Freitag, 17. April 2026

Kultreichtum

Kultreichtum

In welch reicher Kultur leben wir
Denke ich und freue mich was 
Alles davon Literatur schon wird
Sehe die Vielfalt der Einflüsse
Allein in den drei Büchern in 
Denen ich heute lesen durfte
Habe auf meinen Wanderungen
Durch Berlin bemerkt wie sich
Verschiedenste Kulturen allein
In unserer Stadt zusammenfinden
Was es bunt wild und kreativ macht
Vielfalt ist unser größter Reichtum
Der sich aus vielen Quellen speist
Denke ich an all die Museen die
Diese wunderbare Stadt bietet
Bin ich einfach nur dankbar hier
Leben zu dürfen und dies zu erleben 
Andere fürchten sich ständig und
Sehen den Weltuntergang kommen
Den sie durch ihr Verhalten noch
Beschleunigen statt zu genießen
Was ist und diese Stadt alles bietet 
Nicht jede Stadt bietet dies eher
Keine vermutlich vergleichbar
Vielfalt genießen und würdigen
Gibt uns eine schöne Zukunft
Angst verbreiten und haben dagegen
Macht einsam und dumm außer
In der Gruppe von diesen von
Denen wir weniger brauchen
Um Berlin bunt zu lassen

jens tuengerthal 17.4.26

Donnerstag, 16. April 2026

Lektürentagebuch 16.4.26

Lektürentagebuch 16.4.26

Nachdem ich gestern bis tief in die
Nacht noch schrieb habe ich heute
Schon beim Strümpfe anziehen am
Schreibtisch zu lesen begonnen 

Dadurch brauchte ich über eine
Halbe Stunde zum Anziehen was
Eher überdurchschnittlich war aber
Eine lohnende Lektüre brachte

Dort fiel mir der große Traum von 
Bildung des Grafen Krockow in den
Blick eine Geschichte über die Reise
Von James Cook und Georg Forster

In beider Reiseberichte hatte ich vor
Längerem schon gelesen und war
Gespannt was der kluge Graf über
Den Geist der Aufklärung plaudert 

Hier wird der erfahrene Kapitän dem
Jungen neugierigen Naturforscher
Gegenübergestellt und ihr Erleben
Unter den besonderen Umständen

Einer jahrelangen Weltumsegelung
Thematisiert und erzählt dabei schon
In der Einleitung sehr schön auch von
Einem langen Törn mit seinem Sohn

Bildungsideal ist das Zusammenspiel 
Von Wissen und Erfahrung dabei und
Plädiert für eine Weltbildung die durch
Begegnung mit dem Fremden wächst 

Dabei stellt er die Reise als ein
Paradebeispiel für Aufklärung dar
Mit dem Streben nach Erkenntnis 
Das Vorurteile überwinden hilft 

So wird die besondere Begegnung
Auf engstem Raum für Monate noch
Thematisiert was Herausforderung 
Ganz eigener Art damit wird 

Krockow schlägt hier gerne die
Brücke zur Gegenwart um so die
Lust auf Bildung bei den Lesern
Zu wecken was bisher gut gelang 

Das Buch wanderte vom Regal
In meinem Stapel und ich werde
Nun gelegentlich auf dem Diwan
Ein wenig darin weiter lesen

Nach der Bildung auf Reisen ging es
Nach dem langen Schreibtag weiter
Mit den großartigen Ghost Stories von
Siri Hustvedt in denen heute wieder

Ein Brief des inzwischen Geist des
Großvaters Paul Auster an seinen 
Enkel den Sohn von Sophie kam
Indem er über Namen schreibt 

Warum Siri seine Mormor würde wie
Deren Mutter noch die von Sophie 
Also seiner Mutter war und erzählt
Dabei vom norwegischen Hintergrund 

Auch warum er Papa genannt werden
Möchte wie er seinen Großvater einst 
Nannte der auch schon nicht mehr ist
Erzählt wunderbare Geschichten dazu

Von den Vorfahren von Siri noch in 
Minnesota wohin sie auswanderten
Viel unter Norwegern dort lebten
Wie einfach das Leben dort war

Diese Briefe von Paul der immer
Noch auf seiner elektrischen 
Schreibmaschine alles schrieb sind
Auch im Druckbild so zu erkennen

