Donnerstag, 17. September 2026

Kanzlerstützen

Kanzlerstützen 

Merz müsse unterstützt werden
Wirbt die CDU längst indirekt um
Eine Mehrheit der AfD zu verhindern
Also ein Grauen für das andere

Der unbeliebteste Bundeskanzler
Von dem außer Nörgelei über die
Faulen Deutschen bisher wenig kam
Was irgend produktiven Wert hätte 

Benötigt schon der Stützung weil 
Die Bevölkerung sich abwendet und 
Es gibt kein Argument mehr dafür
Außer die Alternative ist schlimmer

Wir hatten mit Habeck eine sowohl
Kluge wie konstruktive Alternative
Stattdessen wählten die Deutschen 
Den Nörgler vom Andenbündnis

Nur diese wie Koch halten noch
Zum abgehalfterten Kanzler der
Scheinbar nicht auf die Idee kommt
Bessere Politik zu machen anstatt

Ob irgendwer in der CDU stark genug
Schon ist das Leiden zu beenden ist
Offener als die nächste Wahl bei der
Es für Merz nichts zu gewinnen gibt

Einer der rechts überholen wollte um
Die Rechtsradikalen zu halbieren hat
Diese mal eben verdoppelt und die
Beschimpften Bürger alle vergrault

Nach dem Sommer als er scheinbar
Frisch von einem Managementkurs
Kam und positiv kurz wirken wollte
Wurde er wieder der ewige Nörgler

Der Kanzler braucht Unterstützung
Meint die CDU bereits am Ende
Eher braucht er Hilfe beim Abgang
Als noch Unterstützung zu bleiben

Deutschland braucht in der Krise
Eine Kanzlerin die es kann und eint
Statt weiter zu polarisieren mit noch
Mehr Drohungen niemanden erreicht

jens tuengerthal 17.9.26

ZLBAlex

ZLBAlex

Der hässlichste und kriminellste Platz
In Europa der Berliner Alexanderplatz 
Hat nun die große Chance zu einem
Kulturellen Zentrum zu werden

Das Konsumgrauen durch schöne
Träume zwischen Buchseiten so
Zeitgemäß wie konstruktiv ersetzt
Wieder die Mitte völlig verwandelt

Es könnte zu einem Vorbild für das
Ganze Land werden das endlich
Bibliotheken als Tempel des Wissens
Baut statt Tempel für Konsumrausch 

Entstünden dort geistige Welten die
Bekanntlich grenzenlos sind und
Frieden in Ruhe stiften welche gute 
Lektüre immer am liebsten hat 

Kaum vorstellbar schön wäre es
Dieses Zentrum des Grauens voller
Gewalt Hass und Aggression in
Eine geistige Heimat zu verwandeln 

Bedenken wir dass die dafür noch
Erforderlichen 600 Millionen Euro
Dem entsprechen was auch die
Nötige Sanierung der ZLB kostet

Ist die Chance ein Schnäppchen
Was der uneinigen Hauptstadt ein
Geistiges Zentrum endlich gäbe 
Von Osten käme dann das Licht

jens tuengerthal 17.9.26

Kanadassoziation

Kanadassoziation

Die EU und Kanada streben eine
Assoziation an zum Vorteil beider
Als Reaktion auf Trumps Zollterror
Was diesen so sehr ärgert dass er
Gleich neue Zolldrohungen aussprach
Seine ganze Lächerlichkeit damit
Wieder zu offenbaren doch sollte
Europa noch weiter gehen seine
Grenzenlose Freiheit verbunden
Mit Menschenrechten allen öffnen
Wie früher die Welt mit Kolonien
Unter Europäern aufgeteilt wie
Über Jahrhunderte ausgebeutet
Könnte Europa nun die Freiheit
Wie Freundschaft exportieren
Seine Arme für alle öffnen die 
Einen demokratischen Rechtsstaat
Wie die für Europäer erforderliche
Freiheit Gleichheit Geschwisterlichkeit
Garantieren überall auf der Welt
So zum größten Binnenmarkt werden
Der nebenbei Menschenrechte wahrt 
Bauen wir auf globale Kooperation
Statt beschränkte Konfrontation
Sollen die Trumpisten doch an 
Ihren MAGA Burgen ersticken
Die freie Welt braucht sie nicht
Kriminelle Makler und Vergewaltiger
Gehören abgesetzt und eingesperrt
Bis dahin wird Europa die Welt
Damit am Ende zumindest einmal
Wirklich die Guten siegen also
Nehmen wir Kanada auch auf
Wie Australien und alle die den
Anforderungen dazu genügen
Dann würde der Kolonialismus
Das beste Echo finden das eine
Laizistische freie Welt sichert 

