Sonntag, 25. Oktober 2026

Winterschläfrig

Winterschläfrig 

Die schönste Zeit beginnt
Nun wird es früher dunkel
Der Kamin erfüllt seinen Zweck
Als wärmendes Licht und die
Klügsten Säugetiere verschlafen
Die dunkle Zeit im Jahr ganz
Fressen sich vorher noch eine
Ordentliche Speckschicht an 
Davon zehren zu können 
Es lädt diese Zeit ein zum
Weniger statt immer mehr
Genießen wir besser in Ruhe
Zuhause warm eingekuschelt
Statt noch auf Reisen zu gehen
Wer eine Bibliothek hat hat es
Noch leichter dabei weil genug
Zu lesen immer da ist für den
Rückzug in die Höhle denke ich
Im Schlafsack und blicke auf
Den Kamin der elektrisch flackert 
Mehr arbeiten und das Wachstum
Fördern fordert der Kanzler und
Will dafür weniger geben was
Zum Wesen des Sauerländers
Perfekt passt und ihn beschreibt
Dabei braucht die Welt gerade 
Von allem viel weniger doch
Täte nichts besser als ein sehr
Ausgedehnter Winterschlaf statt
Weihnachtskonsum oder Reisen
Bleiben wir am besten zuhause 
Genießen was uns bleibt gelassen
Verschlafen die schlechten Zeiten 
In denen Verbrecher wie Trump
Im Westen oder Putin im Osten
Unheilige Allianzen schmieden
Ziehen uns in eine Höhle zurück
Kuscheln vielleicht miteinander
Aber genießen ansonsten einfach
Die Ruhe im Winterschlaf denn 
Nichts braucht die Welt dringender
Als Ruhe und Gelassenheit um
Dunkle Zeiten zu verschlafen

jens tuengerthal 25.11.26

Zeitumstellungsfreude

Zeitumstellungsfreude

Zweimal im Jahr wird an der Uhr
Gedreht und ich finde es wunderbar
Weil uns diese Umstellung wie heute
Zeit schenkt dir wir wunderbar dabei

Verschlafen können und weil sie auch
Zugleich noch an die Relativität der
Zeit wie allen Seins erinnert die wir
Nur einen kleinen Platz am Rande

Der Milchstraße im unendlich großen
Universum einnehmen merken wie
Leicht verstellbar zufällig doch alles
Immer ist was wir gerne für absolut

Wie immer gültig halten und so könnte 
Die Zeitumstellung uns jedesmal
Wieder daran erinnern wie wenig je
Sicher ist und was es nur bedarf um

Alles auf den Kopf zu stellen wieder
Wer hat an der Uhr gedreht ist denn
Die Zeit nicht absolut und was heißt
Das für Tage die länger Nächte nun

Nach der Natur auch werden aber
Zugleich etwas in uns verschieben
Manche bilden sich alle Jahre wieder
Empört ein die Zeitumstellung sei

Gesundheitsschädlich aber wer das
Ernsthaft meint bei denen ist schon
Alle Hoffnung auf Vernunft verloren
Die fürchten auch durch Impfungen

In Aliens verwandelt zu werden sind
Nicht weiter ernst zu nehmen dienen
Nur dem Amüsement noch künftig
Vor allem wenn diese dann noch

Regelmäßig in den Urlaub jetten
Wo die verstellte Zeit normal ist
Aber sich in Deutschland empören 
Weil sie merken wie relativ alles ist

Da freu ich mich doch lieber wenn
Die relative Zeit mir bewusst wird
Damit die Frage nach dem Absoluten 
Ihre nur relative Gültigkeit offenbart

Nichts ist für immer und am wenigsten
Wir Menschen die wir gewöhnlich
Sterbliche Natur sind die selten nur 
Hundert Jahre mal erreicht dann aber

Zum Ende hin wieder kindlich wird 
Pflege braucht und wenig nur allein
Bewerkstelligen kann weil keiner so
Einfach an der Lebensuhr mehr dreht

