Donnerstag, 15. Oktober 2026

Lektürentagebuch 15.10.26

Lektürentagebuch 15.10.26

Über die Dichter des Spleen schreibt 
Egon Friedell in der Kulturgeschichte 
Der Neuzeit als Reaktion auf die sonst
Nüchternheit sei der Spleen ein Teil

Der englischen Seele was schon eher
Nach Aberglaube klingt denn wer soll
Mit Vernunft noch an die Existenz der
Erfundenen Seele glauben die bloß

Eine Gewohnheit aus der Dominanz
Des Aberglauben ist entsprechend
Geht es hier um Gruft und Gespenster
Poesie was bei Robert Blair 1743 

Mit seinem Gedicht The Grave schon 
Beginnt das in Blankversen schon
Variationen über Tod Sarg Mitternacht
Grauen und Geister anschlug

Aus derselben Zeit stammt Edward
Youngs Nachtgedanken zu Leben Tod
Und Unsterblichkeit oder Thomas 
Grays Elegien geschrieben auf einem

Ländlichen Kirchfriedhof voll finsterer 
Beklemmungen durchhaucht vom 
Sanften Säuseln der Empfindsamkeit 
Das hier schon erstmals spürbar wird 

Genie des Spleen aber sei einsam
In pathologischer Dämonie Jonathan
Swift der Dechant von Sankt Patrick
Der für Gullivers Reisen bekannt ist

Dieser oft als Kinderbuch verkannte
Roman ist tatsächlich eine Kritik an
Der englischen Herrschaft in Irland
Mit aufklärerischen Elementen

Das Freidenkertum ist für Friedell das
Schlagwort des Zeitalters und deren 
Vorläufer waren die Latitudinarier die 
Im 17. Jahrhundert bereits alle

Konfessionellen Unterschiede der
Christlichen Sekten für unwesentlich
Erklärten und nur Grundwahrheiten
Der Heiligen Schrift als bindend sahen 

John Toland versuchte in seinen
1696 erschienen Band Christentum
Nicht mystisch nachzuweisen dass
In den Evangelien nichts irgend

Unvernünftiges enthalten sei noch
Widernatürliches dort stände und
Sprach zuerst vom Freidenker er war
Ein konvertierter irischer Aufklärer

Anthony Collins schrieb dann 1713
A discourse of freethinking darüber
Noch ausführlicher und Woolston
Erklärte die NT Wunder allegorisch

Mathew Tindal vertrat in seiner
Abhandlung Christentum so alt wie
Die Schöpfung dass dieses als die
Natürliche Religion immer bestand

Christus habe nur was schon immer
Bestand wiederhergestellt dazu kam 
Ab 1735 in Deutschland Johann
Christian Edelmann mit seinen eher

Antiklerikalen Schriften worin er die
Religionen als Pfaffenfund bezeichnet
Erregte aber damit weniger Aufsehen 
Als mit seinem langen Bart was nun

An den Bart des Propheten denken
Lässt dagegen versuchte Hutcheson 
Zuerst das Schöne wissenschaftlich
Zu analysieren und verteidigte darin

Die Kunst gegen die Theologie so sei 
Das Schöne wie das Gute durch den
Untrüglichen inneren Sinn erkannt 
Der also ohne Götter sein kann

Ähnlich begründete Graf Shaftesbury
Es zu Anfang des Jahrhunderts in
Seiner Ästhetik der Moral danach sei
Das Schöne mit dem Guten identisch

Der gemeinsame Maßstab ist dabei
Das Wohlgefallen wer nach dem
Schönen trachtet dem wird das Gute 
Von selbst zufallen was auch für die

Sittlichkeit gelten würde diese beruht 
Auf einer Art feinerem Sinn der so
Ausbildungsfähig wie bedürftig sei 
Dem Geschmack darin gliche

