißt
Die SPD geht den Weg
Der FDP und Mutti wird
Kanzlerin auf Lebenszeit
Deutschland ist zufrieden
Hier ist der Wohlstand
Bezahlt wird es noch
Anderswo
jt 31.1.14

Terrorliebe

Von der Liebe in Zeiten
Des Terror wissen wir
Wenig neues als wäre
Die Liebe im Krieg noch
Dieselbe wie im Frieden
Oder schwebt nun immer
Die Angst vor dem Tod in
Allem mit jene Hure des
Kapitalismus für die wir
Auch einfach mal unsere
Freiheit verkauften zum
Preis neuer Unsicherheit
Die uns als Sicherheit
Verkauft wurde wo es
Nur um Überwachung
Ging die Gesetze der
Freiheit infrage gestellt
Wurden denn Amerika
Brauchte diesen Krieg
Um den Terror der
Überwachung zu
Rechtfertigen als gäbe
Es je eine legitime
Rechtfertigung für egal
Welchen Terror der
Staaten gegen ihre Bürger
Ausüben und bleibe
Terror nicht Terror
Nur weil er staatlich ist
So starben durch
Al Quaida Terror rund
3300 Menschen in den
USA während die dann
Vergeltung 33000 Afghanen
Tötete und drei mal mehr
Im Irak wo über 100000
Opfer der Terrorliebe
Wurden und wir alle
Die wir unsere Freiheit
Verloren sind Milliarden
Zum Preis der Sicherheit
Die es nie gibt also nur
Vorwand ist der genau
So gewollten Überwachung
Fraglich nur warum geht
Was keiner wollen kann
jt 31.1.14

Donnerstag, 30. Januar 2014

Tango für zwei

Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Will dich jetzt so sehr Du
Liebste mein bedecke dich
Mit mir von oben bis
Nach unten außen lang
Tief hinein voller Zunge
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Denkr an den sanften
Wind als der du von
Der See her in mein
Leben wehst Du mehr
Als zart sensible Schönste
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Von deinen Ohren küsst
Sich die Zung zum Hals
Den Rücken hinab bis
Tief in deine Teilung
Deren Lust ich trinke
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Lese dir vor von Lukrez
Bis zur Erotik zart derweil
Du selig in meinem Arm
Schon fast schläfst nur
Mit halbem Ohr lauschst
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Du öffnest dich mir mittig
Feucht und zart bewegst
Dein Becken immer mehr
Zu meinem hin bis ich
Tiefer nicht mehr kann
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Wecke dich mit zartem
Kuss auf deinen Hals
Voller Lust noch nicht
Schau verliebt dir zu
Beim träumen lieber
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
Als sich dann verliebt
Die Mitte aufstellt dich
Sanft berührt von hinten
Vorlaut weckend treffen
Lust und Liebe sich
Wenn die Liebe mit der
Lust gemeinsam Tango
Tanzt zieht die eine wo
Die andre drückt im
Immer miteinander
jt 30.1.14

Mit Büchern leben

Wer mit Büchern lebt
Lebt gern in Geschichten
Erzählt sein Leben sich
In der Umgebung der
Träume zumindest
Wenn wenig bleibt
Oder kaum mehr ist
Als Bücher über Bücher
Werden diese zum Leben
Im Leben stapeln sich
Verstauben mal bis sie
Im anderen Moment
Wieder ergriffen werden
Leben ihr Leben in einer
Belebten  Bibliothek
Gehegt umstellt berührt
Tragen Schätze in sich
Die bei lustvoller erster
Berührung zu tanzen
Beginnen sich öffnen
Um uns ihre Geschichten
Zu erzählen irgendwo
jt 30.1.14

Im Mauerpark

Blick gen Westen
Wo die Sonne über Eis
Kühl verglüht während
Die Kinder rodelnd rasen
Sprayer die Wände hier
Verzieren das Wintervolk
Sich bunt vielsprachig
Mischt auf Schlitten
Bobs oder Luftmatratzen
Vergeht ein Tag im Blick
Über den Wedding vom
Wilden Osten her
Väter ihre Kinder frierend
Bespaßen brummt die
Stadt nebenan als wären
Wir nicht im Winterort
Sondern wirklich mitten
In Berlin
jt 30.1.14

Vom Tod der Demokratie

Die Demokratie ist eine
Sehr junge aber ziemlich
Erfolgreiche Version des
Miteinander dummerweise
Haben wir mit der
Liberalisierung nur die
Macht der bestehenden
Monopole gestärkt statt
Die Freiheit zu fördern
Wurde alles bilanzierbar
Das Ergebnis beobachten
Wir im Erfolg im Osten
Wir haben die Grundlage
Unseres Erfolges infrage
Gestellt waren noch so
Dumm uns von arabischen
Gaunern und Fanatikern
Erpressen zu lassen
Sicherheit gegen Freiheit
Als super Grundrecht zu
Tauschen wen wundert
Es da wenn wir uns auf
Einem absteigenden Ast
Befinden wo die
Demokratie stirbt
Es wird Zeit
Zu erwachen
Ohne Wachturm
jt 30.1.14

Von Leben und Tod

Der Tod geht uns nichts an
Sagt Lukrez manchmal
Aber kommt er uns sehr
Nah und wir fragen uns
Was bleibt wenn nichts
Mehr geht wie es gehen
Soll der Körper den Dienst
Verweigert den er nach
Der Natur leisten muss
Michael Schumacher
Hat mit dem Tod wohl
Gerungen nun wird er
Langsam wieder geweckt
Keiner weiß was aus dem
Leben dann wird
Viktor Janukowitsch dem
Präsidenten der Ukraine
Blieb im Kampf um das
Auch politische Überleben
Die Luft weg er musste
Ins Krankenhaus während
Er im Land an Boden
Immer mehr verliert
Henning Mankell schreibt
Darüber wie er mithilfe
Der modernen Medizin
Gegen den Tod kämpft
Der ihn in Form eines
Tumors auch durch die
Lunge aufzufressen
Versucht und will dies
Aus der Perspektive des
Lebens nicht des Todes
Andere ringen nicht mehr
Um das Leben sondern
Wollen sterben weil sie
Genug vom Leben haben
Was wir gern für krank
Erklären weil wir den Tod
Fürchten statt das Leben
Zu lieben wie es ist
So fragt sich nun
Was mit denen wäre
Die nun um ihr Leben
Noch ringen fürchteten
Wir den Tod und das
Nichts mit ihm nicht
Mehr sondern genössen
Was ist mehr als daran
Noch stets zu leiden
Im Blick auf den ohnehin
Sicheren Tod könnte das
Leben am Ende schöner
Werden und ist es dann
Wichtiger erfolgreich
Gegen den Tod gekämpft
Zu haben oder glücklich
Aus dem Leben zu gehen
Wie es Epikur wohl am
Krebs weniger leidend
Erfolgreich tat
jt 30.1.14

Todesfurchtlos

Drei Frauen haben sich
Gemeinsam umgebracht
Wohl umsichtig mit
Kohlenmonoxid vor dem
Sie die Umgebung der
Sie Abschiedsbriefe noch
Hinterließen warnten
Dennoch meinen Medien
Die drei müssten wohl
Verwirrt gewesen sein
Ohne mehr darüber
Uns zu vertraten als
Die bloße Behauptung
Ist nicht vielmehr wirr
Wer den Tod fürchtet
Ist nicht klug wer ihn
Bewusst frei wählt
Aus welchem Gründen
Auch immer sind die
Todesfurchtlosen nicht
Helden der Gegenwart
Mehr als die Kriecher
Die sich nur anpassen
Gäbe es ein Himmelreich
Wäre jede Furcht lächerlich
Ist es wie es ist erwartet
Uns nichts mehr
Wie lächerlich ist es sich
Vor nichts zu fürchten
Glücklich lebt wer
Todesfurchtlos bleibt
Weise wer alle vertreibt
Die Angst verbreiten
Vor der Natur die eben
Endlich ist
jt 30.1.14

Bücherhöhlen

Bücherhöhlen sind den
Analphabeten eine Hölle
Dem Leser ein Paradies
Mehr noch ihrem Bewohner
Zwischen Bücherstapeln
Orte zum Niederlassen
Auferstehung aus Büchern
Gegenwärtig jenseits von
Gut und Böse liegen
Schuld und Sühne
Geschichte neben Geschichten
Dunkel voll lichter
Gestalten
Aufenthaltsort
Lebensmittelpunkt
Eingebunden im Rücken
Lose Blätter hier und da
jt 30.1.14

Hingabe für Hergabe

Die Hingabe für Hergabe
Gilt als ehrenrührig wenn
Geld im Spiel ist während
Gut sein soll es für Gefühl
Zu tun als käme das nicht
Viel näher an Abhängigkeit
Die vorgeblich vermieden
Werden soll denn nie war
Die bürgerliche Ehe was
Anderes als ein Geschäft
Auf Gegenseitigkeit
Zur Altersversorgung
Heute investieren wir
Milliarden in Rente
Bis zur nächsten Reform
Verbieten Prostitution
Und wundern uns über
Zunahme der Pädophilie
Während Mutti sich den
Schoß für Vati nackt
Rasiert nennen wir
Unsere Welt ehrlicher
jt 30.1.14

