Montag, 12. Oktober 2026

Rabattregierung

Rabattregierung

Durch milliardenteure Geschenke
Mit Steuersenkungen beim Strom
Will sich die lädierte CDU wieder
Das Wohlwollen der Wähler kaufen

Finanziert werden soll das durch
Den kleinen Aufschwung hoffen 
Die Konservativen ohne Sicherheiten
Wird wieder die Industrie gesponsert 

Es klingt nett Wahlversprechen auch
Tatsächlich umzusetzen allerdings
Steht davor noch der Finanzminister
Der keine freien Mittel dafür sieht

Die SPD tut gut daran hier auf eine
Seriöse Finanzierung zu pochen
Statt die Reanimation der CDU zu
Fördern die keine Perspektive hat

Steuersenkungen sind klassische
Wirtschaftsliberale Politik die an den
Sorgen der Mehrheit nichts ändern
Sie verpuffen wie Tankrabatte

Aus der Vertrauenskrise will sich die
Partei durch mehr Kontakt zu ihrer
Basis nun herausarbeiten Merz will 
Also weitermachen wie bisher auch

Zwar klingt weniger Stromsteuer 
Erstmal nach weniger aber real
Bedeutet es weniger Einnahmen
Ohne Lösung irgendeiner Aufgabe

Energie durch mehr Erneuerbare
Dauerhaft sichern und damit auch
Billiger machen wäre eine echte
Perspektive für die Zukunft

Doch macht die Wirtschaftsministerin
Bisher ohne Perspektive eher noch
Das Gegenteil und Vertrauen wird
Mit dieser Ministerin kaum wachsen

Die CDU verliert ihre Wähler nicht
An der eigenen Basis sondern im
Ganzen Land das diesen Kanzler
Der mehr Arbeit für weniger will

Satt hat und inzwischen oft genug
Von Merz vor den Kopf gestoßen
Wurde an dem sich nichts ändert
Was diese CDU will bleibt unklar 

Es ist ein weiter so was nun ein
Altes Versprechen nachholen will
Damit Dinge plant über die ein SPD 
Finanzminister entscheiden muss

Wie die CDU damit aus dem Tief 
Kommen will und begeistern soll
Bleibt so unklar wie ob sie aus
Der falschen Politik gelernt hat

Immerhin soll die CDU Fraktion nun
Bei der Wahl des Ministerpräsidenten 
In Sachsen-Anhalt den Saal verlassen
Dabei kritisierte Merz was geschah 

Wer mit der AfD stimme habe in der
CDU nichts verloren beschwor er den
Alten Kurs und warnte die Berliner
Vor einer Koalition mit der Linken

Zumindest dabei noch auf dem
Richtigen Weg fragt sich warum
Dieser Kanzler ein Verfahren noch
Weiter verhindert was nötig wäre

Die neue Meldung über den Einfluss 
Russlands sollten ernst genommen
Werden und sind Grund genug ein
Verbot endlich durchzusetzen

Ob mit diesem Kanzler noch etwas
Zu gewinnen ist bleibt fraglich aber
Wenn die CDU lieber konservativ nur 
Weiter so will wählt sie den Untergang

Mit Rabatten die schon vorher lange
Versprochen wird kein Wähler mehr
Gewonnen sie gestalten keine Zukunft
Sondern rauben nur Mittel dazu

jens tuengerthal 12.10.26

Basbashing

Basbashing

Politik macht hässlich
Zeigt immer wieder die
Unmenschlichen Seiten
Dafür anfälliger Charaktere

Der Rücktritt der Arbeitsministerin
Bärbel Bas einer SPD Linken zeigt
Dies besonders deutlich auch in
Den vergifteten Kommentaren

Ein Mensch der sich aufgrund
Einer persönlichen Tragödie
Ins Privatleben zurückzieht
Verdient Respekt und Ruhe

Was tut der Politikbetrieb stattdessen
Ohne Rücksicht auf Verluste wird nun
Nachgetreten mit bestem Dank dazu 
Sie wäre zwar schlecht gewesen 

Aber dennoch nun alles Gute dabei
Hatte sie deutlich gemacht zum
Trauerfall kam auch das Klima
In dieser Koalition unter Merz

Eine Linke unter einem Seeheimer
Vizekanzler hat es auch in ihrer Partei
Schon schwer genug gehabt aber
Mit Merz CDU im Bündnis wird es

Gruselig und zeigt wie hässlich die
Politik alle Teilnehmer macht wo du 
Beißen musst um zu überleben
Es droht die Zerreißprobe nun

Wer wird oder bleibt Vorsitzender
Wie geht es mir der SPD weiter
Was so unklar ist wie bei der CDU 
Die nun wieder für alle gut sein will

Die Lage unserer Demokratie ist
Gerade sehr kritisch und das hat
Deutschland Merz zu verdanken
Dessen Reformen gescheitert sind

Ein Kanzler der nur nörgelt und
Ermahnt dafür seinen Urlaub noch
Eine Woche verlängert er ist ja auch
Nicht mehr der jüngste und braucht es

Bietet dem Land keine Perspektive
Ein sauertöpfischer Sauerländer lässt
Keine Hoffnung auf morgen mehr zu
Wie weit geht es noch mit ihm weiter

