Montag, 31. Januar 2022

Liebeserwartung

Liebeserwartung

Erwartung ist der Tod der Liebe
Sage ich gerne immer wieder
Nur stimmt das überhaupt
Frage ich mich gerade oder
Können wir ohne Erwartung
Weder sein in Zukunft noch
Wirklich würdigen was ist
Lebt der Traum von Liebe
Nicht auch von Hoffnungen
Auf kommendes geteiltes Glück
Aber ist dies nicht immer auch
Einfallstor der Enttäuschung
Gibt es in der Liebe überhaupt
Ein entweder oder oder eher
Nur irgendwelche Kompromisse
Sich nicht gleich umzubringen
Was vielen mit viel Gefühl eher
Naheliegt als nötige Gelassenheit
Es dauerhaft auszuhalten
Miteinander wie überhaupt
Desto weniger ich will
Oder in der Liebe erwarte
Je entspannter genieße ich
Während unbedingter Wille
Haben zu wollen eher zerstört
Den Anarchen fliehen lässt
Darum genieße ich lieber
Den Augenblick nur ohne
Mehr zu wollen noch denn
Was gut tut bleibt alleine
Der Rest verschwindet spurlos
Besser nicht zu früh gewichten
So wird weniger manchmal mehr
Wie uns nichts mehr überfordert
Leben gelassener wird zwar
Weniger Euphorie dann hat
Aber dafür Enttäuschung meidet
Höhere Überlebenschancen hat
Während alles übrige sich verliert
Von alleine oder wie gewohnt
Warum nichts zu wollen mehr
Am Ende sein kann

jens tuengerthal 31.1.22


Sonntag, 30. Januar 2022

Wahlplakattod

Wahlplakattod

In Beelitz wurde wer von einem
Wahlplakat im Sturm erschlagen
Was soll ich dazu noch sagen
Weniger Werbung rettet Leben
Demokratie ist auch tödlich
Lasst die Wahlwerbung sterben
Tragisch wäre wenn einen Linken
Ein rechtes Plakat erschlüge was
Zumindest Märtyrerstatus gäbe
Umgekehrt vermutlich auch
Wir kennen es schon von
Ernst Thälmann und Horst Wessel
Die weniger unterscheidet als eint
Damals gab es auch viele Plakate
War ein wirklich tragischer Fall
Da in Beelitz mit dem Plakat
Zuhause bleiben hätte geholfen
Vielleicht lernen welche was
Für künftige Wahlen denn
Alle Extreme sind gefährlich

jens tuengerthal 30.1.22

Liebessturm

Liebessturm

Manchmal geht eine Liebe
Durch wilde Stürme der Zeit
Mal ist es die Leidenschaft
Die uns zueinander treibt
Oder im Sturm entfernt
Dann beruhigt sich alles
Ohne Wogen bei Flaute
Manche segeln zu gerne
Mit steifer Brise noch
Bei hohem Tempo über
Schäumende Gischt reitend
Dann läuft sie verlässlich
Ohne große Schwankungen
Im Meer der Gefühle dabei
Sicher geborgen wie im
Schoss der Mutter einst
Viele Worte sind hier je
Nach Stimmung gelesen
Sexuell stark aufgeladen
Oder voll Liebe gesetzt
Anderen liegt es ganz fern
So schauen wir je nach
Horizont durchs Schlüsselloch
Des Seins was uns dann nach
Blickwinkel feucht oder trocken
Mit demselben Ding erscheint
Eins wie das andere zugleich
Aufregend oder gelassen ist
Erregt der Gedanke aneinander
Oder gibt wohlige Wärme so
Kann Feuchtigkeit auskühlen
Oder Spiegel der Hitze sein
Wie uns Liebe nach dem Sturm
Ganz anders scheinen kann
Vielleicht heißt beides ineinander
Lesen zu können sich zugleich
Nah und fern zu sein wie
Frei und gefesselt

