Montag, 10. August 2026

Genusslust

Genusslust

Es geht im Leben nur darum
Lustvoll zu genießen was ist 
Mehr können wir nie erreichen 
Als lustvoll befriedigt zu sein
Danach zu streben ist also
Unsere wichtigste Aufgabe
Dabei möglichst niemandem
Zu schaden ist die Ethik die
Epikur und Kant verbindet
Chaostheorie und Klimawandel
Also Natur lehrt uns den Weg
Aus weniger mehr zu machen
Wer dementsprechend auch
Handelt braucht kein Gesetz
Was gut tut und ist ist in uns 
Dies zu erkennen ist der
Erste Genuss danach zu
Leben der letzte der bleibt

jens tuengerthal 10.8.26

Nichtstun

Nichtstun

Nichtstun ist nicht einfach
Nichts tun sondern erfordert
Bewusstsein für das Nichts
Was dann nicht getan wird 
Erfordert ganz viel Raum
Für die Dinge die dann 
In uns geschehen können
Damit sein kann was nicht ist
Innere Ruhe zu finden statt
Einfach weiter zu machen
Ist ein radikaler Wechsel
Der lange Übung erfordert 
Warum weniger schon der
Erste Schritt zum Nichts ist
Was wir vollkommen erst
Erreichen wenn wir nicht
Mehr sind also erledigt
Uns haben was am Ende
Zeigt Nichtstun ist ein
Schritt zur Erledigung
Die von allem befreit
Dann ist nichts mehr 
So gesehen ist Nichtstun 
Vernünftig sterben lernen
Also eine echte Befreiung
Vom Sein und allen Zwängen 

jens tuengerthal 10.8.26

Sonntag, 9. August 2026

Lektürentagebuch 9.8.26

Lektürentagebuch 9.8.26

Gestern Nacht oder vielleicht auch
Heute morgen schon begonnen mit
Die Suche Das Heilige ein Titel der
Normalerweise zur Abschreckung

Eher diente als mich reizen könnte
Um manches macht der Geist der
Aufklärung lieber noch einen großen
Bogen weil es immer albern nur wird 

Diesmal jedoch eine Ausnahme
Da der Autor Sebastian Teruel ein
Sehr geschätzter Bekannter aus
Den Cafés am Helmholtzplatz ist

Wie oft haben wir zwei schon die
Hier thematisierten Fragen noch
Diskutiert nach den letzten Fragen
Die für mich eher das Einfallstor 

Der Dummheit stets sind in der
Menschen Antworten suchen wo
Nichts ist statt es so sein zu lassen
Gerne als Geisterseher träumen 

Diesen Dialog zwischen Heinrich
Dem spirituellen Gutsbesitzer und
Georg seinen aufgeklärt kritischen 
Diener stellt Sebastian gut dar

Das ist sehr lebendig geschrieben
Ohne die kulturhistorischen Details
Weiter überprüfen zu wollen ob es
Den Wein den sie tanken auch gab 

Wichtig ist der geistige Dialog hier
Zwischen Aberglaube was im Geist
Der Aufklärung jeder Glaube ist und
Kritischer Philosophie des Dieners

Der Diener einerseits etwas schlicht
Ist den spirituellen Anwandlungen
Seines Herrn weit überlegen was
Eine spannende Sicht dazu ergibt

Kenne das Buch aus der Entstehung
Sebastians Kampf mit vielen Fragen
Freue mich wie er sich gestern freute 
Ein Exemplar mir noch zu widmen

Wo der Autor hier steht ist noch offen
Aber zentrale geistige Fragen werden
Gestellt und geben die Möglichkeit
Zum kritischen Denken zu finden

Werde noch weiterlesen in dem Buch
Von Sebastian und freue mich auf
Unseren Diskurs zum Thema sehr
Weil es spannende Fragen sind

Nicht die Existenz höherer Mächte 
Die manche für möglich halten ist
Dabei interessant dazu hat bereits
Lukrez im de rerum alles gesagt

Götter gehen mich so wenig an
Wie aller sonstiger Aberglaube der
In gleichem Maße nur lächerlich ist
Außer der Natur existiert nichts

Aber die Phantasie dazu ist spannend
Sie ist Teil menschlicher Kultur die
Mit der Todesfurcht beginnt aber für
Viele keine Freiheit mehr findet

Der Diskurs zwischen Heinrich dem
Am Anfang bereits verstorbenen
Gutsherrn und Georg seinem Diener
Im Geiste Kants ist sehr gelungen

