Samstag, 1. August 2026

Lektürentagebuch 1.8.26

Lektürentagebuch 1.8.26

Schon in der Nacht das Kapitel
Wohnen in den Liberties aus die
Dunkle Renaissance begonnen 
Von Stephen Greenblatt über

Christopher Marlowe und seinen
Wohnsitz nahe der Theater auf
Der anderen Seite der Themse 
Wo es beliebt wie verrufen war

Weil wenig oder nichts über die
Gründe seiner Ortswahl bekannt
Wird dazu wild spekuliert und die
Gründe in der Umgebung gesucht

Auch dort lebende Autoren werden
Vorgestellt und ihr Spiel mit dem
Schlechten Ruf teilweise war eher
Weniger Marlowes Interesse

Seine direkten Kontakte zum Kronrat
Für den er so wichtige Arbeit erledigte 
Dass dieser sein Examen rettete sind
Dort wohl auch von Bedeutung

Greenblatt analysiert für welche
Bewohner und Besucher sich der
Geheimdienst dort interessieren
Könnte was damit sein Viertel

Als Vergnügungsort analysierte der
Den frommen Puritanern ein Dorn
Im Auge war aber von Elisabeth die
Das Theater liebte toleriert wurde

Wo sonst meint Greenblatt können
Viele teils noch bewaffnete junge
Männer die aus Kriegen kommen
Ohne Gefahr beschäftigt werden

Theater und Bordelle daneben waren
Gut dafür geeignet was noch genauer
Auch begründet wird zu der Zeit als 
Auch Shakespeare dort ankam

Dieser verdingte sich zuerst als 
Pferdejunge für Gäste und war dabei
So gut dass er zum gefragtesten dort
Wohl wurde woher immer das stammt

Das hatte der Gentleman Marlowe
Der für den Geheimdienst arbeitete
Wohl nicht nötig doch wie kam er in
Kontakt mit der Literaturszene dort

Über diese und andere Fragen zum
Weiteren Weg von Marlowe wird hier
Von Greenblatt thrillerartig spekuliert 
Das ist gut gemacht und spannend

Dabei erfahre ich als Leser zwar
Auch nicht wie es wirklich war aber
Greenblatt füllt das Nichtwissen auf
Kulturhistorisch spannende Art 


In den Erinnerungen eines Europäers 
Von Harry Graf Kessler weiter über 
Den Dirnenmord und Freitod von Tin 
Wie er von Harry genannt gelesen

Berichtet in erschütterter Erinnerung
Wie diesen die geliebte Dirne sowohl
Ausnahm wie fallen ließ und wieder
Verführte solange noch Geld kam

Er beschreibt ihre Not die für ihre
Ganze Familie sorgen muss mit viel
Verständnis wie den Wahn des
Freundes der sie retten wollte

Dieser las mit ihr und für sich
Gerade Dostojewskis Raskolnikow
Der mit russischem Gefühl ein 
Mädchen von der Straße retten will

Gibt es eine Rettung und braucht es
Diese für eine die Männer ersetzt 
Auch der zwischenzeitlich beteiligte
Ungar versuchte sich umzubringen

Die Leipziger Canitzer waren also
Vielfältig hart getroffen von der Tat
Eines der ihren um den sich dann
Bis zu seinem Tod auch die Prinzen

Des Hauses Sachsen kümmerten
Ohne Zweifel und gütig in sich dabei
Mehr ruhend als sie die durch Wundt
Wie Nietzsche vom Zweifel infizierten

Er berichtet von Nietzsche als der
Großen Neuerscheinung der Zeit
Die wie seinerzeit Byron auch das
Denken grundlegend veränderte 

Spannend auch der Bericht von
Den Worten des sterbenden Tin
Der Raskolnikow zurückweist weil
Er Deutscher sei und kein Slawe

Diesen bliebe am Ende nur ihre
Romantik einen Weg zu finden
Sich wieder zu befreien ihm fehle
Alles zum großen Russen noch

Daraufhin philosophiert Harry etwas
Über slawische und europäische
Rassen was heute seltsam klingt
Nach der Traumatisierung damit

Die Rolle die Nietzsche für diese
Generation im Umbruch spielte ist
Sehr spannend und eindrucksvoll
Von Kessler geschildert worden

