Samstag, 25. April 2026

Flaneurdasein

Flaneurdasein

Der Flaneur steht immer etwas
Daneben dahingestellt ob er es
Auch ist will er es zumindest um
Beobachter zu bleiben statt Teil
Von egal was genießt er es mehr 
Für sich zu bleiben um so seine
Sonderrolle als anderer zu haben
Der nirgendwo dazugehört darum 
Ungestört beobachten zu können 
Was ihm Berufung und Lust ist
So ist er gerne überall dabei
Aber nie Teilnehmer von etwas
Was große Gelassenheit schenkt 
So das Glück der Beteiligung
Vollständig ersetzen kann damit
Vollkommene Zufriedenheit gibt

jens tuengerthal 25.4.26

Flaneurlogenplatz

Flaneurlogenplatz

Endlich zu später Stunde doch noch
In der Flaneurloge angekommen dem 
Besten Platz alles im Blick zu haben
Ist das Crossroads gegen zwei voll

Oben inzwischen geschlossen ist das
Barleben unten konzentriert und nach 
Zwei bekannten Damen kommt auch
Nina und die Königin erfüllt den Raum

Einige Herrenrunden und einzelne
Damen hier und da ist die Stimmung
Gehoben gut und Nina in schwarz ist
Heute auffällig schön geschmückt

Wie gut ist es doch hier als Flaneur
Allen bekannt aber mit genug Abstand
Nicht Teil des Geschehens zu sein
Die Gespräche nur zu beobachten

Volker verabschiedet sich von allen 
Um nach Hause nun zu wanken
Während Phil II am vorletzten Abend
Vielfältig das Gespräch noch sucht

Nimmt Nina auf der Treppe Platz
Beobachtet beobachtend kommen
Bald die ersten zur Königin weil ihr
Platz gerade vom Copy König besetzt 

So findet sich der Kiez in der Nacht
Hier zusammen in den Morgen zu
Feiern und sucht noch erstaunlich
Vielen ernsthafte Gespräche dabei

Teil des ganzen und doch daneben
Ist es die ideale Position für den
Flaneur in der hölzernen Flaneurloge 
Während die Königin gerade mit dem

Copy König von gegenüber plaudert 
Findet hier jeder der es sucht noch
Sein Gespräch für Momente was die
Bar zu einer Art von Heimat macht

jens tuengerthal 25.4.26

Clubriesling

Clubriesling

Gegen halb eins wie immer am
Freitag im Crossroads angekommen
Das unten sehr gut gefüllt ist mit
Den üblichen Bekannten weiter

Nachdem heute mal die sonst 
Flaneurloge von einem Paar
Besetzt ist ausnahmsweise im
Clubbereich Platz genommen

Nachdem Phil II und Tino begrüßt
Habe ich hier zumindest eine gute
Aussicht auf Bowie in auch guter 
Erinnerung hier schon gemeinsam

Verbrauchter Stunden lausche ich
Nun ohne es zu wollen einem Herrn
Der seinen Nachbarn die Welt unter
Berücksichtigung der subatomaren 

Ebene en Detail erklärt um 
Dann zur Medikamentenentwicklung
Auf hoher Ebene zu wechseln was 
Komplex und spannend klingt

Zumindest soweit es dich interessiert
Du dich unter Besserwissern gleich
Wie zuhause fühlst und so etwas in
Deiner Stammbar hören willst

Bin da noch nicht ganz entschlossen
Versuchte lieber weg zu.hören was 
Bei der Eindringlichkeit des einen 
Schon volle Konzentration fordert

Unter Bowie sitzen zwei junge Paare
Sich gegenüber und parlieren teils
Auf französisch bei denen eine blond 
Zierlich und relativ hübsch ist

Zwischendurch kommen Bekannte
Erzählen von ihrem heutigen Besuch
Von Bars in Mitte und meinen hier 
Oben wäre ja nichts los was ich

Wie obiges zeigt ganz locker wieder
Zurückweisen kann und nun beginnt
Die Blonde nach kurzer Abwesenheit
Ihren Schatz zärtlich zu verführen

Nun suchte der Wissenschaftler
Während sein Freund abwest Kontakt
Was ich noch gerade verhindern
Konnte nicht reden fällt ihm schwer

