Sonntag, 20. September 2026

Liebeswert

Liebeswert 

War macht Liebe so wertvoll
Ist es einfach das große Gefühl
Irgendwie vermutlich das größte
Zumindest fühlt es sich so an
Auch wenn alles klein beginnt
Wenn wir am wenigsten damit
Rechnen oder daran denken
Kommt sie um zu bleiben was
Die Kontinuität zu ihrem Wert
An und für sich machte wobei
Erfahrung und Praxis uns wohl
Eines besseren belehren könnten
Dennoch scheint uns wertvoll
Was blieb zumindest so lange
Es so ist danach scheint es
Uns gerne eher absurd was
Vorher noch so nahe lag auch 
Nächtelang was wir besser
Würdigten um der Liebe ihre
Relative Kontinuität zu geben 
Mit der dann auch alle Lieben
Weiterleben dürften statt sich
Mal wieder erledigt zu haben
So die Ewigkeit zu relativieren
Weiß nicht was richtig ist aber 
Würde gerne jede Liebe als
Größtes Glück des Augenblicks
Dauerhaft würdigen zu können
Vielleicht gäbe es dann noch
Viel mehr Liebe in der Welt
Was uns allen gut täte

jens tuengerthal 20.9.26

Geburtstagssekt

Geburtstagssekt

Gegen kurz vor Mitternacht noch
Im Crossroads angekommen wo
Gleich Melanie gratuliert wurde die 
Heute die Feier von letzter Nacht

Im Crossroads fortsetze das sie
Erst am Morgen verlassen hatte
Wie sie dem Flaneur erzählte
Den sie gleich zum Sekt einlud

Nach einigen Anstandsninuten
Durfte ich mich in die Flaneurloge
Zurückziehen um das Geschehen
In der Bar zu beobachten die heute

Selma und Tino in Schwung halten
Unten gut gefüllt und oben schon
Ziemlich leer ist aber die Stimmung
Ist bei guter Musik sehr gehoben

Melanie plaudert angeregt mit ihrer 
Tischnachbarin Martha gemischte
Doppel verteilen sich im Raum auch
Draußen sitzen noch einige Gäste

Warte noch auf den Riesling nach
Dem Sekt der aber gut ist warum
Die Dauer noch erträglich ist auch
Hatte ich schon einen Rheingauer 

Noch zuhause zur Kartoffelsuppe
Was aber hier keine Rolle spielt
Kaum schrieb ich es kam schon
Selma mit dem Riesling hier an 

Also ist alles fein hier bei gehobener
Stimmung auch der übrigen Gäste
Während Tino fleißig arbeitet während
Er nebenbei noch die Welt erklärt

jens tuengerthal 20.9.26

Samstag, 19. September 2026

Bücherfreiheit

Bücherfreiheit 

Der Alltag ist voller Zwänge
Die uns unsere Grenzen zeigen
Manche Menschen sehen es als
Ihre Berufung dies zu verstärken
Was das Leben immer enger wie
Die Atmosphäre unangenehm macht
Menschen spähen nach Nachbarn ob 
Sie sich angepasst korrekt verhalten 
Leben in Deutschland ist wieder
Ziemlich unangenehm was aber 
Zum unbeliebtesten Kanzler passt

Dagegen bieten Bücher uns die 
Große Freiheit immer und sind
Ein Genuss beim Lesen das
Den Horizont noch weiten kann 
Neue Welten uns eröffnet die mit
Liebe erdacht diese in uns stärken 
Ein gutes Gleichgewicht geben
Was Menschen wirklich brauchen
Finden sie in Büchern und nie im
Fernsehen oder anderer Berieselung 

Nutzen wir die Freiheit zu lesen
Wie am besten nur die Besten 
Dabei zu genießen eröffnen sich
Uns wunderbare geistige Welten
Die zu besuchen immer wieder
Ein wunderbarer Hochgenuss ist
Wie gerne fahre ich lesend nach
Davos auf den Zauberberg oder
Reise mit Wilhelm Meister in das
Land in dem die Orangen blühen 
Aber bleibe am besten Ort der Welt
Dem Lesesessel in der eigenen
Bibliothek dem ausgesuchten Traum 
Der ein stilles Paradies mir rahmt