Am lustigsten ist dabei für mich dass 
Die Winterzeit Normalzeit heißt aber
Sommerzeit schon verstellt ist was
Fragt war denn normal dann noch ist

jens tuengerthal 25.10.26

Liebeslauf

Liebeslauf

Der Lauf der Liebe ist so
Unterschiedlich wie die daran
Beteiligten doch in einem
Gleichen sich alle Lieben
Ob sie nun alle Erwartungen
Übertreffen oder nie erfüllen
Schon mit der ersten Erwartung
Beginnt die Enttäuschung die
Über kurz oder lang die Liebe
Auffrisst und damit erledigt
Weil Erwartungen nur dazu 
Da sind enttäuscht zu werden
Sie Liebe nicht länger mehr
Bedingungslose sein lassen
Nur ob es überhaupt je eine 
Liebe ohne Erwartungen gibt 
Also wir wirklich bedingungslos
Lieben können bleibt unklar
Warum es gut ist sich mit
Einigermaßen tauglichen
Kompromissen zufrieden
Zu geben statt am Ende
Ohne zu bleiben und so
Geht es eben meistens
Wie immer mal schief 
Weniger lohnte nur 
Ohne Liebe zu leben

jens tuengerthal 25.10.26

Rappelriesling

Rappelriesling

Gegen zwanzig vor eins im heute
Rappelvollen Crossroads das Mo
Und Tino machen angekommen
Die Bar und alle Tische unten sind

Vollbesetzt und bis auf einen ist oben
Auch wieder gut gefüllt bekannt bisher
Nur Roy heute in blond an der Bar
Tino und Mo sind gut beschäftigt

Die Runden oben und unten sind 
Laut einzelnes klingt dabei nicht
Aus dem hohen Lärmpegel nur
Vereinzelt wird ein Lachen hörbar

Die Musik ist gerade krachig und
Sehr schnell zu lange halte ich das
Vermutlich heute nicht hier aus aber
Es ist zumindest wirklich was los

Die Flaneurloge war der letzte noch
Ruhige Platz und ich sitze hier und
Beobachte das Treiben überlege
Ob die Musik doch bekannt ist

Partystimmung im Crossi ist gut 
Nach dem lauen Abend gestern
So ist die gleiche Bar heute ein
Komplett anderer Ort und feiert

jens tuengerthal 25.10.26

Samstag, 24. Oktober 2026

Lektürentagebuch 24.10.26

Lektürentagebuch 24.10.26

In der Nacht bis in den Morgen noch
Hermann und Ulrike von Johann Karl
Wezel aus der Anderen Bibliothek
Gelesen und mich etwas gelangweilt 

Es ist offensichtlich Zeit für etwas 
Abwechslung in der Literatur hier 
Aber zuvor berichte ich noch vom
Gerade Schicksal von Hermann

Der eigentlich Heinrich heißt aber
Mit Familiennamen Hermann was
Im Titel eine Ungleichheit bedeutet
Denn Ulrike hieße von Breysach

Dazu ist sie noch Baronesse als
Welche sie ihren Brief unterschrieb
Der nicht mit Nadeln gestochen was
Wieder so romantisch schön klingt

Im letzten Kapitel aber ging es nur 
Um Qual und mehr arbeiten um so
Karriere zu machen und Ulrike ein
Gutes Leben zu finanzieren wozu

Hermann fest entschlossen ist obwohl
Die Gattin des Doktor ihn nachdem
Sie festgestellt hatte dass sie ihn 
Nicht vertreiben konnte so quälte

Ein logischer Schluss ohne eine
Trübung des Bewusstseins durch
Hormone und Gefühle wäre ja dass 
Ehefrauen eben so sind und darum

Besser zu meiden aber Hermann
Will Ulrike unbedingt und käme nie
Auf die Idee dass Frauen eben so
Sind um ihre Gier zu befriedigen 

Sondern will naiv alles tun um mit
Großem Fleiß Karriere zu machen
Ihr ein standesgemäßes Leben
Damit auch zu ermöglichen

Hier klingt zwischendurch leicht der
Zorn und die Verzweiflung darüber
Durch arm geboren zu sein als Sohn
Eines unbekannten Hilfsarbeiters

Diese Wut der niederen Stände mit
Geradezu revolutionären Geist gefiel
Einem großbürgerlichen Goethe nicht
Der dies aber nur mütterlich war

Deren Familie entstammte noch dem 
Frankfurter Stadtadel quasi so war der
Großvater noch Bürgermeister zu
Frankfurt warum Goethe auch die

Kaiserkrönung mit Rieslingbrunnen
Vom Balkon des Römers als Knabe
Erleben durfte wie er ausführlich in
Dichtung und Wahrheit beschreibt

