Samstag, 26. September 2026

Lektürentagebuch 26.9.26

Lektürentagebuch 26.9.26

Mit Maria Theresias Tod beginnt
Johann Kaspar Riesbeck in seinem 
Dreißigsten Brief eines reisenden 
Franzosen aus der Anderen Bibliothek 

Wir haben also um den 29. November
Des Jahres 1780 noch neun Jahre
Vor der französischen Revolution 
Berichtet Riesbeck was er hier nicht 

Berichten würde das könnte besser
In allen Zeitungen noch nachgelesen
Werden nennt sie zumindest noch
Die beste Mutter bis zum letzten

Der Sohn und Kaiser Joseph II wäre
Nur Sohn gewesen und hätte seine
Mutter beweint also doch nur der
Übliche Mist zu Trauerfällen halt

Obwohl der angebliche Franzose 
Riesbeck hier doch anmerkt welch 
Erleichterung ihr Tod für Joseph
Den aufgeklärten Kaiser wohl war

Darauf erzählt er noch einiges über 
Das Familienleben im kaiserlichen 
Hause so hätte etwa die Kaiserin
Maria Theresias die Freuden des

Ehebettes in vollem Maße genossen 
Aber die Wollust musste bei ihr in den
Schranken von Ehre und Religion 
Bleiben schenkte ihren Kindern Liebe 

Gerne hätte sie viele Enkel gehabt 
Blieb immer ganz Mutter auch die
Ihren erwachsenen Kindern noch
Wo nötig strenge Verweise gab

Auch ihren großen Sohn den Kaiser 
Korrigierte sie weiter auch öffentlich 
Wenn sie es gerade für nötig hielt
Liebte es Briefe der Kinder zu lesen

Alle ihre Kinder wären gut versorgt
Eines war Königin von Frankreich
Die berühmte Marie Antoinette die
Später noch den Kopf leider verlor

Diese mag zwar keine so strenge
Ökonomin wie ihr Bruder der Kaiser
Sein aber zumindest war sie so gut 
Erzogen dass es keinen Anlass

Zur Klage in Frankreich über sie gab 
Was neun Jahre später schon anders
Sich anhörte gegen die Dubarry wäre
Die Königin noch sparsam gewesen

Alle ihre Geistlichen und Bedienten
Scheinen sich nun Geldsorgen zu
Machen ohne ihre Gönnerin die so
Lange großzügige für sie sorgte

Dies nutzt er um vom Zustand der
Länder des Hauses Habsburg-
Lothringen zu berichten das zu den 
Vier ersten europäischen gehört 

Aber immer nur eine mittlere Macht 
Gewesen wäre auch als die Sonne 
In seinem Reich nie unterging was 
Über Karl V gern gesagt wurde 

Dazu brauchten sie die Unterstützung
Von Englands Macht und Hollands 
Geld um bedeutend zu bleiben so
Meinten manche es gliche einer

Umgedrehten Pyramide und neige
Darum entsprechend zum Schwanken
Österreichs Erblande selbst wären 
Nur etwas größer als Frankreich

Dazu komme Ungarn Böhmen und
Vieles noch mehr auch wäre die Natur
Dem Land noch günstiger als sie es
Frankreich je war was fraglich scheint

Bodenschätze und Landwirtschaft
Werden dazu genauso verglichen 
Zwar sei Österreich rein tatsächlich
Wohl in der Menge überlegen aber

Es fehle der Zugang zum Meer wie
Schiffbaren Flüsse die das Land
Erst wirklich wertvoll machten dort
Ungarn sei der wichtigste Teil

Hier fällt Riesbeck auf dass Menschen
Umso weniger tun je mehr sie Natur
Schon ohne Mühe für sie sorgte denn 
Wozu sollte sich dann wer mühen 

Vieles bliebe im reichen Ungarn noch
Ungenutzt und sie wüssten nichts
Von guter Düngung und mehr so 
Liege mehr als die Hälfte brach

Besonders beim Wein sei viel mehr
Möglich wäre nicht der Export so sehr
Beschränkt zugunsten der schlechten
Österreichischen Weine noch

Die Franzosen könnten dafür dem 
Österreichischen Adel dankbar sein
Dass seine unkluge Zollpolitik dem
Französischen Wein einen Markt lässt

Weil die Ungarn ihren guten Wein
Nicht exportieren dürften saufen sie
Selbst viel zuviel davon würden drum 
Selten alt und verfielen auch früh

Kein Land der Welt sei von so vielen
Verschiedenen Menschenarten noch
Bewohnt meint Riesbeck es gäbe dort
Tataren Slawen Ungarn Kumaner

Sekler und Jazygier mit jeweils ganz
Unterschiedlichen Sitten er sieht sie
Als Abkömmlinge der Skythen mit
Einem slawischen Einschlag dazu 

Nichts was einer heute noch ohne
Als rechtsradikal zu gelten schriebe
Wenn er hier von Gattungen schreibt 
Dazu kämen deutsche Kolonisten 