So erzählt er von einer anderen Zeit
Wie der großen Familie aus der er
Zumindest ein jüdisches Viertel hätte 
Siri sich mit 14 Jewegian nannte

Was typisch für sie und ihren ganz
Eigenen Humor wäre den er wieder
Sehr amerikanisch auch sehr lobt 
Wie jeder Brief mit viel Liebe endet

Es ist rührend schön zu erleben
Wie der frische aber da schon
Sterbenskranke Paul Auster seinem
Enkel Familie und Welt erklärt

Diese Briefe halten zumindest in 
Den gerade düsteren Zeiten des
Amerikanischen Faschismus unter
Trump die Hoffnung noch wach

Auf ein gutes und besseres Amerika
Wie wir es mit Obama noch erlebten 
Es gibt diesen Geist dort auch und
Was gerade ist bleibt ein Fehler

Von New York wo der kranke Paul
Die Briefe an seinen Enkel schrieb 
Ging es nach nach Trier als es noch
Eine wichtige römische Metropole war

In der Verfeinerung der Deutschen 
Berichtet Erwin Seitz über die Stadt
Von der aus das römische Gallien 
Verwaltet wurde und schwärmt dabei

Erzählt von römischer Republik und
Deren Verteidiger Cicero der auch
In Griechenland seine Bildung erhielt
Viel dessen was wir über griechische

Philosophie wissen diesem großen
Staatsmann verdanken um dann
Wieder nach Trier zu schwenken 
Wo noch römische Spuren sind

Ein Beispiel dafür ist die Porta Nigra
Die aber erst im Mittelalter diesen
Namen erhielt infolge Verfärbung
Der zum Bau verwandten Sandsteine

Diese wurde von Marc Aurel errichtet
Dem bekannten Philosophenkaiser
Was zur Verfeinerung auch gut passt
Egal ob wir nun Moselwein mögen

Dieses Kapitel über Trier und seine
Römischen Wurzeln ist wieder sehr
Gelungen und lehrreich so lernte ich
Dass Trier zu römischer Zeit bereits

Bis zu 70.000 Einwohner und eine 
Hochentwickelte Stadtkultur hatte 
Von Unterhaltung bis Verwaltung
War sie ein wichtiges Zentrum

Nicht etwa Lutetia das spätere Paris
War Aufenthaltsort wie Residenz
Verschiedener römischer Kaiser
Die sich in Trier wohl fühlten

So gab es in Trier neben vielen Bars
Einem sonst Nachtleben auch einen 
Circus wie eine weit ausgeprägte 
Kommunale Selbstverwaltung

Sie war Teil des römischen Imperiums
Aber wohl auch eine selbstbewusste
Kommune mit großer Verfeinerung
Der Lebenskultur im antiken Alltag 

jens tuengerthal 16.4.26

Lebensbilanzfälschung

Lebensbilanzfälschung

Bilanzen können gefälscht werden
Aber lohnt sich das wirklich bei der
Lebensbilanz wenn am Ende nur
Zählt was hinten rauskommt wie
Kanzler Kohl einst lehrte was meist
Nur Scheiße ist die besonders stinkt 
Wenn wir tief genug drin stecken 
Wovon keiner mehr was hat was
Unter keinen Umständen noch lohnt
Warum es besser sein kann sich
Die Welt so zu machen wie sie uns
Gefällt statt die Wirklichkeit noch
Länger zu erleiden es sich lieber 
So gut wie möglich zu machen
Wenn das Leben ohnehin endet
Es besser ist zu genießen was bleibt
Statt an der Bilanz noch zu leiden
Lieber lustvoll zu genießen was
Sicher am Ende mehr lohnte 

jens tuengerthal 16.4.26

Mittwoch, 15. April 2026

Lebensbilanz

Lebensbilanz

Am Ende wird abgerechnet
Auch die Beerdigung hat noch
Ihren Preis dem zu entgehen
Landete Mozart im Armengrab

Was rücksichtsvoll und klug
Den Angehörigen Kosten erspart
Die keinerlei Nutzen mehr haben
In der Bilanz des Lebens

Gefühle kosten uns viel aber haben
In der Bilanz keinen Wert am Ende
Wer sie sich spart macht Gewinn
Unklar nur ob es sich lohnt

