Freitag, 31. Juli 2015

Hilfswert

Die Engländer setzen nun Hunde ein
Um die Flüchtlinge aus dem Tunnel
Nachhaltig erfolgreich zu vertreiben

Die Deutschen fackeln die Unterkünfte
Meist vorher ab damit keiner einzieht
Erfolgreiche Grundrechtsaushöhlung

Derweil lassen alle Europäer weiter
Tausende auf der Flucht im Mittelmeer
Lieber ersaufen als sie zu retten

Geplant war ein Militärschlag gegen die
Fluchthelfer die daran noch verdienen
Warum sie Unmenschen wären

Für Flüchtlinge sind sie rettende Engel
Geben denen die keiner will zumindest
Irgendeine Perspektive noch

In Sachsen wuchs die häßliche Pegida
Als Ausdruck deutscher Mißgunst wie
Neid und Angst in blühenden Landschaften

Als es dagegen um den Löwen Cecil ging
Wurden diese Deutschen zu Rächern
Wollten den Mörder der Kreatur töten

Regten sich auf und protestierten über
Einen der aus Spaß totschießt was doch
Unmenschlich wäre bei einem Tier

Über die Toten im Mittelmeer regte sich
Hier keiner sehr auf oder wollte denen
An den Kragen die schuld sind am Tod

Ob da Kinder und Frauen auf der Flucht
Elend ersaufen regt keinen weiter auf
70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Wenn aber einer ein Tier tötet als Jäger
Dann wollen sie den hinrichten weil
So einer kein Recht zu leben hätte

Manchmal scheint es mir als wären
Die Verhältnisse hier krank verschoben
Was wäre wenn Cecil Asyl in Sachsen wollte

Es herrscht Krieg südlich der Türkei
Menschen fliehen wenn sie können
Aber die Jagd auf Menschen ist normal

Wenn sie noch Muslime sind gelten sie
Als Bedrohung für atheistische Sachsen
Die das Abendland gefährden nun

Wer gegen den Islam demonstriert oder
Flüchtlinge bedroht bekommt Verständnis
Von einer Politik voll ekliger Anbiederung

Pegiden sind geistige Terroristen wie sich auch
In Freital wieder zeigte von wo der Gründer stammt
Dies sind Terroristen im Rechtsstaat

Einem Staat der V-Männer in der NPD hat
Statt die Gefahr rechts ernst zu nehmen
Lieber Journalisten noch anklagt

Dieses Deutschland verrät seine Grundrechte
Unterstützt den rechten Terrorismus noch
Durch Duldung und wundert sich was ist

Es hilft nun genau hinzuschauen wer verfolgt
Und wer als guter Bürger gilt der geschützt wird
Damit sich die Spreu vom Weizen trennt

Wer aufruft andere zu töten ist nur wütend
Bekommt Verständnis für seine Ängste noch
Statt wie ein Terrorist verfolgt zu werden

Die Fremden aber die Hilfe brauchen werden
Als Fremdkörper und Feinde behandelt
Dürfen nicht arbeiten bleiben ohne Hoffnung

Was wird aus dem Land das generativ ausstirbt
Sich immer weniger fortpflanzt aus Angst
Nicht genug vom Wohlstand zu haben

Es kommen nun Menschen die Hilfe brauchen
Wie nach dem Krieg viele kamen und halfen
Das Land wieder aufzubauen ohne Mißgunst

Die CSU hieß noch die Flüchtlinge einst
Willkommen kaum zu glauben heute mehr
Wo sie die ersten der Abschiebung sind

Europa baut noch keine Mauer um sein
Paradies des Wohlstandes es lässt lieber
Davor ersaufen oder hetzt Hunde auf sie

Sollten doch noch welche durchkommen
Stecken besorgte Bürger die Häuser an
Denn hier ist keiner willkommen der Hilfe braucht

Ist es darum gut wenn dieses neidische
Mißgünstige Volk aller Kultur zum Trotz
Ausstirbt in seiner Angst nicht genug zu haben

Ein Volk dem tote Löwen wichtiger sind als
Menschen in Not und das immer Angst hat
Zu kurz zu kommen im erträumten Cluburlaub

Oder gibt es hier Menschen die im Leben
Prioritäten setzen für Mitmenschen statt
Zur Wahrung ihres geliebten Wohlstandes
© jens tuengerthal 31,7.15

Landesverräterdienst

Die Geheimdienste mal wieder als hätten
Sie noch nicht genug Macht gehen nun
Auch gegen unliebsame Journalisten vor

Wegen Landesverrat wird netzpolitik.org
Verdächtigt ermittelt der Bundesanwalt
Im Auftrag der Geheimdienste

Diese wollen mit der Anzeige Namen erfahren
Von Zeugen der Journalisten die den
Diensten lästig wurden bei ihrer Arbeit

Der Landesverratsverdacht ist der Ritterschlag
Für jeden Blogger der nun ein ernsthafter
Journalist auch ist wie einst Augstein

Den adelte Strauß noch durch Verhaftung
Mit den bekannten Folgen für den Bayern
Die im Bund nie was wurden aus Gründen

Spannender als diese lächerliche Affäre
Die das Bundesverfassungsgericht wohl stoppt
Im Namen der Grundrechte ist die Macht der Dienste

Nötiger als alles wäre es diese Institutionen
Endlich wegen Landesverrat anzuzeigen
Weil ihre ganze Arbeit die Demokratie verrät

Insofern diese beim Bundeskanzleramt
Der Kanzlerin unterstellt sind wäre Merkel
Hier anzuzeigen auch wenn sie von nichts weiß

Genügte der zuständige Staaatsminister
Um der Verräter der Demokratie wie des
Rechtsstaates habhaft zu werden

Die bloße Existenz von Geheimdiensten ist
Bereits Verrat an den Ideen der Demokratie
Intern genügt Polizei extern fragt sich wozu

Wer intern Geheimdienste befürwortet ist
Denklogisch ein Landesverräter weil zur
Rettung der Demokratie sie verspielt wird

Es gibt nichts Gutes außer man tut es
Reimte einst noch Kästner so weise
Was für die Geheimen erst recht gilt

Erlösen wir diese Landesverräter endlich
Von ihrem bösen Treiben durch Anzeige
Lassen wir den Rechtsstaat sich bewachen

Trauen wir unserer Rechtsordnung einfach
Mehr zu als ihren schlechten Verwaltern
Die immer im Eigeninteresse handeln

Der Rechtsstaat braucht keine Geheimdienste
Diese schaden immer der Demokratie es ist
Zeit Anzeige wegen Landesverrats zu stellen

Dringend braucht die Demokratie aber
Blogger die für Freiheit kämpfen noch
Statt sich alternativlos zu unterwerfen

In Zeiten der Großen Koalition ist es
Nötiger denn je diese Wächter noch
Besser zu bewachen als je

Es braucht darum keiner Dienste
Die nur einen übermächtigen Staat
Insgeheim noch stärker machen

Wir müssen gegen diese Verräter
Vielmehr kämpfen mit den Mitteln
Des Rechtsstaates solange möglich

Wo aber der Rechtsstaat noch seine
Eigene Kontrolle verrät wird Widerstand
Zur Pflicht nach dem Grundgesetz

Seien wir wachsam und stehen wir auf
Dieser Staat gehört uns nicht den Diensten
Die keiner braucht oder länger will
© jens tuengerthal 31.7.15

Liebessex

Kommt es auf die Liebe an beim Sex
Oder ist dieser unabhängig davon
Stört zuviel Gefühl dabei nur

Warum scheint uns der körperliche
Vorgang erst wirklich schön wenn
Wir ihn mit Gefühl auch verbinden

Die Befriedigung der Triebe ist
Ein Akt des Körpers den wir gut
Alleine bewältigen können

Lassen wir die unsinnige Verurteilung
Der Onanie außen vor die meist nur
Im Aberglauben wurzelt wäre es genug

Könnte die Selbstbefriedigung doch
Der Schlüssel zum Glück sein insofern
Es nur mit jemand den uns nah ist wäre

Seltsam nur hinterlässt sie anders als
Der erfüllende Sex zu zweien stets ein
Schales Gefühl der Unvollkommenheit

Scheint uns dennoch der Sex schöner
Wo wir ihn mit anderen teilen je nach
Neigung auf die uns liebste Art

Vielleicht ist es die Teilung die erst Glück
Vollkommen dabei macht wenn ich auch
Die Lust des anderen spüren kann

Dann könnte es das Schenken der Lust
Sein die ein mehr gegenüber der sonst
Nur Onanie alleiniger Befriedigung ist

Auch das wäre noch rein körperlich
Wenn das mehr an Lust sich beschränkte
Auf die Kontraktion beim Höhepunkt

Angeblich gibt es viele die das Glück
Geteilter Lust nicht kennen sondern
Immer nur miteinander für sich kommen

Kann es nicht wirklich beurteilen einzig
Die wenigen Fälle die so bekannt sind
Nicht mal zwei Prozent ausmachten

Seltsam nur beteuerten sie dabei stets
Zur großen Mehrheit zu gehören auch
Wenn Erfahrung es nicht bestätigte

Diese sollen angeblich auf ihre Art
Glücklich sein auch wenn es denen
Die es anders kennen unmöglich scheint

Da körperlich am gemeinsamen Sex ja
Erst die spürbare Lust des andern den
Gemeinsamen Sex so großartig macht

Vielleicht spielt bei diesen das Gefühl
Im ganzen Akt der Hingabe eine viel
Größere Rolle als bei denen die es haben

Dafür spräche dass sich deren Sex oft
Eher nur im Kopf abspielt während der
Akt an sich einfach vollzogen wird

Die das gemeinsame körperlich kennen
Sind in diesen Fällen auch ganz allein
Auf Kopf und die Phantasie angewiesen

Körperlich bleibt dies stets unbefriedigend
Doch scheint das Gefühl stark genug
Auch dies zu überwinden in Liebe

Wenn geistige Welten eine Liebe tragen
Mag dies mal genügen wenn es auch
Körperlich stets unbefriedigend bleibt

Danach gäbe es eine körperliche Sicht
Des Sex die durch eine geistige je nachdem
Wie sie harmonieren überwunden wird

Für diejenigen die das Glück der Erfüllung
Gemeinsam kennen wird die getrennte
Variante nur mit Liebe erträglich bleiben

Was noch nichts darüber sagt wie wichtig
Für diese das Gefühl beim Sex noch ist
Oder ob der Akt als solcher genügt

Gemeinsame Befriedigung miteinander
Finden ist die hohe Kunst der Lust
Sie bedarf meist Vertrauen und Übung

Übung ist erstmal nur Gewohnheit dabei
Also häufiger gemeinsamer Verkehr egal
Mit wieviel Gefühl jeweils dabei

Vertrauen wächst durch Gewohnheit
Doch hat es neben der Erfahrung eine
Emotionale Komponente der Hingabe

Sich aufeinander einlassen wollen ist
Von einem Gefühl füreinander getragen das
Mehr als nur aus Erfahrung begründet ist

Ginge es nicht um die Hoffnung der Liebe
Was immer diese nun konkret sein soll
Wäre Sex mit der Ex wohl am besten

Zumindest in den Fällen in denen es im Bett
Stimmte aber die Liebe verloren ging
So genügten Erfahrung und Vertrauen

Doch zeigt hier die Erfahrung es mag
Körperlich schön sein weil gewohnt gut
Das Moment der Liebe fehlt aber doch

Sollte es sich dabei wieder einschleichen
Mag es Fälle geben in denen dies zur
Idealen Erfüllung führt in Ausnahmen

Die emotionale Anziehung die wir wichtiger
Nennen um den Stellenwert zu betonen
Scheint für die Erfüllung beim Sex nötig

Um so größer das Gefühl am Anfang ist
Desto schwerer fällt manchen der Genuß
Beim Sex anfänglich häufig

Warum viele Paare auch Beziehungen
Trotz sexueller Mißerfolge am Leben halten
In der Hoffnung die Liebe wäre Glück genug

