Montag, 13. April 2026

Demokratiesieg

Demokratiesieg

Gute politische Nachrichten sind
Selten geworden seit zu viele
Autoritäre Arschlöcher regieren
Kriegerisch die Welt verwüsten

Wie gut tut es da wenn die Ungarn
Endlich mit ⅔ Mehrheit Orban aus
Dem Amt jagen bei einer hohen
Wahlbeteiligung von über 78%

Es gibt wieder Hoffnung dass Europa
Als Leuchtturm der Freiheit erfolgreich
Gegen autoritäre Dummheit aufsteht
Die nur mit Hass und Angst regiert

Eine Insel der Freiheit und sogar
Von der britischen Insel kamen die
Glückwünsche schon in Europa an
Dessen Blockade damit endet

Wenn nun noch die USA den so
Peinlichen Versager Trump zur 
Lame Duck machen bei den bald
Wahlen wird es heller im Dunkel

Wie schön wenn auch in Zeiten
Von Krieg und Not die Vernunft 
Im Bündnis mit der Freiheit siegt
Es gibt Hoffnung für die Zukunft

Wie schnell die Welt nun wirklich
Begreift dass die Zukunft Grün ist
Wenn wir noch eine haben wollen
Wird dabei wohl entscheidend sein

Zumindest zeigen die Ungarn ein
Vizepräsident der Wahlkampf für 
Orban machte schadete mehr
Die Amis machten sich unbeliebt

Die Niederlage von Orban ist auch
Eine Klatsche für Putin und Trump
Also ein Grund zur Freude während
Die Welt nahe am Krieg taumelte

Ob Orban wirklich in die Opposition
Geht oder bald Asyl in den USA 
Beantragt weil Verfahren drohen
Wird noch manches wohl offenbaren

Feiern wir den Sieg der Demokratie
Der ein Sieg für Europa ist wie nun
Nach den Polen auch die Ungarn
Ihre demokratische Reife zeigen

Das macht Hoffnung auch für das
Politisch rückständige Ostdeutschland
Eine Rückkehr zur Demokratie ist mit
Einer breiten Mehrheit also möglich

Die Menschen sind weniger dumm
Als es manchmal scheint und die
Vernunft kann mit der Freiheit siegen 
Vertrauen wir der Demokratie

jens tuengerthal 13.4.26

Sonntag, 12. April 2026

Lektürentagebuch 12.4.26

Lektürentagebuch 12.4.26

Zu Wirtschaftswunder und der
Kriegsgefangenschaft in Russland
In umgekehrter Reihenfolge gelesen
Wie geschrieben über viele Stunden

Was spannend war weil es auch den
Horizont zu den Zuständen im Lager
Noch weitete was in der Ukraine oder 
Heute noch Russland im Donbass lag

Beim Wirtschaftswunder geht es um
Rollen in der Gesellschaft nach dem
Krieg und das Konsumglück am
Beispiel des neuen Mercedes

Von der deutschen Nachkriegszeit
Ging es in die englische Renaissance
Wo ich von Polydor Vergil über die
Geschichte Englands amüsiert las 

Dieser italienische Humanist lebte
Von 1470 bis 1555 und verbrachte
Davon ab 1502 ganze 51 Jahre in
England in hohen kirchlichen Würden

Er verfasste im Auftrag von König
Heinrich VII dem Begründer der
Tudor Dynastie Nationalgeschichte
Englands nach den da neuesten

Philologischen Grundsätzen auf
Latein als Italiener was seine große
Anglia Historia wurde die 1534 in
Basel zuerst veröffentlicht wurde 

Dabei befreite er die Geschichte
Von Ursprungsmythen um Brutus
Wie von der Legende um Arthus
Die er als Märchen nur abtut

Das Manuskript dieser sprachlich
Wunderbaren Geschichte zeigt viel
Dessen was später als der berühmte
Englische Humor bekannt wurde 

