Donnerstag, 20. August 2026

Heimatgefühl

Heimatgefühl 

Bin in der Kurpfalz
In die ich eher nie wollte
Mit 16 zog ich hierher was
1986 war also vor 40 Jahren

Was verbindet mich mit hier 
Außer der Familie die hier lebt
Überlege ich und denke noch
An Schule Studium Lieben 

Einige der wichtigen Lieben im
Daran nicht ganz armen Leben
Fanden sich hier auch unter den 
Eingeborenen sogar zeitweise

Doch Heimatgefühl kam nicht auf
Nach dem Abitur wollte ich zum
Studium nach Norddeutschland
Kiel war unser Ziel damals noch

Studierte dann doch hier im alten 
Heidelberg was dafür nicht so ganz
Ungeeignet sein soll zumindest falls
Du das richtige hier studierst

Hab nun ach nur Juristerei hier 
Studiert was zu einem Anarchisten 
Natürlich nie passen konnte aber
Zumindest Denken noch lehrte 

Wieder hier zur Mutterpflege nach
Inzwischen 26 Jahren Berlin sitze ich
Zwischen den Kirschholzmöbeln der
Eltern und ihren Gemälden der Ahnen

Frage mich was Heimat ausmacht ob
Es naheliegt oder eher fern und was 
Am Ende noch davon zählt und bleibt
Wenn wir immer weniger werden

Zutiefst bildungsbürgerlich sind hier
Bücher überall und das übliche mit
Ahnen und Biedermeier am liebsten
In warmer Kirsche gemütlich

Offen immer gewesen für Freunde
Wie Fremde und doch verschlossen
Für die unteren Schichten ohne es
Je so vor irgendwem zu sagen

Hatten es manche noch schwerer zu
Bestehen wo es anderen schon von
Familie her natürlich leicht fiel weil
Jeder unter seinesgleichen bleibt

Doch auch dabei nicht als gewöhnlich
Nur eben mit der geistigen Waffe der
Bürger dem Geist durch Bildung der
Sie sich besonders fühlen ließ

Darin und zwischen Lexika die Welt
Genau zu bestimmen wuchs ich auf
Heimat ist ein Bücherregal um das
Bilder der Ahnen hier noch hängen 

Zärtlichkeit und Nähe war dabei
Weniger wichtig als Haltung und
Etwas besser zu wissen um so im
Immer Wettbewerb etwas zu gelten

Welche Heimat mein großes Herz hat
Das gerne alle lieben würde es auch
Lange bei vielen noch versuchte ist
Unklar auch in der Kurpfalz

Uchte liegt mir gefühlt näher als es
Wiesloch nebenan je war obwohl ich
Ersteres real nicht mal kenne was 
Zeigt wie relativ Heimat sein kann

In Uchte war meine Großmutter
Während des Krieges mit ihren 
Kindern also meiner Mutter auch
Mehr kenne ich da nicht außer

Die Geschichten der Liebsten
Welche dort im Kindergarten war
Heimat ist überall da wo meine
Gerade Bücher noch stehen

jens tuengerthal 20.8.26

Kurpfalzregen

Kurpfalzregen

Herrlich auf zwanzig Grad abgekühlt
An einem grauen Regentag lässt sich
Die Kurpfalz gut aushalten heute von
Draußen plätschert es im Garten am
Teich mit der Brücke darüber kann
Mäßiges Sommerwetter so gut tun
Fast frühherbstlich fühlt es sich an
Sieht es nach der langen Dürre auch
Aus nun scheint wieder die Sonne
Aber bei milden Temperaturen ein 
Ganzjähriger früher Herbst täte gut
Statt dieser ewigen Schwankungen 
Angenehm mild eben gemäßigt
Wie es zu unserer Zone passt
Zeigt sich mal wieder erwartbar
Weniger ist doch mehr

jens tuengerthal 20.8.26

Lektürentagebuch 19.8.26

Lektürentagebuch 19.8.26

Der Teufelspakt ist Kapitel 16 in 
Dunkle Renaissance betitelt und
Stephen Greenblatt spielt mit diesem auf doppelte Weise auf Marlowe an

