Samstag, 18. April 2026

Liebesstaunen

Liebesstaunen

Manchmal staune ich noch
Wie die Liebe das Leben
Völlig verwandeln kann
Ein nur Gefühl den Blick
Auf die vermeintliche
Wirklichkeit verfärbt
Das längst aufgegebene
Leben wieder lustvoll
Schön scheinen lässt
Zumindest für Momente
Alles wunderbar macht
Ohne zu wissen ob es
Die Ewigkeit bleibt die
Wir uns verliebt versprechen 
Verzaubert es die Gegenwart
Genug einfach zu genießen
Was ist was es ist denke ich
Dabei zählt nur Gefühl
Damit es wirklich ist
Was erstaunlich bleibt

jens tuengerthal 18.4.26

Frühlingsnachtriesling

Frühlingsnachtriesling

Nach einem herrlich sonnigen Tag
Gegen Viertel nach eins ins Crossi
Erstmal Selma Tino Nina Roy und den
Journalisten an der Bar begrüßt

Am Ende der Bar sind noch drei
Damen miteinander beschäftigt
Von denen eine etwas verzweifelt von
Den anderen liebevoll bekümmert 

Selma und Nina wieder sehr schick
Roy heute mit langer blonder Perücke
Zum schwarzen Minikleid sonst sitzen
Noch zwei Paare an Stehtischen 

Oben sind drei Tische besetzt mit
Damen und Herren gemischt wobei
Die Herren in der Überzahl sind
Die Musik ist gut gemischt heute 

Die Stimmung ist entspannt gelöst
Ohne größere Aufregung dabei ein
Cowboyhutträger kehrte wieder
Gerade ist der Beat mir zu schnell

jens tuengerthal 18.4.26

Freitag, 17. April 2026

Lektürentagebuch 17.4.26

Lektürentagebuch 17.4.26

Auf dem Diwan ohne Seegang haben
Segel Touren gelegentlich noch einen
Gewissen Unterhaltungswert aber mit
Schwankendem Grund eher weniger

Heute ging es lesend auf große Fahrt
Weiter in Christian Graf von Krockows
Großen Traum von Bildung erfuhr ich
Wie Coock zum Seemann wurde

Spannend der Werdegang des später
So berühmten Kapitäns dessen Vater
Noch als einfacher Landarbeiter aus
Schottland nach Yorkshire kam 

Wie üblich bei Menschen aus eher
Einfachen Schichten damals gibt es
Kaum Notizen über die Wurzeln der
Familie zumindest war der Vater 

Als Landarbeiter mit seinen beiden
Jungens so beliebt und erfolgreich
Wie dazu noch zuverlässig dass sich
Ein Landlord seine Dienste sicherte 

Dieser wiederum bemerkte schnell
Wie begabt und intelligent der junge
James war und sorgte dafür dass
Dieser in die Dorfschule kam 

Danach sollte er eine Ausbildung
Bei einem Kaufmann machen aber
Erklärte diesem irgendwann vom Ruf 
Der Möwen gebannt er wolle nun

Zur See fahren und der gutmütige 
Ladenbesitzer wie Krockow schreibt
Ließ ihm ziehen der darauf bei einer
Werft anheuerte und lernte 

Als er gerade erfolgreich und schnell
Sein eigenes Schiff bekommen sollte
Wechselte er zur Marine was alle
Erstaunte weil es sehr hart war

Auch dort war er schnell erfolgreich
Fand gute Förderer was eingehend
Beschrieben wurde wie auch die noch
Zahlreichen Todesfälle an Skorbut

Auf einer Tour nach Kanada die noch
Über die Kanaren ging und sich durch
Stürme verzögerte begann er bereits
Als Assistent des Kapitäns für das

Schiff der Master genannt wurde 
Seine Karriere hatte die Freundschaft
Zum Kapitän dabei wohl gefördert 
Untersuchte er die Krankheit schon