Vergil beginnt seine Geschichte
Mit einem Spiel mit Caesars so 
Bekannten Gallischen Krieg wenn
Er ganz England in vier Teile teilt

Dabei werden Engländer von den
Schotten Wallisern und denen aus 
Cornwall sprachlich unterschieden
Die verschiedene Sitten auch hätten 

Wenig wüssten wir über die genaue
Herkunft der dort siedelnden Völker 
Sieht aber vielfältige Einflüsse der
Besiedlung durch andere auch

Wer zuerst und wann kam sei nicht
Klar es gebe nordische Einflüsse
Bei vielen großen hellhäutigen dort
Bewohnern aber andererseits auch

Wie er meint geographisch noch
Naheliegend spanische Einflüsse
Die er auch an den Locken die teils 
Sehr verbreitet wären festmacht

Er lästert über die Sagen von Brutus
Der London als neues Troja gründete
So sehr wie über die Märchen vom
Zauberer Merlin und König Arthus

Bedenke ich dass dieser Text aus
Der frühen englischen Renaissance
Stammt ist er geradezu aufgeklärt
Kritisch in der Prüfung der Wurzeln

Der dabei Humor des Italieners war
Zwar für manche Engländer noch ein
Skandal die weiter an die Sagen 
Lieber glauben wollten aber blieb

Das Original Manuskript findet sich
Heute in der Vatikanischen Bibliothek
Es zeigt ein geradezu auch modernes 
Denken die Quellen kritisch zu prüfen

Ob wir heute seine Suche nach den 
Wurzeln der Besiedelung die nach 
Dem Phänotyp der Bewohner schaut
Und darauf Theorien aufbaut eher

Wohl rassistisch nennen würden
Könnte mehr über unsere Kultur
Verraten die von ihrer Achtsamkeit
Im Denken gelähmt wird als den 

Italiener aus Urbino bloß zu stellen
Der dem Wissen der Zeit dabei
Entsprechend Theorien kritisch
Prüfte um darüber aufzuklären

So spricht aus den Worten des
Polydore Vergil viel Humor was
Auch Historien gut lesbar macht wie
Ein erstaunlich kritischer Geist

jens tuengerthal 12.4.26

Liebeszauberer

Liebeszauberer

Wie wäre es ein Zauberer der Liebe
Zu sein der nach Laune die großen 
Gefühle mit ein wenig Magie brächte 
Statt langer Minne die Damen nach
Nach Lust verzaubern zu können
Sich sicher zu sein jede die du willst 
Verfiele dir oder deinen Versen mit
Denen du sie ohne jede Berührung
Verführen könntest wie es gefällt
Stelle es mir wunderbar vor im 
Leben das sich seine Lust zauberte
Liebe leicht und sicher weckte statt
Von den Launen der Damen wie den 
Sonst Zufällen abhängig zu sein
Es mit Zauber einfach erreichen
Nur wann wüsste ich dann noch
Welche mich wirklich liebt ohne
Vom Zauber der Verse geblendet 
Der Illusion verfallen zu sein und
Weiß es nicht wirklich aber glaube
Vielleicht ist es doch besser so
Einfach der Natur zu vertrauen
Denn mehr ist ohnehin nie wie
Schon Lukrez uns lehrte also 
Versuche ich es weiter mit
Ganz gewöhnlichem Gefühl

jens tuengerthal 12.4.26

Samstagsmalbec

Samstagsmalbec

Kurz nach Mitternacht im Crossroads 
Angekommen vor der Bar Melanie mit
Dunja begrüßt neben und hinter ihr
Tino Phil II und Roy gegrüßt und

Den heute mal Malbec bestellt um
Den Tempranillo zum Chili farblich
Passend hier fortzusetzen der kam
Kaum hatte ich Platz genommen

Vor der Bar ist gut gefüllt mit den 
Üblichen bekannten Gesichtern
Am Tisch vorm Fenster sitzen
Vier nicht unattraktive Damen

