Sonntag, 15. Februar 2026

Neuzugänge

Neuzugänge

Halte ja bekanntlich nichts vom
Valentinstag und schenke da nie 
Blumen wenn ich es verhindern kann
Lieber wem Bücher und die mit Liebe

Aber gestern erreichten die kleine
Bibliothek drei Neuzugänge die mit
Liebe ideal ausgesucht den Flaneur
In Büchern glücklich machten 

Die Neuzugänge hier sind getreu
Dem Motto weniger ist mehr auch
Viel weniger geworden und so sind
Drei auf einmal reiner Luxus nun

Bücher treffend passend mit dazu
Liebe ausgesucht sind ein Glück das
Kaum etwas erreichen kann weil es
Tiefe geistige Nähe uns offenbart

Vor allem bleibt dieses Glück auf 
Schönsten geistigen Pfaden die
Niemand stören müssen immer
In uns und also beieinander

Bücher sind für Leser immer das
Schönste Geschenk nichts kommt
So nah wie was wir lesen je das
Unser Inneres dominieren darf

Sich über mit Liebe ausgesuchte 
Bücher seelig lesend freuen macht
Tage sonnig egal wie grau draußen
Sie entführen ins Paradies uns 

So erreichte mich aus der geliebten
Anderen Bibliothek Olaus Magnus
Die Wunder des Nordens wie von
John Berger das Kunstwerk was

Beides Bücher sind die mich lange
Geistig beschäftigen werden wie neue
Geistige Welten auch erschließen
Was Glück genug schon wäre

Dann gesellte sich noch Tucholsky
Mit vorne die Ostsee hinten die
Friedrichsstraße in herrlichen Texten
In schönem Insel Buchgewand dazu

Der Leser und Dichter ist einfach
Vollkommen glücklich und fühlt sich
In der Horizontalen vollkommen
Bereichert und damit zufrieden

jens tuengerthal 15.2.26

Horizontalaufrecht

Horizontalaufrecht

Ist die Horizontale wirklich die
Einzig aufrechte wie Hans Castorp
Es über das Leben im Sanatorium
Berghof für sich feststellt überlege ich

Nach Sonntagen in der Horizontalen
Mit Tee und Büchern denke ich stets 
Besser ist kaum denkbar für alle weil
Das Nichtstun lesend keines ist

Vielmehr sind Leser eigentlich die
Besseren Menschen weil sie nichts
Brauchen als gute Lektüre ohne wem 
Damit je irgend zu schaden in Ruhe

Keine Unternehmungen außer der
Guten Lektüre weil sie lieber die
Innere Fülle guter Bücher genießen
Damit nichts und niemand stören 

Liegend ein Kissen im Rücken
Schützen Leser vor Klimawandel
Bei minimalem Energieaufwand
Bilden sich und sind dabei leise

Fernsehen und Film dagegen die
Große berieselnde Maschine zur
Kollektiven Verblödung schadet 
Immer mehr als bloße Lektüre 

Zum Bücher lesen haben die 
Menschen keine Zeit mehr wird
Von denen argumentiert die mit
Bewegten Bildern Geld verdienen

Wer sonntags zum Lesen einfach
Horizontal bleibt und sich mit dazu
Tee begnügt hat alles erreicht was
An Frieden und Glück möglich ist

Lebt ökologisch nachhaltig kann
Lesend jeden Ort erreichen und
Weiß am Ende meist mehr als
Jene die nur mal da waren

Leser die in der Horizontalen bleiben
Haben alles Glück für sich erreicht 
Dieses mit Genuss zu schätzen zeigt
Erfahrung Weisheit und Lust vereint

Mit dem schönsten was du tun kannst
Zugleich der Allgemeinheit zu helfen
Die Umwelt zu schützen aber es noch
Gelassen genießen ist Lebenskunst

Sich darin besonders Sonntags mit
Nichtstun zu üben tut gut dann das
Ergebnis genießen noch viel besser 
Bleibt die Horizontale aufrechte Lage