Aufgabe des Menschen wäre es eine
Sittliche Virtuosität zu erlangen und
Der Böse ist danach nur ein Stümper
Wie Dilettant eine spannende Sicht 

Das Wesen von Kunst und Ethik
Besteht in der Harmonie also der
Versöhnung von egoistischen und 
Sozialen Empfindungen

So verglich der Dichter Pope in
Seinem Essay on man das Verhältnis
Zwischen den selbstsüchtigen und 
Altruistischen Verhaltensweisen mit

Der Rotation unseres Planeten um 
Seine eigene Achse und um die
Sonne dagegen ist Shaftesbury ein
Feinnerviger Aristokrat und dabei

Lebensartist einer der ersten Ästheten
Von dem eine gerade Linie hin zu
Oscar Wilde führe der sagte Laster
Und Tugend seien für den Künstler

Nur Materialien seines Werkes
Eine fast groteske Logisierung der 
Ethik findet sich bei Wollaston der 
Jede unmoralische Handlung als

Ein falsches Urteil sieht bei egal was 
Während Mandelville in seiner Fabel 
Über das Leben der Bienen einen 
Modernen Staatszynismus vertritt

Das egoistische Streben einzelner
Sei so die Triebkraft für das Gedeihen
Des Ganzen was sehr schon nach
Adam Smith vorgreifend klingt

Charakteristisch für die englische
Philosophie sei aber David Hume
Seine epochenmachende Tat war
Die Auflösung des Kausalitätsbegriff

Er erklärt diesen auf der häufigen 
Wiederholung derselben Erfahrung
Die Empirie lehre erst A dann B unser 
Geist macht daraus erst A darum B

Aus dem post hoc werde damit ein 
Propter hoc daher stamme auch die 
Idee der Substanz die mit Merkmalen
Immer gleiche Vorstellungen verbindet

So sei das Ichbewusstsein daraus zu
Erklären dass wir unsere Eindrücke
Immer auf dasselbe Subjekt beziehen
Bildet sich der Begriff eines Trägers

Der Eindrücke der unveränderlich sei 
Aber in Wirklichkeit nichts als ein
Bündel von Vorstellungen ist die sich
Nach den Gegebenheiten formen 

Darum ist Hume auch gegen die 
Vertragstheorie denn ehe sie einen 
Staatskontrakt schließen könnten
Hätte sie schon die Not vereinigt

Die aus der Not dann gewonnene
Gewohnheit wird Gehorsam bewirkt
Ohne Vertrag dass Regierungen wie
Untertanen natürlich entstanden

Dies wäre alles typisch englisch
Wie auch die vorsichtig kurzsichtige 
Betonung der Alleinherrschaft der
Empirie wie das immer Misstrauen

Gegen alle Metaphysik und Ideen
Ist tief konservativ erklärt alles einfach
Aus Gewohnheit wobei die Flachheit
In ihrer Schärfe fast tiefsinnig wird 

Im Abschnitt Berkeley beginnt Friedell 
Mit einer Bemerkung Weiningers aus
Geschlecht und Charakter dass die
Entscheidung zwischen Hume und

Kant auch Charakterologisch möglich
Sei indem der eine Werke von Makart 
Und Gounod als das höchste sieht der 
Andere Rembrandt und Beethoven

Er hält Hume für überschätzt zwar
Gehöre nicht viel dazu der größte
Englische Philosoph zu sein aber
Hume habe darauf keinen Anspruch 

Er möchte diesen Ruhm lieber
Berkeley geben der zwar Engländer
Aber vom irischen Geist geprägt sei
Er hätte wahrhaft freie Philosophie 

Dazu wäre sie höchst originell und
Schöpferisch paradox er lehrt zwar
Strengsten Minimalismus so sind
Abstrakte Ideen für ihn Erfindungen 

Der Scholastik die eher verdunkelten
Dinge wären nicht abstrakt sondern 
Konkret es gibt nur Vorstellungen
Vom einzelnen die sich aber aus

