Seckenheimsieg
Am 30. Juni 1462 besiegte in der
Schlacht bei Seckenheim Pfalzgraf
Friedrich I in der Mainzer Stiftsfehde
Eine Koalition seiner Gegner
Warum soll diese Schlacht in der
Kurpfalz lang bevor sie badisch wurde
Noch bedeutend erinnert werden wird
Sich die Leserin vielleicht fragen
Nicht nur weil sie entscheidend im
Badisch-Pfälzischen Krieg war denn
Nach dem Tod von Kurfürst Ludwig IV
Der auch der Sanftmütige hieß
Hatte dessen Bruder Friedrich auch
Der Siegreiche genannt die Herrschaft
Für Ludwigs minderjährigen Sohn
Übernommen die Pfalz erweitert
Wie zum modernsten Staat im
Westlichen Reich gemacht aber
Nach der Goldenen Bulle konnte er
Nur Verweser des Reiches sein für
Den noch unmündigen Neffen Philipp
Dies zu umgehen beschloss er nie
Zu heiraten nannte sich darum auch
Kurfürst was wiederum die anderen
Kurfürsten anerkannten aber nicht
Der Kaiser einen Konflikt zu haben
Der ihm erlaube die Reichsacht
Gegen Friedrich zu erlassen
Der Kaiser war Friedrich III aus
Dem Hause Habsburg der auch
Als Reichserzschlafmütze noch
Fälschlich bekannt wurde
Dies weil er angeblich in seiner
Sehr langen Regierungszeit nur
8000 Urkunden zeichnete was
Inzwischen aber widerrufen ist
Heute sind bis zu 40.000 von ihm
Erlassene Urkunden bekannt er
Gewann obwohl er Österreich nur
Zweimal nach Italien verließ
Schon Teile von Burgund dazu
Was seinem Sohn dem späteren
Kaiser Maximilian I den Ausbau der
Hausmacht Österreichs ermöglichte
Der Sohn den dieser Maximilian mit
Einer Burgunderin hatte war dann
Philipp der Schöne der Johanna von
Spanien heiratete die wiederum
Tochter von Ferdinand und Isabella
War welche Kolumbus Reise zahlten
Warum der Sohn dieser Beziehung
Karl V der Kaiser wurde in dessen
Reich die Sonne nie unterging
Dessen Mutter nach dem frühen
Tod des schönen Philipp dann zu
Johanna der Wahnsinnigen wurde
So ist der berühmte Karl V ein
Urenkel von Friedrich III der mit dem
Pfälzer Friedrich Streit suchte der
Für ihn nicht gut ausging
Aber um Friedrich III geht es hier
Weniger den letzten noch in Rom
Vom Papst gekrönten Kaiser als
Um Friedrich den Siegreichen
Bereits 1460 hatte Friedrich die
Schlacht bei Pfeddersheim schon
Mit territorialem Gewinn für sich
Vorteilhaft entscheiden können
Neue Konflikte kamen als der Papst
Pius II einen neuen Mainzer Bischof
Ernannte wodurch der Kaiser einen
Neuen Verbündeten wieder gewann
Neben Pfalzgraf Ludwig gewann er
So Adolf von Nassau den neuen
Mainzer Bischof sowie Markgraf Karl
Von Baden Ulrich von Württemberg
Sowie Bischof Ulrich von Metz für
Ein Bündnis gegen die Pfalz dieses
Bündnis wollte von Süden in die Pfalz
Einfallen und sammelten ein Heer
Von 10.000 Mann bei Pforzheim
Am 27. Juni 1462 belagerten sie
Die Stadt Heidelsheim errichteten
Ein Feldlager bei St. Leon was
Heute direkt am Walldorfer Kreuz
Liegt und zu Walldorf gehört was
Auch dank SAP zur reichsten Stadt
In Deutschland wohl wurde
Während sie in St. Leon noch auf
Schweizer Reisläufer warteten