Oben in der Ecke von der hier 
Flaneurloge unsichtbar sitzt eine
Größere Gruppe Jungvolk und
Zwei Herren stehen an der Treppe

Die Musik heute Rock'n'Rollige
Oldies die gute Laune verbreiten
Roy ist wieder elegant feminin
Gewandet mit roter Perücke 

Tino klopft gut gelaunt hier und dort
Sprüche und hält so seinen Laden
Zusammen wie auf Trab und unser 
Brummi Pilot genießt den Feierabend

jens tuengerthal 12.4.26

Samstag, 11. April 2026

Lektürentagebuch 9.-11.4.26

Lektürentagebuch 9.-11.4.26

Viel gelesen im Familienroman aus
Der Epoche des Nationalsozialismus 
Wie die handelnden Personen diesen erlebten was sie taten oder nicht

Von Krieg und Nachkriegszeit über
Das deutsche Grauen und eigene
Verantwortung in der Familie wie
Lektionen aus der Geschichte

Dabei kam ich zwei Tage lang zu
Nahezu nichts anderem mehr weil
Auch die Recherche zu Lagern eine
Umfangreiche Lektüre erforderte


Heute aber auf dem Weg zum Einkaufen am kleinen Buchladen
In der Stargarder Straße vorbei und
Kurz entschlossen mal wieder ein

Wunderbares Buch aus der Reihe
Der Galliani Prachtbände erworben
Die englische Renaissance vom 
Großen Kenner Manfred Pfister

Der Übersetzung Einleitung und
Aufbau der über hundert völlig
Unterschiedlichen Texte aus der
Epoche englischer Renaissance

Diesen neuen Prachtband der nun
Die kleine Sammlung meiner eher
Bescheidenen Bibliothek ziert wie 
Dem Leser große Freude bereitet

Dort werden Kontinente entdeckt
Geraten Weltbilder ins Wanken
Treffen Politik Dichtung Hexenglaube
Und Moderne neu aufeinander 

Kaum eine Epoche zeigte die
Entwicklung der modernen Welt
Mit ihren Höhen und Tiefen noch
Konzentrierter als die Renaissance

Die in England innerhalb kürzester
Zeit die Insel aus der Barbarei zum
Motor des Kapitalismus mutierte auch 
In Kunst und Wissenschaft wandelte 

Freue mich bereits an der Lektüre
Wie mehr noch auf die Lektüre in
Diesem neuen Schatz aus der
Prächtigen Bibliothek von Galliani 

jens tuengerthal 11.4.26

Liebesleiden

Liebesleiden

In Bars kannst du alles
Leiden und Glück an der
Liebe parallel beobachten
Wie heute mal wieder hier

Während eine zarte schon
Ziemlich betrunkene Blonde
Erst Nina ihr Leid klagte um
Dann mit ihr lustvoll zu tanzen 

Findet sich zwei Meter weiter
Gerade ein frisches Paar mit
Allen Zeichen lustvoller Hingabe
Flirtet Nina danach mit jemand

Eine Dame plaudert während
Die verzweifelte Dame nun einem 
Silberlöwen ihr Leid klagt sehr
Engagiert mit Tino der dabei arbeitet

Das neue Paar zeigt sich Fotos
Die Blonde lässt sich trösten und
Während die Musik beschwingt 
Wird scheint das Leid zu verfliegen

Das unauffällige Paar am Fenster
Zahlt und macht sich auf den Weg
In die Horizontale wobei ihr schon
Das Stehen sichtlich schwer fällt

So nimmt die Nacht ihren Lauf
Alle suchen ihr Glück zumindest
Für Momente und darüber schwebt
Ein Hauch von Liebe irgendwo

jens tuengerthal 11.4.26

Partyriesling

Partyriesling

Im Crossroads herrscht heute
Partystimmung zumindest unten
Wie von der Musik während Tino
Mit Phil II die volle Bar schmeißt 