Später tat er alles um sowohl der
Erkrankung vorzubeugen wie die
Bessere Verpflegung zu sichern 
War also ein umfassendes Genie 

Als sie Halifax eroberten traf er dort
Auf einen Kartographen und ließ
Sich von ihm dessen Kunst lehren 
Ferrigte bald exakte Karten an

Diese Karten begann auch die
Admiralität der sie auch vorlagen
Zu schätzen und förderten den 
Noch jungen Master noch weiter

Mit 34 und guter Heuer in der Tasche
Ein fast reicher Mann schon also
Suchte er sich eine Frau die er 
Bald heiraten und schwängern sollte

Von der nächsten Tour nach Kanada
Zurück wo er weiter vermaß
Kam er rechtzeitig zur Geburt des
Ersten Sohnes im Winter zurück 

Beim zweiten kam er kurz danach
Sie führten eine wohl gute Ehe
Sahen sich dabei eher selten was 
Einer der Gründe dafür wohl war

Sie bekamen sechs Kinder von
Denen drei überlebten und seine
Schon 12 Jahre jüngere Witwe
Überlebte ihn ganze 56 Jahre

Diese leicht ironische Spekulation
Die auch mit Zahlen untermauert wird
Zeigt den Humor von Krockow in
Der Beschreibung von Cooks Leben

Nach dem Master Cook noch etwas 
Von seinem Mitsegler Georg Forster
In dessen Reise um die Welt gelesen
Wo sie gerade Anzeichen für Land

An Vögeln und Tieren im Meer finden
Auf der zweiten Weltumsegelung von 
Cook die Forster mit seinem Vater als
Junger Forscher und Assistent noch

Begleitet hat auf dessen beiden
Berühmten Schiffen die auch Krockow
Natürlich schon erwähnt hat mit 
Namen Resolution und Adventure

Forster und sein Vater fuhren als
Wissenschaftler auf der Resolution 
Dabei war Forster als Zeichner und
Assistent seines Vaters dabei

Diese wunderbaren Bilder auch
Von Seevögeln tauchen in dem 
Schönen Band der Anderen Bibliothek 
Immer wieder als große Freude auf

Der Reisebericht von Forster der
Sehr erfolgreich war begründete
Dieses Genre in Deutschland neu 
Gibt einen intensiven Eindruck

Gerade als sie über Nacht ankerten
Ging ihnen ihr Partnerschiff verloren
Was Forster sehr anschaulich mit
Gefühl für die Situation beschreibt

Schön war es über diese beiden
Großen Forscher zu lesen auch
Wenn mir diese Leidenschaft völlig
Fern liegt als eher geistiges Wesen 

jens tuengerthal 17.4.26


Realismussnicht

Realismussnicht

Realismus wird empfohlen um sich
In der Wirklichkeit zurecht zu finden
Wie wirklich diese ist wird dabei noch
Selten gefragt sondern anerkannt wie
Die Existenz des geaberglaubten Gott
 
Dabei täte es oft viel besser diese 
Wie manches infrage zu stellen um 
Frei zwischen den Zeiten zu leben
Zu können statt nur zu müssen

Wie es so vielen geht die täglich
Aufstehen müssen um zu tun was
Sie halt tun müssen um damit noch
Irgendwie überleben zu können

Was dieses Sein zu einem der
Ewigen Arbeit unterworfenen macht
Wie es die meisten Menschen führen
Als Kampf ums Überleben der eben
Realistisch betrachtet täglich nötig
Wäre von etwas leben zu können 

Statt für etwas was alles das folgt
Zu einem Streben nach Glück macht 

Aus diesem Grund ist mein Vater
Arzt geworden der seinen Beruf
Liebte und alles dafür tat auch um
Menschen helfen zu können was
In der Diagnose von Krebs nicht
Immer eine einfache Aufgabe war