So scheint das Gefühl der Lust manchmal
Seltsam im Wege zu stehen weil einer
Oder auch beide den andern beglücken wollen

Da aber im idealen Fall beide erst genießen
Wenn auch der andere dies tut ist es dann
Ein beiderseitiges Ertragen mit viel Gefühl

Vielleicht genössen viele mehr wenn sie
Wagten ihre Lust für den andern zu leben
Statt nur an diesen zu denken

Großartig wird der Sex wenn beide es
Für den anderen tun und beide damit
Zu schönster Befriedigung gelangen

Eigentlich ist das großartig genannte
Was normal ist wenn zwei harmonieren
In Körper und Gefühl einig innig sind

Darum sind Sex und Liebe unabhängig
Wohl denkbar und lebbar doch werden
Sie erst gemeinsam zum größten Glück

Sich einander schenken wollen ist eben
Erst schön wenn der andere annimmt
Was der andere voller Liebe geben will

Annehmen heißt dabei auch genießen
Also auch für sich voller Lust auskosten
Was ist im Bedürfnis so zu geben

Darum hängen Liebe und Sex zusammen
Werden erst kombiniert höchster Genuß
Der alles übrige entbehrlich macht

Vielleicht sollten wir einfach mehr wagen
Zu genießen was sein kann um das Glück
Genügend zu würdigen als solches

Was nun in vielen Versen dargelegt
Ist wohl nichts als die Natur der Liebe
Die ihren Weg zur Lust alleine findet

Darum ist es nun wohl Zeit dazu
Zu schweigen um zu genießen
Was sich zeigt statt es zu suchen
© jens tuengerthal 31.7.15

Donnerstag, 30. Juli 2015

Cecilende

Ein Löwe wurde abgeschossen
Von einem Großwildjäger aus Spaß
Der dafür einen Haufen Geld zahlte

Soweit normal in Afrika auch wenn
Irgendwie ekelhaft so doch eine
Legitime Einkommensquelle

Wenn Idioten viel Geld dafür zahlen
Tiere in der Wildnis zu schießen
Gar einen Löwen zu erlegen ist das so

Wem es verboten werden sollte wäre
Eher die Frage als wie mit dem Täter
Umzugehen ist solange Jagd legal ist

Nur war Cecil ein besonderer Löwe
War mit einem Sender versehen
Publikumsliebling seit langem

Angeblich wusste der Jäger nicht
Auf wen er mit der Armbrust schoss
Welch aufregendes Abenteuer

Es gibt Jäger die gern jagen
Großwild besonders aufregend finden
Dafür viel Geld bezahlen

Sollte der gerade Aufschrei bewirken
Diesen Sport unmöglich zu machen
Ist es vielleicht gut für die Tiere

Schlecht ist es für viele die daran
Wirtschaftlich hängen ohne andere
Perspektive in ihren Ländern

Spannend wäre auch an dieser Stelle
Über die Prangerwirkung des Internets
Einmal mehr nachzudenken

Großwildjagd ist ein bescheuertes Hobby
Aber unter bestimmten Bedingungen
Ist es noch legal dafür bestrafen fraglich

Dieser Löwe der Liebling Simbabwes
War nicht zum Abschuss freigegeben
Fraglich ob es der Jäger wusste

Wichtiger ist die Frage wie wir künftig
Mit der Jagd umgehen was legal ist
Wo sie nötig ist und wo verboten

Bevor eine aufgehetzte Meute sich nun
Auf einen Zahnarzt mit bescheuertem
Hobby stürzt wäre nachdenken klug

Gerade macht der aufgehetzte Mob
Der sich gerecht fühlt mir mehr Sorge
Als die Löwen in Afrikas Wildnis

In ihrer Wut schließen sich viele Prominente
Den Empörten an und stürzen sich auf einen
Von dem wir bisher nahezu nichts wissen

Vielleicht wäre es künftig klüger erst die
Öffentliche Untersuchung abzuwarten
Bevor der Mob aufgehetzt wird

Cecil ist nun tot falsch nur wäre es
Wenn das Netz den toten Löwen
Mit der nächsten Treibjagd rächt
© jens tuengerthal 30.7.15

Demokratiequerelen

Demokratie kommt aus dem griechischen
Es setzt sich aus demos das Staatsvolk
Und kratia Herrschaft zusammen

Die Griechen haben die längste Erfahrung
In Europa mit der Demokratie sind darum
Nicht umsonst ihre Namensgeber

Manche Nachbarn belächelten die Demokratia
Noch als Griechen machtvoll neue Wege gingen
Am mächtigsten wurden sie ohne diese

Als der Makedonier Alexander der Große
Ganze Reiche eroberte im Namen der
Helllenischen Kultur die Weltkultur wurde

Nun bringt Tsipras die Demokratie an neue
Grenzen im Kurs seiner Partei mit deren
Zentralkomitee er den Kurs aushandelt

Er will sich sein einknicken absegnen lassen
Um gegen alle vorigen Versprechen weiter
Mit eigener Mehrheit noch zu regieren

Ein soweit demokratischer vernünftiger
Kurs auf dem Weg zu einer Mehrheit
Im Parlament wie Ruhe in der Partei

Erinnert ein wenig an den der SPD
Unter Gabriel bei Eintritt in die just
Große Koalition als abgestimmt wurde

Gleichzeitig droht Varoufakis nun
Ein Verfahren wegen Hochverrat
Für Überlegungen die er anstellte

Das dies im Auftrag Tsipras geschah
Der ex Finanzminister kein Geheimnis
Daraus machte ändert nichts

Tsipras lächelt dazu und lässt sein
Zentralkomitee seinen Weg absegnen
Zwischendurch ein Volksentscheid

All dies klingt als sei es demokratisch
Trüge zu mehr Miteinander bei real
Und ist doch nur ein Poker um Macht

Das Staatsvolk hat gewählt damit ist
Es aus dem Spiel bis zur nächsten Wahl
Nur die Parteien schachern um Macht

Wer keine eigene Mehrheit mehr hat
Soll zurücktreten oder neu wählen lassen
Die Partei ist nie das Volk

Doch was wünschte sich ein Tsipras mehr
Als nun Neuwahlen die allen Umfragen nach
Seinen falschen Kurs mit Mehrheit belohnten

Zwar ist er nach einem halben Jahr doch
Eingeknickt auf den notwendigen Kurs
Zu immer schlechteren Bedingungen

Aber scheinbar nehmen die Griechen
Solange es der Ehre dient nichts übel
Wird Verantwortung nicht rational bewertet

Sonst würden sie wohl längst den einzigen
Der wirksam in Europa noch ihre Freiheit
Verteidigt zum König wählen Schäuble

Doch ist es noch umgekehrt und so ist der
Glaubwürdistege der meistgehasste während
Der gescheiterte Scharlatan ein Held ist

Vielleicht ist die Demokratie so nah
An ihren Wurzeln weniger rational
Als sonst in Europa üblich verwaltet

Zumindest schafft es Tsipras nun
Durch die geplante Absegnung seines
Kurses sich als Mann der Mitte zu zeigen

Welchen Zweck als Neuwahlen sollte dies
In einer ultralinken Partei wohl verfolgen
Fragt sich der barbarische Beobachter

Die Demokratie ist an ihre Wurzeln eigen
Scheint es doch hat all dies weniger wohl
Mit Demokratie als mit Macht zu tun

Die Griechen werden vom Nichtsnutz
Der sie in die Krise ritt zu schlechten
Bedingungen verführt als sei er ein Held

Die Griechen sind in vielem die Wurzeln
Der europäischen Kultur nun scheint es
Sie bräuchten Aufklärung und Vernunft

Wird sich wieder der Scharlatan noch
Durchsetzen der nichts erreichte als
Genervte Gläubiger überall

Glaubt das griechische Wahlvolk noch
Jenes naive Märchen von der Ehre
Die sich Griechen nicht nehmen lassen

Wählen sie im Herbst schon wieder einen
Der sie in diese Krise erst brachte weil
Er sich dabei rührend als Verlierer darstellt

Ist es etwa jene Solidarität der Verlierer
Die das Linksbündnis ohne reale Politik
Weiter trägt oder gibt es noch Ratioi

Die Demokratie quält uns ein wenig
An ihren Wurzeln und um sie herum
Aber das sollte sie uns doch wert sein

Das einzige Mittel die Griechen aus der
Gefangenschaft der Narren zu befreien
Ist in ihr Land zu investieren

Wer sie erfolgreich beschäftigt wie
Ihren persönlichen Reichtum mehrt
Nimmt Populisten die meisten Stimmen
© jens tuengerthal 30.7.15

Teilchenfund

Auf La Reunion wurde ein Teil gefunden
Vom verschollenen Flieger MH370 der
Malaysia Airlines angeschwemmt

So ist was verloren gewähnt wohl doch
Irgendwo und wird nun als Treibgut
Der Meere angespült

Weil nichts verloren gehen kann
Manches nur Zeit braucht
Bis es wieder auftaucht

Dankbar freuen sich Angehörige über
Gewissheit wird behauptet als sei
In jeder Ungewissheit nicht Hoffnung

So fragt sich wem die Aufklärung dient
Wenn Gewissheit niemandem nutzt
Als Versicherungen vielleicht

Aber ach Aufklärung ist ja immer
Zweck an sich genug weil Wissen
Macht ist und nicht Wissen Ohnmacht

Zwei Meter misst der Teilchenfund
Auf der paradiesischen Insel unklar
Ob auch Leichenteile kommen

Einen Flugzeugabsturz über dem Meer
Überlebt normal keiner mehr
Manche wüsste es gern genauer

Der Tod geht uns nichts an lehrte Lukrez
Auf der Spur des Epikur nah dem jetzt
Aber gilt das auch für Flugzeugabstürze

Viele müssen sich damit beschäftigen
Aus Gründen der Sicherheit wie Vorsorge
Versicherungen tun ein übriges dazu

Der Tod geht uns nichts an ist nur teuer
Wie alles was einen Preis hat wird er
Gehandelt um ihn geschachert noch

Weiß nicht ob es besser wäre ihn mehr
Auszublenden außer den Hyänen die
Die Leichenteile beruflich verwerten

Der Tod gehört nicht zum Leben aber
Die Geschäfte mit ihm blühen lebendig
Gehen so manche doch etwas an

Die noch Vermischung mit Aberglaube
Angst und ähnlichem Unsinn macht ihn
Zum irgendwie mystischen Tabu

Unser Tod geht uns logisch nichts an
Weil wir danach nicht mehr sind
Der vieler anderer leider doch

So müssen wir die Reste der dann
Nur noch beweglichen Sache entsorgen
Denn mehr bleibt von keinem übrig

Auch die Erinnerung an Tote nimmt
Im Leben vieler eine hohe Präsenz ein
Auch wenn fern aller Realität

Der Teilchenfund könnte uns nun dazu
Bringen über den Umgang mit dem Tod
Etwas vernünftiger nachzudenken

Wo nichts mehr lebt ist nichts mehr
Darum dürfen die Reste verwertet werden
Das es gut so ist bestreiten nur Spinner

Dennoch reden sonst vernünftige Menschen
In solchen Momenten plötzlich von der Seele
Wie anderem Hokuspokus ohne Grundlage

Die Illusion der Unsterblichkeit lässt viele
Glauben der Tod sei nicht so schrecklich
Es ginge danach einfach weiter

Dabei ist der Tod so befreiend weil
Alles endet und nichts weitergeht
Wir einfach nicht mehr sind

Es braucht tot keine Illusionen mehr
Keiner muss wem etwas vormachen nie
Mehr scheinen als sein weil nicht mehr

Warum sich so viele den Phantasien
Der Kirchen unterwarfen gerade
Wo es um den Tod geht bleibt unklar

Es wird so oft mehr mit Macht noch
Zusammenhängen als mit Vernunft
Vernünftiger wäre es anders

Es ist kein Trost etwas zu erwarten
Was im Nichts nicht existiert sich nur
Aus der Angst vor diesem nährt

Weniger Angst vor dem Nichts erleichtert
Den Umgang mit ihm wie den Folgen
Denn von nichts kommt nichts