Zum einen wird der Teufelspakt mit
Mephisto in seinem Doktor Faustus
Dabei detailliert thematisiert zum
Anderen Marlowes Tätigkeit als Agent

Dieser auch Teufelspakt der ihm
Freiheit und Wohlstand brachte
Sein Examen in Cambridge noch
Rettete gefährdete andere Leben 

Die zitierten teils auch sexuellen
Anspielungen im Faustus sind sehr 
Spannend und legen die Brücke zu
Goethes Faust nah der kopiert hat

Als erster schuf Marlowe in seinem 
Faustus eine differenzierte Figur die
Mit dem Bösen und dem Leben ringt 
Dabei aber den Tod nicht fürchtet 

Dafür bekommt er von Mephisto
Nachdem er durch Studien alles
Wissen schon errang wie Faust
Die Macht im Geisterreich dazu

Greenblatt überlegt mit kritischem
Blick auf den Text inwieweit dieser
Von Marlowes eigener Tätigkeit als
Agent noch geistig beeinflusst war 

Gedanken über Macht Wissen und
Geld werden in der Zeit erläutert
Zeigen auch die dunkle Seite des 
Lebens in der Renaissance noch

Ein umfangreiches Kapitel das ich
Teils in der Bahn und teils hier in 
Der Kurpfalz las regte zu vielen 
Gedanken über geistige Macht an

jens tuengerthal 20.8.26

Mittwoch, 19. August 2026

Go West

Go West

Eingeklemmt im Flixzug geht es
Quer durch Deutschland von Berlin 
Bis nach Heidelberg und dann weiter
Regional in die Kurpfalz mal wieder
Die Frau Mama zu versorgen wofür
Die Qual der Reise eben nötig ist
Sitze hier schwitzend noch vom 
Gepäck schleppen auf meinem Platz
Gerade kam der Schaffner die hier
Tickets am Telefon zu prüfen und
Unterhält sich auf türkisch mit den
Nachbarn im Gang gegenüber
Es ist nicht Deutsche Bahn aber
Sehr locker und offen in grün
Die Asiatin neben mir ist sehr
Höflich aber nicht gesprächig
Was der Dichter zu schätzen weiß
Der Zug rattert über die Gleise
Aus teils offenen Fenstern weht
Frische Luft durch den Wagen
So lässt es sich aushalten
Wenn der Flaneur reisen muss

jens tuengerthal 19.8.26

Reisetage

Reisetage

Reisetage sind ein Elend
Du bist noch nicht da aber
Auch schon nicht mehr hier
Sitzt auf gepackten Koffern 
Wartest auf die Abreise um
Irgendwo anzukommen aber
Bist erstmal unterwegs und
Das im Schweiße deines 
Angesichts von dem es tropft
Wie von Himmel auch weil
Du auf die Ankunft wartest
Und es natürlich regnet
Während du schwer nur mit
Dem nötigsten bepackt dich
Auf den Weg machst und also
Im nirgendwo wirklich erstmal
Viel zu lange unterwegs bist
Der Weg sei das Ziel meinen 
Die spirituell angehauchten
Spinner dazu dann gerne
Für mich wäre weniger davon
Eher mehr als jede Reise
Wer macht so etwas noch
Freiwillig ohne zu müssen
Denke ich und verzichtete 
Zu gerne für alle Ewigkeit
Um zu bleiben wo ich bin
Und hingehöre in meiner
Bibliothek statt unterwegs 
Aber es hilft ja nichts denn 
Bald geht es los