Ildzdw 30.1.22

Montag, 17. Januar 2022

Bündnisverkehrung

Bündnisverkehrung

Bündnisse zwischen Staaten sind oft
Über Jahrhunderte gewachsen warum
Sie vielen als unerschütterlich scheinen
Doch manchmal verwandelt sich eine
Erbfeindschaft in das engste Bündnis
Wie es Deutschland und Frankreich
Nach dem 2. Weltkrieg schafften der
Eine lange Feindschaft plötzlich in ein
Bündnis brachte aus dem die heute
Europäische Union wuchs die mit den
Verträgen von Maastricht den alten
Nationalstaat de facto erledigte weil
Diesen die finanzielle Autonomie als
Erstes ausmacht auch wenn manche
Noch etwas brauchen es zu begreifen
Einige sich noch dagegen wehren wie
Die Engländer unter dem lächerlichen
Johnson der die Briten aus Europa trieb
Ohne einen tauglichen Plan zu haben
Eine ganz wichtige Umkehrung alter
Allianzen brachte am 16. Januar 1756
Der Vertrag von Westminster zwischen
Preußen unter Friedrich dem Großen
Wie England unter Georg II. aus dem
Haus Hannover dem letzten englischen
König der außerhalb Englands geboren
War bevor er dort König wurde mit der
Brandenburg ansbachischen Prinzessin
Caroline sich verheiratete die aufgrund
Ihrer Verwandtschaft mit den Preußen
Einfluß auf Georgs Bündnisse nahm
So dass Preußen plötzlich im Bündnis
Mit England stand worauf sich der alte
Partner der Märker Frankreich unter
Ludwig XVI. mit Österreich verbündete
Was von Maria Theresia regiert wurde
Woraufhin Bündnisse zwischen den
Vorher Gegnern Russland Österreich
Sowie Frankreich möglich wurden was
Preußen in den siebenjährigen Krieg
Brachte von dem Friedrich der Große
Sagte er kämpfe gegen die 3 Erzhuren
Europas womit er Maria Theresia die
Zarin Elisabeth sowie die Pompadour
Meinte die maßgeblich an diesem
Neuen Bündnis mitwirkte wie ihren
Geliebten Ludwig XVI. in diese Richtung
Beeinflusste dabei hatte Frankreich seit
Dem Dreißigjährigen Krieg schon mit den
Brandenburgern das Bündnis gegen die
Österreicher gesucht obwohl katholisch
Dies aber kehrte sich nach dem obigen
Vertrag von Westminster wieder um der
Preußen und England verband mit dem
Aber Frankreich sich wiederum im Krieg
Befand in den Kolonien in Nordamerika
Afrika sowie Indien die Frankreich verlor
Während es auf dem Kontinent lange
Nach einem vernichtenden Sieg gegen
Preußen aussah was gegen die starke
Allianz seiner Gegner keine Chance
Auf einen Sieg eigentlich mehr hatte
Was nicht nur Schlesien zu verlieren
Drohte um das sich auch schon die
Beiden vorigen Kriege drehten dessen
Diebstahl Maria Theresia nie verzieh
Wäre nicht plötzlich Zarin Elisabeth
Gestorben womit die erste der drei
Von Friedrich als Erzhuren titulierten
Verschwand woraufhin der ihn so
Verehrende Zar Peter den Krieg mit
Preußen beendete wie das Bündnis
Mit Österreich kündigte aber auch seine
Ihn bald beerbende Gattin die eine
Alte Freundin von Friedrichs Bruder
Noch aus Zeiten des Berliner Hofs
War die später als Zarin Katharina
Die Große bekannt wurde aber eine
Geborene Anhalt-Zerbst war wie ab
1793 Herrin von Jever wurde was sie
Dem Dichter mindestens so nah bringt
Wie ihre Rettung der Enzyklopädie denn
Friesische Freiheit rührt wohl das Herz
Durch den Kauf der Bibliothek Diderots
Die aber erst nach seinem Tode nach
Petersburg wandern sollte die bis vor
Kurzem noch auf Merkels Schreibtisch
Stand als größte Herrscherin im Geist
Der Aufklärung gilt darum Friedrich nah
Stand nicht nur dem Bruder Heinrich
Den Krieg gegen Preußen nicht fortsetzte
Was zu einem guten Ende für die
Eigentlich geschlagenen Preußen im
Frieden von Hubertusburg führte weil
Die vielfältige Verkehrung der Bündnisse
Welche auch England und Frankreich
Zum Frieden gebracht hatte wonach sich
Sachsen und Österreich mit Friedrich als
Staunenden Sieger einigen mussten der
Nicht ohne Grund auch als Atheist vom
Mirakel des Hauses Brandenburg sprach
Das Theater mit dem Überfall auf das
Österreichische Schlesien begann weil
Er vom Vater Militär und Kasse geerbt
Also Krieg einfach führen konnte es tat
Schlesien besetzte wie Putin die Krim
Was sich mancher bewusst machen sollte
Damit den Grundstein für Preußens
Späteren Aufstieg legte der auch in
Schlesiens Gruben seinen Anfang nahm
Warum Friedrich der erst viel später zum
König von Preußen wurde damals noch
Nur König in Preußen war nachdem sich
In neuem Bündnis Österreich Russland
Wie dann Preußen Polen aufteilten
Sehen wir von den glücklichen Zufällen
Des Wiener Kongresses später ab der
Auch Bündnisse wie Länder ganz neu
Nach Napoleons Niederlage verhandelte
Wobei der große Sieg der Völkerschlacht
Auch zuvor durch einen dreisten Wechsel
Der Bündnisse durch den Grafen Yorck erst
Zustande kam weit bekannter unter dem
Namen Konvention von Tauroggen die das
Bündnis sogar gegen den Willen des Königs
Friedrich Wilhelm III. wieder verkerhrte was
Den Grafen Ludwig Yorck von Wartenburg
Wäre es nicht gut gegangen den Kopf oder
Zumindest sein Amt als Feldmarschall der
Preußen wohl gekostet hätte aber das ist
Eine andere Geschichte die zeigt wie der
Wechsel der Bündnisse manches ändert
Ob Europa ein Bündnis mit dem Moskau
Putins heute zu raten wäre ist eine wohl
Anders zu beurteilende Frage doch soll
Jeder der sich sicher ist keine Politik mit
Russland machen zu wollen gerade auch
Bedenken dass die gegen für Europa
Schon geografisch unmöglich ist auch
Wenn noch keiner weiß was Putin will
Der medialen Krieg gegen Europa führt
Kann eine Verkehrung der Bündnisse
Doch manchmal Wunder wirken

