Samstag, 31. Mai 2014

Europas Königin

Europa hat viele Länder
Manches Parlament
Regional national europäisch
Spricht in vielen Sprachen
Lebt von seinen bunten Kulturen
Sie alle verwalten ihre Gelder
Um die es eigentlich nur geht
Tun so als wären sie für sich
Hätten sich freiwillig verbunden
Erzählen von regionaler Autonomie
Und tun was die Herrin will
Die über das Geld herrscht
Das ist alles darum hat Europa
Viele Institutionen der Demokratie
Garantiert seinen Bürgern mehr
Rechte als je ein Staat hier
Verwaltet umverteilten Wohlstand
Ist formell wohl geordnet
Die Königin von Europa muss
Nicht viel mehr tun es läuft
Sie wartet ab lässt die Hitzköpfe
Sich anbrüllen und drohen
Weiß genau in der Mitte liegt
Ihr Weg und an ihr kann keiner
Mehr vorbei eine zugehen sehr
Komfortable Position
jt 31.5.14

Bardamenpiano

Die Dame am Piano zeigt uns viel
Von ihrem Können wie von sich
Kaum einer könnte auf die schnelle
Sagen was im Klang der Träume
Uns nun mehr noch überzeugt
Weiche Töne mit verflossenem
Anschlag fast klingen durch den
Raum und verhallen hin zur Straße
Wo nur noch ein dünnes Echo
Dessen ankommt was uns hier
So treibt doch noch fast mehr
Als ihr wunderbares Spiel ist
Die Harmonie der Töne zu
Den Linien ihres Körpers die
Sich sichtbar heute zeigen
Mit jedem Ton weiter noch
uns offenbaren wie ihr Spiel
Jeden Muskel wohl berührt
Der schöne Körper unter
Steter Spannung sich wohl
Wölbt im Anschlag jeden Tones
Hach wie gern würde der nur
Betrachter nun den Notenlinien
Ihres Rückens mit der Zungenspitze
Folgen um als Echo ihres Spiels
Sie noch singen zu hören
Der Ton verhallt ganz still
In piano eben nur die Träume
Schweigen lustvoll laut in uns
jt 31.5.14

Drohkulisseninsel

Großbritannien droht mal wieder
Mit dem Austritt und überhaupt
Sollte Merkel es wagen gegen
Ihren also Camerons Unwillen
Juncker zum Präsidenten der
Kommission zu machen werden
Sie austreten denn so etwas
Ließen sie sich nicht bieten
Poltert der Brite und trotz des
Reiz den diese Aussicht für ein
Endlich einiges Europa hätte
Konnte Merkel beim Pokern
Kaum eine bessere Karte mehr
Zugespielt werden denn nun
Kann sie tun was sie noch
Am liebsten und bessen macht
Vom Lehrmeister Kohl übenommen
Einfach aussitzen und die dort
Hitzköpfe gegeneinander laufen
Lassen bis irgendwann Einigkeit
Über die neue Kommission unter
Ihrer Führung besteht und so
Wirkt auch der lächerliche AfD
Der als verlorene Fraktion bei
Den unwilligen Tories unterkroch
Womit der Aufbruch für Deutschland
Vollständig unter englischer
Führung nun stattfindet so fragt
Sich nur was diese nun eint
Ob ihnen klar ist wie sehr sie
Merkel damit stärken und jeden
Ihrer künftigen Schritte wahrlich
Alternativlos macht sie genau
Das tun kann was sie die ganze
Zeit plante und wollte nur die
Naiven Sozis erzählen noch
Unsinniges Zeug von der
Direktwahl des Präsidenten
Die es in Europa nicht gibt
Dann sollte uns auch niemand
Länger etwas vorgauckeln
Angela Merkel hat gewonnen
Egal wie es ausgeht wird sich
Ihr Kurs durchsetzen
Es haben nur noch nicht alle
Gemerkt die laut tönen
jt 31.5.14

Bücherlust

Manche lesen aus Leidenschaft
Versenken sich sichtbar so sehr
In ihre Bücher dass die Umgebung
Völlig unsichtbar wird
Ob es gerade das ist was uns
Die Leserinnen begehren lässt
Weiß ich nicht auch wenn es
Fraglos genügte
jt 31.5.14

Ballungsrelativierung

Wer die Wahl hat
Hat die Qual
Hören wir abgedroschen oft
Fraglich ob dies immer auch
Gilt oder es ganz anders
Sein kann in der Lust
Die nie zuviel höchstens genug
Uns immer ist aus Sicht
Des Mangels noch zumindest
Der warum immer auch
Bis heute künstlich erzeugt
Die realen Verhältnisse verkehrt
Denn was gäbe Mann darum
Sich auf das Risiko einer noch
Lebenslänglichen Bindung hin
So gern auf unabsehbar dunkle
Höhlen einzulassen um in noch
Fremden Feuchtgebieten nackt
Zu campieren und es unter
Größtmöglicher Selbstverleugnung
Noch das schönst mögliche auf
Der ganzen Welt zu nennen
Manches darob zu ertragen
Fußball wie auch Eisenbahn
Im Stich zu lassen
Denn meinten wir weniger
Daran herrsche real Mangel
Ließen wir lieber noch manch
Gelegenheit vorüberziehen
Wer im Überfluss der Lust lebt
Gewichtet oft anders als die
Noch unter der Fuchtel bis heute
Weiblicher Mangelwirtschaft
Kuschenden Herren hoffend auf
Zugriff oder Zuteilung rarer
Zärtlichkeit so relativiert die
Bloße Zahl wohl manches was
Uns längst Natur zu sein schien
Weniger ist so als es scheint
Wer dann noch wählen muss
Ist doppelt gequält da es
Im Ergebnis nie alle glücklich
Macht und so lassen wir heut
Manches ziehen um gelassen
Zu sehen was bleibt könnte
Am Ende weniger erwarten
Mehr Lust uns lassen
jt 31.5.14

Moralische Außenpolitik

Nun mahnen die USA auch China
Sich ja gut zu benehmen
Im schwierigen Inselstreit
Der um die Rohstoffe vor allem
Die unter dem südchinesischen
Meer lagern als Ziel lokaler
Gier sich dreht und kommen
Den müde lächelnden Chinesen
Hoch moralisch nicht völlig
Abwegig zumindest drohen sie
Längst mit der Verteidigung der
Territorialen Fakten zu Not auch
Militärisch womit der Coup der
Russen und Chinesen gelang
Von der Ukraine abzulenken
Den moralischen Weltpolizisten
Zu beschäftigen wie logisch
Abzulenken bevor es um Dinge
Geht die ernster sind als die
Flecken im Meer und wer fragt
Wohin das führt hat schon
Verloren im Spiel um Macht
jt 31.5.14

Versuch über die Liebe

Wollte mal was über die Liebe
Schreiben nicht nur immer von
Kaum begonnen frage ich mich
Was weiß ich überhaupt über
Wenn ich was weiß war es eher
So mittendrin immer wieder aber
Über war sie mir auch schon da
Hatte ich mehr als genug von ihr
Ob ich darum je drüber stand
Oder immer nur beteiligt war
Also über wenig sagen kann weil
Der Überblick fehlt ist mir unklar
Genauso ob einer der drüber steht
Wirklich den Durchblick hat
Nicht viel eher mehr Grund zu
Misstrauen gibt denn was
Lässt sich schon mit Distanz
Über die Liebe sagen von
Unbeteiligten so kommt mir
Langsam der Gedanke dass
Fühlend ich vielleicht doch mehr
Über weiß als die Beobachter
Aber genau weiß ich das nicht
Darum sage ich lieber nichts
Mehr über genieße lieber inmitten
Da mir lieber verliebt der Überblick
Fehlt als dass ich vernünftig
Nur besähe was ist und so
Bin ich am Gedicht wohl
Endlich gescheitert
Macht nichts
Über manches muss ich
Nichts mehr sagen
jt 31.5.14

Morgenandacht 0037

Unter himmelblau erwachen
Alte Liebesbriefe lesen noch
Vor dem Frühstück also auf
Quasi nüchternen Magen
Könnte ungleichgewichtig
Schwer erschüttern allemal
Wo sie von Superlativen voll
Dir deine geliebte Wortzauberei
Dankbar herzensvoll noch
Höher anrechnen dich liebend
Mehr loben als du dich selbst
Zumindest bescheiden gegeben
Je noch sahst ehrlich ohnehin
Und sich dann doch ein wenig
Rühren lassen wie schön
Es hätte sein können wenn
Die große Liebe je lebbar wäre
Ist ein Anfang der verklärt
Beflügelt zumindest erhebt
Kann ich nur jedem raten
Manches in sich leben lassen
Zumindest ab und an auch
Wenn es keine Zukunft hat
Lebt sich auch in geliebter
Vergangenheit manchmal
Gut in den Tag
jt 31.5.14