Das Verhalten Bas gegenüber nach
Ihrem Abschied zeigt deutlich was
Dieses Land ganz dringend braucht 
Weniger Reform mehr Menschlichkeit

jens tuengerthal 12.10.26

Lektürentagebuch 11.10.26

Lektürentagebuch 11.10.26

Heute wie schon angekündigt von 
Grete de Francesco in ihrem Band
Die Macht des Charlatans über
Gottfried Christoph Beireis gelesen

Der Typus des modernen Populisten
Unter dem die Demokratien leiden
Hat seine Vorbilder in der Geschichte
Als Scharlatan oder Quacksalber 

Heute feiert er in anderem Gewand 
Neue Erfolge auf der Bühne der 
Weltpolitik an vielen Orten mit Hass
Wie großen Versprechen noch dazu 

De Francesco hat die kulturhistorische 
Analyse einer Gestalt die seit dem 
Altertum uns schon heimsucht mit 
Teils bösen Folgen genial verfasst

Geschrieben wurde dies Buch 1937 
Von der jüdisch-österreichischen Gelehrten Grete de Francesco die
Im KZ 1944 noch ermordet wurde

In den verschiedenen Charakterzügen 
Des Scharlatans sind seine modernen 
Nachfolger schon zu erkennen wie 
De Francesco so treffend definiert:



„Charlatan ist derjenige, der sich rühmt, zu wissen, was er nicht weiß, und Fähigkeiten zu haben, die er nicht hat. Die Macht des Charlatans bestand darin, daß er alle Unsicherheiten einer religiösen, geistigen, historischen oder ökonomischen Situation durch mannigfaltige Fälschungen so auszunützen und zu lenken wußte, daß eine Wertwelt enstand, in der seine eigenen Unwerte zu Werten wurden.“

De Francesco reist durch Wort und 
Bild durch die Jahrhunderte entdeckt 
So einen markanten Akteur unserer 
Kultur der immer wieder auftaucht

In den Taschenspielertricks der 
Wunderheiler und den Maskenspielen 
Der Verwandlungskünstler auf den Jahrmärkten des 18. Jahrhunderts 

Lassen sich schon die Mechanismen 
Entdecken, die zu späterer Zeit so
Verheerend die Massen beeinflussten 
Wie zu beherrschen vermögen

Die Beispiele die sie in Literatur und Bildern für die habgierigen dabei
Opportunistischen Wahrheitsbeuger findet erzählen uns von der immer

Verführbarkeit der Menschen von
Alchemisten und Goldmachern zu den 
Salbenkrämern und Schwarzkünstlern 
Geht de Francesco dabei mit uns 

Zeigt in Renaissance und Barock die 
Meister der Fälschung und auch ihr
Publikum denn ihr Buch ist eine
Kultur- und kunstgeschichtliche Studie 

Zugleich soziologische Untersuchung
Der Tinkturenmischer braucht sein 
Publikum und es braucht ihn die Scharlatanerie ist stets ein Spiel

Mit den Hoffnungen des Publikums
Wie der Massen die hoffen durch die
Fälschung billig an die Güter der
Reichen Besitzenden zu kommen

Sie wollen mit der Fälschung als 
Etwas scheinen, was sie nicht sind 
Warum sie diesen Wunsch vor sich 
Und anderen ins Geheimnis tauchen

Von den Geheimtränken ist es nur ein 
Ganz kleiner Schritt zum Betrug mit 
Wissenschaftlichen Methoden wie die
Erkenntnisse der Humanisten zeigten

Im 18. Jahrhundert war schon das 
Blendwerk im Politischen bekannt Dort Elixiere hier Meinungen lief es
Am Ende auf eins immer heraus

„Die Geschichte des Scharlatans schreiben heißt, die Vorgeschichte der Reklame darstellen.“

Schrieb Walter Benjamin noch 1937 in 
Seiner Rezension zu de Francescos
Die Macht des Charlatans wie sehr
Gilt das erst recht auch heute noch

Das Kapitel über Beireis beginnt mit
Einem Zitat von Goethe der vom
Besitz Betragen und Geheimnis des
Hofrat Beireis in Helmstädt hörte 

Beireis wurde 1730 geboren und soll
Unfleißiger Besucher des Gymnasium
Gewesen sein aber dennoch war er 
Klassenprimus und Lehrerliebling

Ein Wunderkind und Tausendsassa
Der es irgendwie schaffte auch wenn
Nicht alles mit rechten Dingen zuging 
Er tat nichts und war damit erfolgreich

Beireis studierte 1750 in Jena und
Legte als Student viel Wert auf das
Körperliche Training war guter Reiter
Brillanter Fechter mit starken Muskeln

Der Medizinstudent hatte eine 
Vorliebe für Alchimie mit 23 Jahren
Begab er sich arm auf Reisen und
Kam nach drei Jahren reich wieder

Durch diesen Reichtum war er der
Geheimnisvoll problematische Mann
Der er von nun an auch blieb wieder
Ging nicht alles mit rechten Dingen zu

Er konnte sich heimgekehrt gleich ein
Rittergut kaufen er soll in Spanien 
Frankreich Holland Italien und sogar
Ägypten gewesen sein doch bleibt es

Wie so vieles in seinem Leben noch
Geheimnisvoll weil er nicht gerne 
Darüber sprach und wenn er es tat
Wurde es eher noch dunkler um ihn 