jens tuengerthal 16./17.1.22

Sonntag, 16. Januar 2022

Lügennetz

Lügennetz

Ein Tennisprofi wird aus Australien
Ausgewiesen weil er gegen die dort
Auflagen der Impfung verstieß was
Nicht weiter der Rede wert wäre
Spannend jedoch wird der Fall weil
Djokovic ein Impfgegner ist der sich
Dazu lautstark öffentlich äußerte wie
Sich in ein Netz von Lügen verstrickte
Mit denen er sich wären sie wahr
Auch in Serbien strafbar machte
Dennoch macht Serbiens Präsident
Ihn mit Jesusvergleichen zum Opfer
Heizt die Stimmung zusätzlich an
Es wird nun das weitere Verhalten
Genau beobachtet werden wobei
Keiner den Anfang des Weltkrieges
Auf dem Balkan 1914 vergessen sollte
Als nach dem Mord am Thronfolger
Franz Ferdinand die Serben auch
Auf nationale Solidarität wie die
Legende einer Verschwörung setzten
So wird mitten in der Pandemie ein
Impfgegner zum nationalen Helden
Erkoren was keinem gut tut wie die
Gefahr in sich birgt ein Lauffeuer der
Radikalen als Flächenbrand zu entfachen
Den die Impfpflicht noch weiter anheizt
Warum es an dieser Stelle gut wäre
Wenn Europa sich solidarisch mit den
Rechtsstaatlich korrekt reagierenden
Australiern zeigt weil die Gesetze zur
Einreise für jedermann gelten müssen
Dem Beitrittskandidaten Serbien strenge
Grenzen wiese dass solch nationalistische
Hetze in der EU nichts verloren hat
Darum ist dieser Fall eines Spielers
Der ansonsten Privatsache wäre
Nur um lächerlichen Ballsport ginge
Zumindest politisch irrelevant bliebe
Von großer Bedeutung für Europa 
Nun kann Serbien zeigen ob es reif
Für die postnationale EU ist oder noch
Im slawischen Wahn mit Putin wie
Anderen Populisten steckt darum
Sein wir aufmerksam was passiert