Verschiedenen Sinnesempfindungen 
Zusammensetzen etwas sei wirklich
Nichts gäbe es nie Zustände sein 
Die Verhältnisse dabei führt diese

Philosophie zu einem exklusiven 
Spiritualismus und Idealismus denn 
Alle Erscheinungen seien danach 
Nichts als Vorstellungen Gottes 

Diese gäbe Gott den einzelnen 
Geistern mit den Zusammenhang aller 
Von Gott produzierten Ideen nennen 
Wir danach Natur dabei ist Kausalität

Die von Gott in uns hervorgerufene 
Vorstellung der Reihenfolge Gott sei
Jederzeit imstande die Kausalität 
Aufgrund seiner Allmacht zu ändern

Dann sprächen wir von Wundern 
Danach gibt es nichts wirkliches
Außer Gott die Geister und Ideen
Damit wäre nichts als Aberglaube 

Insofern dieser Unsinn durch die
Leugnung der unfreien Idee eines 
Gottes widerlegbar ist bedarf der
Alberne Aberglaube keine Gründe 

Weil ich so frei sein kann alles
Was ist ohne Gott zu begründen
Bedarf es seiner schlicht nicht mehr
Wovon Friedell leider nichts sagt

Zum Glück eroberte nicht die Idee
Von Berkeley in der Aufklärung
Europa sondern die Vernunft die
Ideenlehre kommt in der Romantik


Vom Sturm und Drang schreibt dann
Georg Siemens als einer der beiden
Gründungsdirektoren der Deutschen
Bank an seine Verlobte März 1872

Davon erfährt der überraschte Leser 
Wie auch die Leserin in dem Buch
Dreihundert Männer von Konstantin
Richter über die Deutschland AG 

Ihr Bild hat er neben den Briefbogen
Gelegt um wie er ihr schreibt der wohl
Nicht nur als Bankier ohne Erfahrung
Noch ist ihr hübsches Gesichtchen

Dabei vor Augen habe da ist die
Adressatin Elise Görz gerade 21
Jahre alt und war anfangs nicht
Besonders beeindruckt von Siemens

Er schreibt ihr was er doch für ein 
Unglückliches Menschenkind sei
Mit großen Plänen und Entwürfen 
Verzehrt von dem Gefühl etwas

Schönes und Bedeutendes zu leisten
Mit aber schwacher Kraft die weit 
Hinter den Wünschen zurückbleibt
Das Missverhältnis zwischen der

Großen Phantasie und seiner Kraft
Die notwendig wäre mache ihn wohl
Manchmal unglücklich so wäre es im
Sturm und Drang einigen Dichtern

Auch ergangen dann überlegt er
Nochmal ob er zu schonungslos
Mit sich wäre aber findet seine
Verlobte solle wissen wie er empfand

Falls er den Eindruck des Unfertigen
Gemacht haben sollte lag das daran
Dass er höhere Ziele als andere habe
Sieht sich Direktor Siemens als Genie

Ist er ein Nachfahr empfindsamer
Poeten die am Leben litten wurde
Die Deutsche Bank aus dem Geist
Des Werther geboren fragt sich

Wohl kaum für Siemens ist der
Sturm und Drang ein Synonym für
Seinen ungebändigten Ehrgeiz der
Noch lange nicht befriedigt ist

Er will Großes erreichen und
Weltumspannend tätig sein hat keine
Scheu vor Risiken statt Briefromane
Plant er die Expansion seiner Bank

So tauchte der Geist der Lyrik 
Heute in verschiedener Literatur auf
Wurde dann aber doch prosaisch
Es wollte einer gerne groß scheinen 

jens tuengerthal 15.10.26



Sprachdichte

Sprachdichte

Dichter verdichten Sprache
Unklar bleibt jedoch ob diese
Dadurch dichter kommt oder
Sich vom Alltag eher entfernt 

