Dienstag, 11. August 2026

Würdelos

Würdelos

Die Würde des Menschen schützt 
Das Grundgesetz an erster Stelle
Als Lehre aus Auschwitz ist dies eine
Der Grundfesten unseres Staates

Andererseits steht noch davor dies
Grundgesetz sei in Verantwortung
Vor Gott erlassen worden was nicht
Zum aufgeklärten Geist hier passt

Anfang der neunziger Jahre noch
War Jürgen Habermas zu einem
Vortrag der Fachschaft Jura in der
Alten Aula der Universität Heidelberg

Habermas referierte klug über die
Diskursbasierung des Grundgesetzes
Was Spiegel echter Demokratie sei 
In der ersten Reihe saß sein Lehrer

Der alte Herr Gadamer lebte noch in
Heidelberg und war zum Vortrag des
Bekannten Schülers auch geladen
Danach kam es zur Diskussion

Als Freund des Laizismus und schon 
Mitglied des Grand Orient fragte ich
Habermas wie die Anrufung Gottes 
Zur Diskursbasierung passen würde

Der erstaunte Habermas fragte nach
Steht da tatsächlich in Verantwortung
Vor Gott in der Präambel was ihm die
Anwesenden Juristen bestätigten

Darauf meinte Habermas dann
Müssen wir die Präambel streichen
Damit das Grundgesetz wieder zur
Diskustheorie passt was aber sein

Lehrer Gadamer ihm so nicht mehr
Durchgehen ließ und sich in unsere
Diskussion einschaltete und meinte 
Streichen wäre kein Argument hier

Was logisch ist da das Grundgesetz
Von 1949 älter als die Diskurstheorie
Welche für dieses gelten soll ist was
Später noch fortgesetzt wurde

Beim Italiener in der Hauptstraße
Setzte ich die Diskussion dann
Auf Einladung der Fachschaft fort 
Was aber nicht wirklich weiter führte

Das Grundgesetz passt mit dieser
Präambel nicht zur Diskurstheorie
Die Berufung auf Gott ist niemals
Demokratisch darum unzulässig

Würde inzwischen sogar noch
Weiter gehen als Habermas und
Sagen jeder religiöse Bezug macht
Ein Gesetz im Rechtsstaat ungültig

Schade wäre es um unser gutes
Grundgesetz wenn der leichtfertige 
Bezug auf Gott es ungültig machte
Nur für traditionellen Aberglauben

Dies gilt insbesondere auch weil 
Eine Bezugnahme auf erfundene
Höhere Wesen auch der Würde 
Die bewusst vorne steht schadete 

Was gilt weil Aufklärung definiert
Als Befreiung aus selbstverschuldeter 
Unmündigkeit die dem Grundgesetz
Als geistige Basis zugrundeliegt

Aus der Abhängigkeit vom stets
Aberglauben befreit und darum
Das Gewissen als einzigen Maßstab
Noch zulässt keine Götter kennt 

Dieses Ergebnis der Aufklärung stand
Pate für das Grundgesetz und damit
Die Würde des Menschen der es
Systematisch logisch widerspricht

Dazu beschränkte diese Anrufung
Die Gültigkeit für alle Atheisten in
Deren Namen es nicht mehr gälte
Was nur Gläubige zu Bürgern machte

Wie wenig traut ein Gesetzgeber noch
Der Demokratie wenn er ihre Basis 
Mit einer Anrufung nach dem alten
Aberglauben gleich vorab verknüpft

Es ist dieser Teil der Präambel also
Dringend zu streichen wie auch
Darüber nachzudenken wie der
Rechtsstaat Kinder noch schützt 

Bis heute noch sind Taufe und 
Beschneidung von Kindern in 
Deutschland legal und es gibt
Religionsunterricht an Schulen

Die völlig würdelose Behauptung
Recht basiere auf Gott und nicht
Wie in der Demokratie notwendig
Auf Diskurs ist untragbar künftig