jens tuengerthal 16.1.22

Samstag, 15. Januar 2022

Bibliotheksliebe

Bibliotheksliebe

Gerade mit Umberto Ecco durch die
Schönsten aber auch schlimmsten
Bibliotheken lesend gereist in seinem
Wunderbaren Essay Die Bibliothek
Das ein Festvortrag zum Jubiläum der
Mailänder Stadtbibliothek 1981 war
In dem er wunderbar ironisch seine
Liebe zu Bibliotheken mit einem Zitat
Aus Borges Bibliothek von Babel als
Einer Art liturgischen Gebet beginnt
Über die große Suche der Humanisten
Nach verborgenen Schriften in den
Bibliotheken der Klöster zur Aufzählung
Der schrecklichsten Bibliotheken kommt
Von dort wieder zu seinem Ideal was er
Mit Berichten aus seinen allerliebsten
Bibliotheken in Toronto und Jale sehr
Schön illustriert um an Ende zu dieser
Eröffnung ein Ideal der Zukunft in einer
Bibliothek für Menschen kommt was an
Öffnungszeiten wie am Umfeld hängt
Die das Lesen und Suchen erleichtert
Statt dies wie so häufig leider noch zu
Erschweren kommt über Gedanken über
Die Bedürfnisse des Kopierens im heute
Zeitalter der Fotokopie zum Lebensraum
Den eine Bibliothek mit ihren Lesern eher
Bilden sollte als nur ein Bücherarchiv zu
Sein um bei dem Glück des Findens über
Zufälle der Verirrung zu erzählen die doch
Das Ideal der Bibliothek ausmacht welche
Uns neue Horizonte eröffnet wo ich als ein
Bibliotheksbewohner der mit Büchern lebt
Wie zu gerne vor ihnen liebt mit Grund
Seinen Diwan vor Büchern stehen hat weil
Sich nirgendwo besser liebt als im Schatten
Schöner Bände unter Bücherliebhabern
Auch wenn Google hier gerne liebt in liegt
Verbessern wollte war es bewusst gewählt
Wer eine kleine Bibliothek hat wie Bücher
Gerne um sich sammelt weiß genau wie
Schön es ist in den eigenen Reihen einen
Schatz neu zu entdecken um sich der Lust
Am Lesen damit hinzugeben wie zugleich
So durch Zeit und Raum zu reisen ohne
Irgendwo anders hin zu müssen als in
Seiner Bibliothek zu verweilen die eben
Ein ganzes Universum enthält was uns
Leidenschaftliche Leser immer wieder
Zu neuen geistigen Reisen einlädt
Früher reizte es mich auch zu reisen
Um irgendwo zu sein heute dagegen
Reise ich lieber in schönen Bänden
Zwischen Diwan und Sesseln dabei
Als größte Abwechslung mit meinem
Tee zu wechseln während der Kamin
Dazu zumindest im Winter so wohlig
Knackt als wäre er echt was aber kein
Bücherliebhaber ohne Grund riskierte
Wer wollte Feuer in seiner Bibliothek
Eine Bibliothek ist die schönste Reise
Weil sie uns grenzenlos verführt wie
Zugleich zu uns näher bringt mit den
Gedanken die lesend abschweifen
Wie Montaigne es in seine Essays
Geschrieben in seiner Bibliothek im
Turm neben dem Schloss der Familie
Aus der er sich Anregungen holte um
Mit diesen auf Reisen zu gehen durch
Seine Gedankenwelten wobei er sich
Gerne ganz alten Texten zuwandte
Wie sie die Humanisten so liebten die
Im Geist der Renaissance suchend
Bei den Alten nach dem Ideal einer
Besseren Zukunft fahndeten sich am
Geist zu freuen wie zu sich zu finden
Wo diese Liebe zu Büchern verbindet
Sich mit Lust noch vermischt wie von
Liebe zueinander getragen ist hat der
Mensch wohl schönstes Glück gefunden
Denke ich zufrieden auf dem Diwan auch
Die Bücher in Gedanken anlächelnd
Ein grenzenloses Universum ganz nah
Findet Ziel und Erfüllung miteinander
Jenseits aller Zeit was sollte mehr sein
Denke ich und habe alles hier um mich
Cicero ein wenig abwandelnd würde ich
Sagen wer eine Bibliothek mit einem
Diwan hat braucht keine Garten mehr
Hat alles was es zum Glück braucht
Ein zufriedenes Leben zu führen