jens tuengerthal 19.8.26

Urlaubsverlängerung

Urlaubsverlängerung 

Unser aller Kanzler
Den keiner den ich kenne
Je wählte noch weniger wollten
Dafür alle ermahnt mehr zu arbeiten
Um den Wohlstand zu erhalten hat
Sich seinen Urlaub noch verlängert
Was angemessen scheinen muss
Da doch keiner soviel wie er schon 
Ertragen musste wie uns dafür der
Spiegel in den er täglich schaut
Sein Resthaar korrekt zu legen 
Offenbarte und damit für ihn eher
Das Gegenteil erreiche ihn zum
Gespött der Nation machte der
Am Burnout zu leiden scheint
Warum sein baldiger Rücktritt
Mit der Verlängerung näher liegt
Als viele noch zu hoffen wagen
Zumal er selbiges noch voller
Überzeugung forderte als er
Oppositionsführer war und die
Ministerpräsidentin der Pfalz
Die früher noch das Rheinland
Davor hatte als das Klima noch
Nicht das Land im Griff hatte
Ihren Urlaub nach der Flut
An der Ahr nur unterbrach
Während sich der bald wohl
Ehemalige Kanzler nicht mal
Beim größten Waldbrand zeigt
Scheint sein Abgang wohl längst 
Beschlossene Sache der CDU 
Die immer lauter opponiert
Er hat es bestimmt am schwersten
Von allen Kanzlerinnen und nie
War eine so unbeliebt vor ihm
In so kurzer Zeit warum wohl
Die Urlaubsverlängerung der
Einstieg in den Ausstieg ist
Falls dieser Kanzler noch etwas
Spürt von der Stimmung sollte 
Er bald den Ruhestand wählen
Gerne auch mit Krankengeld
Wegen psychischer Überlastung 
Missgunst tat noch keinem gut
Finanziert mit einer ganz neuen
Kerosinvermögenssteuer an der
Sich unser aller noch Kanzler
Dann wohl auch beteiligte 
Mit neuem Bürgergeld 
Weiß aber nicht ob es ihn 
Dabei am härtesten träfe
Wie sonst immer

jens tuengerthal 19.8.26

Liebeslos

Liebeslos

Wann ziehst du das große Los 
In der Liebe was wäre ideal
Die eine für alles mit der es 
Einfach passt und unkompliziert
Also anders als ich wohl wäre
Muss ich schon fast Lachen 
Früher dachte ich noch immer
Jetzt aber wirklich und dabei
Bleib ich am liebsten für immer
Heute bin ich froh über alles
Was zumindest noch in guter 
Erinnerung bleibt statt alles 
Zumindest etwas gemeinsam hat
Was manchmal auch passt 
Zueinander oder Ineinander
Was zusammen selten ist
Muss ja nicht immer für immer
Gleich sein sondern ist auch
Gut für Momente gelegentlich
Die in guter Erinnerung bleiben
Statt ständig stressig zu werden
Was meistens eher normal ist
Weil Männer und Frauen einfach
Wie schon Loriot es uns schrieb
Normal nicht zusammenpassen
Das es schon ziemlich perfekt ist
Wenn die gemeinsame Zeit für beide
Auch in aller Ruhe ohne ständig
Etwas machen zu müssen weil
Du genug miteinander schon hast
Vielleicht genug großes Los ist
Getrennte Wohnungen und sich
Gelegentlich besuchen ist wohl
Besser für die Liebe auf Dauer
Als all inklusive denk ich heute
Teilen was passt und das ganz
Genießen können wäre für mich
Das große Los aber auch mal
Seine Ruhe für sich haben um 
Auch bei sich zu bleiben könnte
Der Hauptgewinn sein der dir 
Viel unnötigen Stress erspart
Aber sind wir wirklich bereit
Die großen Träume für etwas 
Mehr Pragmatismus aufzugeben 
Nur weil es glücklicher macht
Nach aller Erfahrung und bin
Froh nicht entscheiden zu müssen 
Ob das große Los noch immer
Die am sichersten enttäuschte
Erwartung zu aller Zeit war
Aber weniger erwarten viel
Eher positiv überrascht

jens tuengerthal 19.8.26

Dienstag, 18. August 2026

Lektürentagebuch 18.8.26

Lektürentagebuch 18.8.26

Weiter ging es bei Stephen Greenblatt 
In Dunkle Renaissance im Kapitel der
Magie ergeben um die zwei Gönner
Von Marlowe Percy und Raleigh

