Montag, 31. Juli 2023

Epikuristmuss

Epikuristmuss

Die Philosophie der Lust die Epikur
Der Welt schenkte wurde von Beginn
An angegriffen und polarisierte wie
Die Gruppe aus Männern und Frauen
Die gleichberechtigt im Garten dazu
Sich trafen und nach Genuss strebten
Viele Feinde weckte von denen auch
Die Christen nicht die kleinste Gruppe
Waren auch wenn diese seltsame Sekte
Erst 300 Jahre nach Epikurs Tod sich
Mit ihrem Guru Jesus gründete
Weil ihnen der Hedonismus als
Verwerflich erschien der noch dazu
Sündige Evas gleichberechtigte die
Seit der Aufnahme dieses Märchens
In den Text der Thora noch in der
Babylonischen Gefangenschaft zum
Unterdrückten Weib geworden war
Während die Babylonier sogar mit
Ischtar eine oberste Göttin hatten
Warum die völlig natürliche
Gleichberechtigung die Epikur lebte
Vielen wie ein Grauen erschien und
Tatsächlich dauerte es bis zu den
Existenzialisten das Frauen endlich
Gleichberechtigt philosophierten
Das seltsame Verhältnis von
Sartre und de Beauvoir hier mal
Ignoriert weil sie ohnehin für die
Begründung der Notwendigkeit
Des Epikureismus für eine bessere
Welt einfach keine Rolle spielen
Vielmehr Gefangene des Glaubens
An andere totalitäre Lehren waren
Die das 20. Jahrhundert verbreitete
Was manch großen Denkern viel
Von ihrer Größe im Nebelschweif
Der marxschen Lehren noch nahm
Sie zu Epigonisten totalitären Denkens
Nur machte als bloß Nachgeborene
Dagegen ist was Epikur dachte wie
Lehrte und erkennen ließ wohl am
Vollständigsten in den genialen Versen
Des Epikur Von den Dingen der Natur
Erhalten uns geblieben also als Spiegel
Seines Denkens in lateinischen Versen
Die aber den Kern der Lehre erfassten
Die dem Wohlbefinden zustrebt wie
Genuss als höchstes Glück lehrt ohne
Dabei je zum Übermaß zu raten oder
Sexuelle Ausschweifungen zu empfehlen
Im Gegenteil eher lehrt alles mit Maß
Wie bedacht zu genießen auch die
Leidenschaften die zu uns gehörten
Es ist diese Orientierung am Jetzt
Wie die Freude am bescheidenen Glück
Mit Freundinnen bei Brot Wein und Käse
Im Garten das Leben zu genießen das
Beste Rezept für eine bessere Zukunft
Die keine Wahrheiten verkündet oder
Eine neue Diktatur der Unterdrückten
Fordert für Gerechtigkeit sondern sich
Am Genuss der einzelnen orientiert
Mehr kann nie sein und nichts ist je
Friedlicher als ein lustvolles Leben
Was genießt was ist statt sich für
Ein Jenseits oder Ideen aufzureiben
Genießen wir mehr gelassen könnte
Die Welt viel schöner werden denke ich
Der nichts mehr erreichen muss wie es
Als höchstes Glück empfindet die Lust
Für Momente mit Freunden oder gar
Geliebten teilen zu dürfen warum es
Mehr Epikur in der Welt braucht die
Gelassener schöner gleichberechtigter
Wie ohne allen Kampf lustvoll würde
Dazu mit Versen beizutragen statt
Dem gierigen Profitstreben wäre
Ziel und Glück mir genug warum
Epikur ein muss ist und diese Verse
Die ihn loben dessen Atomlehre ach
Einstein genial fand wie Friedrich den
Sie den Großen nannten mit Liebe las
In der Version des Lukrez die eben
Sein freies Denken offenbarte was
Der Welt gut will und sie genießt
Wer Frauen gleichberechtigt was
200 vor der Zeitrechnung im alten
Griechenland noch revolutionär war
Sorgt damit für Gleichberechtigung
Freiheit wie verbunden damit auch
Langfristig für Geburtenkontrolle
Welche die Überbevölkerung die
Eine der größten Bedrohungen ist
Weiter einschränkt aber dafür die
Welt genüsslich schöner macht
Es geht bei der Lust des Epikur
Nur am Rande auch um Sex
Was gut tut ist gut und soll sein
Ohne alle jenseitige Moral die
Alberne Beschränkungen uns
Dabei auferlegen noch will
Sondern für eine diesseitige Welt
Die genießt was ist wie dann sich
Um den Erhalt dessen kümmert
Was das Leben so schön macht
Es gibt also viele Gründe Epikur
Zum Kern künftigen Denkens einer
Sich vom Aberglauben endlich
Befreienden Welt zu machen
Es könnte uns allen gut tun