jens tuengerthal 15.1.22

Freitag, 14. Januar 2022

Durchseuchungstempo

Durchseuchungstempo

Es werden alle Corona bekommen
Dies lässt sich nicht mehr verhindern
Stellten Lauterbach und Wieler fest
Jedoch können wir es entschleunigen
Um die Überlastung zu verhindern
Durch noch mehr Impfungen den
Anteil im Krankenhaus drücken
Einfach mal langsamer machen
Um Leben zu retten klingt gut
Dann lernen wir damit zu leben
Es beginnt eine Kursänderung
Gleichzeitig die Quarantäne zu
Verkürzen ist wenig schlüssig
Klingt nach kopfloser Hektik
Dient nur der Funktionsfähigkeit
Rechtfertigt aber nicht mehr die
Eingriffe in Grundrechte wie es
Eine Lebensgefahr vorher tat
Dann gibt es nur noch einen
Appell an die Rücksicht aber
Fraglich könnte sein ob dann
Berufsverbote legitim sind
Alle werden es bekommen
Weil nicht die ganze Bevölkerung
Kontinuierlich geimpft werden kann
Meinten die beiden Fachleute auch
Wenn noch keiner alle Folgen kennt
Habe noch keine Meinung dazu
Durch die dreifache Inpfung habe ich
Das Risiko eines schweren Verlaufs
Wohl bestmöglich reduziert
Mehr geht nicht mehr nur bleibt
Fraglich ob es genügt um der
Gefahr einer Triage vorzubeugen
Worauf es nun noch ankommt
Sofern alle es hatten geht es
Vorbei zumindest so lange bis
Die nächste Variante auftaucht
Vielleicht sollten wir feiern
Was an Leben noch bleibt
Aber was weiß ich schon
Schließe ich mit Montaigne
Gerade etwas verwirrt

jens tuengerthal 14.1.21

Morgenliebe

Morgenliebe

Die Liebe erwacht am Morgen
Wie die Liebe zu jedem Tag
Mit zärtlich lustvollen Gedanken
Aus den bis dahin noch Träumen
Die so sichtbar wie spürbar sind
Und wie gerne küsste ich den
Morgentau von all ihren Lippen
Was schon im bloßen Gedanken
Wunderbar lustvoll schön scheint
So zeigt sich im ersten Gefühl
Am Anfang des Tages mehr
Was unsere Natur sagt als
Nach stundenlangem Grübeln
So ist die Morgenliebe jeden
Tag wieder quasi jungfräulich
Damit ist sie noch nicht mehr
Oder wertvoller als alles dessen
Wir uns bewusst sind aber doch
Ein Wunder für sich was hier zu
Teilen den Tag lichter macht
Auch im grauen Januar noch
Freuen wir uns auf was kommt
Zusammen wie überhaupt was
Immer ein guter Anfang ist so
Lustvoll wie schön dabei

jens tuengerthal 14.1.22

Donnerstag, 13. Januar 2022

Koinzidenzgefühl

Koinzidenzgefühl

Manchmal passt es einfach perfekt
Denken Verliebte zu gern dabei die
Vielzahl der Hindernisse ignorierend
Um sich aneinander zu binden wie
Nicht am Ende leer auszugehen
Statt die Koinzidenz zu prüfen
Auf allen relevanten Ebenen
Was größtmögliche Übereinstimmung
Eher gewährleistete als nur Gefühl
Das gewöhnlich die Basis ist für
Unsere Beziehungsversuche
Die Triebe korrigieren dabei
Überschießende Illusionen durch
Biochemische Reaktionen deren
Mängel gewichtig uns scheinen
Das geistige Ideal der Liebe als
Real existent zu verifizieren
Tun das allerdings nur triebhaft
Ohne Bekenntnis oder Wille
Dann ergeben sich viele in ihr
Schicksal in der Liebe was
Mit diesem hadern lässt
Während wer Koinzidenz prüft
Sich willentlich entscheidet
Bekommt was passt wie zugleich
Enttäuschungen eher vermeidet
Damit der Liebe eher Dauer gibt
Was kein fremdbestimmter Romantiker
Der höherem Schicksal lieber folgt
Als vernünftig gerne akzeptiert
Die anderen können dafür die
Liebe dauerhaft genießen wo sie
Gefühle auf Koinzidenz prüfen
Wie Verstand und Gefühl im
Gleichgewicht dabei halten
Dann ist logisch was geht
Wie kein Wunder wenn nicht wo
Nicht nachvollziehbare Ereignisse
Es scheitern lassen und so wird
Sogar die Liebe berechenbar