Manche Leben lohnen nie ganz
Nüchtern betrachtet sie sich sparen 
Wäre ein Gewinn in der Bilanz was 
Natürlich keiner so gefühllos sagt 

Einfach verschwinden können wäre
Der günstigste Abgang der wenig
Ärger für Angehörige machte ach
Wäre es doch nur so einfach

Stattdessen wird sich weiter gequält 
Damit am Ende die Bilanz stimmt
Die dann keinen mehr interessiert
Weil von Nichts nichts mehr kommt

jens tuengerthal 15.4.26

Dienstag, 14. April 2026

Lektürentagebuch 14.4.26

Lektürentagebuch 14.4.26

In den Ghost Stories die Mails von
Siri Hustvedt an ihre Freunde vom 
Januar 23 bis April 24 kurz vor Pauls
Tod als nichts mehr ging gelesen

Von Hoffnung am Anfang als sich
Der Tumor zurückbildete und der
Verzweiflung als er dennoch nicht
Mehr operabel war das Ende kam 

Sie nennt es die Reise im Krebsland
Paul spricht von einem Krieg was 
Sie erst vermied aber dann auch
Immer besser noch verstand 

Das ist schwere Kost und zeigt den
Weg zum Tod der durch viele Qualen 
Vorher die sie teilweise beschreibt
Vielleicht etwas verzögert wurde 

Siri macht auch deutlich wie sehr
Vieles probiert werden muss und
Die Folgen dabei unklar sind es 
Hoffnung für Momente noch gibt 

Denke an die Zeit als ich auch noch
In der Tumortherapie im Krankenhaus
Gearbeitet habe und viele Patienten
Noch am Lungenkrebs sterben sah 

Am Ende entscheidet Paul sich gegen
Die letzte Therapie um noch Zuhause
Sterben zu können und sie bestellen
Eine Hospiz Pflegerin in ihrem Haus

Ob der Kampf gegen Krebs wie er
Bisher brutal gekämpft wird der
Richtige Weg sein kann weiß ich nicht
Wenn es keine Alternative mehr gibt

Versuchen Menschen natürlich alles
Um zu retten was noch zu retten ist
Sich an die Erlösung am Ende auch
Zu erinnern kann vieles erleichtern

Ein eindrucksvoller tiefer Einblick
In das Leben mit Krebs und was es
Für die Angehörigen bedeutet das
Langsame Ende zu begleiten

So schreibt Siri auch immer wieder
Mit Humor und Ironie über den auch
Tragischen Verlauf zwischen noch
Hoffnung und dem endlich Ende

Eine schwere und teilweise auch
Schwer erträgliche Lektüre die aber
Sehr lohnend ist und nachdenklich
Über das kommende Ende macht

Nach dem Leiden mit Siri und Paul
Noch ein wenig über Genuss von
Deutschem Wein bei Erwin Seitz 
In der Verfeinerung der Deutschen 

Leider fährt der Biertrinker Seitz dazu
An die Mosel und erwähnt die guten
Lagen für Riesling im Rheingau eher
Nur beiläufig ganz am Rande dabei

Ist manches was er vom Weingut 
Prüm der edelsten Mosellage erzählt
Schön wie die ganz nebenbei noch
Vorgestellte Geschichte des Wein 

Leider benutzt er dazu auch ständig
Das Wort ‘man’ diese leere Floskel
Die Frau unter Mann subsumiert
Was inhaltlich Nichts allgemein macht

Doch von der Wahl der Mosel als 
Bester hiesiger Weinlage abgesehen 
Was schlicht Unsinn ist weil die Weine
Von dort eher geschmäcklerisch sind 

War diese kleine Weinhistorie eine
Große Freude die deutlich zeigt wie 
Sehr verfeinert die Kultur beim Wein
Der lange nachweisbar schon ist 

Dabei zeigen neue Studien dass Wein 
Wild schon vor über 7000 Jahren hier
Gewachsen ist und nicht mehr klar
Nachweisbar ist seit wann gekeltert 

Die Römer haben sicher den Genuss
Wie diese Produktion hier noch weiter
Verfeinert sogar in Berlin wächst nun
Eine kleine Menge trinkbarer Riesling

Viele Weinkenner loben Moselwein 
Das bin ich zum Glück nicht und
Traue nur meinem Geschmack genug
Anderen Lagen mehr zu vertrauen