Mithin stelle ich am Ende fest die
Horizontale ist auch in Zeiten von
Klimawandel und der politischen
Radikalisierung einzig gute stets

jens tuengerthal 15.2.26

Liebesbedürfnis

Liebesbedürfnis 

Zu lieben welch 
Großes Glück aber geliebt
Werden ist schöner

jens tuengerthal 15.2.26

Schlafbedarf

Schlafbedarf

Der Schlafbedarf ist
Relativ zum Wohlgefühl 
Weniger wirkt mehr 

jens tuengerthal 15.2.26

Gestriger

Gestriger

Manchmal tut es auch
Der Tee von gestern etwas
Abgekühlt ist er

jens tuengerthal 15.2.26

Samstag, 14. Februar 2026

Liebesmoral

Liebesmoral

Wenn die Liebe moralisch wird
War es schon lange Zeit zu gehen
Weil die Moral nur der Wahrung 
Eigener Besitzstände dient wie
Sie viele in Beziehungen suchen

Diese Ansprüche also das gerne
Genörgelte das wird man ja wohl
Erwarten können von seinem was
Auch immer ist schon Grund genug
Das Wort ‘man’ für immer zu meiden

Im übrigen will kein Mann Frau unter
Mann subsumieren soweit er noch
Einigermaßen bei Verstand ist was
Sicher immer weniger zu erwarten
In einem Land in dessen Osten

Über die Hälfte die Gegner der
Demokratie noch wählt aber hier 
Geht es ja zum Glück um Liebe
Was ja friedlich ist verglichen der
Großen Politik zumindest vom Ziel

Dem anderen bedingungslos gut 
Zu wollen weil es ohne keine ist
Schlimm nur wird es wenn jenes
Bedingungslose Gefühl des Guten
In den Knast der Erwartungen als 

Allgemeingut gesperrt wird denn 
Dann bleibt nur der ganz üble
Nachgeschmack in Erinnerung
Den wir lieber schnell vergessen
Wo es also um Moral geht in der

Liebe laufe schnell weg weil das
Was Liebe ausmacht schon tot ist
Alles was kommt nur eklig wird 

Die Liebe ist nur unmoralisch
Wenn sie bedingungslos gönnt 
Noch weiter der Rede wert

jens tuengerthal 14.2.26

Lektürentagebuch 14.2.26

Lektürentagebuch 14.2.26

Am frühen Morgen des 14. Februar
Noch ein wenig Gesprungene Liebe
Von Manfred Flügge gelesen sich
Über Helen Henri und Franz amüsiert

Inzwischen hat Helen wieder Franz
Geheiratet ist mit ihm nach Berlin
Gezogen und hat so ihre Männer
Zwischendurch und nebenbei

Wie es sich eben so ergibt auch
Henri kommt wieder aus Paris
Wohnt im Atelier einer Künstlerin
Arbeitet und fährt mit Helen weg

Dann fährt er wieder nach Paris
Helen rächt sich und schläft mit
Irgendeinem Fremden noch er 
Macht ihr dafür Vorwürfe wieder

Sie rechtfertigt sich sie hätte es
Für ihrer beider Liebe getan was
Henri nicht versteht aber in Paris 
Sein Leben mit Geliebten genießt

Helen schreibt ihm seitenlange 
Liebesbriefe dass sie ohne ihn 
Nicht stark und vernünftig sein
Wolle sie wolle nur ihn aber

Beide betrügen sich ständig nur 
Aus teils unterschiedlichen Motiven
Sie um der Freiheit willen und er
Aus Liebe und Gewohnheit 

Helen beschafft sich eine Waffe 
Überlegt ob sie Henri erschießt
Dieser genießt ihre Leidenschaft
Will sie nicht verlieren und nicht ganz

Dies wird gerne als amour fou 
Bezeichnet aber ist in vielem eine
Gewöhnliche kleinliche Liebe mit
Eifersucht und dazu Szenen 

Es ist gut sich am Valentinstag
Daran zu erinnern wie schrecklich
Beziehungen und die Liebe sind
Was immer sich daran nun lohnt

jens tuengerthal 14.2.26

Liebesfeiertäglich

Liebesfeiertäglich 

Liebe an festen Tagen zu feiern
Ist wie Gefühl auf Befehl immer
Eher untauglich echt zu werden
Weil es dann unnatürlich wäre 

So verursacht der große Tag
Der Blumenindustrie eher nur
Hohe Preise und Konflikte nach
Sicher enttäuschten Erwartungen

Wer die Liebe feiern will soll es tun
Mit Liebe und aus Gefühl aber bitte
An für sie passenden Tagen nie wo
Alle feiern das kann nichts werden 