Nach großer Aufregung beim
Ankommen kurz nach Nina gegen
Viertel vor eins Platz genommen wird
Nun auch die Musik melodischer

Einige bekannte auch ältere Gesichter
Sitzen um die Bar in Gespräche wie
Getränke schon fortgeschritten hier
Vertieft und entsprechend fröhlich

Dazu laufen gerade Klassiker die
Glatt zum tanzen animieren während 
Nina mit blonder Lady nach der
Begrüßung aller plaudernd versank 

Zwei Damen und zwei Herren nun
Getrennt an der Bar plaudernd so
Herrscht Geschlechtetrennung was
Die Stimmung weiter beruhigt

Auch das Frauenpaar auf dem
Oberen kleinen Sofa ist gelassen
Inzwischen tauschen die Damen
Mit Tino Rezepte angeregt auf

Die beiden Damen vom Sofa gehen
Wechselnd die Örtlichkeiten hier 
Besuchen und sind so für Momente
Mit ihren Telefonen beschäftigt 

Die Herren plaudern wenig zum
Bier rauchend sind aber dabei
Gelassen sich zunickend anwesend
Die Party wird zur ruhigeren Nacht

jens tuengerthal 11.4.26

Freitag, 10. April 2026

Lustlangeweile

Lustlangeweile

Während ich merke wie mich
Frauen immer mehr langweilen
Auch wenn dafür Natur noch
Gelegentlich funktioniert hat

Der einst Casanova mit den 
Mindestens zwei oder drei 
Geliebten parallel wie in den 
Letzten Jahren meist genug

Es kam mich nochmal reizen
Den Schwanz zu heben wenn
Die Natur provoziert wird denn 
Dazu funktionierte sie zu lange

Viel zu dominant im Leben
Konnte Sexuelles alles übrige
Noch ganz leicht verdrängen 
Heute muss ich mich aber eher

Aufraffen um überhaupt noch
Lust auf Frauen mal zu haben
Sie langweilen mich viel eher
Als noch spannend zu wirken

Ständige Wiederholung der
Immer gleichen Spiele langweilt
Lässt selten noch etwas erwarten
Was dem wenigen mehr Wert gibt

Außer mit viel Gefühl und Geist
Wo die Liebe intellektuell wird
Geistige Welten sich treffen
Aber eigentlich ist das Gefühl

Nicht die oder die muss ich
Unbedingt noch haben oder
Was gäbe ich dafür sie als 
Mann berühren zu dürfen

Von ihr gewollt zu werden
Sondern was bringt es noch
Ist es Zeit und Aufwand wie 
Die körperliche Anstrengung

Noch irgend wert oder werde ich
Lieber Lesen Dichten Träumen
Statt mit meist schlichten Wesen 
Stundenlang Spielchen zu spielen

Die sich auch über Monate noch
Ohne Befriedigung miteinander
Je zu finden hinziehen können
Schien mir früher fast jede noch

Irgendwie reizvoll finde ich heute
Kaum eine noch weiterer Mühe wert
In diesem seltsamen Zustand
Der sich vom sexuellen Leben

Langsam verabschiedet wird
Was wirklich verbindet bedeutsam
Liebe ich nicht weil ich sie so
Geil finde und unbedingt will

Wie früher so manche noch was
Heute keine mehr wecken kann
Es waren einfach genug
Sondern finde ich eher dennoch

Geil und wunderschön weil ich
Sie liebe und wir geistige
Welten teilen bei denen auch
Das sexuelle schön ist aber

Als eines unter vielen was uns 
Verbindet nicht als Zweck an sich 
Das ist neu und gerade spannend
Darum kann die Liebe nun auch

Auf Distanz Erfüllung finden
Vielfältig miteinander noch
Glücklich weiter sein und
Das ist auch gut so 