Statt meiner wird nun Phil II noch
Die Welt erklärt während die beiden
Paare aufbrechen und Phil II schnell
Abräumt und wieder verschwindet

jens tuengerthal 25.4.26

Freitag, 24. April 2026

Lektürentagebuch 24.4.26

Lektürentagebuch 24.4.26

Der heutige Freitag war dem Reisen
In guter Lektüre gewidmet von der
Reise ins Paradies zum Aufbruch
Von Cook und den Forsters

Auf der Reise ins Paradies kommen
Heinrich und Christine Gondela das
Ehepaar aus Bremen von Böhmen
Ins da noch preußische Franken

Erfreut bemerken sie wieviel besser
Die zumindest teilweise Chausseen
Im Vergleich zu böhmischen Lehm-
Straßen doch schon wieder wären 

Der Übergang der Grenze war erst
Nur durch einen preußischen Adler 
Wie das Ende der Heiligen zu sehen
Kontrolliert wurden sie im ersten Ort

Auch dort mussten sie noch keine
Ausweise zeigen wurden nur noch
Gefragt ob sie Juden seien weil ihre
Zweiten Vornamen darauf deuteten

Im vornehmen fromm reformierten
Bremen waren alttestamentarliche
Namen wie hier Simon und Rachel 
Wohl üblich was folgenlos blieb

Schwärmerisch erzählen sie von
Der Schönheit der Menschen wie
Der kultivierten Sauberkeit der Orte
Heinrich lästert über Katholiken

Bayreuth scheint ihnen schon in
Den Vororten wunderschön und
Das goldene Zimmer im Hotel
Übertrifft dann alle Erwartungen

Weiter ging die Reise nun auf See 
Bei Christian Graf von Krockow in der
Große Traum von Bildung mit dem
Aufbruch zur Reise ans Ende der Welt 

Hier hat Krockow wie er vorab noch
Erläutert Tagebucheinträgen beider 
Kombiniert und romanhaft ergänzt
Was sich unterhaltsam gut liest

Zwar ist die pädagogische Absicht
Des Autors bei der Darstellung der
Personen deutlich zu spüren aber
Gibt ein schönes Bild der Zeit

So schildert er neben Abenteuern
Wie Mann über Bord oder nicht
Vor allem durch Forster Naturwunder
Wie die Stimmung mit viel Langeweile

Ob Cook tatsächlich so vom jungen
Georg Forster eingenommen war
Dessen Vater so kritisch sah oder
Das Phantasie ist kann dahinstehen

Es wird deutlich gemacht wie die
Strenge Sauberkeit und mehr der
Gesundheit an Bord förderlich war
Warum so wenig Seeleute erkrankten

Hier begleitete ich die Reise auf der
Adventure von Plymouth bis Kapstadt 
Was dreieinhalb Monate dauerte mit
Den Erlebnissen an Bord die durch

Kursiv gesetzte eher phantastische
Tagebucheinträge von Cook noch
Ergänzt werden was nett ist aber
Ein wenig schlichte Pädagogik

Nach den teils erfundenen Berichten 
Wandte ich mich darum auch dem 
Original von Georg Forster zu in der
Ausgabe der Anderen Bibliothek

Hier las ich nun das düster triste
Kapitel der Fahrt durchs südliche
Polarmeer bis nach Neuseeland
In Forsters Reise um die Welt

Meist im Nebel immer in Sorge
Vor Eis ohne Land in Sicht ging
Es ewig durch triste Landschaft
Bis am Ende Neuseeland kommt

Bestätigt sah ich mich auch durch
Die leidende Beschreibung der
Seekrankheit beider Forsters darin
Lieber kein Schiff mehr zu betreten 

Zwar haben extreme Erfahrungen 
Auch Erlebnisse wie das leuchtende
Meer und Tiere dort und Sterne im
Dunklen Himmel schon ihren Reiz 

Aber es liest sich besser darüber
Als dafür das Leiden riskieren wollen
Genügt das Reich der Phantasie ganz
Die Welt als Leser zu erobern 