Mittwoch, 29. Januar 2014

Bayern kanns noch

Wer hätte das gedacht
Bayern kanns noch
Mal verlieren bei einem
Schlechteren Gegner
Foul spielen sich mühen
Bis sie nach Rückstand
In Stuttgart langsam erst
Aufwachen unklar ob es
Noch reicht stürmen sie
Zumindest endlich
Aber vielleicht wird die
Bundesliga doch noch
Spannend wenn nicht
Alle nur hinter Bayern
Herlaufen bis in der 75.
Die Bayern durch Pizzaro
Ausgleichen wieder die
Gewohnte Überlegenheit
Im Spiel zeigen der Sturm
Auf das Stuttgarter Tor
Weitergeht aber erstaunlich
Genug auch die Schwaben
Werden dem bayerischen
Tor noch gefährlich
Nach kurzem Gerangel
Auf dem Platz das mit
Gelben Karten bestraft
Wird geht es weiter
Hin und Her
Da schießt in der letzten
Minute noch Thiago ein
Tor und Stuttgart stürmt
In der verlängerten
Nachspielzeit noch mal
Aber es bleibt beim
Erwarteten Ergebnis
Die Bundesliga und
Der FC Bayern
Gähn
jt 29.1.14

Selbstbedienungsmentalitätsmehrheit

Die große Koalition regiert
Durch und schafft Posten
Immer mehr für ihre so
Verdienten Veteranen
Zeigt warum diese große
Koalition die Demokratie
Gefährdet und während
Mutti ihre europäischen
Partner immer mehr würgt
Bis sie an ihren Schulden
Immer schneller ersticken
Während diese Regierung
Milliarden für Rentner
In kurzsichtig falsche
Reformen investiert und
Millionen für überflüssige
Neue Posten zeigt sie
Europa mal wieder
Wie es ist der Wegweiser
Muss nicht dahin
Wohin er zeigt
Schlechte Zeiten für
Europa sind noch
Schlechter für die
Zukunft der Demokratie
jt 29.1.14

Lupenreiner Demokrat

Putin zeigt sich als wieder
Lupenreiner Demokrat
Indem er Zusagen die
Als sicher galten eben
Widerruft wo es ihm passt
Um abzuwarten ob ein
Ihm genehmer Kandidat
Obsiegt im Machtkampf
In der Ukraine wer das
Noch mit der unklaren
Lage rechtfertigt muss
Relativ naiv sein aber
Vielleicht hilft es ja um
Lupenreine Demokraten
Sofort zu erkennen
jt 29.1.14

Verborgener Eingang

Ein verborgener Eingang
Weist den Weg in also
Geheime Welten gibt
Zumindest Zugang zu
Orten die nicht jeder
Kennt damit wer davon
Weiß es um so inniger
Würdigen kann die in
Die so verbogene Welt
Eingeweihten teilen ein
Wissen das sie schon
Zum Geheimbund macht
Ob nun die Bibliothek
Der verborgene Ort ist
Oder nur der Durchgang
Mag dahinstehen denn
Wie beim Sex ist auch
In Häusern die Welt die
Uns verborgen bleibt
Der andere Eingang
An sich das erregendere
Moment mehr als die
Real eröffnete Verbindung
jt 29.1.14

Kardinalstugenden

Was heute noch Tugend
Ist als Kardinalstugenden
Gelten können ist fraglich
Nach den großen Ideologien
Der vernünftigen endlich
Infragestellung allen alten
Aberglaubens oder sind
Wir fern davon in heute
Aufgeklärten Zeiten zu
Leben im prophezeiten
Kampf der Kulturen
Hören wir auf den Kölner
Kardinal Meißner ist die
Tugend sogar numerisch
Messbar insofern ihm
Eine reaktionär gläubige
Familie soviel wert ist wie
Drei muslimische damit
Kann nun klar kalkuliert
Werden fürs Himmelreich
Ein evangelischer Pastor
Aus dem Harz ein mal
CDU Abgeordneter kämpft
Wie ein Löwe für die
Kranken was ihm als
Tugend erscheint wider
Die kranke Sünde der
Homosexualität um sich
Im Verein Leo dafür nun
Einzusetzen kranken
Schwulen zu helfen sie
Von ihrem Schwulsein
Zu heilen noch unklar ist
Ob sie zum Abschluß
Den Hetero Beischlaf
Geprüft zu vollziehen
Haben aber ist das noch
Komisch oder krank
In den Reihen der Kirchen
Unter Abergläubigen
Scheint viel von Tugend
Die Rede und um so
Weniger davon vorhanden
Fragt sich nur woher das
Unwort stammt wohin
Es führt und wie wir mit
Ihm umgehen sollten
Den alten Griechen war
Es nach Aischylos in den
Worten des tugendhaften
Sehers Amphiaraos wer:
verständig (sóphron)
gerecht (díkaios)
fromm (eusebés)
tapfer (agathós) war
Bei Cicero zählt nur
Weisheit oder Klugheit
(sapientia prudentia)
Gerechtigkeit (iustitia)
Tapferkeit (fortitudo
magnitudo animi) und
Mäßigung (temperantia)
Lustig daran ist wie ganz
Normal es ihnen noch
War die iustitia die heute
Justiz heißt für gerecht
Zu halten wo es nur um
Ansprüche und Macht
Wie ihre Durchsetzung
Noch geht heute
Die zwischen lichter
Antike und dunklem
Mittelalter aufgetauchte
Jüdische Sekte der dann
Christen unterscheidet
Weltliche Tugenden von
Christliche Tugenden die
Da waren
Glaube (Fides)
Liebe (Caritas)
Hoffnung (Spes)
Während als weltlich galt
Klugheit (Prudentia)
Gerechtigkeit (Justitia)
Tapferkeit (Fortitudo)
Mäßigung (Temperantia)
Viel Raum nimmt so die
Tugend in der Religion
Der Sittenwächter ein im
Neuen Testament jedoch
Kommt der Kanon der
Vier Tugenden nicht vor
Der Apostel Paulus erst
Führte die Tugenden
Neu ein
Thomas von Aquin
Schrieb zur Tugend im
Geblendet dunklem eben
Mittelalter:
„Eine Tugend heißt Kardinal- bzw. Haupttugend, weil an ihr die anderen Tugenden befestigt sind wie die Tür in der Angel.“
Der Philosoph Herbart nennt Kardinaltugenden:
Tapferkeit
Freiheit
Güte
Gerechtigkeit.
Die fünf konfuzianischen
Kardinaltugenden
(chin. 五常 wŭcháng)
sind:
Menschlichkeit (仁 rén)
Gerechtigkeit oder Rechtes Handeln (義 yì)
Sitte (禮 lĭ)
Wissen (智 zhì)
Wahrhaftigkeit (信 xìn)
Immanuel Kant lässt eine
Primärtugend nur gelten:
„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“
Fehle dieser können alle
Anderen Tugenden böse
Und schädlich werden
Sind nichts mehr wert
Was bleibt nun als
Dem Königsberger
Zuzustimmen denn
Wer braucht noch die
Tugendwächter aus der
Gemeinschaft der eben
Abergläubigen wo er
Selbst und kritisch noch
Denken kann und was
Wir auch tun am Ende
Zählt der Wille dabei
Wagten wir nur mehr
Kritisch zu denken statt
Formeln nachzubeten
jt 29.1.14

Nichts als Bücher

Wenn nichts als Bücher
Noch zwischen uns und
Unseren Träumen sind
Wird die Lust zwischen
Den Zeilen spürbarer
Als Worte sie noch tragen
Können folgt der Blick
Den schönsten Linien
Der Natur zueinander
Nur ein Buchrücken
Verdeckt noch was
Längst ersehnt so bleibt
Der Traum noch nur
Vorstellung die darin
Sich mehr als genügt
jt 28.1.14

Dienstag, 28. Januar 2014

Unter Sternen ohne

Heute heller beleuchtet
Ohne Sterne aber mit
Kerzen genug lässt sich
Die Romantik nicht stören
Wo sie sich sucht hier
Im Misirlou wenig davon
Bei den beiden Herren
Am Tisch zur rechten
Die sich über Telefone
Unterhalten oder sich
Kameras zeigen wenn
Sie nicht flüsternd
Lachend wie kleine
Jungen sich von ihren
Drogenerfahrungen
Berichten in ferner
Vergangenheit
Sehr viel mehr davon
Zeigt das sichtbar
Blinddate auf dem Sofa
Das sich von sich noch
Erzählt Annäherung sucht
Während sie von ihrem
Dasein als Sozialarbeiterin
Erzählt lauscht er sehr
Andächtig ergänzt ihre
Worte engagiert und lobt
Sie etwas sehr wo er kann
Langsam wendet sie sich
Ihm mehr zu beim sich
Erzählen vom Urlaub
Legt sie den Ellbogen
Auf das Sofa in seine
Richtung er hält noch
Höflich Abstand wie es
Geboten aber spürbar
Warten beide auf die
Erste Berührung die
Noch keiner wagt die
Worte werden unwichtig
Sie gibt sich anhand
Psychologischer Muster
Wissend und erklärt ihm
Das warum während er
Immer weiter in seinem
Nicht wissen aber sicher
Sein ausholt um seine
Überzeugung deutlich
Zu machen erzählt er ihr
Warum sie für ihn die er
Ja noch gar nicht kennt
In keine Kategorie passt
Er sich aber sicher ist sie
Sei einfach ein Mensch
Wo sie ihm lächelnd
Zustimmt er würde sie
Verstehen und er erklärt
Ihr sie sei zu intelligent
Woraufhin er wieder kurz
Austreten muss und sich
Ein kurzes Gespräch mit
Dem Dichter anbahnt das
Sich nach seiner Rückkehr
Zu dritt fortsetzt und egal
Wie zutreffend nun die nur
Beobachtungen waren
Reden sie danach laut
Über Ex-Beziehungen
Warum sie noch an dem
Oder der hängen geben
Sich tief vertraut und er
Ist weiter hoch engagiert
Aufmerksam liebevoll
Zugewandt während sie
Sich noch trauernd um
Ihre große Liebe gibt
Bleibt der Zauber
Zwischen den beiden
Auf dem Sofa unter der
Leinwand bei der die
Geschichten über ihre
Früheren Beziehungen
Nur der Überzeugung
Von der gegenseitigen
Übereinstimmung dienen
Und so zieht der Abend in
Die Nacht auf der Suche
Nacheinander
jt 28.1.14