jens tuengerthal 17.9.26

Justizfänge

Justizfänge

Wer in die Fänge der Justiz gerät 
Fühlt sich schnell völlig entkleidet 
Statt um Gerechtigkeit geht es dort
Um Erledigung des Übermaß das
Deren Schreibtische füllt wie die
Rechtliche Kontrolle der Bürger
Denen misstrauisch unterstellt wird 
Warum sie schon vorab nur zur
Sicherheit durchleuchtet werden 
Die formale Einschüchterung lässt
Alle Überzeugungen vergessen
Der richterlich gewünschten
Einstellung des Verfahrens dann
Lieber erschöpft zustimmen statt
Weiter um Gerechtigkeit oder 
Ähnlich unbestimmte Begriffe in
Kohlhaasscher Manier zu kämpfen
Erschöpft erniedrigt wird dann 
Wunschgemäß zugestimmt was
Zumindest Rechtsfrieden herstellt 
Der Rechtsstaat sorgt für Ordnung
Gerechtigkeit ist kein Thema aber
Seine Ruhe zu haben ist es wert
Nicht weiter darüber nachzudenken
Selbstgerecht sind die Richter 
Die dieses Recht sprechen noch 
Bürger damit bedrohen doch 
Es brechen ist zu lästig sich
Weiter damit zu beschäftigen
So wird eingestellt und erledigt
Unbestraft der Qual entgangen
Was am Ende wieder zeigt
Der Staat ist einfach lästig
Und kostet uns noch Geld aber
Kohlhaas überlebte auch nicht
Gegen ihn warum es besser ist
Seine Ruhe haben zu wollen

jens tuengerthal 17.9.26

Mittwoch, 16. September 2026

Lektürentagebuch 16.9.26

Lektürentagebuch 16.9.26

Schon in der Nacht nach drei Uhr
In Wellen gelesen und noch das
Dreizehnte Kapitel vollendet das
Mit Tee im Bett wunderbar beginnt

Der feine elegante Stil eines
Eduard von Keyserling wird bei
Diesen Details aus dem Leben
Seiner Protagonisten deutlich

Agnes berichtet vom Gespräch mit
Hans und vom Besuch von Hilmar 
Den sie jungen Herr vom Bullenkrug
Dabei nennt der sie sprechen wollte

Doralice erteilt Agnes die Anweisung
Sie sei für ihn nie mehr zu sprechen 
Was diese sogleich umsetzt worauf
Der Baron zum Strand hinab geht

Der Rest aus dem Bullenkrug reist 
Nun wie erwartet ab Musikanten 
Spielen vor der Tür und Doralice
Genießt es dazu tanzend noch

Dann werden sie angewiesen 
Still zu sein und weiter zu ziehen
Weil die Gnädigste Migräne hatte
Traurig geht Doralice hinein

In der Kate ist ihr kalt darum
Geht sie raus auf eine Bank um
Sich neben der alten Wardein
Etwas in die Sonne zu setzen

Hans kommt den Weg hinauf und 
Grüßt freundlich sie geht mit ihm
Hält sein einfach Schweigen nicht
Lange aus fordert ihn auf zu reden 

Was solle er noch sagen meint er
Sie hätte den einen verlassen dafür 
Ihn genommen und vielleicht aber 
Verließ sie ihn dann auch wieder

Darüber empört sich die Gräfin nun
Frau Grill sie brauche keinen der 
Vor ihr knie unter Tränen worauf
Hans ihre Wange zart streichelt

Nun plötzlich fühlt sich Doralice 
Geborgen und sicher an der Seite
Von Hans ohne weitere Gründe
Seine Nähe gab ihr Geborgenheit

So endet die Aufregung harmonisch
Die inneren Schwankungen auch der
Gräfin zwischen ihren Männern fand 
Ende in harmonischer Geborgenheit