Warum Nietzsche für die Generation
Von Kessler die mit rasanten alles
Umstoßenden Veränderungen noch
Kämpfte dabei so wichtig war

Das liest sich spannend und ist auch
Hochaktuell denke ich der wie Harry
30 Jahre vor der Jahrhundertwende
Geboren wurde und Wandel erlebt

Bei Harry war es Elektrifizierung und
Automatisierung Demokratisierung 
Für uns die Digitalisierung verbunden
Mit Klimawandel und Existenzangst

Es sind ähnliche Themen die seine 
Generation umtrieben die sich zu
Fast einem Drittel im Weltkrieg 1914
Verbrannte wie damit die alte Zeit

Aus den Krisen und existenziellen
Fragen seiner Zeit wuchs der Wunsch
Bei ihm Diplomat zu werden aber
Er sah zugleich Zweifel an allem

Das ist einfühlsam gut geschrieben
Nimmt den Leser mit bei diesen ganz
Existenziellen Fragen auch und stellt
Uns diese auch du bist beteiligt 

Der von der damaligen Presse wohl
Skandalisierte Hurenmord durch den
Junker war viel mehr für ihn auch
Ausdruck eines existenziellen Kampf

Nicht um Verständnis für den Täter
Geht es auch wenn er ein sensibler 
Freund und guter Kamerad war
Sondern um einen offenen Blick 

Die Dinge sind und werden alle
Ständig komplexer wer erkennt
Noch die Gründe und kann also
Über etwas oder andere urteilen 

Ein weiteres Kapitel das mich sehr
Nachdenklich stimmt geschrieben 
Von einem Mann den mein Großvater
Kannte im Alter seines Vaters etwa

Lange habe ich mich schon auch
Literarisch mit meinem Großvater
Auseinandergesetzt die Sicht von
Harry ergänzt diesen Blick genial

jens tuengerthal 1.8.26

Verzockt

Verzockt

Verzockt hat sich Infantino wohl
Mit dem Versuch Trumps Mafia
Methoden auf seinen Verband
Anzuwenden und zurückgezogen

Doch was zeigt uns dies nun
Nachdem die UEFA als wohl
Reichster Verband ihm das
Vertrauen empört entzog 

Sind seine Tage wohl gezählt
Ob er Asyl in den USA bekommt
Oder an die Schweiz ausgeliefert
Werden wird ist nur Formsache

Er wird für die korrupteste WM 
Wohl bestraft werden unklar nur
Ob in Abwesenheit oder er sich
Der Verantwortung stellen wird 

Was diese Entschiedenheit zeigt
Zum Umgang mit Trump denn die
Kriminelle Idee stammt von einem
Mitglied seines Clans der noch

Die Vereinigten Staaten regiert
Wie es einem Mafia Clan entspricht
Die reichsten Männer bejubeln
Sein Verhalten weil er sie wie sich 

Noch reicher machte und dachte 
Das Volk ist zu dumm es zu merken
Freue mich auf die Prozesse nach
Seiner Inhaftierung wenn sie alle

Enteignet werden und als einfache
Häftlinge dann sitzen werden weil
Die Kooperation mit der Mafia
Bereits eine Straftat auch ist 

Wird ihnen keine KI helfen weil 
Am Ende Eigentum Diebstahl war
So gesehen ist die endlich klare 
Entschlossenheit der Weg der

In eine Zukunft in Freiheit weist 
Trump ist ein krimineller Makler 
Wer seinen Clan unterstützte
Kann mit Strafe sicher rechnen

Wie auch ein Putin außer
Dieser stirbt vorher was 
In diesen Kreisen ja vorkommt
Infantino fällt nun als erster

jens tuengerthal 1.8.26

Motivationsverständnislos

Motivationsverständnislos

Merkel die nicht so viel redete
Überflüssige Worte eher vermied 
Sagte in der Krise Wir schaffen das
Aus Gründen der Menschlichkeit

Der unbeliebteste Bundeskanzler
Aller Zeiten nörgelt ständig dass 
Die Deutschen nicht genug arbeiten 
Dabei müsste alles schrumpfen

Weniger von allem wird das mehr
Der Zukunft und schrumpfen wird
Künftig Elitenbildung heißen was
Zumindest eine Perspektive hätte 