Werde weiterlesen und kann die 
Lektüre die kluge Fragen stellt bisher
Empfehlen auch um Abstand vom
Aberglauben für sich zu finden

Ob der Autor dies vielleicht anders
Noch sieht vom spirituellen verführbar
Sei hier noch offengelassen weil der
Hintergrund die Lektüre nicht fördert

Danach noch in Dunkle Renaissance
Von Stephen Greenblatt der über die
Nähe von Marlowe und Raleigh dabei
In Versen noch mutmaßt getaucht 

Natürlich ist da wieder wenig sicher
Doch spricht vieles dafür aber lieber
Bespreche ich die Kapitel wenn ganz
Gelesen etwas dazu zu sagen

Spannend aber ist die Analyse der
Verse die intelligent wie elegant sich 
Aufeinander beziehen schon jetzt da
Raleigh Günstling Elisabeths war

Das Kapitel heißt darum auch treffend
Gefährliche Bekanntschaften was im
Thrillerstil um den Spion Marlowe viel
Erwarten zumindest noch lässt

Ob diese typisch amerikanische
Großmäuligkeit der Sache je dient
Mehr Understatement nicht besser
Wäre möge jeder für sich entscheiden

jens tuengerthal 9.8.26

Schengenspielchen

Schengenspielchen 

Der Schengenraum in Europa kommt
Weitgehend ohne nationale Kontrolle
An den Binnengrenzen aus benannt
Nach der luxemburgischen Stadt

Schengen in der das Abkommen
Im Mosel Dreieck an eben dieser
Geschlossen wurde das heute für
Insgesamt 26 Staaten schon gilt 

Angst vor rechtem Populismus
Hat Kanzler Merz und seine noch
Bundesregierung dazu verführt
Gegen dies Abkommen zu verstoßen 

Wieder Grenzkontrollen einzuführen
Was Deutschland teuer bezahlen wird
Ohne einen Gewinn davon zu haben
Doch wird mit der Angst vor Migration

Heute Politik gemacht mit Sicherheit
Was rechte Populisten weiter stärken 
Wie die Demokratie gefährden wird
Weil Russland diese Kräfte unterstützt 

Der Ansturm auf spanische Enklaven
In Nordafrika die es besser nicht gäbe
Hat nun ein hysterisches Italien dazu
Verführt Schengen auszusetzen

Zumindest für Spanien um so ein
Zeichen gegen die linke Regierung
Dort zu setzen und so zu tun als ob
Sie voller Aktionismus etwas täten

Spanien zahlt nun mit gleicher Münze 
Zurück und weist Italiener an ihren 
Flughäfen ab was Erpressung ist
Die nirgendwohin führen kann 

Es fragt sich ob Europa nun schon
Ordnend eingreifen sollte oder sich 
Das besser spart um die beiden
Heißblütigen Südländer das auf ihre

Art miteinander klären zu lassen
Länger war der Süden Italiens noch
Spanisch als er nun italienisch sich 
Nennt unter einer Faschistin dort 

Denke ich und kann das alles nicht
Sonderlich ernst nehmen eher klingt
Es nach Don Quijote der Attacke
Gegen die Windmühlen reitet

Schlimm ist nur wenn nationaler Wahn 
Auf deutschem Boden wurzelt oder
Österreicher in Deutschland regieren
Außer dem Haus Habsburg früher 

Was Europa schon relativ grenzenlos
Wie die Welt nebenbei noch regierte
Aber davon sichtbar überfordert war
Durch Inzucht langsam verblödete

Schengen ist kostbar und wir sollten
Den gemeinsamen Raum sichern 
Nicht für rechte Propaganda ohne
Aussicht auf Erfolg ihn gefährden 

Nationale Grenzen sind lächerlich
Vorgestrig aber um den Menschen
Die Angst wieder zu nehmen wird
Es viel Geduld und Zeit brauchen

Der italienisch spanische Konflikt
Zeigt uns ganz deutlich auf welch 
Dünnem Eis Europa schon steht
Darum besser darüber lachen

Dramatische Maßnahmen die
Ganz schnell alle nur nerven 
Wie letztlich viel teurer werden
Sind nur lächerliche Hysterie

Lassen wir beide sich sanktionieren
Leiten wir ein Verfahren dagegen ein
Merken alle bald Streit lohnt nicht
Aber kommt jeden teuer zu stehen

Ob der Osten Deutschlands die real
Wieder verspätete Nation wie es
Bismarck über Mecklenburg sagte 
Es noch rechtzeitig merkt ist offen

