Montag, 6. April 2026

Sonntagmontagriesling

Sonntagmontagriesling

Am Sonntag der schon Montag ist
Noch gegen eins ins Crossroads
Auf einen schnellen Riesling
Mit Mo und Ferdinand dort 

Wie noch einem Paar vorm Fenster
Kurz mit ihnen über die Mohrenstraße 
Die nun nach dem Philosophen 
Anton Wilhelm Amo benannt geredet

Danach ging die Diskussion zwischen
Beiden um Supermärkte und ihre hier
Verteilung und Ferdinand fühlt sich
Davon sehr gut versorgt Mo isst dabei

Das junge Paar unterhält sich dabei
Auf Spanisch und so wandert der
Ostersonntag nach dem Regen ruhig
In den unnötigen Ostermontag hinein 

Der Riesling fein wie immer aber
Weniger gut als der Reichsrat Buhl
Von gestern Nacht die Musik von
Mo ist wieder gut ausgesucht

jens tuengerthal 6.4.25

Sonntag, 5. April 2026

Lektürentagebuch 5.4.26

Lektürentagebuch 5.4.26

Weiter ging es zwei Kapitel in
Manderow mit lesen und korrigieren
Wie kleinen Ergänzungen inzwischen
Im Nationalsozialismus angekommen

Mit dem dreißigjährigen Großvater
Harry Kessler max Liebermann im
Nächsten Kapitel zum Widerstand
Ob es ihn gab oder eher weniger

Vom Leben in der Diktatur wie den
Wegen und Ausreden die dabei
Für sich und andere gesucht werden
Im Gespräch und Erlebnis direkt


Auch zum Ostersonntag dann ein 
Wunderbares Kapitel Buddenbrooks
Die Rückkehr nach sieben Monaten 
Hochzeitsreise nach Italien von 

Thomas und Gerda Buddenbrook
In ihr von Tony eingerichtetes Haus
In der Breiten Straße im Februar
Wie diese sie glücklich empfängt

Erst führt sie diese durch die Räume 
In denen schon der Samowar kocht 
Gerda äußert sich begeistert aber
Braucht erstmal etwas Rückzug

Auch Thomas macht sich nach der
Langen Kutschfahrt im Pelz es ist
Anfang des Jahres noch ein wenig
Frisch und Tony bereitet den Tee

Thomas kommt bald aber Gerda 
Lässt sich erstmal mit leichtem
Kopfschmerz entschuldigen
Tony serviert Tee in Meißen Tassen

Wie es ihr Art ist redet Tony erstmal
Ohne Pause auf ihren Bruder ein
Wie sehr sie sich langweilt und wie 
Gern sie die Scheidung gut machte 

Mit Anfang dreißig sei sie einfach
Zu jung für die Versammlung von
Witwen und Schwarzröcken was 
Die vielen bettelnden Pfaffen meint

Sie tue ja alles für Erika die sie
Nur leider an die Ehe erinnert
Mit dem dessen Namen Frau Grünlich
Nicht aussprechen will wie sie betont

Das ist wieder feinster Humor von
Thomas Mann der absurdes erzählt
Dies noch fein detailliert ausmalt 
Aber damit treffend charakterisiert

Tony jammert ihren Bruder voll
Der gerade erfüllt von seiner langen
Hochzeitsreise kommt aber hat nichts
Anderes zu tun darum Langeweile 

Erzählt von ihrem Plan ihre nun
In München verheiratete Freundin
Dort zu besuchen und Erika dann
Zu Sesemi Weichbrodt zu geben

Irgendwann merkt sie es dann auch
Entschuldigt sich bei Tom erkundigt
Sich nach Reise und Befinden
Hört dann auch tatsächlich zu

Tom erzählt von einer ganz
Wunderbaren Reise und seiner
Auch etwas eigenen Frau ohne
Ein Wort zu Italien zu sagen

Dabei höflich und dezent doch 
Schon deutlich dass Gerda eben
Anders als normale Frauen sei 
Nicht so natürlich frei wie Tony

Er betont natürlich seine Liebe
Wie wunderbar seine Frau sei 
Deren Leidenschaft sich beim
Geigen ganz besonders zeige

Der Leser liest es hält inne und 
Lächelt über diesen typischen
Mannschen Humor auch noch
Im sexuellen Bereich ganz dezent

Kein Wort dazu was von einer
Hochzeitsreise von sieben Monaten
Zu halten ist nach der nur von der
Leidenschaft beim Geigen berichtet