Einige wunderten sich dass er keine
Der Sprachen dort sprach doch die
Zweifler ließ er durch phantastische
Geschichten dann lieber verstummen 

Neben den Reisen war sein anderes
Geheimnis das Goldmachen was ihn 
Vollkommen unabhängig machte so
War er mit 26 Jahren vollkommen frei

Die Vermutung dass er Gold mache 
Lag in der Luft aber er bestätigte sie
Weder noch widersprach er ihr aber
Erzählte von Stunden vor dem Ofen

Mit dem Schmelzofen vor dem er
Ganze Nächte verbrachte schien ein
Adept zu sein wehrte aber immer ab
Gab dann den Universitätsprofessor 

Er nahm das Goldmachen wohl
Nicht allzu ernst aber war dagegen
Ein fast manischer Anhänger der
Alchemie dem bei seinen Versuchen

Die Herstellung von Farben glückte 
Während seiner Reisen hat er diese
Erfindung teuer verkauft auch schon
Damals machte keiner mehr Gold 

Der Gold machte aber sein ganzes
Leben stand er in Korrespondenz mit
Farbenfabriken erreichte damit eine
Exploitierung blühender Industrie

Dies nicht durch Fachwissen sondern
Durch Lektüre von Wieglebs Buch zur
Natürlichen Magie bezog er Rezepte 
Zu seinen bestaunten Kunststücken

Zwischendurch erzählt de Francesco
Noch die Geschichte eines Arztes
Aus den USA der um die gleiche Zeit
Viel Geld mit Wunderstäben verdiente 

Diese sollten angeblich Krankheiten
Heilen können und verkauften sich 
Erst dort dann in England sehr gut
Bis der Schwindel doch aufflog

Beireis wurde jung Professor war
Bekannt dafür dass er keine Perücke
Mehr trug in Helmstedt aber dafür
Seinen alten Zopf beibehielt

Goethe besuchte noch den 85jährigen
Der seine feste Frisur lobt um damit
Allzeit bereit für Patienten zu sein als
Moderner Arzt war er kein Scharlatan

Er hatte sich als reicher Mann jedoch
Eine große Sammlung zugelegt und
Besaß Instrumente Naturalien 
Edelsteine anatomische Präparate

Dazu Münzen Gemmen Gemälde
Automaten darin zeigte er gerne
Seinen Reichtum zur Schau was in
Kontrast zur kargen Lebensführung

Stand bei der nur eine Schwäche 
Für Süßigkeiten noch auffiel auch
In Rheinwein wurden die geliebten 
Zuckerstücke getaucht gruselig

Er kleidete sich sehr reich trug 
Zwei goldene Uhrketten und ließ
Die Handschuhe weg um seine
Brillantringe besser zu zeigen

Er stellte sich wie ein Museumsstück 
Aus und liebte es sein Museum zu
Zeigen hier gab es manches auch
Von alchemistischen Geheimnissen

Auch Goethe beschreibt wie dieser
Seltsame Professor es liebte seine 
Schätzen ganz persönlich zu zeigen
Wie deren Qualität eitel zu loben

Goethe meinte solche Qualen der
Unvernunft ertrage er lieber allein
Er sah ihn nur von dem Wunsch
Beseelt einzig zu sein dabei aber

So offensichtlich unwahr wäre
Dass einem alle Gedanken vergingen
Dazu gab es noch eine Sammlung 
Von Automaten für die er schon als

Kind bei Besichtigung der von 
Vaucansons eine Leidenschaft hatte
Für die der Vater ihn züchtigte die er
Als reicher Mann dann befriedigte

Er liebte es dieses Zauberreich der
Mechanik vor geladenen Gästen zu
Präsentieren war verliebt in seine
Automaten von ihnen besessen

Nach dem Zauber der Automaten
Die besessen werden wollten wie 
Zugleich besessen machten ist es
Nun Zeit für eine kleine Pause

Mehr von Grete de Francesco bei
Nächster bester Gelegenheit hier
Mit Bildern und Geschichten eines
Wirklich zauberhaften Bandes

jens tuengerthal 11.10.26

Sonntag, 11. Oktober 2026

Mitteverteidigung

Mitteverteidigung

Eine Demokratie lebt von der Stabilität
Ihrer Mitte und wird von den radikalen
Kräften am Rand gefährdet die von 
Der Macht stets fernzuhalten sind 

Das Bündnis mit den Populisten der
Linken unter Wowereit war schon
Ein erster gefährlicher Fehler der
Nur diese erfolgreich stärkte

Bin sicher kein Fan der Merz CDU 
Welche die AfD rechts überholen
Noch wollte von der Unfähigkeit
Des Kanzlers ganz zu schweigen

Das autoritäre Denken eines alten
Mannes passt nicht mehr in die Zeit
Sein Versuch die Uhr nach Merkel
Zurück zu drehen musste scheitern

Die CDU wurde von den Wählern
Gerade genug bestraft und verliert
Ohne Korrektur ihrer Politik bald
Den Status einer Volkspartei

Dennoch ist sie eher ein Partner
Für Demokraten als die sogenannte
Linke die Erben der SED bleiben
Die radikale Kräfte noch tragen 

Als Anhänger der Hamas gerade 
Zum 7. Oktober in Berlin wieder
Demonstrierten wehten dort die 
Fahnen der Linken ganz vorne