Wer könnte das wie messen 
Überlege ich als Kind der Aufklärung
Auf die Nummern noch vertrauend
Während andere schon oder noch

Glauben und beten und damit in
Dialog mit ihrer Phantasie treten
Auf höhere Kräfte dafür vertrauen
Auch wenn es nichts als Natur ist 

Weiß weder wer noch wie eine
Dichtemessung der Sprache nach
Poetischer Konsistenz funktionierte
Nur spüre deutlich den Unterschied

Dichtung und Wahrheit nannte noch
Goethe seine Erinnerungen was ein
Paar vereint das kein Gegensatz
Systematisch logisch sein muss

Aber auch systematisch keine
Logische Folge immer ist weil
Sprache so oder so kann wie
Verstanden und interpretiert wird

Nicht alles was erdichtet wurde ist
Erlogen so vertrauen manche mehr
Versen ihre wahren Gefühle an als
Diese sich in Gesetzen je finden

Ist Dichtung und Wahrheit eher
Kumulativ als alternativ überlege ich
Denke an Schliemann der auf Verse
Des Homer vertrauend den Schatz 

Des Priamos wie Troja ausgrub im
Osmanischen Reich das vorher noch
Griechisch war bis es türkisch wurde 
Was immer in 3000 Jahren sein sollte

Vielleicht wagt der Dichter es einmal
Visionär hier zu sein ohne gleich zum
Arzt geschickt zu werden leben wir 
Dann wirklich menschlich staatenlos

Sprache zumindest macht es möglich
Längst grenzenlos zu denken ohne an 
Staaten länger zu glauben die uns nur
Knechten und fesseln statt beflügeln 

Wenn Worte uns dagegen wirklich
Fliegen lassen damit eine tatsächlich
Grenzenlose Welt jenseits von Raum
Und Zeit uns öffnen haben wir alles

Doch verrät mir die Weite unseres
Sprachlichen Universums etwas über 
Die Dichte der Sprache in ihr noch
Wenn ich meine Welt vermessen will 

Täglich dichte ich neue Verse dabei 
Am Tag wie lieber noch in der Nacht
Weil die Dunkelheit außen den Raum
Innen noch viel stärker mir verdichtet

Einige als Mensch in einer Umgebung 
Was zoon politikon auch genannt wird
Andere als Philosoph oder Leser wie
Manche auch als liebender Mann 

Es sind verschiedene Ebenen meines
Seins die so zu Versen werden aus
Denen Sprache neue Welten zaubert
Die sich so miteinander vernetzen

Am schnellsten irrt die Politik was 
Dafür spräche mit diesen Versen 
Lieber länger zu warten statt mit der
Schnellebigen Zeit zu gehen

Wäre der Dichter dieser Verse weise 
Hätte er manche nie geschrieben um
Seine Ruhe lieber zu haben aber die
Leidenschaft ist eben lebendig auch

Am schmerzvollsten irrte ich in der
Liebe in vielen Versen wie auch der
Lust vermeintlich gefährlich folgend
Die gerne das Denken beschränkt

Doch gibt es wirklich Irrtümer in der 
Liebe ist was leiden lässt nicht Teil
Der großen Magie der Liebe die gern
An beiden Seiten lichterloh brennt

Immer noch nicht weiß ich wie ich
Die Dichte messen sollte vielleicht
Sollte ich dazu meine Musen fragen
Die gewesenen und die aktuellen

Zumindest ist bisher kein Instrument
Am Markt der Dichtung zu finden
Das zuverlässig Dichte misst um so
Die Qualität der Dichter zu bewerten