Wer kann den quengelnden Nörgler
Noch ernst nehmen der überall spart 
Nur nicht bei Privatflugzeugen weil
Das ja zufällig ihn betreffen könnte 

Der zu lang geratene Terrier gibt den
Permanenten Wadenbeißer und stößt
Sogar die Parteifreunde vor den Kopf
Was glaubt er wer so jemanden wählt

Betreibt im Wahlkampf ganz realen
Rassismus auf AfD Niveau aber
Wundert sich wenn er so nur das
Original noch weiter stärkte

Mittlerweile überholten sie die CDU
Der Kanzler nörgelt weiter dass er es
Zwischen Wimbledon und Bayreuth
Doch am schwersten im Land hätte 

Wie will so einer noch Menschen
Motivieren und mitnehmen damit
Sie etwas für dies Land tun wollen
Dass solchen Politikern Macht gibt

Dieser nörgelnde Typ der es den 
Ärmsten nimmt aber den Reichsten
Gönnt gefährdet die Republik und
Stärkt die Feinde unserer Demokratie

Widerstand gegen Merz zu leisten
Diesem Kanzler nicht zu gehorchen
Sondern seine Absetzung zu fördern
Ist für jeden grundgesetzliche Pflicht 

Insofern es jeden Bürger dazu aufruft
Widerstand gegen alle zu leisten die
Unsere Verfassung und Demokratie
Gefährden muss Merz schnell weg

jens tuengerthal 1.8.26



Regensegen

Regensegen

Wie wunderbar sind Regentage
Gegen halb sechs schon beim
Gewitter eingeschlafen dann um
Halb neun beim Dauerregen erwacht
Alle Fenster glücklich aufgerissen
Lausche ich dem herrlichen Wetter
Was der Natur so gut tut wie mir 
Regen ist ein irdischer Segen der
Alles fließen lässt was nur kann
Liege in meiner Bibliothek und
Bin glücklich den Regen zu hören
Der den Staub der Sandbüchse
Wieder abwäscht den Spiegel des
Grundwassers hebt und denke
Wie wunderbar ist dieses Wetter 
Dankbar für die Natur die sich so
Aus sich selbst völlig versorgt 
Weniger Menschen mehr Natur
Könnte der Kultur besser tun als
Der vermeintliche Gegensatz
Auf milde 18 Grad abgekühlt
Liebe ich den Sommerregen
Fast so schön wie der Herbst
Schmeckt der Tee gleich besser

jens tuengerthal 1.8.26

Liebestreue

Liebestreue

War meinen Lieben immer treu
Bin es gefühlt auch immer noch
Weil Liebe etwas bleibendes hat
Es dabei um ein Gefühl geht

Wenigen war ich körperlich treu
In dem Sinne dass ich nie eine
Andere begehrt hätte weil die Natur
Eben ganz natürlich reagiert

Treue beginnt im Kopf und will
Den Körper beherrschen gegen 
Seine Natur verwechselt sie gern
Liebe und Lust was beides mit L

Beginnt aber anders endet warum
Damit manche Liebe gleich endet
Bleibt vermutlich ewig rätselhaft
Weil sie doch wörtlich anders endet

Würden wir mehr auf das Gefühl
Bei der Liebe achten und weniger
Den Körper bezwingen wollen wären 
Vermutlich viele noch glücklicher

Das schönste Gefühl zu erhalten
Sollte uns vielleicht wert sein alte 
Gewohnheiten zu überdenken um
Der Liebe den Vorrang zu geben

jens tuengerthal 1.8.26

Sommerrieslingnacht

Sommerrieslingnacht 

Gegen halb zwei im Crossroads auf
Einen sommerlichen Riesling noch
Angekommen und Tino und Roy beim
Wegräumen vor der Tür begrüßt 

Drinnen noch Melanie Nina Christoph
Selma Daniela Ferdinand und eine 
Unbekannte begrüßt die zwei Damen
Am Stehtisch kannte ich noch nicht

Kaum saß ich brachte Selma schon
Im luftigen Sommerkleid den Riesling
Christoph plaudert mit Roy heute in
Blond Melanie und Nina wie üblich

Nun erzählt Tino noch Geschichten
Bringt seine Gäste zum Lachen die
Musik ist eher ruhig und Selma redet
Über Kreuz noch mit Nina alles gut

jens tuengerthal 1.8.26

Freitag, 31. Juli 2026

Lektürentagebuch 31.7.26

Lektürentagebuch 31.7.26

Noch in der Nacht und am Morgen
Ein wenig Harry Graf Kessler in den
Erinnerungen eines Europäers über
Seine Zeit in Leipzig gelesen