Die Vereinbarung mit möglichen
Koalitionspartnern von Grünen wie
SPD die selbstverständliches nur 
Zu allgemein regelt lehnen sie ab

Diese Partei kann wenn sie nicht alle
Des Antisemitismus verdächtigen 
Mitglieder ausschließt kein Partner 
Für eine Regierung in Berlin sein

Auch eine weitergehende sonst
Versicherung dieser Linken die mit
Clans und Antisemiten verbrüdert ist
Bleibt immer unglaubwürdig

Sicher ist ein Regierender aus der
CDU nicht wünschenswert doch wäre
Eine Regierende aus der Partei der
Mauerbauer eine volle Katastrophe

In Zeiten der Krise muss die Mitte 
Der Demokraten gegen radikale 
Kräfte zusammenhalten auch wären 
Grüne und SPD dort stark genug

Hoffen wir dass die Vernunft über
Die Ideologie linker Träumer hier
Gewinnen kann welche die Mitte 
Verspielen und Stabilität riskieren

Wer kann sonst länger glaubwürdig
Bei der CDU die Brandmauer noch
Anmahnen wenn dafür die Linke
An die Macht gewählt wird

So wenig mir eine Regierung der
CDU gefallen mag stünde sie für
Eine stabile Demokratie während
Die Linke antisemitisch bleibt

Zumindest in Teilen ihrer Mitglieder
Die Parteifahnen auf gegen Israel
Gerichteten Demonstrationen noch
Schwenken damit ist es erledigt

Die Gründung der Bundesrepublik
Deren Grundgesetz weiter gilt fußt
Auf der Solidarität mit Israel aus der
Historischen Verantwortung heraus

Es gilt das Grundgesetz gegen alle
Extremisten zu verteidigen welche
Berlin nur weiter polarisierten warum
Es keine Macht für diese geben darf

Wer lieber Präsenz auf Demos von 
Anhängern der Hamas zeigt die dort
Verbotene Schlachtrufe skandieren
Gehört in keine deutsche Regierung

jens tuengerthal 11.10.26

Bewusstseinswandel

Bewusstseinswandel

Es gibt Scharlatane die spielen etwas
Vor was sie nie waren und sind dabei
Völlig gewissenlos das Gegenteil von
Dem zu tun was sie öffentlich sagen

Sie täuschen ein Wissen vor was es
Weder gibt noch sie haben um andere
Damit zu täuschen wie damit Geld
Oder Ruhm für sich zu erhalten

Genial klug schrieb darüber in der
Anderen Bibliothek in dem Band
Die Macht des Charlatans noch
Grete de Francesco der aber

Schon 1937 veröffentlicht wurde 
In der dortigen Sammlung nur
Wieder veröffentlicht wurde was aber
Heute ein großer Verdienst ist

Er gilt immer noch als Standardwerk 
Zur Scharlatanerie und wurde von
Einer deutschen Jüdin im damals
Faschistischen Italien geschrieben

Mehr zu diesem Band kommt dann
Wieder im Lektürentagebuch der
Nächsten Tage vermutlich noch
Auch sie war ein Opfer der Shoa

Wenn Donald Trump die EU erpresst 
Dieselreserven frei zu geben diesen 
Sogar in Russland kauft nur um seine
Wähler erfolgreich zu bestechen 

Darauf Selenskyjs Rücktritt verlangt
Was der Preis für den Dieseldeal des
Korrupten Maklers vermutlich war 
Sehen wir sein wahres Gesicht

Einer der Kriege begann und verlor
Die Weltwirtschaft massiv schädigt
Lügt und betrügt wie es passt aber
Dennoch kein Scharlatan dabei ist

Er täuscht nichts vor er ist einfach
Gewissenlos korrupt und tut alles
Für seinen persönlichen Vorteil ohne
Einem größeren Plan zu folgen 

Ein echter Pate und also ehrlicher
Makler welch schöne contra dictio 
Dachte ich gleich bei ihm der aber
Nie anders war als der peinliche Ami

Die Panik lässt den geistig schlichten 
Kriminellen im Weißen Haus handeln 
Es zählt nur sein Vorteil insoweit ist
Er berechenbar und täuscht niemand

Ein unbelesener primitiver Ami der
Geistig beschränkt spontan reagiert
Alles für die Macht tut und nun Panik
Vor seinem Untergang deutlich hat

Da fehlt jedes Genie zum Scharlatan
Ein größerer Plan ist nicht vorhanden
Die Köpfe hinter ihm sind gläubige 
Männer also auch geistig behindert

Fürchten die Apokalypse die sie wie
Den Untergang der USA selbst mit
Verursachen um sich zu bestätigen
Ihr einziger Geist ist Gier und Geld

Wie weit Elon Musk ein Scharlatan
Sein könnte oder bloß im System
Funktioniert aber sogar dabei noch
Ehrlich bleibt voller Hass ist unklar

Der noch reichste Mann der Welt
Ist damit auch der unfreiste Mensch 
Wer so real behindert ist sollte nicht
Gegenstand sittlicher Urteile sein

Gesundheitsminister Kennedy hat
Mit seinem Aberglauben an die
Schlechten Verschwörungstheorien
Elemente eines Scharlatans

Doch ist der geistige Zustand der
Impfgegner und ihrer Anhänger zu
Bedenklich als ernst zu nehmen
Sie glauben wirklich ihren Unsinn