jens tuengerthal 31.7.23

Liebeswege

Liebeswege

Die Liebe geht gern seltsame Wege
Verirrt sich zum Gegenteil um dann
Zu sagen ich hasse dich wenn das
Gefühl mal wieder besonders groß ist
Wählt Umwege wo direkt alles klar war
Verzögert wo sie es eilig hat immer mehr
Verliert sich wo daran gewöhnt schnell
Im gewöhnlichen Alltag der Liebe frisst
Scheint wenn lang genug durchgehalten
Als unausweichlich hinterher besonders
Wo die Schwankungen davor groß genug
Verschwindet aus dem Nichts plötzlich
Oder wird in einem Anfall von meist
Bedürftigkeit leichtsinnig ersetzt
Was selten nur wer nicht bereut
Warum Ehen so schwer zu scheiden
Was leider der Liebe nicht mehr
Stabilität schenkte sondern allein
Die Ehe zu einer Gefährdung der
Freiheit machte welche meidet
Wer nicht völlig verblendet noch
Meint es könnte die eine geben
Welche nicht die andere auch
Gleichwertig wieder ersetzte
Was wir dennoch nicht behindert
In Horizont und Sicht nennen
Sondern große Liebe dann weil
Die Liebe und ihre Wege stets
Seltsam wie oft absurd sind

jens tuengerthal 31.7.23

Lustfülle

Lustfülle

Lebt es sich am besten aus voller
Lustfülle um so genüsslich
Wie irgend möglich die Welt als
Ort der Lüste zu erleben was uns
Schon Epikur als Ziel riet wie der
Hedonismus zum Prinzip machte
Nach dem alles Leben zur Lust
Als schönster Erfüllung strebt was
Die Sekten mit ihrer stets absurden
Orientierung zum Jenseits wiederum
Gerne verbieten wollten weil für sie
Das Diesseits nur ein Übergang zu
Einer geaberglaubten höheren Existenz
Ist für die nichts spricht als die aus ihr
Gewonnene Legitimation die Lust zu
Beschränken wie damit Menschen
Im Kern ihres Wesens zu beherrschen
Nichts anderes ist Religion wie ihre
Orientierung am Jenseits was für
Uns zum Genuss des Diesseits
Völlig irrelevant logisch ist aber so
Eine unbegrenzte Allmacht hat
Vor der jeder mit Verstand flüchtet
Während andere sich unterwerfen
Doch jenseits des Aberglaubens will
Alle Natur dass es ihr gut geht sowie
Sie ihrem Wesen nach Befriedigung
Auf egal welche Art erstrebt weil Lust
Uns gut tut wie uns im Genuss stärkt
Wo wir aus der Fülle der Lust dabei
Schöpfen und genießen was ist wird
Es gut so sein und gut tun wo wir
Hindernisse suchen werden wir sie
Ihrer Natur nach genau da finden
Wo wir nach ihnen schauen ob die
Lust primär sexuell oder kulinarisch
Literarisch musikalisch ästhetisch
Wie auch immer gestaltet ist kann
Dabei vernachlässigt werden dafür
Steht der Genuss im Vordergrund
Welcher sich an jeder Lust freut um
Den Augenblick verweilen zu lassen
Was aus der Fülle der Lust dabei
Schöpfend Glück genug wohl ist
Es gibt nicht den einen Weg zur Lust
Sondern so viele wie Menschen die
Sich nach Laune noch wandeln was
Wer je einer Frau nah sein durfte
Kaum leugnen wird wie soweit noch
Irgend selbstreflektiert auch für sich
Bestätigen muss darum kommt es
Um aus der Fülle genüsslich zu
Schöpfen weniger auf den einen
Weg zur Lust an den es nicht gibt
Als die Fähigkeit zu genießen
Was zu üben eine Freude ist
Lustvoll und schön immer