Nach dem längerem Klatsch über
Die Prinzen des sächsischen Hofes 
Welche aus taktischen Gründen in 
Leipzig studierten und wie er diese

Von der Kneipe bei den Canitzern
Mit genug Anstand nach Hause
Auch brachte ging es wieder um
Geistig bedeutendere Dinge

Wobei Harrys Blick auf die Prinzen 
Wie die weltferne des ganzen Hauses
Sachsen viel zum Verständnis beiträgt
Warum die Epoche untergehen muss

Klarer wird ihm dies schließlich in den
Philosophischen Vorlesungen bei 
Wundt der ihnen einen geistigen Blick
Über ihre Epoche hinaus noch gibt

Sehr spannend wird es als Harry von
Seiner Entdeckung von Nietzsche der
Damals aktuell und neu war noch im
Benachbarten Weimar dämmerte

Wie er Nietzsche und den Ausblick
Über die Epoche nutzt um einen
Abgesang auf diese anzustimmen
Weil er spürt die Zeit geht vorbei 

Passend noch die etwas tragische 
Anekdote um den Freund der aus
Weniger wohlhabenden Verhältnissen
Stammt und dessen käufliche Liebste

Am Ende hat dieser sie die ihre ganze
Familie mit ihrer Schönheit ernährt 
Wie ganz offen darüber sprach wohl
Erschossen und sich beinahe getötet

Was auch immer die Gründe sonst
Für dieses gewöhnlich tragische Ende
Waren passt es für Harry auch zum
Geist dieser Epoche einfach zu gut 

Das 18. Jahrhundert der Aufklärung
Wie des kritischen Geistes war am
Anfang schon mit der Romantik ins 
Schlingern geraten und schwankte 

Wilhelm I der für seine Mutter noch
Schwärmte war ein Sohn der zum
Romantischen Denkmal erhobenen 
Königin Luise noch gewesen

Dieser Mecklenburger Prinzessin
In Darmstadt vom späteren FW III 
Getroffen mit Liebe gewählt wie
Lange und tragisch betrauert

Nun regierte mit Wilhelm II der
Enkel von Wilhelm I der eine neue
Epoche mit alten Mitteln einläutete
Im nach 1871 neu gebildeten Reich

Industrialisierung und Automatisierung
Hatten die Welt rasant verändert nun
Gab es Automobile statt Kutschen 
Das Licht wurde elektrisch plötzlich

Vom Geist Kants zu Nietzsche ist der
Religiösen Initiation ähnlich was viele
Vom Genie fasziniert lange nicht mehr
Bemerkten bis heute spannend ist

War ein Heidegger in Nachfolge ein
Immer katholischer Bauer nur der sich
Der nietzschen Intuition auf die
Schwäbische Art Hegels unterwarf

Es bleiben diese Fragen bis heute
Noch spannend auch im längst schon
Laizistischen Europa in dem noch die
Verantwortung vor Gott der Präambel 

Des Grundgesetzes also nicht die
Nötige Vernunft sondern der alberne
Aberglauben eingeschrieben steht
Viele unvernünftig Orientierung noch

Suchen statt kritisch zu denken weil
Sie Aufklärung für dialektisch hielten 
Statt das religiöse Element auch im 
Nationalsozialismus bloß zu legen

Davon weiß Kessler natürlich nichts
Der seine Erinnerungen Anfang der
Dreißiger schrieb und 1937 im Exil
In Frankreich starb inzwischen arm 