Bezahlen werden dafür vermutlich
Wieder Baden Württemberg und
Bayern wie für das illegale Treiben 
Des uneinsichtigen alten Kanzlers

Italiener und Spanier werden schon
Längst wieder versöhnt sein bevor
Deutschland je wiedervereinigt weil
Die geistige Spaltung tiefer geht

Grenzen sind im postnationalen 
Europa lächerliche Folklore was
Einige bis heute nicht begriffen 
Die Nation hing allein am Geld

Wer das Geld und seinen Wert
Verwaltet entscheidet damit wer
Kriege führen darf und kann die
Nation ist in der EU Geschichte

Nur noch eine nette kulturelle 
Erinnerung ohne Zukunft die
Lokale Sitten pflegen darf wie
Oktoberfest oder Boulebahnen

Die Schengenspielchen zwischen
Italien und Spanien klingen sehr
Gefährlich aber sind lächerlich
Weil keiner ohne EU könnte

Was Merz tat und tut ist dagegen
Gefährlichere Brandstiftung für 
Europa weil es rechte Feuer ohne
Aussicht sie zu löschen schürt

Dazu müssen wir uns langsam
Bewusst machen wie wir leben
Mit einem Sozialsystem das die
Migration dringend braucht aber

Einer Politik ohne Lösungen wie
Einer emotional überforderten
Kulturell rückständigen Bevölkerung
Die teils noch an die Nation glaubt

Also ein politisches Konstrukt aus
Dem 19. Jahrhundert das innerhalb
Der EU nicht mehr existiert weil es
An der Geldhoheit zuerst hing 

Schengen und das dortige um die
Mosel entstandene Dreiländereck
Zeigt uns dies deutlich davon kann 
Europa lernen Enklaven sind egal 

Sich bewusst zu werden dass die
Nation wie aller Krieg immer am
Geld ihn zu führen hing zeigt uns 
Was der Frieden wirklich wert ist 

Schengen und der Euro sind das
Ende der Nationen gewesen also
Die Verträge von Maastricht damit
Als Grundgesetz der EU auch

Die Schengenspielchen gerade
Sind lächerlich aber lehrreich weil
Sie zeigen wer wirklich Antworten 
Auf Fragen der Integrität hat

Eine Völkerwanderung ausgelöst
Durch ein Gefälle des Wohlstands 
Wird keiner je aufhalten können
Die Kolonialpolitik war Ursache

Auch die noch mit guter deutscher
Handwerkskunst gebaute Mauer in
Berlin hielt keine 30 Jahre wie die
Letzte deutsche Diktatur nur 40

Hören wir auf gegen etwas noch
Kämpfen zu wollen um dafür lieber
Lösungen dafür zu suchen damit 
Alle gut und friedlich leben können

Wer Angst und Gefahr predigt ist
Eine solche für die Zukunft aber
Alle die Lösungen suchen helfen
Diese gemeinsam zu gestalten

jens tuengerthal 9.8.26

Hitzewellig

Hitzewellig

Hitze find ich ja furchtbar 
Weil du nichts machen kannst
Als schwitzen und abwarten
Andererseits lässt es sich bei
Geschlossenen Vorhängen im
Altbau mit Ventilator aushalten
Nackt rumliegen und Nichtstun
Passt zum Sonntag und mir 
Als Leser aus Liebe immer gut
Überhaupt werden bei Hitze
Alle Unternehmungen völlig
Überschätzt und weniger ist
Wie meistens viel mehr was
Immer hilft ist ganz einfach
Abwarten und Tee trinken
Statt noch etwas zu wollen
Gelassenheit üben ist an
Heißen Tagen auch ideal
Weil es zu heiß ist für alles 
Ist Nichtstun angemessen
Tage wie diese doch noch
In Ruhe zu genießen

jens tuengerthal 9.8.26

Liebestrotzdem

Liebestrotzdem

Die Liebe hat so manches
Auf und ab im Leben was 
Manchmal fast verzweifeln
Lassen kann doch was zählt
Ist was zweifellos trotzdem
Bleibt und zusammenhält 
Wenn mal nicht alles kommt
Wie es am besten passte
Weil das Liebestrotzdem
Die Brücke über tiefe Täler ist
Was undurchsichtig dunkel
Wie ein Grauen uns scheint 
Beleuchtet die Liebe hell
Was zwar alles andere
Eher ausblendet aber
Das darf die Liebe auch
Sie macht ja ohnehin
Was sie will und so
Ist es dann was es ist

jens tuengerthal 9.8.26

Samstagspartyriesling

Samstagspartyriesling

Gegen eins im vollen Crossroads
Auf einen Riesling angekommen
Gleich Tino Mo und Dunja begrüßt
Von oben Melanie gewunken