Dagegen war der Großvater Göthe
Noch ein einfacher Schneider der
Aus heute Thüringen stammend nach
Lyon auf der Walz endlich kam 

Auf dem Rückweg war dieser dann
In der Messe- und Kaiserstadt die
Frankfurt damals war geblieben und
Erfolgreicher Gewandschneider dort

Mit den Kenntnissen französischer
Mode wie Seidenbearbeitung war er
Bei den reichen Kaufleuten erfolgreich
Kaufte später noch einen Gasthof

Erst Goethes Vater hatte nicht mehr
Arbeiten müssen und vom Vermögen
Des Vaters gut leben können war also
Eigentlich bloß eine neureiche Familie

Goethes Mutter dagegen war eine
Geborene Textor was eine Familie
Mit altem Namen und Rang war im
Darauf sehr bedachten Frankfurt

Goethe erwähnt darum auch den 
Großvater Göthe mit keinem Wort in
Dichtung und Wahrheit der nur 
Schneider war nicht der Rede wert 

Ob sein erst später verliehener Adel
Wie ein gewisses Geltungsbedürfnis
Dazu beitrugen oder er es einfach
Galant großzügig überging ist unklar

Doch jenseits aller Mutmaßungen 
Ob Goethe schlicht ein Bourgeois 
War und blieb sei dazu angemerkt
Der väterliche Großvater war schon

Fast zwanzig Jahre tot bei Goethes 
Geburt 1749 während er den Vater
Der Mutter noch 22 Jahre erlebte was
Grund genug für Erinnerung wohl ist

Aber um Goethe ging es ja hier nicht 
Sondern um Wezel den die Welt mit
Ihrer Ungerechtigkeit empört was er
Zumindest Hermann in den Mund legt 

Das hier zitierte Wissen über Familie
Goethe entstammt dabei noch einem 
Anderen Band der Anderen Bibliothek
Mit dem Titel Monsieur Göthe der für

Alle Goethe Freunde und Frankfurter
Ganz unbedingt lohnend auch ist aber
Für Wezel keine Rolle spielte den 
Goethe eher so naja nur fand 

Was der Autor dieser Verse übrigens
Gelegentlich teilt er labert manchmal
Etwas viel um wenig zu sagen und
Übertreibt die moralischen Bilder 

Es ist teils wirklich witzig sogar
Klamaukig aber auch etwas naja
Dabei noch was nicht sein muss
Die Freude nur bedingt steigert

Werde bei Gelegenheit mal wieder
Weiterlesen denn wirklich schlecht
Ist diese Liebesgeschichte ja nicht
Nur leider etwas mühsam noch


Am Sonntag den 19. September 1802
Kommt das Ehepaar Heinrich und
Christine Gondela in ihrem Haus an in
Auf der Reise ins Paradies der beiden 

Sie handwerkeln und räumen um sich
Oben Schlafzimmer und eine Kammer 
Für ihren Hinrich schön zu machen
Finden einiges noch brauchbares 

Der Rest wird vom Gutsverwalter
Gebracht oder von Nachbarn geliehen 
Er nagelt die Gardinenstangen fest 
Sie kümmert sich um die Vorhänge

Gegen Mittag haben sie dann schon
Die beiden Zimmer oben und eine 
Gute Stube unten für Besucher gut
Eingerichtet und wollen noch wandern

Zuvor aber kommt der erste Besuch
Ihr Gutsverwalter und der Maire wie
Er wörtlich schreibt von Königsbach 
Berichten vom Krieg und der Republik

Besonders der Bürgermeister hat auf
Die Republik und das Chaos darin so
Geschimpft dass Heinrich staunte als
Er bei seinem Toast auf die Republik

Überhaupt noch mit trank aber er hat
Wohl den guten Wein aus ihrem Gut 
Nicht verkommen lassen wollen wie 
Heinrich mit viel Humor mutmaßt

Sie laufen zu Schloss Hardt als die
Sonne schon hinter den Hardtgebirge
Stand und schauten dort die Ruine im
Rücken ins zauberhafte Rheintal 

Sehen die Türme von Mannheim
Bis zur Ruine von Heidelberg in
Der letzten Sonne noch liegen um 
Dann über die Dörfer zurück zu laufen

Im Dorf Hardt war noch großer Jubel
Um den just errichteten Freiheitsbaum 
Während dieser in Gimmeldingen und
Königsbach schon ganz verdorrt war