Weil über deren realen Kontakt nur
Wenig bekannt ist außer dass er wohl
Bestand in einer Gemeinschaft freier
Geister die Raleigh um sich scharte

Wird um so mehr über den sonst 
Kulturhistorischen Kontext erzählt
Einer spannenden Epoche in der
Englischen Geschichte um 1600

Dazu geht es auf Spurensuche
In dem Stück Doktor Faustus von
Marlowe und wieweit die beiden
Dabei Vorbilder gewesen sind

Auch hier ist wenig konkretes an
Fakten bekannt oder greifbar aber
Greenblatt erzählt mit den wenigen
Die Geschichte der beiden spannend

Wie Henry Percy sich nach seinen 
Ersten wilden Jahren immer mehr
Der Forschung hingab und auch
Physikalische Experimente betrieb 

Genannt wird hier die Erforschung
Des Regenbogens etwa wie die
Wege des Lichts in diesem neben
Vielen magischen Forschungen

Geistige Gemeinsamkeiten zwischen
Den dreien die sichtbar bestanden
Lagen in dem Mut fragen zu stellen
Die damals lebensgefährlich waren

Noch weiter wird die Geschichte von
Raleigh und Percy erzählt die beide
Nach dem Gunpowder Plot verhaftet
Wurden und 16 Jahre im Tower saßen

Beide hatten allerdings durch ihren 
Großen Reichtum den Vorteil viele
Bücher wie Freunde dort noch
Empfangen zu dürfen und zu forschen 

Raleigh schrieb eine Geschichte der
Welt und Percy setzte auch seine
Physikalischen Experimente fort mit
Seinen drei Magier Freunden

Alle drei gehörten zu der auch als
School of the Night bekannten Schule 
Von Atheisten die aus dem Kreis um
Raleigh auch bestand und darum

Natürlich allen Gläubigen verdächtig
War die sie der Hexerei beschuldigten
Was diesen kritischen Geistern eher
Fern lag die aber weiter forschten

Der Gunpowder Plot war 1605 also
Bereits nach dem Tod von Marlowe
Wie Elisabeth unter der Herrschaft
Von Jakob I Stuart der Versuch von

Radikalen Katholiken in London das
House of Parlament zu sprengen so
Die Anglikaner und den König zu
Töten für den Katholizismus 

Dabei spielte Guy Fawkes mit 
Thomas Percy einem Cousin von
Henry eine entscheidende Rolle was
Beide schon verdächtig machte 

Henry hatte dazu noch am Abend
Vor dem geplanten Anschlag mit
Seinen Cousin Thomas gegessen
Was als Verdacht schon genügte 

Walter Raleigh der einst Günstling
Von Elizabeth I hatte ihre Gunst
Schon 1596 verspielt als er ganz
Heimlich ihre Zofe Elizabeth heiratete

Beide waren danach für einen Monat
Im Tower eingesperrt wie noch
Länger vom Hof verbannt ach die
Eifersucht ist immer gefährlich 

Die Geschichte des Gunpowder Plot 
Liest sich immer noch wie ein Krimi
Mit den Fässern voll Schwarzpulver
Unter dem Tower die gerade noch

Durch Verrat entdeckt wurde und
So das House of Parlament bis zum
Heutigen Tag noch stehen ließ was 
Die Dramatik der Zeit gut beschreibt


Um Hexerei geht es plötzlich auch
Bei Ricarda Huch im wunderbaren 
Lebenslauf des Wonnebald Pück
Wo die arme Lux verdächtigt wird

Es beginnt mit dem Tod ihres alten
Schwiegervaters der nach einem
Erschöpfenden Spaziergang krank
Wurde und drei Tage später starb

Was bei einem über neunzigjährigen
Nicht weiter verwunderlich war und
So übernahm Lux das Amt ihres
Schwiegervaters und lieferte weiter