Auflauflust

Während der Auflauf im Ofen
Noch buk sanken sie hin
Zogen die Hosen je runter
Schoben übriges hoch
Derweil der Käse noch bräunte
Drang er in rotblonde Mitte
Erschöpften sie sich
Vom Ofen erhitzt
Später aßen sie noch
Zusammen den Auflauf
Mit übriger Lust
jt 31.5.14

Vom richtigen Zeitpunkt

Sie wussten nicht genau ob sie
Sich lieber vor oder nach dem
Essen lieben sollten
Vorsichtshalber zogen sie sich
Vorab aus falls es noch zu heiß
War wären sie schon heiß genug
Es einfach zu tun
Manchmal ist es gut
Auf alles vorbereitet zu sein
jt 31.5.14

Moralischer Mehrwert

Der Sultan am Bosporus
Schaltet die Netze ab
Damit keiner was böses
Über ihn mehr schreibt
Das kostet fast nichts
Und führt keinen noch
In Versuchung
Die Demokraten dagegen
Im Norden empören sich
Über die einfach Abschaltung
Sie investieren lieber 300 Millionen
Um alles in Echtzeit mitzuhören
Wer sich verrät ist gänzlich frei
Dies auch zu tun
jt 31.5.14

Freitag, 30. Mai 2014

Der Geist von Bilderberg


Nun tagen sie wieder seit gestern
In Dänemark in einem Rang wie
Reichtum der Beteiligten wohl
Standesgemäß angemessenen Hotel
Für königliche Herrschaften
Den wenigen noch in Europa
Aus dieser aussterbenden Gattung
Wie Topmanagern aus Okonomie
Politik und Kultur was wieder viele
Der phantasievollen Zeitgenossen
Zur Erfindung neuer Theorien der
Verschwörung bringt über diese
Ach so geheime Weltregierung
Die über Auf- und Abstieg der
Dort verwalteten Köpfe entschiede
Ob dabei die Furcht größer ist
Die Verschwörung könnte real
Alle Macht übernehmen oder
Die Phantasie könnte sich als
Bloß solche herausstellen
Denn prüfen wir die Karrieren
Der wichtigsten deutschen
Teilnehmer über Jahre zeigt sich
Es gibt wohl weniger die Macht
Von Bilderberg als für noch immer
Abergläubige und sonst Gläubige
Den Fluch von Bilderberg
Nach dem bis auf Mutti alle
Teilnehmer ihre Jobs verloren
Oder ihre Karriere einknickte
Fraglich nur ob daraus nun eher
Zu schließen ist Mutti beherrsche
Auch die geheime Weltregierung
An der sie aber nur einmal teilnahm
Bevor sie Kanzlerin wurde
Während von den anderen viele
Massive Knicke in ihrer Karriere
Nach der Teilnahme an der
Angeblich so mächtigen
Weltregierung erleben mussten
Könnte würden die Theoretiker
Aller Verschwörungen denken
Statt nur dumm mutmaßen
Wohl den Wahn zur Gänze
Entkräften aber vermutlich
Bleibt uns auch dieser Spaß
Noch als oft antisemitische
Mahnung weiter erhalten
Aus dem Land der Naivität
Mit dem Geist von Bilderberg
Hat all dies weniger zu tun
Als Big Brother mit einer
Vorlesung Imanuel Kants
Zur praktischen Vernunft
Aber ob hier Aufklärung
Wirklich hilft habe ich so
Meine Zweifel denn eins
Ist sicher die menschliche
Dummheit ist unsterblich
Sonst nichts
jt 30.5.14




Geistergespräche

Die Kanzlerin führt Gespräche
Im Geist was ja vorkommt bei
Viel beschäftigten Personen
Die sich auf vieles konzentrieren
Müssen um möglichst allen
Irgendwie gerecht zu werden
Sie führt sie also im Sinne
Der parlamentarischen
Demokratie in Europa
Auch wenn was die Menge
Wünscht nachdem es sich
Die Parteien im Wahlkampf
Auf ihre Schilde schrieben
Nichts mit dem Recht noch
Zu tun hat noch viel mehr
Mit Demokratie als zuvor
Wie Mutti so treffend sagte
Es ist egal wer da oben sitzt
Was sie nicht sagte war
Unter meiner Führung
Aber vielleicht ergibt sich das
Wenn sich etwas ganz andres
Folgerichtig ergibt für sie selbst
Die dann die Führung übernimmt
Auf Drängen der Engländer
Ohne jeden Widerstand derer
Deren europäische Gläubigerin
Sie ist es fragt sich nur warum
Nun alle darauf bestehen eine
Parlamentarische Marionette
An die Spitze der Kommission
Zu setzen die nicht auf Vorschlag
Des Parlamentes sondern des Rats
Besetzt wird die vom Parlament nur
Bestätigt werden muss was klares
Europäisches Recht ist und somit
Die Nationen entmachtet ohne etwas
Rechtlich glaubwürdiges dem
Entgegenzusetzen sehr seltsam
Wer hier was von diesem Spiel
Nicht verstanden hat und die
Gute protestantische Pfarrerstochter
Zwingt sich am Katholikentag weit
Aus dem Fenster zu hängen
Wie manche meinen die noch
Immer nicht Europa seine Macht
Wie deren Spiel verstanden
Sein wir uns sicher zur Not
Übernimmt England das
Wir wehren uns gegen die Krake
Aus Brüssel meinen lachhaft ein
Gegen Rechtsnormen wie auch
Gewohnheiten verstoßendes
Parlament wäre mehr legitimiert
Als jeweils gewählte Regierungen
Nun wird Merkel eben Gespräche
Im und mit Geistern führen
Es ist egal wer da sitzt solange
Sie es nicht ist oder ihre Ursula
Bis wir nationale Regierungschefs
Ins höchste Amt Europas befördern
Bleibt es ein Winkaugust von nur
Nationalen Gnaden aber schön
Wie einsichtig sich Mutti gab
Ob es jemand glaubt außer den
Parteibonzen der SPD die sich
Dies als Verdienst ans fettige Revers
Gern heften und es für Demokratie
Tatsächlich verkaufen wollen
So lustig kann Europa sein
jt 30.5.14

Halbe Portionen

In Zeiten des Überflusses
Wird die halbe Portion zum Wert
An sich der geteilt noch mehr wird
Als vorher weniger allein war
Sich Essen teilen biblisch bekannt
Wird immer noch gern geübt
Sich Frau oder Mann teilen
Wird immer wieder leidenschaftlich
Probiert noch sind wenige Fälle
Bei denen es egalitär funktioniert
Auch wenn Tuchholsky so schön
In Schloss Gripsholm darüber
Schreibt dass sich wohl manche
Verführt fühlen könnten für den
Moment ohne zu wissen wie
Wohin wir das Gefühl dabei
Packen welches immer gern
Ausschließlich agiert unter uns
Sich teilen entschleunigt auch
Weil zum puren Genuss noch
Die Abstimmung unter den dann
Mehr vonnöten ist Zeit braucht
Die zu verschwenden ja wieder
Ein unschätzbarer Luxus wurde
Spannender noch wird es wenn
Zwei sich teilen was typischerweise
Auch ganz sinnlich nur einem
Gehören kann aber nicht muss
Wie wir in Zeiten lernen in denen
Müll essen ein Mehrwert ist und
Liebe da nicht berechenbar eher
Als wertlos gilt im Sinne der
Wertschöpfungskette der wir
Als Teil stets unterworfen sind
Vom Rechtsgeschäft der einmal
Entbindung bis zu den dann
Nur noch von unseren Erben zu
Betreibenden Geschäften unsrer
Entsorgung für die manche ja
Schon vorsorgen da wir wissen
Alles Fleisch es ist wie Gras
Und was nicht Heu wird ist Mist
Wo zwei sich schließlich sogar
Eine Frisur teilen um nach je
Bedürfnis weiter unten oder oben
Mehr freizulassen zeigt sich der
Teilungsgedanke in Perfektion
Unklar nur ob er nun mehr
Be- oder entschleunigte
jt 30.5.14

Kaisertod

Franz: "Ich glaube, dass das Schiksal es anders mit uns will, als unsere Mütter es beschlossen haben."
Franz:"Sissi, ich liebe dich! Willst du meine Frau werden?"
Sissi:"...Nein! Nie!"
"Ich bin der Vorsehung dankbar, dass sie mir eine Frau gegeben hat, die die göttliche Gnade besitzt, die Herzen ganzer Völker zu gewinnen."