Werde mir darum zur Suppe gleich
Einen schönen Schluck Rheingauer
Riesling gönnen der ausgewogen
Fein und gut genug mir scheint

jens tuengerthal 14.4.26

Symbolpolitik

Symbolpolitik

Symbolpolitik ist für Idioten
Die Inhalte nicht verstehen
So wenn die Bundesregierung
Statt Mineralölkonzerne mit
Fairer Übergewinnsteuer zu
Besteuern die gerecht wäre
Den falschen Antrieb weiter
Steuerlich subventioniert weil 
Die Wirtschaftsministerin eine
Billige Lobbyistin der Industrie
War und blieb was früher noch
Ehrlich Hure genannt wurde
Was sich gute Christen verbitten
So werden Milliarden weiter 
Verschoben um den Konzernen
Die ihre Kassen schon füllten
Weitere Geldgeschenke zu machen
In der naiven Hoffnung die Täter 
Der Krise wären kooperativ wie
Sozial was ja schon immer eine
Lohnende Tugend am Markt war 
Einzige Frage die noch offen ist
Ob die Regierung wirklich ihre
Bürger für so dumm hält diese
Klientelpolitik zu loben oder sich 
Selbst schon abschafft und auf
Stellen in der Industrie hofft 
Die so die Steuersenkung direkt
An die Verursacher weitergibt
Was nichts als Bestechung ist
Die heute Entlastung heißt

jens tuengerthal 14.4.26

Vorleseliebe

Vorleseliebe

Als ich der Vorleser las von
Bernhard Schlink studierte ich
Noch Jura in Heidelberg es war
Traumhaft und blieb doch fremd 

Lange las mir meine Mutter vor
Und ich liebte es sehr wurde
Zum Vorlesepapi bei meiner
Tochter und es war wunderbar

Heute las ich bei Stéphane Hessel 
Wie er und seine zweite Frau sich
Alle 18 Bände von la recherche das
Meisterwerk Marcel Prousts vorlasen 

Genau das dachte ich ist wovon ich
Immer träumte und was nie wirklich
Wurde darum stets traumhaft blieb
Sich Proust oder Mann vorlesen

Mit einer Frau zusammen sein
Die diese Liebe teilt wie die 
Gemeinsame Lektüre als den 
Schönsten Traum empfindet

Denke daran wie glücklich ist
Wer geistige Welten teilen kann
Mehr innige Liebe nie sein kann
Bin gerade nur dankbar dafür

Dabei ist mir völlig egal ob wir
Wirklich la recherche oder den 
Zauberberg zusammen lesen
Allein geteilte Sehnsucht danach

Ist Glück genug sich angekommen
Zu fühlen weil der geteilte Traum sich 
Einen Epos vorzulesen geistige Welten
Teilt wie tiefe Sehnsucht verbindet

jens tuengerthal 14.4.26

Montag, 13. April 2026

Lektürentagebuch 13.4.26

Lektürentagebuch 13.4.26

In den frühen Morgenstunden mal 
Wieder mit Stéphane Hessel durch
Sein Jahrhundert getanzt diesmal
Unter der Überschrift Amerika

Spannend berichtet er wie er mit 28
Erstmals amerikanischen Boden 
Betrat mehrere Jahre in New York
Lebte und das Land kennenlernte 

Er lobt das Völkergemisch das die
USA so stark machten was schon
Ein Spaziergang durch Manhattan
Unmittelbar zeigen würde 

Er erinnert sich wie er 1994 auf
Einladung der Ford Foundation auf
Das Gut der Rockefellers eingeladen
Über die UN berichten sollte

Heute gegen die neuen Eliten der
USA laut wird die ihrer Verantwortung
In der Welt wir der von ihnen auch
Mitbegründeten Organisation nun

Nicht mehr wie nötig nachkommen
Aber erinnert sich dann daran wie er 
Fünf Jahre vorher die Jugend des
Künftigen Amerika kennenlernte 

 Er war neugierig auf Amerikanische 
Jugend und hatte dies einem
Diplomaten in Genf erzählte worauf er
Eingeladen wurde eine Vorlesung

Im Deep Spring College zu halten
Das abgelegen in den Bergen mit
Bauernhof junge Elite von Männern
Ausbildete und wie es dort war