Von der Lust auf Büchern

Von der Lust an Büchern
Weiß jeder Leser doch ist
Sie noch steigerbar mehr
Als wir in schönsten
Träumen für uns schon
Ahnen wenn wir uns zart
Oder heftiger erotische
Geschichten vorlesen
Die Erregung des anderen
Schon im berührungslosen
Lesend wachsen fühlen
Wenn auch das noch nicht
Der Geschichten die noch
Verborgene Lust um ein
Vielfaches übersteigt
Als die direkten Worte
Die zum Erlebnis nicht
Benötigt werden das sich
Im verborgenen unserer
Gedanken längst auf den
Weg gemacht hat um
Sich schließlich in der
Lust auf Büchern ganz
Auszuleben wenn die
Träume hinter den nur
Worten ihren Weg
Miteinander suchen
So lieben sich die
Bücherliebhaber
Durch die Bücher
jt 28.1.14

Vom guten Glauben

Vom guten Glauben an
Das Böse leben unsere
Geheimdienste alle gut
Ohne etwas zu tun als
Diesen Glauben wie den
Scheiterhaufen der einst
Bürgerlichen Freiheit zu
Befeuern mit Phrasen
Die ihre so nutzlose wie
Gefährliche Überwachung
Rechtfertigen denn streng
Geprüft hat keine dieser
Maßnahmen gegen unsre
Freiheit je mehr gebracht
Als mehr Überwachung
Es ist der bloße Glaube
An die Wirksamkeit der
Überwachung der sie
Rechtfertigt wie es die
Esoterische Medizin gern
Betreibt die Gründe oder
Beweise durch Glauben
Ersetzen und dieser
Versetze ja bekanntlich
Berge weshalb es gut
Sei auf ihn zu bauen
Sicherheitsesoterik nennt
Sascha Lobo dies in
Einem klugen Kommentar
Erschreckend daran ist
Wie eine gewachsene
Demokratie ihren Bestand
Zu dem die Grundrechte
Unverbrüchlich gehören
Infrage stellt für nichts
Als hohle Versprechen
Interessierter Kreise
Wäre da nicht der zweite
Grund der Überwachung
Die totale Kontrolle der
Bürger im Sinne der
Macht müssten wir glatt
Annehmen unsre Regierung
Sei dem Aberglauben
Esoterischer Heilslehren
Verfallen so können wir
Uns beruhigen es ist nur
Das bekannte Kalkül
Der Macht die böse macht
Da hilft kein guter Glaube
Nur warum sich keiner
Wehrt bleibt unklar
jt 28.1.14

Literarisch Baden gehen

Wenn der Schnee grau
Wird wie matschig die
Feuchte Kühle langsam
Durch die Knochen nach
Oben steigt uns lähmt
Die Gedanken nur noch
Um das Unglück des
Gerade Winter kreisen
Ist es an der Zeit sich
Zu versenken um von da
Literarisch baden gehen
Zu können ganz entblößt
Im Wasser wie im Meer
Der Buchstaben zu baden
Um sich innen wie außen
Wärmen zu lassen am
Glück lesen zu können
Sich in die Welt der
Buchstaben zu versenken
Während nur Wasser die
Realen Orte der Lust
Innig umspült lösen sich
Geist und Körper als
Gegensatz auf werden
Warm ein wohlig
Genuss dem nur ein Tee
Noch sinnlich nahe käm
Wie der vielleicht Vollzug
Der nur Gedanken aber
Wer wollte schon soweit
Denken jetzt
jt 28.1.14

Dunkle Ecken erleuchtet

Rückzugsorte der Leser
Können auch dunkelste
Ecken sein solange noch
Genug Licht zum Lesen
Bleibt sind die Quellen
Der geistigen Flüsse
Unabhängig vom Tag
Oft in der Nacht noch
Belebter Lichtquelle
An sich umstanden
Von den Schätzen
Die denen die dort
Ihren Rückzug suchen
Alles sind und mehr
Als eine Welt
jt 28.1.14

Karls Renaissance

1200 Jahre tot ist doch
Ziemlich lang und fast
Zwanzig mal mehr als
Der so Bedachte je lebte
Was bleibt vom Kaiser
Der als großer Karl längst
Geschichte wurde bevor
Er so groß genannt ward
Der Taliban für Sachsen
Das Christentum blutig
Mit dem Schwert noch
Brennend verbreitet
Vorige Kultur unterdrückt
Römisch fränkische nun
Durchgesetzt Recht und
Bildung zugleich gefördert
Neun Frauen legitim als
Seine gehabt unzählige
Kinder gezeugt mit Bart
Immer gemalt noch
Vater Europas der die
Christenheit spaltete weil
Eine Frau in Byzanz nicht
Kaiserin sein sollte
Was ist es wert noch
Vom mittelalterlichen
Taliban zu erinnern als
Recht und Bildung
Ist 1200 Jahre Tod nun
Ein Grund zu feiern oder
Ruhig zu gedenken um
Es schnell zu vergessen
Was kann ein Kaiser des
Mittelalters uns geben als
Zu lernen wohin Glaube
Menschen verführte
Was bleibt von Karl noch
Als das heute Männer
Wieder Bärte tragen ein
Modischer Gag sonst nix
jt 28.1.14

Literaturtor

Durch das Tor in die
Nacht in die Welt der
Literatur wandern
Um sich dort ganz
In Gedanken dem Glück
Der Worte hinzugeben
Sich finden und gern
Auch mal verlieren
Zwischen den Zeilen
Um eigene Geschichten
Wieder zu finden heißt
In der Wortwelt endlich
Anzukommen bei sich
Nur auf der Suche
Nach dem nächsten
Satz und wohin er uns
Entführt so wird das
Literaturtor zum Eingang
In die Welt der Träume
Denen wir die Freiheit
Gönnen sollten sie ganz
Ungedeutet einfach
Leben zu lassen als
Unsere Geschichte
Neben allen Geschichten
Die wir lesend erleben
jt 28.1.14

Liebe im Schnee

Der Schnee deckt alles zu
Aber manchmal finden
Sich Spuren der Liebe
Im Schnee es fragt sich
Nur ob dies gefrorene
Liebe ist eisig geworden
Wie das außen um uns
Oder taut die Liebe ihre
Spuren in den Schnee
Bleibt zu hoffen
Dass sie nicht in der
Nächsten Hitze wieder
Schmilzt es nur etwas
Feucht bleibt am Ende
jt 27.1.14

Montag, 27. Januar 2014

Mobiles Spielerglück

Nun wissen alle die gerne
Auf ihrem Telefon spielen
Sie sammeln Daten für
Die Kämpfer für das Gute
Im Kampf gegen das Böse
Ob sie wollen oder nicht
Sind sie nun Mitarbeiter
Der Geheimdienste ihrer
Majestät und der USA
Sowieso da die NSA
Ohnehin wo sie kann
Ihre Rechner an jedem
Telefon hat und Freiheit
Inhaltlich ein Fremdwort
Wurde doch sollte sich
Keiner in Sicherheit
Wiegen der keine Spiele
Sondern nur Karten nutzt
Auch diese Apps liefern
Alle Daten der Nutzer an
Ihre Geheimdienste
Jeder von uns arbeitet
Für den Geheimdienst
Und ich frage mich nur
Wie ich da arbeitslos
Werden kann wenn ich
Möchte und wer mich
Dafür bezahlt dass ich
Tue was ich nicht will
jt 27.1.14

Vom Ursprung Europas

Wo hat das uneinige
Europa seine Wurzeln
Im Schoss der einst
Von Zeus verehrten
Tochter des Königs
Agenor und der
Telephassa gebar ihm
Die nach Kreta entführte
Drei Söhne die auch
Königlich in Europa
Wirkten als Minos
Rhadarmanthys und
Sarpedon Geschichte als
Gesetzgeber und Strategen
Schrieben die Europas
Geist der Gesetze noch
Bis heute prägen oder
Doch eher in den vielen
Schößen der Mütter der
Stämme Europas die
Unsere Welt noch immer
Formen in ihrer Divergenz
Jedenfalls scheint viel
Lust am Anfang des
Kontinents zu stehen
Ob wir sie nun göttlich
Glauben wie die alten
Griechen in der Sage
Oder eher natürlich wie
Andere Griechen um
Epikur und seine Schüler
Wie Lukrez oder die ihm
Folgenden Geister durch
Die Jahrhunderte es taten
Wird bis heute in Europa
Karl der Große als einer
Der Gründer verehrt
Jener erste Kaiser nach
Dem Untergang Roms
Der wieder vom Papst
Gekrönt wurde und den
Glauben der Christen
Mit dem Schwert im Stil
Der Taliban verbreite
Die heiligen Stätten der
Sogenannten Heiden in
Sachsen zerstörte wie
Diese in Afghanistan heut
Buddha Statuen sprengen
Ein Gesetzgeber der als
Gerecht gilt und einer der
Seinen Aberglauben mit
Dem Schwert verbreitete
Im Glauben den wahren
Weg zu verfolgen kommt
Europa damit vom Weg
Der Lust ab und ersetzt
Sie durch den Glauben
An eine nur erfundene
Wahrheit wohin diese
Uns durch viele Kriege
Bis heute führte über
Berge von Leichen
Lässt fraglich scheinen
Ob uns die Entführung
Zu Anfang aus Lust und
Liebe schlimmer scheint
Als der Weg den es unter
Dem Schwert der Christen
Nahm und wie das neue
Europa sich ausrichten
Soll künftig ob es nicht
Mehr Lust und weniger
Geschäft dringender
Braucht als den gerade
Diktierten Kurs absoluter
Sparsamkeit ohne alle
Rücksicht auf Kultur
Es scheint Zeit wieder
Aufzustehen für ein
Europa der Lust
Miteinander
Aufeinander
Die Wurzeln erinnernd
jt 27.1.14