Alle diese bunten Völker von denen
Er nur die deutschen Siedler noch
Ausnimmt seien noch Barbaren also
Ohne jede verfeinerte Kultur noch

Für sie hat die Regierung bisher
Fast nichts getan im Gegenteil
Hat sie deren Sitten weiter verdorben 
Europa erbte dafür den Balkan 

So seien die Kroaten von mutigen 
Soldaten zu tückischen Räubern 
Geworden betrügerisch feige auch
Wenn schon immer diebische dabei

Viele Kroaten liefen heute auch zu
Den Türken schon über um dann
Das eigene Vaterland zu plündern
Ebenso Slawonier und Ungarn

Das Volk müsse die Regeln erst 
Langsam einsehen was viel mehr
Geduld noch bräuchte sonst werden
Sie zu mürrischen tückischen Sklaven

Der Wilde dem nur eine Polizei noch
Vorgesetzt würde nehme nur die
Laster an vor denen sie ihn doch
Schützen sollte noch wird grausam

Allein die Religion meint Riesbeck
Könne Wilde verfeinern was aber 
Eine contra dictio ist weil Religion
Schlichter atavistischer Brauch ist

Genau der Aberglaube egal welchen
Namen er trägt demoralisiert doch die
Menschen nur weil sie nicht mehr 
Dem kategorischen Imperativ folgen

Aber auch Riesbeck meint Einsicht
Erst macht den Untertan dauerhaft
Gehorsam und willig aber er hatte
Den Kant wohl noch nicht gelesen

Bei Wilden trete die Religion dann 
An die Stelle der Überzeugung
Doch genau diese Grundsätze hätte 
Die Regierung in Ungarn verfehlt

Spannend wie Riesbeck auf die vielen
Völker Österreichs blickt und dies in 
Einer Weise formuliert die heute wohl
Als rassistisch verpönt wären 

Denke an meine Erfahrungen mit
Balkanesinnen und dem was
Thomas Mann Slawinnen nannte
Die intensiv und nah auch waren 

Schweige aber dazu lieber nicht
Wie Riesbeck den Stereotypen 
Des Rassismus zu verfallen und
Staune leise vor mich hin

jens tuengerthal 26.9.26

Gelassenheiter

Gelassenheiter

Gelassenheit ist ein Geschenk
Wer dazu neigt sich aufzuregen
Weiß es besonders zu schätzen
Unberührt davon zu leben statt 
Fast am Herzschlag zu sterben 
Warum die große Kunst bleibt
Dinge vorbei segeln zu lassen
Abzuwarten solange es nur geht
Nichts zu tun mit großem Genuss
Was dem Flaneur als bloßem
Beobachter mehr liegt als der
Immer gern aufgeregten Politik
Die davon lebt bedeutend zu sein
Zumindest dafür gehalten zu werden
Auch wenn real völlig unwichtig was 
Hilft sich wieder bewusst zu machen
Denn eigentlich ist Politik nichts als
Langweilige Leitung der Verwaltung
Die so tut als wäre sie bedeutend
Schenken wirklich wichtige Dinge
Mehr Ruhe und Gelassenheit warum
Alles andere kaum der Rede wert ist
Denke ich und lache über alles weil 
Lachen die lustvollste Medizin bei
Depressionen immer wieder wäre
Könnten wir es so einfach um die
Gelassenheit heiter zu halten

jens tuengerthal 26.9.26

Altersvorbereitung

Altersvorbereitung 

Im Jugendwahn gefangen vergessen
Die meisten sich auf das Alter noch
Gehörig vorzubereiten und werden
Jugendliche spielend überrascht

Die Alten im Jugendwahn finde ich
Fast so peinlich wie Kittelschürzen
Noch schlimmer wenn sie ihre längst
Welkende Jugend künstlich erhalten

Von Botox bis Silicon und Straffung
Gibt es einiges was verlogen noch
Die falschen Ideale hochhält statt
Im Glück der Reife zu schwelgen

Auch die Nacktrasur schwimmt auf
Dem pädophilen Trend der keine 
Befriedigung kennt und krank reizt
Warum tun Menschen sich das an 

Viel entspannter lebt es sich doch
Mit der Natur als gegen sie denn 
Alte die jung bleiben wollen werden
Immer scheitern und lächerlich

Dagegen werden diejenigen die
Sich auf das Alter gut vorbereiten 
Genießen können was kommt wie
Dessen Schönheit auch würdigen

Habe schon als lesender Teenie 
Angefangen die Freuden eines
Guten Lesesessels mit Tee zu lieben
Was optimale Vorbereitung wohl ist

Heute stehen in meiner Bibliothek
Zwei Lesesessel und ein Diwan
Der sich nachts zum Bett wandelt
Wie der Staub der Jahre bleibt