jens tuengerthal 31.7.23

Weltgestalter

Weltgestalter

Es gibt Weltgestalter die es als
Wichtigste Aufgabe sehen die
Welt weiter zu verbessern wie
Dabei als Helden zu strahlen
Dafür verehrt oder gehasst werden
Die stets um Bewunderung ringen
Ob dieses Bedürfnis der Eitelkeit
Die meisten scheitern lässt auch
Wenn sie zeitweise erfolgreich
Die Welt mit Gewinn veränderten
Im Ergebnis meist mehr schadeten
Inwieweit der Gewinn allein schon
Eine konstruktive Gestaltung gleich
Ausschließt scheint mir eher fraglich
Was gut ist und tut darf gerne auch
Gewinne dabei abwerfen jedoch ist
Die primäre Orientierung an der
Maximierung der Gewinne es welche
Viele Gestalter zu Zerstörern macht
Sie im Wahn der erkauften Welt fesselt
Gestalte darum nicht verkäufliches
Schreibe nur unbezahlte Vese die
Keinen Marktwert brauchen um das
Denken weiter anzuregen wie den
Geist der Aufklärung zu fördern damit
Die Freiheit zu stärken was sicher ein
Wert für die Demokratie ist aber keinen
Preis hat noch bezahlt wird auch wenn
Die innere Gestaltung der Gedanken
Weiter wirkt als nahezu alle Pläne die
Konkret umgesetzt die Welt bewegen
Dabei ist es nur wertvoll wenn es auf
Einer aufgeklärt befreiten Haltung
Aufbaut und also mündig entscheidet
Was immer in den Gedanken beginnt
Vielleicht sind die größten Weltgestalter
Mehr im Kopf als im Alltag werden so
Als Haltung dann spürbar die sich
Aufgeklärt kritisch mündig zeigt
Ohne an Verschwörungen zu glauben
Die Welt dort gestaltet wo es bleibt
Aber verkaufen lässt sich das nicht
Vielleicht ist es auch besser so

jens tuengerthal 31.7.23

Orientierungslösung

Orientierungslösung

Viele fühlen sich orientierungslos
Wohin soll all das noch führen und
Welchen Weg wähle ich verantwortlich
Gibt es eine lösungsorientierte Richtung
Die weiter führt statt alles schlimmer
Im weiter so zu machen und wie
Kann ich meinen Weg dabei finden
Es gibt in der Katastrophe keine Wege
Sie lähmt und gestaltet nicht mehr
In ihr werden wir zu Opfern unserer
Ängste ohne eine Perspektive noch
Finden zu können weil wir alleine
Auf die Probleme schauen wie dann
Logisch nichts anderes entdecken
Mehr können wie darin gelähmt vom
Übermaß verharren während wer sich
An Lösungen orientiert eine Perspektive
Sucht wie konstruktiv gestaltet um so
Eine positive Orientierung zu geben
Dabei ist es völlig egal ob meine
Orientierung alle Probleme der Welt
Lösen kann sondern es zählt allein
Dass ich tue was ich kann wie damit
Der Welt und mir gut tue was genügt
Damit zufrieden zu leben also eine
Orientierung nach Neigung zu haben
Was mehr sollte noch je sein denk ich
Um es zu genießen wie es ist was die
Wichtigste Aufgabe doch ist als eine
Orientierung im Nebel des Seins