Über das Nichts aus dem nichts wird
Von dem logisch nichts je kommt
Empfiehlt sich Lukrez zu lesen

Der anders als Bibel und andere
Märchenbücher logisch begründet
Warum uns nichts nicht sorgen muss

Die Toten die uns mit dem Teilchenfund
Just wieder beschäftigen gehen uns
Nichts an und Anteilnahme ist Heuchelei

Mehr die Gier nach dem Grauen
Die Lust an der Trauer der anderen
Lässt Menschen darauf neugierig sein

So zeigt sich in der Anteilnahme die der
Christliche Aberglaube gern hochhält
Mehr schlechte Gewohnheit als Ethik

Vielleicht darum verbreitete er sich
So rasch einst weil er Unarten plötzlich
Sittlich kultivierte und Folter anbetete

Es ist mir egal was mit MH370 ist
Keiner wird überlebt haben noch
Warum kümmern wir uns um Strandgut

Wer Angst hat selbst Opfer zu werden
Sollte kein Flugzeug besteigen was
Ohnehin nachhaltig besser wäre

Der Teilchenfund könnte uns besser
Daran erinnern wie wenig bleibt
Um mehr zu genießen was ist
© jens tuengerthal 30.6.15

Mittwoch, 29. Juli 2015

Sexgesundheitsglück

Sex macht glücklich und gesund
So viel wussten wir schon vorher
Nun belegt eine Studie das Gegenteil

Was die Sexmuffel tröstet ist wieder
Eine durch die Medien gejagte Neuigkeit
Das Sommerloch mit Lust zu füllen

Nach den Auswirkungen der Länge
Die statistisch keine wäre nun auch
Die Quantität als Indiz der Qualität

Seltsamerweise belegte eine Studie
Jedoch gerade das Paare mit weniger
Sex oft glücklicher seien als erwartet

Dabei gestanden die Forscher jedoch
Viele Faktoren aus Mangel an Geld
Nicht berücksichtigt zu haben

Sie betonten sogar im Gegenteil
Die förderlichen Auswirkungen von
Regelmäßigem Sex in einer Beziehung

Sollte was gesund und richtig ist
Wofür zunächst alle Erfahrung spricht
Am Ende doch emotional egal sein

Welche Auswirkung die noch nicht als Sex
Definierte Zärtlichkeit dabei hat blieb dabei
So wenig berücksichtig wie die Qualität

Viel schlechter unbefriedigender Sex
Macht sicher nicht glücklicher im Gegenteil
Er frustriert beide Beteiligten permanent

Wichtig für eine Bewertung dieser Studie
Wäre also wie die Paare ihren Sex selbst
Erlebten auch wenn er häufig war

Guter harmonischer Sex der beide
Befriedigt und glücklich macht wäre
Fraglos gut für jede Beziehung

Langweiliger Sex der sich dabei nicht
Begegnet sondern fremd bleibt ist
Eine permanente Frustration

Ohne Befriedigung oder wenn diese
Nur für sich erlebt wird bleibt eine
Form entbehrlicher Gymnastik

Darum sind Paare die viel anderes tun
Vermutlich oft glücklicher als diejenigen
Die sich fremd geblieben am Sex versuchen

Die Studie ist also keinesweg überraschend
Sondern zeigt vermutlich weniger was sie
Erforschen sollte als wieviele nicht passen

Wer regelmäig schönen Sex mit einem
Partner hat mit dem sexuelle Harmonie
Besteht wird immer glücklicher sein

Dabei können sowohl diejenigen
Miteinander glücklich sein die nur
Zusammen onanieren wenn sie es sind

Wie die anderen die zusammen erst
Höchste Befriedigung finden nur werden
Die dabei verschiedenen nie glücklich

Sex ist wie sich in dieser nur zum Sex
Wertlosen Statistik nicht das einzige
Auch nie das wichtigste in einer Liebe

Aber unharmonischer Sex ist stets
Das sicherste Mitte eine Beziehung
Auf Dauer scheitern zu lassen

Vielleicht aber wären viele glücklicher
Machten sie sich klar es kommt nie
Auf den Sex an wenn es passt

Darum sagt die Quantität nie etwas
Über die Qualität einer Beziehung die
Aus vielen Gründen scheitern kann

Die Statistik und ihre Untersuchung
War also von vornherein falsch
Glück richtet sich nie nach Menge

Guter befriedigender Sex gemeinsam
Kann häufig oder seltener sein
Was zählt ist dabei das Ergebnis

Wo es harmoniert und passt wird
Es so häufig wie möglich sein und
Fraglos beide glücklicher machen

Dagegen wird auch häufiger Sex
Wo er nur bemüht bleibt keinen
Der Beteiligten glücklich machen

Es kommt logisch für das Glück
Einer Beziehung also auch ohne jede
Statistik nur auf die Harmonie an

Wer sie hat sollte sie einfach genießen
Mehr an Glück gibt es nie im Leben
Wem sie fehlt lieber weiter suchen

Eine Untersuchung die irgend sinnvoll
Die Wirkung des Sex untersuchen will
Müsste dessen Qualität messen

Welcher Faktor dafür wissenschaftlich
Geeignet sein soll als das je Empfinden
Ist nicht ersichtlich bis jetzt

Deutlich aber wurde es kommt niemals
Auf die reine Quantität an sondern allein
Die Qualität zur Befriedigung zählt

Nicht berücksichtigt wurde für die These
Inwieweit die rein emotionale Komponente
Sich auf das eine oder andere auswirkt

Liebe oder was wir dann dafür halten
Lässt uns vieles viel zu lange aushalten
Was unser Glück nicht mehr mehrt

Leidenschaft schlägt dabei oft noch
Seltsame Wege ein bei der auch ein
Unglück das Glück am Ende mehrt

Noch mehr zum Glück kann auch
Die Verzögerung als Steigerung
Der Leidenschaft beitragen

Warum die Aussage zu Quantität
Des Sex und Menge des je Glück
Absurd und untauglich bleibt

Sex ist immer gesund und tut gut
Wo er harmonisch und gemeinsam
Er ist entbehrlich wo nicht

Darum kümmerten sich Paare lieber
Um die Harmonie ihrer Beziehung
Um sie als Ganzes zu genießen

Wer das tut wird sicher glücklicher
Als wer unharmonischen Sex nur
Häufig erträgt der Beziehung wegen

Was uns gut tut tun wir von alleine
Möglichst häufig und ausgiebig
Quantität ergibt sich aus Qualität

Wo es anders ist steigert Menge
Nie die Qualität sondern einzig die
Unzufriedenheit miteinander bis es endet

Wer genießen kann genieße darum
Ohne über Quantität nachzudenken
Die sich von alleine ergibt

Es wird keinen vernünftigen Menschen
Nun erstaunen dass diese Untersuchung
Natürlich aus den USA stammt
© jens tuengerthal 29.7.15

Platiniplatitüden

Platini kandidiert für Blatters Posten
Keine revolutionäre Neuigkeit bloß
Ein Stück Kontinuität von Innnen

Er ist lange genug im Verband
Wurde als Spezi Blatters groß
Als das Neues zu erwarten wäre

Was sollte sich auch ändern wenn
So bequem so viel Geld verdient wird
Es bleibt europäisch nur etwas jünger

Noch ist der inzwischen Gegner nicht
Gewählt unklar nur wer sich dagegen
Stellen könnte und wofür

Ein anderes Gesicht und immerhin
Doch ein ehemaliger Fußballer
Der gegen Blatter aufstand

Ansonsten wird jetzt viel geredet
Dann geht es weiter wie gehabt
Fraglich ob er Blatter verfolgt

Vermutlich wird sich Platini dann
In den üblichen Platitüden ergehen
Nachforschungen laut ankündigen

Sobald diese ihm nahe kommen
Wird er mit großer Sicherheit
Die Sache für erledigt erklären

Fraglich wer ein Interesse daran hat
Im Fußballverband aufzuräumen
Solange es ruhig bleibt ändert sich nichts
© jens tuengerthal 29.7.15

Selbstzweck

Mullah Omar ist schon lange tot
Trotzdem wurde er weiter gejagt
Oft tot gemeldet lebte er weiter

Nun aber sei er schon zwei bis drei
Jahre tot es hatte nur keiner was
Gesagt weil keiner was weiß

Weiß wer wirklich lebt in den Bergen
Afghanistans oder zufällig starb den
Drohnen der guten Menschen geopfert

Der Mullah der ein einfacher Mann war
Fuhr einst mit dem Motorrad los um
Für Gerechtigkeit dort zu sorgen

Ob Kohlhaas oder Robin Hood wenige nur
Überleben gut sein wollen zwischen dern
Warlords dort seit über 30 Jahren Krieg

So lebte auch der tote Mullah weiter
Bot einigen Drohnen ein Ziel auch noch tot
Rechtfertigte Kolateralschäden im Umfeld

Der Mullah war auch tot noch ein
Selbstzweck denn Krieg braucht Gründe
Genügt sich selbst in steter Grausamkeit

Wem es nun nutzte zu gestehen er ist
Doch nicht mehr wird sich schon zeigen
Am Ende sucht noch jemand Frieden
© jens tuengerthal 29.7.15

Größenverhältnisse

In welchem Verhältnis Liebende und
Ihre Organe zueinander stehen sollten
Beschäftigt die Medien just intensivst

Dahingestellt ob dies dem Sommerloch
Oder der neuesten Studie geschuldet
Wird bisher nur von seiner Größe berichtet

Wie irrelevant diese für Frau sei und was
Sie im Begehren reizvoll findet wurde
Nun genaustens untersucht fraglich wozu

Zumindest wurde damit Männern mit eben
Kleinem Penis geholfen der als genauso
Reizvoll bewertet wurde wie der Große

Doch ist all dies völlig irrelevant sagt nun
Alle Erfahrung mir weil es sehr wohl auch
Auf die Größe ankommt sie muss nur passen

Während manche Frau wenig vaginal empfindet
Liegt für die andere gerade innen Erfüllung
Rubbelt manche ein Leben lang außen

Welche Wege wo zum Ziel geteilten Glück
Miteinander führen und wie diese geteilt
Begangen werden ist entscheidend

So gibt es zahlreiche Männer und Frauen
Die nie miteinander Sex haben nur nebeneinander
Weil sie geteilte Erfüllung nicht kennen

Der Moment in dem Vagina oder Anus
Der Frau im Höhepunkt den Schwanz
Des Mannes festet umschließt ist es

Für manche bleiben es böhmische Dörfer
Wie die Erfahrung zeigt was Sex wiederum
Dem Genießer erst wirklich ist weil geteilt

So wird auch die Beurteilung des Gliedes
Des Mannes je nach Neigung eine völlig
Unterschiedliche dabei sein in der Lust

Wer die Lust nur als separaten Prozess
Kennt bei dem sich zwei befriedigen
Für den ist was innen geschieht egal

Gehört dazu ist nett vielleicht aber auch
Manchmal schnell etwas viel warum die
Ausmaße danach beurteilt werden

Es soll Männer geben die beim Sex
Mit Frauen nicht unterscheiden danach
Was sie empfindet sondern nur ficken

Andere dagegen wie der Autor hier
Empfinden nur Lust wo sie geteilt
Halten bloßes ficken für unbefriedigend

Aus der Erfahrung und jenseits aller Statistik
Ist sicher die Größe des Schwanzes hängt
Am Grade der geteilten Lust

Wo er onanierend für sich bleibt und sie
Nicht wirklich spürt verkümmert er eher
Während geteilte Lust riesig macht

Die Größenverhältnisse der Schwänze sind
Also für das Glück so völlig irrelevant wie
Die Größe der Brüste oder die Form der Lippen

Was einzig zählt ist die Fähigkeit Leidenschaft
Nach einer Art miteinander zu teilen wie es
Eben gefällt eher innen oder außen

Lange dachte ich der mich erfüllende Weg
Des gemeinsamen inneren Kommens sei doch
Der einzig wahre müsste alle erfüllen

Die Zeit lehrt dem ist nicht so es gibt eben
So verschiedene Wege zur Lust wie Menschen
Manche passen andere weniger zusammen