Vorbilddemontage

Die Jugend sucht sich
Vorbilder die das Alter
Gern bestimmte auch
Wo sie das Gegenteil
Eher tun um sich dazu
In Position zu bringen
Was wäre auch eine
Jugend wert die nicht
Ihre Vorbilder demontiert
Als gerade irgendwo in
Der Mitte befindlicher
Frage ich mich was mir
Noch zu tun bleibt denn
Zum nur demontieren zu
Alt und zum nur glauben
Immer zu jung oder zu
Einfach ungläubig im
Klar kritischen Geist
Nicht bereit sich den
Schlichten Konventionen
Der alten Sagen noch zu
Unterwerfen frage ich
Lieber als anzubeten wen
Vom Sockel ich stoßen
Kann als nächstes
Seltsam nur wieso
Dies nicht für Frauen
Wie Bibliotheken und
Ihre Bewohner die Bücher
Genauso gilt und so
Muss ich mich fragen ob
Dies noch kritisch ist
Oder meine Götter eben
In Leder gebunden oder
Nicht nackt rasiert sind
Wo die Welt einst ihren
Ursprung fand und so
Scheint in sehr wenig
Anbetung oder Demontage
Sich zu unterscheiden
Was nicht klüger aber
Doch ein wenig nur
Bescheiden macht
jt 27.1.14

Lichte Erscheinung

Mitten im frühen Dunkel
Kalter Wintertage wird
Uns der Schnee also
Nur Eis zum kühlen Licht
An dem wir uns zart noch
Freuen anstatt weiter
Zu träumen vom nahen
Glück vielleicht schon
Nebenan nur über den
Hof oder warum lächelt
Die Dame mit der Geige
Von den Philharmonikern
Immer so sich vorüber
Bevor sie noch namenlos
Verschwindet wie wäre
Es wohl höben wir alle
Füreinander den Blick
Ob wir uns bemerkten
Uns unter die nur immer
Verkleidung sähen um
Zwischen Schenkel wohl
Schielend mehr auf
Eingang als Ursprung
In diese Welt hoffend
Die Wahrnehmung uns
Voll Lust einander noch
Schenkten um die
Spannung wachsen zu
Lassen als das Morgen
Band für die übernächste
Nacht im irgendwie
Längst verschlungen
Uns ineinander
Mehr nicht aber wäre
Doch sehr licht
Im eisig Januar
Unter Schnee um sich
Unter die Röcke tief
Zu blicken
jt 27.1.14

Fliegen lernen

Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
Um abzuheben
Zueinander
Sich in nur Worten noch
Zu umschlingen fremd
Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
Lass uns fliegen
Zueinander miteinander
Nicht allein irgendwie
Doch zärtlich nah
Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
Schnee verdeckt die
Sünden aller Nächte
Lust taut im strengen
Frost tiefres Eis
Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
Lass mich deinen Rücken
Küssen hoch und wieder
Runter bis zur Teilung
Um in ihr uns zu fühlen
Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
Als wär es nicht Winter
Schlagen die Äste aus
Meine zu dir über uns
Hinaus zum wachsenden
Wir
Lernen wir zusammen
Fliegen auch im Januar
Wenn alles friert
Spielen wir Frühling
jt 27.1.14

Aufheller

Der Winter ist grau
Trist und dunkel
Kalt nur innen schöner
Wo noch ein wenig warm
Bis es schneit
Alles heller wird
Im Zuckerguss
Der Wassermassen
Unter 0 die luftig
Herum liegen
Winterbeischlaf
Macht Natur fast
Frühlingshaft neu
Übergestrichen nur
Heller viel heller
Als sonst so
Manchmal kommt es
Auf den Blickwinkel
Mehr an als die nur
Verschneite Wirklichkeit
jt 27.1.14

Gedenkdasein

Wie da sind wir im heute
Gedenken der Befreiung
Oder wie weit uns das
Was war schon weg ist
Wird mehr über die
Zukunft entscheiden
Als viele gegenwärtig
Noch ahnen wenn sie
Die Zeiten verwechseln
Denn nichts kommt
Von nichts immer war
Etwas aus dem es wurde
Wer nicht auch zurück
Schaut ist weder da
Noch findet sich Zukunft
Nur echoloses Flackern
In unbewusster Gegenwart
Schwebt haltlos herum
Darum ist es für unser
Morgen so wichtig heute
An das gestern zu
Denken an dem
Auschwitz befreit wurde
Das Morden offenbar
Als könnten die viel mehr
Leichen noch befreit
Werden von etwas
Können wir zumindest
Die Zukunft befreien
Vom Morden vielleicht
Es wäre den Versuch
Wohl wert
jt 27.1.14

Mindestlohnlügen

Der Mindestlohn ist eine
Der typischen Lügen der
Möchtegern Gutmenschen
In der Sozialdemokratie
Er wurde den Mitgliedern
Vom dicken Vorsitzenden
Als Bonbon zugeworfen
Um Zustimmung zu
Erkaufen bei den so gern
Sozial gesinnten Lehrern
Und sonstigen Beamten
Der Staatspartei die sich
Widerständig geben beim
Buckeln vor vermeintlich
Notwendigem um ihre
Längst Anpassung vor
Ihrem Gewissen noch zu
Rechtfertigen was immer
Dies sein soll zeigt sich
Es war eine der üblichen
Lügen die viel kosten
Bei denen es wenigen
Besser der armen nur
Leider stummen Mehrheit
Aber noch schlechter
Gehen wird da sie noch
Weniger Chancen hat
Wieder zu arbeiten oder
Davon je zu leben
Es bleibt wie es ist
Die Welt ist ungerecht
Nur Sozis lügen sich
Gern vor sie änderten
Je etwas daran wenn
Sie Politik für ihr Klientel
Öffentlich verkaufen
Was immer die Lehrer
Wirklich interessiert
Sie zahlen ja für ihr
Gutes Gewissen
jt 27.1.14

