Montag, 2. November 2026

Randrassismus

Randrassismus

Am braunen Rand der CDU die nichts
Rechts neben sich dulden will gibt es
Im Umfeld von Nius und Dobrindt so
Einige die gern dem Rassismus ganz 
Offen oder verdeckt frönen wie just 
Der Sportreporter Waldemar der
Dem Namen von Elif verunglimpfte
Die ich als Linke sonst nie verteidigte 
Wie Dobrindt selbst der von Gruppen
Von Migranten redet ohne dafür eine
Brauchbare polizeiliche Aussage je
Vorweisen zu können also bloß die
Vorurteile der Stammtische bedient
Damit macht er wie schon Merz mit
Seiner Stadtbild Aussage Rassismus
Normal und dagegen sollten wir nun
Ganz dringend laut werden denn 
Die Neigung zur Dummheit ist in 
Deutschland so weit verbreitet wie
Sie es 1933 schon war wer dem
Dummen Lümmel nach dem Maul
Redet macht Rassismus normal
Verdoppelt die AfD mal eben wie
Der Kanzler merken durfte der in 
Mecklenburg aus dem Parlament
Mit seiner Partei sogar flog warum
Der normale Rassismus am Rand 
Deutlich gestoppt werden muss
Wie gut dass nun CDU Frauen
Zumindest gegen Hartmann laut
Wie deutlich wurden besser wäre
Sie würden so laut gegen Merz
Wie Dobrindt die ihre Partei auf
Dem Weg nach rechts halbierten
Wenn das normal wird wählen die 
Spießer AfD und Rassismus wird 
Wieder normal in Deutschland
Auf den Spuren von Trump
Es ist Zeit und nötig die Demokratie
Gegen Kanzler und Innenminister
Zu verteidigen dann wird auch ein
Waldemar sein Maul lieber halten
Es steht nicht gut um Deutschland 
Im traurigen Monat November 

jens tuengerthal 2.11.26

Sonntag, 1. November 2026

Enthüllungswunder

Enthüllungswunder

Am 1. November 1512 wurden in der
Sixtinischen Kapelle Deckenfresken
Von Michelangelo enthüllt die heute
Kulturgeschichte der Menschheit sind

Diese Gemälde stellen Szenen auch
Aus der Schöpfungsgeschichte dar 
Mit denen Papst Julius II in Rom 
Michelangelo 1508 beauftragt hatte

Michelangelo war damals aber eher
Als Bildhauer berühmt die Decke der
Sixtinischen Kapelle Kapelle war also
Eine ziemliche Zumutung für ihn

Michelangelo vermutete sogar seine
Konkurrenten hätten ihn in diese
Situation gebracht um ihn dabei
Als großes Talent scheitern zu sehen

Er baute sich ein eigenes Gestell um
In dem Bau von Papst Sixtus welcher
Dem salomonischen Tempel in den 
Maßen nachempfinden ist zu malen 

Die neun Szenen erzählen in drei 
Abschnitten die Erschaffung der Welt 
Gott trennt Licht und Dunkelheit und
Erschafft Sonne Mond Pflanzen und 

Ordnet die Welt auf ihre Art wie
Die Erschaffung des Menschen in der
Adam erschaffen wird Eva entsteht es
Zum Sündenfall kommt wie auch die

Geschichte Noahs mit Sintflut und
Rettung der Menschheit was dabei
Kunsthistorisch wichtig ist weil daraus
Michelangelos Bilddramaturgie wurde 

Vom kosmischen Anfang über die 
Entstehung des Menschen bis zur 
Menschlichen Schuld und genau die
Geschichte ist so genial geworden 

Michelangelo malt den Augenblick 
Unmittelbar du siehst wie das Leben 
Entsteht kunsthistorisch revolutionär 
Ist dabei sein Menschenbild

Adam ist kein demütiges Wesen mehr 
Er besitzt einen vollkommenen Körper
Der menschliche Körper wird hier zum Ausdruck von Schönheit und Würde

Was Renaissance-Humanismus in 
Bildnerischer Vollendung wurde die
In Ausschnitten unendlich oft kopiert
Fast jeder schon mal irgendwo sah 

Es ist ein Menschenbild das die
Schönheit des Menschen in seiner
Körperlichkeit in den Mittelpunkt stellt
Dies lustvoll zu genießen ist gut so 

Darüber nachzudenken wie ein Maler 
Im Auftrag des Papstes in der noch 
Hochzeit der Renaissance damit
Beauftragt wurde ist spannend