Alle Plätze und Tische unten voll
Besetzt wie auch die Bar dicht besetzt
Da kommt auch noch Nina mal sehen
Wo sie nach Begrüßung aller bleibt

Viele bekannte Gesichter hier wie
Einige neue sogar nun nahm auch
Martha auf der Treppe Platz es ist
Fast wie im eigenen Wohnzimmer

Die Musik ist älter melodisch schön 
Dunja und Melanie sind im Gespräch
Nina fand an der Barecke Platz die
Reihen sind hier dicht gedrängt

Erstaunlich wie unterschiedlich doch
Tage sein können und was für Nächte 
Sich dann daraus entwickeln ist die 
Laune sommerlich ausgelassen dabei

jens tuengerthal 9.8.26

Samstag, 8. August 2026

Lektürentagebuch 8.8.26

Lektürentagebuch 8.8.26

Begonnen noch in der Nacht mit 
Stephen Greenblatt und dem Kapitel
Die Strange Company aus dem Band
Dunkle Renaissance der sich mit viel

Phantasie an die Spuren von
Christopher Marlowe heftet sowie
Mangels echter Spuren von diesem
Für den Geheimdienst tätigen Mann

Dessen Umgebung mit ganz viel
Konjunktiv betrachtet zu der auch
Lord Strange gehört was aber nur 
Der Titel des Earl of Derby war

Deren Grafschaften in den Midlands
Wie im Norden Englands auf dem
Grenzgebiet zu Schottland befanden 
Vielfach halb katholisch noch waren 

Diese Lords waren sehr reich und
Traditionell förderten sie Künstler
Sie wechselten geschickt in allen 
Konflikten die Fronten was vom

Jeweiligen Königshaus belohnt wurde
Mit neuen Gütern oder Titeln diese 
Familie betrieb erfolgreich dabei eine
Machiavellistische Machtpolitik 

Gelegentlich ging es auch schief
Dann kostete es eben den Kopf
Die folgende Generation war klüger
Bis es wieder vergessen wurde

Die Theatertruppe die ihren Namen
Trug und sich auf sie bezog war 
Berühmt und hieß Strange Company
Für diese schrieb Marlowe auch

Insofern es keinen direkten Nachweis
Für Kontakte gibt wird gemutmaßt
Was Greenblatt auch so sagt auch
Wenn es sehr konjunktivisch wird 

Aus dem Juden von Malta leitet
Greenblatt indirekte politische
Ratschläge an Lord Strange ab der
Sich gerne unklar gegenüber den 

Katholiken in seinen Regionen
Verhielt so war sein Vater schnell
Gut katholisch unter Maria der
Großen Schwester von Elisabeth

Diente sogar als Kammerherr für
Deren Ehemann den späteren
Philipp II den also Sohn des Kaisers
Karl V in dessen Reich die Sonne

Nie unterging außerdem war die
Familie Stanley mit den Tudors
Relativ nah verwandt was eine
Erbfolge der Krone nahelegte

Insofern Elisabeth kinderlos blieb
Machten Katholiken sich Hoffnung
Unter Lord Strange würde sich alles
Zu ihren Gunsten wieder wenden

Dies zu sagen war lebensgefährlich
Dennoch bekam der junge Lord
Einen versiegelten Brief der ihm
Genau diesen Weg antrug was 

Greenblatt nutzt die Geschichte
Des Juden von Malta zu erzählen
Wie in diesem Kontext zu deuten
Das ist gewagt aber historisch gut

Mangels Informationen über die
Motive und Hintergründe von
Marlowes teils brutalen Stücken
Wird eben blutig phantasiert

Ob der bloß auch Autor für die
Strange Company Marlowe real
Kontakt zum Lord hatte ist so
Unklar wie fast alles bei Marlowe

Die Geschichte aber die uns der
Autor Greenblatt dazu erzählt ist
Gut recherchiert und spannend
Lässt den Kontext verstehen

So bekommt der junge Lord
Eines Tages einen Brief der ihm
Vorschlägt sich um seine Thronfolge 
Für den katholischen Glauben zu