Egal wie dumm ist was sie tun 
Was für AfD Wähler hier genauso
Auch gilt sie planen keine Täuschung
Sie glauben den Wahn tatsächlich

Sie täuschen also nicht andere
Sondern sich selbst was aber 
Zentrales Element der Scharlatanerie
Sie müssen bewusst täuschen wollen

Bei der AfD spielt mehr Rache an 
Der Gesellschaft und Trotz eine 
Entscheidende Rolle hier täuscht 
Niemand außer Putin alle wohl

Ist der Kanzler Merz vielleicht ein
Scharlatan der vorgab die AfD
Halbieren zu wollen sie real aber
Verdoppelte durch schlechte Imitation

Halte diesen zwar nicht für so schlicht
Wie Trump und seine Umgebung die
Auf Fox Niveau bleibt aber doch für 
Einen Überzeugungstäter meist

Er handelt meist eher nicht mit der
Absicht zu täuschen zumal seine 
Cholerische Art immer durchbricht 
Geplante Täuschung liegt ihm nicht

Ein echter Scharlatan ist dagegen
Putin der ständig über seine wahren
Absichten täuscht und von der Angst
Vor dem KGB Mann weiter gut lebt

Ob der ehemalige BND Chef auch
Ein Scharlatan oder einfach nur zu
Gierig war und wie eng der Dienst
Unter ihm mit Putin war ist offen

Gerd Schröder fehlt auch die Größe 
Zum Scharlatan er ist einfach gierig
Hat keine ethischen Grenzen aber
Ist in seinem Handeln konsequent

Das gleiche gilt seltsam genug für
Helmut Kohl der seine Spender
Trotz drohender Strafe nicht verriet
Er gehörte noch zur Deutschland AG 

Wo die Erben der SED die heute sich 
Linke nennen wirklich stehen bleibt
Allem Trara zum Trotz noch unklar
Auch langfristig gegenüber Moskau

Inwieweit die Freunde Putins auch
Scharlatane sein könnten oder 
Ihre politischen Lügen nur der
Destabilisierung Deutschlands dienen

Ist in vielem noch unklar bis heute
Wie klar die Führung aus Moskau
Dabei ist oder inwieweit diese bei
AfD BSW und Linker noch meinen

Selbständig ihren Überzeugungen
Dabei zu folgen ist völlig unklar
Auch Putin täuscht zwar mit seinen
Drohungen den Westen ständig

Wie vermutlich bei der Herstellung
Biologischer Kampfstoffe etwa von
Pestviren wieder aber seine Absicht
Wie sein Ziel sind offen wie klar 

Wer den Untergang der Sowjetunion
Als allerschwerste Tragödie des 20.
Jahrhundert bezeichnet hat ein Ziel
Was nicht einmal verborgen ist

Nicht die größten Massenmorde in
Zwei Weltkriegen und auch nicht
Der Holocaust sondern der Untergang
Eines Reichs der Massenmörder

Jemand der Stalin verehrt und verklärt 
Der Hitler an Morden noch überholte
Verfolgt einen Plan und hat nun über
Öl wieder die USA sich gekauft

Dies ist weder geheim noch wird
Wirklich noch wer getäuscht naiv
Nur waren viele die anderes als
Brutale Machtpolitik vermuteten

Und der noch Präsident der USA 
Der sich im Iran lächerlich machte
Verkauft sein Land für Diesel was
Nüchtern schlichte Machtpolitik ist

Gewinnen wird nur wer frei davon
Vollständig auf alternative Energien
Endlich setzt und auf Schrumpfung
Ob Merz das noch versteht ist offen 

Wer die Anhängsel Russlands von
AfD über BSW und Linke wählt ist
Offensichtlich Anhänger von Putin
Da braucht es keine Scharlatane

Was es dringend braucht ist ein
Bewusstseinswandel in der Wirtschaft
Einer schrumpfenden Gesellschaft 
Die damit allein ihre Zukunft sichert

Die Zukunft ist nicht mehr Wachstum
Sind keine Kinder sondern weniger
In allem was eine Lobbyistin der
Erdölindustrie sicher nicht versteht 

Es braucht den Bewusstseinswandel
Der konsequent zu Ende denkt und
Über hundert Jahre hinaus statt die
Kurzsichtigkeit des schnellen Geldes

Wir müssen weniger werden was 
Brutal über Kriege funktioniert aber
Effektiver über Bildung und Aufstieg
Vor allem für Frauen an der Macht

Eine Aussetzung des Wahlrechts
Für Männer wäre ein Anfang wie
Der Führerschein für alle Wähler
Mit Eid und Gewissensprüfung

Würde viele Probleme schneller
Wie menschlicher lösen am Ende
Wäre die Auflösung aller Staaten
Die größte Sicherheit vor Kriegen 

Keine Macht für niemand und
Eigentum ist Diebstahl sind die
Momentan besten Perspektiven
Manche brauchen noch etwas

Der Bewusstseinswandel weg vom
Staat hin zur Gemeinschaft der
Freien ist die sicherste Zukunft im
Dann endlich ewigen Frieden 

Den Nationalstaat macht zuerst die
Finanzielle Autonomie stark was 
Eine Weltwährung nach den obigen
Prinzipien einfach erledigte 