Langsam Einstauben wie grau mit
Den noch bleibenden Haaren werden
Ist mit der Natur gehen und es lieben
Vorbereitet darauf Staub zu werden 

Nicht die Natur noch bekämpfen
Sich einen falschen Anschein geben
Sondern mit ihr gehen und lustvoll
Dabei genießen was eben kommt

Zwei Lesesessel ein Diwan wie genug
Gute Bücher um mich mit dazu lange 
Warm haltenden Thermoskannen
Bin ich gut aufs Alter vorbereitet

Hatte mit älteren Frauen schon immer
Den besten Sex und fand junge eher
Anstrengend und nervig was passt
Um mehr zu genießen was kommt

Mit nun Mitte fünfzig werde ich nur 
Noch älter und verbringe damit den
Größten Teil der Zeit die ich noch
Habe mit allem dann alt zu sein

Dies lustvoll zu genießen scheint mir
Der beste Weg weiterzuleben wie ich
Es schon immer geliebt habe also mit
Diwan Lesesessel Tee und Keksen 

jens tuengerthal 26.9.26

Herbstliebesleben

Herbstliebesleben 

Das Liebesleben im Herbst
Des Lebens und des Jahres
Hat eine gewisse Ähnlichkeit
Du denkst immer es könnte 
Vielleicht die letzte Chance sein
Bevor alle Blätter gefallen sind
Aber du hast auch genug
Erfahrung nichts mehr zu 
Erwarten sondern kannst
Es mit der dabei nötigen
Gelassenheit angehen
Was etwas Aufregung raubt
Aber bei milden Temperaturen 
Dafür mehr Erfolg verspricht
Unnötige Nervosität erspart
Wie das Schwitzen im Sommer 
Ist der Herbst die beste Zeit
Liebe einfach zu genießen
Ohne sich verrückt zu machen
Kommen wir so nahe dem Ende
Schönsten Höhepunkten näher 
Zumindest sage ich mir das lieber
Denn mehr bleibt ja nicht als 
Die sich im Herbst noch finden
Ohne jede Hoffnung passiert
Am Ende nichts schlimmes
Und könnte gut werden

jens tuengerthal 26.9.26

Herbstfreitagsriesling

Herbstfreitagsriesling

Am ersten Freitag im Herbst gegen
Eins im Crossroads angekommen
Wo Tino gerade im Gespräch ist aber
Mo mir kaum da den Riesling brachte

Die Bar ist mit vier Herren und Dunja
Am Anfang gut besetzt davon einige
Stammgäste und Wiederkehrer ein
Gemischtes Paar vorm Fenster noch

Oben höre ich noch Herren die ich
Bisher aber nicht sah eben lachte
Dort eine Frau es bleibt rätselhaft
Bis ich schaue wer noch da ist

Der Hesse aus der Gegend von
Rodgau wieder mit Cowboyhut
Redet gut hörbar und grüßt freundlich
Dunja plaudert mit jungem Herrn 

Mo arbeitet und redet dabei ersteres
Ohne Pause während Tino für ganz
Gewichtige Worte die Arbeit kurz
Unterbricht dafür Dunja bedient

Die Musik dudelt etwas unruhig
Im Hintergrund aber stört die hier
Engagierten Redner nicht weiter
Inzwischen ging noch einer 

jens tuengerthal 26.9.28

Lektürentagebuch 25.9.26

Lektürentagebuch 25.9.26

Ein frühreifer Meister soll Raffael
Gewesen sein der bereits mit zwölf
Nach dem Tod des Vaters in dessen 
Werkstatt arbeitete und lernte

Wie Antonio Forcellino in seiner
Biographie Raffael berichtet aber
Vor der Übernahme standen noch
Zahlreiche Prozesse seines Onkels

Über drei Instanzen stritt er sich mit
Der Witwe von Giovanni Santi um
Deren Unterhalt die auch Stiefmutter 
Des jungen Genies noch war

Vom Tod Raffaels Vater 1494 bis ins
Jahr 1500 gingen die Prozesse bei
Denen sich die reichsten Familien
Von Urbino untereinander stritten

Doch der wohlhabende Bartolomeo 
Unterlag in allen Instanzen und war
Verpflichtet worden der Witwe seines 
Bruders weiter Unterhalt zu zahlen

In dieser Zeit lernte und arbeitete
Der junge Raffael bereits lange mit
In der von den Mitarbeitern weiter
Geführten Werkstatt des Vaters

Dabei stritt sein Onkel Bartolomeo 
Auch für das Recht seines Neffen
Die Werkstatt des Vaters weiterhin
Zu führen wie zu übernehmen

Sein besonderes Talent zeigte sich
Darin nach Forcellino dass er schon
Mit 17 den ersten Auftrag bekam
Was dann das nächste Kapitel wird 


Egon Friedell widmet sich in seiner
Kulturgeschichte der Neuzeit nun
Den unsittlichen Pflanzen und dem
Naturforscher Karl von Linné 