’’Eine Frau verzeiht alles – aber sie erinnert uns oft daran, dass sie uns verziehen hat.‘‘
Karlheinz Böhm

’’Es gibt nicht fünf Milliarden Menschen, sondern fünf Milliarden Mal EINEN Menschen.‘‘
Karlheinz Böhm

Der Kaiser ist tot
Nicht der Kaiser
Den gibt es ja schon lang
Nicht mehr sowenig wie
Sein Reich das nach dem
Krieg den dieser Kaiser
Vor hundert Jahren begann
Als sein Neffe zu Sarajewo
Erschossen wurde jener heute
Berühmte Franz Ferdinand
Sondern der ihn spielte im Film
Über die königliche Liebe
Zu seiner schönen Frau Sissi
Der Kaiserin Elisabeth von
Österreich-Ungarn gespielt von
Romy Schneider und an beiden
Die weitere große Rollen spielten
Klebte diese kitschige Schnulze
Über eine kaiserliche Liebe
Ein Leben lang
Elisabeth starb lange vor ihrem
Mann als Opfer des Attentats
Eines italienischen Anarchisten
Woran ihre Darstellerin Romy die
101 Jahr später geborene starb
Blieb immer unklar während der
Kaiser im hohen Alter von 86
Wie jetzt Karlheinz Böhm starb
Der aber keinen Krieg begann
Sondern in der zweiten Hälfte
Seines Lebens sich ab 1981
Daran machte lieber Menschen
Zu retten mit seiner auf eine
Wette bei Wetten das... sich
Gründende Hilfsorganisation
Menschen für Menschen
Gut als Retter in Erinnerung
Zu bleiben nicht nur als Kaiser
jt 30.5.14

Such(t)formen

Die Suche der Großstädter
Nacheinander wie miteinander
Träumt nur von der Realität
Und trifft sich doch den vielen
Begegnungen im Alltag zum
Trotz eher im virtuellen Raum
Leicht verwirrt wo sich dieser
Realisiert fragt sich mancher
Wie wirklich noch die hier
Wirklichkeit wohl ist in der wir
Einfach gut funktionieren
Dann Abstand zu nehmen
Von der nur Funktion öffnet
Den Blick für neue Wirklichkeiten
Hinter scheinbarer Realität
Die wir uns nach unserm Bild
Neu formen und es fragt sich
Um was es uns geht außer
Wahrgenommen zu werden
Wie wir sind was wir uns
Oft genug selbst fragen
Der Traum erfüllbar wäre
Oder wir davon weiterleben
Die große Erfüllung lieber
Nur zu träumen auch wenn
Die Hoffnung zuletzt stirbt
jt 30.5.14

Stullenbank

Auf einer Bank an der Allee
Noch im Schatten unter dem
Schirm vor der Stullenmacherin
Tost der Verkehr am Tag
Zwischen den Tagen etwas
Milder scheint es was sich
Als Täuschung zeigt wenn
Die Ampel wieder grün wird
In den Blättern der längst
Grünen Bäume spielt die Sonne
Leise rollen die Niederflurbahnen
An der hier Haltestelle nun an
Blau leuchtet der Himmel über
Berlin am Berg zwischen
Wörther und Knaackstraße
Die Blumen auf dem Tisch
Finden ihren Spiegel in der
Minze im Glas des Tees
Der noch etwas dampft
Es ist Frühling
Auch hier fragt sich nur
Ob der Verkehr anders klingt
Wenn nicht mehr Frühling ist
jt 30.5.14

Morgenandacht 0036

Wie es ist alt zu werden
Fragst du dich bis du mehr
Darüber nachdenkst wie es wohl
War morgens ohne Schmerzen
Noch aufzuwachen welche
Der vielen Sünden wider das
Auch nur Fleisch nun ihre
Immer angedrohten Folgen zeigt
Ob es sich noch lohnt aufzuhören
Mit dem Rauchen um wieder
Zu leben oder es das einfach
War weil Leben sich eben nicht
Rückwärts leben lässt heißt dies
Leiden am eigenen Körper wohl
Reifen oder ist es doch was
Ernsteres und könnte es noch
Hilfe geben aber wer traut
Schon noch Ärzten allein der
Gedanke macht krank
Best agers werden deine Eltern
Noch genannt aber du hast es
Irgendwie hinter dir wozu auch
Noch mehr und länger
Aber es muss ja noch etwas
Weitergehen denkst du
Aber nichts muss mehr
Nun bist du alt es kommt
Nicht mehr darauf an was
Vielleicht noch kommt
Es hat sich erledigt
Gestern noch erzählte mir
Meine Mutter das eine Freundin
Von mir nun wohl stirbt
Was sie mir seit Monaten sagt
Es rührt mich nur ein wenig
Ist halt so irgendwann
Vier Jahre war sie älter als ich
Dann wird sie auch nicht mehr
Ohne Schmerzen erwachen
Ob es dann noch drauf ankommt
Frage ich mich nicht
jt 30.5.14

Bücherliebhaberin XVIII

Wie sie danach noch
An den Büchern vorüber lief
Ein wenig zerzaust von der
Wildnis in der sie aufeinander
Ritten bis eins zum andern kam
Sie zusammen gekommen
Wie sie glauben machen wollten
Oder nacheinander vielleicht
Wie es wohl möglich war
Oder nur einer so tat als ob
Wie sie es gelesen hatten
Oder keiner wusste aber doch
Seine Spuren hinterließ
Als sie die Rücken der liebsten
Bücher noch streichelte
Es langsam aus ihr tropfte
Einen Faden die Strümpfe
Hinunter vom Schritt aus
Zog der sich im Läufer
Verlieren würde unsichtbar
In der längst Nacht im Schatten
Der Bibliothek im Turm
Wusste er warum er nur noch
Mit Frauen schlief die Bücher
Liebten wie er und ihre Hand
Auf den ledernen Rücken
Berührte ihn mehr als die
Vielen zuvor noch ihn
jt 30.5.14

Durch die Nacht

Durch die Nacht nur noch
In Gedanken nach den Worten
Wird was wenig schien schon
Mehr in bloß Erinnerung der
Verloren geglaubten Träume
Denn was wollten wir noch als
Gelebt zu haben bis die
Leer gewordenen Ideale
Unerwartet wieder sich mit
Einer Ahnung von etwas
Was nur sein könnte falls
Aufblasen zu Seifenblasen
Glänzend im matten Schimmer
Der oben immer noch Sterne
Städtisch nur nebenher zwischen
Laternen und Neonröhren
Vor sich hin leuchtend
Fliegen sie durch die Nacht
Bis sie platzen oder unerwartet
Ankommen als könnten bei uns
Seifenblasen mehr sein als
Lufthauch und feuchter Film
Auf kühlem Asphalt
Was immer bleibt ist irgendwo
Ein schönes Bild in Erinnerung
Vom Echo der Verse
Mehr als nichts
jt 30.5.14

Vorauseilender Gehorsam

Ein Viertel der Franzosen haben
Die rechtsradikalen Nationalisten
Des Front National gewählt
Schlimm genug wieviele unsrer
Nächsten Nachbarn so blöd sind
Auf die Lügen und Sprüche einer
Marie Le Pen hereinzufallen
Die Regierung gibt sich schwer
Erschüttert und macht darum
Als erstes einen Kotau vor den
Feinden der offenen Demokratie
Schafft das geplante Wahlrecht
Für Einwanderer noch vor der
Einführung wieder ab weil just
Schwer vermittelbar es scheint
Als gäbe es da überhaupt ein
Vermittlungsproblem zwischen
Regierung und Volk ob aber nun
Glaubwürdiger wird wer sich
Erstmal zurück zieht bleibt wohl
Fraglich vermutlich eher nicht
Es ist dies keine demokratische
Reaktion auf eine Abstimmung
Sondern billiger Populismus
Die Sozialisten werden wohl nie
Wähler vom FN gewinnen aber
Sie verlieren jede Glaubwürdigkeit
Wenn sie ihre Ideale nach der
Ersten Wahlschlappe verkaufen
Wer sich an die Lügen des FN
Anpasst stärkt nur diesen
Es gilt im Gegenteil ihnen klar
Entgegen zu treten damit nicht
Normal wird und akzeptiert was
In Europa nie wieder eine
Mehrheit finden darf dies ist
Überall falsch auch die CSU ist
Für die dumme Politik der nur
Ausgrenzung bestraft worden
Wen wird dieser Kniefall noch
Stärken wer gewinnt nun am
Ausverkauf der Ideale
jt 29.5.14