Selbstgebastelte Maulwurfschwänze
An die Stadt um bezahlt zu werden
Aber keine Tiere zu töten worauf bald
Eine große Maulwurfsplage ausbrach

Hatte die Bevölkerung vorher noch
Still gehalten den Alten nicht weiter
Anzuklagen wurde es nun unruhig
Lux wurde der Hexerei verdächtigt

Gleichzeitig meldete sich auch der 
Juwelier zu dem sie die Steine im
Auftrag des Bischof gebracht hatte
Als der Diebstahl bemerkt wurde

Daraufhin wird sie vorgeladen 
Erst zur Sache verhört um dann
Verdächtig und verhaftet zu werden
Als sie gegen den Bischof aussagt 

Wahrheitsgemäß hatte sie berichtet
Dass dieser ihr die Steine gab und
Sie bat diese zu verkaufen was Pück 
Aber nun ganz energisch bestritt

Am Abend beim Stammtisch kommt
Das Gespräch wieder auf Hexerei
Der einige Bürger Lux verdächtigten 
Worauf Pück vorschlägt um den

Glauben im Volk zu stärken einen
Hexenprozess zu beginnen was der
Justizrat für völligen Unsinn hält aber
Lieber schweigt und in Urlaub fährt

Bischof Wonnebald Pück hofft so
Als Dieb jeden Verdacht von sich
Ablenken zu können und greift die
Idee des Medizinalrats dankbar auf

Sehr fein inszeniert Ricarda Huch 
Hier die Gefahren der Verschwörung
Mit der die Lüge Unschuldige zu
Opfern machen kann wie so oft

Dabei wird über die Aufklärung auch
Diskutiert und den Verstand der
Solche Prozesse ablehnt die aber
Aberglaube zu gerne noch nutzt 

jens tuengerthal 18.8.26

Düsterland

Düsterland

Deutschland liegt im Nebel
Kollektiver Missgunst die der
Überforderte Kanzler noch
Weiter ständig verstärkt

Der graue Schleier kollektiven
Nörgelns der deutschen Berufung
Nichts können wir hier besser wird 
Durch die Aussichten verstärkt

In Neufünfland wurden inzwischen
Rechtsradikale zur stärksten Kraft
Mit denen Sahra W die große 
Ostversteherin ein Bündnis sucht

Überall ist das Misstrauen zu spüren
Corona offenbarte uns schon dass 
Dummheit sich am sichersten ist
Wo sie die geringsten Gründe hat

Es ist grau und düster geworden
Im Land von Kant und Goethe statt im
Geistigem Licht sitzen wir im Rauch
Der immer mehr Waldbrände

Warum sollte sich wer noch hier 
Engagieren wollen wo der völlig
Überforderte Kanzler alle außer sich
Als faule Säcke ohnehin tadelt

Es geht nicht mehr um etwas hier 
Lieber wird lauthals gejammert das
Umso viel lauter je besser es den
Betroffenen persönlich noch geht

Darum werden die Ärmsten weiter
Gequält und das Volk jubelt dazu
Endlich einer der es denen zeigt
Statt die Reichen zu besteuern

Es sieht düster aus in Deutschland
An die Zukunft denk ich lieber nicht
Die Geschichte vergessen alle die
Nun besonders laut schreien

jens tuengerthal 18.8.26

Erwachsenwerden

Erwachsenwerden

Erwachsenwerden heißt
Die letzte Illusion zu verlieren
Es ginge im Leben um etwas
Sattdessen lieber nur noch
Erledigen was nötig ist bis es
Ein Ende endlich findet und dann
Zumindest Ruhe ist womit der Tod
Die Knabenmorgenblütenträume
Anstandslos vollkommen ersetzt
Bis dahin haben wir dann wenn
Ausreichend angepasst keine
Zeit darüber nachzudenken
Sondern unendlich viel noch
Zu erledigen um dabei keine
Weiteren Fragen zu stellen
Das ist eigentlich alles
Was vom Leben bleibt
Wären wir ehrlich nur
Ablenkung ist alles

jens tuengerthal 18 8.26