Wer in der Neigung nicht passt sollte
Sich die Suche nach Erfüllung sparen
Darauf kommt es entscheidend an

Ob das Zusammenkommen nun doch die
Königsdisziplin des Sex ist oder nur eine
Variante von vielen mag dahinstehen

Alle streben nach Glück und Befriedigung
Es kommt dabei nicht auf irgendeine Größe
Bei ihm oder ihr an sondern die Passung

Wo sich innere und äußere Anziehung dann
Zu harmonischem Sex finden im Ziel
Sollten wir es selig genießen

Wo dies fehlt lohnt das Aufstehen nicht
Wird nie Erfüllung sich miteinander finden
Können wir es besser selber machen

Es gibt nicht das Rezept zum Glück
Nicht den Sex der alle glücklich macht
Auch mein Schwanz beglückt nicht jede

Während die eine seine Größe und Pracht
Ängstlich bestaunte war er für andere eher
Naja nichts besonderes zumindest

Was mich lange umtrieb und nach einem
Irgend objektiven Urteil suchen ließ ist nun
Aus der Natur heraus erledigt

Der Schwanz zumindest meiner ist nur so
Prächtig wie er Lust verspürt wie auch
Der Schoss entsprechend feucht dann

Die Lust ist manchen schlicht nur das
Irgendwie ineinander stecken mit der
Halbwegs rhytmischen Bewegung dabei

Zugegeben langweilt das bloße Turnen
Mich nach den ersten malen so sehr
Dass mein Schwanz kaum dafür aufsteht

Die Lust dagegen eine Frau in ihrer Lust
Zu spüren erregt micht schon in Gedanken
So sehr dass er über die Verhältnisse steht

So haben die Geliebten denen er nichts irgend
Besonderes war fraglos recht sowenig wie sie
Wirkliche Lust und Erfüllung je wurden

Anders ist es bei den geteilten Höhepunkten
Bei dem sich verschlingen das manchen völlig
Irrelevant im Ergebnis scheint dagegen

Manchmal verwirrt das Gefühl oder was wir
Dafür halten noch zusätzlich diese Betrachtung
So glauben wir gern auch gegen Natur zu lieben

Vielleicht lieben wir dann auch irgendwie aber
Für eine sexuelle Beziehung die als Erfüllung
Des emotionalen Chaos dient taug sie nichts

So habe ich nach all den Lieben und Geliebten
Begriffen jede Statistik ist müßig hierbei
Es kommt nicht auf die Länge an sondern umgekehrt

Die Länge richtet sich wie die Standfestigkeit
Nach der Natur der Lust und wir sollten wohl
Mehr auf unsere Natur hören als wollen

Sicher kann im Chaos der Gefühle des einen
Oder der anderen Lust und Mitte auch mal
Den Dienst verweigern ausnahmsweise

Fraglich ist eher ob dies natürlich ist oder
Gerade nicht dann ist alles übrige entbehrlich
Genießen können wir nur unserer Natur gemäß

So kommen mir Frauen die nicht kommen eher
Wie schauspielernde Huren dabei vor unecht
Immer irgendwie und machen mich impotent

Während umgekehrt deren Erregung durch den
Sichtbaren Mangel meiner Lust begrenzt ist
Können wir uns das Spiel lieber sparen

Guter Sex passt zusammen und fühlt sich
Dann eben so an dabei kommt es nie
Auf Größe Gewicht oder Umfang an

Die Größe wächst am je Grad der Lust
Aufeinander beieinander und miteinander
Ob Glied Klitoris oder Lippen sichtbar

Trauen wir diesem Gefühl lieber ruhig
Wenn es so ist und die Lust wächst
Wird der Rest das Aufstehen wert sein

Was nicht harmoniert im Bett sollte sich
Nicht mit Gefühl über eine Beziehung
Täuschen die es real nicht gibt

Fraglich ob Offenheit im Bekenntnis dabei
Hilft einfach miteinander zu genießen
Auf was es uns wirklich ankommt

Für Frauen wie für Männer gilt es kommt
Darauf an ob es zueinander passt sowohl
Im Körper wie im Geist um zu genießen

Weiß nicht ob es nun wählerisch ist wenn
Mehr der Erregung nicht wert genannt
Lohnend ist die Beschränkung sicher

Es kommt dafür ob es passt nicht darauf an
Wie groß eng weit oder klein wer ist sondern
Das Zusammenspiel von Gefühl und Körper

Sich dessen bewusst zu sein bei der Wahl
Lässt manche Irrwege entbehrlich scheinen
Relativiert viele scheinbare Enttäuschungen

Weiß nicht ob wir in der Liebe wirklich noch
Eine Wahl haben aber zumindest haben wir
So die besten Bedingungen dafür gelegt
© jens tuengerthal 29.7.15

Dienstag, 28. Juli 2015

Waffenintelligenz

Es werden immer mehr sogenannte
Intelligente Waffen eingesetzt dabei
Könnte schon das Wort Unsinn sein

Eine Waffe dient dazu zu vernichten
Zu töten zu besiegen ob dies nicht
Gerade dumm ist bleibt fraglich

Vielleicht lösten sich viele Probleme
Mit Waffen wenn wir diese Frage
Vorab klug beantworteten

Statt aber uns dies kritisch zu fragen
Rüsten wir auch im Bereich Militär auf
Mit der Geschwindigkeit neuer Telefone

So werden Waffensysteme automatisiert
Was den Vorteil hat keine eigenen Soldaten
Im Einsatz direkt gefährden zu müssen

Da meist beide Seiten irgendwie ähnlich
Gut ausgerüstet sind mit dem was eben
Auf dem Markt erhältlich ist hebt es sich auf

Fern von allen Schlachtfeldern töten dann eben
Gelenkte Waffen automatisiert in Gefechtszentralen
Ob dies moralischer ist als menschlich ist egal

Der Tote ist nicht mehr egal ob ihn eine Kugel tötete
Die ein Computer avisierte oder ein Mensch schoss
Die Entmenschlichung unmenschlicher Kriege ist gut

Fraglich nur ob wir wirklich die Folgen der
Intelligenz in Waffensystemen übersehen
Wer über Computer lenkt hängt an diesen

Wer einen fahrenden Jeep hacken kann
Wird auch mit ein wenig Übung gegen alle
Sicherheitsversuche Waffensysteme hacken

Damit werden Kriege künftig nicht mehr die
Gewinnen welche die besten Waffen bauen
Die teuersten System für sich einsetzen

Sieger werden die sein die über die Rechner
Herrschen die diese Maschinen programmieren
Wer das Netz erobert hat die Welt wohl

Egal wie zerstörerisch einmalig das teuerste
System der Vernichtungswaffen zur Abschreckung
Auch war es ist wirkungslos ohne Netzwerk dahinter

Kriege werden künftig hinter Bildschirmen gewonnen
Mit relativ minimalen Aufwand an Waffen noch
Die Intelligenz der Waffen kehrt sich gegen sie

Spannend ist daher die dauerhafte Perspektive
Noch wird gerüstet und Panzer wie Raketen
Ausgebaut vorgeblich zur Abschreckung

Langfristig sind diese nur für den erfolgreich
Der die Drohnen steuert über das Netz wo
Eine solche Verbindung ist bleibt sie hackbar

Die Intelligenz der Waffen schützt Menschen
Und gefährdet sie viel mehr als je durch alle
Die sich in Systeme erfolgreich hacken

Kontrolle haben wir über Dinge nur solange
Wir die sie steuernden Rechner kontrollieren
Was immer wieder relativ sein wird

Das schöne daran ist es macht die einst
Aus Gründen der vorgeblich Abschreckung
Nötigen Massenvernichtungswaffen unnötig

Im Gegenteil gefährlich scheinen sich die
Waffen mit größter Durchschlagkraft eher
Gegen ihre Verwender dann zu kehren

Wer Neutronenbomben in seinen Depots hat
Muss damit rechnen falls einer in seine Netze
Einbricht dass diese sich gegen ihn richten

Die zufällig richtige Kombination von Codes
Nichts als Zeichenkobinationen also entscheidet
Künftig über das Kommando im Krieg

Ob wir darum wieder zu Faustkeil und Keule
Zurückkehren um unangreifbar zu sein scheint
Weniger unsinnig als es noch vor Jahren klang

Jede Positionsmeldung zur Orientierung kann
Wo abgefangen zur tödlichen Falle werden mit
Deutscher Technik wurden so Taliban gejagt

Unmengen von Daten werden zur Sicherheit
Wie zur Bequemlichkeit in Clouds gespeichert
Wer über den Wolken steht hat alles also

Es ist müßig zu überlegen wie es anders wäre
Wenn einer die Technik verwendet müssen alle
Sie um noch irgend mitzuhalten künftig nutzen

Damit bläst Technik sich zwar noch auf als
Entschiede sie die sogenannte Verteidigung
Schlachten finden an Rechnern nur statt

Damit könnten wir uns nun zufrieden geben
Denken gut wenn wir die besseren Techniker
Haben dann beherrschen wir die Welt

Leider ist alle Technik nur so vollkommen
Wie es ihre Baumeister immer sind
Die Intelligenz der Waffen ist anfällig

So dumm es ist Waffen zu verwenden
Um Probleme zu lösen wo wir es doch
Längst besser wissen schon

So naiv ist es zu glauben Technik werde
Einfach funktionieren wie programmiert
Nur weil es so logisch erscheint

Waffen sind nicht intelligent sie sind nur
Funktional programmiert und nie klüger als
Ihre Programmierer sonst gäbe es sie nicht
© jens tuengerthal 28.7.15

Montag, 27. Juli 2015

Weibermacht

Weibermacht bezeichnet ein Motiv
Aus der Kunst- und Kulturgeschichte
Beschreibt den Triumph der Frau
 
Es ist der Triumph der erotischen Macht
Wie der Liebe die auch weise Männer
Die Selbstbeherrschung verlieren lässt

Berühmte Beispiele der Geschichte
Als Paare die solche schrieben gibt es
Zur Genüge die hier erwähnt seien

Aristoteles und Phyllis
Samson und Delilah
Judith und Holofernes
Vergil im Korb
Adam und Eva
David und Bathseba
Lot und seine Töchter
Jael und Sisera
Isebel und Ahab
Herkules und Omphale
Herodes, Herodias und Salome

Biblisch und oft von Aberglauben also
Geprägt scheint die Geschichte die
Doch in der Kunst so schönes zeugte

Der Mann als Opfer weiblicher Lust
Ihrer Tücke vom Gefühl gefesselt
Gegen alle reale Macht unterworfen

Es ist ein Spiel mit den realen Verhältnissen
Karikiert diese und übertreibt dabei gern
Doch was ist davon Wirklichkeit noch

Gender wurde zum wichtigen Thema
Der Kampf gegen Diskriminierung Pflicht
Doch hat sich je was geändert im Verhältnis

Die Regeln der Minne die damit karikiert
Auch von Hans Sachs etwa waren so
Das der singende Ritter um Liebe warb

Offiziell nur keusche Muse spricht alle
Erfahrung dafür dass wo sich Gefühl
Wirklich regte auch Lust Wege fand

Wie ist die Machtverteilung in der Lust
Opfert sich einer oder ist Ziel wohl eher
Der geteilte Genuß mit viel Gefühl

Ist noch frei wer sein Gefühl an eine
Andere hängt sie wirklich liebt
Oder nur wenn es gegenseitig ist

Eine Verkehrung der Macht in der
Hingabe voller Gefühl ist oft erfahren
Keineswegs ungewöhnlich

Erstaunlich noch immer wie sich die
Regeln des alten Spiels der Geschlechter
Auch in Jahrtausenden nie änderten

Die Liebenden werden immer wieder
Opfer der Kühlen die sie um so mehr
Reizen desto ferner sie scheinen

Welche Rolle wer dabei inne hat
Hängt nicht am Geschlecht allein
Mehr daran wie stark wer liebt

Erstaunlich ist aber oftmals wie sehr
Frauen den Prozess beherrschen
Mit ihrer Macht noch spielen