Donnerstag, 29. Mai 2014

MahlZeit

Die Lust auf Essen
Wie die Lust am Essen
Hängen für viele an der Zeit
Als müsste sich die Lust
Nach etwas richten
Was eine nur relative Größe ist
Wo doch die Lust absolut bleibt
Wenn sie ist und wir wagen
Mit ihr zu leben sie auszuleben
Kann es keine Zeit für die Lust
Auf ein Mahl geben sowenig
Wie wir die Stoppuhr stellen
Um dann wenn es klingelt
Lust aufeinander zu haben
Wie nahe liegt es da sich dort
Wo wir die eine Lust genießen
Auch der anderen hinzugeben
Da wenige im Bett selbst kochen
Zeigt sich wie nahe es dagegen
Läge sich eher in der Küche
Zu lieben als nur im Bett
Wo wir weniger Zeit mit Lust
Als mit Ruhe verbringen
Was die Kombination von
Sex und Entspannung sowie
Esslust und Ordnung zu
Genau bestimmten Mahlzeiten
Über das Wesen der Menschen
Dahinter verrät ist interessant
Mit der Mutter meiner Tochter
Schlief ich zum erstenmal
Lustvoll in ihrer Küche
Vielleicht gibt es Hoffnung
Für diese wunderbare Tochter
Dass sie eine Genießerin wird
Auch außerhalb fester Mahlzeiten
jt 29.5.14

MH370 - Spurlos verschwunden

Nun ist mal wieder die letzte
Spur verschwunden alle Suche
Endete im Nichts worüber sich
Verschwörungstheoretiker freun
Widerlegt es ihren Wahn doch
Zumindest noch nicht
Natürlich sind die bösen Amis
So schuld wie die Juden denen
Die halbe Welt gehört und so
Ist dies egal wo verschwundene
Eine wahre Offenbarung der
Verbreiteten Dummheit
In den Kommentaren der Leser
Die sich von den bösen Medien
Distanzieren über die sie sich
Besser wissend was wirklich war
Auf noch unter BILD Niveau gern
Erheben was deutlich macht
Wie tief diese längst sanken
So ist was nicht ist im übrigen
Halt woanders vermutlich
Solange wir nichts wissen
Ist alles übrige Spekulation
Müßig sich noch mit MH370
Weiter zu beschäftigen
Aber gut wenn manches noch
Spurlos bleibt also mir macht
Das Hoffnung auf Freiheit
Auch ohne NSA und BND
Zur Not Tod am Grund
jt 29.5.14

Reisezeit

Auf Reisen versuchen wir
Von einem Ort zum anderen
Zu gelangen um da zu sein
Oder auch nur unterwegs
Um so ferner das Ziel
Um so weniger Zeit vor Ort
Physikalisch krümmt der Raum
Die Zeit wie diese linear jenen
Immer doch die Relativierung
Der Zeit fühlen wir selten ganz
Wo die Ziele verschwimmen
Wird es wichtiger die Reise
Zum Genuss an sich zu machen
Nicht nur ankommen wollen
Sondern Unterwegsssein als
Lust in der Bewegung
Wie es manche zelebrieren
Den Augenblick egal wo nutzen
Gibt der Fremde ein Gefühl
Von warmer Nähe weil wo
Auch immer wir nun sind
Sind die Wege zueinander
Zumindest am Ende ziemlich
Gleich warum die Lust
Manchen die sie Zuhause
Weniger finden ein Ziel bleibt
Solange wir uns an was wir
Auch tun ganz verlieren
Wird es gut sein
Sonst nichts
Egal wo Hauptsache
Wir genießen genug
Darum bleibe ich einfach da
Es erhöht die Chance ganz
Da zu sein wo es nur noch
Um den Genuss geht
jt 29.6.14

Zeitnahme

Sich aneinander halten
Um nicht mehr vom nur
Hätte doch zu träumen
Mehr zu leben was ist
Könnte ein Schlüssel
Zur befreiten Zeit sein
In der du bestimmst
Um dich nicht länger
Bestimmen zu lassen
Mühsam erlernt
Bis zur Erschöpfung
Fast völligen Vernichtung
Half Lukrez erstaunlich
Werte neu zu setzen
Damit ich nicht
Auf der Suche nach
Der verlorenen Zeit
Am Nichts erstickte
Was immer wird
Nichts muss aber
Immer mehr kann
Wir sind auch frei
Zu sterben
Von eigener Hand
Wenn wir es wagen
Nicht mehr zu sein
Dies zu wissen macht freier
Um zu genießen was weniges ist
Sich Zeit nehmen ist wenig
Wenig Zeit haben dazu
Meist alles manche sogar
Beschäftigen sich mehr
Mit dem wenig haben
Als sich anstatt zu nehmen
Denn was braucht es schon
Wenn wir nicht mehr sind
Ist nichts mehr da
Geht uns nie mehr etwas an
Wenig ist wert sich keine
Zeit zu nehmen als die
Ratlosigkeit
Nichts muss
jt 29.5.14

Morgenandacht 0035

Was uns den einen Tag eher
Andächtig den anderen nur
Irgendwie beginnen lässt ist
Meist unsere Sicht auf die je
Dinge auch wenn wir dazu neigen
Diese bloße Ansichtssache
Für absolut zu erklären uns
Darum für Opfer der Zeit halten
Statt als autonome Herrscher
Über diese zu verfügen
Lassen wir uns glauben machen
Diese dränge und setze uns
Von selbst unter Druck als sei
Die Zeit nichts anderes als
Unsere Anschauung der eben
Natur in der wir das Plätschern
Eines Baches als hektische
Unruhe sehen können in sonst
Ruhiger Natur oder als Ausdruck
Des beruhigenden Gleichmaß
Feiern wie genießen können
Seit ich mich entschied
Es gibt nichts was wert wäre
Sich mehr zu beeilen als mehr
An Genuss bin ich Herrscher
Der Zeit geworden und lasse
Mich durch nichts hetzen
Fragt sich nur ob dies nur der
Ton des Feiertages ist oder
Auch weiter andächtig standhält
Das Experiment der Beobachtung
Unserer Autonomie hat begonnen
Ihm sind keine Grenzen gesetzt
Lasse mich überraschen wie
Leicht ich mir Zeit nehme
Um andächtig zu sein für
Freiheit wie Zeit
jt 29.5.14

Regenliebe

Dem Regen lauschen wie er
Weiter fällt und fällt
Tropfen für Tropfen
Aus übervollen Dachrinnen
Auf eiserne Fensterbänke
Als trommeln der Nacht
In der Erinnerung der Träume
Immer weiter klopft
Wie eben noch
Als ich unterm Schirm
Nach Hause lief
Nur davon träumte
Dich im Mairegen zu küssen
Unter einem Schirm
Oder im Regen nur nah genug
Unsere Lippen von innen noch
Feuchter zu machen so
Zungenverschlungen
Als es der Regen könnte
Macht den Blick
Durch die Nacht
Durch den Regen
Durch die Nacht
Ganz schön licht
jt 29.5.14

Frauenpower oder Powerfrauen

Mutti ist wieder die mächtigste
Zumindest Frau der Welt
Sagen die von Forbes
Nur was sagt uns das zumindest
Steht sie für die Macht der Frauen
Oder für eine machtvolle Frau
Unterscheidet sich das und
Ist es wichtig dies zu tun
Für die Frauen oder die Macht
Sie ist auch ohne Frau zu sein
Der mächtigste Politiker Europas
Einer der mächtigsten der Welt
Nur ist dies Frauenmacht oder
Macht in den Händen einer Frau
Was bedeutet es dies noch
Zu unterscheiden oder ist es
Egal welches Geschlecht die hat
Die an der Macht ist weil Macht
Einfach ermächtigt ohne das
Es auf etwas anderes noch ankäme
Wenn dem so ist fragt sich nur
Warum wählt ein Magazin sie
Die eine der mächtigsten der Welt
Längst ist sie als Frau insbesondere
Was ist weiblich an ihrer Macht
Wie mächtig ist eine Le Pen nun
Oder schließt Faschismus nun
Frauenpower aus ist dieser nur
Weil dumm wie verachtenswert
Männlich oder hat die Dummheit
Kein Geschlecht und warum
Kommt es bei Mutti darauf an
Was lässt sie weiblich mächtig
Sein worin unterscheidet sich
Männliche von weiblicher Macht
Was hilft es uns beim Verständnis
Füreinander ein an ein Amt
Gebundenes Verhalten an das
Geschlecht zu binden oder ist
Diese Betonung mehr eine nur
Ablenkung von dem was Macht
Für uns ausmacht
Fragen über Fragen nur wie
Männlich bin ich noch wo ich
Über die Institutionen der
Macht nur lachen kann
jt 29.5.14