Vielleicht denke ich am Ende aber 
Sollte ich ganz froh darüber sein
Nachher merkte sonst noch wer
Der Dichter ist wohl nicht ganz dicht

jens tuengerthal 15.10.26

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Enthaltsamkeitsglück

Enthaltsamkeitsglück

Sich in Enthaltsamkeit üben kann
Mehr schenken als im weniger
Uns je verloren gegangen ist
Während in Berlin erst nicht weiter
Dann doch verhandelt werden soll
Manches offiziell geredet wird was
Intern ganz anders gesehen wird
Ist es am besten sich zu enthalten
Auch wenn ich denke dass die
Linke nie die Regierende stellen
Sollte könnte manches in einer
Koalition dort eher realisiert werden 
Als mit der konservativen CDU 
Sehe ich Vorteile und Nachteile 
Auch die Mehrheit im Bundesrat 
Für ein Prüfverfahren gegen die AfD
Wäre ein gravierender Vorteil
Die Schwächung des schwachen
Bundeskanzlers der sich gerade
Ausdrücklich dagegen aussprach
Ist auch eine Freude noch dabei 
Bin also dagegen aber sehe auch
Die Vorteile deutlich überwiegen
Sich zu diesem Thema aber nun
Völlig zu enthalten könnte von
Vorteil sein egal was passiert
Wie entspannte Enthaltsamkeit
Noch viele Vorteile für sich hat
Erlaubte Abstand und schenkt
Einen freien Blick den es gerade
Vermutlich dringender braucht
Als eine sichere laute Meinung
Es ist für mein literarisches Leben
Was das entscheidende für mich ist 
Jedenfalls das schönste immer
Von keiner Bedeutung wer die
Verwaltung in Berlin leitet
Gravierende Änderungen sind
Ohnehin nicht zu erwarten
Ohne Geld keine großen Pläne
Viel wichtiger für mich ist doch
In welchem Buch lese ich jetzt 
Was vor diesem und welches auch
Parallel und überhaupt nebenbei
Sollen die Menschen meinen ich lese 
Lieber und enthalte mich im übrigen
Es könnte am Ende allen besser tun
Lektüre ist das beste Rezept gegen
Jede unnötige Aufregung und zeigt
Worauf es wirklich ankommt im Leben
Am Ende waren es gute Bücher und
Mit viel Glück etwas Liebe dabei
Hilft Enthaltsamkeit enorm weiter
Politik ist ein ekliger Scheiß aber
Lektüre öffnet mir das Paradies

jens tuengerthal 14.10.26

Unterbrechung

Unterbrechung

Die Unterbrechung der Sondierungen 
In Berlin war ein kleiner Skandal was
Der Demokratie gut tat und offenbarte
Wie demokratisch diese Linke ist die
Gemeinsame Beschlüsse ändert ohne
Absprache mit Koalitionspartnern die
Bedingungen einer Zusammenarbeit
In ihrem Interesse verändert wie auch
Intifada Girlies einfach aufnahm
Wenn mündlich anderes zugesagt
Nun brüllte und zappelte die Linke 
Hetzte gegen Springer und Kanzler
Aber versaute ihre Chance selber
Die verbalen Ausbrüche ihr noch
Nahestehender Menschen im Netz
Zeugen vom seltsamen Verständnis
Der Demokratie dort wie sich diese 
Extremisten vorher über völlig
Selbstverständliche Zusagen wie
Die Anerkennung des Existenzrecht
Von Israel aufregen wollten damit
Zeigen hier geht es um Palästinenser
Nicht um Berliner und ihre Stadt
Es geht um den ganz normalen
Linken Antisemitismus der nie 
In Berlin regieren darf und also
Ist die elegante Notbremse wenn
Die Linke sich nicht völlig wandelt
Eine Hälfte der Mitglieder und Wähler 
Ausschließt gibt es keine Koalition
Weil die Linke unzuverlässig ist
Sich nicht an Vereinbarungen hält 
Als Erbin der SED mit dem höchsten
Anteil von Stasi Mitgliedern außer
Vielleicht in der AfD diesem kleinen
Hässlichen Klon Putins und natürlich
Dem BSW die alle keine Partner
Von Demokraten sein können
So war diese Unterbrechung ein
Segen für die Demokratie weil er
Offenbarte auf wen noch Verlass ist
Extremisten versprechen tolle Dinge
Aber sind real unzuverlässig und
Zumindest darauf ist bei der
Berliner Linken Verlass 
Sie werden dafür sorgen dass
Die Unterbrechung nur der Anfang
Vom Ende der Sondierungen ist
Politisch sehr elegant wird nun
Ein wenig weiter verhandelt 