Dort wollten sie lieber um den Baum
Tanzen wenn er wieder abgehackt
Schimpften über die Republik lieber
Wollten sie der Freiheit abschwören

Die von Paris aufgedrängte Freiheit
Wurde in der geraubten Pfalz also
Nur sehr teilweise begrüßt eher fühlen 
Sich die Pfälzer dort wohl besetzt

Spannend ist es einen Bericht aus der
Zeit zu lesen von Bremer Bürgern die 
Ihrer Republik schätzen aber auch
Kritisch auf die Nachbarn schauen

Sie hatten die Reise gemacht um ihr
Gut dass Christine vom Vater erbte
Zu verkaufen weil sie auch die nun
Entwicklung eher kritisch sahen 


Mein Hauswart heißt das Kapitel in 
Die Fünf von Vladimir Jabotinsky das
Damit beginnt dass er die Familie
Milgrom für Monate nicht sah

Die veränderte Atmosphäre in diesem 
Eigentlich politischen Frühling wird 
Beschrieben der wohl wieder wie so
Viele zuvor in Kugeln enden würde

Anhand seines Hauswarts beschreibt
Er die veränderte Stimmung mit der
Ein revolutionärer Staat die Menschen
Bei sich zu Hause plötzlich ergreift 

Hatte dieser früher egal um welche 
Zeit er kam rasch das Haustor noch
Geöffnet dauerte es immer länger und
Der Dank für die Kopeken dafür fiel

Immer bescheidener aus erst fällt
Die Anrede als Herr weg dann das
Französische merci bis nichts mehr
Kommt und er sich schon entschuldigt

Stattdessen wird er ermahnt so spät 
Auszugehen sei nicht gut für die
Gesundheit und auch die Post wird
Kommentiert bei ihm der vielen

Ausländischen Zeitungen wegen
Als das Hausmädchen nach Holz
Zu ihm geschickt wird der sich schon
Häufiger an ihr vergriffen hat kam sie

Ohne Holz wieder und richtete aus
Der Hauswart sei ausgegangen statt
Wie früher bei Personal weggegangen 
Während nur eine Dame ausging

Diese feinen auch sprachlichen
Beobachtungen werden auch noch
In Anmerkungen und Fußnoten weiter
Erläutert die Veränderung zu zeigen

Es gab in diesem Frühling deutliche 
Wie spürbare Veränderungen in
Odessa und dem Umgang im Alltag 
Auch die Kleidung ändert sich dabei

Die Revolutionäre trugen meist eine
Nickelbrille leicht verbogen und ihre
Kleidung war immer irgendwo schon
Beschädigt Damen trugen Hüte 

Diese radförmigen Strohhüte mussten 
Beständig zurecht gerückt werden
Serjosha fand sehr treffende Worte 
Um diese Menschen zu beschreiben

Spannend ist es wie genau er das
Eindringen des revolutionären Geistes 
In die Häuser durch die Hauswarte
Beschreibt die den Wandel leben 

jens tuengerthal 24.10.26

Energiegenossen

Energiegenossen 

Eine Genossenschaft verbündet
Die Kräfte der Bürger um so als
Gemeinschaft stark zu sein und
Eine Stimme am Markt zu haben

Bisher fördern sie gemeinsam große
Projekte mit erneuerbarer Energie
Doch viel spannender wird es wenn
Sie kleine Kräfte ganz groß macht 

Alle produzieren ständig Energie
Die sie in Bewegung umsetzen
Durch Laufen Tanzen Schwimmen 
Radeln und völlig egal was dabei

Diese kleinteilige Energie gespeichert 
Machte eine Genossenschaft die sie
Verwaltet zur Großmacht am Markt 
Alles fließt ins große Netz dann ein

Wer zuviel Energie hat und meint
Sich bewegen zu müssen produziert 
Damit Energie für die Genossenschaft
Die alle gemeinsam zur Großmacht

Auf dem Energiemarkt macht welche 
Kein Konzern mehr ist sondern eine
Solidarische soziale Gemeinschaft die
Natürlichen Überfluss damit teilt

Energie wird damit auch Produkt der
Lebenslust wie der großen Freude
Die mal mehr mal weniger vorhanden
In der Summe immer genug dann ist