Doch es bleibt ein kleines aber
Das unausgesprochen dabei im
Raum schwebt als Gerda diesen 
Im weißen Hauskleid betritt 

Der weiße blasse wunderschöne
Engel mit offenem dunkelrotem
Haar schwebt in den Raum womit
Diese Kapitel sphärisch endet

Gnädige Frau Konsulin zeigt mit
Großer Leidenschaft aber sonst
Hat sie gelegentlich Migräne und
Die Zeugung des Erben zieht sich

Das ist einfach urkomisch wie 
Doch so treffend wunderbar auch
Beschrieben denn natürlich wird 
Die Gattin nicht nur funktional geliebt

Aber es stimmt eben auch etwas nicht
Wenn die Leidenschaft sich auf das
Geigen beschränkt nach der langen
Hochzeitsreise dies bemerkt wird


Im nun III. Teil der Verfeinerung der
Deutschen von Erwin Seitz geht es
Um den unverfälschten Geschmack
Was mit einer Schwärmerei beginnt

Eine regelrechte Eloge auf das so
Berühmte und einmalige Bamberger 
Rauchbier und die Stimmung in dieser
Stadt wird nun von Seitz angestimmt 

Dabei besonders noch auf das alte
Brauhaus Spezial das sogar noch
Sein Malz selbst zubereitet das
Aufwändig 23 Stunden geräuchert

Auch die Schwärmerei für Würste 
Sauerkraut und andere regionale
Spezialitäten klingt ein wenig wie
Von der Tourismusbranche dabei

Das wird mit viel Liebe zum Detail
Für das alte deutsche Getränk wie
Die gute einfache deutsche Küche
Getan die bis ins Detail geht

War bereits in Bamberg noch im
Studium von meinem Onkel dort
Eingeladen zu einer anderen
Lokalen Brauerei dort Schlenkerle

Auch diese lobt Seitz hat aber am
Handwerk bei Spezial wie der feinen 
Braukunst und Küche dort einen
Narren gefressen und schwärmt 

Bier magst du oder eher nicht
Ziehe die Weinkultur immer dem
Bier darum vor und es gibt ja auch
In Franken gute Weingüter

Ob die Wahrung alter Tradition
In der Braukunst unbedingt ein 
Gutes Beispiel für Verfeinerung ist
Würde ich vorsichtig bezweifeln

Es gibt feine fränkische Küche aber
Den unverfälschten Geschmack von
Wurst und Sauerkraut würde ich hier
Nicht wie Söder als erstes aufzählen 

Denke an die feine Pfälzer Küche
Wie geräucherten Saumagen im
Deidesheimer Hof mit feinem Wein 
Von einem der drei großen B eher

An Rheingauer Riesling mit den 
Regionalen Spezialitäten dazu 
Die ein feiner Hochgenuss sind
Bier fiele mir eher nie dabei ein

Aber vermutlich kann auch hier im
Rahmen ursprünglicher Braukunst
Von einer Verfeinerung gesprochen
Werden die bei Bier seltsam klingt

Die Freude am Handwerk das noch
Ursprüngliches altes Wissen für den
Feinen Geschmack tradiert hat eine
Sicher kulturhistorische Bedeutung 

Über Geschmack muss besser nicht
Gestritten werden und so scheint
Der römisch südliche Einfluss auf
Den Flaneur Geschmack deutlich

Mit viel Engagement und Freude am
Detail jedenfalls berichtet hier Seitz
Von fränkischer Küche und Braukunst
Was schon schön zu lesen ist

jens tuengerthal 5.4.26

Osterriesling

Osterriesling

In der Osternacht gegen
Halb zwei im Crossroads
Auf einen magischen
Osterriesling angekommen

Tino und Phil II hinter der Bar
Begrüßt sowie Melanie und 
Selma vor der Bar genauso
Dunja nicht weiter gestört

Es ist also noch voll und die
Stimmung österlich gut mit
Sechs gemischten Paaren 
Vertieft an der Bar während

Oben noch eine Gruppe um
Die Ecke gut hörbar und ein
Paar am Tisch unsichtbar ist
Die Stimmung gehoben gut

Dabei stört auch die etwas 
Krachige Musik nicht weiter
Und kaum schreib ich es kommt
Ein älterer melodischer Song 

So feiern wir den Frühling und
Buhlen umeinander mit mehr
Oder weniger weit gehenden 
Absichten der Anwesenden