jens tuengerthal 13.1.22

Ungeschriebenes

Ungeschriebenes

Dichter versuchen in Versen
Zu sagen was nur fühlbar ist
Doch wie viel mehr bleibt auch
In schönster Lyrik ungeschrieben
Weil es unbeschreiblich ist wie
Die Liebe die nur ist was sie ist
Unausgesprochen am stärksten
Wirkt weil zwischen den Zeilen
Lebendig wird was wir ersehnen
Zwei sich wortlos in Berührungen
Näher kommen doch viel tiefer
Geht was ungesagt aber doch
Gedacht lebendig wird weil es
In Glaube und Ahnungen nur
Gefühle mehr tanzen lässt als
Größte Versprechen je können
Die konkretisieren was unsagbar
Oberflächen so bepinseln
Zu schönster Blüte treibt die
Kunst des Ungeschriebenen
Unfreiheit wie Zensur welche
Nicht aussprechen darf was
Im Verborgenen sichtbar wird
Für alle die Zwischentöne hören
So bleibt Ungeschriebenes am
Ende das wichtigste aller Lyrik
Weil es weiterdenken lässt
Während klare Worte nur die
Oberfläche des Erkennbaren
Streifen ohne tiefer zu berühren
Nie können wir alles verstehen
Was irgendwer darin liest doch
Zeigen Worte ihre Magie wo
Sie jenseits davon nah kommen
Glücklich wer Ungesagtes liest
Sich zwischen den Zeilen zart
Berühren bis erregen lässt um
Im Nichts alles zu finden was
Jenseits der Stille schwebt
Unausgesprochen einig ist
Die Erotik des Zwischenraums
Als Lust in der Sprache erkennt
Gelangt tiefer als jede Berührung
Weil Worte den Geist bewegen
Wo Taten äußerlich nur sind
Bleibt was Innen rührt ewig
Warum bedichtete Liebe viel
Größer als vollzogene ist
Manche merken es nie
Sind bloß körperlich miteinander
Haben Sex oder foltern um den
Geist zu bewegen der ihnen so
Verschlossen wie fern bleibt
Während wer mit Worten berührt
Überall hin kommt ohne je
Verloren zu gehen weil sie
Bewegen was bleibt

jens tuengerthal 13.1.22

Impffreiheitspflicht

Impffreiheitspflicht

Braucht es eine Pflicht zur Impfung
Um seines und andere Leben zu
Schützen oder ist die Glaubensfreiheit
Wichtiger als das Leben der anderen
Als die Pockenimpfung eingeführt wurde
War diese für jeden Bürger verpflichtend
Damit wurde die Krankheit schnell besiegt
Allerding lebt von denen die damals bei
Einführung der Pockenimpfpflicht 1874
Geimpft wurde heute keiner mehr was
Die Ängste vieler Impfgegner bestätigt
Wie deren Niveau sehr gut beschreibt
Zwar lebte auch ungeimpft keiner mehr
Aber wen interessieren solche Details
Wenn es um tiefen Glauben geht
Dagegen leben von denen die nach
Der Aufhebung der Impfpflicht 1983
Geborenen wesentlich mehr noch
Um es mit deren Worten zu sagen
Die frei von jedem Verstand sind
Alles spricht für eine Impfpflicht
Folgten wir Wissenschaft und Vernunft
Außer wir betrachten Corona als
Eine Form biologischer Auslese
Was der Terminologie des NS-Staats
Eher entspräche also einem mit
Wahnsinn gemischten Fanatismus
Als Demokratie und Menschenrechten
Doch warum machen wir es uns so
Unnötig schwer mit dem Thema
Bleibt fraglich insofern wir statt der
Grundrechtsrelevanten Impfpflicht über
Eine Modifizierung der Abrechnung den
Gleichen Zweck ohne viel Geschrei
Durch interne Weisung erreichten
Welche die Abrechnung von Leistungen
Bei Corona an die Impfung knüpfen
Eine 2G+ Regel für Krankenkassen
Erreichte den gleichen Zweck also
Keine Überlastung der Krankenhäuser
Durch eine Verwaltungsvorschrift
Nach schlichtem Verursacherprinzip
Was unnötige Diskussionen erspart
Keiner braucht eine Impfpflicht da
Eine Modifikation der Abrechnung
Nachhaltiger wirken wird wie zugleich
Sozial gerechter auch wäre was
Die große Mehrheit wohl überzeugt
Sparen wir uns jede Diskussion
Wer die Pflicht zur Impfung nicht
Als soziale Verantwortung spürt
Wird durch Strafe nicht besser
Aber wer Gutes tut auch wenn
Aus völlig egoistischen Gründen
Wirkt sogar mit falschen Motiven
Positiv für die Gemeinschaft
Wo die Impfung lohnender ist
Weil alles andere unbezahlbar wird
Wird das Ego motiviert sozial zu sein
Mehr braucht kein Staat mehr