Viele leugnen dies bewusst zu tun
Folgen angeblich ihrem Bauch bei
Der erstaunlich vernünftigen Wahl

Die Leidenschaft kann fraglos beide
Packen und was wäre je schöner als
Sich ihr voller Lust auch hinzugeben

Häufiger jedoch steuert eine Seite
Auch diesen Prozess noch relativ
Bewusst in ihrem Sinne

Erstaunlich machtlos sind dann
Liebende Männer in ihrem Trieb
Beschwören Dinge die sie bereuen

Diese Eide aus Trieb und Liebe aber
Sind heute die Grundlage der meisten
Ehen und Eltern vieler Kinder

Sich über deren noch Haltbarkeit nun
Auszulassen wäre ungenau sind doch
Die Gründe des Scheiterns meist vielfach

In der Liebe machtlos zu sein ist gut
Solange sie geteilt und gegenseitig ist
Wird zum Ungleichgewicht wo ungeteilt

Erstaunlich oft liefern sich Liebende
Der Macht des anderen aus auch wenn
Sie besser wissen könnten was folgt

Doch gegen alle Erfahrung überwiegt
Der Traum von der großen Liebe noch
Immer lange die Vernunft im Unglück

So könnte was einst Weibermacht hieß
Heute wohl Liebesmacht heißen der
Noch immer die Liebenden zum Opfer fallen

Wer dem Gefühl traut und folgt lebt
Gefährlicher alls jene im Mißtrauen
Nur sollten wir darum vernünftiger sein

Ist nicht die Hoffnung dem Zauber einst
Glücklich miteinander zu erliegen noch
Der Antrieb zum schönsten im Leben

Die Antwort auf diese Frage ist wohl
So unterschiedlich wie die Menschen
Die sie sich stellen noch immer

Wo die einen selig lieben voll Gefühl
Fühlen sich andere lieber auf der
Sicheren Eben wohl miteinander

Am besten paarten sich nur die
Diesbezüglich Gleichgesinnten
Um miteinander glücklich zu sein

Wie oft dies doch misslingt wissen
Wohl beide Seite auch wenn dabei
Die Liebenden mehr leiden ist es so

Versuch macht selten in der Liebe klug
Doch was verlören wir wagten wir nicht
Gemeinsam zu genießen was geträumt

Weiß selten was die Kühlen empfinden
Bin rational nur in der Betrachtung doch
Liebend immer wieder leidend

Was weiß ich schon von der Liebe wohl
Wie wenig von Frauenherzen am Ende
Nicht mal wie ich meines für mich behalte

Opfer der Weibermacht immer wieder also
Wollte ich nie klagen um des Glücks wegen
Der doch am Ende zumindest dichten lässt
© jens tuengerthal 27.7.15






Kriegspropheten

Es gehört nicht viel Wahrsagekunst dazu
Vorhergesagt zu haben die Türken würden
Wieder nur die Kurden real angreifen

Dagegen wurde IS nur proforma am Rande
Ein wenig bombadiert während es nun längst
Gegen kurdische Dörfer geht vorgeblich die PKK

Solange die NATO Partner dies nur höflich
Ein wenig kritisieren ändert sich nichts
Erdogan braucht klare Grenzen

Wer die effektivsten Gegner des IS bombadiert
Ist unser Gegner und gehört aus dem Verband
Hinausgeworfen was ohnehin besser wäre

Keiner braucht die Türkei mehr die nichts als
Ärger und Gefahren an ihren Grenzen bringt
Als Partner im Bündnis am südlichen Rand

Fraglich aber ob es die Kurden rettet oder
Etwas ändert nun die Konfrontation zu suchen
Mit dem impotenten Sultan am Bosporus

Dieser latent frauenfeindliche Islamist ist ein
Schwieriger Partner einerseits eine wichtige
Brücke zum Frieden aber womöglich

Wer die Region befrieden und einen will
Braucht die Türkei und den Gedanken des
Osmanischen Reiches in Erinnnerung

Fraglich warum der Sultan solchen
Offensichtlichen Unsinn nun macht der
Klar zu einem doppelten Krieg führt

Diese Angriffe stärken IS mehr als je
Türkische Bomben sie schädigten
Was ihre Absicht deutlich macht

Die Kurden waren kriegerisch erfolgreich
Drohten endlich Nation zu werden
In ihrem aufgespaltennen Reich

Diese Gefahr schien dem Fundamentalisten
Erdogan größer als die vom Partner IS
Sind doch Atheisten unter den Kurden

Wer den Aberglauben bezweifelt
Auf dem ein Erdogan viele seiner
Dummheiten aufbaut ist gefährlich

Es wird dort kaum einen Frieden ohne
Die Türken geben fraglich ob mit oder
Ein Erdogan genau das nicht will

Ob da ein autoritärer Präsident seine
Parlamentarisch bröckelnde Macht
Im Krieg nach außen innen festigen will

Die NATO ist auf Seiten der Kurden
Mit den USA in die Kämpfe verwickelt
Muss zugleich die türkische Grenze sichern

Wenn die Kurden sich nun verteidigen gegen
Türkische Angriffe kämpfen NATO Waffen
Auf beiden Seiten der Front

Die Türkei schadet dem Kampf der NATO
Indem sie ihre dort Verbündeten schädigt
Wieder Angst verbreiten will

Aber haben wir dort etwas zu suchen
Was tun wir als US Flurschaden aufräumen
Das schlechte Gewissen beruhigen

Es geht uns dieser Krieg nichts an
Lassen wir die Menschen dort sich
Die Schädel einschlagen wenn sie wollen

Sicher ist er durch das völlige Versagen
Der USA ausgelöst worden im Golfkrieg
Wie es eben miStrategen ohne Plan geht

Die NATO ist ebenso planlos in den Krieg
Gegen die Terroristen des IS gezogen
Kein Ziel und kein Plan für ein Ende

Zeit endlich einen Plan zu entwickeln
Der die Region als Ganzes sieht statt
Nur partielle Interessen kurzsichtig

Eine Lösung gibt es nur mit der Türkei
Die verglichen mit allen anderen Regimen
Dort noch relativ rechtsstaatlich ist

Fraglich nur ob wir als NATO dies dort
Sich abmurksen unterstützen wollen
Oder uns besser zurückziehen

Soll doch die Türkei ihren Hinterhof
Ganz für sich ordnen es geht uns nichts an
Besser die Welt hält sich heraus

Es wird viele Kurden hierher treiben
Fraglich ob dies mehr ist als jetzt
Aus unseren Kriegen dort fliehen

Der Krieg um Kurdistan und Syrien
Wird Erdogan auf Dauer binden
Der Sultan wird damit geschwächt

Die nötigen Waffenexporte stärken dann
Die Wirtschaft der europäischen Partner
Irgendwo muss das Geld ja verdient werden

Wer das für zynisch hält sollte sich lieber
Die bisherige Praxis anschauen und wohin
Sie die Welt geführt hat wieviele sie opferte

Es geht uns die Region nichts an
Halten wir uns aus allen Konflikten raus
Wenn wir nicht daran verdienen tun es andere

Die Türkei muss selbst eine eigene Strategie
Entwickeln die Region zu befrieden statt nur
Wieder beleidigt um sich zu schlagen wie just

Kriege werden durch Beteiligung und Bündnisse
Ausgeweitet und gefährlich denn nur einige
Islamistische Spinner wären kein Risiko

IS wurde zur regionalen Macht da
Vom Westen benutzt und aufgerüstet
Ganz vorne die Türkei soll es nun lösen

Dieser Krieg geht uns nichts an
Wir können den Opfern helfen
Eingreifen sollten wir uns sparen

Natürlich haben die Kurden auch Recht
Fraglich wer dies durchsetzen will und wie
Darum ist dort künftiger weniger mehr

Rückzug aus dem Krieg gegen den IS
Rückzug von der türkischen Grenze
Keine Beteiligung Kämpfen künftig

Das es geht uns nichts an mag nun
Wohl Opfer fordern erstmal aber
Verglichen mit dem bisher ist es harmlos

Lass sie dort auf ihre Art ihre Welt ordnen
Der IS hat das gleiche Recht wie die Saudis
Die einen sind Partner die andern Terroristen

Es gibt keine Lösung von außen irgendwo
Sie müssen sich einigen denn wenn wir dort
Eingreifen bräuchte es einen Plan bis zum Ende

Keiner hat einen Plan wie es ausgehen soll noch
Was aus der Region werden soll im Frieden
Nur viele wissen was sie nicht wollen

Halten wir uns da endlich raus es geht uns
Nichts an und erst wenn sie dort künftig
Strategien entwickeln könnten wir helfen

Bin kein Prophet und Krieg ist kein Spiel
Aber Frieden gibt es nur miteinander
Lassen wir sie ihn endlich sich suchen

Und die Türkei soll ihre Probleme alleine
Künftig lösen wie sie alles besser weiß
Ob als NATO Mitglied ist dabei egal

Verteidigen wird und will diese Türkei
Längst keiner mehr im Norden
Sie sollen sich alleine einigen

Eine Relativierung der Türkei als Partner
Würde Griechenlands Bedeutung deutlich
Heben was ökonomisch retten könnte

Keiner muss dabei sagen Europa endet
Notwendig am Bosporus und ob es nun
Istanbul oder Byzanz ist wird sich zeigen

Die Türkei wird den von ihr angestifteten
Konflikt nun lösen oder als Regionalmacht
Überflüssig und wie alte Reiche zerfallen

Es sollte auch dort in größeren Epochen
Gedacht werden statt in nur akuten Konflikten
Lösungen brauchen Zeit und finden sich vor Ort
© jens tuengerthal 27.7.15

Putschplanung

Viel Geschrei wird nun um einen bloß
Eventuell geplanten Putsch gemacht
Den die Linken in Griechenland planten

Es ging um die Übernahme der Banken
Wie die nötige Einführung der Drachme
Ohne zu große Gefahren für alle

Was bisher bekannt wurde ist das
Varoufakis die Situation mit Bedacht
Plante im Auftrag von Tsipras

Dies bereits vor der Machtergreifung
Der Linken in Athen im Januar also
Bevor sie jetzt dem Gelddruck folgten

Was sie planten war nicht unvernünftig
Wurde so wird gesagt von Varoufakist
Vor Investoren vorgestellt als Modell

Varoufakis wurde gegangen weil er
Sozial schwer vermittelbar sich mit
Seiner Spieltheorie verrechnet hatte

Der große geplante Hackerangriff
Fand nie statt aber besser sich auch
Für den Fall des Ausstiegs vorzubereiten

Varoufakis ergeht sich via Twitter wieder
In Spott über die eigenen Gerüchte ohne
Letztliche Gewissheit zu geben dabei

Es ist diese gewisse Unzuverlässigkeit
Die den Rest Europas immer mehr nervte
Jede Lösung immer schwerer machte

Deplante Putsch muss keine Panik mehr
Auslösen im Gegenteil gut so es auch
Noch bedacht zu haben zur Sicherheit

Will hoffen auch im Kanzleramt werden
Solche Eventualitäten mitbedacht
Nur für den Fall der Fälle

Wie unverantwortlich wäre auch
Eine Regierung die nicht plant
Was im Krisenfall zu tun wäre
© jens tuengerthal 27.6.15

Sonntag, 26. Juli 2015

Liebestrauma

Der Traum von Glück und Liebe ist
Riesig groß manchmal wird er zum
Trauma das uns liebend verfolgt

Wären wir glücklicher liebten wir
Weniger und behielten Gefühle
Mehr für uns weniger berührt zu sein

Oder ist Glück gerade die Offenheit
Für Berührung um sie zu genießen
Auch wenn es immer wieder verletzt

Gelassenheit im emotionalen befreit
Raubt aber viel Leidenschaft dabei
Ist sich berühren lassen die Kunst

Tief berührt von allen Lieben die
In den wirklich Liebenden weiterleben
Werden wir hilflose Opfer des Gefühls

Sich vor diesem Ansturm schützen können
Befreit im Alltag der unberührt dann
Schlicht genossen werden kann