Zumal schon genug Menschen um 
Die ganze Welt reisten ist deren
Schonung und Genuss wichtiger als 
Noch wirklich wohin Reisen zu wollen

jens tuengerthal 24.4.26

Lebenserwartung

Lebenserwartung

Welche Rolle spielt Lebenserwartung 
Für den Genuss des Lebens ist es
Von Bedeutung wie lange es noch
Weiter geht oder eher egal für das
Was bleibt überlege ich und ob es
Im Leben wie in der Liebe ist wo 
Erwartung nur vom Ende kündet 
Weil sie der Tod der Liebe immer ist
Dabei ist egal wie frech die Realität
Vom erwarteten Durchschnitt noch
Abweicht durch Unfälle oder die
Ausnahme im Einzelfall weil alle
Erwartung nur enttäuscht werden
Kann also nie lohnt aber stets
Die Liebe als bedingungsloses
Gefühl ausschließt und Leben 
Ohne Liebe logisch wertlos ist 
Trägt die Beschäftigung mit der
Lebenserwartung nicht zu einer
Erhöhten Wertschöpfung im
Sinne des Lebens bei eher
Im Gegenteil warum ich sie
Nun nur noch ignoriere um 
Zu genießen was bleibt der ich
Mit 16 klinisch schon starb aber
Gegen alle Erwartung überlebte 
Nun erwartungslos lebe weil das
Erst Liebe zum Leben zeigt
Das ich nach Laune beende

jens tuengerthal 24.4.26

Lektürentagebuch 23.4.26

Lektürentagebuch 23.4.26

In drei Büchern gelesen wie damit
Zugleich in ganz verschiedene
Geistige Welten getaucht und es
Jedes für sich sehr genossen

Beginnend mit Graf von Krockow 
Der im Traum von Bildung über
Die zweite Cook Expedition mit
Diesmal den Forsters schreibt 

Noch geht es nur um Vorbereitung
Wie es dazu überhaupt kam wer
Daran wie beteiligt war oder nicht
Was von wem organisiert wurde 

Der Wechsel der Perspektiven
Wie die Beschreibung auch der
Hintergründe mit teils ironischen
Kommentaren gelang dabei gut

Das Kapitel Terra Australis Incognita
Beschreibt wie Banks die Planung 
Erst dominiert und Aufbauten für 
Seinen Luxus am Schiff fordert 

Als dieses dadurch seeuntauglich
Wurde greift Admiral Sandwich ein
Darauf ist Banks beleidigt und will 
Nicht mehr um die Welt segeln 

Durch Beziehungen zur alten 
Royal Society bekommt Forster mit
Seinem Sohn den Platz für einen
Mehr als guten Lohn dabei

Wer die Schiffe baut und ausrüstet
Was wer über wen alles schreibt
Wie Vater Forster taktiert auch im
Bericht von der Reise noch weiter

Trotz kritischer Begegnungen etwa 
Zum Verhalten von Banks wird dieser
Als sehr fair und nicht nachtragend
Eben typisch britisch beschrieben 

Dagegen agiert Vater Forster sehr
Taktisch und stellt Sachverhalte auch
Falsch dar um andere schlecht zu
Machen was kein guter Stil ist

Allerdings sind die Informationen hier
Dünn und mit wenig Belegen was 
Dem ganzen eher nur literarischen 
Charakter gibt als historisch zu sein

Aber es las sich heute gut und gab 
Viele neue wichtige Informationen
Die ein genaueres Bild zeigen von 
Der zweiten großen Reise Cooks 

In den Ghost Stories den langen
Teil mit den eigenen Notizen von
Siri Hustvedt aus der Zeit vom
November 23 bis Mai 24 gelesen

Dies ist die Phase von Paul Austers
Hospitalisierung dem Hospiz zuhause
Die Pflege Zuhause wie auch seiner
Beerdigung und ihre Gedanken dabei

Zentral in Erinnerung blieben mir die
Sätze sie habe die Zuflucht ihrer
Gedanken verloren und die einzige 
Wahrheit sei dass nichts sicher wäre

Der Bericht ist einerseits schmerzhaft
Niederschmetternd andererseits auch
Voll zärtlicher Schönheit und dabei
Großer gedanklicher Tiefe noch 

Wieder beeindruckt hat mich sein
Tod am 30.4. der ja zufällig auch
Jener Tag ist an dem ich klinisch
Starb um reanimiert zu werden

Das Ende war nach langem Kampf
Erlösend und befreiend nahm dem
Tod mehr Schrecken als das Leiden
Vorher noch mit sich brachte

Ob daraus folgt dass sich der Kampf
Gegen Krebs für das Leben eher
Nicht lohnt weil es eine Qual ist soll
Nicht behauptet werden liegt aber nah