Die Bücherfreiheit schenkt eine Welt
Die Raum und Zeit überschreitet
So schön ist wie wir es wollen uns 
Alles Leid für Momente zumindest
Lesend vergessen lässt um so
Gelassen genießen zu können
Was von dem bisschen Leben
Gemessen am Universum uns 
Noch bleibt was verhältnismäßig
Wenig scheint verglichen dem
Unendlichen Reich der Bücher 
In dem zu leben so gut tut

jens tuengerthal 19.9.26


Entscheidungsfrage

Entscheidungsfrage

Wer weiterhin gegen ein Verbot der
Gesichert rechtsradikal populistischen
Partei AfD ist wird ihnen auch wenn
Sie die Mehrheit erringen die Macht 
Überlassen müssen wenn sie diese 
Auf demokratischen Wege erlangen
Dass sie dies nur durch Lügen wie
Propaganda des Kreml konnten 
Eine Gefahr für die Demokratie sind
Die entschlossen zu bekämpfen ist
Ist eine Frage die für ein Verbot nun
Immer dringender spricht bevor sich
Geistig abgehängte aus Trotz noch
Weiter den Feinden der Freiheit die
Sichtbar verantwortungslos sind hier
Anschließen wenn ein unfähiger
Wie unbeliebter Kanzler diese 
Weiter politisch halbieren will ist 
Die Gefahr der Verdoppelung
Zu hoch noch länger zu warten
Aber wenn nicht sollten sie nun
Vom Rechtsstaat kontrolliert im
Gebiet der früher DDR regieren 
In Verantwortung genommen werden
Doch Nazis bleiben immer Nazis
Wähler wie gewählte ein Verbot
Schützte die Demokratie nachhaltig
Aber bis dahin gilt gleiches Recht
Was die Dringlichkeit verdeutlicht
Aber bis Merz etwas merkt der
Große Halbierer ist die CDU schon
Erledigt und Geschichte und so 
Sind manche alte weiße Männer
Unfähig zur Verantwortung wohl
Auch das wird wohl ganz bald eine
Wichtige Entscheidungsfrage

jens tuengerthal 19.9.26

Widerspruchsfreiheit

Widerspruchsfreiheit

Organspenden können Leben retten
Tote können noch Gutes tun was das
Beste ist was einem geschehen kann
Statt als Restmüll nur zu verfaulen
Wird dabei noch genutzt was für 
Andere gut und nützlich ist und wer
Dagegen etwas hat aus Gründen
Etwa des Aberglaubens der an ein
Fortleben glaubt und solchen Unsinn 
Muss dies erklären und gut wäre es
Die Widerspruchslösung könnte als 
Vernünftigste Lösung beschlossen
Längst sein aber immer noch mischt
Der Aberglaube der sich als Freiheit
Verkleidet sich in die Leichennutzung
Denn Tote sind keine Geister oder
Sonst noch Persönlichkeiten sie sind 
Bewegliche Sachen für welche die
Regeln des Aberglaubens gelten 
Dies zu beenden wäre menschlich
Ist medizinisch dringend geboten
Aber der Aberglaube im Gewand
Der Freiheit was ihm nie stand wird
Weiter laut gegen diesen Unsinn
Dagegen hier laut zu werden ist ein
Gebot der Aufklärung wie auch des
Humanismus gegen die Macht der
Der Lügen des Aberglaubens denn 
Alles Sein wird mit dem Tod zur 
Dann beweglichen Sache wie es
Das Zivilrecht lange schon regelt
Sachen können zum Nutzen der
Allgemeinheit wie zur Rettung von
Leben sinnvoller eingesetzt werden
Statt im Aberglauben heilig zu sein
Was nur völlige Selbstüberschätzung
Wie menschliche Eitelkeit offenbart