Steht am Ende Rom am Anfang des
Menschenbildes des Humanismus 
Oder zeigt sich diese Mode nur auch 
Dort in beeindruckender Schönheit 

Vielleicht sollten wir darüber lieber
Nachdenken solche Tempel des noch
Aberglauben der Vernunft künftig zu
Widmen Humanisten zu werden

jens tuengerthal 1.11.26


Novemberblues

Novemberblues

Es war im traurigen Monat November
Dichtete Heine einst als er von Paris
Nach Deutschland hinüber kam um
Über üble Zustände hier zu dichten

Ob die Zustände wirklich besser je
Wurden oder sich nur die Koordinaten
Der Messung des Üblen verschoben 
Scheint heute wieder fraglicher

Nie ging es uns so gut auch im Monat
November aller Traurigkeit zum Trotz 
An dunklen Tagen mit nur wenig Licht 
Haben wir heute Elektrizität wie auch

Warmes sauberes fließendes Wasser
Was frühere Generationen auch in 
Berlin nur träumen konnten ist nun
Schon völlig normal geworden

Vor mir flackert der elektrische Kamin
Der ohne Rauch und Asche hier das
Gefühl von Gemütlichkeit schenkt
Grund genug zufrieden zu sein

Zumindest solange der Strom fließt
Alles in Ordnung und Frieden lebt
Keine religiösen Fanatiker regieren
Jeder nach seiner Fasson sein darf

Aber die Fritze im Land fürchten sich
Um das Stadtbild mit Migranten weil
Sie Stimmen von rechts wollen die
Ihre dafür nur verdoppelten noch 

Im Osten wo die Sonne nun im
Traurigen Monat November immer
Später aufgeht herrscht Krieg und
Mit diesem zog der Hass ein 

Wo der Hass herrscht gewinnen nur
Die Extremisten noch weiter aber
Verliert die Mitte als Garantin von 
Stabilität und Frieden in Europa 

Es wird düster im November noch
Mehr als sonst im Jahr und dazu 
Grau und kalt was zu Deutschland
Als Farbe und Zustand zu gut passt

Dem großen Novemberblues kann
Nur Liebe und Gefühl noch etwas
An Licht entgegensetzen warum
Manche früh weihnachtlich dekorieren 

Ob drei Tage nach der immer noch
Wintersonnenwende wenn der Winter
Kommt in dunkelster Zeit es heller 
Wieder wird tatsächlich einst vor

Über zweitausend Jahren ein Rebbe
Zu Nazareth geboren wurde ist dabei
So egal wie die Rückkehr des Lichts
Zu feiern ganz natürlich auch ist

Sich im traurigen Monat November 
Mit Liebe aneinander zu erinnern
Ist ein gutes Vorhaben denk ich
Was dunkle Zeiten hell leuchten lässt

jens tuengerthal 1.11.26

Reformationsriesling

Reformationsriesling

Gegen zwei im Crossroads endlich
Doch noch angekommen wo Tino
Mit wieder Selma die Bar macht und
Martha noch am Tresen sitzt neben

Drei Damen im sexy Halloween Dress 
Wie ein einsamer Herr am Ende der
Bar der mit Selma plaudert während
Tino mit Martha sich unterhält 

Die Musik ist ältere Party Spaß Musik
Aber gut erträglich sonst ist nichts 
Großartig mehr los gelegentlich
Kommen die Nymphen vorbei

Leicht bekleidet die Hüften schwingen
In den Örtlichkeiten verschwinden um
Dann um sich schauend auf genug
Aufmerksamkeit hinab zu steigen

Nun sind sie weg und der kurze 
Abend klingt in die Nacht aus
Zeit den Riesling zu trinken um
Zurück zum Kamin zu gehen

jens tuengerthal 1.11.26

Samstag, 31. Oktober 2026

Lektürentagebuch 31.10.26

Lektürentagebuch 31.10.26

Bei Hermann und Ulrike den ich noch 
In den frühen Morgenstunden las irrt
Hermann zunächst durch Berlin was 
Johann Karl Wezel mit viel Humor

Beschreibt wie er anfangs noch mit
Seinem Bauern zusammen geht und
Ständig nach dem Weg fragen aber
Schon an der nächsten Ecke wieder

Nicht mehr weiter weiß bis er einen 
Findet der ihn zu der Adresse bringt
Wo er schon erwartet wird und ihn 
Einige Briefe erwarten zunächst von