jens tuengerthal 14.10.26

Lektürentagebuch 13.10.26

Lektürentagebuch 13.10.26

Goethe und Arnim zitierend schreibt 
Grete de Francesco sehr klug über
Gottfried Christoph Beireis und warum
Dieser Professor ein Charlatan war

Die alchemistischen Anspielungen wie 
Die im Stil des 17. Jahrhunderts noch
Geschriebenen Gedichte und seine
Kokette Altertümlichkeit sorgte dafür

Dass er keine Gestalt der Aufklärung
War sondern an frühere Epochen eher
Denken ließ auch wenn de Francesco 
Meint er deute auf kommende Zeit hin

Der mit Industrie und Banken eng
Verknüpfte Mann der sportlich wie
Hochintelligent war eilte in seiner
Bewunderung für Maschinen schon

Seiner Zeit weit voraus was ihn wie 
Besessen von seinen Puppen machte
Führte zu einer Mythologisierung und
Charlatanisierung einer Technik 

Der er bewundernd liebevoll hörig war
So nimmt er die Schwärmerei einer 
Kommenden Generation vorweg wie
E. T. A. Hoffmann seinen Ferdinand

Sagen lässt dass die äußerlichen
Kunststücke des Türken nur dazu da
Sein unsere Aufmerksamkeit ganz
Auf ihn zu lenken wo aber gerade

Der Schlüssel der Geheimnisses
Nicht zu finden sei ebenso seien die 
Altertümlichen Allüren von Beireis
Nur dazu da abzulenken genau wie 

Es die Charlatane auf den Märkten
Taten die vom Verkauf ablenkten 
Beireis wollte zwar nichts verkaufen
Aber sah sich als ein Wegbereiter 

Der Weltmacht der Maschine einer 
Macht die er kommen sah und im
Dienste dieser wurden die Künste
Der Scharlatane zu gern genutzt

Er gaukelte den Menschen Befreiung
Durch jene Kräfte vor die er selbst nie
Freilassen wollte und entfesselte so
Kräfte die Menschen versklavten

Goethe legte wenig Wert auf die
Automatensammlung und fand die
Figuren nur verkommen verrostet
Worauf der Hofrat Beireis eine

Dramatische Geschichte erfand da 
Er bemerkte dass Goethe immun
Gegen die Wirkung der Mechanik war
Warum er sie nicht mehr aufzog

Begründete er mit einem Offizier dem
Er sie vorführte dem keiner glaubte 
Worauf es zum Duell kam in dem 
Dieser erstochen wurde und seitdem

Wollte er seine Bewunderer nie mehr
Dieser Gefahr aussetzen was Goethe
Unglaubwürdig fand dagegen konnte 
Achim von Arnim mehr entdecken

Er widmete das neunte Kapitel seiner
Gräfin Dolores dem Helmstedter
Professor seine Darstellung sei dabei
Atmosphärisch doch ganz vortrefflich

Allerdings fehlt ihm die künstlerische 
Kraft eines E. T. A. Hoffmann noch er
Er betrachtet es mit relativierender
Ironie der Romantiker als Phänomen

Wo Goethe hart urteilt ist seines
Eher spitz er bleibt an den Automaten
Stehen und wandelt im Zwielicht des
Zweifels über die Beseeltheit oder

Leblosigkeit der Menschen-Maschine 
Er will ironisch sein aber ist längst von
Ihrer Rätselhaftigkeit ergriffen lässt 
Den Grafen den Professor besuchen