Aber wie er diesen sich wandelnden
Geist erfasst der später auch im
Zauberberg literarisch wurde ist
Genial und lohnend zu lesen

jens tuengerthal 31.7.26

Vernunftpolitik

Vernunftpolitik

Eine vernünftige Politik kümmert sich
Um Ressourcen und Perspektiven für 
Die Menschen unter diesen zu leben
Dabei folgt sie dem ganz natürlichen 
Bedürfnis jedes Menschen es damit
So gut wie möglich zu haben und was
Bleibt möglichst zu genießen was also
Eine vernünftige logisch ökologische
Politik ohne Dogmen und Vorurteile 
Wäre die sich an den ganz natürlichen
Bedürfnissen der Menschen orientiert 
Es geht dabei weder um Aberglauben
Noch um irgendeine Ideologie allein
Pragmatische Bedürfnisse der dort
Lebenden Menschen sollen so
Von der Leitung der Verwaltung auf
Effektive Art befriedigt werden denn 
Nichts als Leitung der Verwaltung
Ist Politik konzentrieren wir uns darauf
Wird es meist ziemlich vernünftig
Landet politisch immer in der Mitte
Sucht gute Kompromisse statt es
Denen da oben mal zeigen zu wollen
Oder gegen einzelne zu hetzen
Wer so etwas wählt hat also die
Demokratie so wenig wie den Staat
Je verstanden was im Osten wohl
Fast die Hälfte der Wähler betrifft
Was am Bildungssystem wie der 
Politischen Bildung zweifeln lässt 
Sicher ein Erbe der DDR auch ist 
Des totalitären Staates mit den
Sozialfaschistischen Elementen
Was einige bis heute leugnen 
Nicht ein Viertel der Bevölkerung
Ist heute rechtsradikal geworden
Aber die Quittung der gefährlichen
Ideologischen Politik vom Merz vor
Der Wahl und sein reales völliges 
Versagen in kooperativer Führung
Weil er einfach zu alt schon ist hat
Viele schlichte Gemüter trotzig nun
Gemacht die jene wählen die keine
Lösung bieten aber den Konflikt
Noch weiter verstärken dafür
Biedert sich die Antifa der Linken an
Damit den Erben der SED die einst
Den antifaschistischen Schutzwall
Bauten was keiner vergessen sollte
Der zur totalitären Relativierung
Nicht nur freundlich nicken will 
Vernunftpolitik verwaltet bloß
Steht stabil in der Mitte statt
Zu Extremen zu schwanken 
Davon bräuchten wir dringend mehr
Einfach machen wie Merkel statt
Ständig nur nörgeln wie Merz der
Nicht merkt wie er alles falsch macht
Was Leitung der Verwaltung heißt
Ein kurzsichtiger Ideologe nur ist 
Doch nun braucht es dringend
Vernunftpolitik für eine starke Mitte 

jens tuengerthal 31.7.26

Exklavensturm

Exklavensturm 

Nach dem Ansturm auf die spanische
Exklave in Nordafrika ist der größere 
Teil schon wieder abgezogen was 
Nach viel Lärm um Nichts mehr klingt
Als nach einer ernsthaften Gefahr für
Europäische Sicherheit und Stabilität
Über Social Media soll der Ansturm
Ausgelöst worden sein was keinen 
Größer verwundern wird der die
Soziale Wirkung der Netzwerke kennt 
Das ist normal und ohne alle Hysterie
Wie sie die italienische Faschistin
Oder die deutsche CSU anschlug
Vor Ort lösbar und dazu braucht es
Keine Grenzschließungen sondern 
Langfristige Perspektiven für die
Menschen vor Ort wer Mauern baut
Wird nur mit mehr Druck erstürmt
Naiv ist wer das Risiko für den 
Sozialen Frieden hier übersieht
Warum Merkel nach dem großen 
Ansturm hier nach Afrika fuhr um
Dort langfristige Lösungen zu bieten
Hat wer Merz dort schon gesehen
Stattdessen will die CSU lieber die
Grenzen schließen und damit den
Druck ohne Lösung weiter zu erhöhen
Deutsche Grenzen zu Afrika gibt es
Seit 1918 glücklicherweise nicht mehr
Europa ist eine Exklave des Reichtum
Der durch Ausbeutung der Armen zu
Kolonialen Zeiten angehäuft wurde
Natürlich sind hierzu nicht unbegrenzt 
Flüchtlinge dieser Armut integrierbar
Aber es braucht Perspektiven für die
Menschen vor Ort damit sie bleiben
Zäune hier erhöhen nur den Druck
Auf und in unserer Gesellschaft der
Unfähige Dilletanten die laut brüllen 
An die Macht bringt was meist nur 
Kriege zur Folge hat warum es nun
Nötig ist diesen Ländern auch über
Den Ausbau alternativer Energien
Eine langfristige Perspektive zu geben
Bildung schützt vor Radikalisierung 
Exklaven als Überbleibsel der einst 
Kolonien sollten wir endlich alle
Aufgeben sie sind nur Geschichte
Nordafrika war Teil des großen
Römischen Reichs besser wäre es
Heute ein Teil Europas mit einer
Perspektive für seine Bewohner alle
Dies wäre ein Sieg des europäischen
Laizismus der ihm würdig wäre
Mauern werden es nie sein die
Erhöhen nur den Druck auf uns 