Auch wie sie nach der Beerdigung 
Weil Witwen ja alle Freiheit haben
Sich aufs Bett legte und Pauls
Geist ihr erschien ist zauberhaft

Sie beschreibt das ohne allen sonst
Esoterischen Hokuspokus einfach als 
Erfüllung eines Wunsches die eintrat
Weil sie dort eben an ihn dachte

Vielleicht sind Gedanken an Tote
Die realistischste Art um Geister
Zu sehen ohne allen Hokuspokus 
Dabei im Geist der Erinnerung

Nun ging es Spazieren in Berlin mit
Franz Hessel der in Ich lerne erst
Von einem anonymen Architekten
Über die Zukunft der Stadt lernte

Wie dann die theoretische Planung
Bei einer Fahrt durch die Stadt schon 
Praktisch umgesetzt sah mit großer
Offenheit dabei auch für die Moderne 

Die nötige Veränderung im Stadtbild
Auch was für Alexanderplatz oder
Potsdamer Platz geplant wurde was
Teils auch umgesetzt wurde zeigt

Eine Begeisterung für die Pläne zur
Veränderung des Weichbildes der
Stadt in der er groß wurde noch 
Die keine Angst vor Veränderung hat

Zum Abschluss des vollen Tages
An dem ihn der Architekt durch viele
Gegensätzliche Teile der Stadt fuhr
Ging es zurück in die Vergangenheit

Er besucht eine älterer Dame die
Mit verschiedenen Bildern oder dem
Spielzeug ihrer Kindheit nun die
Vergangenheit aufleben lässt

Auch dies beschreibt Hessel wieder
Liebevoll mit viel Freude am Detail
Macht den Augenblick dort fühlbar 
Der in andere Zeiten noch führt

Reisen durch die Zeit in der Stadt
Zuerst in die ungewisse Zukunft 
Sodann in erlebte Vergangenheit
Geben ein Gefühl für die Vielfalt

jens tuengerthal 24.4.26

Donnerstag, 23. April 2026

Freiliebe

Freiliebe

Eine Liebe die Zwängen folgt
Wird damit wertlos egal wie
Groß das Gefühl davor war
Ist nur Liebe was sich ohne
Bedingung natürlich will womit
Liebe verflucht selten wird
Weil wir eher lernen was wir
Sollen statt wirklich zu wollen
Ist nahezu alles was wir Liebe
Nennen nur eine Beziehung
Die neue Zwänge bringt statt
Einander Flügel zu verleihen
Das Ergebnis ist bekannt
Eifersucht und Lustverlust 
Von Liebe keine Rede mehr
Besser wir sparen es uns um
Noch gönnen zu können was 
Liebe erst wirklich groß macht
Die aus freiem Willen sich
Füreinander entscheidet
Statt es zu müssen ist nur
Freiliebe wirklich welche
Kennt nur kaum eine

jens tuengerthal 23.4.26

Willensfeigheit

Willensfeigheit

Willensfreiheit wird behauptet
Auch wenn real mehr von der
Großem Feigheit zu spüren ist 
Dies konsequent zu denken so
Suchen wir uns viel lieber die
Nötigen Entschuldigungen statt
Verantwortung zu übernehmen
Weil wir wollen was wir sollen 
Trauen wir uns lieber weniger
Fraglich nur ob wer feige ist
Noch frei sein kann und so
Verantwortung wahrnimmt
Oder schon Kinder lernen
Wer in der Schule fehlt braucht
Zuerst eine Entschuldigung
Statt guter Gründe hin zu wollen
Sollen Eltern uns entschuldigen
Nicht der Wille ist hier fraglich
Sondern die gute Ordnung allein
Dabei wäre ethisch angemessen
Allein zu sagen ich komme nicht
Weil ich es nicht will und das dann
Konsequent auch zu verantworten
Stattdessen lernen wir gehorsam 
Brauchen auch später dann im
Krankheitsfall ein wirkliches Attest
Das uns die Verantwortung nimmt
Unserem freien Willen zu folgen
Weil wir nur funktionieren sollen 
Statt unserem Willen zu folgen
Werden wir zur Feigheit erzogen
Damit wir willenlos funktionieren
Was das Sein das uns noch bleibt
Ethisch nach Kant wertlos macht 
Könnten es besser lassen hätte 
Noch wer Willensfreiheit so ist
Das dennoch leider ein Beleg
Nur der Willensfeigheit

jens tuengerthal 23.4.26

Mittwoch, 22. April 2026

Lektürentagebuch 22.4.26

Lektürentagebuch 22.4.26

Tage an denen neue Bücher hier
Ankommen sind mir Festtage so
Auch bei dem heute her flanierten
Band Spazieren in Berlin vom