Können die Fühlenden anders als die
Nur Kühlen das überhaupt entscheiden
Die Freiheit wählen die sie lieben

Ist wer leidenschaftlich liebt immer auch
Opfer der großen Gefühle und unfrei
Darin über seine Situation zu bestimmen

Das Ringen um diese Freiheit ist immer
Auch ein Kampf mit sich und den eigenen
Gefühlen die stärker scheinen als alles

Auch nüchterne Vernunft hilft dabei selten
Wenn der Traum vom Ankommen stärker
Ist als die befreite Welt schön wäre

Oder ist die Illusion der großen Liebe
Die miteinander selige Erfüllung findet
Nur eine Täschung auf der Suche

Dem Streben nach Glück ist in Summa
Selten die Liebe real förderlicher als die
Freiheit mit Gelassenheit zu leben

Nur ist auch diese Betrachtung wieder
Bloß rational und zählt nichts wenn
Du dein Herz schmerzvoll schlagen spürst

Vielleicht ist es die naive Dialektik von
Gefühl und Verstand die uns hindert
Beides gelassen zu genießen wie es ist

Gefühl und Träume verlieren sich eben
Mit der Zeit relativ schnell immer wieder
Vernunft und Verstand bleiben stets

Gemessen an der so Treue spräche mehr
Dafür nur vernünftig zu lieben um nicht
Unvernünftig leiden zu müssen

Warum fällt es so schwer gegen alle
Erfahrung der Menschheit für die nur
Glücksmomente vernünftig zu bleiben

Vielleicht ist es aber auch gerade
Die große Freiheit der Liebenden
Auch unvernünftig lieben zu können

Dann wäre was vernünftig als die
Sklaverei der Gefühle scheint eher
Ausdruck unserer Freiheit und gut so

Was weiß ich schon von der Liebe
Wie wenig verstehe ich die Vernunft
Welch Glück ist es zu Lieben dennoch

An die Grenzen der Erkenntnis so nun
Gestoßen kapituliere ich vielleicht gibt
Sich fragen Gelassenheit zu genießen
© jens tuengerthal 26.7.15

Toleranzrealität

Toleranz ist leider immer noch keine
Normalität im Land im Gegenteil
Wie sich gerade in Berlin zeigte

Wir es in Sachsen gar nicht mehr
Erwarten und in der Provinz sich
Immer wieder schrecklich beweist

Die Brandstifter sitzen in den Köpfen
Derer die meinen ihr Weltbild mit Gewalt
Durchsetzen zu können oder Feuer

In Prenzlauer Berg wurde ein schwules Paar
Von Fußballfans verprügelt weil sie nur
Hand in Hand herum liefen was normal ist

In Dresden mit Gewalt gegen Zeltlager
Für Flüchtlinge demonstriert wie in Freital
Vielerorts brannte es schon wieder

Der Geist der Intoleranz geht um
Er ist der schlimmste Feind der Demokratie
Wächst in Pegida wie auch der CSU

Dies sind die Terroristen der Freiheit
Kein Verständnis für Intoleranz hier
Muss der Rechtsstaat sich verteidigen

Nie gefährdeten Islamisten oder die RAF
Den Rechtsstaat so sehr wie Intoleranz
Wer sie sät oder toleriert ist ein Feind

Erst wenn unser Staat sich so verteidigt
Wie es dem Angriff der Dummheit gebührt
Kann er seine Werte glaubwürdig verteidigen

Keine Toleranz der Intoleranz
Kein Verständnis für Gewalt
Gnadenlose Härte gegen diese Terroristen

Auch wenn die Täter hinter den Tätern
Strafrechtlich selten belangbar sind
Sollten sie ebenso verfolgt werden

Die Demokratie und der Rechtsstaat
Werden durch Intoleranz und Dummheit
Gefährdet es ist Zeit sie zu verteidigen
© jens tuengerthal 26.7.15

Liebeszeit

Liebe braucht Zeit
Auch irgendwie Gefühl
Aber das ist ja fast das gleiche

Geben wir ihr Zeit kommt sie
Eher von allein als gedrängt
Um zu entdecken was ist

Schon wissen was kommt
Kann dabei gefährlicher sein
Als ahnungslos abzuwarten was ist

Wer immer weiß hat es schwerer
Als die welche noch suchen
Muss sich wissend entdecken lassen

Da das Spiel der Liebe aber eben
Zu zweit erst schön wird ist nur
Wichtig sich Zeit zu lassen

Wer gelassen genug abwartet
Wird dem gleich gestellt der nichts
Weiß was ungerecht scheint

Vielleicht hat die Natur dies genau so
Eingerichtet um der Liebe die Freiheit
Zu schenken die sie braucht um zu bleiben

Sich im Nichtstun üben um der Liebe mehr
Raum zu geben ist vielleicht die größte
Übung manchen Wissenden doch lohnt sie

Wo wir die Liebe fliegen lassen kann sie landen
Wo wir sie binden wollen  bleibt sie am Boden
Was bleibt sind nur gefesselte Beziehungen

Die Liebe findet ihre Zeit von alleine
Wenn sie ist wenn nicht ist es egal
Bis dahin genießen macht gelassen
© jens tuengerthal 26.7.15

Samstag, 25. Juli 2015

Kriegslogik

Der Krieg folgt einer immer tödlichen Logik
Manchmal geht es um Land meist um Macht
Mehr noch um gekränkte Eitelkeit

Die Türkei hat lange gezögert in den Krieg
Gegen IS einzugreifen und lieber untertstützt
Oder zumindest still geduldet als Kurdenfeind

Die Kurden sind und bleiben die ersten Feinde
Angriffe gegen IS und die Besetzung Syriens
In sogenannten befreiten Teilen tarnen nur

Die Türkei kämpft gegen die Kurden und leider
Ist die PKK dumm genug dies Spiel mitzuspielen
Reagiert auf erste Angriffe mit Ende des Friedens

Es ist egal wer wirklich zuerst angriff und wen rächte
Es ist egal ob die PKK eine Terrororganisation ist
Es ist egal ob im Krieg beide beschießen nichts bringt

Nicht egal sollte sein dass im Krieg Menschen sterben
Die Türkei auf ein Attentat gegen linke Jugendliche
Mit massenhafter Verhaftung von Linken reagiert

Proforma wurden auch einige Islamisten inhaftiert
Die als Gruppe unstreitig das Attentat begingen
Während in Mehrheit die Opfer verhaftet wurden

Der Angriff der IS ist ein guter Grund für Erdogan
Sich auf die PKK im Norden zu stürzen die ihm
Schon lange ein Dorn im Auge ist

Die Türkei wird nun die syrischen und irakischen
Teile Kurdistans zur Sicherheit besetzen um sie
Langfristig zu integrieren in das Sultanat

Dagegen etwas zu unternehmen wird schwer
Fraglich wer ein Interesse daran hätte
Wohin der Kampf führen soll wer wen verteidigt

Es gibt keine einfache Antwort für Kurdistan
Selbstbestimmung wäre einzig logisch
Fremdbestimmung erzeugt Konflikte

Wenn Erdogan klug wäre und nicht nur
Gläubiger Fanatiker mit Ansichten eines
Wüstenaberglaubens wäre es einfach

Den Kurden erstmals einen Staat gewähren
In dem Autonomie in der Sprache herrscht
Der sich nur militärisch einbindet wäre es

Die Türkei könnte Kurdistan ökonomisch binden
Verdiente daran auf Dauer gut machte es zu einer
Provinz mit Sonderrechten in Kultur und Leben

Der Krieg um Kurdistan in dem die Türken nun
Beide Kriegsparteien beschießen um sich als
Dritter Sieger zu präsentieren eröffnet dies

Fraglich nur ob die Beteiligten noch aus der
Kriegslogik herausfinden oder sich weiter
Wie pubertäre Knaben lieber beschießen

Krieg hat keinen Sinn nur eine Logik mit Ziel
Wer nüchtern bleibt kann militärisch auch
Hohe Ziele erreichen zum Preis von Leben

Die Türkei kämpft nun keinen 2-Fronten-Krieg
Gegen beide Kriegsparteien in Kurdistan
So dumm ist nicht mal der Gläubige Erdogan

Sie kämpft gegen die PKK und bewaffnete
Kurden die nicht ihren Weg gehen wollen
Die Bomben gegen IS sind eher Show

Die Türkei will den Wechsel in Damaskus
Dafür finanzierte sie den Krieg der IS
Bis diese zu stark wurden als nur Mittel

Eine Ordnung im Nahen Osten soll es nur
Mit der Türkei geben nie gegen sie nie ohne
Eigentlich möchte sie die Ordnung sein

Dies ist der Weg Erdogans von Beginn
Er wird davon nie abweichen solange
Die Türken ihn lassen erobert er weiter

Der Sultan will das osmanische Reich
Als religiös geeinten Raum wieder
Wer mitgeht verdient Gegner werden bekriegt

Dies ist die Logik dieses Krieges in Kurdistan
Alles andere und Bekundungen der AKP
Sind der Worte nicht wert die darüber verloren

Dieser Weg würde die Region befrieden außer
Es kommt zum Konflikt mit Persien um die Vormacht
Wäre dennoch ein Weg zurück ohne Zukunft

Ein auf Aberglauben und Historie fußende Ideologie
Bietet langfristig keine Perspektive aber derzeit
Wäre für die Menschen dort kurzfristig genug

Darum ist es wohl klüger Erdogan gewähren zu lassen
Als den Krieg weiter zu führen der so viele tötet
Um Demokratie können sie im Frieden kämpfen

Die Logik des Krieges ist einfach und es geht
Nie um Menschenleben sondern einzig um die
Strategischen Ziele dabei vorgeblich

Das der Strategie Leben untergeordnet wird
Zeigt deutlich wohin der Zug des Krieges fährt
Besser wir springen ab und lassen sie in Frieden
© jens tuengerthal 25.7.15

Glaubensfreiheit

Wir genießen Glaubensfreiheit
Also die Freiheit zu glauben was gefällt
Auch wenn Freiheit mit Vernunft kollidiert

Die Freiheit nicht zu glauben gehört dazu
Muss nicht wörtlich garantiert werden
Weil der Glaube immer ein weniger ist

Weniger an Freiheit aufgrund Glaube
Der was ist einem Glauben unterordnet
Warum was Natur ist keiner Garantie bedarf

Jeder Glaube ist nehmen wir Glaubensfreiheit ernst
Gleich zu behandeln warum alle wahr sind
Oder jeder ein Aberglaube logisch ist

Die Gewohnheit der Macht des Glaubens
Aus früheren Zeiten vor dieser Freiheit
Verharrt noch im alten Denken

Daher wird weiter Glaube und Aberglaube
Nach Glaubenssätzen unterschieden
Die der Freiheit gemäß nie mehr wert sind

Solange es Aberglauben als Wort gibt
Gilt jeder Glaube also logisch als solcher
Weil vor dem Gesetz keiner mehr wert ist

Die Wahrheit die jeder Glaube für sich
Logisch beansprucht ist in Anerkennung
Der Glaubensfreiheit also nur eine relative

Wenn also kein Glaube wahr ist stellt sich
Die Frage warum wir außer der Glaubensfreiheit
Wegen überhaupt einen annehmen sollten

Auch wenn es also unlogisch ist einen nur
Relativ wahren Glauben anzunehmen
Steht es jedem frei damit glücklich zu sein

Wer dagegen logisch denkt und die Natur
Als soche anerkennt wird sich nie einem
Nur relativ wahren Glauben verschreiben

Atheismus ist Natur und in sich logisch
Der Aberglaube es gäbe in der Natur mehr
Bleibt Selbstbetrug unbescheidener Naturen

Ihnen genügt nicht was Natur für sich ist
Würdige lieber die Natur als solche
Erkenne sie ihrer Natur nach wie sie ist an

Erfinde keine Götter oder Hokus Pokus
Weil es mir in natürlichen Grenzen genügt
Die Welt zu sehen als nichts als Natur