Eine grenzenlose globale Wirtschaft
Die natürlich schrumpfen muss um 
Dauerhaft überleben zu können die
Wie die EU ist bleibt die Zukunft

Europa hat mit EU und der
Währungsunion das Modell
Für die verwaltete Welt geschaffen
Ein besseres gibt es nirgendwo

Ob die Menschheit das begreift 
Oder lieber weiter Idioten bejubelt
Um belogen betrogen geopfert zu
Werden bleibt weiterhin unklar

jens tuengerthal 11.10.26

Lektürentagebuch 10.10.26

Lektürentagebuch 10.10.26

Aus Ancona schreibt der Reisende
Dichter Johann Gottfried Seume auf
Seinem Spaziergang nach Syrakus
Im Jahre 1802 erzählt zuerst wie es

Von Bologna aus auf dem alten
Emilischen Weg in die Niederung
Durch eine wasserreiche Gegend
Immer nach Rimini herunter ging

Allein von Bologna bis Imola geht es
Über fünf oder sechs Flüsse rechts
Lagen die noch verschneiten Berge
Der Apenninen der Boden war fett

In Imola traf er 1802 nicht etwa auf
Rennwagen sondern auf einen 
Barocken Einzug eine Harlekinade
Der Faschingsmasken so war die

Ganze Stadt in Mummerey wie es
Seume wörtlich beschreibt und zog
In bunten Gruppen durch die Straßen
Auch seine Erscheinung findet er

Hyperboreisch also für Italiener
Aus dem mythischen Norden noch
Stammend mit solider polnischer
Kleidung Seehundstornister mit

Dem Dachsgesicht auf dem Rücken
Großen schweren Knotenstock noch
In der Hand übersetzte seine Maske
Alle Charaktere des Lebens grotesk

Dann wurde er von zwei maskierten 
Zum Scherz angegriffen und wehrte
Sich den Knotenstock schwingend
Worüber ganz Imola nun lachte

Zugeben musste er dabei dass sein
Bart mehr als drei Tage alt war und
Er durch den dortigen Rotwein sich
In einer Hartleibigkeit befand was 

Die alte Form für Verstopfung war
Auf Nachfrage führt ihn ein ebenso 
Unmaskierter zum Gasthof der in 
Der Hölle Nummer fünf zu finden war

Dort ließ er seinen Sack und stürzte
Sich nochmal ins wilde Geschehen
Beschreibt die Abenteuer dort mit viel
Humor und die Nacht in der Hölle

In Faenza stellte er fest dass sie ihn
Mit seinem schlechten italienisch 
Ganz unhöflich behandelten doch 
Höflich als er französisch sprach

In Ferrara wurde er seines eher
Drolligen Rucksacks wegenverlacht
Als er mit rauher Stimme französisch
Fragte waren aber alle wieder höflich

In Spoleto verbringt er einen schönen
Abend vor dem Kamin bei noch eher
Rauhem Wetter zählte der erste 
Eindruck noch mehr und der war gut

Zwischen Forli und Cesena sei ein
Altes Forum und die Trümmer von 
Denen er wenig sah des entsetzlichen
Wetters wegen berichtet dafür vom 

Personal wie den Mädchen im
Gasthof wie er erst höflich behandelt
Wurde als sie merkten dass er kein
Franzose war die einquartiert wurden 

Von Savignano aus ging er über
Den Rubikon wie Cäsar den er dafür
Kahlköpfigen Weltbeherrscher nennt
Der die Freiheit des Landes zerstörte

Er hält Cäsar für einen Schurken der
Liebenswürdig sei andere halten aber
Brutus für viel schlimmer er lässt sich
Da lieber auf keine Diskussion ein

Dort also gingen Julius und er über
Den Rubikon hätten ansonsten aber
Nicht viel gemeinsam als dass sie
Beide nach Rimini noch gingen 

In Savignano wurde reichlich gezecht
Hier wurde er unhöflich behandelt
Weil keine revolutionäre Kokarde
Am Hut typisch Revolutionszeiten halt

In Rimini schlief er ruhiger als Julius 
Der mit dem Übergang den Würfel
Auch sprichwörtlich geworfen hatte
Es gäbe dort herrliche Aussichten

Es war hier ein Monument für einen
Papst Paul der eine Wasserleitung 
Bauen ließ was so verdienstvoll wäre 
Dass sogar fast dafür dem Papst 

Verziehen werden kann dass er Papst 
War auf einem anderen Platz stand 
Der Freiheitsbaum mit der Mütze was
Auch immer Franzosen hier wollten 

Wäre er ein ordentlicher Reisender 
Hätte er von Rimini rechts hinauf in
Die Berge zur Republik San Marino 
Gehen sollen zumal er eine kleine

Liebschaft gegen Republiken habe 
Wenn sie leidlich vernünftig sind aber
Er ging weiter nach Cattolica und
Pesaro dazu wird erzählt dass die

Arianer sich auf dem Konzil zu
Rimini wie Meister aufspielten
Warum die rechtgläubigen Bischöfe
Unter Protest nach Cattolica gingen 

Ihre mutige Flucht wurde darauf im
Namen verewigt diese Geschichte
Steht auf einer Marmorplatte der
Kirche in Cattolica geschrieben

Er machte sich jedoch nicht die
Mühen solche Orthodoxiesreyen 
Noch abzuschreiben dafür fragte er
In Pesaro den ersten besten der