Wintersession

Ingo mit seiner Trompete
Eröffnet heute zu Beat
Aus der Konserve die
Session deren Schluss
Er sonst bildete also
Eine Umkehrung und
Wir bleiben gespannt
Was heute noch so
Von hinten kommt
Während Ingo hoch
Konzentriert wieder bläst
Füllt sich der warme
Keller im eisigen Berlin
Immer mehr zu unserm
Ingo Gabriel
Florian aus Berlin mit
Gitarre und Locken spielt
In Hemd und Stiefeln zu
Brille und etwas Bart
Erzählt zunächst davon
Wie überrascht er gerade
Ist aber beginnt einfach
Engagiert mit seinen
Liedern und schrubbt
Kräftig die Gitarre vor
Ganz zarten Passagen
Legt beim zweiten Song
Mit mehr Schwung los
Nachdem er sich für die
Qualität des ersten erst
Mal entschuldigt hat
Schreit er zu seiner
Morgenlandfahrt kräftig
Im Stil der 70er Rocker
Und ist danach mit sich
Zufriedener und gibt noch
Einen Dritten mit gutem
Gitarrenspiel zum Anfang
Howard aus New York
Kommt mit seiner Gitarre
Als nächstes und beginnt
Erst ohne Gitarre zu
Singen einen neuen
Text vom Blatt nimmt
Im nächsten Song die
Gitarre und singt mit
Interessanter aber dünner
Stimme weiter die er aber
Mit gutem Spiel und viel
Engagement ausgleicht
Er trägt sein Jeanshemd
Über selbiger Hose zu
Kleinem Kinnbart
Im dritten Song variiert
Er mit der Stimme und
Spielt seine Geschichte
Im Song gut sogar mit
Kleinen Breakdance
Einlagen dazwischen
Kommt als drittes ein
Ganz neuer Song noch
Vom Blatt gespielt mit
Mundharmonika
Adrian im Tweed Sakko
Mit karierter Mütze zu
Nickelbrille und Vollbart
Kommt auf die Bühne
Stimmt sich mit Dirk ab
Legt ganz ruhig als
Liedermacher los auf
Englisch mit recht tiefer
Stimme spielt er im
Stehen ist engagiert
Gelassen da stellt sich
Sehr kurz vorm nächsten
Song vor und spielt
Schön weiter erzählt uns
Dass er aus Frankfurt
Kommt auf hessisch
Und wie gut es ihm hier
Gefällt im Keller balladet
Im nächsten Song ruhig
Weiter vor nur relativ
Konzentrierten Publikum
Im letzten Song singt er
Von dem Weg nach
Westen Country und
Er wundert sich wenn
Der Highway ihn nach
Hause bringt
George aus Palästina
Kommt mit seinem
Wunderbaren Instrument
Spielt wieder arabische
Lieder für uns begrüßt
Uns auf englisch um
Zu erzählen dass er aus
Nazareth kommt
Mit seinen schnellen
Fingern zaubert er uns
In 1001 Nacht spielt mit
Geschlossenen Augen
Hoch konzentriert wird
Im dritten Song sehr
Schwungvoll schnell
Auf der Oud
Florian setzt sich als
Langer schlacksiger
Dunkelhaariger auf die
Bühne und beginnt seine
Gitarre einzustellen
Er beginnt instrumental
Im maurischen Ton ganz
Zauberhaft fein mit dem
Spiel auf seiner Gitarre
Der nächste Song don't
Lie ist von einer Freundin
Wieder spielt er sehr
Virtuos und singt zart
Variiert wunderbar mit
Seiner Stimme und spielt
Weiter virtuos spielt
Florian Rothe für uns
Samuel spielt nun mit
Seiner Ukulele zu Bart
Und langen Haaren singt
Er auf deutsch über das
Glück tritt sehr cool auf
Und begeistert alle mit
Seinem Humor zu den
Witzigen Texten mit der
Kleinsten Gitarre des
Abends zu großer Stimme
Singt über das Glück
Seines Problems der
Ukulelen Prediger wie
Er sich im Netz nennt
Robert aus Wales setzt
Sich auf den Hocker und
Moritz begleitet ihn an
Der Beatbox und auch
Dirk kommt dazu um
Ihn an der Gitarre zu
Begleiten während Rob
Seine neue Gitarre hier
Einweiht und die drei
Spielen wunderbar
Zusammen mit viel
Schwung und Rob
Übertönt den Dreiklang
Mit seiner starken
Stimme heute gut
Ausgeruht singt er über
Kinder in Kabul die von
Einer Organisation ihre
Skateboards bekommen
Gut abgestimmt von Dirk
Begrüßen die drei
Robs Neue im Keller
Während Moritz dazu
Rauscht oder trommelt
Der Unermüdliche mitten
Auf der Tour für einen
Abend hier
George an der Oud spielt
Nun mit Axel am Saxofon
Zusammen das neue
Dream Team beginnt
Ganz zart steigert sich
Langsam und begeistert
Immer mehr Moritz
Neben mir fällt schon
In meditative Trance
Vor Glück dann gesellt
Sich noch Ingo mit der
Trompete dazu und der
Aus der seligen Trance
Erwachte Moritz gibt
Wieder die Beatbox
Die erste tanzt weit
Ausladend dazu sich
Ganz hingebend
Die Vier spielen immer
Freier zu ungeahnten
Höhen in vielen Varianten
Die erhitzte Tänzerin
Zieht sich langsam aus
Was die Vorstellung noch
Magischer macht
Nun noch ein Trommler
Sowie eine zweite
Tänzerin und noch eine
Dritte tanzen sie sinnlich
Umeinander während die
Herren musizieren
Axel wechselt nun zur
Querflöte sie begeistern
Den Keller mit ihrer Jam
Juan der geniale Spanier
An der Gitarre kommt nun
Mit Halla die mit einem
Gewohnht traurigen Lied
Für die Kinder in Syrien
Beginnt doch nun nimmt
Juan die Gitarre beginnt
Mit gewohntem Schwung
Zu Hallas zarter Stimme
Im Duett auf spanisch
Über die Liebe werden
Die beiden richtig gut
Mit spanischer Lust
Legt nun Juan noch
Alleine los mit noch
Mehr Tempo und viel
Leidenschaft singt er
Mit geschlossenen
Augen für seine Fans
Rob und Dirk begleitet
Von Moritz geben noch
Ein Zwischenspiel locken
Die ersten Tänzer vor die
Bühne mit Tempo gutem
Rhythmus mitreißendem
Gesang von Rob dann
Gesellt sich noch Ingo
Mit seiner Trompete dazu
Und sie finden einen ganz
Neuen Klang mit wilden
Improvisationen zu
Starkem Gesang bei dem
Sich Rob selbst übetrifft
Dazu trommelt Ingo nun
Während Moritz mit
Geschlossenen Augen
Mit dem ganzen Körper
Mitgeht bis er wieder die
Beatbox macht
Nun beginnt der Ritt
Durch die Prärie des
Kellers mit
Rainer vom Feld
Begleitet von Moritz
Sowie Dirk beginnen
Sie mit einem langen
Vorspiel bevor Rainers
Starke Stimme durch
Den Keller klingt wieder
Unter seinem immer Hut
Singt er davon wie der
Tod an die Tür klopft
Spielen sie auch im
Nächsten Song wieder
Lange Zwischenspiele
Am Ende zum Abschluß
Der Session noch mal
Rainer solo mit einem
Song für die schönste
Frau im Keller wobei
Er uns nicht verrät
Welche es ist und viele
Hier schauen zu ihrer
Nachbarin träumen sich
Einsam in die Nacht
Nun noch mal spanisch
Zaenja mit viel Schwung
Singt er auf russisch mit
Viel Leidenschaft wie auf
Englisch im Stehen und
Hält seine Gitarre dabei
Hoch
Zum Abschied spielt
Rob noch ein Lied auf
Rainers Gitarre
Für einen wunderbaren
Sänger der jüngst gerade
Verstarb langsam und
Traurig spielt er vor den
Letzten noch hier
jt 26.-27.1.14

Sonntag, 26. Januar 2014

The Deutsche on Ice

Die Deutsche Bank ist
Gerade ziemlich mühsam
Noch am Balancieren
Nachdem der Ackermann
Den Acker wild wie wüst
Voller Altlasten hinterließ
Geht es um die Zukunft
Des Inders der von der
Themse an den Main
Geschwemmt wurde
Dessen Truppe den nun
Ärger verursachte von
Dem er nichts wusste
Weshalb er entweder
Ein schlechter Chef ist
Oder von nichts eine
Ahnung hat was beides
Dafür sprach ihn bei
The Deutsche vorsitzen
Zu lassen und nun
Darf der Inder die Show
Unter guten Menschen
Als Holiday on Ice leiten
Was hier verpönt wird
International erwartet
Investmentbänker sind
Die Erfolge entscheiden
Niederlagen auslösen
Wer nicht mitspielt hat
Schon verloren
Täglich Milliarden
Unter Zockern
Was bleibt also
Als mitspielen
Oder schrumpfen
Ersteres liegt dem Inder
Zu Frankfurt eher
Letzteres wohl weniger
Ersteres ist hier verpönt
Moralisch verrufen
Letzteres bringt nichts
Was kann er nun als
Verlieren auf der einen
Oder anderen Seite
Was er auch tut
Ein böses Spiel
Scheint es
Ein armes Opfer
Frage mich nur warum
Ich so wenig Mitleid hab
jt 26.1.14

Rundherum glücklich

Das Talent zum Glück ist
Nicht unbedingt gerecht
Verteilt aber was wäre
Im Glück schon noch
Gerechtigkeit oder ist
Diese am Ende ein Glück
An sich wie es linke
Genossen gern betonen
Während sie sich ihren
Privilegierten Bauplatz
In der Toscana sichern
Jedenfalls scheinen oft
Die von der Natur mit
Etwas mehr an Umfang
Beglückten auch beim
Gespür für Glück relativ
Privilegiert zumindest
Wo sie sich mit sich so
Wohlfühlen warum es
Nahe liegt das Glück
In voller Gänze genießen
Zu wollen statt als nur
Halbe Sache die immer
Eher gestresst ihr nur
Weniges noch durch
Zuviel an Sport oft zu
Schrumpfen noch drohen
Dabei hilft es fraglos
Sie mit Spekulatius wie
Marzipankartoffeln zu
Mästen um neben dem
Genuß auch die damit
So oft einhergehende
Gelassenheit mehr zu
Genießen denn mehr
Vom Glück in seiner
Ganzen Fülle bleibt
Immer mehr als vorher
Auch rundherum
jt 26.1.14

Furcht vor dem Dicken

Die FAZ fürchtet sich
Schon wir würden nun
Vom Dicken regiert
Der als Superminister
Mit seiner Arbeitsmutti
Die Schlagzeilen wie die
Pläne des Kabinetts
In der medialen Sphäre
Die manche schon für
Politische Realität halten
In voller Breite dominiert
Seltsam nur warum sich
Keiner fragt wie er das
Vier Jahre durchhalten
Will und so kann die
Angeschlagene Mutti
Ihren Erzengel ruhig
Vorne zappeln lassen
Bis sie wieder läuft
Wohin der hyperaktive
Dicke dann rollt ist noch
Mehr als ungewiß aber
Vielleicht geht wem
Noch ein Licht auf
Wer zuerst schießt
Hat am Ende keine
Munition mehr
jt 26.1.14

Davor oder danach

Getrieben von Lust
Fallen wir zu gern
Übereinander her
Lassen uns nur ungern
Zeit einander endlich
Zu verschlingen beim
Herunterreißen unserer
Kleider achten wir wenig
Auf Ordnung mehr auf
Das Ziel sich einander
Ganz zu schenken
Außer wir sind längst
Verheiratet und tun es
Ganz legitim dann wird
Darauf geachtet dass
Alles gut hält ist ja
Eher fürs Leben als
Für die kleine Lust
Zwischendurch oder
Hängt die größe der
Lust nie am Status quo
jt 26.1.14

Sonntagssexreden

Der in den Schuhen des
Fischers ließ seine Herde
Befragen wie sie es mit
Dem Sex halten so ganz
Wirklich und ziemlich
Anonymer noch als in
Der sonst Beichte
Nun fürchten die noch
Gläubigen die wahren
Zahlen können verborgen
Werden weil sie völlig
Der katholischen Moral
Zum Sex widersprechen
Der nur verheiratet wie
Zwischen Mann und Frau
Zur Erzeugung neuer
Katholiken als legitim gilt
Fragt sich nur was sich
Ändert passte sich die
Offizielle Moral dem nur
Leben an da vermutlich
Viele die Lust verlören
Wäre es erlaubt würde
Die dann übernächste
Umfrage belegen Sex
Interessiert nicht mehr
Dann stürbe die Kirche
Wohl aus in 100 Jahren
Nur die blieben lebten
Einfach nach ihrer Natur
Es ist nur unklar wie lang
Sie bräuchten diese
Zu genießen nicht mehr
Verboten aber darum
Muss sich kein Fischer
Mehr sorgen dann
jt 26.1.14

Schritte im Schnee

Im Schnee laufen lässt
Spuren zurück zumindest
Am Anfang dann frieren
Die alten Spuren über
Knirschen bei jedem
Schritt auf ihnen neu
Während sich die noch
Sonntagssonne in jedem
Kristall das nur wie ein
Weiß scheint spiegelt
Ist die frostige Luft klar
Nur gedämpft alle Klänge
Im Orchester der Stadt
Unter der weißen Decke
Ist der Ort anders neu
Verliebenswert schön
jt 26.1.14