Er gruselt sich im Zwielicht dort allein
Weil der Professor einen Patienten
Noch schnell besuchen musste wo
Die Unendlichkeit des Sehens sich 

Leicht der inneren Empfindung mitteilt
Er wollte eine Persiflage über Beireis
Machen aber das Objekt war stärker 
Goethe dagegen polterte gleich los

Gegen die Qualen der Unvernunft 
Die eine Zumutung wären dagegen
Ist Arnim wider Willen ergriffen von 
Der listigen Poesie der Maschinen 

Der Graf lässt die Figuren spielen
Ist fasziniert und erschrocken dabei
Beschwört die Maschine in Versen
Das Glück als Endziel der Charlatane

Nachforschungen des Grafen ergeben
Dass zwei Menschen das Spiel aus
Dem Versteck aufführen durch ein
Sprachrohr Maschinen reden lassen

Nun wird das wunderbare menschlich
Die Maschinen treten zurück ihre
Wirkung verblasst doch fingen die
Romantiker empfindsam schon die 

Drohende Erschütterung auf die
Goethe überging es könnten leicht
Maschinen die Oberhand gewinnen
Was in Zeiten von KI visionär scheint

Vielleicht aber täte uns auch mehr
Kritisches Denken gut um nicht zum
Opfer unserer Ängste zu werden war
Der Geheimrat dem Geheimnis näher

Wie Epikur uns schon durch die Verse
Des Lukrez lehrte ist alles Natur und
Nichts außer oder über ihr was dem
Hokuspokus schnell die Basis entzieht

Nun folgt die Beschreibung Beireis
Durch Goethe mit guter Figur und
Sehr hoher Stirn dabei wohnte um
Die verkniffenen Lippen des schon

Zahnlosen Mundes neidische Bosheit
So sprach er gehässig über Leibnitz
Oder Lavoisier und behauptete
Michelangelo habe aus Neid alle

Bilder und Kupferstiche Dürers 
Vernichten lassen eine so unsinnige
Erfindung die mehr über den Erfinder 
Mehr sagt als seinen Gegenstand

Seine Geliebte die elegante Witwe
Betrog ihn worauf ihn sein Hund erst
Aufmerksam machte so dass er den
Rivalen bei ihr überraschen konnte 

Der Hund erhielt ein Ehrengrab und
Beireis blieb Junggeselle aber liebte 
Hunde mit der Glut seines Hasses 
Gegen jede Untreue was typisch ist

Für übersteigerte Einbildung und
Intoleranz der Charlatane wie es 
Hier de Francesco formuliert wozu
Auch seine Quantitätsleistungen

Wohl gehören mit denen er sich 
Rühmte täglich 14 Stunden Kolleg
Zu lesen was Goethe wieder für eine
Legende im Geist der Wunder hielt

Er hörte vom Grafen Veltheim viele
Solcher monotoner Legenden über
Beireis fand es blieb eher unbestimmt
Was typisch für Scharlatane auch ist

Ihre Geschichten folgen immer dem
Gleichen Schema nur Details wurden
Der Mode entsprechend aktualisiert
Aber es sprach schwache Geister an

Goethe meinte dazu weil er so reich
War konnte es ihm an Verehrern und
Gläubigen nicht fehlen Reichtum und
Kostbarkeiten seien die Hausgötter

Zu welcher die Menge andächtig 
Blickt ist dieser Besitz nachdem sie
Gierig sind mit einem Geheimnis
Erworben wird jedes Wunder geglaubt

Eine Masse Gold und Silber verleihe
Dem Unwahren Ansehen und Gewicht
Der Besitz wird durch Lügen verklärt 
Es verschmilzt Wahrheit und Lüge 

Das Kapitel schließt mit den Worten
Goethes der Beireis und Swedenborg
Vergleicht den Kant einen träumenden 
Geisterseher spöttisch noch nannte