Mittwoch, 28. Mai 2014

Sternenflieger

Flieger grüß mir die Sterne
Grüß mir die Sonne und
Grüß mit den Mond
Sang eins Extrabreit als der
Dichter noch ziemlich jung
Weiter noch ging damals
Peter Schilling mit Major Tom
Als er sang
Völlig losgelöst
von der Erde
schwebt das Raumschiff
völlig schwerelos.
Vor ihnen hatte schon der große
David Bowie jenen Major Tom
Der Erde antworten lassen
"Here am I floating round my tin can
Far above the Moon
Planet Earth is blue
And there's nothing I can do."
Nun ist wieder einer gestartet
Tief im Osten zu der
Internationalen Raumstation
ISS für 166 Tage im All
Hängt er an Technik
Lebt von ihrer Funktion
Schaut herab auf unsre Erde
Sieht wie klein wir alle sind
Und es bleibt der Traum von
Neuen Welten irgendwo im
Nirgendwo dort oben
Wird er wieder friedlich landen
Wenn die Mission im All dereinst
Erfüllt oder wird ein kleiner
Irdischer Konflikt um Grenzen
Den Erfolg der Mission trüben
Sollten wir im Blick ins All
Lieber spüren wie klein unsre
Gier und Missgunst ist
Was zeigt uns der weite Blick
Erst wie klein all unser Streben
Doch noch ist und wie gut wohl
Wäre es manche sähen wohin
Kleinlich Missgunst wie ewig
Rechthaberei uns nur führen
Von den Sternen träumen
Im Berliner Regen durch den
Unter dichten Wolken nicht
Ein Stern zu sehen ist hilft
Vielleicht den Blick zu weiten
Für was zählt jenseits von
Nur Macht und Gier könnte
Es hier unten um so vieles
Liebenswerter doch noch sein
jt 28.5.14

Was Glück ist

Was Glück ist weiß ich nicht
Wann ich glücklich bin ahne ich
Eher ungenau meist und dennoch
Streben wir danach als könnte es
Nie anders sein wollen es sogar noch
Am liebsten mit den Liebsten teilen
Nennen es dann Familienglück
Oder kleiner noch Zweisamkeit
Nicht nur wegen teils erstrebter
Besamung jeweils
Was immer uns bleibt
Schöner ist in summa zusammen
Nach dem Glück zu streben
Um es wieder zu teilen
Als sei das schon der Mehrwert
Im Glück an sich abzugeben
Vielleicht ist es das
Sonst nichts
jt 28.5.14

Vorzug

Genieße den Vorzug
Nicht im Zug aber
Irgendwie erwählt
Sind doch Portale
Meist sehr windig und
Der Wind berührt überall
Wo er gerade weht
Sähe lieber nur dich
Gleich einem Seewind
Herb rein wie salzig
Durch mein Leben fluten
Aber sicherer vor Verletzungen
Ist dieser Schutz bestimmt
Relativierung raubt Besonderheit
Relativierung schenkt Freiheit
Was uns wann wichtiger ist
Bestimmen wir allein
Mehr oder weniger glücklich
Noch damit irgendwie
Unbestimmt
jt 28.5.14

So oder so

Liebe es so
Oder so nur
Echt muss es
Sich anfühlen
Gut ist was gefällt
Lust ist schön
Schöner ist nur
Lust mit Liebe
Ob noch mehr geht
Weiß ich nicht
Vielleicht mit Lust
Auf die Liebe zur
Lust an der Liebe
Voller Lust
Schon lustig
jt 28.5.14

Was weh tut

Das letzte mal
Als es eigentlich
Richtig weh tat
War im November
Da habe ich es nur
Lieber nicht so sehr
Rangelassen und
Abgelenkt ging noch
Irgendwie gut
Passte nicht oder so
Was du halt so sagst
Weiß nicht was
Eigentlich nur dass
Es gut so ist
Und im Januar
Aber da war ich
Noch vorsichtiger
Was erzähl ich dir
Du wirst es kennen
Rüstung an und Lächeln
Küsschen hier und da
Noli me tangere
Außer es wäre was
Aber immer vorsichtig
Damit nichts passiert
jt 28.5.14

Europavermessung

Europa ist eine kontinentale
Landmasse vor der großen
Asiatischen Masse an Land
Sie hat im Verhältnis zur nur
Zipfelhaften Größe kulturell
Eine relativ hohe Bedeutung
Vor Europa liegt eine Insel
Eigentlich zwei aber nur eine
Zählt hier die sich gem weit
Vom Land distanziert aber
Auch sagen möchte wie es
Am Land zu laufen hat
Doch die Insel der Engel
Bleibt immer eine Insel
Was im Meer schwimmt
Muss den Kontinent nicht
Tangieren lassen wir sie gern
Hiesigen Aufbruch adoptieren
Mögen sie gen Westen segeln
Europa ist keine Insel
Hat nur welche
Braucht sie nicht
Es ist auch so
jt 28.5.1 4

LustHerrschaften

Wer herrscht bei der Lust
Beherrscht wer wen oder
Muss sich jemand noch
Beherrschen um sich nicht
Ganz der Lust am Herrschen
Hinzugeben völlig unbeherrscht
Gibt es gendergerechten Sex
Mit oder ohne Strümpfe
Oder lieber in Socken
Wer könnte sich da noch
Mühsam beherrschen
Kommt es auf oben
Oder unten liegen an
Was nahe läge wegen liegen
Es scheint als hinge es
Weniger an der Stellung
Als unserer Haltung zu ihr
Wer nur beherrschten Sex will
Kann ihn auch kaufen nur
Wann ist Sex nicht Kampf um
Herrschaft oder was eigentlich
Die einverständliche gemeinsame
Befriedigung des Triebes
Klingt mehr nach Essen gehen
Bäuerchen nicht vergessen
Wer sich von Leidenschaft
Beherrschen lässt herrscht
jt 28.5.14

Synchronschwimmen

Eigentlich mochte er Sex
Während sie breitbeinig
Darauf wartete endlich
Wie versprochen noch
Geleckt zu werden
Stieg ihm der Duft
Aus ihrem Schoss
Langsam in die Nase
Es schien als mische sich
Dort ihr Sex der letzten Tage
Vielleicht auch nur seit heute
Morgen um wann eigentlich
Hell war es wohl schon
Beim ersten mal und dann
Wieder und wieder bis einfach
Nichts mehr ging er nur noch
Schlapp herunterhing
Sie los mussten
Wusste nicht wann noch warum
Gut - sie hatten was getrunken
Wie immer nur etwas mehr
Er zog nochmal an der Zigarette
Vielleicht konnte er sie lecken
Wenn er die Luft anhielt
Es drehte sich alles
Egal sie wollte das jetzt
Da musste er nun durch
Noch ein Zug nur warum
Diese Fischsuppe jetzt
Wo sich alles drehte
Eigentlich mochte er Sex
Er hatte Angst sie würde ihn
Schlagen wenn er jetzt sagte
Wasch dich erstmal
War ja sein Saft
Egal da musste er durch und
Eigentlich mochte er Sex ja
Nur nicht so schnell
Hoffentlich kam sie bald
jt 28.5.14

VorBILDlich

Der Bundestrainer rügt seine
Spieler wo sie nicht spuren
Lässt öffentlich die Moral
Rügen warum manche nun
Nicht mehr mitspielen dürfen
Andere schon als ginge es
Darum ein Vorbild zu sein
Die Typen sollen Fußball
Spielen können sonst nix
Ob und was sie sonst tun
Ist mir relativ egal normal
Nur wenn ein Nörgler der
Ewige Dritte halt der alles
Außer gewinnen und leider
Hochdeutsch kann von
Moral predigt und selbst
Den Führerschein wegen
Raserei abgeben muss
Ist er eben nur noch die
Witzfigur oder hat wer noch
Hoffnung dass er zurücktritt
Würde wetten er bleibt solange
Wie Mutti und sitzt auch das
Noch aus gab es da nicht
Schon mal einen der hatte
Auch keinen Führerschein
Das arme Schein ...
Wurde da noch gereimt
Aber passt doch Wowereit
Ist auch nicht betroffen
Ging ja nicht um ihn
Neulich hat er ja den Mehdorn
Noch mitgenommen als der
Wohl auch zu schnell im Graben
Landete es gibt sie noch die
Rasenden VorBILDer im Autoland
Sonst nix
jt 28.5.14