Dreiteilung des Sonntag

Die alte Dreiteilung des
Sonntag wich der neuen
An die Stelle der Kirche
Trat der Brunch
Sonntagsmittagessen
Wich dem Brunch
Im übrigen war es frei
Da ist nun was los
Beim Brunch und so
Manche nehmen sich
Zeit andre haben sie
Im Überfluss der nie
Einem schadet anders
Als der Mangel an Zeit
Der durch mehr Tempo
Mehr Hektik aber nur
Noch weniger Zeit
Uns schafft bis
Wir nur noch geschafft
In der Ecke hängen
Zeitlos und so
Habe ich gern
Viel Zeit
jt 26.1.14

Samstag, 25. Januar 2014

Literatur im Ausschnitt

Der Blick in nur einen
Ausschnitt der Literatur
So unschuldig wir denken
Ist immer die Verführung
Tiefer zu steigen um sich
Berühren zu lassen
Vom Meer der Worte
Dessen Berührung nicht
Nur den Geist erfrischt
Sondern so manche Orte
Weiter sinnlich öffnet
Wo wir uns tief erst
Fallen lassen im Traum
Aus Worten die Stück
Für Stück zu Sätzen
Werden deren Summe
Die Geschichte gibt die
Uns innen näher kommt
Als viele Lust außen so
Wird uns Literatur auch
Im Ausschnitt eines nur
Bandes zur Verführung
Jenseits der Zeit
jt 25.1.14

Haut des Wissens

Wände von Wissen
Aus vielen Zeiten
In Leder fein gebunden
Sind die wahren Schätze
Neben denen das nur
Glänzende Gold oder
Edelsteine als lächerliche
Ikonen erscheinen
Die an der Oberfläche
Immer nur bleiben
Während diese Schätze
Sich uns offenbaren
Bei Nutzung der Vernunft
Ein Weltreich schenken
Dem der zu lesen weiß
So wird was in uns erst
Als Schatz wir bilden
Unter der Haut der
Bände einer Bibliothek
Zur echten Kostbarkeit
Die unerreicht noch
In uns wächst mit
Jedem Band mehr
jt 25.1.14

Vom und zum Ursprung

Vom Ursprung der Welt
Wissen wir manches
Wie das Feuer
Die Abkühlung
Das Wasser
Endlich Land
Irgendwann Leben dort
Gerade erst Mensch
Aber ob Mensch erst
Geboren wurde oder
Zunächst zeugte noch
Bevor sie ein wenig
Höher doch gesäugt
Worden sind ist
Noch immer ungewiss
Sicher ist nur alle Natur
Zeugt wo sie Paare hat
Und wo gezeugt wurde
Geschah dies dort wie
Jede Geburt dort ihren
Ausgang fand so ist der
Vielleicht Ursprung der
Welt jedenfalls einer wohl
Wo er sehnsüchtig bleibt
Als Ort zugleich voller
Sehnsucht begehrt ist
Die Natur scheinbar
Im Gleichgewicht von
Ursprung wie Ende
Wird der Ausgang
Wo er Eingang wird
Zum einen wie zum
Anderen zugleich
Uns Quelle am Ursprung
Wie Grab der Lust
jt 25.1.14

Sterben dürfen

Wer darf sterben
Fragt sich wer den Wahn
Aus Texas hört wo
Schwangere auch gegen
Ihren erklärten Willen am
Leben erhalten werden
Der Leibesfrucht wegen
Die Mütter dazu macht
War sie vorher Mensch
Konnte frei entscheiden
Ist sie dann nur noch
Gebärmaschine ohne
Freien Willen wird auch
Hier zur Straftäterin wo
Sie ihr Leben gefährdet
Muss längst tot im Hirn
Lebend erhalten werden
Des Kindes wegen in ihr
Was zeigt wie paradox
Das Können das Sein
Machen kann denn
Könnten wir sie nicht
An Maschinen leben
Lassen wären sie nicht
Samt ihres Inhaltes
Der ohne sie nicht lebte
Ginge es nach der Natur
Wären Mutter und Kind
Längst tot nur fragt sich
Ob was noch lebt auch
In einer nur noch Sache
Da Mutter ja juristisch
Unstrittig tot ist nur eben
Noch funktioniert nicht
Notwendig den Schutz
Allen Lebens genießt
Wohin es uns führt
Dächten wir dies zu Ende
Da dann Frau nicht mehr
Frei als Mensch ist
Wo sie schwanger ward
Sterben dürfen und dies
Entscheiden zu können
Macht uns Menschen frei
Also erst zu welchen
Wer dies der Mutter nicht
Mehr gibt sagt damit
Schwanger werden
Entmenscht was nicht
Klingt als wäre es Natur
jt 25.1.14

Was Literatur ist

Kann in nur Versen
Gefasst werden was
Literatur ist in ihrer Größe
Zwischen Prosa und Lyrik
Vom Artikel zum Brief
Oder bleibt es stets uns
Unfassbar als solches
Weil es jedem Leser
Eine Welt für sich öffnet
In der er seine Spuren
Von anderen geschrieben
Wieder findet auch wo er
Eine sie ist denn längst
Tummelt es sich auf den
Plätzen der Literatur ganz
Unabhängig vom Genus
Was gibt uns noch die
Literatur heute mit als
Mehrwert im digitalen
Zeitalter und wie fern
Liegt heutigen Lesern
Die Pflicht zur Politik
Wie sie noch Sartre uns
1947 verkündete als
Literatur links zu sein
Hatte wie sozialistisch
Wie auch die hier im
Gleichen Jahr so noch
Benamte Gruppe 47 es
Forderte in seltsamer
Aufstellung denn heute
Fern aller Verpflichtung
Zum Engagement sind
Die Texte der Literatur
Die Möglichkeit jenseits
Ihres Alters ihrer Zeit zu
Verweilen und einen Halt
Konzentriert wie konkret
Im Meer elektronischer
Mega-Kommunikation
Die uns überall mit längst
Digitalen Bildern berieselt
Zu finden der bleibt und
Da ist wo wir aufschlagen
Ist es heute nach allen
Ideologien wichtiger
Da zu sein als wie
Weil Sein keine Richtung
Mehr hat sondern ist
Sinnlos konkret
Auf der Suche
Nach Glück
jt 24.1.14

Freitag, 24. Januar 2014

Bavaria in Westpreußen

Zu Gladbach taktet die
Bundesliga wieder auf
Der Ball rollt und schon
War das Bein Boatengs
Zu hoch dann rollt es
Hin und her und nach
Fünf Minuten schießt
Götze am leeren Tor
Vorbei und dann nur
Zwei Minuten später
Schießt Götze nach
Vorlage von Müller
Das 1:0 und weiter
Machen die Bayern
Druck auf das Tor
Der Gladbacher
Nach einer halben Stunde
Ein kurzer Ansturm auf
Das Bayerische Tor
Durch Freistoß nach
Foul von Alaba verlängert
Dann wieder wie immer
Zehn auf ein Tor
Einer halb hinten
Bayern und der Rest
Dann nochmal eine
Überraschungschance
Gegen überraschte
Bayern und weiter
Wie immer wenn auch
Ohne echte Chancen
Weiter geht es nachdem
Heynkes in der Pause
Unentschieden war
Beginnt Gladbach mit
Einer Chance die Neuer
Noch gerade verhindert
Dann wieder hin und her
Mehr her wie immer
Dann nach erfolglosem
Scheibenschießen gibt
Es Elfmeter nach Hand
Des Gladbachers den
Müller sicher verwandelt
Ecke für Gladbach wird
Von Neuer gehalten
Nur Rafinha liegt nun
Gefoult herum und weiter
Gehts nach kurzem stopp
Gladbach spielt endlich
Fußball und Bayern hat
Neuer wieder eine riesige
Chance für Gladbach
Pfosten mit Pech dann
Konter der Bayern wieder
Beinahe dann wieder
Gladbach hin und her
Müller gefoult kurze
Pause mit Freistoß
Hin und her und wieder
Schießt Gladbach vorbei
Ein wenig in der Mitte
Geht es weiter
Robben kommt für
Shaquiri und Pizzaro für
Götze und Robben legt
Los mal liegt einer dann
Der andere herum dafür
Kommt Højberg für Kroos
Hin und her dann vergibt
Pizzaro goldene Chance
Ter Stegen hält irgendwie
Robben robbt rum ohne
Folgen und Dante kommt
Mit der Hand an den Ball
Freistoß kurzes Gerangel
Im Strafraum ohne Folge
Robben liegt noch mal
Rum und dann ist aus
Bayern bleibt 42 Spiele
Ungeschlagen
jt 24.1.14

Literatur pur

Rot ist die Farbe
Der Lippen hier
Wie dort wo sichtbar
Rot ist das Feuer
Das überall war
Bevor wir waren
Im Inneren bis heute
Glüht aus Vulkanen
Aufsteigend als Lava
Nennen wir Feuer auch
Was unser Inneres
Entzündet wie die Liebe
Feuer verzehrt Papier
Liebe zur Literatur
Ist also gefährlich
Wie gefährdet wo
Wir uns wagen
Dem Feuer zu folgen
Nur wo wir nicht
Entflammt sind
Bleibt selten mehr
Als Buchstaben gedruckt
Literatur pur ist
Eine Frage der Haltung
Dazu wie sonst
jt 24.1.14

Weltvermessung

Wäre die Welt im ganzen
Quadratisch wäre das für
Die Ordnung zwar gut nur
Könnten wir nicht mehr
Im Kreis laufen die noch
Kreißsääle würden sich
Leeren ob der Ball noch
Rund wäre und ein Spiel
Neunzig Minuten dauert
Bliebe fraglich ersteres
Zumindest und ob die
Quadratschädel Vorrang
Vor Eierköpfen bekämen
Und ist die Vermessung
Der Welt nicht auch ein
Zumindest Versuch der
Quadratur von Kreisen
Und wie eierte unser so
Beschlossen Erdquadrat
Dann weiter wie weit
Dürften sich die Pole
Noch abflachen bis
Das Klima gänzlich kippt
Nur was ist alle Ordnung
Wert wenn sie hinten und
Vorne nicht stimmt
Unnatürlich uns ist
Fragt sich der Herr
Im Chaos
jt 24.1.14