Dieser schrieb sein komplettes
Systema naturae in der er sämtliche
Pflanzen und Tiere in eine strenge 
Binäre Nomenklatur einordnete

Alle mit je zwei lateinischen Namen
Bezeichnete nach Gattung und Art
Welche die Verwandtschaft zeigen
Dazu noch klare knappe Diagnosen

Auch die Mineralien ordnete er so
Die Flora die er so nannte gliederte
Er in zwitterblütige und getrennt
Geschlechtliche Pflanzen genau auf

Er unterschied ob männliche und
Weibliche Blüten auf derselben oder 
Auf verschiedenen Pflanzen dabei
Vorkommen was klar sexuell war

Diese Einteilung brachte ihm viele
Anfeindungen wegen ihres eher
Schlüpfrigen Charakters weil einige
Pflanzen im Konkubinat leben

Diese skandalösen Zustände wurden
Als Verleumdung der Blumen und der
Schöpfung also Gottes betrachtet der
Nie solche Unzucht zulassen würde

Einige meinten ein so unkeusches
System sei der Jugend nicht zumutbar
Auch dass er den Menschen in die
Gruppe der Primaten einordnete

Empörte religiöse Menschen zutiefst
Nun meint Friedell Linné wäre aber
Nicht darwinistisch orientiert gewesen
Sondern bekannte sich zur Schöpfung

Abgesehen davon dass Aberglaube
Nie Natur wie sie ist widerlegen kann 
Ist die Behauptung unsinnig weil 
Darwin erst 100 Jahre später lebte 

Der erwachende Natursinn ist Thema
Des nächsten Abschnitts der gleich
Feststellt dass der Hauptsitz des 
Aufgeklärten Denkens England war

Dieses war aufgeklärt praktisch wie 
Naturwissenschaftlich fundiert von wo
Die hier hochbedeutsam genannte 
Institution der Freimaurer ausging

Die erste Großloge gründete sich
Bereits 1717 ihr Name erinnert an
Die gewerkschaftlichen Verbindungen
Aus denen sie hervorging behauptet 

Friedell was nicht ganz stimmt denn
Die ersten Logen hießen nach den 
Kneipen in denen sie sich trafen also
Ganz prosaisch zum Bratrost aber

Erinnere an alte Dombauhütten die 
Durch ganz Europa zogen und ihr
Ideelles Ziel war die Errichtung des
Salomonischen Tempels aus den 

Brüdern die sich als Bausteine sahen 
Ihren Platz im Tempel danach suchten 
Es ging um allgemeine Duldung und
Menschenliebe dabei mit Toleranz

Ferner sei England der Geburtsort
Des modernen Naturgefühls dazu
Entwarf Langley 1728 in seinen 
Neuen Grundsätzen der Gartenkunst

Das erste Programm des englischen
Gartens die sich klar gegen die
Geometrische Parktradition stellte 
Von Versailles die Natur verkrüppele

Es werden keine geraden Reihen
Von Bäumen mehr geduldet alles
Soll irregulär wirken und wild aber
Typisch Rokoko künstlich erzeugt

Noch immer ist die Natur dort eine
Theaterdekoration wie im Barock
Was William Kent in seinen fermes
Ornées dann auch verwirklichte 

Montesquieu den Friedell den ersten
Großen Anglomanen Frankreichs
Nennt verwandelte nach seiner
Rückkehr aus England den Park

Seines Stammschlosses in einen 
Englischen Garten auch die damals
Beliebten Wirtschaften zeugen von
Dem erwachenden Natursinn 

Dabei kostümierten sich vornehme
Damen und Herren als Weinschenke
Bauern Jäger Fischer und spielten
Ganz einfaches Landleben nach

Schlittenfahrten werden gemacht und
Klopstock besingt den Eislauf dafür
Trugen die Damen im Sommer die
Breiten Strohhüte der Schäfer

Es ist ein kokettieren mit der Natur
Noch nicht die romantische Sicht
Sondern die idyllische gastliche mit
Lämmern Bächlein und Wiesen

Das höchste Lob der Natur ist noch
Angenehm die Natur wird vor allem
Als Spenderin von Genüssen geliebt
Das Hochgebirge ist noch verhasst

Samuel Johnson nennt noch 1755
In seinem Dictionary den Engländer
Wie ein Weltwunder bestaunten die
Berge kranke Auswüchse der Natur

So beschreibt er die schottischen
Highlands als abschreckend karg 
Auch Hallers Alpengedicht wäre 
Eher moralisch politisierend gewesen

Der moderne Engländer ist um diese
Zeit bereits fix und fertig mit Spleen
Cant über Business wie der typischen
Nüchternheit gepfeffert mit Ideen 

Es wird Tiefe durch Gründlichkeit und
Bedeutung durch Klarheit ersetzt sie
Sind so fromm wie geschäftstüchtig
Glauben an Feiertagen an Gott