Als kleinen romantischen Einschub
Erzählt er wie er in der Bibliothek dort
Die 14 Bände von la recherche die
Sie sich verliebt vorlasen entdeckte 

Wie die jungen Amerikaner die sich
Keiner Kleiderordnung oder sonst
Formalien unterwarfen einsahen dass
Amerika eine Rolle spielen musste

Ganz anders als die aktuelle Politik
Von Trump gegenüber der UN der
Nun sogar eine Alternative gründete
Um sich daran zu bereichern 

Zwei Jahre später wollten sie nach
Der guten Erfahrung noch eine
Wintervorlesung halten die ihm neue
Spannende Einblicke auch gab

Erinnert sich wie ihn der Tod von
Kennedy zu Tränen rührte der damals
Ein Hoffnungsträger für sie war wie er
Beim zweiten Aufenthalt bei der UN

In alle Welt geschickt wurde auch
Nach Chile wo Allende erfolgreich die
Entwicklungskonferenz der UN leitete
Wie das CIA dort bereits agierte

So kamen ihm immer mehr Zweifel
An den USA und ihrer Rolle in der
Welt und er wandte sich wieder mehr
Europa als Hoffnungsträger zu

Deep Springs machte ihm dann
Wieder Hoffnung auf die künftige 
Rolle der USA in der Welt was aber
Noch vor Trump geschrieben wurde 

Interessant ist was er vom Gespräch
Mit der jungen Frau des Managers
Der Ranch erzählte die sich im da
Aktuellen Wahlkampf vor allem

Darum sorgte ob Bush oder Mondale
Ihnen verbieten würden Waffen zu
Tragen was für sie entscheidend war
Anders als seine Studenten dabei

Wie schön wenn ein ganz erfahrener
Franzose so noch Ende der achtziger
Hoffnung auf die Zukunft der USA 
Hatte was heute eher schwer fällt

Spannend auch sein Erleben von 
Wichtigen Ereignissen der Weltpolitik
Vom Attentat auf Kennedy bis zum
Ende des Sozialismus in Chile


Im Familienroman heute drei Kapitel
Über Prinzessinnen Seinsfragen und
Kreuzfahrten wie andere Reisen noch
Gelesen ergänzt und korrigiert

Damit ist die Lektüre dort beendet und
Es folgt der neue kreative Teil der
Im Kopf zur Form langsam wird 
Im Lektürentagebuch nicht vorkommt

jens tuengerthal 13.4.26

Demokratiesieg

Demokratiesieg

Gute politische Nachrichten sind
Selten geworden seit zu viele
Autoritäre Arschlöcher regieren
Kriegerisch die Welt verwüsten

Wie gut tut es da wenn die Ungarn
Endlich mit ⅔ Mehrheit Orban aus
Dem Amt jagen bei einer hohen
Wahlbeteiligung von über 78%

Es gibt wieder Hoffnung dass Europa
Als Leuchtturm der Freiheit erfolgreich
Gegen autoritäre Dummheit aufsteht
Die nur mit Hass und Angst regiert

Eine Insel der Freiheit und sogar
Von der britischen Insel kamen die
Glückwünsche schon in Europa an
Dessen Blockade damit endet

Wenn nun noch die USA den so
Peinlichen Versager Trump zur 
Lame Duck machen bei den bald
Wahlen wird es heller im Dunkel

Wie schön wenn auch in Zeiten
Von Krieg und Not die Vernunft 
Im Bündnis mit der Freiheit siegt
Es gibt Hoffnung für die Zukunft

Wie schnell die Welt nun wirklich
Begreift dass die Zukunft Grün ist
Wenn wir noch eine haben wollen
Wird dabei wohl entscheidend sein

Zumindest zeigen die Ungarn ein
Vizepräsident der Wahlkampf für 
Orban machte schadete mehr
Die Amis machten sich unbeliebt

Die Niederlage von Orban ist auch
Eine Klatsche für Putin und Trump
Also ein Grund zur Freude während
Die Welt nahe am Krieg taumelte

Ob Orban wirklich in die Opposition
Geht oder bald Asyl in den USA 
Beantragt weil Verfahren drohen
Wird noch manches wohl offenbaren