Rachlustig

Rache ist lustig
Sagen die einen
Rachlust schaffe erst
Lust auf mehr Rache
Fürchten die anderen
Geben sich christlich
Sprechen vom Gebot
Auch zu ertragen
Besonders gern dann
Gegenüber Israel
Um das eigene
Schlechte Gewissen
Zu beruhigen
Zumindest solange
Es einen nicht selbst
Betrifft denn was wäre
Wohl mit den Kämpfern
Für den Weltfrieden
Wenn ihr Nachwuchs
Auf dem Schulweg
Erschossen zu werden
Drohte schickten sie
Dann das andere noch
Hinterher oder käme
Doch jemand auf die
Idee sich zu rächen
Wie just einer in
Frankfurt der zwei
Erschoss die seinen
Bruder zuvor töteten
Ist das dann lustig
Oder nur gerecht
Gibt es gerecht
Wenn einer tot ist
Weil dann ist ja
Schluss mit lustig
jt 24.1.14


Lust an Dichtung

Die Sprache der Poesie
Ist eine Lust an sich
Wo sie uns berühren
Irgendwie rühren gar
Schon verführen kann
Streicheln uns die so
Gebogenen Worte
Zärtlich in nah gefühlte
Ferne die sich nie über
Etwas erhebt um sich
Dezent denen zu nähern
Die sie spüren wie ein
Sommerwind der ihr
Gefühl im spiegeln
Sanft umstreicht
Wärmt und kühlt zugleich
Erfrischt und den Himmel
Aufreißt wie er uns
Füreinander öffnet
Um ineinander tiefer
Zu versinken als nur
Körper es je können
Gefühle sichtbar macht
In doch nur Worten
Ist die Dichtung
Wohl der Erotik
Innigste Form
jt 24.1.14

Seitentür der Lobbyisten

Die größte Gefahr für
Freiheit wie Demokratie
Ist nicht der freie Markt
Der nur ist und keine
Meinung hat als Gewinn
Sondern der Wendehals
Der sich als Gutmensch
Bewarb und verlor um als
Fetter Lobbyist im dicken
Ministersessel zurück
Zu kehren der auf Kosten
Der Umwelt die Monopole
Stärkt bis zur Atomlobby
Statt den Ausbau der
Erneuerbaren Energien
Zu fördern dort kürzt
Wo die Zukunft liegt
Was liegt da näher
Als einen Erfolg der
Montanlobby beim
Kleinen Berufsschullehrer
Zu sehen die kleine
Dicke Verlierer im Amt
Billig einkauft für ihre
Verhältnisse denn wie
Ließe sich die Wandlung
Des G je politisch noch
Erklären so kommen
Die Lobbyisten durch die
Seitentür die gut getarnt
Harmlos als Entlastung
Der Bürger erscheint
Hinter der die SPD ihre
Politik noch weiter verrät
Während der Dicke nun
Zu Muttis Liebling wurde
Als die eigentliche Gefahr
Für die Demokratie wohl
Zu nennen ist und so
Tragen die Väter der
Demokratie in Deutschland
Die einst stolze SPD den
Dolch zur Ermordung im
Alten Gewand lächelnd
jt 24.1.14

Grundrechtsgeheimnis

Das Geheimnis des Rechts
Ist es gibt keines es ist
Sonst nichts und gilt
Einfach immer bis
Es nicht mehr gilt
So auch Grundrechte
Auch in Europa auch
Wo es Geheimdienste
Gibt die vorgeblich die
Sicherheit von wem
Auch immer schützen
Und dafür alles wissen
Wollen ohne je auch nur
Beweisen zu können
Was sie wem nutzten
Darum kann plötzlich
England angeklagt sein
Was insgeheim nur zu
Unser aller Schutz hier
Spioniert und dabei
Täglich Recht bricht
Und es kann verlieren
Weil nur das Recht noch
Dem Rechtsstaat der
Sich im Unrecht verlor
Grenzen ziehen kann
Und das ist auch gut so
jt 24.1.14

Bücherruhe

Zwischen Büchern
Zur Ruhe kommen
Um sich in der Welt
Der Worte selig
Zu verlieren bis
Sie sich in Träumen
Zu neuen Sätzen formen
Was mehr können wir
Uns für die Nacht
Noch wünschen
Lest euch müde
jt 24.1.14

Donnerstag, 23. Januar 2014

Verschwörungstheologie

Das weite Netz der Netze
Ist ein Nest des Wahns
Der gern halb geglaubtes
Mit ganz erträumtem
Mischt und dies dann
Für wahr hält wenn die
Menge der Narren die
Hinter einer Meinung
Herlaufen groß genug ist
Verschwörungstheorien
Sind der Versuch etwas
Durch Verschwörung zu
Erklären also durch
Konspiratives Wirken
Beide Worte leiten in die
Irre da es sich weder um
Eine Verschwörung im
Sinne von schwören
Handelt noch um eine
Theorie im Sinne einer
Abstraktion eines ganz
Konkreten auf eine große
Zahl von Fällen sondern
Konkrete Fälle werden
Verallgemeinert was zu
Absurd unzulässigen
Ergebnissen führt die
Vielen dennoch ganz
Einleuchtend logisch
Erscheinen ohne es
Je zu sein
Besonders gern werden
Dabei Sein und Sollen
Vermischt was zeigt
Die Theorie ist nie neutral
Sondern folgt Interessen
Ihrer Autoren ist nie
Wissenschaft sondern
Bloßer Aberglaube
Darum heißt es hier die
Verschwörungstheologie
Denn kritisch geprüft
Bleibt von diesen nie
Mehr als nur Glaube
An den Wahn ihrer
Verkünder und so sind
Sie von Religionen nur
Graduell im Schwachsinn
Unterschieden
Warum soviele Menschen
Sich lieber dem Wahn
Hingeben statt kritisch
Zu prüfen wie es dem
Aufgeklärten Geist wohl
Entspräche und sich also
Aus der Sklaverei der nur
Vorurteile hinzugeben ist
Bis heute unklar
Einige meinen es liegt
Bei vielen am Mangel
Des Verstandes noch
Aber hofft der Anarch
In mir es möge nur die
Trägheit sein die viele
So verblöden lässt
Was zumindest Hoffnung
Gäbe dabei das Licht der
Aufklärung und Vernunft
Weiter zu tragen
jt 23.1.14

Eine Lanze brechen

Eine Lanze für die
Freiheit brechen heißt
Nicht zu akzeptieren
Wenn die Masse einen
Mobbt weil er nicht
Gefällt in der endlosen
Dummheit des Netzes
Die Privatfernsehen
Fast noch übertrifft
Bei einzelnen
Ein Journalist ist gut
Wo seine Fragen auch
Schmerzen und nerven
Weil er in Wunden sticht
Die andre lieber übersehen
Kenne Herrn Lanz nicht
Habe ihn nie gesehen
Außer in einer Bar hier
Es ist mir egal welche
Sendungen er so macht
Fernsehen ist keiner
Weiteren Worte wert die
Verdummungsindustrie
Aber schlimmer noch als
All dies ist wenn ein
Aufgebrachter Mob sich
Auf einen stürzt um seine
Existenz zu vernichten
Nur weil ihm die Richtung
Nicht passt
So sich jemand von ihm
Angegriffen fühlt ist er
Oder sie aufgerufen sich
Darüber zu beschweren
Persönlich und konkret
Wenn das Netz anfängt
Leute aus dem Job zu
Mobben weil die Linie
Nicht gefällt wird es
Zeit eine Lanze für die
Freiheit zu brechen
Der Basisdemokratie
Grenzen zu ziehen
jt 23.1.14

Lesertiefblick

Wie tief lässt die jeweils
Lektüre in den Leser noch
Blicken wohin schaut die
Leserin versunken wirklich
Was lässt sich an Wahl
Wie Hingabe zu erkennen
Oder ist jedes Lesen schon
Ein Wert weil es uns
Zumindest lesend hält
Stumpft seinen für gute
Bücher bereiten Geist
Nicht eher ab wer es mit
Grauenvollen grauen nur
Schatten berieselt oder
Gar platten Weisheiten
Seichter Südamerikaner
Paules wie seiner eher
Halbseiden eingeweihten
Konsorten und was ist
Von der nur Unterhaltung
Zu halten die weder
Aufklärt noch bildet
Wohin schauen wir den
Öffentlichen Lesern beim
Blick in ihre Seiten wie
Der ihnen gewidmeten
Aufmerksamkeit als tief
Längst unter den Rock
Ihres Gemüts und warum
Skandalisieren religiöse
Verrückte paradiesische
Nacktheit offenbaren
Aber ohne Scham womit
Sie ihr Inneres füllen
Was noch tiefer geht als
Nur die nackte Haut
jt 23.1.14

Gut Kirschen essen

Mit wem gut Kirschen
Essen ist mit dem wird
Ein gut auskommen sein
Sagt der Volksmund der
So manchen Unsinn
Schon verbreitet hat
Doch wie wohl lebt es
Sich in dem Holz das
Uns einst Kirschen gab
Als seines Baumes
Frucht errötend noch
Nun zur Heimat eher
Bläßlicher Buchseiten
Geworden uns wahrer
Paradiesgarten suchender
Geister wurde die sich
Zu gerne zwischen Zeilen
Noch verlieren so ist in
Elterlich warmer Kirsche
Ein gutes Auskommen
Denkt sich der Dichter
Ganz in schwarz noch
jt 23.1.14