Dienstag, 27. Mai 2014

Dialektik und Materie

Was ist ist
Was nicht ist ist nicht
Mehr nicht
Ist alles über was ist
Zu sagen wäre
Fraglich nur
Was macht glücklich
Denn darauf kommt es an
Ist Glück was ist
Oder ist Glück das ist
Aber nicht ist kein Glück
Sondern nur der Traum davon
Und wenn wir mit dem Traum
Glücklich sind sind wir es dann
Auch wenn er nicht ist
Materiell betrachtet
Wie manche von der Liebe
Lange dachten als Illusion
Des Geistes mit nur realer Folge
Oder ist was wir empfinden
Darum als Spannung messbar
Oder auch noch nicht jedenfalls
Mit Folgen in der Materie
Die wir nur sind
Gibt es also nichts was nicht ist
Wird auch der Aberglaube real
In der materiell messbaren
Spannung in unserem Hirn
Braucht es die Dialektik
Nicht mehr weil alles ist
Das Nichts nur eine Idee
Die nicht sein kann wo wir sind
Sind wir nicht mehr bleibt nichts
Nur zugleich waren wir nicht
Hat darum Lukrez schon
Glaube wie Dialektik widerlegt
2000 Jahre bevor sie gedacht
Worüber wir denken ist
Wo nichts ist denkt nichts
Also kann Nichts gedacht
Nie aber mit Sein sein
Es gilt Alles oder Nichts
Also tangiert mich das Nichts
Nie solange ich bin
Bin ich nicht mehr
Geht mich auch das Nichts
Nichts mehr an und nicht
Der Gegensatz zählt sondern
Das mehr an Glück linear
jt 27.4.14

Europäische Aussichten

Wie sich jemand fühlt hat wenig
Mit dem zu tun wie er andern
Erscheint ob es wem besser
Ginge wechselten wir mal
Den Blick könnte schon
Interessanter sein
Wir leben gut von der Armut
Der anderen diese dafür immer
Schlechter für unsern Reichtum
Wir sind die Fugger und Medici
Unserer Zeit als änderte sich
Etwas je bleiben wir nun
Die Bankiers Europas die sich
Gerieren als wäre all dies nur
Mit deutscher Gründlichkeit
Überhaupt möglich gewesen
Wäre nicht nur ein Ergebnis
Von Spekulation und Glück
Sowie staatlicher Stützung
Bestehender Monopole
Verbrecher lohnt nur kurze Zeit
Banken bestehen dennoch seit
Menschen Geld kennen
Irgendwo dazwischen liegt
Der deutsche Wohlstand
Ob es so bleibt hängt nur daran
Wie lange die Menge mitspielt
Konsumiert kauft Kredite braucht
Wo das endet hat wenig noch
Eine Zukunft für nur Gläubiger
Es fehlte der Glaube allein
Nichts blieb mehr als die
Luftblase der Illusion
Der anderen sie schuldeten
Uns was was es nicht gibt
Zeit die Zukunft auf mehr
Zu stellen als Geld
Was es nicht gibt
Außer im Aberglauben
Der nach ihm Süchtigen
Vielleicht hätte dann die
Freiheit wieder eine Chance
Ihren Raum zu finden
Mitten unter uns
Statt nur eingezäunt
Wie gerade in den
Restreservaten der
Geistigen Unversehrtheit
Die wir Irrenhäuser oder
Heute sauber Psychiatrie
Nennen anstatt Tempel
Wie früher
jt 27.5.14

Nationalmannschaftsführung

Wenige Wochen vor der WM
Die nichts mehr entscheidet
Der Trainer hat seinen Vertrag
Bereits vorab verlängert
Kommt nun heraus was alle
Irgendwie ahnten dem Team
Fehlt jede Führung
Der Kapitän und sein Vertreter
Humpeln mühsam im Lager
Trainieren noch im Separé
Die Nr.1 ist angeschlagen
Die Nr 2 nur zweite Wahl
Der Trainer der zum Titel
Den ewig Dritten führen soll
Hat keinen Führerschein mehr
Nicht dass er ihn bräuchte
Dort unten in Brasilien
Wo der DFB ein Lager für
Eine wohl nur Quahlifikation
Errichten ließ muss keiner
Fahren schon gar nicht
Vielleicht können sie das
Lager weiter betreiben
Nach der WM und Löw gleich
Unten lassen zur Vermarktung
Dann bringt er noch was ein
Wenn schon nie Titel
S' ischthaltsoohnFührerschein
Bischtnixhierwiedooderso
Wir wünschen der deutschen
Nationalmannschaft alles gute
Auf ihrer Geisterfahrt
jt 27.5.14

Politik macht Schule

Wo Politik Schule macht
Kommt selten etwas Gutes raus
Meist werden gewagte Reformen
Im Amtsweg schon gebremst
Durch umsetzungsunwillige
Beamten wie protestierende
Notfalls klagende Eltern
Inklusion als jüngstes Beispiel
Vermeintlich sozialerer Politik
Diente dazu Sonderschulen
Mal eben einzusparen um die
Besonderen Kinder wieder mit
In umbenannte Gesamtschulen
Zu setzen es sozial und innovativ
Nennen vor allem europäisch
Klingt verlockend und bringt
Wenigen mehr Fördermittel
Mehr dafür weniger damit
Die Staaten mehr sparen
Das erklärte Ziel über allem
So macht demokratische Politik
Irgendwie Schule mit Stückwerk
Nichts ganz und das halbe doch
Möglichst sparsam fehlt die Idee
Mehr noch Zusammenhalt
Geht es wie immer nur um Geld
Fragt sich ob es nicht sinnvoller
Wäre Schulen mit Verfassungsrang
Zu schützen vor Reformern mit
Üblichen Drang zur Profilierung
Demokratische Schule heißt
Weniger Parteipolitik in diesen
Dafür mehr offener Diskurs
Unter allen Beteiligten intern
Keine ständigen Reformen
Mehr Wachstum der Struktur
Weniger Politiker in der Schule
Damit Schule über Politik lehrt
Nicht nur ausbadet was sich
Reformer so ausdenken
jt 27.5.14

Morgenandacht 0034

Die Morgenandacht eines ohne
Gott an das Große auch im uns
Umgebenden Kleinen hat kein
Ende gefunden blieb er doch
Andächtig was der Tag wohl
Bringt hat sich nur in der nun
Nummerierung vom lateinischen
Ins größer denkende arabische
Gewandt was irgendwie anders
Wirkt als sonst mit Arabien von
Uns aus verbundener enger
Religiosität auf den Spuren
Eines irgendwie Propheten
Eher märchenhaft weit macht es
Die so gezählte Welt in der sich
Manche an 1001 Nacht sinnlicher
Fülle Überschwang erinnern
Grenzenlos auch im Gefühl
Zu wagen werden wo wir die
Schranken enger Dogmen lieber
Ablegen als zelebrieren denn
Wer solch weite reiche Welt uns
Hinterließ die ins unendliche
Spielerisch sich dehnen lässt
Dessen Horizont wird weiter sein
Als manche in engen Bahnen
Anderer jüdischer Sekten meinen
Lohnend zumindest weiter noch
Zu blicken auf eine Welt die keine
Grenzen kennt sich lieber noch
Allerorten nimmt was noch
Vernünftig scheint und dies
Beim Blick durch wie auf den
Uns Ursprung der Welt zu tun
Für vielleicht kommende 9966
Tage ein Plan mit Zuversicht
jt 27.5.14

Mehr oder weniger

Die Letzten werden die Ersten
Sein wenn es zum Ende kommt
Alle nur noch mehr oder weniger
Darauf warten einander ganz
Zu haben damit es keine halben
Sachen mehr gibt lieber nichts
Mehr zwischeneinander lassen
Mögen sie sich unverhütet
Voreinander schützen durch
Das nur Ende was ja auch
An und für sich genug ist
Nun nichts mehr
Mehr oder weniger
Zumindest
jt 27.4.14