Bemühen wobei Philipp II der Papst
Wie andere Partner angeführt noch
Werden den Anspruch auf den Thron
Im Sinne Roms zu unterstützen

Der Lord zögert ein wenig wie er auf
Dies verführerische Angebot korrekt
Reagieren soll statt es sofort bei
Königin Elisabeth anzuzeigen 

Dies wird ihm dann auch vorgehalten 
Nachdem er den Brief Elisabeth selbst
Überbracht hat und den Überbringer
Damit ausgeliefert hatte der auch

Sogleich ausgeweidet gevierteilt 
Wie zuvor noch gefoltert wurde
Wegen Verschwörung gegen die
Königin worauf der Tod stand

Diese Verzögerung wurde dem Lord 
Vorgehalten aber nicht bestraft der
Sich insgeheim in der Thronfolge
Schon Elisabeth am nächsten sah 

Dass parallel bereits Jakob Stuart
Der König von Schottland von Cecil
Als Thronfolger und Sohn Marias
Aufgebaut wurde ahnte er nicht

Auf einer längeren Jagd im Norden 
Zur Erholung von diesem Stress
Erkrankte der Lord schwer erbrach 
Dunkle Galle und starb daran 

Es hieß danach er sei verhext worden
Die Schuldige wurde bald gefunden
Heute wird angenommen dass er
Mit Arsen vergiftet worden ist

Dagegen spricht dass Arsen eher
Langsam wirkt und daher eine
Dauerhafte Gabe bräuchte wozu
Greenblatt einfach nichts sagt

Dies beschreibt Marlowe in seinen 
Stücken die sich auf Machiavelli 
Ausdrücklich berufen genau so
Allerdings starb er zwei Monate früher

Erstochen mit seinem eigenen Dolch
Wegen einer lächerlichen Rechnung
Als wichtiger Spion seiner Majestät
Der manche ausgeliefert schon hatte

Greenblatt hält es spannend wie 
Einen Thriller und erzählt auch
Das wenige was bekannt ist weiter
Tröpfchenweise uns Lesern

Wer Thriller und Krimis mag wird
Diesen amerikanischen Stil mögen 
Die ernsthaft kulturhistorisch noch
Interessieren ertragen es halt

Greenblatt weiß sehr viel und hat
Die Quellen gut geprüft insofern
Besteht wenig Zweifel am Text auch
Wo die Thrillermethode lächerlich ist


In Sabotage dem Katalog zu der
Grandiosen Ausstellung der so
Genialen Giulia Andreani das Essay
Die Sprache der Bilder gelesen

Dort führt Ludovic Delalande in das
Werk von Andreani kompetent ein
Was einen Rahmen dieser Kunst
Als Einleitung geben kann 

Genau das ist auch die Kritik an 
Der Reihenfolge diesem Essay
Fehlt die Tiefe und der Esprit der
Der aus Andreanis Werken sprudelt

Wer diese so gebildete wie auch
Philosophisch politisch geniale Frau
Vorher im Interview las braucht kein
Allgemeines Essay mehr danach

Aber zum einführenden Verständnis
Dieser genialen Künstlerin die mit
Humor und Tiefgang elegant zaubert 
Kann es den Leserinnen bringen 

Wer aber vorher das Interview las
Braucht dieses eher oberflächliche
Kunsthistorische Gelaber nicht mehr
Es kann danach nur enttäuschten

Andreani im Hamburger Bahnhof
Genau anschauen ist ein Muss
Wie ein humorvoller Genuss auch
Sie zu lesen ist ganz wunderbar

Als Kurator der Sammlung von
Louis Vuitton hat Delalande zwar
Wie Andreani an der Sorbonne noch
Studiert aber dem Text fehlt Genie

Was Andreani noch dazu feministisch
Mit Eleganz und Humor zaubert fehlt
Den trockenen Betrachtungen des 
Theoretikers Delalande leider völlig

Warum wer diese nach Andreani
Um diese besser zu verstehen
Lesen soll bleibt völlig unklar hier
Darum ist die Reihenfolge falsch

Zuerst das Essay noch vor den 
Bildern gäbe einen soliden Einstieg
Danach lässt sich das Genie von
Andreani im Interview verstehen

Im Ergebnis ein nettes Essay
Das etwas distanziert bleibt und
Theoretisch aber als Einführung taugt
Zur Vertiefung eher lächerlich wirkt 

Wer führte da die Redaktion der
Publikation zu einer so genialen wie
Vielfältigen Künstlerin wie Andreani
Fragt sich dabei eher noch