jens tuengerthal 19.9.26

Lernunfähig

Lernunfähig

 Die Bundesregierung unter Merz
Wie lange dieser nach Sonntag auch
Immer noch bleibt zeigt sich klar als
Lernunfähig im Autoland Deutschland
Werden wieder Milliarden verspielt um 
Die falsche Mobilität zu unterstützen
Zumindest wird vor den Wahlen so
Getan als sei es beschlossen aber
Echte Opposition ist dagegen leider
Nicht zu erwarten weil die Stimmung
Der Mehrheit der Autofahrer keiner 
Wagt gegen sich aufzubringen statt
Deutlich zu sagen falsche Mobilität
Hat ihren Preis und den Umstieg
Auf Elektro zu erleichtern wird mit
Der Ministerin die Lobbyistin der
Mineralölkonzerne immer noch ist
Deren Macht erfolgreich gestärkt 
Diese sollen den Tankrabatt nun
Weitergeben und es liegt damit
An deren Entscheidung wie der
Macht des Marktes was passiert
Woran diese kriminellen Konzerne
Die unsere Welt weiter zerstören 
Gut verdienen und der Staat zeigt
Keine Autorität sondern duckt sich
Wieder feige vor den Konzernen um
Den falschen Antrieb mit Milliarden
Weiter zu subventionieren die dann
Für ein 9 Euro Ticket fehlen oder
Ein menschenwürdiges Überleben 
Statt dessen wird lautstark zum
Halali auf Sozialverbrecher geblasen
Die Vermögen aber nicht besteuert
Wo das meiste Geld herumliegt 
Diese Bundesregierung zeigt sich
Damit als lernunfähig wie also auch
Unfähig die Probleme des Landes
Für eine lebenswerte Zukunft zu lösen
Hoffentlich klagt wer gegen diese
Wiederholung des Irrsinns der den 
Falschen im Land Macht gibt denn 
Verbrenner haben keine Zukunft
Automobilität fördern ist von gestern
Kostenloser Nahverkehr die Zukunft
Aber hören will das in Deutschland
Vermutlich kein Autobesitzer schon
Die brauchen noch hundert Jahre

jens tuengerthal 19.9.26

Freitag, 18. September 2026

Bescheidenheiter

Bescheidenheiter

Das weniger mehr ist ist weniger
Eine Mahnung zum Verzicht um
Den Planeten im Gleichgewicht
Halten zu können was fraglos
Schon für sich Grund genug wäre
Dem kategorischen Imperativ folgend
Damit pflichtbewusst zufrieden zu sein
Sondern ein Aufruf zum Genuss
Der so gewonnenen Zeit die sich
Mit weniger zufrieden gibt sich
Dabei erleichtert zufrieden fühlt
In den was ist mehr sieht um 
Aus nahezu nichts viel zu machen
Das dauerhaft glücklich macht
Es ist also eine doppelt gute Haltung
Die mir mehr Zufriedenheit schenkt
Wie mehr von der Welt übrig lässt
Damit alle genug haben keiner
Mehr in Kampf und Konkurrenz 
Andere besiegen muss sondern
Lieber mit weniger zufrieden ist
Dadurch mehr für sich gewinnt
Was weniger Magie ist die aus 
Nichts etwas macht sondern die
Schlichte Vernunft der Aufklärung
Die wie Kant in Königsberg bleibt
Dort vollkommen zufrieden ist
Statt immer mehr zu wollen
Denn am Ende ist Eigentum
Diebstahl der mir Freiheit raubt
So habe ich als Habenichts alles
Erreicht und brauche nichts mehr
Mehr kann keiner erreichen

jens tuengerthal 18.6.26

Bibliotheksheimatlich

Bibliotheksheimatlich

Gelegentlich mache ich noch
Ausflüge in die äußere Welt
Um wieder zurückgekehrt
Jedesmal festzustellen wie
Schön es in meiner kleinen
Bibliothek auf Reisen in die
Geistige Welt der Bücher ist
Erspart mir allen Hass der im
Wahlkampf immer polarisiert
Weitet den Horizont weit mehr 
Als alle Wege je führen und
Schenkt völlige Zufriedenheit
Als dort glücklicher Leser beim
Feinen Tee mit Keksen dazu
Scheint das größte Glück erreicht
Manche behaupten die Welt der
Bücher sei nicht wirklich warum
Es darauf ankäme wie sich 
Etwas auf der Straße bewährte 
Doch ist was draußen ist für mich
Als glücklicher Leser völlig egal
Genug gute Bücher zur Wahl
Schenkt völlige Zufriedenheit
Tiefere Befriedigung als alles
Was draußen begegnen könnte
Wer es teilen will kommt vorbei
Zusammen lesen ist wunderbar
Die Welt ist mir völlig egal
Glücklich in meiner Bibliothek
Genieße ich das Leben für mich
Mehr findet sich nirgendwo

jens tuengerthal 18.9.26

Lektürentagebuch 17.9.26

Lektürentagebuch 17.9.26

Über Haus und Malerwerkstatt von
Giovanni Santi schreibt in seiner
Biographie Raffael kenntnisreich der
Restaurator Antonio Forcellino 