Brannten Verbündete berittene
Ritter und Fürsten schon mal
Die umliegenden Dörfer ab und
Machten sie nieder dem Feind
So vorab zu schaden und der
Ort Walldorf war nicht weit
Von seinen Gegnern unbemerkt
Konnte Friedrich seine Truppen
Bei Leimen sammeln mit noch
300 zusätzlichen Reitern und mehr
Als die kaiserlichen Angreifer mit
700 bis 800 Reitern nun gen
Seckenheim zogen stellte sich
Ihnen völlig unerwartet aus dem
Schwetzinger Wald kommend
Die Pfälzer Reiter mit noch 2000
Mann Fußvolk entgegen mit dem
Schlachtruf der Pfalzgrafen
Dieser lautete Hut paltzgraff vnd
Nimmer mee also heute Pfalzgraf
Oder nie mehr was den Kriegshaufen
Der Pfälzer Angreifer damit teilte
Den kaiserlichen Reitern wurde so
Der Rückweg ins Feldlager plötzlich
Abgeschnitten und der Pfalzgraf nahm
Persönlich an der Schlacht teil
Der Kampf war sehr heftig und lange
War nicht absehbar wer siegt dann
Brachte das Fußvolk aus Heidelberg
Wie der Umgebung die Entscheidung
Wie die Schweizer Landsknechte
Schlugen sie mit Morgensternen
Gegen die Schädel der Pferde
Rissen die Pferde mit Spießen auf
Mit den Haken ihrer Hellebarden
Holten sie die schwer gepanzerten
Ritter von ihren Pferden die sich dann
Meist wehrlos ergeben mussten
Es wurden etwa 400 Gefangene
Gemacht darunter der Bischof von
Metz nur Ulrich von Württemberg
Wollte die Niederlage nicht erkennen
Er kämpfte weiter gegen den Ritter
Hans der Kecke von Gemmingen
Was im Turnierbuch der Barone
Gemmingen-Hornberg gezeigt wird
Dieses Turnierbuch hatte ich das
Glück bei einem der Nachfahren auf
Burg Hornberg noch zu sehen es ist
Ein einmaliges Dokument der Zeit
Als Hans nun Ulrich zum Zweikampf
Forderte ergab sich Ulrich und lieferte
Handschuh und Waffen ab damit war
Die Seckenheimer Schlacht beendet
Es war ein voller Sieg der Pfälzer
Führte zu einer panischen Flucht
Nur einige erreichten das kaiserliche
Lager in St. Leon noch wo dann
Der Rest der kaiserlichen in Panik floh
Ungefähr 45 Reiter waren gefallen
Die drei Fürsten und 400 Edle Herren
Kamen in Gefangenschaft dabei
Alle flüchteten panisch aus Angst vor
Der Rache des Pfalzgrafen erst im
Jahr 1504 gab es im Erbfolgekrieg
Zwischen Bayern und Pfalz noch eine
Neuauflage der Schlacht allerdings
Mit weniger glücklichem Ausgang
Für die Pfalz Gustav Schwab hat die
Schlacht in einer Ballade verarbeitet
Diese heißt Das Mahl zu Heidelberg
Kurfürst Friedrich ließ noch auf dem
Schlachtfeld ein Gedenkkreuz was es
Heute nicht mehr gibt errichten
Dafür steht dort im Stadtteil
Mannheim Friedrichsfeld ein Denkmal
Aus dem Jahre 1890 der Name des
1682 gegründeten Dorf kommt daher
So ist die Schlacht und ihr Sieger
Bis heute im Namen Friedrichsfeld
Präsent und erinnert so an den Sieg
Der Pfälzer über den Kaiser
Ein schönes Stück lokaler Geschichte
Der Kurpfalz der auch die dort einst
Großen Wälder zum Sieg nutzte was
Bis heute der Erinnerung wert ist
jens tuengerthal 30.6.26
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