Sonntag, 20. Dezember 2015

Kulturgeschichten 075

Hannibaltakitk
 
Reicht Masse zum Sieg oder braucht es
Dazu mehr Taktik und Willen mit Ziel
Kann dann auch die doppelte Menge
Schlachten in besserer Stellung verlieren

Das Bündnis gegen den IS die diesen
Taktisch nicht mehr so nennen ist fraglos
Den islamistischen Kriegern mehrfach
Überlegen doch ist der Sieg ungewiss

Bei der Schlacht an der Trebia waren die
Römer unter Tiberius Longus den Kathargern
Unter Hannibal um das doppelte überlegen
Und verloren am 18. Dezember 218 vor Christus

Der geniale Heerführer Hannibal der mit seinen
Elefanten bereits die Alpen überquerte hatte
Die Römer unter Scipio überrascht wie zugleich
Geschickt über die wahre Lage getäuscht

Es starben in der Schlacht etwa 20.000 Mann
Beide Seiten hatten dabei hohe Verluste die
Mit der Taktik in verzweifelter Lage begründet
Sind und trotz des Sieges beide schwächten

Die Punier brannten nach der Niederlage
Im ersten Punischen Krieg auf Rache die
Sie als Motivation in die Schlacht trieb
Während bedrohtes Rom nur verteidigte

Hannibal zog mit über 100.000 gen Norden
Es erreichten noch 66.000 aber alle 37 Elefanten
Die Poebene 20.000 hatte er taktisch bereits
Zurückgelassen gewonenes Land zu sichern

Die Römer wollten Hannibal in Hispanien noch
Stellen was aber mißlang und Scipio segelte
Eilends zurück um Rom zu retten bevor der
Kathargische Feldherr zu weit voran käme

Bei einem ersten Treffen vor der Schlacht
Wurde Scipio bereits schwer verletzt und
Konnte nur durch seinen Sohn gerade
Noch gerettet werden der Rest wurde getötet

Gegen Scipios Rat zog Sempromius nun
In die Schlacht gegen Hannibal und hielt
Seine Stellung für überlegen doch ließ er
Seine Soldaten den eisigen Fluß überqueren

Verlor bei der Überquerung bereits viele
Tiere wie Soldaten die nun den Fluss
Im Rücken hatten was für sie eine wohl
Tödliche Gefahr bedeutete beim Rückzug

Mit einem Teil seiner Truppen griff Scipio
Nun von vorne an mit allen Elefanten dazu
Im Angriff sendete aber zugleich von den
Flügeln Truppen in den Rücken der Römer

Die Katharger gewannen dadurch die Schlacht
Verlor etwa 20.000 Krieger sowie nahezu
Die vollständige Kavalerie doch auch Hannibal
Verlor wichtige Offiziere und nahezu alle Elefanten

Hannibal zog dann auf dem letzten verbliebenen
Elefanten in Arretium das heute Arezzo heißt ein
Die Römer verloren noch einmal gegen die
Katharger in der Schlacht am Trasimenischen See

Hannibal der als einer der genialsten Feldherren
Der Antike gilt konnte seinen Sieg nicht nutzen
Stand nur einmal folgenlos vor Rom woher das
Sprichwörtliche Hannibal ante portas stammt

Dieser Versuch hinderte die Römer nicht an der
Rückeroberung Arezzos und auch später wieder
In Karthago verlor er sein Ansehen bald musste
Auf Druck Roms aus der punischen Heimat fliehen

Über Syrien kam er fliehend noch weit nach Osten
Doch Rom verfolgte ihn weiter bis er als zwar
Erfolgreicher Fremdenlegionär quasi fern seiner
Heimat sich vermutlich das Leben nahm

Hannibal hatte die Schlacht an der Trebia trotz
Deutlicher römischer Überlegenheit taktisch
Durch eine kluge Umklammerung wie Erfahrung
Noch überragend gewonnen dann jedoch versagt

Weder hatte er die aufgeriebene römische Truppe
Verfolgen noch das geschwächte Rom gleich
Angreifen lassen lieber den nördlichen Besitz
Sichern und mit Gewinn plündern lassen

Der kurze materielle Gewinn lohnte jedoch nicht
Die Gefahr die eine fehlende Eroberung Roms
Für ihn langfristig bedeutete wurde durch nichts
Mehr kompensiert die Weltmacht wurde zu einer

Die islamistischen Kämpfer in Syrien und im Irak
Die sich immer weiter in Nordafrika ausbreiten
Haben eine Struktur die mit 1000 Flügeln arbeitet
Ohne einen eigenen Flieger noch zu haben

Sie nehmen den Westen dadurch in die Zange
Das sie Muslime als Opfer verteidigen und damit
Ein unendliches Reservoir an Nachwuchs haben
Überall unerwartet als Bombenleger auftreten

Sie können die Schlachtfelder nach belieben
Verlegen mitten in die Herzen unserer Kultur
Treffen uns wo es immer wieder weh tut was
Die Wut erhöht wie zu Reaktionen verführt