Liebe ist ein persönliches Gefühl
Kein Konsumrausch für die Masse 
Beides wird einander nie gerecht
Verwechslung ist eher gefährlich

Der heutige Feiertag der keiner
Irgendeiner Kirche noch ist sorgt 
Mit enttäuschten Erwartungen für
Mehr Enttäuschungen logisch

Viele die es nicht merken spielen
Nur in der Maske der Liebe das
Übliche Spiel des Lebens weiter
Also Konkurrenz Neid Besitz 

Liebe ist das Gegenteil aber
Darüber und davon heute zu
Reden tut beiden nicht gut der
Tag dient nur dem Konsum 

jens tuengerthal 14.2.26

Valentinstag

Valentinstag

Valentinstag hat
Vier Silben also genug
Ansonsten egal

jens tuengerthal 14.2.26

Liebesfeiertag

Liebesfeiertag

Liebe zu feiern
Passen viele Tage auch
Noch im Februar

jens tuengerthal 14.2.26

Teeverlässlich

Teeverlässlich

Tee ist zumindest
Zuverlässig geschmacklich
Ein Kontinuum

jens tuengerthal 14.2.26

Freitag, 13. Februar 2026

Lektürentagebuch 13.2.26

Lektürentagebuch 13.2.26

In den frühen Morgenstunden noch
Kurz bevor die Sonne aufging aus der
Reise um meinen Garten vorgelesen
Von Alphonse Karr und sogleich

Bemerkt warum ich dieses Buch so
Liebe das eine so vielfältige Freude
Aus der Anderen Bibliothek ist also
Ästhetisch wie inhaltlich überzeugt

Es geht in diesem V. Brief an den 
Freund auf Weltreise auf die er mit
Der Reise um seinen Garten erst
Reagierte um den Rosenstrauch

Zuerst wehrt er ab über die von
Allen kitschig bedichtete und auch
Überall weltweit wachsende Rose
Sich in gleicher Weise zu äußern

Das alles nervt ihn spürbar eher
Lieber macht er sich über die
Meist schlechten Reime auf Rose
Lustig und die Ahnungslosigkeit

Er beschreibt wie die Rose überlebte
Gegen alle Wahrscheinlichkeit einen
Neuen Trieb ausbrachte der zwar
Die Kreuzung sterben ließ aber

Dafür eine schöne weiße Wildrose
Entstehen und trotzig überleben ließ
Wie Karr den Pflanzen überhaupt 
Gern menschliche Eigenschaften gibt

Erzählt von den Tieren die auf diesem
Wie von diesem wiederum Leben die
Mit Liebe und Anteilnahme in ihrer
Ganzen Schönheit beschrieben sind

Blattläuse das Grauen aller Gärtner
Dachte ich aber nein obwohl diese
Sich wahnhaft exponentiell entwickeln
Sind sie wichtige Nahrungsquelle

Die Marien oder Junikäfer fressen 
Diese solange noch ein Wurm also
Vor der Einpuppung reichlich sie
Halten sich dabei im Gleichgewicht 

Karr erzählt dann auch noch von
Anderen Insekten die ebenfalls die
Blattläuse fressen damit auch das
Natürliche Gleichgewicht erhalten 

Dieses wunderbare Gleichgewicht
Wie das Zusammenspiel in der Natur
Zwischen Insekten und Pflanzen
Beschreibt Karr mit viel Liebe

Genau dieser weite Blick der die
Zusammenhänge herstellt ist es
Der mich dies Buch lieben lässt
Das sehr an Humboldt erinnert

Pflanzen und Insekten interessieren 
Den Büchermenschen in mir nicht
Wirklich so sehr aber der Blick für
Das Zusammenspiel ist großartig

Dies noch dazu mit Langsamkeit die
Vor Ort bleibt und sich nur wenige
Meter bewegt gefällt mir großartig 
Macht als Lektüre zufrieden glücklich

jens tuengerthal 13.2.26

Glücksgefühl

Glücksgefühl

Glück ist nur ein Gefühl
Was es sachlich ausmacht
Ist bisher völlig unklar noch
Doch könnte das genügen

Genügend ist was uns zufrieden
Also glücklich weiter leben lässt
Wobei ob glücklich mehr als nur
Zufrieden ist könnte strittig sein