Die danach vertiefende Lektüre des
Interviews mit Andreani lohnt und
Begeistert lässt ihre Tiefe sehen
Die Delalande noch verkennt

Das ist nettes Geplauder ohne das
Genie einer einmaligen Künstlerin 
Gebührend zu würdigen dennoch
Als Einführung zumindest lohnend


Im Katalog der Ausstellung der
Alten Nationalgalerie zu Cassirer und
Der Durchbruch des Impressionismus
Das Essay von Petra Winter gelesen 

In dem Abschnitt zur Musealisierung
Der Kunst schreibt sie über 2 junge
Leute mit besten Absichten was ein
Schreiben vom Liebermann zitiert 

In diesem macht er Werbung für die
Neue Galerie von Bruno und Paul
Cassirer in der Victoriastraße 35 die
Als Salon mit ihm auch beginnt

Winter erzählt von den Erwerbungen
Der Nationalgalerie unter Tschudi wie
Seinem Nachfolger Justi dabei wird
Der Konflikt mit den Kaiser beleuchtet 

Das ist eine kleine Variante zu den 
Bereits vielseitig hier beleuchteten 
Aspekten was leider zu gewissen
Wiederholungen immer wieder führt 

Dies könnte eine gute Redaktion
Durch kritische Prüfung der Texte
Wohl verhindern Eingriffe in diese
Sind jedoch immer heikel dabei

Besonders unter Wissenschaftlern
Die ihre Erkenntnisse publizieren 
Ist da große Vorsicht geboten was
Nervige Wiederholungen bedeutet

Abgesehen davon ist der Beitrag
Von Petra Winter sehr informativ
Sie wiederholt nicht mehr als die 
Vorigen Beträge auch aber nach

Bisher allen Essays im Katalog
Ist wohl eine Pause geboten um
Nicht über die Ausführung sich 
Zu ärgern und zu langweilen

Sehr interessant in dem Essay
War aber wie Justi erfolgreich
Die Einkaufskommission noch
Änderte unter der Tschudi litt 

Die Abneigung von Justi gegen
Cassirer und seinen Salon die er
Bis 1918 offiziell zeigte änderte sich
In der Republik spürbar noch

Hier wären einige Worte zu Justi 
Wie zu Tschudi nützlich gewesen
Dies nicht anderweitig noch weiter
Recherchieren zu müssen

jens tuengerthal 8.8.26



Bundespräsidentin

Bundespräsidentin

Es ist Zeit für eine Bundespräsidentin
Seit der ersten Republik 1918 gab es
Eine Männerquote von 100 Prozent
Im Amt der obersten Repräsentantin

Zeit diese Quote abzuschaffen aber
Der immer noch Bundeskanzler wie
Seine rückständige Partei wird es
Schon schaffen dies zu versemmeln

Ein Blick ins Bundeskabinett genügt
Davon zu überzeugen dass eine 
Männerquote von 100 % normal ist
Wie die Wirtschaft so die Politik

Es braucht im übrigen auch künftig
Keinerlei Quote mehr solange nicht 
So viele Frauen wie Männer unsere
Repräsentanten waren gibt es keine

Freien Plätze mehr für Männer als
Minister oder sonst Führung was
Für die Wirtschaft entsprechend gilt
In Vorständen oder Aufsichtsräten

Es geht nicht um Qualifikation mehr
Sondern die notwendige Herstellung
Der grundgesetzlich geforderten 
Gleichbehandlung der Geschlechter

Wir Männer können uns bis dahin
Verstärkt häuslichen Pflichten oder
Der Kindererziehung widmen was
Ein Privileg für die Zukunft wäre 

Natürlich haftet keine Generation
Für die Fehler der vorigen es ist
Vielmehr Pflicht und Ehre sich hier
In aller Stille zurückzuziehen

Der typisch männlich offensichtlich
Überforderte Bundeskanzler sollte
Sich auch für eine Frau besser nun
Von allen Ämtern zurückziehen

Natürlich brauchen wir endlich eine
Bundespräsidentin das bedarf hier
Keiner weiteren Diskussion es ist
Anwendung des Grundgesetzes

Die Jahre unter einer nicht ständig
Jammernden Bundeskanzlerin waren
Besser und erfolgreicher für alle
Wer braucht Männer in der Politik

Diese mit Stolz und Ehre hormonell
Überforderten Testosteronbomber
Haben nahezu alle Kriege begonnen 
Wer Zukunft will wählt Frauen

jens tuengerthal 8.8.26