Wir nennen es nicht Krieg um die Terroristen
Nicht als Staat zu würdigen aber ziehen in den
Nicht Krieg den sie uns aufzwingen wollen weil
Sie wissen dass wir ihn nicht kämpfen können

Mehr Krieg bedeutet mehr Flucht und Vertreibung
Aus dieser folgt eine Erhöhung der Spannung
Im teilweise gespaltenen Europa das sich nicht
Auf Erpressung einlassen will aber kein Ziel hat

Wir ahnen was wir nicht wollen und spüren mehr
Was wir fürchten sollte die Bedrohung wachsen
Haben keine Antwort auf religiösen Fanatismus
Als Bomben die das Gegenteil bewirken zu lang

Dagegen wissen die Terroristen wie wir die Krieger
Des IS nennen ganz genau was sie wollen die
Dabei für hehre Ziele kämpfen die ihnen alles sind
Denen Leben weniger wert ist als ihr Aberglaube

Sie haben Freunde und Partner überall in der
Islamischen Welt die sie teils still bewundern
Dann wieder verdeckt finanzieren oder ausrüsten
Mit ihnen einen allen nützlichen Handel betreiben

Erobern mit Libyen und Teilen Nigerias immer
Mehr der kostbaren Ölquellen die sie weiter
Ökonomisch wie militärisch stärken werden
Während wir die Hilfe von Despoten brauchen

Die EU verbündet sich mit Ankara zu einer Zeit
Da die unter Sultan Erdogan ihr ferner ist als je
Im Wissen dieser kämpft lieber und mehr gegen
Kurden als seinen Partner IS zu schädigen

Saudi Arabien ruft lautstark zum Krieg gegen die
Glaubensbrüder vom IS die nach gleichem Recht
Kämpfen wie sich auf den selben Propheten
Noch berufen auch gegen die Schiiten im Jemen

Der Iran kämpft dort indirekt gegen die Saudis
Während sie im Irak noch in Baghdad mitregieren
Partner ohne Vertrauenswert gegen den IS wären
Sie sind uralte Kultur und Front für sich vielerorts

Als Kriegspartei in Afghanistan wie zugleich auch
Im Irak und Syrien stehen wir gegen Damaskus
Das wir aber brauchen wollen wir bald Frieden
Der nur mit völliger Vernichtung erbombbar wäre

Die Situation ist komplex und hängt an vielen
Feldern unserer empfindlichen Wirtschaft denn
Ein weiterer Krieg dort macht uns anfälliger
Die wir besseres zu tun hätten dringend

Wir können einen Glauben nicht mit Bomben
Je besiegen noch alle die sich aus Gründen
Verfolgt und benachteiligt fühlen je beruhigen
Es bleibt ein aussichtsloser Kampf immer

Der Westen hat sich ins Feuer der Kreuzzüge
Unter einem geistig schwachen Präsidenten
Einer geblendeten Supermacht begeben gegen
Die ortlosen Kämpfer in unserer Mitte aus Rache

Es gibt keine Sieger im Kampf der Kulturen je
Noch einen Ausweg aus der Spirale der Gewalt
Übrig bleiben die Opfer die sich überall drängen
Bis das Gedränge allein die Kultur zerstört

Der Glaube ist Unsinn und muss wie aller
Nur privater Aberglaube dort bleiben warum
Gegen Unvernunft nur Vernunft hilft niemals
Mehr Gewalt als Antwort auf dumme Gewalt

Die einzige Chance gegen die vielen Flügel
Der Islamisten die uns überall treffen ohne
Eine Schlacht zu kämpfen die sie provozieren
Aber nie kämpfen müssen ist Aufklärung

Irak und Syrien sollen sich selbst nun ordnen
Libyen hat noch keinen Vorteil vom Sturz des
Vorher Diktators dafür immer mehr Risiken
Der Iran ist eher Partner noch als die Saudis

Die Türkei soll sich um sich kümmern wie
Frieden schaffen mit den Kurden wie mit all
Ihren Nachbarn und aus der NATO fliegen
Die dort nichts zu verteidigen hat künftig

Der Kampf der Stämme dort unten die noch
In der Gegenwart in Glaubenskämpfen des
Geistigen Mittelalters weiter verharren ist
Nicht mit Waffen lösbar noch geht er uns an

Keiner hat dort eine Verantwortung zu kämpfen
Außer denen die angegriffen ihre Heimat weiter
Verteidigen wollen es gibt keine Weltpolizei noch
Eine taugliche Ordnung für diese bis jetzt

Das einzige Mittel einen Krieg zu gewinnen
Ist ihn um jeden Preis gewinnen zu wollen
Auch zum Preis hoher Zahlen von Opfern
Allein an diesem Mittel fehlt es uns völlig
 
Es ist so richtig und gut den Opfern zu helfen
Wie es dumm ist weitere panlos zu riskieren
Der einzige Wert den wir zu verteidigen haben
Dort sind die Menschenrechte in Zukunft
jens tuengerthal 18.12.15
 

 

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