Wer an der Natur orientiert die
Befriedigung wie möglichst noch
Geteilte Höhepunkte als Glück
Definiert macht es sich zu einfach

Weil dann der größere Teil immer
Unglücklich bliebe warum viele sich
Längst Ersatz suchten im Konsum
Oder der unbefriedigenden Politik

Ersatzbefriedigungen bleiben immer
Was sie namentlich sind ein Ersatz
Gut dass es ihn gibt um nicht gänzlich
Unbefriedigt zu bleiben am Ende

Aber doch nur der Ersatz also
Nicht das Eigentliche aber wer
Führt schon ein wirkliches Leben
Warum die zumindest Befriedigung

Als Ersatz im falschen Leben doch
Besser bleibt als keine auch wenn
Wenig je den Aufwand lohnt ist es
Als kleines Glücksgefühl genug

jens tuengerthal 13.2.26

Lebenserwartung

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung steigt in den
Industrieländern Europas wie lange
Auch in den USA was aber die
Asoziale MAGA Politik erledigt

Steigende Lebenserwartung heißt
Wachsende Überbevölkerung die
Damit den Lebensraum weiter noch
Zerstört ohne mögliche Alternative

Die Streichung der Mittel für die
WHO und andere Organisationen
Wird das Ansteigen auch in der
Übrigen Welt erfolgreich bremsen 

Mit hunderttausenden toter junger 
Männer im Krieg mit der Ukraine
Verhindert auch Putin ein weiteres
Ansteigen der Lebenserwartung

So gesehen tun Trump und Putin
Mit ihrem unmenschlichen Verhalten
Gutes für die Menschheit weil eine
Steigende Lebenserwartung mehr

Probleme mit Überbevölkerung
Auslöst als sie Leben retten kann
Müssen wir diesen Verbrechern 
Darum paradox dankbar sein

Wir sind zu viele und all diese
Verbrauchen zu viele Ressourcen
Lassen zu große Flächen versiegeln
Zerstören ihr Leben lang weiter

Die Ressourcen wie der Raum auf
Unserem Planeten sind beschränkt
Was wir schon lange wissen können
Humboldt schrieb es vor 200 Jahren

Die Verkarstung Griechenlands wie
Verwüstung Afrikas sind auch ein
Produkt menschlicher Fehler die
In Brasilien wiederholt werden

Das alles wissen wir schon lange
Wie dass Flüge in der Stratosphäre 
Unser Klima zerstören was Narren 
Wie der US Präsident dann leugnen

Eine erhöhte Lebenserwartung hat
Also keinerlei Vorteile klimatisch
Aber viele Nachteile infolge dazu 
Kommt das Problem mit der Haltung

Erwartung ist immer der Tod der
Liebe wer also auf eine höhere
Lebenserwartung setzt riskiert so
Jedes mögliche Liebesleben vorab 

Weil wer nach Erfüllung seiner
Möglichst noch völlig berechtigten 
Erwartung strebt die Enttäuschung
Mit allen Folgen dazu mitkauft

Das meist schlecht gelaunte dafür
Ständig nörgelnde dabei immer
Frustrierte Leben der meisten Paare
Längst ohne allen Sex uns zeigt

Wohin enttäuschte Erwartungen das
Leben und die Liebe führen was 
Keine lohnende Perspektive ist aber
Weil Gewohnheit weiter gemacht wird

Die erhöhte Lebenserwartung wenn
Wir auch noch aufhören zu rauchen
Gar nicht mehr trinken verlängert die
Qual über das erträgliche Maß hinaus

Dabei den eigenen langsamen aber
Unaufhaltsamen geistigen Verfall
Noch erleben zu müssen gehört zu
Den grausamsten Folgen inzwischen

Der verlängerten Lebenserwartung 
Die in teuren geriatrischen Anstalten 
Am Leben erhalten werden unter zu
Hohen Kosten dabei für alle noch

Steigende Lebenserwartung ist also
Natürlich wachsende Enttäuschung
Was gut wäre wenn wir uns so nicht
Länger über das Leben täuschten 

Doch noch immer hoffen welche
Ernsthaft auf ein gutes Ende des
Stückes was täglich das Gegenteil 
Uns beweist es bleibt hoffnungslos 

jens tuengerthal 13.2.26