Schwinger der Lehrer und seine guten
Eltern hatten ihm geschrieben wobei
Seine Mutter hofft er würde sich bald
Zu den Wiedertäufern bekehren

Sein Vater dagegen über den dort
Aberglauben und die Gebete lästert
Hofft bald wieder gesund zu sein um
Auf eigenen Füßen zu stehen

Schwinger schreibt vom Zorn des
Grafen der ihn verhaften wollte in
Leipzig wo er nicht mehr war und
Dass die Gräfin wüsste wo Ulrike

Nun wäre der sie habhaft werden
Wollten dann beginnt er der nun
In einer schlichten Kammer für 
Diener lebt seine Lehre beim

Kaufmann der ihm Unterkunft gab 
Macht die Arbeit schlecht und eher
Unkonzentriert ist genervt von den
Kunden wird wirsch und unfreundlich 

Der Leipziger Doktor antwortet ihm
Auf seine Bitte um Übersendung
Seines Hab und Gut und freut sich
Über die Aufdeckung des Schwindel 

Dann zeigt der Kaufmann ihm und 
Dem anderen Lehrling ein Bild das
Ulrike zeigt und lobt eine Belohnung
Für den aus der sie findet weil sein

Guter Kunde der Graf ihn darum
Gebeten hätte worauf der andere
Meint er kenne sie aus einem der
Öffentlichen Häuser hier und sie

Würde immer Unter den Linden 
Flanieren wo damals noch die
Huren auf Kundenfang gingen 
So sähe sie doch auch aus

Empört hätte sich Hermann nun
Beinahe verraten und biegt es
Gerade noch wieder zurecht aber
Ist nun natürlich wieder unruhig

Der Aberglaube an seine Mission
Als Bekehrer in Berlin hatte ihn von 
Der Liebe zeitweise geheilt nun wo
Sie nah sein könnte kommt es wieder

Hermann ist völlig verwirrt nun mit
Gefühlen aus Sorge Eifersucht und
Liebe befragte er den anderen ständig
Bis dieser es ihm für immer verbietet 

Hermann ist hin und her gerissen
Ulrikes Nähe macht ihn ganz nervös
Das öffentliche Haus in dem sie nun
Lebe und arbeite macht ihn fertig

Eine feine teils ironische Betrachtung
Der Zustände zeigt Hermann dabei
In welcher Gefahr er schwebt und
Beschreibt Leben in der Großstadt

Eigentlich will Hermann diese Chance
Die ihm wieder Schwinger eröffnete
Nutzen und sich fleißig zeigen aber
Andererseits schafft er es nicht


Über Voltaires Werk schreibt sehr
Euphorisch mit vielen Superlativen
Egon Friedell in der Kulturgeschichte 
Der Neuzeit voller Begeisterung

Danach muss Voltaire ständig wie
Ohne Pause gearbeitet haben bis zu
Zwanzig Stunden am Tag teilweise
Was Friedrich den Großen zu einem

Amüsanten Kompliment veranlasste
Er bezweifle dass es einen Voltaire
Gäbe und er bestreite seine Existenz
Unmöglich könne ein einziger Mensch

Dieser ungeheure Arbeit vollbracht
Haben es müsse in Cirey wohl eine
Akademie mit der Elite der Welt geben 
Die unter dem Namen Voltaire arbeitet

Es wäre bei Voltaire vermutlich so wie
Bei einem Feldherren dem die Taten 
Seines Heeres zugerechnet werden
Dazu eine ungeheure Korrespondenz

Casanova zeigte er 1760 eine 
Sammlung von 50.000 Briefen die er
Nahezu alle beantwortet dazu soll
Seine Konversation bezaubernd 

Immer gewesen sein er sei wurde 
Über ihn gesagt die beste Ausgabe
Seiner Bücher nebenbei muss er
Alles wichtige noch gelesen haben

Seinen ersten großen Erfolg hatte er
Mit Die Liga oder Henri der Große
Das er zur Hälfte noch in der Bastille 
Verfasste wo er in ein Buch schrieb 

Mit Bleistift zwischen den Zeilen
Verfasst eroberte es als Henriade
Die literarische Welt als das Epos
Was den Franzosen noch fehlte 

Sein zweites Epos war eine Parodie
Auf Jeanne d’Arc was er erst nicht
Veröffentlichten wollte aber es fanden 
Sich Sekretäre die Kopien verbreiten