Während der Woche an Physik und
Den neuen Börsenbericht und beides
Mit der gleichen Inbrunst im Wechsel
Mal die Bibel dann die Bilanzen

Nach dem Tod von Queen Anne fiel
Die Krone dem Kurfürsten von
Hannover zu wodurch es wieder eine
Personalunion mit dem Kontinent gab

Georg I war geistig so unbedeutend 
Wie seine drei Namensvettern die ihm
Noch folgten konnte kein Englisch 
Verständigte sich mit Küchenlatein

Sein Premierminister war dafür
Robert Walpole der ihm die Mehrheit
Im Unterhaus durch Bestechung noch
Sichern konnte und entsprechend

Herrschte große Korruption die
John Gay in seiner Beggars Opera
Satirisch verewigt hat die zugleich
Eine Parodie auf die modische

Italienische Oper noch war als bei
Der Premiere ein Couplet über die
Bestechung nach demonstrativem
Applaus wiederholt wurde hatte 

Premier Walpole Geist genug noch
Eine zweite Wiederholung zu fordern 
Was ihm den Beifall dann brachte
Im Parlament trugen ihn die Whigs

Ein kurzer Blick in Friedells große 
Kulturgeschichte der Neuzeit bringt
Immer wieder neue Tiefe und zeigt
Die großen Zusammenhänge auf

Es ist eine Freude dies mit den 
Kleinen Wertungen und Urteilen die
Völlig unwissenschaftlich sind zu 
Lesen und so ein doppelter Genuss

jens tuengerthal 25.9.26

Freitag, 25. September 2026

Islamtheologen

Islamtheologen

In Münster eröffnete nun die erste
Fakultät für islamische Theologie
Ist das wirklich noch zeitgemäß
Oder sollte der Aberglaube nicht
Besser von Universitäten weg
Fragt sich der Atheist und auch
Befürworter des Laizismus in
Europa der lieber weniger an 
Götter auf dem Campus sähe
Noch dazu im katholischen Münster
Wo einst der westfälische Frieden 
Wie im protestantischen Osnabrück
Noch ausgehandelt wurde wäre
Weniger Religion wünschenswert
Aber zumindest ist diese Fakultät
Wissenschaftlich und damit nicht
Religiös dient der Forschung wie
Der Ausbildung von Theologen
Für schulischen Religionsunterricht
Was besser an einer Universität
Geschieht als unter Einfluss des
Türkischen Ministeriums der eher
Islamistischen Erdogan Diktatur
Es ist also ein naja dabei immer
Theologie ist Lehre vom Aberglauben
Hat an Universitäten nichts verloren
Aber solange es sie dort noch gibt
Sollten auch alle vertreten sein und
Es ist eine gute Gelegenheit wieder
Mehr Laizismus in Europa zu fordern 
Die Gläubigen zu provozieren deren
Götter es wissenschaftlich nie gab 
Was hiermit auch geschehen ist und
Damit ist es auch gut so denn
Friede sei mit euch

jens tuengerthal 25.9.26

Ordnungsliebe

Ordnungsliebe

Ist es immer Ausdruck einer großen
Beschränktheit Ordnung zu lieben 
Statt sich am Chaos zu freuen oder
Haben alle ihre kleine Ordnung um
Halt im Unbestimmten zu finden
Überlege ich und merke wie ich
Auch im bewussten Chaos noch
Strenge Inseln der Ordnung wahre 
Die mich glücklich machen weil sie
Eine Illusion von Beherrschung der
Situation aufrechterhalten dabei
Lehne ich sonst alle Herrschaft ab 
Nur die Selbstbeherrschung einer
Chaotischen Situation scheint mir
Verlockender als der Kontrollverlust 
Der dann Herrschaft über mich hat
Jedenfalls scheint Ordnungsliebe
Natürlicher zu sein als das bloße
Schubladendenken schlichter Geister
Vielleicht suchen wir diese auch stets 
Wege im Chaos zu finden weil ohne
Solche keiner mehr beieinander 
Ankommen kann was auch am 
Ende schade wäre irgendwie
Scheint das bei allem Chaos
Relativ in Ordnung mir noch

jens tuengerthal 25.9.26

Weltenchaos

Weltenchaos

Im Kalten Krieg war noch alles klar
Der Feind saß im Osten und hatte
Mit Stalin und Mao mörderische Köpfe
Die große Freiheit war amerikanisch

Heute geht es viel chaotischer zu 
Ob die Verbrecher in Moskau oder
Washington schlimmer sind ist unklar
Es geht um Gier statt um Freiheit

Ist links links und damit humanistisch
Oder ist die Linke antisemitisch wie
Organisierter Kriminalität nah wie
Trump in den USA eine Gefahr

Wer steht noch für das Gute was
Soziales mit Gewinn ehrlich meint
Statt nur Shareholder zu beglücken
Wer ist nur ein Scharlatan noch