Es hat eine Tradition warum noch
Solche Formeln des Aberglauben
Verwandt wurden aber heute ist
Dies nicht mehr akzeptabel

Auch weil ich die Würde eines jeden
Verteidige sich aus Unmündigkeit zu
Befreien statt nur hörig zu werden
Ist diese Streichung notwendig

Religion ordnet Menschen den 
Geboten eines erfundenen höheren
Wesen unter was würdelos unfrei
Die Betroffenen damit macht

Zwar gab es lange Diskussionen
Über die Freiheit des Christen und
Ist die Interpretation evangelischer
Kirchen nach Bonhoeffer menschlich

Doch im Grundsatz bleibt die Frage
Welche Würde hat ein Mensch noch
Auch über sein Leben zu entscheiden
Im Schatten eines höheren Wesens

Lange Diskussionen zur Sterbehilfe
Oder Abtreibung die nur dazu dienen
Frauen zu diskriminieren haben ihre
Ursache vielfach im Aberglauben

Sie zeugen von Unmündigkeit die
Damit auch die Würde uns raubt
Die Natur frei zu erkennen statt
Höhere Wesen lenken zu lassen 

Wer das Grundgesetz als eine
Verfassung die demokratisch also
Auf Diskurs basierend ist auch wenn
Durch Parlamente muss streichen

Was den Diskurs stört und die Bürger
Deren Würde es schützen soll durch
Lächerlichen Aberglauben entmündigt 
Damit Demokratie menschlich bleibt

Natürlich kann der Aberglaube auch
Menschen Trost in schwerer Zeit
Geben muss jeder Erwachsene frei 
Wie damit auch mündig entscheiden 

Doch im Staat und der Verfassung
Die in einer Demokratie immer auf
Diskurs basiert hat Aberglaube in
Der Verfassung nichts verloren

Religionsfreiheit heißt auch frei
Von allem Aberglauben ein guter
Bürger dieses Staates zu sein
Was momentan schwer fällt

Es ist Zeit dieses würdelos Spiel
Mit dem Aberglauben zu beenden 
Der nicht in die Demokratie gehört
Die 10 Gebote sind völlig egal

Diese sind nicht Basis unserer
Verfassung sondern ein göttliches 
Diktat aus dem Aberglauben unser
Bezug ist geistig die Aufklärung

Wem die Würde des Menschen noch
Irgend wichtig ist und wer Demokratie
Ernst nimmt muss den Aberglauben
Der würdelos ist im Staat streichen

jens tuengerthal 11.8.26

Zauberwelt

Zauberwelt

Manche reisen durch die Welt
Um sich vom Anblick aller 
Dort Sehenswürdigkeiten noch
Verzaubern zu lassen ach wie
Dankbar bin ich da nirgendwo
Mehr hin zu müssen weil es mir
Vollkommen genügt auf dem Diwan 
In der Bibliothek zu bleiben mich
Von der Zauberwelt der Bücher
Beglücken zu lassen die mich
Überall hin und zu jeder Zeit
Führen kann durch einfache
Lektüre schöner Bücher die
Welt des Dichters immer sind
Habe den großen Luxus es
Schön und bequem zu haben
Wie dabei zugleich überall
In Raum und Zeit zu reisen
Dies sei nicht wirklich meinen 
Manche Zweifler denen ich
Gar nichts mehr entgegne 
Denn was ist wirklicher als
Bücher voller Worte die aus
Buchstaben zusammensetzt
Denke ich und bin glücklich
In der Zauberwelt der Bücher

jens tuengerthal 11.8.27

Baumwind

Baumwind

Liege bei offenem Fenster im Dunkeln
Auf dem Diwan lausche dem Wind der
Mit dem Baum im Hof noch spielt bin
Davon völlig verzaubert überhöre die

Quietschenden Mädchenstimmen von
Der Dachterrasse und träume mich
Der Natur folgend dabei mal wieder
In den Wind in den Weiden den meine
Mutter uns in England noch vorlas 