Es war ein ideales Gedicht für das
Rokoko Publikum war zugleich witzig
Schlüpfrig und antiklerikal bediente
Alles über das gelästert wurde 

Als Dramatiker ist sein Verdienst die 
Pseudoantike Tradition zu brechen
Er brachte amerikanische asiatische
Wie afrikanische Stoffe auf die Bühne

Shakespeare soll ihn beeinflusst 
Haben wie Lessing in seiner strengen 
Kritik über ihn schrieb und er lobt ihn
In aeinen Briefen über England aber

Nannte ihn als alter Mann einen 
Dorfhanswurst gotischen Koloss und
Trunkenen Wilden dafür waren seine
Charaktere viel schlechter gezeichnet

Seine Stärke lag in vollendeter Form
Der Alexandriner bewirkte dabei dass 
Alles durch ihn gesagte sich in eine 
Pointe oder ein Epigramm verwandelt

So wurde Voltaire zum souveränen
Beherrscher der Tiradenpoesie wie
Lieblingdramatiker eines Volkes vom
Rhetorikern im Philosophiejahrhundert

Zweck und Hauptthema der Henriade
Ist der Kampf gegen Fanatismus und
Intoleranz in der Pucelle verhöhnt er 
Wundersucht und Aberglauben

In Voltaires Dramen dominiert überall
Die Tendenz im Alzire Grausamkeit
Der Christen die Peru erobern wie in 
Der Fanatismus oder Mohammed der

Prophet schon der Titel polemisch ist
Der Held sei ein Tartuffe mit Schwert
Auch in der Zaire in deren Kern es
Um die Liebe geht ist es wieder ein

Fluch über die religiöse Vorurteile 
Voltaire nannte die Bühne die Rivalin
Der Kanzel als das Megaphon seiner
Ideen aber nie formt er Charaktere

Darum gelang diesem Genie auch
Kein einziges Lustspiel in dem die
Personen lebendig werden er blieb 
Immer ein kritischer Philosoph dabei

Über Voltaire als Historiker zitiert 
Friedell ihn zunächst selbst dass nur 
Wer Tragödien schreiben könnte auch
Geschichte interessant machen würde 

Damit eilte er als Historiker schon
Weit seiner Zeit voraus während seine
Tragödien in Geschichtsphilosophie
Verrinnen würden verdichtete er

Seine historischen Darstellungen zu
Wahren Dramen so schrieb er die 
Modernsten Geschichtswerke statt
Langweilig Feldzüge zu beschreiben

Schildert er zuerst die Kultur wie die
Sitten der Zeit statt Geschichte der
Könige die Schicksale der Völker
Dabei fand er alles interessant

Sein ewiger Kampf gegen die Kirche 
Trete in seinen historischen Werken
Weniger aufdringlich hervor als in den
Epischen und dramatischen Werken 

Der Geschichtsschreibung widmete
Er sich erst in der zweiten Hälfte 
Seines Lebens vorher waren es eher
Die exakten Disziplinen noch

Er schrieb eine klassische Darstellung
Der Philosophie Newtons die diesen 
Erst auf dem Kontinent populär macht
Er hatte in Cirey ein Laboratorium 

Dort hat er mit Madame du Châtelet
Die da große Talente besaß fleißig
Experimentiert wäre wohl Erfinder 
Hätte er sich länger damit beschäftigt

Als letzte Kapitel zu Voltaire kommen
In den nächsten Tagen irgendwann 
Noch seine Philosophie wie der 
Garten als Abschluss von Voltaire 

Ob dort endlich mehr von seiner
Tafelrunde bei Baron Holbach also
Les Philosophes die Rede sein wird
Bin ich noch ein wenig gespannt

Aber ich fürchte seine wahre geistige
Heimat in Paris wird um das Bild des. Genie nicht zu trüben übergangen 
Was dabei keinem gerecht wird

jens tuengerthal 31.12.26





Reformationsgruseln

Reformationsgruseln

Heute ist Reformationstag
Da lernte die freiere Renaissance
Das Gruseln vom Aberglauben
Der viele Kriege bis heute brachte

Die zumindest Versendung der
95 Thesen durch den Professor
Martin Luther zu Wittenberg wurde 
Legende und Geburtsstunde damit 

Der Reformation der evangelischen
Kirchen in bunter Vielzahl wie auch
Eine katholischen Gegenreformation 
Die das Elend bis heute verlängerte 