Welch geistiger Hintergrund damals
Die Malerei veränderte und wie dieser
In der berühmtesten Malerwerkstatt 
Von Urbino wirkte wird dabei deutlich

Im Geist der Renaissance geht es
Um die Nachahmung der Natur in
Ihrer ganzen Komplexität was die
Bildsprache auch völlig veränderte

Eine seit tausend Jahren schon
Starre Bildsprache änderte sich
Die mystisch spirituelle Betrachtung
Der Welt wandelte sich plötzlich

Es ging nicht um religiöse Wirkung 
Allein sondern um Ästhetik und die
Entsprechende Abbildung der Natur
Die ähnlich statt symbolisch wurde

Mit dem Humanismus wurde die 
Antike und ihre alten Mythen in Geschichten wiederentdeckt wie
Proportionen und Perspektive dazu

Dabei haben die Flamen mit der
Öl Malerei Techniken entwickelt die
Farben und Schatten intensiver noch
Machten also möglichst authentisch

Dagegen versuchten die Florentiner
Den Raum zu kontrollieren den sie 
Mit der Linearperspektive ganz streng
Mathematisch geometrisch erfassten 

Um das Jahr 1470 kreuzten sich die
Wege in Urbino wo die Hauptvertreter
Der italienischen und der flämischen
Malerei zusammenkamen bei dem

Feingeistigen Herzog der dort etwa 
Pietro Della Francesca mit seiner
Klaren Zeichnung und der perfekten
Perspektive durch Geometrie auf

Rogier van der Weyden und Jan van 
Eyck treffen ließ mit ihren Ölfarben 
Giovanni Santi lernte dort von beiden 
Arbeitete für beide Seiten dabei

Genau erklärt Forcellino hier wie
Bisher Farben gemischt und auch
Glatte Untergründe hergestellt wurden
Hier wird der Restaurator lesbar

Erläutert spannend welche Details
Zu einer Vermischung der beiden
Techniken in Urbino führten dabei
Wurden Öl und Tempera kombiniert

Giovanni Santi verwandte die Technik
Der Flamen aber blieb mit seinen 
Exakten Zeichnungen auch noch der
Italienischen Tradition weiter treu

Zu seinen feinen Zeichnungen war
Mal eine Ausstellung im Städel und
Es finden sich dort 23 Zeichnungen
In der graphischen Sammlung 

Diese zeigen deutlich Elemente der
Italienischen Renaissance bei teils
Noch sehr ikonographische Motiven 
Zeigen die Verbindung der Wege

Santi war bemüht stets einen auch
Perspektivischen Raum zu schaffen
Was seinen intellektuellen Zugang
Zur Malerei deutlich uns zeigt

Andererseits zeigen florale Details
Nach streng botanischen Kriterien
Wie vollendet nuancierte Himmel
Die Übernahme flämischer Technik

Dabei zeigt er dennoch das was die 
Malerei der italienischen Renaissance
Ausmacht die Erhabenheit noch des 
Menschen die ihm eine Würde gab 

So war Santi als Künstler voll auf der
Höhe der Zeit und nahm Einflüsse 
Verschiedener Schulen in sich auf
Auch wenn vieles langsam ging

Eine Malerwerkstatt hätte damals
Eher einer Fabrik als einem Atelier
Geähnelt die Vorbereitung aller dazu
Nötigen Materialien stand im Zentrum

Dort wo Farben hergestellt und die
Untergründe der Bilder geschaffen
Wurden verbrachte der kleine Raffael
Die ersten zehn Jahre seines Lebens

Santi hatte als erfolgreicher Künstler
Am Hof auch höchste Ämter in der
Stadt Urbino inne wie etwa das des
Prior der Stadt 1487 und bekam