Was wohl Mitte der Siebziger war
Wir hatten mit Freunden ein Landhaus
An einem Fluss gemietet und ich
Weiß nicht mehr genau wo es war

Irgendwo nahe Warwick Castle aber
Das Geräusch der nur rauschenden 
Blätter am Baum genügt völlig mich
In eine andere Welt zu zaubern aus
Einem Buch der Kindheit das ich
Inzwischen meiner Tochter vorlas

Sogar in der lauten Großstadt schafft 
Die Natur es mit einem Hauch mich
Völlig zu verzaubern durch den nur
Wind im Baum im Hof nachdem der

Wein an der Wand gegenüber leider
Weg musste ist der Baum geblieben 

Als Stadtnatur die uns mit ihrem
Rauschen an unseren Ursprung
Im Wald noch erinnert was doch 
Einfach wunderbar noch ist 

jens tuengerthal 11.8.26

Lektürentagebuch 10.8.26

Lektürentagebuch 10.8.26

Weitergelesen bei Sebastian Teruel
In Die Suche das Heilige was auch
In der Wiederholung des Titels noch
Widerstände in mir wieder auslöst

Auch wenn mir manches bekannt
Sogar vertraut vorkommt so spricht
Der Autor wie Grete de Francesco
In ihrem grandiosen Werk auch vom

Charlatan und ich überlege dabei
Ob ich mit Sebastian über dies Buch
Der Anderen Bibliothek auch sprach
Der lesbar weit und gut recherchierte

Die ersten beiden Kapitel nun gelesen
Vom Auftauchen der jungen Erben
Eines Neffen des Gutsverwalters über
Mystik zur Reise in den Orient

Die Mystik mit Drogenerfahrung des
Neffen noch erweitert für vertiefte
Erkenntnis höherer Wahrheit zeigt
Wunderbar was diese eigentlich ist

Spirituelle Wahrheiten sind wie ein
Drogenrausch der tiefere Erkenntnis
Wie höchstes Wohlbefinden verspricht
Aus der Annahme seines Wahn 

Dieser Neffe setzt auf eine Art die
Haltlos suchend im Leben noch ist 
Den geistigen Weg des Onkels fort 
Will den heiligen Tempel suchen

Frage mich immer was Menschen
Fehlt die sich auf so etwas einlassen
Aber kenne es leider doch zu gut 
Wohin die Suche nach höherer 

Wahrheit uns Menschen zu gerne
Verführt und welchen Wahnsinn an 
Phantasie sie dabei freisetzt ist in 
Sakralen Bauten der Welt zu sehen

Die Dampferfahrt nach Haifa aus
Hamburg oder Bremen das bleibt
Vorliegend unklar ist ein guter Ort
Für neue Diskurse der Protagonisten

Die Briefe des Grafen die Heinrich
Der Neffe von Richard Knabe in der
Truhe fand werden hier zitiert mit
Den immer Formeln der Scharlatane

Sie machen sich nun gemeinsam
Auf ins Zweistromland um dort die
Wurzeln des Heiligen und höhere
Wahrheit und Erkenntnis zu finden

Warum diese Luftblasen tatsächlich
Jemanden noch reizen ist mir dabei
Relativ rätselhaft inzwischen der die
Schemen der Scharlatane gut kennt

Nicht zu spüren wie sehr diese immer
Gleichen Sprüche und das Raunen
Von höherer Wahrheit und tieferer
Erkenntnis sich ähnelt unvorstellbar

Spürbar bei der Lektüre ist der
Einfluss von Micheners Quelle was
Einiges mir sehr vertraut auch macht 
Von dem Buch schwärmte schon 

Der eigene Vater mir vor und vieles
Aus dem sogenannten vermeintlich
Heiligen Land handelt von dieser
Bekannten psychischen Störung

Den Aberglauben als Krankheit lieber
Zu betrachten erleichtert das Leben
Mit dieser Kultur deutlich macht auch
Vieles verständlicher als all diese