Feiern wir den Sieg der Demokratie
Der ein Sieg für Europa ist wie nun
Nach den Polen auch die Ungarn
Ihre demokratische Reife zeigen

Das macht Hoffnung auch für das
Politisch rückständige Ostdeutschland
Eine Rückkehr zur Demokratie ist mit
Einer breiten Mehrheit also möglich

Die Menschen sind weniger dumm
Als es manchmal scheint und die
Vernunft kann mit der Freiheit siegen 
Vertrauen wir der Demokratie

jens tuengerthal 13.4.26

Sonntag, 12. April 2026

Lektürentagebuch 12.4.26

Lektürentagebuch 12.4.26

Zu Wirtschaftswunder und der
Kriegsgefangenschaft in Russland
In umgekehrter Reihenfolge gelesen
Wie geschrieben über viele Stunden

Was spannend war weil es auch den
Horizont zu den Zuständen im Lager
Noch weitete was in der Ukraine oder 
Heute noch Russland im Donbass lag

Beim Wirtschaftswunder geht es um
Rollen in der Gesellschaft nach dem
Krieg und das Konsumglück am
Beispiel des neuen Mercedes

Von der deutschen Nachkriegszeit
Ging es in die englische Renaissance
Wo ich von Polydor Vergil über die
Geschichte Englands amüsiert las 

Dieser italienische Humanist lebte
Von 1470 bis 1555 und verbrachte
Davon ab 1502 ganze 51 Jahre in
England in hohen kirchlichen Würden

Er verfasste im Auftrag von König
Heinrich VII dem Begründer der
Tudor Dynastie Nationalgeschichte
Englands nach den da neuesten

Philologischen Grundsätzen auf
Latein als Italiener was seine große
Anglia Historia wurde die 1534 in
Basel zuerst veröffentlicht wurde 

Dabei befreite er die Geschichte
Von Ursprungsmythen um Brutus
Wie von der Legende um Arthus
Die er als Märchen nur abtut

Das Manuskript dieser sprachlich
Wunderbaren Geschichte zeigt viel
Dessen was später als der berühmte
Englische Humor bekannt wurde 

Vergil beginnt seine Geschichte
Mit einem Spiel mit Caesars so 
Bekannten Gallischen Krieg wenn
Er ganz England in vier Teile teilt

Dabei werden Engländer von den
Schotten Wallisern und denen aus 
Cornwall sprachlich unterschieden
Die verschiedene Sitten auch hätten 

Wenig wüssten wir über die genaue
Herkunft der dort siedelnden Völker 
Sieht aber vielfältige Einflüsse der
Besiedlung durch andere auch

Wer zuerst und wann kam sei nicht
Klar es gebe nordische Einflüsse
Bei vielen großen hellhäutigen dort
Bewohnern aber andererseits auch

Wie er meint geographisch noch
Naheliegend spanische Einflüsse
Die er auch an den Locken die teils 
Sehr verbreitet wären festmacht

Er lästert über die Sagen von Brutus
Der London als neues Troja gründete
So sehr wie über die Märchen vom
Zauberer Merlin und König Arthus

Bedenke ich dass dieser Text aus
Der frühen englischen Renaissance
Stammt ist er geradezu aufgeklärt
Kritisch in der Prüfung der Wurzeln

Der dabei Humor des Italieners war
Zwar für manche Engländer noch ein
Skandal die weiter an die Sagen 
Lieber glauben wollten aber blieb

Das Original Manuskript findet sich
Heute in der Vatikanischen Bibliothek
Es zeigt ein geradezu auch modernes 
Denken die Quellen kritisch zu prüfen

Ob wir heute seine Suche nach den 
Wurzeln der Besiedelung die nach 
Dem Phänotyp der Bewohner schaut
Und darauf Theorien aufbaut eher

Wohl rassistisch nennen würden
Könnte mehr über unsere Kultur
Verraten die von ihrer Achtsamkeit
Im Denken gelähmt wird als den 

Italiener aus Urbino bloß zu stellen
Der dem Wissen der Zeit dabei
Entsprechend Theorien kritisch
Prüfte um darüber aufzuklären

So spricht aus den Worten des
Polydore Vergil viel Humor was
Auch Historien gut lesbar macht wie
Ein erstaunlich kritischer Geist

jens tuengerthal 12.4.26