Dabei hielt er sich an Fakten die
Eine auch grausame Natur vorgab
Sein Realismus war gut und nötig
Um Krankheiten zu bekämpfen die 
Wie Krebs eben tödlich sein konnten

Damit wuchs ich auf und wollte immer
Arzt oder Anwalt werden nach den 
Großen Vorbildern in der Familie
Was beides nichts wurde zum Glück

Stattdessen bin ich ein Dichter und
Geschichtenerzähler geworden
Der eigene Wirklichkeiten schafft 
Die das Leben neu erfinden

Kenne keine Grenzen mehr und was
Noch Wirklichkeit oder schon längst 
Phantasie ist verschwimmt dabei gern
Zu neuen ungeahnten Welten die oft
Jahrelang in mir vorher reifen müssen

So ähneln gute Geschichten gutem 
Käse oder Wein der Reife braucht
Um sich ganz entfalten zu können 
In der Wirklichkeit der Phantasie

Gerade ist eine in mir gewachsen
Die seit 34 Jahren reifte um nun
Auf freien Flügeln abzuheben weil
Sie es kann und ich es so will
Das finde ich wunderbar und lass sie
Nun fliegen ins irgendwo

jens tuengerthal 17.4.26

Kultreichtum

Kultreichtum

In welch reicher Kultur leben wir
Denke ich und freue mich was 
Alles davon Literatur schon wird
Sehe die Vielfalt der Einflüsse
Allein in den drei Büchern in 
Denen ich heute lesen durfte
Habe auf meinen Wanderungen
Durch Berlin bemerkt wie sich
Verschiedenste Kulturen allein
In unserer Stadt zusammenfinden
Was es bunt wild und kreativ macht
Vielfalt ist unser größter Reichtum
Der sich aus vielen Quellen speist
Denke ich an all die Museen die
Diese wunderbare Stadt bietet
Bin ich einfach nur dankbar hier
Leben zu dürfen und dies zu erleben 
Andere fürchten sich ständig und
Sehen den Weltuntergang kommen
Den sie durch ihr Verhalten noch
Beschleunigen statt zu genießen
Was ist und diese Stadt alles bietet 
Nicht jede Stadt bietet dies eher
Keine vermutlich vergleichbar
Vielfalt genießen und würdigen
Gibt uns eine schöne Zukunft
Angst verbreiten und haben dagegen
Macht einsam und dumm außer
In der Gruppe von diesen von
Denen wir weniger brauchen
Um Berlin bunt zu lassen

jens tuengerthal 17.4.26

Donnerstag, 16. April 2026

Lektürentagebuch 16.4.26

Lektürentagebuch 16.4.26

Nachdem ich gestern bis tief in die
Nacht noch schrieb habe ich heute
Schon beim Strümpfe anziehen am
Schreibtisch zu lesen begonnen 

Dadurch brauchte ich über eine
Halbe Stunde zum Anziehen was
Eher überdurchschnittlich war aber
Eine lohnende Lektüre brachte

Dort fiel mir der große Traum von 
Bildung des Grafen Krockow in den
Blick eine Geschichte über die Reise
Von James Cook und Georg Forster

In beider Reiseberichte hatte ich vor
Längerem schon gelesen und war
Gespannt was der kluge Graf über
Den Geist der Aufklärung plaudert 

Hier wird der erfahrene Kapitän dem
Jungen neugierigen Naturforscher
Gegenübergestellt und ihr Erleben
Unter den besonderen Umständen

Einer jahrelangen Weltumsegelung
Thematisiert und erzählt dabei schon
In der Einleitung sehr schön auch von
Einem langen Törn mit seinem Sohn

Bildungsideal ist das Zusammenspiel 
Von Wissen und Erfahrung dabei und
Plädiert für eine Weltbildung die durch
Begegnung mit dem Fremden wächst 