Dort schon päpstlichen Soldaten wo 
Er logieren könnte worauf dieser ihn 
Gleich zu sich einlud der Mann schien
Ein Wundarzt für alte Schuhe zu sein

Er kochte für ihn und holte Wein was
Von nun an häufiger passierte und
Klagte die Franzosen hätten vier der
Schönsten Gemälde mitgenommen

Er bekam dann wieder einen der
Vetturino aufgedrängt der schrecklich
Fromm war aber wild fluchte noch nie
Hätte er so dummer Hinbrütung wie 

Vernunftlosem Glauben gelauscht als
Aus seinem Gesang müsste er noch
Länger so etwas hören würde er den
Materialismus für konsequent halten

Es müsse Vernichtung geben denn 
Solche Seelen könnten einfach nicht
Fortleben die Gegend wird dann ab 
Pesaro ziemlich gebirgig sie ist

Voller Schluchten und Defileen in 
Der Höhe von Gläubigen was leicht
Verständlich macht warum sich die
Katharger hier verirrten und so

Den Römern leichtes Spiel machten 
Der Metaurus ist wie fast alle Flüsse 
Aus den Apenninen sehr schmutzig
Über den Berg wo Hasdrubal einst

Geschlagen wurde der ihm gezeigt
Werden sollte könnte er nichts sagen
Da ihm die Schlacht nicht gegenwärtig 
Mehr war sicher ist nur sie war hier

Sinigaglia wäre ein angenehmer Ort
Durch die Lage und üppige Gärten 
Er sah erstmal ein italienisches 
Stiergefecht das viel Zuspruch fand

Der Prototyp der Dummheit sein 
Vetturino führte ihn weiter bis nach
Ancona wo die See hoch ging und
Die Brandung sehr schön war

Vor Ancona blühten am 19. Februar
Bohnen und Erbsen die Täler geben 
Abwechselnd mit Wein Obst Öl und
Getreide eine herrliche Aussicht 

Für die Alten mag Ancona ein guter
Hafen gewesen sein für die Neuen ist
Er das nicht mehr so dort können nur
Wenige Schiffe sicher liegen

Am Anfang des alten Molo steht der
Triumphbogen Trajans in weißem 
Marmor der aus Büchern hinlänglich
Bekannt schon ist und verwittert

Der neue Bogen sähe dagegen sehr
Demütig aus an einen Wachturm steht
Etwas Artillerie zur Wache dafür wäre
Das Seelazarett dort sehr schön

Die Schiffe wären meist fremde und
Der Handel steigert sich nur langsam
Dadurch dass Ancona ein Freihafen
Wurde auf dem südlichen Hügel steht

Die alte Kathedrale mit ihren kapitalen
Heiligen so der unvewesliche Cyrakus 
Pius VI habe es in Augenschein auf
Dem Rückweg aus Wien genommen

Über den dortigen Heiligenkult macht
Seume sich gehörig lustig die Börse 
Sei ein schöner Saal inmitten der 
Stadt mit interessanten Gemälden 

Sie stellen bürgerliche Tugenden dar
Die ersten sollen von Perugino sein
Was er nicht geglaubt hätte im 
Theater gab es eine alte Posse

Der alte Schuster hieß sie wäre
Gar nicht übel mit dem italienischen
Talent zur Burleske mit feinem Takt
Für Sinnlichkeit und Anstand

Hier äußert er sich über das Theater
In Deutschland was nur ein ewiges 
Geknutsche wäre das er peinlich
Findet ein Kuss sei alles und nichts

Er sei weniger als nichts wenn er 
So seine Bedeutung verliert dagegen
Wüssten die Italiener durch Nuancen 
Der Umarmung mehr zu bewirken

Genauso sieht er Essen Trinken und
Rauchen auf der Bühne kritisch was
Besser wegfiele da ästhetisch völlig
Ohne Bedeutung und nur störte

Kein Ort seit Leipzig wäre teurer
Gewesen als Ancona bisher was auf
Den Krieg geschoben wird doch er
Fand das alles nur impertinent

Auch die Barbiere die immer noch
Mit einem Lehrling kämen wären 
Unverschämt teuer und beide
Forderten zusätzlich Geld dabei

Würde er länger bleiben würde er
Sich an die Bequemlichkeit der
Kapuziner halten um das gute
Geld für den Bart zu sparen 

Die Leute klagen über Not aber
Hielten am hellen Tage noch
Faschingsnummern durch die
Ganze Stadt warum die Franzosen

Gleich die Polizei verdoppeln mussten 
Damit das Volk einander nicht tot trat 
So voll waren die Gassen es war so
Possierlich wie in Imola vorher 

Es gab viel Leben und Lärm unter
Den dichtgedrängten Zuschauern
Sie klagten über Hunger aber warfen
Mit Bonbons um sich wie mit Mais

Die Armen sammeln dann die Reste
Am nächsten Tag auf was er eine 
Sonderbar närrische Form von
Almosen findet dafür seien hier

Die Cafés sehr gut eingerichtet und
Es gäbe angenehme Gesellschaft dort
Ancona sei gewiss militärisch einer 
Der interessantesten Posten hier 

Neben Tarent der wichtigste an der
Ganzen Adria und bis Ancona ging
Sein Pass von Wien aus da der 
Präsident der Kanzlei ihn nicht