Er erinnert an Cagliostro den großen
Scharlatan der Zeit den er einen nur 
Taschenspieler nennt fragt sich ob der
Aberglaube denn nie enden würde 

So fände sich immer ein Local wo
Das problematisch Wahre was allein
Respekt verdient sich mit der Lüge
Ganz bequem begatten kann 

jens tuengerthal 13.10.26

Dienstag, 13. Oktober 2026

Kulturnation

Kulturnation

Was macht eine Kulturnation aus
Wenn nicht der Geist der sie trägt

Weil Geister aber für gewöhnlich
Nur schwer fassbar sind gibt es sie 

In gebundener Form dann werden
Sie Bücher genannt und sind der

Schönste Ausdruck einer solchen
Vor allem weil Bücher stille Geister

Immer bleiben im nationalen Lärm 
Blieb ihre Rolle noch stets eher

Zurückhaltender was Grund genug
Sein sollte sie zu Helden einer

Immer ungewissen Zukunft zu
Machen die mehr in sich trägt als

KI es je kann die mit dieser nur 
Sekundär gefüttert wird aber nicht

Eine eigene Atmosphäre des Geistes
Tragen kann die nur aus Büchern

In ihrem grenzenlosen Universum
Besteht die Menschen beflügeln

Weil diese leben nicht Maschinen 
Wir können sie nur klug nutzen

jens tuengerthal 13.10.26

Nationalliebling

Nationalliebling

Gerade verkündete Merz er wolle 
Nicht der Liebling der Nation sein
Lieber gute Arbeit machen und das
Land für die Zukunft damit sichern 

Dies erzählte er natürlich auf dem
Arbeitgebertag ein Heimspiel für ihn
Was eine nur kleine Gruppe betrifft 
Die es gern noch härter hätten 

Typische CDU Politik im Sinne
Der Besitzenden bewahrend nimmt
Dieser Kanzler der es ohnehin schon
Am schwersten hat in Kauf unbeliebt

Weiter zu bleiben um sich der Sache
Wie der Zukunft und der Pflicht dafür
Zu opfern was wieder so richtig gut
Sauerländisch sauertöpfig war

Ob Merz im Leben noch lernt einmal
Positiv zu kommunizieren statt sich
Gekonnt nur unbeliebt zu machen
Was in der Demokratie nicht hilft

Schwere Zeiten brauchen dringend
Menschen die vereinen statt noch
Weiter zu spalten was immer nur
Das Gegenteil damit erreichen kann

Der Kanzler einer Koalition muss
Verbindlich sein und Brücken bauen
Merz reißt ein und droht lieber falls
Die Berliner mit der Linken wollten 

Bin gegen diese Koalition weil die
Erben der SED nie wieder die Stadt
Der Mauer regieren dürfen aber ich
Drohe darum niemand autoritär

Auch weil ich aus Erfahrung weiß
Dass es das Gegenteil erreicht die 
Stimmung nur weiter aufheizt die
Linke wird es selbst versauen

Merz wird es wohl nicht mehr mit
Seinen über siebzig begreifen doch
Die weitere Selbstzerstörung der CDU 
Ist eine Gefahr für die Demokratie

Warum sich die Frage stellt wer dem
Amtsinhaber der sozial ein völliger 
Versager ist klar machen könnte so
Stärkt er die AfD nur noch weiter

Leider steht bei Merz zu befürchten
Dass er dann im neuen Kurzschluss
Wir kennen die Choleriker von innen
Wieder versucht rechts zu überholen

Wie beim Tankrabatt wiederholt der
Unbelehrbare Besserwisser gerne
Seine Fehler bis zum Untergang
Fragt sich nur wer ihn stoppen kann

Deutschland ist in höchster Not regiert
Vom miesepetrigen Besserwisser der
Keine Hoffnung auf Entwicklung gibt
Alle hoffen er sagt heute besser nichts

jens tuengerthal 13.10.26