Höheren spirituellen Wahrheiten
Die kritisch betrachtet schlicht nur
Wahnhaft sind wie alles Heilige 
Was doch nichts als Natur ist 

Aber amüsant zu lesen ist es 
Auch wenn es Widerstand auslöst
Freue mich auf den Wein mit
Sebastian darüber zu diskutieren 

Sehr schön auch seine Konstruktion
Der Figuren wie des zu ihnen noch
Abgeschobenen etwas chaotischen
Beamten des Auswärtigen Amtes

Zur Ernüchterung vom religiösen 
Wahn noch ein wenig Friedell in 
Dessen Kulturgeschichte der Neuzeit
Über Louis Quinze gelesen

Sehr schön stellt er diese lange
Epoche des Königs der fast an 
Louis Quatorze heranreicht den er
Den nutzlosesten aller dabei nennt

Erzählt vom Kardinal der tatsächlich
Regierte mit Namen Fleury der so
Schon der dritte Kardinal ist der die
Geschicke Frankreichs bestimmt

Wie von dessen Geliebten die
Mätressen damals noch waren eben
Echtes Rokoko den fünf Schwestern 
Denen die Pompadour allein folgte 

Er lobt deren Kultur ihre vielfältigen
Begabungen und wie sie es schaffte
Dem König später jüngere ordinäre
Geliebte noch zuzuspielen aber

Schreibt bisher nichts über deren
Bedeutung für die Enzyklopädie
Die nur ihr Einsatz rettete die auch
Unter Louis Quinze eben kam

Im nächsten Abschnitt ging es um
Die noblesse de la robe die einiges
Über die Regierung hinter der
Regierung und die Rolle von Paris

In dieser Epoche der Lust erzählt
Wie über Moritz von Sachsen dem 
Sohn Augusts des Starken dessen 
Geliebte schöne Affären brachten

Der Tod der einen wie der Zwang
Gegen andere die ihn nicht wollten
Erzählt viel von diesem Marschall
Der es auch in die Buddenbrooks

Als Teil eines Couplets im ersten
Kapitel zur Einweihung des guten
Landschaftszimmers noch brachte
Wo Hoffstede dichtete als ein Wagen

Mit der Pompadour und Sachsens
Marschall vorbeifuhr dies sei des
Königs Schwert und seine Scheide
Was genug zur Epoche wohl erzählt

Wunderbar spielerisch rokokoartig 
Eben erzählt Friedell aus dieser Zeit
Berichtet das wichtigste aber bleibt
Literarisch verspielt dabei noch 

jens tuengerthal 10.8.26



Montag, 10. August 2026

Regensegen

Regensegen 

Was für ein Segen
Es regnet denke ich
In der Nacht bei weit
Offenem Fenster auf
Dem Diwan liegend
Nach der Hitzewelle
Ohne dabei an höhere
Wesen je nur zu denken
Weil alles Natur ist wie
Natürlich alles fließt bleibt
Die Natur Segen genug 
Für sich und uns als
Teil von ihr mehr nicht 

jens tuengerthal 10.8.16

Genusslust

Genusslust

Es geht im Leben nur darum
Lustvoll zu genießen was ist 
Mehr können wir nie erreichen 
Als lustvoll befriedigt zu sein
Danach zu streben ist also
Unsere wichtigste Aufgabe
Dabei möglichst niemandem
Zu schaden ist die Ethik die
Epikur und Kant verbindet
Chaostheorie und Klimawandel
Also Natur lehrt uns den Weg
Aus weniger mehr zu machen
Wer dementsprechend auch
Handelt braucht kein Gesetz
Was gut tut und ist ist in uns 
Dies zu erkennen ist der
Erste Genuss danach zu
Leben der letzte der bleibt