Die Antworten werden schwierig
Es gibt in allen Gruppen noch jene
Die an das Gute glauben außer bei
Rechtsradikalen die nur Hass säen

Doch sogar das außer weichen nun 
Manche auf mit netten Nachbarn die
So hilfsbereit immer sind zumindest
Wenn sie für Deutsch einen halten 

Dann verbrüdern sich Nazis mit den
Linken Antisemiten und sind sich 
Einig die Juden sind immer schuld
Was dann nationalsozialistisch ist 

Einmal schon stürzten die radikalen 
Ränder die Welt ins Chaos der Kriege
Gerade zündeln sie schon wieder mit
Nationalen Ideen und noch mehr

Wie absurd die überholte Rassenlehre 
Ist die Grundlage ihres Denkens blieb
Merkt dieser Teil der Menschheit wohl
Nicht mehr belegt sich ständig selbst

Gibt es noch eine Chance aus dem
Chaos zu entkommen das gern alles
Zwischen radikalen Polen zerreibt 
Statt miteinander nur Konkurrenz lebt

Eigentum ist Diebstahl lehrten uns 
Proudhon und die Anarchisten was 
In Zukunft wichtiger sein könnte als
Alle Gier nach Bereicherung noch

Frei ist nicht der Milliardär sondern
Der Habenichts der nichts muss aber
Dies mit Freude genießen kann statt
Sich immer weiter noch zu quälen

Die Erde gehört uns allen und wer
Ihr etwas wie Rohstoffe entnimmt
Muss gleiches zurückgeben auch
Statt noch Gewinne zu machen

Frühere Gewinne werden dafür
Zurück berechnet und damit zu
Gemeinschaftseigentum wieder
Gleiches gilt auch für das Internet

Aller dort erwirtschafteter Gewinn 
Gehört allen und wird neu verteilt
Womit alle Welt genug zum Leben
Hätte und wieder genießen kann

Wir haben mit Wachstum lange
Auf das falsche Pferd gesetzt
Weil die Ressourcen beschränkt sind 
Wird weniger künftig viel mehr

Alle Welt muss schrumpfen und
Weniger wollen statt sich um so
Kurzsichtige Konkurrenz noch
Weiter national zu bemühen

Keinen Sozialismus und keine
Autoritäre Lehrer mehr sondern
Freiheit auch vom Aberglauben
Gibt allen eine gute Zukunft dann

Wagen wir endlich den Wahnsinn zu
Ende zu denken und Konsequenzen 
Daraus zu ziehen was mit Eigentum
Ist Diebstahl zuerst beginnt

Werden wir weniger und schrumpfen
Wir uns gesund ist genug für alle da
Für die begrenzte Zeit die wir im 
Leben zum Genuss nur haben

Am Ende geht es um nichts mehr
Kannst du nichts mehr mitnehmen
Als wie lustvoll du den Augenblick
Zu genießen weißt oder lieber gehst

jens tuengerthal 25.9.26

Donnerstag, 24. September 2026

Lektürentagebuch 24.9.26

Lektürentagebuch 24.9.26

Mal wieder literarisch auf Reisen geht 
Es los mit Johann Gottfried Seume 
Auf seinem Spaziergang nach 
Syrakus im Jahre 1802 hier in der 

Ausgabe der Anderen Bibliothek aus
Dem Jahr 1985 der 3. Band der Reihe
Die inzwischen bei Aufbau landete
Aber schon über 400 Bände nun hat

Er fährt mit dem Schiff von Venedig
Nach Padua bei stürmischen Wetter
Aber die Wege sollen noch schlechter 
Sein aufgrund des ständigen Regens 

Dies berichtet Seume aus Bologna
Ab Padua wurde das Wetter dann
Leidlich die Unterredung im Schiff
War bunt und kraus wie die Leute

In Padua besucht er den heiligen
Antonius in der Kathedrale und wird
Von drei Cicerones bedrängt und
Geführt aber keiner von denen

Kannte das Monument des Livius 
Das er schließlich im Stadthaus fand
Der nichts als Andenken verkündet 
Das prächtigere sah er leider nicht

Dabei versucht er sich auf Latein
Zu verständigen und findet auch
Einen mit Buch der dessen mächtig
Gutes über Livius lateinisch erzählte

Ausführlich erklärt Seume nun warum
Er Livius als kritischen Historiker so
Schätzt der leider unterdrückt wurde 
Es heute vermutlich auch würde

So hat er von Livius gelernt Spartakus
Als einen der genialsten Feldherrn zu
Sehen was die Cäsaren wie auch die
Heutigen Herrscher lieber verbargen

Das sind ganz diskret eingebaut über
Einen Römischen Historiker geradezu 
Revolutionäre Worte die Seume so
Spannend immer wieder machen

Von Padua ging er nach Rovigo was 
So arm war dass er im noch besten 
Wirtshaus nur Wein kein Brot bekam
Auf sein Bitten nur schlechte Polenta 