Dafür gibt es keine weiteren Gründe
Als die zufällige Tiefe ihres Gefühls 
Das sie eben noch schwanken ließ
Vielleicht braucht Schönheit dies 

Ein vornehmer Hof heißt das Kapitel 
Im Abschnitt zu Giovannis Sohn das
Der Geburt folgt und beschreibt den
Palast von Herzog de Montefeltro

Dieser in Urbino war der modernste
Palazzo Italiens mit seinen Türmen 
Vollendeten Rundbögen und inneren 
Höfen die von Säulen umstanden 

Lorenzo der Prächtige aus Florenz
Hatte um den Bauplan gebeten wie
Auch der Herzog von Mantua aber
Keiner schaffte es diese idealen

Lichtverhältnisse ganz zu imitieren
Das Licht durchflutete den ganzen
Palazzo in dessen Nachbarschaft
Raffael gerade geboren wurde

Dabei half noch der Stein aus Cesena
Der elfenbeinfarben nach seiner Natur 
Wie Alabaster geschliffen sein kann
Was die dort Reliefs noch betonte

Der Palazzo der sich an den Hügel
Schmiegte hatte die ganze Stadt in
Einen Hof verwandelt obwohl Urbino
Nur eine Kleinstadt eigentlich war

Es war der Hof des da berühmten
Fürsten Federico da Montefeltro 
Der sein durch Verletzungen völlig
Entstelltes Gesicht so stolz trug 

Dass die Narben zu einem Attribut
Seiner Würde wurden sein Verdienst
Als Heerführer verwandte er für den
Unverhältnismäßig prächtigen Palast

Er erinnerte an antike Architektur
Suchte aber noch nach eigenen 
Regeln die Raffael später in Rom
Noch weiter ergründen sollte 

Der Herzog hatte die wohl beste
Bibliothek von Italien die mit alten 
Griechischen lateinischen und auch
Hebräischen Handschriften gefüllt war

Federico war mit einer Sforza also
Einer der ersten Familien verheiratet
Hatte einem prächtigen Festsaal der
Mit Details hier beschrieben wird

Doch Federico versammelte auch
Gelehrte und Künstler um sich an 
Seinem so kultivierten Hof über den
Giovanni Santi eine Reimchronik

Verfasste in der er Federicos Palazzo
Nicht menschlich sondern göttlich 
Nennt die Tugend und Eleganz des
Hofes als lebendiges Portrait gab

Mit großer Klarsicht beurteilt er dort
Die besten Künstler seiner Zeit er
Urteilt scharf und treffend wie es
Vasari 60 Jahre später auch tat 

Er erzählt von herrlichen Werken von
Masaccio Lippi Botticelli Leonardo da
Vinci bis van der Weyden und auch 
Jan van Eyck wie die Bellinis dazu

Sein malerisches Idol war Mantegna 
Also auf der Höhe der Zeit auch war
Belesen philosophisch gebildet auch
Die Pädagogik aufmerksam verfolgte 

Erzieher Frederico de Montefeltros
War Vittorino da Feltre der als der
Fortschrittlichste Erzieher Italiens galt 
Sich um antike Ideale bemühte 

Dabei folgte er der Natur für ein 
Harmonisches Gleichgewicht das den 
Kindern ermöglichte ihre Fähigkeiten
Unterschiedlich zu entwickeln

Seine in Mantua gegründete Schule
Legte Wert auf einfache Ernährung
Körperliche Ertüchtigung Spiel und
Lebensfreude warum seine Schule

Auch la Giocosa die Heitere genannt
Er brachte ganz neue Aspekte die das
Wohl des Kindes berücksichtigen in
Die Erziehung mit ein die später auch

Dem jungen Raffael zugute kamen
Der auch lange von seiner Mutter
Statt von einer Amme wie damals
Üblich darum gestillt wurde ob das

Zur von Hingabe und Glück später
Gekennzeichneten Weiblichkeit in
Seinem Werk beitrug scheint mir
Eher gewagt meint aber Forcellino

Über Raffaels Mutter wissen wir
Wenig da Frauen keine Rolle in 
Zeitgenössischen Biographien spielen
Es lässt sich allerdings vermuten 

Nach der Höhe ihrer Mitgift dass sie
Aus gehobenen Verhältnissen kam
Sie machte eine gute Figur bei Hofe 
Trug bei Hofe schwarz und rot was