jens tuengerthal 10.8.26

Nichtstun

Nichtstun

Nichtstun ist nicht einfach
Nichts tun sondern erfordert
Bewusstsein für das Nichts
Was dann nicht getan wird 
Erfordert ganz viel Raum
Für die Dinge die dann 
In uns geschehen können
Damit sein kann was nicht ist
Innere Ruhe zu finden statt
Einfach weiter zu machen
Ist ein radikaler Wechsel
Der lange Übung erfordert 
Warum weniger schon der
Erste Schritt zum Nichts ist
Was wir vollkommen erst
Erreichen wenn wir nicht
Mehr sind also erledigt
Uns haben was am Ende
Zeigt Nichtstun ist ein
Schritt zur Erledigung
Die von allem befreit
Dann ist nichts mehr 
So gesehen ist Nichtstun 
Vernünftig sterben lernen
Also eine echte Befreiung
Vom Sein und allen Zwängen 

jens tuengerthal 10.8.26

Sonntag, 9. August 2026

Lektürentagebuch 9.8.26

Lektürentagebuch 9.8.26

Gestern Nacht oder vielleicht auch
Heute morgen schon begonnen mit
Die Suche Das Heilige ein Titel der
Normalerweise zur Abschreckung

Eher diente als mich reizen könnte
Um manches macht der Geist der
Aufklärung lieber noch einen großen
Bogen weil es immer albern nur wird 

Diesmal jedoch eine Ausnahme
Da der Autor Sebastian Teruel ein
Sehr geschätzter Bekannter aus
Den Cafés am Helmholtzplatz ist

Wie oft haben wir zwei schon die
Hier thematisierten Fragen noch
Diskutiert nach den letzten Fragen
Die für mich eher das Einfallstor 

Der Dummheit stets sind in der
Menschen Antworten suchen wo
Nichts ist statt es so sein zu lassen
Gerne als Geisterseher träumen 

Diesen Dialog zwischen Heinrich
Dem spirituellen Gutsbesitzer und
Georg seinen aufgeklärt kritischen 
Diener stellt Sebastian gut dar

Das ist sehr lebendig geschrieben
Ohne die kulturhistorischen Details
Weiter überprüfen zu wollen ob es
Den Wein den sie tanken auch gab 

Wichtig ist der geistige Dialog hier
Zwischen Aberglaube was im Geist
Der Aufklärung jeder Glaube ist und
Kritischer Philosophie des Dieners

Der Diener einerseits etwas schlicht
Ist den spirituellen Anwandlungen
Seines Herrn weit überlegen was
Eine spannende Sicht dazu ergibt

Kenne das Buch aus der Entstehung
Sebastians Kampf mit vielen Fragen
Freue mich wie er sich gestern freute 
Ein Exemplar mir noch zu widmen

Wo der Autor hier steht ist noch offen
Aber zentrale geistige Fragen werden
Gestellt und geben die Möglichkeit
Zum kritischen Denken zu finden

Werde noch weiterlesen in dem Buch
Von Sebastian und freue mich auf
Unseren Diskurs zum Thema sehr
Weil es spannende Fragen sind

Nicht die Existenz höherer Mächte 
Die manche für möglich halten ist
Dabei interessant dazu hat bereits
Lukrez im de rerum alles gesagt

Götter gehen mich so wenig an
Wie aller sonstiger Aberglaube der
In gleichem Maße nur lächerlich ist
Außer der Natur existiert nichts

Aber die Phantasie dazu ist spannend
Sie ist Teil menschlicher Kultur die
Mit der Todesfurcht beginnt aber für
Viele keine Freiheit mehr findet

Der Diskurs zwischen Heinrich dem
Am Anfang bereits verstorbenen
Gutsherrn und Georg seinem Diener
Im Geiste Kants ist sehr gelungen

Werde weiterlesen und kann die 
Lektüre die kluge Fragen stellt bisher
Empfehlen auch um Abstand vom
Aberglauben für sich zu finden

Ob der Autor dies vielleicht anders
Noch sieht vom spirituellen verführbar
Sei hier noch offengelassen weil der
Hintergrund die Lektüre nicht fördert