Gespeichert ohne Gefahr mit Luft 
Die unter Druck gesetzt Turbinen 
Antreiben kann entweichend aber
Keine Gefahr für irgendwen wäre

Die lebendige Natur die sich ständig
Erneuert zu nutzen statt noch etwas
Verbrennen oder fusionieren wollen
Gäbe genug Energie für alle Zeit 

Es ist genug für alle da und wenn
Alle tun was sie wollen nach Lust 
Bleibt genug Energie übrig damit
Gemeinsam gut leben zu können

Letzte Nacht etwa tanzte eine
Bekannte in der Bar voller Energie
Ging diese Energie ins Netz wäre
So genug für alle im Überfluss

Kleine leichte Zellen in unserer
Kleidung speicherten die Energie
Zuhause abgestellt und aufgehängt
Flösse was wir bewegten ins Netz

Die Energiegenossenschaft würde 
Alle Energie verwalten was dann 
Zu Gutschriften bei viel Bewegung
Aber weniger Verbrauch führte

Auch die tote Oma im Garten oder
Wie früher am Friedhof lieferte so
Faulend noch weiter Energie die
Den Erben gutgeschrieben wird 

Die Energiegenossenschaft wäre
Ein Kreislauf der Fürsorge der sich
Gegenseitig ausgleichend versorgte
Statt auf wechselnde Kurse zu wetten

Gehörte allen alles weil Eigentum
Ohnehin natürlich Diebstahl wäre
Sorgten die Genossen füreinander 
In einer solidarischen Gemeinschaft

Die Genossenschaft der natürlichen
Energieerzeuger würde stärkste Kraft
Am Markt und verdrängte Verbrenner
Als schmutzig überholte Technik

Es wäre alles ganz einfach und dazu
Ein Verdienst für alle wagte endlich
Wer Gewohnheiten infrage zu stellen
Hätten wir genug Energie für alle

Fitnessstudios würden künftig zu
Energie-Tankstellen an denen etwa 
Jugendliche überschüssige Energie
In Gutscheine tauschen können

Es ist genug Energie für alle da
Werden wir einfach Genossen um
Zu teilen was da ist geht es allen gut
Was die Welt etwas besser machte

jens tuengerthal 24.10.26

Liebeslänglich

Liebeslänglich

Gibt es die lebenslängliche Liebe 
Ist das dann eher Zufall oder ein
Mangel an Gelegenheiten weil die
Alternative nicht mehr besser wird
Gar das größte Glück im Leben
Aber das wissen wir immer erst 
Hinterher nur fragt sich was worin
Überhaupt besser werden soll wenn
Schon alles gut so war überlege ich 
Denke die gab es schon mal aber
Irgendwer blieb dann lieber nicht
Warum es kürzer wurde als gedacht
Zumindest lebenslänglich ist nun
Wohl über der Hälfte Geschichte
Aber was zählt schon die Zeit wenn
Die Liebe wirklich tief ist denk ich
Im Knast bedeutet lebenslänglich
25 Jahre dann bin ich über achtzig
Und denke lieber nicht daran
Was bis zum Ende blieb war dann 
Die Liebe des Lebens fertig mehr
Ist vermutlich nicht mehr wichtig
Mit mir hält es ohnehin keine aus
Was vermutlich besser so ist
Für wen auch immer

jens tuengerthal 24.10.26

Kreuzungsriesling

Kreuzungsriesling

Gegen Viertel vor eins heute im
Crossroads angekommen wo heute
Tino und Melanie die Bar machen
Vor dieser noch die Bekannten alle

Begrüßt und dann in die Flaneurloge
In der Zwischenetage gezogen wohin
Melanie gleich den Riesling brachte
Während Tino bei Nina am Tisch saß

Roy und Matthias sitzen an der Bar
Wie noch zwei Herren um die Ecke 
Kurz kam unser Cowboy und ist aber
Schon wieder weg zum Späti

Da kommt der schicke Cowboy schon 
Wieder und macht es sich mit Hut 
An der Bar bequem oder doch ohne
Wie nun live zu berichten ist

Er plaudert mit Roy auf Englisch und
Sonst munter wechselnd nun vor der
Bar und flirtet munter hessisch los
Jetzt wieder mit Hut und erzählt 

Die Musik ist cool elektronisch eher
Ruhig und stört nicht weiter während
Der Cowboy mit historischen Daten
Jongliert was amüsant auch ist

jens tuengerthal 24.10.26