An italienischen Höfen als Symbol
Höchster Eleganz galt vorbehalten
Für jene die im Vordergrund standen
Aber noch kein Gold tragen durften 

Dies war Adel und Prälaten noch
Vorbehalten wie beliebt Magia bei
Hofe war schließt Forcellino daraus 
Wieviel Wachs ihr Mann anlässlich

Ihrer Beerdigung der Kirche bezahlt
Im Jahre 1491 was 14 Pfund waren
Damit acht mehr als für seine Mutter
Was ein deutliches Zeichen wäre

Das Leben in dem Hause in der
Via Santa Margherita war wohl
Sehr angenehm und Giovanni
War am Hof ersten Ranges schon 

Er schrieb noch eine viel beachtete 
Komödie die zur Hochzeit des Sohnes
Des Herzogs aufgeführt wurde er war
Auch für Portraits bei Hof zuständig

Sein Bild wurde durch Vasari getrübt
Der den Vater Raffaels herabwürdigte
Um den einmaligen Sohn noch zu
Betonen was lange den Blick trübte

Heute ist klar und anerkannt wie
Sehr das Genie des Vaters und
Seine vielfältige Bildung den Sohn
Wie seinen Erfolg auch prägten 

Spannend ist wie kritisch Forcellino
Vasari betrachtet um dafür das Bild
Von Giovanni Santi zu korrigieren
Den Vater des genialen Sohnes

Dadurch steht Raffael eher in einer
Wenn auch kleinstädtischen dennoch
Gebildeten wie wohlhabenden Kultur
Der Renaissance in Italien ist damit

Kein überraschend einmaliges Genie
Auch wenn sicher hochbegabt doch
Teil wohlhabender Hochkultur die
Bewusst ihre Kinder auch bildete

Es ist spannend Raffael als Teil einer
Bürgerlichen Bildungskultur in der
Provinz zu sehen die seine Basis
Als Künstler damit auch legte

Manches erinnert an Montaigne der
Durch seinen Vater aber 60 Jahre
Später in Frankreich eine ähnliche
Erziehung im Geist der Renaissance 

Genießen durfte die das Fundament
Seiner großen literarischen Bildung
So sehr war wie ihn als Philosophien
Und Autor damit auch noch prägte

Dieser Blick auf das humanistische
Ideal der bürgerlichen Bildung das
Die Renaissance mehr prägte als
Einzelne romantische Genies je

Gefällt mir sehr und passt eher
Zu großer Kunst die sich über
Generationen erst dazu entwickelt
Was das plötzliche Genie nie hat

jens tuengerthal 16.9.26

Bildungsreisen

Bildungsreisen

Manche meinen Reisen bildet 
Welch fataler Irrtum der nur
Immer mehr Idioten stumpfsinnig
Durch die Welt laufen lässt die sie
Dabei nebenbei noch zerstören 

Wer etwas über andere Kulturen
Menschen und Zeiten lernen will 
Der lese gute Bücher denn das
Reisen bildet ist eine Einbildung
Es zerstört nur und fördert die
Unruhe der Welt die eine der
Tödlichsten Krankheiten ist

Alle die sich bilden wollen über
Die Welt und andere Kulturen
Sollten besser zuhause lesen
Hinfahren zerstört nur die Welt
Bringt keinerlei Bildung bloß
Eine oberflächliche Anschauung 
Die noch dazu vom Lesen mehr
Ablenkt als irgendwas bringt

Bücher dagegen können sowohl
Unterhalten wie bilden und sind
Eine stille Form der Versenkung
Die das Gedächtnis fit hält und
Klüger unterhält als jede Berieselung

 
Kündigt eure Abos alle und kauft
Bücher dann liegt euch die Welt
Durch alle Zeiten zu Füßen sogar
Der Weltraum wurde literarisch
Schon erobert durch Stanislaw Lem 

Niemand muss mehr dahin da die 
Lektüre viel weiter immer führt
Ob noch jemand klug genug ist 
Dies zu verstehen scheint dagegen
Noch immer eher fraglich warum
Es gut war darüber zu dichten 