jens tuengerthal 13.1.21

Grippalisierung

Grippalisierung

Können wir Corona künftig wie eine
Grippewelle behandeln was uns die
Spanier oder Dänen gerade zeigen
Trotz exponentiellen Wachstum der
Inzidenzen oder ist das Leichtsinn
Der die reale Gefahr verkennt was
Das System zusammenbrechen lässt
Gerade wurden über 80.000 neue
Infektionen gemeldet was bei einer
Niedrig vermuteten Letalitätsrate
Von nur 1% etwa 800 Tote ergäbe
Jeden Tag zwei Jumbos mal eben
Von denen 95% zu den 25% der
Noch immer Ungeimpften gehören
Womit sich manche Diskussion
Die gerade hysterisch anschwillt
Schnell von alleine erledigen wird
Vielleicht sollten alle Impfverweigerer
Mit der Verweigerung konkludent
Den Verzicht auf die überflüssige
Intensivbehandlung im Krankenhaus
Erklären womit auch eine drohende
Überlastung der Kliniken sich bald
Erledigen dürfte vor allem sollte
Ein Vorrang sonstiger Eingriffe
An Geimpften gelten damit diese
Nicht an der Hysterie der Gegner
Leiden müssen die nur Betten
Belegen was für eine harmlose
Grippe überflüssig dann wäre
Die Reduktion der Quarantäne
Wie der Freipass für Geboosterte
Bewirken dies bereits faktisch
Das Leben würde entspannter
Wenn wir Corona wie eine Grippe
Behandeln und auf alle Vorsicht nun
Verzichten weil es keinen Schutz gibt
Wen es dabei alles treffen wird ist
Noch so relativ unklar wie offen
Insofern wir dafür 95% der bisher
Von ungeimpften Covid-Patienten
Belegten Intensivbetten wieder
Zur freien Verfügung hätten kann
Der große geimpfte Rest mit dieser
Grippewelle gut leben auch müsste
Die Wirtschaft keine Einschränkung
Mehr befürchten würde sogar etwa
Im Sargbau stark expandieren nun
Der Aufschwung von Rechtsradikalen
Könnte gelassen ausgebremst werden
Wir müssten nicht mehr aufpassen
Wie unser Leben einschränken um
Eine Gruppe zu schützen die nicht
Von uns beschützt werden will sogar
Diesen Schutz als KZ empfinden sich
Als Opfer gleich Anne Frank fühlen
Was keiner im Lande wollen sollte
Zu grippalisieren ist ganz einfach
Wir müssten nur nichts mehr tun
Wer einen milden Verlauf will wird
Sich natürlich boostern lassen
Der Rest will und braucht keinen
Schutz durch den Staat sondern
Hat die Freiheit sein Leben zu
Gefährden wie damit auf jede
Behandlung durch die Kassen
Zu verzichten weil kein Staat
Aberglauben oder Dummheit
Mit Sozialversicherungsleistung
Weiter fördern darf denn wir wissen
Zwar noch viel zu wenig aber alle
Die wollen können sich schützen
Der Rest braucht keinen Schutz
Es sterben primär Alte und Kranke
Wie bei jeder anderen Grippe auch
Davon profitiert die Volkswirtschaft
Was bitter ironisch hier klingt hat
Leider viel wahren Kern längst
Auch Deutschland hat kapituliert
Trotz deutlicher Warnungen der
Wissenschaft wird der Schutz
Wie die Vorsicht weiter abgebaut
Schulen wie Kitas ohne Impfung
Noch einfach offen gelassen
Da Kinder selten schwer erkranken
Wer das tut hat keinen Grund mehr
Die Freiheit länger einzuschränken
Es gibt einen Schutz der heißt Impfung
Wer nicht will der hat schon und muss
Keine weitere Leistung beanspruchen
Grippalisieren wir denn der Tod geht
Uns seit Epikur nichts mehr an
Was bitter klingt entspannt
Oder hat wer eine bessere Idee
Statt unlogischer Inkonsequenz