Dabei stellt er die Reise als ein
Paradebeispiel für Aufklärung dar
Mit dem Streben nach Erkenntnis 
Das Vorurteile überwinden hilft 

So wird die besondere Begegnung
Auf engstem Raum für Monate noch
Thematisiert was Herausforderung 
Ganz eigener Art damit wird 

Krockow schlägt hier gerne die
Brücke zur Gegenwart um so die
Lust auf Bildung bei den Lesern
Zu wecken was bisher gut gelang 

Das Buch wanderte vom Regal
In meinem Stapel und ich werde
Nun gelegentlich auf dem Diwan
Ein wenig darin weiter lesen

Nach der Bildung auf Reisen ging es
Nach dem langen Schreibtag weiter
Mit den großartigen Ghost Stories von
Siri Hustvedt in denen heute wieder

Ein Brief des inzwischen Geist des
Großvaters Paul Auster an seinen 
Enkel den Sohn von Sophie kam
Indem er über Namen schreibt 

Warum Siri seine Mormor würde wie
Deren Mutter noch die von Sophie 
Also seiner Mutter war und erzählt
Dabei vom norwegischen Hintergrund 

Auch warum er Papa genannt werden
Möchte wie er seinen Großvater einst 
Nannte der auch schon nicht mehr ist
Erzählt wunderbare Geschichten dazu

Von den Vorfahren von Siri noch in 
Minnesota wohin sie auswanderten
Viel unter Norwegern dort lebten
Wie einfach das Leben dort war

Diese Briefe von Paul der immer
Noch auf seiner elektrischen 
Schreibmaschine alles schrieb sind
Auch im Druckbild so zu erkennen

So erzählt er von einer anderen Zeit
Wie der großen Familie aus der er
Zumindest ein jüdisches Viertel hätte 
Siri sich mit 14 Jewegian nannte

Was typisch für sie und ihren ganz
Eigenen Humor wäre den er wieder
Sehr amerikanisch auch sehr lobt 
Wie jeder Brief mit viel Liebe endet

Es ist rührend schön zu erleben
Wie der frische aber da schon
Sterbenskranke Paul Auster seinem
Enkel Familie und Welt erklärt

Diese Briefe halten zumindest in 
Den gerade düsteren Zeiten des
Amerikanischen Faschismus unter
Trump die Hoffnung noch wach

Auf ein gutes und besseres Amerika
Wie wir es mit Obama noch erlebten 
Es gibt diesen Geist dort auch und
Was gerade ist bleibt ein Fehler

Von New York wo der kranke Paul
Die Briefe an seinen Enkel schrieb 
Ging es nach nach Trier als es noch
Eine wichtige römische Metropole war

In der Verfeinerung der Deutschen 
Berichtet Erwin Seitz über die Stadt
Von der aus das römische Gallien 
Verwaltet wurde und schwärmt dabei

Erzählt von römischer Republik und
Deren Verteidiger Cicero der auch
In Griechenland seine Bildung erhielt
Viel dessen was wir über griechische

Philosophie wissen diesem großen
Staatsmann verdanken um dann
Wieder nach Trier zu schwenken 
Wo noch römische Spuren sind

Ein Beispiel dafür ist die Porta Nigra
Die aber erst im Mittelalter diesen
Namen erhielt infolge Verfärbung
Der zum Bau verwandten Sandsteine

Diese wurde von Marc Aurel errichtet
Dem bekannten Philosophenkaiser
Was zur Verfeinerung auch gut passt
Egal ob wir nun Moselwein mögen

Dieses Kapitel über Trier und seine
Römischen Wurzeln ist wieder sehr
Gelungen und lehrreich so lernte ich
Dass Trier zu römischer Zeit bereits

Bis zu 70.000 Einwohner und eine 
Hochentwickelte Stadtkultur hatte 
Von Unterhaltung bis Verwaltung
War sie ein wichtiges Zentrum