Danach noch in Dunkle Renaissance
Von Stephen Greenblatt der über die
Nähe von Marlowe und Raleigh dabei
In Versen noch mutmaßt getaucht 

Natürlich ist da wieder wenig sicher
Doch spricht vieles dafür aber lieber
Bespreche ich die Kapitel wenn ganz
Gelesen etwas dazu zu sagen

Spannend aber ist die Analyse der
Verse die intelligent wie elegant sich 
Aufeinander beziehen schon jetzt da
Raleigh Günstling Elisabeths war

Das Kapitel heißt darum auch treffend
Gefährliche Bekanntschaften was im
Thrillerstil um den Spion Marlowe viel
Erwarten zumindest noch lässt

Ob diese typisch amerikanische
Großmäuligkeit der Sache je dient
Mehr Understatement nicht besser
Wäre möge jeder für sich entscheiden

jens tuengerthal 9.8.26

Schengenspielchen

Schengenspielchen 

Der Schengenraum in Europa kommt
Weitgehend ohne nationale Kontrolle
An den Binnengrenzen aus benannt
Nach der luxemburgischen Stadt

Schengen in der das Abkommen
Im Mosel Dreieck an eben dieser
Geschlossen wurde das heute für
Insgesamt 26 Staaten schon gilt 

Angst vor rechtem Populismus
Hat Kanzler Merz und seine noch
Bundesregierung dazu verführt
Gegen dies Abkommen zu verstoßen 

Wieder Grenzkontrollen einzuführen
Was Deutschland teuer bezahlen wird
Ohne einen Gewinn davon zu haben
Doch wird mit der Angst vor Migration

Heute Politik gemacht mit Sicherheit
Was rechte Populisten weiter stärken 
Wie die Demokratie gefährden wird
Weil Russland diese Kräfte unterstützt 

Der Ansturm auf spanische Enklaven
In Nordafrika die es besser nicht gäbe
Hat nun ein hysterisches Italien dazu
Verführt Schengen auszusetzen

Zumindest für Spanien um so ein
Zeichen gegen die linke Regierung
Dort zu setzen und so zu tun als ob
Sie voller Aktionismus etwas täten

Spanien zahlt nun mit gleicher Münze 
Zurück und weist Italiener an ihren 
Flughäfen ab was Erpressung ist
Die nirgendwohin führen kann 

Es fragt sich ob Europa nun schon
Ordnend eingreifen sollte oder sich 
Das besser spart um die beiden
Heißblütigen Südländer das auf ihre

Art miteinander klären zu lassen
Länger war der Süden Italiens noch
Spanisch als er nun italienisch sich 
Nennt unter einer Faschistin dort 

Denke ich und kann das alles nicht
Sonderlich ernst nehmen eher klingt
Es nach Don Quijote der Attacke
Gegen die Windmühlen reitet

Schlimm ist nur wenn nationaler Wahn 
Auf deutschem Boden wurzelt oder
Österreicher in Deutschland regieren
Außer dem Haus Habsburg früher 

Was Europa schon relativ grenzenlos
Wie die Welt nebenbei noch regierte
Aber davon sichtbar überfordert war
Durch Inzucht langsam verblödete

Schengen ist kostbar und wir sollten
Den gemeinsamen Raum sichern 
Nicht für rechte Propaganda ohne
Aussicht auf Erfolg ihn gefährden 

Nationale Grenzen sind lächerlich
Vorgestrig aber um den Menschen
Die Angst wieder zu nehmen wird
Es viel Geduld und Zeit brauchen

Der italienisch spanische Konflikt
Zeigt uns ganz deutlich auf welch 
Dünnem Eis Europa schon steht
Darum besser darüber lachen

Dramatische Maßnahmen die
Ganz schnell alle nur nerven 
Wie letztlich viel teurer werden
Sind nur lächerliche Hysterie

Lassen wir beide sich sanktionieren
Leiten wir ein Verfahren dagegen ein
Merken alle bald Streit lohnt nicht
Aber kommt jeden teuer zu stehen