jens tuengerthal 12.1.21

Dienstag, 11. Januar 2022

Rechtskultiviert

Rechtskultiviert

Im Rechtsstaat ist jeder an das Recht
Als allgemeine Ordnung gebunden
Ohne Ansehen der Person nur nach
Den formell erlassenen Gesetzen 
Welche so zur Ordnung eigener Art
Wurden die für Stabilität steht damit
Dem Land diese möglichst gibt wie
Die am 10. Januar 1356 noch von
Kaiser Karl IV. verkündete später
Bis 1806 gültige Goldene Bulle
Welche in den zu Nürnberg einst
Verkündeten ersten 23 Kapitel die
Wahl und Kompetenzen des Kaisers
Wie der Kurfürsten regeln neben den
Heute erledigten Fragen noch zur
Kaiserwahl die kurfürstlichen Privilegien
Was der Anfang des Föderalismus ist
Dessen Schattenseiten wir gerade in
Der Pandemie wieder spüren durften
Weil alle Landesherren sich ihren 
Eigenen Rechte festschreiben ließen
Was viele Vorteile haben kann um
Den je regionalen Bedürfnissen auch
Entsprechen zu können aber auch
Bedeutet die zentrale Macht muss sich
Allgemeine Regeln genehmigen lassen
Was zu vielen Prozessen führte aber
Auch die Macht der Fürsten beschränkte
Eine allgemeine Rechtsordnung die das
Zusammenleben rechtlich ordnet ist stets
Ein Beitrag der die Kultivierung fördert
Auch wenn es weniger flexibel macht
Ist die Zuverlässigkeit ein großer Vorteil
Für Geschäfte und Handeln kann auch
Kleinkriege wie das Fehdeunwesen
Beseitigen helfen so den Frieden fördern
Beim allgemeinen Landfrieden jedoch
Konnte sich Karl IV. noch nicht gegen
Die Kurfürsten durchsetzen wie auch
Beim Münz- und Zollrecht was durch
Die rheinischen Kurfürsten verhindert
Wurde was noch lange den Handel im
Reich behinderte während sich die
Wirtschaft in Frankreich oder England
Ohne solche Grenzen entwickelte
Jedoch ist mit der Goldenen Bulle alle
Herrschaft an Recht und Gesetz nun
Gebunden wie gegen den Rechtsbruch
Geklagt werden konnte was eine neue
Sicherheit für alle Beteiligten gab was
Einerseits an die römische Tradition
Noch anknüpft die auch eine eigene
Rechtsordnung für ihr Reich hatten
In deren Fortsetzung sich die Kaiser
Sahen zumal Karl IV. den Nürnberger
Reichstag einberief als er gerade aus
Rom zurückkehrte wo er gekrönt
Worden war was im Gegensatz etwa
Zum Verhalten Julius Cäsars steht
Der auch am 10 Januar nur 49 vor
Unserer Zeitrechnung den Rubikon
Gegen alles römische Recht mit
Seinen Truppen auf dem Weg nach
Rom überschritt um so nach der
Macht dort greifen zu können also
Quasi einen Militärputsch betrieb
Der auf der Macht des Stärkeren
Alleine beruht wie sie etwa Putin
An der Krim auch vorführte wie es
Lange im Reich auch üblich war
Dass er dies mit den historischen
Worten alea iacta est tat also die
Würfel sein gefallen ändert nichts
Am Anschlag auf den Rechtsstaat
Wie den Bruch römischen Rechts
Der die Basis des Kaisertums war
So gesehen war die Goldene Bulle
Eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen
Prinzipien im Reich die seit Cäsar
Mehr so konsequent gegolten hatten
Einen Staat zu haben der dem Recht
Auch für die Herrschenden unterworfen
Wird ist eine positive Neuerung die zu
Mehr Gerechtigkeit und Gleichheit führt
Auch wenn das Kaiserreich noch lange
Weit vom Rechtsstaat im heutigen Sinne
Entfernt war ist der Schritt wichtig für
Die Entwicklung deutscher Kultur hat
Nicht nur im Föderalismus Folgen gezeigt
Sondern die Basis staatlicher Einheit erst
Gezeigt aus der sich später eine Nation
Bildete statt nur eines Haufens freier
Fürsten die ihre Region frei regierten
Wurden alle an das Gesetz gebunden
Bezüglich Kompetenzen wie Macht
So sehr mache rechtliche Regelung
Hinterfragenswert immer wieder ist
Weil sie die Entwicklung mehr hemmt
So positiv hat sich doch die Bulle auch
Im einheitlichen Rechtsraum ausgewirkt
Die Entwicklung der Kultur zu fördern
Weil sie einen geschützten Raum erst
Schuf in dem die Bürger dann leben
So regelte die Goldene Bulle etwa auch
Dass die Erben und Söhne der Kurfürsten
Deutsch lateinisch italienisch tschechisch
Als Reichssprachen lernen sollten womit
Auch der regionalen Kultur genügt wurde
Daneben wurden alle Bündnisse verboten
Mit Ausnahme von Landfriedensregelungen
Was den Rechtsfrieden im Reich wie die
Unruhe in Konkurrenz um die Krone die
Über Jahre das Reich prägten verhinderten
All dies legte die Basis für eine kulturelle
Entwicklung auf der auch die heutige
Verfassung noch ruht die somit erst dem
Friedlichen Miteinander genug Raum gab
Wie wir erkennen können wie weit etwa
Russland oder China noch davon sind
Zuverlässige Rechtsstaaten zu werden

jens tuengerthal 11.1.22