Der Welt verloren

Im Blätterrauschen nur
Liegengeblieben doch
Aufgeblättert verlassen
Von nur Natur umgeben
Die nicht liest sondern
Ist bleibt von Büchern
Wenig mehr als ein eben
Gebundener Haufen von
Zellstoff vermodernd wie
Blätter und Äste nur was
Verliert wer einfach geht
Was treibt dazu Bücher
Für weniger wichtig zu
Halten als nur Natur im
Wald und so Kultur
Verlassen liegen zu
Lassen wie verlassen
Sind wir dann und wo
Steht die Massenkultur
Noch in der einst Kultur
Wenn überflüssige Bücher
Nur noch die Öfen unsrer
Kraftwerke anheizen
jt 23.1.14

Vergewaltigung der Massen

In Indien wird eine von 12
Vergewaltigt weil sie den
Falschen liebt und weil
Sie es zufällig überlebt
Lesen wir lüstern nach
Skandalen voll Schauder
Davon wie das Dorf dies
Anordnete zur Strafe
Vor den Augen ihres an
Einen Baum gefesselten
Geliebten wie es auch
Weniger weit weg die
Serben mit Bosnierinnen
Taten im Krieg wissen
Nicht wo noch überall
Immer wieder solches
Unrecht geschieht
Hören es empören uns
Pflichtschuldig um dann
Weiter zu machen
Als wäre nichts passiert
Wir können es ja nicht
Ändern die Welt ist eben
Schlecht und gerade
Ist Vergewaltigung wohl
Mode in Indien
Nur fragen wir uns neben
Medialer Geilheit auch
Was wir tun um der Welt
Zu zeigen was wir davon
Halten was wir täten
Und was tun wir wirklich
Als uns über die anderen
Empören weit weg
Während wir die Angst
Wie die blauen Flecken
Der Nachbarin übersehen
jt 23.1.14

Am Zauberberg

Am Zauberberg ist man
Unter Männern zumeist
Zumindest wenn die Elite
Der Wirtschaft und Politik
Tagt bleibt es trotz Quote
Wie es immer war sogar
Mutti die auf den Arsch
Fiel hat höheres Einsehen
Bleibt nun fern denn wo
Es um was geht wird von
Männern entschieden
Frauen dienen der Deko
Lassen wir dahinstehen
Ob das gut so ist
Zumindest bildet es
Die Welt ab wie sie ist
Wer wollte schon was
Ändern wo alles so gut
Funktioniert mit den
Idioten die Macht mit
Glück verwechseln
Stünde es nicht so
Schlecht um die Welt in
Den Händen der Macher
Machte ich auch lieber
Das Damenprogramm
Mit da Kultur immer
Noch spannender ist
Als diese perspektivlose
Verwaltung von Macht
jt 23.1.14

Was zählt

Wenn wenig noch ist
Oder geht was wichtig
Zumindest schien
Für die Illusion
Einer nur Liebe
Kaum mehr als
Die Nacht war
Zählt was bleibt
Um glücklich zu sein
Für mehr als nur
Einen Moment
Dann sind da
Bibliotheken als
Geistige Heimat
Gebundene Liebe
Mit mehr als einem
Leben voller Geschichten
Baden wir im Meer
Der schönen Bücher
Nie braucht es mehr
Für den der dort
Schwimmen kann
jt 23.1.14

Verliebtheitsverzögerung

Manche verlieben sich
Wie ein Donnerschlag
Von einem Moment
Auf den anderen
Ist es da
Und oft wieder weg
Andere verlieben sich nie
Lieben irgendwann
Bleiben dabei oder nicht
Ist halt so
Wir haben uns
Mit Verzögerung verliebt
Erst in Worten zu sehr
Mit nichts alles gewollt
Erwacht und geschüttelt
Mit nichts mehr übrig
Und dann ganz langsam
Als wir schon alles hatten
Du wieder weg warst
Wurde es immer größer
Bis nichts mehr war
Außer uns und alles
Plötzlich anders war
Weil wir wussten
Nun ist es gut
Jetzt müssen wir
Nur noch nicht mehr
Aufhören weil
Es gut ist
jt 23.1.14

Mittwoch, 22. Januar 2014

Mehr nicht

Was ist der Hort des
Glücks wohin träumt
Sich der Dichter wenn
Er einen Wunsch frei
Hätte den es nicht gibt
Und sich doch so selig
Träumt als in Höhlen
Voller Bücher in denen
Ein warmer Kamin brennt
Leitern nur nötig sind
Die Bücher aus den
Oberen Etagen zu holen
Warmer Tee bereit steht
Um die schönste Reise
Zu beginnen mit sich
Zwischen Buchseiten
Die sich eindringend
Immer weiter entfaltet
Die mit Duft wie Haptik
Betört und entführt
Was braucht es schon
Zum Glück als eine
Höhle voller Bücher
Mehr nicht
jt 22.1.14

Geheimer Überfluss

Was geht es uns gut
Ein Land das für
Ein überflüssiges Haus
Für'nen nutzlosen Dienst
Mal eben mindestens
920.000.000€ ausgibt
Hat wohl genug
Was immer noch nicht
Klärt was daraus wird
Wenn endlich der letzte
Merkt Geheimdienste
Braucht keiner außer
Wer geliehene Macht
Missbrauchen will
Sparen wir uns also die
Die meinen wir bräuchten
Dringend Geheimdienste
jt 22.1.14

Mehr oder weniger

Macht mehr oder weniger
Mehr oder weniger
Glücklich
Oder kommt es für das
Glück weniger auf das
Wieviel als auf das wie
Sehr an wenn wir es
Wagen einfach mal
Glücklich miteinander
Zu sein und es immer
Mehr passt wo wir wagen
Weil es so ist
Vermutlich wären viele
Glücklicher machten sie
Sich klar das wie sehr
Viel wichtiger ist als
Wieviel
jt 22.1.14

LeserReisen

Leser reisen in die Welt
Mit ihren Büchern wenn
Sie sich doch auf Reisen
Mal begeben müssen ist
Entscheidend was nur
Nehme ich zu lesen mit
Denn die Welt findet mehr
In ihrem Kopf statt als in
Wechselhafter Realität
Bloß zufälliger Umgebung
Die gerne überschätzt
Von manch unbelesenen
Für reicher als die Welt
Der kleinen Bibliotheken
Gehalten wird dabei
Findet sich mehr als nur
Die alltägliche Realität
Zwischen den Seiten für
Alle die sich auf die
Suche machen
Wozu in die Ferne
Schweifen wenn doch
Eine Bibliothek von
Humboldt bis Nansen
Von Hedin bis Goethe
Alle Schönheit schon
Enthält und wieviel
Mehr an erdachten
Welten noch von Vernes
Jules zu Lems Stanislaw
Sind die Koffer der noch
Lesenden immer weiter
Als die der noch umher
Reisenden je die nur
Beschränkt verwirrt
Welten überfluten
jt 22.1.14

Erlesene Liebe

Liebe wählt aus
Macht eine zur einzigen
Oder einen zu dem
Wo wir uns zu unsrer
Liebe bekennen
Haben wir gewählt
Gehören zum eben
Erlesenen Kreis
Wen als eine Leserin
Könnte der Dichter
Je sich erlesen
Was läge ihm näher
Also wohl dichter als
Alle denn die Liebe
Zu der Lesenden
jt 22.1.14

Friedensbasar

Am friedlichen Genfer See
Im zauberhaften Montreux
Wird Frieden gehandelt
Wie auf dem Basar
Jede Seite stellt ihre
Maximalen Forderungen
Versucht noch was
Für sich rauszuschlagen
Wie am Markt eben
Es uns Lidl und Cola
Gerade vormachten
Krieg mit anderen Mitteln
Dumm nur dass in Syrien
Weiter die Leute sterben
Solange sie nur pokern
Aber vermutlich gehört
Das zum Spiel dazu
Ein Scheißspiel
jt 22.1.14

Vom guten Leben

Was macht gutes Leben
Aus oder gibt es das nie
Allgemein sondern nur
Für jeden anders
Hängt es am Geld
Ist es der Job
Zählt die große Liebe
Bleiben nur Visionen
Wie wichtig ist die Zeit
Ist wichtig also gut dran
Wer keine hat oder sind
Glücklich die mit mehr
Wenn die Zeit eine
Absolute Größe ist
Warum scheint sie uns
Immer so verschieden
Was ist etwas wert ohne
Die Zeit es zu genießen
Wieviel Wert hat ein von
Terminen gehetztes Leben
Was am Ende ist das
Gute Leben als die Kunst
Es sich zu nehmen statt
Sich Ersatz zu kaufen
jt 22.1.14

Briefe der Lust

Einander voll Sehnsucht
Von dieser schreiben
Um schon in Worten
Einander sich zu nähern
Bis die Lust immer realer
Fühlbar wird zaubert
Welten großer Zärtlichkeit
So streicheln dich meine
Worte genüsslich voller
Leidenschaft und doch
Langsam Buchstabe für
Buchstabe dich wieder
Erkundend küssen zart
Hinter deinen Ohren
Wandern hinab zum Hals
Vorsichtig noch beißend
Um den Rücken nun
Wirbel für Wirbel mich
Hinunter zu küssen bis
Er sich an seinem Ende
Rund und wunderbar teilt
Meine Wortzunge durch
Diese Teilung sich küsst
Um deine Antwort tiefer
Noch hinter dem Damm
Vorfreudig feucht heiß
Zu schmecken und ich
Davon träume wie deine
Lust sich überschämend
Auf mein Kinn ergießt
Wie ich sie mir von den
Lippen genüsslich lecke
Voller Vorfreude immer
Weiter über mich hinaus
Wachse bis wir
Kurz davor endlich
Zusammen wachsen
Erstarren für den Moment
Im einfach eins sein
jt 22.1.14