Nicht etwa Lutetia das spätere Paris
War Aufenthaltsort wie Residenz
Verschiedener römischer Kaiser
Die sich in Trier wohl fühlten

So gab es in Trier neben vielen Bars
Einem sonst Nachtleben auch einen 
Circus wie eine weit ausgeprägte 
Kommunale Selbstverwaltung

Sie war Teil des römischen Imperiums
Aber wohl auch eine selbstbewusste
Kommune mit großer Verfeinerung
Der Lebenskultur im antiken Alltag 

jens tuengerthal 16.4.26

Lebensbilanzfälschung

Lebensbilanzfälschung

Bilanzen können gefälscht werden
Aber lohnt sich das wirklich bei der
Lebensbilanz wenn am Ende nur
Zählt was hinten rauskommt wie
Kanzler Kohl einst lehrte was meist
Nur Scheiße ist die besonders stinkt 
Wenn wir tief genug drin stecken 
Wovon keiner mehr was hat was
Unter keinen Umständen noch lohnt
Warum es besser sein kann sich
Die Welt so zu machen wie sie uns
Gefällt statt die Wirklichkeit noch
Länger zu erleiden es sich lieber 
So gut wie möglich zu machen
Wenn das Leben ohnehin endet
Es besser ist zu genießen was bleibt
Statt an der Bilanz noch zu leiden
Lieber lustvoll zu genießen was
Sicher am Ende mehr lohnte 

jens tuengerthal 16.4.26

Mittwoch, 15. April 2026

Lebensbilanz

Lebensbilanz

Am Ende wird abgerechnet
Auch die Beerdigung hat noch
Ihren Preis dem zu entgehen
Landete Mozart im Armengrab

Was rücksichtsvoll und klug
Den Angehörigen Kosten erspart
Die keinerlei Nutzen mehr haben
In der Bilanz des Lebens

Gefühle kosten uns viel aber haben
In der Bilanz keinen Wert am Ende
Wer sie sich spart macht Gewinn
Unklar nur ob es sich lohnt

Manche Leben lohnen nie ganz
Nüchtern betrachtet sie sich sparen 
Wäre ein Gewinn in der Bilanz was 
Natürlich keiner so gefühllos sagt 

Einfach verschwinden können wäre
Der günstigste Abgang der wenig
Ärger für Angehörige machte ach
Wäre es doch nur so einfach

Stattdessen wird sich weiter gequält 
Damit am Ende die Bilanz stimmt
Die dann keinen mehr interessiert
Weil von Nichts nichts mehr kommt

jens tuengerthal 15.4.26

Dienstag, 14. April 2026

Lektürentagebuch 14.4.26

Lektürentagebuch 14.4.26

In den Ghost Stories die Mails von
Siri Hustvedt an ihre Freunde vom 
Januar 23 bis April 24 kurz vor Pauls
Tod als nichts mehr ging gelesen

Von Hoffnung am Anfang als sich
Der Tumor zurückbildete und der
Verzweiflung als er dennoch nicht
Mehr operabel war das Ende kam 

Sie nennt es die Reise im Krebsland
Paul spricht von einem Krieg was 
Sie erst vermied aber dann auch
Immer besser noch verstand 

Das ist schwere Kost und zeigt den
Weg zum Tod der durch viele Qualen 
Vorher die sie teilweise beschreibt
Vielleicht etwas verzögert wurde 

Siri macht auch deutlich wie sehr
Vieles probiert werden muss und
Die Folgen dabei unklar sind es 
Hoffnung für Momente noch gibt 

Denke an die Zeit als ich auch noch
In der Tumortherapie im Krankenhaus
Gearbeitet habe und viele Patienten
Noch am Lungenkrebs sterben sah 

Am Ende entscheidet Paul sich gegen
Die letzte Therapie um noch Zuhause
Sterben zu können und sie bestellen
Eine Hospiz Pflegerin in ihrem Haus