jens tuengerthal 31.7.26

Donnerstag, 30. Juli 2026

Lektürentagebuch 30.7.26

Lektürentagebuch 30.7.26

In der Nacht bis zum frühen Morgen
Noch Stephen Greenblatts sich 
Zum Agententhriller wandelnde
Dunkle Renaissance gelesen

Die dreißig Seiten von Kapitel 7
Unter dem Titel Anwerbung waren
So fesselnd dass ich nicht einfach
Aufhören konnte oder einschlief 

Es ging um die vermutliche oder
Mögliche Tätigkeit von Marlowe für
Den Geheimdienst von Walsingham
Der auch dem Kronrat angehörte

Dieser hatte mit einem dringlichen 
Schreiben dafür gesorgt dass der
Zu oft fehlende Christopher Marlowe 
Doch seinen Magister noch erhielt

Viel sicherere Informationen gibt es
Dazu wie zu Marlowe überhaupt nicht
Warum Greenblatt dafür bekannte
Geschichten gut neu erzählt

Es geht dabei auch um den ganz
Berühmten Konflikt zwischen den
Cousinen Maria Stuart und der
Queen Elizabeth I Tudor noch

Wie Elizabeth die Königin von
Schottland als gekröntes Haupt
Noch lange schonte bis Walsingham
Durch geschmuggelte Briefe seiner 

Spione unter den Katholiken von
Denen Marlowe wohl einer war
Warum er sich auch in Frankreich
Wohl länger noch aufhielt

Nachwies dass Maria und ihre 
Kumpane Elizabeth töten wollten 
Es eine Verschwörung dazu gab 
Die Maria dann den Kopf kostete

Es war diese Tätigkeit für Elizabeth 
Wie die Anglikaner in England auch
Lebenswichtig seit der Bartholomäus
Nacht wie der Order des Papstes

Die Elizabeth exkommunizierte
Wie den Gehorsam ihr gegenüber als
Sünde unter die gleiche Strafe stellte 
Für Katholiken wurde es dramatisch

Entweder sie sündigten gegen ihren 
Glauben oder gegen die Königin 
Beides war mit Todesstrafe bedroht
Egal was sie taten sündigten sie also

In dieser aufgeheizten Atmosphäre
Kam dem Geheimdienst eine quasi
Lebensrettende Funktion zu außer
Du warst katholisch und papsttreu

Die geschickten Techniker von
Walsingham haben dazu sowohl
Die Siegel geöffnet wie auch die
Geheimschrift dort entschlüsselt

Zu was Menschen im Kampf um
Macht wie Aberglaube fähig sind
Ist immer wieder erstaunlich auch
Das Umfeld der Queen fasziniert 

Zu Elizabeth und Maria ist schon
Viel geschrieben und spekuliert
Worden von europäischem Gewicht
Aufgrund der verknüpften Kronen 

Hier spielen Frankreich Spanien wie
Das Reich ihre Rolle zwischen den 
Sich feindlich gesinnten Parteien 
Mord und schlimmeres drohte stets

Philipp II schickte seine Armada gen
England welche diese erfolgreich
Unter Nutzung des Wetters auch
Zwar unterlegen doch versenkten

In diesen aufregenden Zeiten als
In Frankreich Henri Quatre regierte
Elizabeth mit Montaigne schrieb 
Radikale Gläubige gern töteten

Wird Marlowe zum Mitarbeiter des
Geheimdienstes seiner Majestät
Der bereits so bedeutend ist dass 
Die Universität Cambridge vom

Kronrat mit Walsingham bereits die
Sehr deutliche Weisung erhält dem 
Für die Krone wichtigen Marlowe trotz
Fehlzeiten den Magister zu geben

Die Geschichte um Marlowe wurde
Von schwuler Literaturgeschichte 
Zum aufregenden Agententhriller im
Europa im Umbruch der Renaissance 