jens tuengerthal 31.7.23


Krisenpfade

Krisenpfade

Gibt es einen Weg aus der Krise
Oder unendlich viele die wir im
Dschungel der Probleme nicht
Mehr erkennen können von
Der Schwere bereits gelähmt
Alle erleben wir Krisen
Wer noch Nachrichten schaut
Erlebt eine einzige Weltkrise
Die zum sicheren Untergang
Nur noch zu führen scheint
Fraglich was in Krisen hilft
Um aus dieser zu kommen
Statt sie weiter zu verstärken
Sich mit der Weltlage zu befassen
Lässt die Probleme unlösbar wie
Drohende Katastrophen immer
Schlimmer noch erscheinen
Was von der Krise belastete
Menschen zusätzlich schwächt
Es ändert nichts am Leben sich
Mit Problemen zu befassen wie
Daran noch mehr zu leiden aber
Es macht was bleibt unerträglich
Während es stärkt über Lösungen
Nachzudenken wie daran somit
Konstruktiv zu arbeiten dies macht
Sogar Freude und verbessert die Lage
Es ist Unsinn zu meinen wir müssten
Die Probleme genau betrachten um die
Welt besser zu machen wichtiger ist
Weiter an Lösungen zu arbeiten um so
Die Welt besser zu machen denn besser
Geht immer und gut ist was gut tut
So sollen Krisenpfade nicht durch
Die Krise führen sondern stattdessen
Lösungen zeigen die wir gestalten
Damit unsere Welt besser machen
Was gut tut und uns so erhebt dazu
Den richtigen Weg zu finden soll
Keiner das größte Problem suchen
Was zur bekannten Lähmung führt
Sondern lieber das tun was der
Eigenen Neigung entspricht um so
Die Welt auf seine Art zu verbessern
Wir müssen mehr Bäume pflanzen
Weniger Menschen werden wie
Am besten nicht mehr fliegen um
Das Klima noch zu retten was die
Global größte Krise darstellt aber
Was davon wie wem am ehesten liegt
Wer dazu wie beiträgt ist eine ganz
Individuelle Frage der Neigung die
Krisenpfade geben die Anregung
Wege zur Lösung in dir zu suchen
Insofern sich nur etwas ändert wenn
Sich unsere Haltung ändert wie die
Einzelnen Verantwortung übernehmen
Im Sinne einer Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Folgen die Krisenpfade der eigenen
Neigung und gestalten konstruktiv
Begeben wir uns auf sie um dort
Lösungen zu suchen statt sich
Weiter mit Problemen zu beschäftigen

jens tuengerthal 31.7.23

Sonntag, 30. Juli 2023

Vasari

Vasari

Am 30. Juli 1511 wurde Giorgio Vasari
In Arezzo geboren der als Architekt wie
Hofmaler der Medici schon zu seiner Zeit
Bekannt wurde aber bis heute durch seine
Künstlerbiografien berühmt blieb so hat er
Sich als der erste Kunsthistoriker einen Ruf
Erschrieben und wie gerne schreibe ich die
Erinnerung nun auf dem Diwan des Vaters
Über dem die gesammelten Werke des
Meisters den er sehr verehrte stehen
Seine gesamten Vite die er noch seinem
Auftraggeber Cosimo I. Medici widmete
Gelten heute als sein Hauptwerk so gehen
Auch die Begriffe Gotik Renaissance und
Manierismus direkt auf Vasaris Vite zurück
Womit er unseren Sprachgebrauch auch
Bis heute noch prägt Vasaris Familie kommt
Aus der Töpferkunst von Arezzo wie auch
Italienischen der Töpfer Vasaro heißt
Nach seiner Ausbildung dazu gelang es
Seinem Vater die Söhne zur Weiterbildung
Unter die Obhut der Medici zu stellen
Wo er schon malerische architektonische
Wie literarische Fähigkeiten schulte doch
Nach dem Tod des Vaters musste er erst
Die Familie in Arezzo als Goldschmied
Wie mit anderen Arbeiten unterhalten bis
Ihn der Kardinal Ippolito de Medici mit
Nach Rom nahm wo er bei dem später
Berühmten Medici Papst Clemens VII.
Arbeitete und dort bei Michelangelo wie
Peruzzi eine intensive Lehrzeit durchlief
Auch die Bekanntschaft mit dem Maler
Rosso Fiorentino prägte noch seinen Stil
Dieser war vor dem Sacco di Roma aus
Der Stadt geflohen doch taucht seine
Expressive Kunst vielfältig in Vasaris
Werken wieder auf ab 1535 arbeitete
Vasari wieder in Florenz wo ihn dann
Der Tod seines Gönners Ippolito Medici
Wie die Ermordung des Regenten von
Florenz Alessandro de Medici durch seinen
Vetter schwer trafen er wurde des höfischen
Lebens überdrüssig und depressiv zog sich
Zurück und schuf 5 Altarbilder für den Orden
Der Olivetaner ab 1538 stabilisierte sich
Seine Psyche wieder und er arbeitete
Zeitweise für die Medicis in Rom reiste
Ab 1539 wohl auch durch Italien so ist
Seine Tätigkeit in Bologna und Venetien
Nachweisbar wie auch in Rimini ab 1542
Schuf er dann in seinem Haus in Arezzo
Die Fresken welche die Kunstgeschichte
Zu seinen besten Werken zählt darin geht
Es um den Lebensweg zwischen Tugend
Und Laster unter Einfluss der Himmelskörper
Nach einem Jahr in Neapel wurde er einer
Der Schutzbefohlenen des mächtigen
Kardinals Alessandro Farnese während
Der Abfassung der Vite hatte er in Rom
Eine Beziehung mit Maddalena Bacci
Aus der zwei uneheliche Kinder stammen
Um einen Skandal zu vermeiden endete
Diese große Liebe nicht mit einer sondern
Zwei Ehen Maddalena heiratete einen
Hauptmann und Vasari ihre damals noch
Elfjährige Schwester doch beschloss er
1550 nach Florenz zurückzukehren wo er
Die Vite erstmals drucken ließ dabei hat
Der Architekt Vasari nach dem großen
Hochwasser des Arno viele Gebäude
Wieder aufgebaut oder erneuert damit
Das Bild der Stadt im Auftrag der Medici
Entscheidend mitgeprägt er arbeitete
Noch bis in sein Todesjahr unermüdlich
In Arezzo an seinen Fresken in Florenz
Wie teilweise auch in Rom wo er die
Kuppel des Doms Santa Maria del Fiore
Nicht mehr ganz vollenden konnte
So gedenke ich heute einem der
Großen Köpfe aus Italiens großer
Kunstepoche der vielfältig wirkte