Vor Rovigo setzte er über die Etsch
Ins dann Cisalpinische wurde lange
Vom kaiserlichen Beamten noch dabei
Aufgehalten der ihn noch warnte

Vor dem Franzosen der dann aber
Sehr freundlich und rasch war nur
Kurz auf seinen Pass schaute dann
Ihm eine gute Reise wünschte

Rovigo war dann die erste richtig
Italienische Stadt für ihn der Rest
War vorher so nordisch noch aber
Er musste keinen Pass mehr zeigen 

Vor seinem Fenster in Rovigo stand
Der große Freiheitsbaum mit der 
Mütze obenauf nach französischem 
Muster und im Café war Gewimmel

Das kühne Wesen dort und die Art
Wie Franzosen und Italiener dabei
Miteinander ungezwungen umgingen
Gefiel ihm sogleich auch sehr gut

Das Wasser hatte überall großen 
Schaden angerichtet und er ließ sich
Weil die Wege und Straßen so übel
Waren auf dem Po hinauf rudern 

Von Ponte di Lagoscuro wanderte er
Am nächsten Morgen im Regen nach
Ferrara das ihm sehr gefiel es fehlten 
Nur Menschen gab Soldaten dafür

Die Bibliothek sei sehr ansehnlich 
Ganz durch private Gelder ohne
Einen Fürsten geschaffen worden
Dort ist auch das Grab des Ariost

Es gibt Briefe von Tasso wie eine
Originale Handschrift von Ariost
Diese Bibliothek beschäme mit
Ihrer Ordnung die meisten die er sah

Das Wetter war fürchterlich aber das
Essen ganz hervorragend mit allem 
Er fand einen Wagen der ihn mitnahm
Er zahlte gut und fuhr aber schlecht

Teilweise mussten sie zu Fuß gehen
Weil der Wagen bis zur Achse im
Schlamm versank und die Pferde
Fielen danach erschöpft einfach um

Von den Abenteuern dieser Fahrt
Wie der Angst der anderen vor den 
Gespenstern erzählt Seume mit viel
Humor bis zum vorläufigen Ziel

Am Mittag des nächsten Tages dann 
Erreichen sie endlich Bologna wo
Nach dem Pass gefragt wurde aber
Alles sehr gut diesmal ablief

Bologna wäre exemplarisch Unrein 
Es grenze schon an Schweinerei
Wäre wohl die schmutzigste aller
Italienischen Städte und hielte sich

Für mindestens so groß wie Rom was 
Zwar Unsinn sei aber er fand es doch 
Ziemlich ansehnlich ausgedehnt dort 
Sieht er das Schild Republica Italia

Vor dem Nationaltheater gewarnt 
Ging er in das kleine Theater mit
Namen Da Ruffi und fand es ganz
Allerliebst es ging viel um Freiheit

Danach fand eine Tombola statt die 
Ihn eher langweilte auch wenn alle
Mit Feuereifer dabei waren was er
Nicht wirklich begreifen konnte 

Sein Cicerone war sehr gebildet
Referierte mit viel Wissen und dabei
Fließend über Gemälde und Gemäuer 
Verstand nur seine Abreise nicht

So hielt er ihn wahlweise für einen
Teufel oder Banausen wenn er nicht
Mindestens 14 Tage bliebe was ihn
Nicht hinderte weiter zu wandern

Am 17. September besucht das
Ehepaar Heinrich und Christine 
Gondela das Heidelberger Schloss
Was sie erst auf Umwegen erreichen

Es ist dies Auf der Reise ins Paradies
Einem weiteren Band aus der guten
Anderen Bibliothek des Bremer Paars 
Das leider bald sein Ziel erreicht

Schauerliche Ruinen und himmlische
Landschaft stehen gegeneinander wie 
Licht und Schatten dabei findet er
Ganz gerührt von diesem Anblick

Tief unter ihnen lag Heidelberg sie
Sahen die Menschen in den Gassen
Im engen Tale eilte der grüne Fluss
Sie sahen die prächtige Brücke darin 

Dieses Paradies von Deutschland wie
Gondela schreibt sei der kultivierteste
Wie bewohnteste Teil des Vaterlandes
Die Vogesen stehen am Horizont

Versunken und selig lagen sie dort
Stundenlang sich einig am schönsten
Punkt der letzten und einer der wohl
Schönsten dieser Reise zu sein

Vor zwölf Jahren waren sie schon auf
Hochzeitsreise dort gewesen und es
Schien ihnen als wäre es gestern erst
Gewesen sind sie romantisch gerührt 

Um 11 Uhr vom Schlossberg zurück
Frühstücken sie bei Gatterers und
Reden über die baldige Badische 
Occupation die dort gutgeheißen wird

Bei Tisch im Hecht wurde von den 
Anwesenden der Gegenstand auch
Verhandelt dort waren aber auch viele
Anhänger der Wittelsbacher noch