Auch wenn es nur eine liest
Ist es schon mehr als vorher 
In Büchern reisen genügt völlig
Bringt mehr ist günstiger und 
Schützt die Umwelt nebenbei
Macht ohne Übelkeit Spaß
Schenkt ein gutes Gewissen
Nur Idioten ohne Phantasie
Meinen noch überall hin zu
Müssen statt in Ruhe zu lesen

jens tuengerthal 16.9.26

Rabattwahnsinn

Rabattwahnsinn

Kaum steigen die Ölpreise will die 
Politik mit Milliarden eingreifen um
Die falsche Fortbewegungsart mit
Verbrennungsmotoren weiter zu
Subventionieren weil es die armen
Autofahrer nun trifft also die dumme
Mehrheit die der Herde folgt und sich
Unflexibel zeigt also die Quittung für
Ihre Dummheit an der Zapfsäule nun
Bekommt was eigentlich gut so ist
Weil es falsches Verhalten bestraft
E-Mobilität lohnend macht auf die
Diese Bundesregierung nicht setzte 
Die in allem das falsche Pferd war
Weil der Kanzler an Kernfusion glaubt
Die noch nichts antreiben kann will 
Der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten
Sich Zuneigung mit Tankrabatt kaufen
Der das idiotische Autofahren noch
Weiter subventioniert und damit das
Falsche Verhalten zu Lasten derer
Die sich klüger zeigen subventioniert 
Was damit betrügerisch wäre warum
Jeder Bürger ohne Auto wie auch die
Umwelthilfe Strafanzeige gegen die
Bundesregierung stellen sollte wenn
Diese zum Stimmenkauf wieder
Milliarden verschwendet denn jeder
Ist frei nicht mehr Verbrenner künftig
Zu fahren und das falsche Verhalten
Weiter subventionieren ist ein bloß 
Parteiischer Lobbyismus der das als
Falsch bekannte Verhalten auch noch
Staatlich weiter unterstützt wenn
Dürfte es ein neues 9 Euro Ticket
Ohne Begrenzung geben um den
Öffentlichen Nahverkehr zu fördern
Kein Cent in Verbrennersubvention
Tanken darf gerne teuer sein dann
Fängt vielleicht das Denken an
Wer ein bekanntermaßen falsches 
Wie schädliches Verhalten weiter
Subventioniert ist ein Betrüger
Das sollte Folgen haben und
Langsam fahren spart Sprit 

jens tuengerthal 16.9.26

Dienstag, 15. September 2026

Lektürentagebuch 15.9.26

Lektürentagebuch 15.9.26  

Im ersten Teil Giovannis Sohn erzählt
Antonio Forcellino in seiner Biografie
Raffael von dessen Geburt an jenem
Karfreitag dem 28. März 1483

Einer Zeit zu der Amerika noch nicht
Von Europäern entdeckt worden war
Die Erde nach Lesart Roms noch eine
Scheibe und Maximilian Kaiser war

Der letzte Ritter wurde dieser genannt
Ein Habsburger der Burgund heiratete
Seinem schönen Sohn Spanien zur 
Frau gab der wenig später starb

Das Kapitel Ein schönes Bürgerhaus
Beschreibt den Tag der Geburt von
Den Schreien der Mutter bis zur
Arbeit des Vaters währenddessen

Der Vater war Maler und Literat am
Ghibellinischen Hof der Herzöge von
Urbino im nahe gelegenen Palast das
Haus hatte schon der Großvater einst

Erworben und es steht bis heute als
Nun Museum des berühmten Sohnes 
Gegenüber der Kirche zu der nun die
Karfreitagsprozessionen mit den sich

Bis aufs Blut geißelnden Männern 
Zogen die das Leiden Christi mit Dornenkrone nachspielten und die
Straße zur Kirche gegenüber mit

Ihren vielen Fackeln erleuchteten
Als das Licht dieses Frühlingstages
Schon langsam weniger wurde auch
In der zur Straße gelegen Werkstatt

Eindrücklich wird beschrieben wie
Giovanni dort seine Farben mischte 
Aus was sie gewonnen wurden wie
Die Maler aus Gent ganz neu die

Leuchtenden Ölfarben nach Urbino
Gebracht hatten und sich auch der
Vater an der Farbe mit Leinöl versucht
Aber auch die alten Tempera Farben

Noch weiter benutzte auch wenn die
Mischung so verführerisch dauerhaft
Glänzte als sei sie mit Lack bedeckt
Was die Malerei deutlich veränderte 