Luther ein schlichter Antisemit schrieb 
Was Hitler der aber österreichischer
Katholik war gruselig umsetzte schon
War er ein Freiheitskämpfer dennoch 

Fragt sich wer den Kampf des Mönch
Der auch Professor war gegen den
Ablass und katholische Gier sah der
Von der Freiheit des Christen schrieb

Ob es ein katholischer Streich gegen
Die Reformation und ihren Feiertag
War durch katholische Iren das nur
Alberne Halloween zu verbreiten 

Könnte auch spannend wohl sein 
Wenn Kinder und Jugendliche heute
In klar erpresserischer Absicht Süßes
Fordern und Saures sonst androhen

Oder ist es einfach wieder typisch
Amerikanische Konsumscheiße die
Kein vernünftiger Mensch je braucht
Aber vielen Freude dennoch macht 

Manche Länder feiern bis heute den 
Reformationstag als Feiertag andere
Freuen sich dafür am gruseln nach
Amerikanischen Vorbild mehr

Die Zahl evangelischer Länder hat
Sich mit der Wiedervereinigung mehr
Als verdoppelt auch wenn die meisten
Im Sozialismus Atheisten wurden 

Dennoch verbreitet sich Halloween
Wie der Tag vor Allerheiligen heißt 
Im ganzen Land rasanter noch als
Die Kirchenaustritte ständig steigen 

Menschen haben in dunkler Zeit
Freude am Gruseln und machen sich
Einen Spaß daraus andere wieder
Erschrecken zu wollen wie lustig

Ein vorgezogener typisch katholischer 
Karneval so lächerlich wie aller nur
Aberglaube immer bleibt für den der
Keine Götter kennt und will

Die Reformation hat den Aberglauben
Nur reduziert und verlängert statt den
Unsinn mit Vernunft zu überwinden
Die Renaissance im Reich gestoppt 

Bis 1648 bekriegen sie sich in den 
Lächerlichen Glaubensfragen noch
In Deutschland das große Teile seiner
Kultur und Bevölkerung damit verlor

Die Enthaltsamkeit die Luther für
Manches predigte steht völlig im
Gegensatz zur Lebenslust die
Katholiken in Rom zeigten 

Andererseits durften die Evangelen
Auch als Pastoren heiraten also der
Natürlichen Liebe und Lust folgen
Wie Luther es mit Katharina tat

Die Macht Roms wurde geschwächt 
Welche viele deutsche Kaiser quälte 
Solche blieben erstmal Katholiken
Aus Habsburg Bayern Luxemburg

Was hat die Reformation kulturell
An Fortschritt gebracht als den
Geist des evangelischen Pfarrhauses
Dem die große Merkel entstammte

Vier katholische Kanzler stehen
Sechs evangelisch zumindest noch
Getaufte gegenüber Scholz trat aus
Was er mir noch voraus hat

Die Folgen der Reformation im
Deutschen Reich das noch heilig und
Römisch sich nannte waren gruselig
Mord und Totschlag um Aberglaube

Sollte die Republik überhaupt noch
Feiertage aus dem Aberglauben was
Die Kirchen immer bleiben haben 
Ginge es uns ohne nicht viel besser

Im Sinne des kategorischen Imperativ
Wie der kantschen Ethik im Sinne von
Max Stirner freiheitlich ausgelegt wäre
Weniger Aberglaube viel besser

Stelle die Welt lieber allein auf dich
Übernimm persönlich Verantwortung
Statt höhere Wesen anzubeten wie
In Träumen es die Geisterseher tun 

Mehr Vernunft und Feiertage im Geist
Der Aufklärung entsprâchen dem nur
Wieviele verstünden das schon wie
Unaufgeklärt ist Deutschland noch

So feiern wir Reformationsgruseln
Haben mit allem nichts zu tun wie 
Am liebsten unsere Ruhe davor aber
Das Volk liebt seine lauten Feste 

Muss ich ein Teil davon sein oder
Halte ich lieber vernünftig Abstand 
Vom Reformationsgruseln um der 
Vernunft mehr Raum zu geben