Ob die sich ändernden Bedürfnisse
Eher an natürlicher Impotenz liegen
Die Mann natürlich ereilen oder an 
Kraft des Geistes bleibt spannend

jens tuengerthal 10.4.26

Rechts-Links-Blindheit

Rechts-Links-Blindheit

Ein erstaunliches Phänomen greift
Immer weiter im politischen Bereich
Mit zunehmender Polarisierung noch
Potenziert deutlich sichtbar um sich

Rechts-Links-Blindheit lässt sonst
Kritisch denkende Menschen zu 
Undifferenzierten Nachbetern ohne
Kritischen Blick auf Fakten werden

Linke Frauen etwa die sonst sehr
Für Gleichberechtigung sind können 
Unendlich Verständnis für den Islam
Als chauvinistische Sekte noch haben

Statt europäischen Laizismus wie
Gleichberechtigung zu verteidigen
Tolerieren sie Diskriminierung aus
Postkolonialem Schuldgefühl

Die Reduktion dies käme daher weil
Viele sich im Rahmen der Krise um
Flüchtlinge muslimischen Männern 
Bereitwillig hingaben reicht nicht

Es ist eine geschlossene Ideologie
Die nur durch partielle Blindheit noch
Erklärbar ist weil ohne alle Vernunft 
Eigene Ideale dabei verraten werden

Auch der traditionell typisch linke
Antisemitismus genügt nicht mehr
Die Blindheit für jüdische Opfer oder
Iranische Frauen zu begründen

Rechte sehen sich durch Muslime
Wie das Abendland bedroht und
Wollen gegen den Islam die durch
Die Aufklärung erst gewonnene

Freiheit von der Macht des Glauben
Für das christliche Abendland dabei 
Mit Besinnung auf unfreie Ideale wie
Maximale Intoleranz wieder erreichen

Wie traditionelle Frauen aus dem
Rechten Lager sich plötzlich eine
Neue Diskriminierung wünschen
Aber Frauen im Iran befreien wollen 

Rechte loben und verstehen Trump
Oder Orban auch wenn dies ihren 
Sonst Interessen zuwiderläuft und
Warnen den Papst zu links zu sein

Internationale Nationalisten wollen 
Global gemeinsam agieren um ihre
Schlichten lokalen Interessen im
Kollektiv besser durchzusetzen

Linke verurteilen Israel weil dort
Rechte regieren nach klassisch
Antisemitischen Mustern die sie
Kritisch befragt von sich weisen 

Nutzen die Sprache einer Gruppe
Primitiver Islamisten um deren
Antisemitismus zu verteidigen
Reden von Völkermord in Gaza 

Glauben die Gerechtigkeit dabei
Zu verteidigen ohne zu merken
Dass sie Hamas Propaganda die 
Antisemitisch ist damit verbreiten 

Die Blockade Aufrufe gegen Israel
Gleichen im Wortlaut wie in den 
Methoden denen des Stürmer im
Nationalsozialismus nur links halt 

Das Freund-Feind-Denken nach
Schlichtem Muster ersetzt das
Kritische Denken immer mehr
Entsprechend brutal die Folgen 

Für eigene Fehler blind kann 
Die andere Seite nur böse sein
Wollen beide gerne verbieten 
Stellen die Freiheit dafür infrage

Das kann keine gute Aussicht
Je geben weil beide Pole nur
Weiter polarisieren wie das Böse
Beim je anderen nur sehen

Nicht jede sprachliche Entwicklung
War gut mache polarisierte nur weiter
Statt Teilhabe aller zu verbessern
Dies verstärkte die Abneigung nur

Gegen Rechts-Links-Blindheit hilft
Nur mehr Mitte und Vernunft statt 
Ideologischer Pauschalisierung ist
Mehr Toleranz darum nötig

Erreicht werden kann dieses Ideal
Durch weniger feste Meinung statt
Gewohnter Erwartung um wieder
Mauern einzureißen statt zu bauen

Damit am Ende die Vernunft siegt
Die gute Kompromisse sucht mit
Denen alle besser leben können
Was das einzige Ziel sein sollte