Denke an die leuchtenden Bilder aus
Burgund wie die glitzernde Krone der
Madonna auf einem der Bilder in der
Berliner Gemäldegalerie des großen

Jan van Eyck das die gekrönte Maria
Mit dem Jesuskind auf dem Arm mit
Einer Kirche zeigt bei dem die Krone
Bis heute noch glänzt aus Flamen 

So erzählt Forcellino schon einige
Auch kunsthistorisch spannende
Geschichten über Farben Kunst
Wie den Kontakt auch zum Herzog

Auch das reiche Bürgerhaus mitten
Im Zentrum von Urbino gegenüber
Dem Palast an der schon breiten 
Straße auf der zwei Fuhrwerke 

Sogar nebeneinander fahren konnten 
Es war ein Privileg so nah am Palast 
Wie der Kirche zu wohnen die oben 
Mit Ziegeln wie Brüsseler Spitze

Geschmückt gewesen sein soll was
Ein schönes nur schwer vorstellbares
Bild der Kulturstadt Urbino liefert in
Der Raffael seinen Anfang nahm


Im zwölften Kapitel sitzt Hans Grill
Mit Doralice seiner Frau der Gräfin
Beim Mittagessen und sie versuchen
Miteinander zu plaudern aber sie

Missverstehen sich wieder einmal 
Mehr als sich nah zu kommen und
Während Hans von München nun
Schwärmt wird sie abweisend

Er will wieder aufs Meer mit den
Fischern aber sie will nicht mit
Bleibt im Sessel und schläft ein
Träumt von Hilmar der käme

Als sie träumt er komme über sie 
Um sie zu küssen erwacht sie
Und Hans steht tatsächlich da
Er redet schönen Unsinn und

Kniet vor ihr küsst ihre Hand 
Sie will ihn wegschicken er meint
Das ginge nicht sie gehörten jetzt
Zusammen er solle zurück zum

Regiment am nächsten Tag sie
Sind noch so innig als Lolo nun
Draußen vorbeiläuft die in der
Nacht im Meer schwimmen wollte

Sie hatte sich davon Erleichterung
Erhofft ins Wasser zu gehen aber
Ging noch wie immer bei Waldeins
Vorbei sah bei Doralice noch Licht 

Sie ging näher sah Hilmar wie er
Vor Doralice kniete und sie küsste 
Nun war sie endgültig entschieden 
Ging zum Strand und ließ den Mantel

In den Sand fallen wie liegen und
Ging darauf ins Wasser immer weiter
Über die Sandbank hinaus bis es
Immer tiefer wurde und schwamm 

Sie hatte schon Wasser geschluckt
Als die Fischer sie an Bord zogen
Sie tragen sie zu Waldeins weil es
Näher war als der Bullenhof 

Dorthin läuft der andere während
Der sie trug sie bei Doralice ablegte 
Die gleich Agnes zu Hilfe rief die Lolo
Auszog und Abrieb und dies dann 

Doralice übergab um einen Tee
Zu kochen als sie allein sind macht
Lolo die Augen auf und meint sie
Solle Hilmar haben weil sie so

Schön sei müsse es so sein
Wer auch immer diese weibliche
Logik versteht wies Doralice es 
Streng zurück sie wolle ihn nicht

Dann kommt die Generalin mit
Der Bork und Nini aber ohne die
Baronin organisiert den Transport
Von Lolo zum Bullenkrug zurück 

Sie war ohne ihre Tochter die Baronin 
Gekommen und blieb noch um mit
Doralice ein Wort unter Frauen zu
Reden sie solle das Weglaufen lassen 

Das ist sehr freundlich und fast 
Kameradschaftlich von ihr dann
Streichelt sie ihr Gesicht zum
Abschied und Doralice bleibt allein

Zieht die Beine hoch auf den Sessel
Fragt sich wie sie wirklich ist als nun
Agnes mit dem Tee kommt bringt sie
Doralice ins Bett zärtlich wie ein Kind

Dramatische Szenen in denen aber
Wieder nahezu nichts passiert und
Die Beteiligten sich im Angesicht des
Todes irgendwie sehr ehrlich zeigen 

Eine faszinierende Konstellation bei
Der Keyserling sich sehr tief in das
Verletzte Gefühlsleben hineinfühlt
Erstaunlich besonders die Gräfin

jens tuengerthal 15.9.26