Kann ich jeden Tag sonst fragen
Lass die Leute feiern was auch
Eine gewisse Anarchie ja hat und
So steckt auch im Wahnsinn viel

jens tuengerthal 31.10.26


Liebesfreundschaft

Liebesfreundschaft

Kann eine Liebe sich
In einer Freundschaft
Verwandeln oder ist das
Unmöglich weil die Gefühle
Andere sind und dem das
Begehen entgegensteht
Oder ist das der normale
Gang der meisten Ehen
Wie gut wenn es gelingt
Was leider ob Ehe oder nicht 
Relativ selten nur gelingt
Glücklich aber sind jene
Die es schaffen das viel
Kostbarere zu erhalten
Was im Vertrauen einer
Freundschaft ohne die
Launen der Liebe dabei 
Mit dem großen Gefühl
Füreinander dennoch was
Die Frage stellt warum sie
Das Bleibende umbenennen
Wenn sie mehr haben als
Die meisten Ehen erreichen
Kann es aber weise sein
Sich auf das Bleibende
Lieber zu beschränken
Statt auf die immer Wechsel
Des Gefühls je zu vertrauen
So kann das Ende einer Liebe 
Der Anfang einer größeren
Liebe genannt Freundschaft sein 
Was immer daraus wird

jens tuengerthal 31.10.26

Rieslingherbstlich

Rieslingherbstlich

Bei sehr herbstlich feuchtem Wetter
Dennoch zum Crossroads gelaufen
Melanie und Tino begrüßt und gleich
In der Flaneurloge Platz genommen

Kaum saß ich brachte Melanie schon
Freundlich wie immer den Riesling
Unten an der Bar unterhalten sich 
Zwei Bekannte an der Bar intensiv 

Ein einzelner Herr umarmt plaudernd
Melanie die sich sogleich in die Arbeit
Wieder stürzt die obige Gruppe von
Sieben unten abkassiert und spült

Tino plaudert intensiv mit einer Dame
Die sich gerade im Aufbruch befindet
Am Stehtisch noch eine Damen mit 2
Herrn von denen einer einzeln steht

Ferdinand schaut sich im Raum um
Bleibt aber mangels Alternative bei
Der Dame aus der Bremer Höhe 
Deren Name mir gerade entfiel

Die beiden werden gerade abkassiert 
Tino ist noch rauchend im Gespräch
Melanie macht den Rest während
Der nächste Stammgast kommt

Dieser noch unentschieden wo er
Platz nehmen soll wählt dann das
Ende der Bar bei Ferdinand und
Der eifrig plaudernden Dame

Die Musik inzwischen relativ ruhig
Während Melanie sich nun ohne 
Widerstand berühren lässt vom
Dunklen Herrn geht die Dame

Mit der Tino bis eben plauderte
Oben ist niemand mehr und hier 
Geht alles seinen ruhigen Gang
Tino ist wieder am arbeiten 

jens tuengerthal 31.10.26

Freitag, 30. Oktober 2026

Kriegsangst

Kriegsangst 

Die Deutschen haben Angst
Vor dem Krieg wie der Zukunft
Der noch Kanzler tut dabei alles
Diese noch sorgenvoll zu verstärken
Ohne eine Lösung zu bieten dafür 
Jammert er viel zu gerne 
Seine Vorgängerin wirft ihm dabei
Gelegentlich noch aus dem Off
Als Autorin und Rentnerin dazu
Höflich lächelnd Stöcke zwischen
Die zu langen Beine was den
Gang nicht wirklich sichert 
Gute Gründe gibt es hier
Nach zwei verlorenen Weltkriegen
Wie 30 Jahren Verwüstung einst 
Den Krieg für immer zu fürchten
Doch war Angst noch nie ein
Guter Ratgeber für irgendwas
Zu viel Gefühl zu wenig Vernunft
Leitet nirgendwo hin und so
Kann die Katastrophe immer
Wieder kommen wenn nicht
Mit nüchterner Berechnung
Gegen alle Ideologie verhindert 
Im Kalten Krieg rettete uns 
Konsequente Abschreckung noch
Mit zuverlässigen Partnern im Westen 
Da war mein Großvater vorne dabei
Mit kluger strategischer Berechnung
Die Partner sind heute Geschichte
Die Eitelkeit der Selbstdarsteller 
Kennt wie das Netz keine Grenzen
Ihre Moral ist sehr beschränkt dafür
Was ihnen dient wird einzig gut
Gute Gründe Angst zu haben
Gäbe es gerade wohl genug
Manche legen schon Vorräte an
Andere sterben lieber vorher
Unklar wer mehr davon hat
Wäre nicht alle Angst einfach 
So unvernünftig wie Krieg
Kann doch keiner wollen
Kritisch betrachtet

jens tuengerthal 30.10.26