Alle an Rechts-Links-Blindheit
Noch erkrankten sollten sich
Zugunsten liberaler Mitte lieber
Zurückziehen für Lösungen

jens tuengerthal 10.4.26

Donnerstag, 9. April 2026

Lektürentagebuch 7. - 8.4..26

Lektürentagebuch 7. - 8.4..26

Gestern die letzten beiden Kapitel
Des ersten Teils des Familienroman
Korrektur gelesen ergänzt und dann
Beim Formatieren verschwand das 

Zuerst gelesene Kapitel was ich leider
Erst am Ende feststellte und darum
Das etwas kitschige letzte Kapitel
Gleich doppelt gelesen bis tief in

Den Abend hinein warum es dann
Nach sieben Stunden Lektüre auch
Dabei blieb dafür heute nun den
Band zur Großmutter begonnen 

Zuerst der Besuch bei ihr im Heim
Schon gegen Ende des fast hundert 
Jahre währenden Lebens sodann die
Abenteuer ihres Vaters vorab 

Vom Torfkraftwerk in Ostfriesland
Zum letzten Flug der Roten Baron
Ein wenig in die Kulturgeschichte
Des letzten Jahrhunderts getaucht 

Wie unvorstellbar scheint es heute
Dass der Urgroßvater erst das fern
Gelegene Ostfriesland elektrifizierte
Wie Richthofens Maschine checkte


Noch weiter zurück ging es danach
Mit der Verfeinerung der Deutschen
Bei der Erwin Seitz von den Kelten 
Als Hochkultur hier etwas erzählte

Wie diese im Donauraum schon erste
Große Städte errichteten die aber nur
Beschränkte Zeit hielten dennoch im
Handwerk wie kulinarisch bereits eine

Hohe kulturelle Entwicklung zeigten
Sie kommen im Donauraum auf ab
Etwa 800 vdZ in der Eisenzeit und
Kommen bis nach England hinauf 

In Europa bis ins erste Jahrhundert
Sie bauten für ihre Fürsten große 
Hügelgräber in denen teilweise sehr
Fein gearbeitete Töpfe sich fanden

Auch Möbel wie der Diwan auf dem
Der verstorbene Fürst platziert wurde 
Aus teilweise Messing und Gold mit
Rollen darunter zeigen Hochkultur

Es gibt Nachweise von Schrift die
Das Analphabeten Gerücht des 
Später mit dem Schwert verbreiteten
Christentum Lügen strafen doch 

Dazu kommt leider wenig zur hier
Mögliche kritischen Frage was zwar
Nicht wundert da eher gewöhnlich
Aber der Verfeinerung gut täte

Hinweise auf große Feste zu denen
Der reichste Fürst alle Stämme einlud 
Wie mit Essen und Wein versorgte
Zeigen eine differenzierte Kultur

Die Nutzung von aus dem Süden
Importierten Olivenöl und Spuren 
Von Speisen zeigen eine feine 
Kultur die hier zu genießen wusste

Auch der Schmuck der Gefäße
Zeigt feines Kunsthandwerk damit
Eine arbeitsteiligen Gesellschaft
Nicht nur primitive Genügsamkeit

Seitz nutzt das um wieder einen
Schlag gegen die Propaganda vom 
Schlichten Germanen nach Tacitus
Der genügsam lebte zu setzen

Zwar scheint es treffend die eher
Schlicht primitive Interpretation
Nach Luther zu hinterfragen doch 
Widerspricht Seitz sich schon selbst

Tacitus beschreibt nämlich die
Genussfreude der Germanen
Welche gut zu essen wussten
Ihre Gäste großzügig bewirteten

Auch Karl Martell der Großvater
Von Karl dem Großen der 732 in 
Der Schlacht von Poitiers wohl
Die Mauren aufhielt griff dabei

Auch auf ostfriesische Stämme
Zurück die selbst erst unter Karl
Dem Großen christianisiert wurden 
Was zeigt da gab es mehr als