Passwahlzahl

Die neue Passwahlzahl macht
Das multikulturelle Europa erst
Wirklich attraktiv jeder hat nun
Soviele Stimmen wie Pässe
Der Hamburger Gastarbeiter
Giovanni wählte so zweimal
Als Italiener und assimiliert
Nochmal als auch Deutscher
Früher galt one man one vote
Europa erst nahm die andern
Mit auf damit auch multiple
Persönlichkeiten entsprechend
Ihrer Behinderung wählen
Dürfen wie sie sich fühlen
Als eher viele in einem
Bekommt jeder so viele Stimmen
Wie er Personen in sich vereint
Ob dies auch für sexuell multiple
Nun gilt war noch unklar dann
Wäre klar warum Conchita klar
Zwei Stimmen habe muss
Die Bayern holten das Double
Giovanni spielte den Doppelpass
Europa hat für alle was
jt 27.5.14

Wahlrelevanzignoranz

Europa hat gewählt
Nun ist wieder Zeit für Politik
Das Ergebnis wird interpretiert
Ein wenig schön geredet
Ansonsten ignoriert es gilt
Was getan werden muss ist
Alternativlos keine Fragen mehr
Mutti ignoriert den AfD
Das ist auch gut so
Lieber kein nationaler Aufbruch
Aus ehemals deutschem Reich
Frankreich bemüht sich den
Sieger FN weiter zu ignorieren
So halten es die meisten
In Ungarn gewannen die
Mit denen lieber keiner
Was zu tun haben will
Noch am bravsten wählte
In regierender Mitte Deutschland
Nun ist Zeit die Arbeit einfach
Zu erledigen ohne sich
Von Wahlen noch ablenken
Zu lassen es bleibt nichts
Aber gut dass wir wählten
Nun ist erledigt
An die Arbeit
jt 27.5.14

Berlinergröße

Berlin wird nicht bauen
Zumindest nicht auf dem Feld
Des Flughafens zu Tempelhof
Ein Großsprojekt weniger
Auch wenn der Sieg eigentlich
Eine Niederlage für alle ist
Zeigt er doch wie wenig
Die Berliner ihrer Regierung
Noch trauen oder zutrauen
Die schon genug verbaute
Milliarden im märkischen Sand
Weiter versenkt ohne Aussicht
Das Ziel zu erreichen
So gesehen ist es gut
Wenn die Bürger klar wählten
Dem Regierenden Grenzen
Auch beim Bau aufzeigten
Welch Armutszeugnis aber
Für eine Stadt die derzeit
Keine Alternative hat zum
Regierenden warum dieser
Einfach weiterwurschtelt
Auch wenn der Plan für das Feld
Gut war keiner traut ihm
Was wird bleibt unklar
Erstmal bleibt alles wie es ist
Berlin macht Party sonst nichts
Irgendwann passiert was
Oder auch nicht
jt 26.5.14

Montag, 26. Mai 2014

Gartenfreiheit

Die Gärten der großen Stadt
Sind die Parks in denen sich
Die Menschen tummeln um
Für sich zu sitzen zu lesen
Am Tag zu schreiben auch
In der Nacht in die andere
Zu mehreren oft noch trinken
Oder plaudern bei immer
Weniger Licht unter dunklen
Bäumen unserem Garten
Vor der Tür in dem immer
Wenn es warm ist in vielen
Sprachen gesprochen wird
Gerade klingt es östlich von
Der Bank nebenan ab und an
Kommt ein Hund vorbei
Mit oder ohne Herr selten mit
Leine erstaunt den der das
Rauschen der Blätter im Wind
In den Bäumen über ihn genießt
Plötzlich eine warme Schnauze aus dem Dunkeln am Bein
Es liebt sich so schön
In den lauen Nächten im Park
Am Platz vor der Tür
Im Frühling
jt 26.5.14

Bildungsideale

Früher war gebildet wer belesen
War was sich wandelte kommt es
Heute weniger auf das was als
Das wo an da Fakten jeder am
Telefon überall prüfen kann
Es spannend wird wo es mehr
Um den Kontext geht als das
Kleine Detail gewinnen mehr
Die Generalisten an Ansehen
Verschwimmen die alten Ideale
Humanistischer Bildung hinter
Nur flimmernden Bildschirmen
Und wenn der Strom ausfällt
Sind alle wieder doof so ohne
Hängt Bildung heute mehr an
Steckdosen oder was blieb
Von der Idee ohne die Mittel
Die dazu helfen
Fraglich aber bleibt
Egal wie wir antworten
Ob die Idee von Bildung
Wie die Ideale eines
Aufgeklärten Humanismus
Für den ein Ludovico Settembrini
Im Zauberberg so elegant Figur
Noch machte ein Wert an sich
Uns sind oder nur noch eine
Anekdote aus vergangener Zeit
Was sie ausmachen wenn nicht
Exakte Fakten ob es dann schon
Ideologie ist die uns blendet
Wie wir im beliebigen kritisch
Bleiben und was es braucht
Um frei wie glücklich zu sein
jt 26.5.14

Bücherliebhaberin XVII


Der Mann der die Bücher liebt
Will eine Frau lieben die diese
Liebe mit ihm teilt nur fragt sich
Ob dies nicht völlig falsch ist
Weil die Bücherliebe logisch
Immer für sich bleibt also
Zwei die Bücher lieben gar nie
Beieinander ankommen weil sie
Eine unteilbare Liebe teilen
Als ließe sich auf nichts mehr
Aufbauen als auf der Illusion
Geteilte Liebe vermehre sich
Statt sich zu teilen wo wir
Sie untereinander teilen
Dabei bleiben wir doch
Außer beim vorlesen lesend
Immer allein wäre alles andre
Nie mehr an Genuss im Lesen
Dies wissend bleibt die Frage
Warum so viel zärtliche Nähe
Der Lesenden untereinander
Aus der nur geteilten aber doch
Immer unteilbaren Liebe resultiert
Bücher scheinen mathematisch
Etwas seltsames zu sein
Vielleicht lese ich darum
Der Liebsten so gern vor
jt 26.5.14

Allein unter Sternen

Ganz oben wird es eher einsam
Politik wird nicht von Wahlen
Gelenkt sondern in den dann
Vereinbarungen derer die vorher
Wie danach die Macht haben
Alles andere wäre nie funktional
Kopf Europas ist und bleibt
Angela Merkel und es ist egal
Welcher Nation der zufällige
Präsident der Kommission
Wirklich entstammt was die
SPD offensichtlich noch nicht
Begriffen hat sondern wer den
Rat mit geschicktem pokern
Politisch führt wo Regierungen
Der früher Nationen über Europa
Ohne Nation entscheiden
Am eigene Stuhl sägen eigentlich
So nicht politische Größen leitet
Sondern nur unterschiedlich
Großes Interesse an der eben
Profilierung in der Arena der
Brünftigen Hirsche
Es wird dies Merkels Meisterstück
In Europa nationale Partner sind
Dabei relativ egal so wichtig
Er sich für wenige Prozent mehr
Auch immer noch nimmt
Am besten übernähme sie selbst
Das Steuer Europas um endlich
Ein glaubwürdiges Zeichen aus
Deutschland für die Allianz nun
Zu setzen denn der Buchhändler
Mit rotem Parteibuch ist sowenig
Glaubwürdig wie der Trinker
Aus dem Bankenstaat inmitten
Sie oder Ursula sollte einzig
Fraglich am Ende sein wenn
Europa etwas wert ist dafür
Zugeständnisse von Cameron
Für die Kommission an Macht
Dann zeigte sie Format eines
Bismarck wo es wichtig ist
Könnte sich meiner vollen
Bewunderung sicher sein
Alle anderen Kompromisse
Sind momentan nur ein Witz
Sein wir gespannt denn wer
Wirklich Macht hat muss sie
Nicht mehr zeigen
Der lebt sie und gestaltet
jt 26.5.14


Montagserwachen

Wie lang die Nacht des Sonntag
Auch war geht am Montag im
Mai früher die Sonne auf als
Im November treibt uns schon
Die Wärme aus den Federn
Seltsam scheinen manchen in
Der Nüchternheit des Montag
Die Sehnsüchte der Nacht
Schön wenn was nebeneinander
Erwacht sich wiedererkennt wie
Daran freut dass es gerade
So ist wie es ist beieinander
Irgendwie nah mit Hoffnung
Auf wieder Lust oder sogar
Wirklich immer wieder wollen
Auch noch dämmernd schon
Weil es gut so ist
Dann stimmt es
Den großen Griff getan im
Supermarkt der Liebe
Alles übrige findet sich
Wo auch verkatert am Montag
Früh schon die Lust überwiegt
Ist eigentlich alles gut
jt 26.5.14