jens tuengerthal 30.7.23

Friedensfreude

Friedensfreude

Freude am Frieden ist der sicherste
Garant eines guten Lebens weil wir so
Konflikte lieber meiden statt sie meist
Unnötig bis kriegerisch auszufechten
Denke ich heute während ich früher
Meinte manche Überzeugungen
Müssten erkämpft werden wie sie
Den Konflikt unausweiclich machen
Denke ich heute jeder vermiedene
Streit schenkt mehr Lebensqualität
Kaum einer lohnt je den folgenden
Krieg der zu viele Opfer fordert
Warum Freude am Frieden ein
Guter Weg sein kann viel besser
Zu leben als für sein Recht mit
Allen Mitteln zu kämpfen nur
Was Putin gegenüber gilt bin ich
Hier weniger sicher was gefährlich
Sein könnte wie dieser zu lange
Unsere Naivität brutal ausnutzte
Dennoch denke ich Freude am
Frieden ist besser als Krieg nur
Manchmal ist alles anders dann
Ist meistens schon Krieg

jens tuengerthal 30.7.23

Liebesrituale

Liebesrituale

Jede Liebe hat ihre Rituale
Die früher oder später einreißen
Zur schönen Gewohnheit oder zum
Bald nervigen Druck unerfüllter noch
Erwartungen werden aber wie gut
Tut es sich mit nur Andeutungen
Aus Erinnerungen zu verständigen
Die Gemeinsamkeit begründen
Welche seit Generationen gepflegt
Eine eigene Sprache und Welt
Für die Liebenden schaffen um
Darin alles finden zu können was
Liebe mit zauberhafter Leichtigkeit
Über allem schweben lässt doch
Tragen Rituale stets auch die Gefahr
In sich zum Ballast zu werden der
Sich wie ein Stein an alles hängt
Das nicht mehr frei gefühlt wird
Weil Tradition und Erwartungen
Die Entfaltung der Gefühle mit
Vielleicht bester Absicht überlagern
Liebe Rituale in der Liebe die ich
Aus sehr traditioneller Familie
Zu gut kenne aber weiß wie sehr
Diese Abläufe das Denken wie
Sensible Wahrnehmung ersetzten
Mit dem das machen wir so wie
Wir es schon immer gemacht haben
Dazwischen mit der unerträglichen
Leichtigkeit junger Liebe noch weiter
Im bekannten Umfeld zu balancieren
Ist die spannende Suche nach neuen
Gefühlen im gewachsenen Umfeld
Sich in dieses zu wagen erfordert
Mut kann aber zauberhaftes in der
Zwischenwelt einander schenken