Das Christentum als zu lange
Dominante Sekte hier zuließ
Vor allem eine Kultur des Genuss
Bevor die eher lustfeindliche 

Monotheistische Sekte sich hier
Breitmachte da fehlt Seitz etwas 
Der weite Blick über den zu 
Engen Tellerrand noch hinaus

Schon graust es mir vor dem
Nächsten Kapitel zum Moselwein 
Diesen völlig überschätzten wohl
Schlechtesten deutschen Wein 

Aber was soll ich auch von einem
Biertrinker hier große Kultur noch
Erwarten oder feinen Geschmack
Aber der Ansatz ist sehr positiv

Die Idee der Verfeinerung der Kultur
Als Gegenstück zur so primitiven
Vergröberung nach Trump oder
Putin ist ein sehr guter Ansatz

Dieser US Steinzeitmensch der
Drohte eine Hochkultur einfach
Zu eliminieren fern aller feinen 
Geistigen Kultur nur ein Ami ist

Jemand der stolz ist nie ein Buch
Gelesen zu haben und sich den 
Ganzen Tag mit Fernsehen informiert
Kann nur dumm und primitiv sein

Verfeinerung braucht Frieden wie
Eine Kultur der Differenzierung die
Friedlich lebt um sich so auch zu
Entwickeln statt zu zerstören

Die vom christlichen Aberglauben
Noch besessenen unfreien Amis
Bieten wenig Aussicht auf eine
Friedliche kulturelle Entwicklung

Das demokratische laizistische
Europa dagegen bietet ein Modell
Für ein friedliches miteinander
Verschiedener Kulturen uns an

Wenn bald in Ungarn und dann
In Teilen der USA gewählt wird
Könnte dieser Weg gewinnen 
Was Hoffnung machen könnte

Es kommt für die Zukunft auf
Die Verfeinerung an gegen die
Primitiven Grobiane deren Horizont
Nie weiter wurde ohne Bücher

Auch darum ist dieses Buch als 
Kulturgeschichte der Verfeinerung
Ein großer Schatz für mich der
Noch dazu von meinem Schatz kam 

Liebe Kultur und ihre Verfeinerung
Sind was es für die Zukunft braucht
Ein neues miteinander zu finden statt
Primitiv aufeinander einzuschlagen 


Wo von Liebe die Rede ist lag es
Nahe in Siri Hustvedts Ghost Stories 
Der Liebeserklärung für den toten
Paul Auster ein wenig weiter zu lesen

Ihre Gedanken zu dieser Zeit wie 
Der erste Brief an seinen Enkel
Zeigen es gibt noch nicht primitive
Amerikaner die achtsam denken

Es ist von besonderer Schönheit
Wie Siri die Erlebnisse mit ihrem 
Kleinen Enkel dem Sohn ihrer Tochter
Sophie voller Liebe beschreibt

Miles Geburt und Pauls Tod in
Eine Reihe stellt wie Miles nun
In ihren Armen einschlief wie einst
Sophie die Tochter von Paul und ihr

Sie sieht den guten und schönen
Umgang der Eltern mit ihrem Enkel
Paul wertschätzte beide noch in
Seinem ersten Brief an Miles 

Einer der geht und es weiß
Schreibt an den der kam und
Noch lange nicht lesen kann
Aber für eine gute Zukunft 

Die Liebe die in diesem Buch steckt
Das eine Liebeserklärung auch an 
Den verstorbenen Mann ist wie ein
Weg aus der lähmenden Trauer ist

Wird lesend spürbar und das ist
Neben dem feinen Stil von Siri
Dieser so klugen differenzierten
Autorin eine wirklich große Freude

Sich zu erinnern es gibt auch die
Kultivierten intelligentem Amis
Nicht nur primitive faschistoide Typen
Wie Trump oder Musk was gut tut

jens tuengerthal 9.4.26