Nachtverschlingung

Während durch den Hof noch
Sphärisch der Ton eines Films
Schallt übertönt dies nur ganz
Anfänglich die Suche zweier
Nacheinander die schon eng
Umschlungen ankamen noch
So leicht bekleidet wie es der
Tag auf dem Weg in die Nacht
Erlaubte schon dort im Kuss
Gierig nacheinander greifend
Ist nun nahezu nichts mehr
Zwischen ihnen als das wenige
Was dazu dient die Lust noch
Zu steigern in der sie enger
Nun umschlungen einander
In der Horizontalen tiefer
Durchdringen wollen egal
Ob zwei sich überhaupt je
Näherkommen können als
Sie es im Kuss schon waren
Versuchen sie es andernorts
Durch den Hof vom Film aus
Anderer einsamer Wohnung
Musikalisch untermalt hörbar
Leidenschaftlich und was als
Kaum hörbares Stöhnen begann
Wächst rhythmisch zum Schrei
Bis dieser verhallt nur noch der
Film hörbar weiter läuft
Als wäre nichts gewesen
jt 26.5.14

Sonntag, 25. Mai 2014

Erwartungstitel

Die Medien übertreffen sich
Mit Titeln die von riesigen
Erwartungen tönen die je
Übertroffen oder dramatisch
Unterboten wurden auch wenn
Es realistisch betrachtet ein
Verständlich vernünftiges
Ergebnis nur ist bei dem
Die SPD auf niedrigem Niveau
Verharrt die CSU immer noch
Trotz stumpfsinnigem Wahlkampf auf 40%
Bleibt die CDU stärkste Kraft
Auch wenn die Kanzlerin nichts
Tut alles wie immer nur die
Dümmlichen Populisten vom
AfD sorgen fit für eine geringe
Abweichung die Deutschland
Langsam an die europäische
Normalzustand heranführt
Wurden die Spinner um Tochter
Le Pen doch in Frankreich
Stärkste Kraft da ist der dritte
Platz für Lucke der mal im
Europäischen Parlament looki
Looki machen darf relativ egal
Viel Lärm um nichts also
jt 25.5.14

Kusstraum

Vom ersten Kuss träumen
An einem Abend im Mai
Während oben langsam längst
Die Sonne gen Westen wandert
Ist das Wunder der Sehnsucht
Was uns allen realen Unbill
Zum Trotz weiter suchen lässt
Welche es wird wann stimmt
Was wir an Träumen teilen
Der Traum gemeinsam wächst
Nicht dass es der erste wäre
So überhaupt aber doch nach
Dem Gefühl als wäre es nie
Zuvor so gewesen und wie
Schnell haben wir wieder
Vergessen dies noch jedes mal
Geträumt zu haben
Noch wissen wir nicht ob
Es wirklich so immer anders war
Oder die Natur der Erinnerung
Hier einem wunderbaren Streich
Nur spielt der uns dem Zauber
Des neuen erliegen lässt
Als wäre die Berührung von
Lippen oder Zungen wie der
Nebenbei Austausch von Spucke
Nicht längst bekannt gauckelt
Unser Hirn uns vor dies müsste
Das einfach schönste sein
Nehmen wir gern noch das real
Völlig unbeteiligte Herz zu Hilfe
So einen halt Kuss zu verklären
Auch in nur Gedanken irgendwo
Im Keller vom vielleicht träumen
Aber was weiß ich schon was
Die nur Gefühle vernünftig
Betrachtet sind
jt 25.5.14

Wahlergebnisfolgen

Die Gegner Europas gewinnen
Am meisten bei der Wahl
Von den Regierungsparteien
Gewinnt die am dreistesten log
Am meisten dazu
Gewinner ist die Partei die fast
Am meisten verlor nun weiter
Mit vermutlich grundlos
Selbstbewussterem Partner
Regieren muss der nun laut
Beansprucht was er dreist
Versprach ohne Anspruch
Oder gar Grundlage dafür
Die dagegen sind gewinnen
Die lügen auch während die
Einmal Liberalen fast nur noch
Marginal sind fraglich ob das
Erfolg oder nur Folge
Postdemokratischer Politik ist
Schön ist es nicht
jt 25.5.14

Nach der Wahl

Nach der Wahl zu der lange
Schlange gestanden wurde
Vor der hier Herbstlaube
In der sich sonst verbliebene
Wenige Alte treffen noch
Für einen Moment in der Sonne
Auf einer Bank im Park am Platz
Sitzen die auch alle doppelt
Besetzt wo noch Sonne ist
War es nur eine Wahl sonst
Ist es einfach ein Sonntag
Im Mai und die hier auf dem
Platz leben sind schon wieder
So betrunken dass sich fragt
Warum manche die Alten
Wo sie dement werden
Nicht mehr wählen lassen wollen
Woran wir es fest machen
Wer überhaupt hier wählte
Von denen mit wenig Hoffnung
Noch auf Wohlstand die
Nur noch irgendwie überleben
Meist trunken vielleicht um
Nicht so genau mehr hinsehen
Zu müssen aber was weiß ich
Schon vom Leben der anderen
jt 25.5.14 18.05h

Elternwahl

Hatte Watzlawick paradox Recht
Übersehen wir das überall völlig
Überflüssige "man" schweigend
Als er schrieb wir könnten nicht
Vorsichtig genug unsere Eltern
Wählen die wir doch davon
Ausgehen in eine Familie
Geboren zu werden
Ohne Wahl halt gezeugt
Mit mehr oder weniger Lust
Gewollt oder passiert
Egal wie wählen wir nicht
Außer vielleicht im Glauben
Wo manche ein Vater unser
Sich vorsprechen für ihren
Erfundenen Gott aber das
Wäre ja unsachlich
Beträfe nur den Aberglauben
Keine Frage von Recht haben
Nur halt genug Glaube
Oder erziehen auch Kinder
Ihre Eltern zu guten Eltern
Versagen wenn beide im Konflikt
Wie wählen wie unsere Eltern
So wie wir Eltern sind oder doch
Besser dem Traum nach
Den wir nicht mal selbst leben
Braucht es den Traum nur
Um daran selbst zu reifen
Weniger streng über eigene Eltern
Großzügiger über Kinder urteilen
Immer weiter noch zu lernen
Besser weniger oder nicht mehr
Überhaupt urteilen mehr erleben
jt 25.5.14

Traumfrauenideal

Auf der Müllhalde entdeckt
In nur Recyclingreste spärlich
Eher betonend als verdeckend
Gekleidet zeigt sich natürliche
Schönheit jenseits der Sucht
Nach immer neuen dennoch
Leidenschaftlich neu entdeckt
Vollständig ungeschminkt echt
Schön in egal was dabei völlig
Unkompliziert willig wie auch
Gerne schweigsame Zuhörerin
Zeigt sich der Traum vieler
Männer ein wenig unnahbar
Außer für sie an denen sie
Wiederum zärtlich hängt
Frage lieber nicht was wäre
Würden sich manche völlig
Unrealistischen Ideale
Realisieren ist es doch so schön
Noch Träume zu haben egal
Wie unrealistisch
jt 25.5.14

Friedensaberglaube

Wenn der Aberglaube wie sein
Hokuspokus dem Frieden noch
Dienen soll es gut sein meinen
Naiv manche noch als ob je
Beten etwas gelöst hätte wo
Doch der Aberglaube wie der
Anspruch der je Verrückten
Auf ihre heiligen Stätten erst
Ursache der immer Konflikte
Im vermeintlich heiligen Land
Fraglos sind
Kein Land ist heilig
Kein Gott ein Leben wert
Kein Aberglaube schutzbedürftig
Kein Mensch gläubig geboren
Kein Aberglaube wahrer
Eine Lösung in Frieden mit
Israel und den Palästinensern
Gibt es nur sofern beide Seiten
Vernünftig ohne Aberglauben
Miteinander reden der endlich
Private Angelegenheit aller am
Prozess beteiligten sein muss
Wer sich daran nicht hält ob
Hamas oder Siedler wird
Von Verhandlungen weiter
Ausgeschlossen es wird
Aufgabe Europas sein den
Kindern die Aufklärung schon
In den Schulen nahezubringen
Kein Friede mit Gebeten
Nur Friede zum beten für alle
Die es nötig haben noch
Sich erfundenen Göttern
Unsinnig zu unterwerfen
jt 25.5.14