Ob der Osten Deutschlands die real
Wieder verspätete Nation wie es
Bismarck über Mecklenburg sagte 
Es noch rechtzeitig merkt ist offen

Bezahlen werden dafür vermutlich
Wieder Baden Württemberg und
Bayern wie für das illegale Treiben 
Des uneinsichtigen alten Kanzlers

Italiener und Spanier werden schon
Längst wieder versöhnt sein bevor
Deutschland je wiedervereinigt weil
Die geistige Spaltung tiefer geht

Grenzen sind im postnationalen 
Europa lächerliche Folklore was
Einige bis heute nicht begriffen 
Die Nation hing allein am Geld

Wer das Geld und seinen Wert
Verwaltet entscheidet damit wer
Kriege führen darf und kann die
Nation ist in der EU Geschichte

Nur noch eine nette kulturelle 
Erinnerung ohne Zukunft die
Lokale Sitten pflegen darf wie
Oktoberfest oder Boulebahnen

Die Schengenspielchen zwischen
Italien und Spanien klingen sehr
Gefährlich aber sind lächerlich
Weil keiner ohne EU könnte

Was Merz tat und tut ist dagegen
Gefährlichere Brandstiftung für 
Europa weil es rechte Feuer ohne
Aussicht sie zu löschen schürt

Dazu müssen wir uns langsam
Bewusst machen wie wir leben
Mit einem Sozialsystem das die
Migration dringend braucht aber

Einer Politik ohne Lösungen wie
Einer emotional überforderten
Kulturell rückständigen Bevölkerung
Die teils noch an die Nation glaubt

Also ein politisches Konstrukt aus
Dem 19. Jahrhundert das innerhalb
Der EU nicht mehr existiert weil es
An der Geldhoheit zuerst hing 

Schengen und das dortige um die
Mosel entstandene Dreiländereck
Zeigt uns dies deutlich davon kann 
Europa lernen Enklaven sind egal 

Sich bewusst zu werden dass die
Nation wie aller Krieg immer am
Geld ihn zu führen hing zeigt uns 
Was der Frieden wirklich wert ist 

Schengen und der Euro sind das
Ende der Nationen gewesen also
Die Verträge von Maastricht damit
Als Grundgesetz der EU auch

Die Schengenspielchen gerade
Sind lächerlich aber lehrreich weil
Sie zeigen wer wirklich Antworten 
Auf Fragen der Integrität hat

Eine Völkerwanderung ausgelöst
Durch ein Gefälle des Wohlstands 
Wird keiner je aufhalten können
Die Kolonialpolitik war Ursache

Auch die noch mit guter deutscher
Handwerkskunst gebaute Mauer in
Berlin hielt keine 30 Jahre wie die
Letzte deutsche Diktatur nur 40

Hören wir auf gegen etwas noch
Kämpfen zu wollen um dafür lieber
Lösungen dafür zu suchen damit 
Alle gut und friedlich leben können

Wer Angst und Gefahr predigt ist
Eine solche für die Zukunft aber
Alle die Lösungen suchen helfen
Diese gemeinsam zu gestalten

jens tuengerthal 9.8.26

Hitzewellig

Hitzewellig

Hitze find ich ja furchtbar 
Weil du nichts machen kannst
Als schwitzen und abwarten
Andererseits lässt es sich bei
Geschlossenen Vorhängen im
Altbau mit Ventilator aushalten
Nackt rumliegen und Nichtstun
Passt zum Sonntag und mir 
Als Leser aus Liebe immer gut
Überhaupt werden bei Hitze
Alle Unternehmungen völlig
Überschätzt und weniger ist
Wie meistens viel mehr was
Immer hilft ist ganz einfach
Abwarten und Tee trinken
Statt noch etwas zu wollen
Gelassenheit üben ist an
Heißen Tagen auch ideal
Weil es zu heiß ist für alles 
Ist Nichtstun angemessen
Tage wie diese doch noch
In Ruhe zu genießen

jens tuengerthal 9.8.26