Schon lange verehrten Franz Hessel
Der bei vbb in einer neuen Ausgabe
Gebunden und mit Leseband erschien
Was den Bücherliebhaber sehr freute

Wenn so gute Bücher auch noch gut
Gemacht und schön sind ist doch die
Freude gleich doppelt und dies auch
Wenn der Band mehrfach da war

Teil der schon etwas zahlreichen 
Bibliothek der Familie Hessel hier
Direkt am Diwan nun wurde freut 
Sich der Flaneur und Sammler

Am schönen Band so sehr wie
An der gleich begonnenen Lektüre
Wobei zuerst die beiden Vorworte
Von Stéphane Hessel für seinen

Vater voller Liebe mit schönen
Erinnerungen und warum dieser
Band ihm so wichtig ist als ein
Geborener Berliner nun Pariser 

Sowie von Moritz Reininghaus dem
Bereits 2025 verstorbenen Historiker 
Und Literaturwissenschaftler der sehr
Kundig dabei zitiert wer was alles

Über Franz Hessel sagte und warum
Die Herausgabe seiner Werke so
Wichtig gerade für unsere Zeit ist als 
Literatur mehr denn als Stadtführer

Sehr treffend ist diese Betrachtung
Würde noch ergänzen dass Hessel
Lesen und als Flaneur leben auch
Philosophie gegen das Tempo ist

Das der Großstadt Berlin die er mit
Viel Liebe und Humor beschreibt
Auch gleich in der ersten Geschichte
Der Verdächtige so fein betrachtet

Wie gut tut es den feinen Beobachter 
Hessel durch sein Berlin zu begleiten
Von ihm die Philosophie des Flaneurs 
Zu lernen und die Berliner zu sehen

Tausende Kilometer lief auch der
Dichter und Flaneur hier schon durch
Sein Berlin ziellos genießend was 
Sich dem Beobachter hier zeigt

Vor bald 100 Jahren erschien die
Erste Ausgabe Spazieren in Berlin
Im Jahre 1929 noch in einer völlig
Anderen Welt und vieles was Hessel

Mit Liebe betrachtet und beschreibt
Gibt es nicht mehr aber der Band ist
Auch kein Stadtführer sondern eine
Literarische Anleitung zum flanieren

In diesem Sinne werde ich nun in den
Kommenden Wochen auch wieder mit
Hessel lesend durch das alte Berlin 
Flanieren heute neu zu betrachten 

jens tuengerthal 22.4.26

Wüterich

Wüterich 

Der Friederich der Friederich
Das war ein arger Wüterich

Beginnt die Geschichte vom
Bösen Friederich aus dem
Berühmten Struwwelpeter von
Heinrich Hoffmann einem Arzt

Aus Frankfurt der moralisch
In der Kindererziehung wirkte
Jener Friederich der vorher
Tiere und die Schwester quält
Wird vom Hund gebissen ob

Nun ein Schelm schon ist wer
An Friedrich Merz denkt der
Den Deutschen ständig neue
Qualen androht um so den
Sozialstaat tot zu sparen wie

Von einer Lobbyistin einer
Überholten Energiewirtschaft
Milliarden Geschenke dieser
Als Belohnung für ihre dreisten
Krisengewinne zukommen lässt

Wie Milliarden in die Rüstung steckt
Statt Frieden irgendwo zu stiften 
Den Rest an Milliarden einfach

Sozialdemokratisch verschwinden 
Lässt ohne jede Erklärung außer
Der SPD die Schuld zu geben

Kostenlose Energiequellen wie
Wind und Sonne ablehnt für den
Traum vom Fusionsreaktor den 
Noch keiner real bauen kann der

Also nichts als Unsinn real macht
Das Land vor die Wand nun fährt
Fragt sich nur wer diesen wilden
Wüterich Friedrich stoppen kann

jens tuengerthal 22.4.26