Ob der Kampf gegen Krebs wie er
Bisher brutal gekämpft wird der
Richtige Weg sein kann weiß ich nicht
Wenn es keine Alternative mehr gibt

Versuchen Menschen natürlich alles
Um zu retten was noch zu retten ist
Sich an die Erlösung am Ende auch
Zu erinnern kann vieles erleichtern

Ein eindrucksvoller tiefer Einblick
In das Leben mit Krebs und was es
Für die Angehörigen bedeutet das
Langsame Ende zu begleiten

So schreibt Siri auch immer wieder
Mit Humor und Ironie über den auch
Tragischen Verlauf zwischen noch
Hoffnung und dem endlich Ende

Eine schwere und teilweise auch
Schwer erträgliche Lektüre die aber
Sehr lohnend ist und nachdenklich
Über das kommende Ende macht

Nach dem Leiden mit Siri und Paul
Noch ein wenig über Genuss von
Deutschem Wein bei Erwin Seitz 
In der Verfeinerung der Deutschen 

Leider fährt der Biertrinker Seitz dazu
An die Mosel und erwähnt die guten
Lagen für Riesling im Rheingau eher
Nur beiläufig ganz am Rande dabei

Ist manches was er vom Weingut 
Prüm der edelsten Mosellage erzählt
Schön wie die ganz nebenbei noch
Vorgestellte Geschichte des Wein 

Leider benutzt er dazu auch ständig
Das Wort ‘man’ diese leere Floskel
Die Frau unter Mann subsumiert
Was inhaltlich Nichts allgemein macht

Doch von der Wahl der Mosel als 
Bester hiesiger Weinlage abgesehen 
Was schlicht Unsinn ist weil die Weine
Von dort eher geschmäcklerisch sind 

War diese kleine Weinhistorie eine
Große Freude die deutlich zeigt wie 
Sehr verfeinert die Kultur beim Wein
Der lange nachweisbar schon ist 

Dabei zeigen neue Studien dass Wein 
Wild schon vor über 7000 Jahren hier
Gewachsen ist und nicht mehr klar
Nachweisbar ist seit wann gekeltert 

Die Römer haben sicher den Genuss
Wie diese Produktion hier noch weiter
Verfeinert sogar in Berlin wächst nun
Eine kleine Menge trinkbarer Riesling

Viele Weinkenner loben Moselwein 
Das bin ich zum Glück nicht und
Traue nur meinem Geschmack genug
Anderen Lagen mehr zu vertrauen

Werde mir darum zur Suppe gleich
Einen schönen Schluck Rheingauer
Riesling gönnen der ausgewogen
Fein und gut genug mir scheint

jens tuengerthal 14.4.26

Symbolpolitik

Symbolpolitik

Symbolpolitik ist für Idioten
Die Inhalte nicht verstehen
So wenn die Bundesregierung
Statt Mineralölkonzerne mit
Fairer Übergewinnsteuer zu
Besteuern die gerecht wäre
Den falschen Antrieb weiter
Steuerlich subventioniert weil 
Die Wirtschaftsministerin eine
Billige Lobbyistin der Industrie
War und blieb was früher noch
Ehrlich Hure genannt wurde
Was sich gute Christen verbitten
So werden Milliarden weiter 
Verschoben um den Konzernen
Die ihre Kassen schon füllten
Weitere Geldgeschenke zu machen
In der naiven Hoffnung die Täter 
Der Krise wären kooperativ wie
Sozial was ja schon immer eine
Lohnende Tugend am Markt war 
Einzige Frage die noch offen ist
Ob die Regierung wirklich ihre
Bürger für so dumm hält diese
Klientelpolitik zu loben oder sich 
Selbst schon abschafft und auf
Stellen in der Industrie hofft 
Die so die Steuersenkung direkt
An die Verursacher weitergibt
Was nichts als Bestechung ist
Die heute Entlastung heißt

jens tuengerthal 14.4.26