Wie Greenblatt hier ganz nebenbei
Die Verbindungslinien zieht die geistig
Noch weiter reichen als hier gestriffen
Ist von Neugier weckender Eleganz 

Da taucht Montaigne auf der mit der
Klugen Elizabeth korrespondierte wie
Henri dem Paris eine Messe wert war 
Katharina von Medici schwebt vorbei

Mitten darunter Christopher Marlowe
Das vermutlich schwule Genie was 
Literatur neu dachte als Spion im
Dienste ihrer Majestät bedeutend 

Eine schon ziemlich verrückte und
Kulturhistorisch hoch spannende
Geschichte um das Europa in der
Renaissance zwischen Religionen


Wenn schon Englische Renaissance
Dann auch wirklich in die Quellen
Stürzen dachte ich und nahm den
Wunderbaren Band von Galliani

Diese von Manfred Pfister zusätzlich
Kommentierte Ausgabe kam schon
Im Winter in meine Sammlung aber
Passte gerade ideal zum Thema

Las in sechs Texten von Marlowe
Von Tamberlin ein Liebesgedicht
Zum Juden von Malta ist es spannend
Ihn im Original nun auch zu lesen

Es rundeten diese Texte den Eindruck
Vom hochbegabten Geheimagenten
Weiter ab der auch mit Versen nach
Ganz eigenem Maß zaubern konnte 

Der im gleichen Jahr wie der heute 
Viel bekanntere Shakespeare noch
Geborene Marlowe ist berühmt für
Skandale und Atheismus war aber

Wesentlich gebildeter einflussreicher
Wie intellektuell bedeutender als
Shakespeare es je wurde spielt mit
Philosophischen Fragen elegant

Shakespeare ist gut und sehr nett
Marlowe ist genial und mutig wagt
Auszusprechen woran keiner rührt
Wie albern aller Aberglaube ist

Auch darum natürlich gefällt mir der 
So jung gestorbene Brite der keine
Dreißig werden durfte so sehr er
Lacht über lächerlichen Aberglauben

Das fürchtet das Volk was noch naiv
Am alten Glauben hängt wie der Adel
Dessen Privilegien nur Aberglaube
An Überlegenheit noch begründet

Ob das Volk reif schon ist ganz frei
Also ohne Götter zu leben mögen 
Die nach mir irgendwann entscheiden
Zumindest behandle ich sie als ob 

Unsere Reihe lächelnder Atheisten 
Die von Epikur über Lukrez Montaigne 
Machiavelli zu Friedrich dem Großen 
Kant und Stirner reicht endet so nie 


Noch ein wenig auf einer Bank im
Park am Platz vor meiner Tür in den
Erinnerungen eines Europäers von 
Harry Graf Kessler gelesen

Im Schatten gegen neun war es 
Schon wieder auszuhalten und der
Student Harry erzählt wie er nach
Leipzig wechselte um dort noch

Einige besondere Professoren zu
Hören Brentano in Nationalökonomie 
Wundt in Psychologie und Springer in 
Kunstgeschichte waren entscheidend

Er nahm auch sogleich Kontakt zu
Den Canitzern auf einer Verbindung
Von Adeligen die nicht schlagend war
Bei denen er sich gleich wohl fühlte 

Die Studenten kamen vielfach von
Ostelbischen Gütern aber waren 
Sparsamer und haushalteten darum
Besser als die Preußen in Bonn

Es würden dort die guten künftigen 
Beamten ausgebildet meint Harry
Fühlt sich wohl aber meint es wäre
Alles etwas bescheidener dort 

Die Canitzer hätten auch sehr gute 
Beziehungen zur Regierung auf die
Sie sich viel anrechneten warum die
Mitgliedschaft der Karriere gut tat

Auch tanzten die Leipziger Damen
Lieber mit Canitzern als mit Leutnants
Die Canitzer nannten sich nach dem
Bürgerlichen Namen ihres Wirtes

Bevor es ganz dunkel wurde las ich
Noch die Geschichte von den dort 
Ihr Studium beginnenden sächsischen
Prinzen die sehr bodenständig waren

Die Canitzer dagegen waren eher
Der Meinung der Adel sei besser und
Werde darum mit Grund bevorzugt
Was Harry distanziert nur bemerkt

jens tuengerthal 30.7.26