Am Nachmittag wollten sie wieder mit
Gatterers einen Spaziergang zum
Bierhelderhof machen und wanderten
Über Rohrbach wo sie durch den

Kleinen englischen Garten des
Kurfürsten von Pfalz-Bayern gingen
Der heute Teil der Thorax Klinik ist
Von da ab ging es steil bergauf

Ein Weg mit herrlichen Buchen die 
Seine Lieblingsbäume wären dabei
Mussten sie ihren Freunden noch
Beim steilen Weg hinauf helfen

Aber der Weg wurde durch den Hof
Reichlich belohnt der bis heute noch
Herrlich in schönsten Wiesen liegt
Wo sie sich ihren Tee bereiteten

Mitten im schönsten Picknick bei
Tee und Kuchen kam dann ein
Stier angestürmt den dann aber in
Letzter Minute der Wirt Vertrieb

Sie blieben bis die Sonne unterging 
Fanden dann mühsam den Weg
Steil wieder zum Neckar hinunter
Gingen ins Haus der Gatterer noch

Wie gut kenne ich all diese Orte selbst
Mit wem war ich nicht alles dort am
Romantisch schönen Hof in Wiesen 
Denke ich mild nun an Heidelberg

jens tuengerthal 24.9.26

Koalitionsgeschrei

Koalitionsgeschrei

Wenn nach einer Wahl mehrere
Optionen bestehen ist immer
Das Geschrei größer als die
Realen Möglichkeiten je denn
Es geht egal wer sich am Ende
Einigt nur um die Leitung der
Verwaltung wir wählen dabei
Keine Könige sondern nur
Begrenzte Herrschaft auf Zeit
Die davon nicht mehr Geld hat
Populisten profitieren vom Gebrüll 
Weil es verdeckt wie wenig sie
Real im Rathaus zu bieten haben
Damit alles funktioniert wie es soll
Sich also möglichst wenig ändert
Was lieber keiner laut sagt
In Berlin ist nun die CDU 
Abgewählt und die Linke gewählt 
Was noch nicht sagt wer regiert
Wahlen geben keinen Automatismus 
Zur Macht auch wenn die Erben der
SED die mit der Linken regierte wie
Früher gewohnt wohl hoffen doch
Wird Berlin sich geschlossen der
Herrschaft von einem Viertel
Antisemiten und Kriminellen
Entgegenstellen oder solche
Strengen Vorgaben machen
Dass die Linke verloren geht
Der Rechtsstaat ordnet dann 
Die Verhältnisse wie das noch
Mögliche in gewohnten Bahnen
Ob es dann der Stadt besser tut
Zu merken auch die Erben der SED 
Können keine Wunder bewirken
Auch nicht mit Migrantinnen die
Natürlich Deutsche längst sind
Die Koalition mit den Mauerbauern
Muss so tabu sein wie mit sonst
Kriminellen und Antisemiten und
So wird die Linke noch getrieben
Bis ihr Populismus offengelegt
Es wird keine Enteignung geben
Antisemiten werden ausgeschlossen
Oder es regiert schwarz grün rot
Am Ende wird alles weichgekocht 
Nach großem Geschrei geht es
Dann nach vielen Wahlgängen 
Bis zur stabilen Mehrheit weiter
Wie immer bei Berliner Verwaltung
Hat sich noch nie etwas geändert
Politik ist nur die laute Schale

jens tuengerthal 24.9.26

Liebeshöhle

Liebeshöhle

Bei Liebe und Höhle will der erste
Gedanke in dunkle Löcher eindringen 
Was mehr sexuell als emotional klingt
Aber das muss sich ja auch nicht
Ausschließen kann im Gegenteil
Vollkommen schön werden wenn
Es sich so ganz nah kommt statt
Einander nur dafür zu benutzen
Doch der zweite Gedanke dann 
Wenn der Sex das seinige bekam
Geht tiefer in die Gefühle hinein
Will sich so nah wie möglich sein 
Wühlt sich emotional ineinander
Auch um sich kennenzulernen
Doch mehr noch zu erfühlen 
Nachempfinden zu können 
Was einander liebenswert macht
Normalerweise im Dunkel liegt 
Wer sich in die Liebeshöhle wagt 
Entdeckt was keiner wissen kann
Niemand je sehen wird weil es
In unseren dunkelsten Höhlen lebt 
Die miteinander zu erforschen mehr 
Gefühl als Licht je braucht auch
Wenn es am Ende dunkel bleibt
Leuchten wir dort füreinander 
Müssen uns zur Orientierung
Voll auf unser Gefühl verlassen 
Das in der Liebeshöhle offen liegt
Manchmal lohnt es sich miteinander
Höhlenforschung zu betreiben
Solange wir wir nicht meinen 
Einander schon zu kennen 
Können wir überraschendes
Miteinander erkennen wie
Uns dabei kennenlernen 
Tiefer und inniger zugleich

jens tuengerthal 24.9.26