Weitere ehrenvolle Aufträge etwa in 
Mantua Isabella d’Este und auch
Ludovico Gonzaga zu porträtieren 
Erkrankte und starb jedoch 1494

Raffael Santi war also elf Jahre beim
Tod seines Vaters jedoch auf einem
Guten Weg dank der bisher schon
So glücklichen Umstände für ihn


Hell sind die Septembertage bei 
Eduard von Keyserling beschrieben
Alles war am Strand in Bewegung
Die Wolken oben Netze und Röcke 

Der Fischerfrauen unten wie die
Wellen die starker Wind nun an den
Strand trieb wie die Halme auf der
Düne im Brausen zitterten dort

Geheimrat von Knospelius erzählt
Hans mit dem er gemeinsam dort
Spaziert dass er seinen Abschied
Genommen hätte wie der ja wisse

Der Wind fülle seine Tage genug 
Mit dem Kampf gegen ihn aus 
Während Hans sich über den Wind
Ärgert der das Meer ständig verändert

Hans erklärt er sei vom Meer völlig
Besessen das er nicht zu fassen 
Bekomme worauf der Geheimrat
Nur so so murmelte und ihn ansah

Eine Besessenheit sei ja bequem
Die käme einfach ob er wolle oder
Nicht so wie früher sein Büro in 
Das er ging ob er wollte oder nicht

Sie reden noch über Doralice die nun
Kleider für Fischerkinder näht dann
Verabschieden sich die beiden und
Doralice saß da und nähte was so

Aussah wie beruhigt als sei alles in
Ordnung nur hielt sie es nicht lange
Dabei aus das Säumen machte ihre
Finger nervös bald warf sie es weg

Sie reden dann wieder aneinander
Wunderbar beschrieben vorbei was
Doralice wütend macht die auf eine
Aussprache sehnlichst noch wartet 

Mit ihren inneren Zuständen und
Zweifeln beschäftigen sich nun die
Nächsten Seiten die dabei eine
Entsprechung in Hans noch sucht

Der aber sprach wenn er sprach
Vom Meer und seiner Darstellung
Sie hoffte auf die große Aussprache
Er bleibt nur gerecht und billig für sie

Nervös versucht Doralice rauchend
Zu lesen aber wirft beides bald weg
Und läuft zum Meer hofft auf eine
Begegnung und arbeitet in Gedanken

An der großen Rechtfertigung noch
Als sie seine Stimme hört der dann
Behauptet er hätte nur Homer zitiert 
Was Doralice ihm aber nicht glaubt

Sie schwelgen dann in Erinnerungen
An Italien die dicke Engländerin in 
Den Uffizien die zwei Kneifer trug 
Einen hinter dem anderen dabei

Welch humorvoll schönes Bild hier
Und Hans erinnert sich und auch
An den heißesten Sitz den sie dann
In Erinnerung noch übertreffen will

Lachend erinnert sich Hans wie er
Darauf ein Gesicht wie Giottos
Verzweiflung in der Kirche machte 
Beim Rückweg bleiben sie sitzen

An der geschützten Stelle der Bucht 
Erwarten sie den Sonnenuntergang
Der Geheimrat kam vorbei und war
Von Ferne nur an der Glut seiner

Zigarette in geringer Höhe erkennbar
Er plauderte nett beruhigende Dinge 
Nordostwind verhinderte das Fischen
Hans blieb bei Doralice diesmal

Er liest ihr die weiter näht aus dem
Homer vor wobei sie bald einschläft
Worauf er sie liebevoll zu Bett bringt
Ihre Nächte waren aber unruhig

Dann hörte sie Hans der wieder raus
Ans Meer ging um es zu studieren
Auch er war schlaflos unruhig war
Doralice sicher was sie heiß freute

Die feine Beobachtung der inneren
Spannungen der Gräfin und ihre dabei
Aufmerksame Beschreibung waren in
Diesem Kapitel das zentrale Thema 

Die Suche nach Entspannung wie
Beruhigung ihrer immer Angst treibt
Diese eigentlich völlig nervöse Frau
Was Keyserling brillant beschreibt

jens tuengerthal 18.9.26