Habe aber Mitleid mit den Gläubigen
Denen dies nicht genügt warum sie Götter erfinden
Empfehle diesen die Lektüre von Epikur und Lukrez

Die gebildeten Griechen und Römern
Vor 2000 Jahren die Augen für die Scharlatanerie
Des Aberglaubens öffneten der herrscht

Noch heute gilt Kants Wort wonach
Aufklärung die Befreiung des Menschen
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit ist

Wer denken kann denke also
Wer es nicht kann glaube weiter
Die Freiheit dazu wird garantiert

Gläubige neigen zu der paradoxen Annahme
Dass sein müsse was sie glauben weil sie
Den wahren Glauben eben hätten

Der Aberglaube beweist seine Existenz nicht aus sich
Kantisch betrachtet hat das Sittengesetz von Gott
Ethisch keinen Wert da nur die Selbsterkenntnis zählt

Respektiere den Aberglauben hinterfrage aber
Seinen ethischen Wert da Gläubige nie aus freiem
Gewissen ethisch handeln sondern nach Geboten

Diese stammten von einem höheren Wesen
Toleriere auch solch absurde Annahmen
Wenn sie das Zusammenleben nicht stören,

Weil die Glaubensfreiheit eben heißt
Sich die Welt zu erklären wie es gefällt
Nur begründet es nicht sie sei anders

So hat die Glaubensfreiheit ethisch keinen Wert
Als dem Gebot der Toleranz zu genügen
Was aber auch genügen soll hier
© jens tuengerthal 25.7.15

Freitag, 24. Juli 2015

Rechnerhörig

Ein Jeep wurde auf dem Highway
Von Hackern übernommen die nun
Den Wagen fremd steuerten

Chrysler ruft alle betroffenen Autos
Zurück um die Einbruchsstelle zu sichern
Damit alle wieder beruhigt schlafen

Derweil testet Google weiter das völlig
Automatische Fahren in dem das Fahrzeug
Via GPS und Bordcomputer gesteuert wird

Alle Autos haben heute längst Rechner
Um neuen Anforderungen zu genügen
Wir werden den Maschinen immer höriger

Mit zunehmender Abhängigkeit merken wir
Das Risiko dieser Abhängigkeit von Technik
Die wir nicht mehr allein beherrschen

Dies geht uns nicht nur auf der Straße so
Sondern vielmehr in allen Teilen des Lebens
Marktforschung hinter den Daten macht reich

Für den Gewinn an Luxus und Geschwindigkeit
Nehmen wir diese Anhängigkeit gerne in Kauf
Ein kleiner Aufschrei zwischendurch ändert nichts

Der Mensch ist faul und bequem und sucht sich
Lieber den leichtesten Weg auch wenn er sich
Der Risiken etwa in der Gentechnik bewusst ist

Was machbar ist wird gemacht solange es dafür
Einen Markt gibt und Apple und Google sorgen
Dafür dass die NSA übewachte Welt hipp ist

Wir haben längst die Kontrolle über unsere Daten
In der Welt verloren an denen manche Milliarden
Längst verdienen als Internet Unternehmen

Vielleicht ist diese technische Fremdsteuerung
Ein guter Zeitpunkt um innezuhalten
Sich zu fragen worauf es ankommt

Epikur hielt den Garten mit Freunden hoch
Ihm genügte ein Brot ein Käse ein Wein
Die Gespräche dabei waren sein Glück

Was heißt uns von Maschinen abhängigen
Heute noch Freiheit und wie können wir sie
Im Alltag nutzen und erhalten

Was heißt Schutz und Achtsamkeit für
Unsere Daten für die Zukunft für uns
Wozu braucht es dabei noch Staaten

Eine Welt die von Rechnern kontrolliert
Wie von Maschinen gesteuert wird entscheidet
Nicht menschlich sondern effektiv optimiert

Um was geht es uns und was soll bleiben
Nur Spuren in den Netzwerken eines bloß
Virtuellen Netzes oder sind wir noch Spinne

Bauen wir das Netz das uns kontrolliert
Oder sind wir die Insekten die in ihm kleben
Was müssen wir für die Freiheit tun

Es ist Zeit was ist infrage zu stellen
Um den Weg noch selbst zu bestimmen
Bevor Maschinen allein entscheiden
© jens tuengerthal 24.7.15

Kunstsinnlichkeit

Kunst erfreut die Sinne und fordert den Geist
Stellt den Mensch in seiner Körperlichkeit dar
Gibt ihm dabei Sinnlichkeit wieder durch Form

Kunst soll frei sein um aus der Natur
Zu schöpfen wie sie ist voller Lust
Diese Freiheit garantieren wir der Kunst

Sie findet ihre Grenzen wo amerikanische
Internetbertreiber zwar Gewalt freigeben
Aber die Natur des Menschen zensieren

Nackt gar Schamhaar gilt dort als Pornografie
Entsprechend wurden die sozialen Netzwerke
Zu einer Brutstätte von Zensur und Kontrolle

Eifrige Sittenwächter zensieren Künstler
Die sich in ihrem Werk zu nah an der Natur
Noch zeigen irgendwie sexuell wirken

Damit wird der Kunst im virtuellen Raum
Die Sinnlichkeit des Asudrucks geraubt
Angeblich um Kinder vor Nacktheit zu schützen

Schützten sie lieber ihre Kinder vor Gewalt
Vor Gewehren und den Kriegen dieser Nation
Die auf der Welt wilkürlich tötet nach Gutdünken

Kunst braucht Sinnlichkeit und Sexualität ist
Eben Ausdruck unserer Natur wem diese fremd
Der sollte seine Unmenschlichkeit für sich behalten

Die Tabuisierung der Kunst macht die Gesellschaft
Zu einem Raum der Unfreiheit schlimmer als jede
Diktatur wirkt so die bigotte Moral auf Facebook

Schenken wir unseren Kindern die Freiheit selbst
Mit diesen Dingen umzugehen wie es ihrer Natur
Entspricht statt es autoritär vorzugeben

Die Freiheit sollte uns mehr wert sein als der nur
Christliche Aberglaube der den Körper noch
Verpönt statt zu genießen was Natur ist

Kunst ist sichtbar sinnlich wenn es zu ihr
Ihrem Wesen nach gehört und Zensur ist
Tabu in der Freiheit es braucht sie nicht

Europa muss sich auf seine Werte besinnen
Weil Amerika sie in religiöser Bigotterie vergaß
Zeigen wir was ist weil Natur wunderbar ist
© jens tuengerthal 24.7.15

Liebesparadenverjährung

Das Unglück bei der Love Parade jährt sich
Die Prozesse laufen weiter auch wenn nun
Sicher keiner mehr verurteil wird da verjährt

Davon wenn einer verurteilt wird wird keiner
Lebendig auch wenn manche meinen es lebe
Sich leichter mit öffentlicher Gerechtigkeit

Diese ist ähnlich unsinniger Aberglaube
Wie der allsehende Gott nur gefährlich
Wenn Teil staatlicher Gewalt wie ab 33

Ein Massenauflauf den nur besucht wer eben
Massenaufläufe schätzt und damit Panik auch
Riskiert sogar auf dem Fest der Liebe

Dieses Wochenende nachdem die Strafen alle
Verjährt sind bevor einer bestraft wurde kommt
Die Parade der Liebe wieder in deren Hauptstadt

Platz genug ist hier meist und besonders auffällig
Sind die Halbnackten auch nicht die sich
Lustvoll zuckend irgendwo umarmen

Spannender ist was so alles verjährt und sich
Damit auf Dauer erledigt wenn wir nur lange genug
Darüber gestritten haben es nur noch um Geld geht

Die Loveparade oder was sie mal war geht hinter
Zu lauter elektronischer Musik weiter ganz nett aber
Auch entbehrlich ansonsten irgendwas in Berlin
© jens tuengerthal 24.7.15

ISspiegel

Die Türkei spielte lange mit dem IS
Nun lässt sie bomben wie die andern
Nachdem es bei ihr gehörig knallte

Das Attentat der IS Terroristen in Suruc
Das linke Aufbauhelfer für Kobane tötete
Kam der Türkei höchst ungelegen gerade

Dankbarerweise tötete sogleich die PKK
Die vor Jahren den Waffenstillstand ausrief
Polizisten im Grenzbereich

So kann der Rächer Erdogan nun angreifen
Die Stellungen der bösen PKK ganz massiv
Den IS gegen den die PKK kämpft nebenbei

Das nebenbei genügt für den Ruf in der Welt
Gegen jeden Terror sich zu erklären ist noch
Immer die beste Rechtfertigung für eigenen

Die Türkei kämpft weiter gegen die Kurden
Fürchtet sie mehr als den IS je einen ja
Potentiellen Verbündeten im Islam der Welt

Erdogan wird nie nur den IS angreifen
Sondern immer nur auch die Kurden
Die zufällig immer Grund dafür geben

Frage mich manchmal ob die Türken wirklich
So blöd sind diese Märchen zu glauben
Oder selbst mehr die Kurden fürchten

Solange die Islamisten in Ankara regieren
Wird sich vermutlich wenig ändern außer
Es gibt ein Kalifat von Erdogans Gnaden
© jens tuengerthal 24.7.15

Kandidatenkür

Thorsten Albig der Ministerpräsident
Des Landes zwischen den Meeren ist
Zufrieden mit sich und mit Merkel

Darum hält er einen Kandidaten der SPD
Bei den nächsten Wahlen für überflüssig
Die Kanzlerin mache es doch gut

Eigentlich wären auch die lästigen Wahlen
Für die saturiert fetten Deutschen dann
Unter Merkel völlig überflüssig

Solange die Große Koalition bleibt
Gibt es keinen Grund etwas zu ändern
Alle sind zufrieden und verwalten Wohlstand

Die Alternativlosigkeit von Mutti Merkel
Als ewige eiserne Kanzlerin ist wie sie
Bester Ausdruck der Postdemokratie

Diese überwindet den Kern der Demokratie
Durch Pragmatismus mit Wohlfühlfaktor
Alternativlos ist denen ohnehin was geschieht

Albig griff niemanden mit seinen Worten an
Lobte seinen Vorsitzenden über den es sonst
Wenig gutes zu sagen gibt war zufrieden

Zufriedenheit läßt träge werden und den Wechsel
Scheuen der sonst in der Demokratie unvermeidbar
Eine lebendige Dialektik der Kräfte garantiert

Wenn die einst größte Oppositionspartei nun
Zur meinungslosen Wasserträgerin wurde
Ist sie wie länger sichtbar wohl entbehrlich

Zeit wieder Demokraten zu stärken die gegen
Nur Hamonie um Mutti kämpfen und verstehen
Was in einer Demokratie heute wichtig ist

Thorsten Albig liegt völlig richtig die SPD
Braucht keinen Kandidaten gegen Merkel
Aber die SPD braucht auch keiner mehr
© jens tuengerthal 24.7.15

Kampflust

Die Lust ist immer auch ein Kampf
In Rollen um Erfüllung miteinader
Manchmal endet sie im Krampf

Wenn beide ihre Rollen miteinander
Finden wird der Kampf zum Tanz
Bei dem führt wer sich verführt

Auf der Suche nach Höhepunkten
Folgen wir zwischen erlernten Mustern
Wenn wir es können unserer Natur

Manche Natur scheint anderen als
Rolle während manche nie ihre Rolle
Finden aus Sorge vor solchen

Vielleicht ist weniger das wie der Rolle
Wichtig zur Erfüllung als das überhaupt
Das Glück miteinander zu genießen

Viele wären glücklicher wagten sie
Häufiger aus der Rolle zu fallen um
Ihre voller Lust zu finden wie sie ist

Zwischen Zärtlichkeit und Gewalt
Verschwimmen für manche Welten
Solange sich Erfüllung findet ist es gut

Wer in der Lust nicht mehr kämpft
Sucht keine Erfüllung miteinander
Sondern befriedigt sich nur schlicht

Dies Ringen um und miteinander ist
Eine Überwindung in der Erfüllung
Mit der aller Kampf voll Lust endet