jens tuengerthal 30.7.23

Sommerherbst

Sommerherbst

Der noch Sommer scheint an den
Letzten Tagen des Juli herbstlich
Mit intensivem Licht am stürmisch
Wechselhaften Himmel wie hier
Im Südwesten sehr angenehmen
Temperaturen statt üblicher Hitze
Was immer dies Wetter begründet
Das dem Klimawandel schon fast
Im regnerischen Sommer nach der
Ersten Hitzewelle zu widersprechen
Scheint doch eben nur etwas Wetter
Noch lange kein Klima ist das als
Solches angenehm mild wie fern
Aller Extreme die zu fürchten wir
Allen Grund längst haben wie uns
Langfristige Messungen zeigen
Hier und jetzt in der Kurpfalz aber
Die ich im Juli immer zu heiß fand
Genieße ich diese Abkühlung sehr
Die ein Gefühl meiner liebsten
Jahreszeit des Herbst schon gibt
Bin dankbar für diesen Ausrutscher
Im gerade Sommerherbst denn
Heißer geht immer 
Kühler dagegen nimmer
Womit bevor wir noch reimen
Die Wetterverse besser enden

jens tuengerthal 30.7.23

Kulturbürger

Kulturbürger

Ist Kultur ein Produkt der
Bürgerlichen Gesellschaft
Die sich darin produzierte wie
Ihren Geltungsdrang befriedigte
Um zu zeigen was sie sind wie
Die Verbindung von Aufstieg mit
Bildung besonders gerne zeigt
Wo prächtige Lexika als Teil der
Revolutionären Geschichte ihrer
Vorgängerin der Enzyklopädie gelten
Können auch wenn es vielen nur
Eine Form der Dekoration war ist
Der Ehrgeiz der Besserwisserei
Wie er in meiner Familie ganz
Besonders ausgeprägt ist warum
Vor Wiki regelmäßig bei allen
Mahlzeiten der ledegebundene
Wie goldgefaßte Brockhaus noch
Konsultiert wurde damit Recht
Zu behalten und es besser zu wissen
Wie der bürgerlichen Bestimmung
Der Emanzipation durch Bildung
Zu folgen die sich relativierte doch
Eine spannende Variante bekam
Ging es früher nur um Fakten die
Gerne mit der Wahrheit verwechselt
Wurden dieser immer Erfindung eines
Lügners sind heute Zusammenhänge
Der Ausweis guter Bildung die sich
Spielerisch lieber offenbaren statt mit
Breiter Brust der Überzeugung wie
Es in meiner Jugend noch üblich
Doch das geistige Surfen zwischen
Kulturellen Zusammenhängen als
Ausweis klassisch guter Bildung die
Mit Andeutungen gerne nur spielt
Ist ein Markenzeichen bis heute der
Kulturbüger geblieben auch wenn
Manche sich lieber emanzipierten
Vom Kanon klassischer Bildung fehlt
Dann entscheidendes der Identität
Die eine Kultur erst bildet wie durch
Zusammenhänge über sie hinaus
Auch denken kann dabei gut ist
Wo sie es auch selbstironisch kann
Nie als angestrengte Leistungssportler
Was eher nur belächelt wird als ein
Proletarischer Geltungsdrang auf dem
Niveau von Gladiatoren warum sich
Bürger seltener in Fitnessstudios als
Bei Hauskonzerten trafen dafür diese
Folterkammern der Moderne dem an
Oberflächlichkeiten immer noch mehr
Interessierten Plebs überlassen wie
Schönheitsoperationen auch
Eher als neureiche Peinlichkeit dort
Gelten die beschwiegen wird eher
Zum Gladiatorenumfeld passte denn
Kulturbürger glänzen durch Bildung
Die ihren Aufstieg begründete wie
Zu verfeinert den Abstieg einläutete
Wie uns Thomas Mann einst in den
Buddenbrooks noch vorsang diesem
Requiem der bürgerlichen Zeit die
Immer wieder aufsteht wo eine Kultur
Mit Bildung zu glänzen versucht womit
Das klassische Bildungsbürgertum eine
Kulturelle Institution ist für deren Erhalt
Als geistiges Kulturerbe mehr getan
Werden könnte interessierte es noch
Wen neben Fitnessstudios oder den
Weltreisen der Ewiggestrigen

jens tuengerthal 30.6.23