Weiter ausstellen wollte aber es gab
Dort keine Schwierigkeiten einen 
Pass zu bekommen wohin immer 
Er auch noch wollte dafür waren sie

Um seinetwegen besorgt er würde 
Dem Tod entgegen gehen wogegen 
Sich kein mathematischer Beweis
Führen ließ doch machte er deutlich

Dass seine Art zu reisen doch wohl
Die sicherste noch wäre denn wer
Würde Reichtümer bei ihm suchen
Sein Aufzug versprach nicht viel

Um nichts würde doch wohl keiner
Schließt dieser Abschnitt voller 
Hoffnung totgeschlagen was ich mir 
Zu Fuß in Berlin auch immer sagte

jens tuengerthal 10.10.26

Samstag, 10. Oktober 2026

Lebensherbst

Lebensherbst

Ist der Herbst des Lebens die
Zeit in der das Ende naht wie
Der jämmerliche Rilke noch
Den Sommer missend meint

In klagenden Versen fürchtet er 
Wer nun kein Haus hat findet auch
Keines mehr statt die Schönheit
Der schönsten Zeit zu erkennen

Das vorher nur grüne Laub wird
Wunderbar bunt und vielfältig
Statt Wachstum wird konsolidiert
Der Herbst sollte unsere Zeit sein

Während der über siebzigjährige
Kanzler noch vom Frühling der
Deutschen Wirtschaft wie von der
Kernfusion träumt braucht es weniger

In allem wie von allem und uns alle
Dabei eingeschlossen und wer die
Gerade Gärung beobachtet hält 
Lieber Abstand von der Politik

Rückzug an elektrische Kamine
Es sich mit Tee und Büchern für
Den Rest des Jahres gemütlich
Machen ist das schönste Ende

Der Herbst ist die Zeit der größten
Lust bei Frauen nach der Menopause
Doch dies ohne Frühling zu sein
Lieber herbstliche Schönheit dann

Männer werden im Herbst ihres
Lebens zunehmend impotenter
Haben mehr Zeit und Sinn für
Wichtige Dinge wie Bücher

Beides passt gut zusammen und
Sorgt dafür dass der Herbst die
Schönste Zeit der Lust werden kann
Die wir endlich entspannt betrachten

Der Herbst führt zur Konzentration
Die größte Schönheit vor dem Ende
Noch einmal lustvoll uns zeigt was
Genuss genug für uns sein sollte

Freudig begrüße ich den Herbst
Es könnte immer der letzte sein
Ihn in Farben Vielfalt und Ruhe 
Am elektrischen Kamin genießen

Bei Tee und Spekulatius mit dazu
Guten Büchern ist das Leben perfekt
Bin das ganze Jahr herbstlich von
Stimmung und Wesen hier blühe ich

jens tuengerthal 10.10.26

Lebenserfolg

Lebenserfolg

Erfolg im Leben zeigt sich
An der Zahl der Gäste auf
Deiner Beerdigung die noch
Für wen Bedeutung hat oder
Zeigt du bist vergessen und
Eigentlich sind alle nur froh 
Dass es ein Ende mit dir hat

Zur Beerdigung meines Vaters
Der ein erfolgreicher Arzt wie
Forscher und sozial engagiert
War kamen viele um den Verlust 
Zu beklagen den die Erde mit
Dem Ende dieses Unikums hatte
Er war also wirklich erfolgreich

Nur er war leider nicht dabei
Wie es uns allen so ergeht
Wenn wir einfach nicht mehr sind
Den albernen Aberglauben dass 
Er vom Himmel zuschaut 
Überlasse ich den Narren
Keiner kann bei seiner Beerdigung
Noch dabei sein sonst ist es nicht
Seine und geht ihn nichts an 

Juristisch ist wer tot ist einfach
Nicht mehr und der Rest ist eben
Alberner Aberglaube der nur
Kunsthistorisch interessant ist
Hat also von seiner Beerdigung
Auch wenn es ihre sein mag 
Ganz natürlich nichts mehr

Wo sich der Erfolg im Leben zeigt
Sind wir nicht mehr was genug 
Über Erfolg und Leben sagt
Beides lohnt lebend weniger
Danach ist völlig egal außer
Für Erben und Hinterbliebene
Denen also alles Leben diente
Was für dich sich nie lohnte

Manche Lebende finden auch
Friedhöfe einfach schön wie ich
Ohne darum romantisch zu sein
Spaziere nur gern an der Grenze
Zwischen Sein und Wirklichkeit
In einem Hauch von Nichts
Mehr bleibt von uns nie 

Ein erfolgreiches Leben zeigt sich
Nach dessen Ende wovon du nichts
Je haben wirst aber lange sparst
Um es allen gezeigt zu haben was
Dem Geist des Erfolges entspricht
Lieber genieße ich mehr was 
Noch bleibt und verschwinde
Einfach still wenn es Zeit ist 
Dann war es erfolgreich

Spurlos verschwinden wäre
Ökologisch wie ethisch ideal
Weil es nie auf uns ankommt
Auch wenn wir gern anders tun
Resteverwertung wie etwa die
Organspende wäre noch sozial
Aber ist wie die Beerdigung für dich
Scheißegal du bist ja nicht dabei
Und so ist das mit dem Leben

jens tuengerthal 10.10.26