Wichtig ist weniger welche Rolle wer
Dabei einnimmt sondern ob es die
Beteiligten dabei erfüllt
© jens tuengerthal 24.7.15

Donnerstag, 23. Juli 2015

Tanzbein

Beim Tanz von Mann und Frau umeinander
Kommt es auf Beweglichkeit so sehr an
Wie auf Standfestigkeit im richtigen Moment

Was im umeinander ringen mehr zählt um
Den je Wert noch deutlich zu erhöhen
Ist je nach Geschlecht meist reziprok

Während Frau zu Beginn hohe Standfestigkeit
Als Widestand zu werten beweist
Um sich als Eroberung wertvoll zu machen

Tänzelt Mann davor um Frau mit möglichst
Hoher Flexibilität um den unberechenbaren
Je Wünschen passend gerecht zu werden

Dieses Spiel wechselt im Verlauf bis zur
Völligen Umkehrung nach dem Vollzug
Bei dem sich oft neue Rollen finden

Hier die richtige Rolle nach je Neigung
Zu finden ist die hohe Kunst wenn wir
Darüber nachdächten was die Natur tut

Glücklicherweise tut sie meist einfach
Ohne einen Gedanken zu verschwenden
Wenn es passt sonst ist es ohnehin müßig

Doch denken wir gerade dann oft darüber
Nach was nur zu tun wäre wenn es nie
Zu etwas führt aus komplexen Gründen

Aber dies dahingestellt bleibt die Bewegung
Davor dabei und danach je unterschiedlich
Entsprechend der Rollen die beide suchen

Sie ist immer geschlechtlich gegensätztlich
Auch wenn jedes jede Rolle annehmen kann
Funktioniert der Tanz nur in Rollen miteinander

Wo sich keine Rollen finden im Tanz bleiben
Beide stehen und die Lust endet im Nichts
Das nicht zum Tanz wird ohne Musik

Die Melodie des miteinander im Tanz
Umeinander wechselt die Plätze im
Orchester immer wieder

Heute manchmal bewusst aus der sonst
Gewohnten Rolle fallend ergeben sich
Überraschungen im dann Tanz

Die dann Suche der passenden Rolle
Zur je Lust führt zu ertaunlichen
Entwicklungen des alten Spiels

Was gefällt und voller Lust miteinander
Erfüllung findet ist gut egal wer welche
Rolle dabei einnimmt solange es bewegt

Leichter ist es sich der Rollen bewusst
Umeinander zu bewegen da dann die
Je Ausnahme als Figur getanzt wird

Eine Illusion wäre es wohl zu glauben
Der in Jahrtausenden entstandene Tanz
Lasse sich durch Bewusstsein ändern

Im Bewusstsein dessen mit eigenen
Rollen spielen kann dem ganzen Tanz
Leichtigkeit ohne Muster geben
© jens tuengerthal 23.7.15

Längenfrage

Auf die Länge käme es nicht an
Stellte gerade eine Untersuchung
Höchst wissenschaftlich fest

Bisher immer anderes von Frauen
Sonst gehört sei es den anderen gegönnt
Um was es immer wem dabei geht

Der Umfrage anhand von Bildern ergab
Danach legte Frau weder Wert auf die
Länge noch den Umfang des Mannes

Unklar ist ob dies Ergebnis sich schlicht
Durch unterschiedliche Neigungen nur
Neutralisierte die eine so die andere so

Was immer die Verfasser dieser Statistik
Die immer so gut lügt wie ihre Verfasser
Es gerade wünschen beabsichtigten

Scheint zumindest deutlich geworden
Es kann jeder zufrieden sein es gibt
Immer eine der es so dann gefällt

Bei geringerer Begeisterung ist dann
Wohl klar es passt ganz natürlich
Nicht so zusammen wie geträumt

Infolge wird auch die Passung dann
Ineinander sehr gering sein der Versuch
Ist entbehrlich muss nicht enttäuschen

Ob dies dann eine Frage der Länge ist
Oder die sonstige Passung entscheidet
Bleibt dabei völlig unklar noch

Nichts konnten wir darüber erfahren
Wie die befragten Damen überhaupt
Beim Sex Befriedigung erlangen

Warum die Bewertung nach Neigung
Zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen
Führen wird bei egal welcher Länge

Der laut Statistik größere Teil von Frauen
Die wenig oder nichts dabei empfinden
Wird anders bewerten als die mit Lust

Auch wenn alle Erfahrung das Gegenteil
Besagt und unklar ist wer dazu befragt
Scheint das ganze ein Thema zu sein

Die wenigen Fällen die so bekannt
Beriefen sich jedoch für ihre Ausnahme
Gern auf die so Statistik normal zu sein

Auch hier stellte sich die Frage inwieweit
Dies an der Länge lag die dann eben
Umgekehrt geschätzt wurde oder nicht

Eine gewisse Vermutung aus Erfahrung
Spricht dafür dass es wie stets bei Frau
Höchst komplexe Ursachen überall hat

Damit fiele die Bedeutung der Statistik
Völlig weg da es eben weniger wohl
Auf die Länge ankommt als das Wesen

Wie dies etwas weniger komplexe Ding
Mann von simpler Statistik erfassbar
Bleibt bis dato völlig unklar noch

Wir wissen also nicht ob es in der Praxis
Darauf ankommt die Technik wichtiger ist
Oder nicht erfassbar das Gefühl entscheidet

Als Mann völlig unwissend logisch was Frau
Wirklich will auf Kommunikation angewiesen
Die es nicht leichter macht im Dunkeln tappend

Zumindest für mich wissend es kam mir
Bei noch keiner auf die Länge an auch
Wenn es viele Gründe gibt warum nicht

So hat die Wissenschaft wieder etwas
Festgestellt was am Ergebnis nichts
Ändern wird aber vielen gut tut

Vielleicht lässt dies egal auch manche
Die sonst Komplex beladen mehr noch
Genießen wo nicht hat es andre Gründe
© jens tuengerthal 23.7.15

Vidalda

Während die Ligen im Sommer schlafen
Läuft der Menschenhandel um so mehr
Die Vereine bestücken sich neu im Team

Die Bayern mussten den Weggang ihres
Bastian Schweinsteiger kompensieren
Und Pep kaufte einen Chilenen in Turin

Der Juve Star Arturo Vidal ist anders
Als Schweinsteiger und weniger das
Was Pep sich sonst klug wünscht

Aber Köpfte hat der Rekordmeister genug
Nun ging es auch um einen Kämpfer
Der präsent ist und überrascht

Vidal der sich hoch arbeitete ist so ein
Wilder der die Bundesliga wohl eher
Überraschen wird international wirkt

Ob er die Lücke schließt im Team die
Schweini hinterließ scheint fraglich aber
Was von Bayern nach Pep bleibt auch
© jens tuengerthal 23.7.15

Griechenirrgarten

Der gute Epikur schrieb noch einst was
Im Leben genügte und wie alles Glück
In einem Garten mit Freunden läge

Der Garten die Freunde ein Brot ein Käse
Mehr war es nicht was dieser Philosoph
Vom Glück verlangte vor 2300 Jahren

Über den Hedonismus und seinen
Mißbrauch durch die Kirchen als nur
Abschreckung schreiben ist müßig

Die Lust als Zentrum unseres Strebens
Zu sehen scheint dagegen natürlich was
Mehr als lustvoll glücklich können wir sein

Ohne Sorgen und Leid als Freie beieinander
Könnten die Europäer so leicht leben wenn
Sie wagten gerecht zu verteilen

Im Irrgarten von Missgungst und Neid gefangen
Haben wir lange Epikus Garten verlassen
Irren in Scheinwelten erfolgreich umher

Was mehr als Lust kann es im Leben geben
Wie es schöner sein als wo sie befriedigt
Ein Narr wer meint Altruismus sei keine Lust

So können wir von den alten Griechen
Lernen Götter und Aberglauben zu verachten
Wie der Angst vor der Lust zu spotten

Eine Schule der Freiheit zeigt sich dem der sich
Durch den Irrgarten der Moral ins Zentrum
Des Denkens des Epikur wagt

Den Tod weniger fürchten als das Leben mehr
Genießen voller Lust jeden Tag zeugt davon
Fraglich wie uns Epikur in der Krise nun hilft

Gestern erfuhren wir anhand neuer Zahlen
Der Sparkurs den Schäuble indirekt verordnete
Trug Früchte die Zahlen verbessern sich

Die Idee des zeitweisen Grexit zur natürlichen
Gesundung einer Volkswirtschaft in Freiheit
Findet immer mehr Freunde in Europa

Verständlich versuchen die Griechen
Noch alles dies zu vermeiden um eine
Wenn auch irrationale Lösung zu retten

Bei der just Abstimmung stimmte wieder
Ein Teil von Syriza den nötigen Reformen
Nicht zu doch Varoufakis tat es

Dieser Gegensatz von Handeln und Reden
Ist vielleicht typisch für linke Ideologen
Bei denen wer nicht für sie ist böse ist

Überhaupt ist die Unterscheidung von
Gut und Böse den Ideologen wichtiger
Als den Pragmatikern die Lösung

Griechenland ginge es längst besser
Wäre es konsequent Schäubles Rezepten
Zur Heilung der Krise gefolgt

Die Krise dort ist selbst gemacht und wird
Durch nur Ideologie nicht gelöst werden
Sondern braucht Reformen und Nüchternheit

Entlassen wir die Griechen aus dem für sie
Irrgarten des Euro auf Zeit um dann frei
Wieder zurückzukehren allein gesundet

Stattdessen arbeiten sich linke Ideologen
Lautstark gegen die eigene Überzeugung
An den nun notwendigen Plänen ab

Tun dies aber nie ohne Hass zu säen
In Europa aufgrund linker Ideologie
Der jeder Pragmatismus fremd scheint

Den größten Anteil an der Rettung
Aus den griechischen Katastrophen
Zahlte immer noch Deutschland

Die Quittung für diese Großzügigkeit
War der blanke Hass der Griechen
Auf die deutsche Regierung

Vielleicht sollten sich alle Beteiligten
Mehr auf Epikur besinnen und den
Schlichten Pragmatismus des Gartens

Wer die zweitgrößte Armee Europas
Sich leistet und klagt es wäre kein Geld
Für Rentner und Arme da hat ein Problem

Ein Problem mit der Logik natürlich die
Fern aller Ideologie zu eher vernünfitgen
Ergebnissen noch immer kommt

Europa kann der Garten des Epikur sein
Dazu müssen wir uns als Freie dort finden
Dies das Leben vernünftig genießen wollen

Geben wir den Griechen endlich die Chance
Aus ihrem Griechenirrgarten zu fliehen
Um frei aus eigener Kraft zu kommen

Die Griechen haben geistig den Schlüssel
Zu Europas Freiheit und Erfolg gefunden
Darum werden wir sie in Not immer retten

Wege zur Freiheit zeigen gehört klar
Zur Rettung dazu wie eine Perspektive
In die Selbständigkeit zu geben aber auch

All dies tat Schäuble und wurde dafür im
Ideologischen Griechenirrgarten gehasst
Weil für die Armut verantwortlich gemacht

Europa soll ein Garten des Epikur werden
In dem wir voller Lust miteinander sind
Um zu genießen was für alle genug ist

Griechenland hat nun die Chance allein
Zurück zu seinen Wurzeln zu gehen
Um sich zu befreien aus der Knechtschaft

Die Knechtschaft sind weniger die Kredite
Die das Land seit Jahrzehnten würgen
Als die Unfähigkeit zur Verantwortung

Wer stets nur den Nachbarn die Schuld
An der eigenen Armut gibt um die Wut
Ideologisch umzulenken findet keine Freunde

Machen wir Europa wieder zu einem
Garten der Lust statt länger der ewige
Griechenirrgarten noch zu sein

So wäre Glück in Freiheit teilbar statt sich
In ideologischen Grabenkämpfen länger
Zu verlieren genössen wir wieder was ist

Wir leben im Paradies das von sich aus
Aufgabe genug ist als solcher Garten
Erhalten zu werden mehr braucht es nicht
© jens tuengerthal 23.7.15