Leben und Tod und wieder Leben
Lassen wir es leben und feiern
Den Frühling hier miteinander mit
Manchmal Frühlingsgefühlen hier

jens tuengerthal 5.4.26

Ostermagie

Ostermagie

Ostern feiert den Frühling
Die Wiederkehr der Natur
Nach langem dunklen Winter
Im strahlenden Licht ob mit
Oder ohne Aberglauben dabei
Die indogermanischen Wurzeln
Erzählen uns von Morgenröte
Älter ist das Frühlingsfest als
Die jüdische Sekte und ihr Guru
Der angeblich zu seinem Vater
Himmelwärts heimkehrte weil wir
Ostern die wiederkehrende Natur
Feiern was Grund genug zur
Freude jedes Jahr wieder ist
Wie zum staunen über die
Natur immer zwischen
Tod und Geburt auch ohne
Alle erfundenen Götter 
Weil Leben zyklisch ist
Wie alle Natur was jede
Frau in ihrem Leben spürt
Dank fruchtbarer Natur sogar
Monat für Monat feiern wir
Ostern für die große Natur 
Die immer alles ist also
Auch wir im relativen Sein 
Das endet und beginnt
Lustvoll zeugt und vergeht
Darum sagt uns der Mond
Wann wir den Frühling feiern 
Frohen Frühling allen feiert
Vögelt genießt dabei was
Kommt und geht denn alle
Magie ist nur Natur

jens tuengerthal 5.4.26

Samstag, 4. April 2026

Lektürentagebuch 4.4.26

Lektürentagebuch 4.4.26

Zur Feier des Karsamstag der ja
Noch vor Ostern ist wie mich die
Pfarrerin bei der Gartenarbeit im
Hof heute wissend aufklärte

Gleich in zwei Büchern gelesen
Aber vorab mich und dort mit dem
Großvater in Paris und München
Gewesen in den Zwanzigern was

Picasso betrunken zeigte warum
Wer keinen Picasso wollte von
Besäufnissen mit Hemingway zur
Zigarrenplauderei bei Manns ging

Sinnlich schön begann und ich mal
Einfach so stehen lasse hier auch
Wenn es seltsam ist sich zu lesen
Wie eigene Familiengeschichte auch

Eine bekannte Geschichte mit der ich
Groß wurde die plötzlich eine neue
Eigene Geschichte im Roman wird 
Warum ich der Familie fern blieb nun


Auf den dort auch Ausflug in die
Hochkultur was ja zur Sinnlichkeit
Passt folgte Erwin Seitz der sehr gut
In der Verfeinerung der Deutschen

Seiner konstruktiven Kulturgeschichte
Über die andere Germania des Papst
Pius II erzählt was sehr schön ist wie 
Zum weiterlesen mich noch reizte

Jener eigentlich Silvio Piccolomini 
War ein typischer Renaissance Papst
Der vor seiner geistlichen Karriere 
Sich schon einen Ruf als Autor von

Teilweise auch deftigen erotischen
Versen erschrieb der mit diesem Text
Sich in Opposition zum Kanzler aus
Mainz stellte der weniger zahlen will

Enea Silvio Piccolomini gilt als einer
Der schillerndsten Päpste der daran
Nicht armen Renaissance war auch
Humanist Diplomat und Dichter

Vor seiner späten geistlichen Karriere
War er eher als Lebemann bekannt
Hatte mehrere uneheliche Kinder aber
Wandelte sich zum ernsten Pfaffen

Er wird als der Papst bezeichnet
Mit dem die Renaissance in Rom
Einzug hielt er war 1458 bis 1464
Papst hat hinterließ einige Bücher

Seine Geburtsstadt Corsignano ließ
Er in eine ideale Renaissancestadt
Umbauen und in Pienza umbenennen
Sie gilt heute noch als Musterstadt

Er sah die Türken als größte Gefahr
Sah Europa im Kern durch den Islam
Bedroht und rief zum Kreuzzug auf
Dem er dann auch zum Opfer fiel 

Er war persönlich voran marschiert 
Trotz Krankheit und Alter weil ihm
Keine namhaften Fürsten folgten 
So starb er mit 59 schon in Ancona

Zu all dem was ich sehr spannend 
Fand zumal Pius II als ein typischer
Uomo universale der Renaissance
Galt steht bei Seitz leider wenig

Ihn interessierte mehr seine genaue
Auflistung reicher und schöner Städte
Im Reich die er als früher päpstlicher
Gesandter in Deutschland gut kannte

Am Hof in Wien war er auch als
Berater von Friedrich III tätig was 
Seine gute Kenntnisse begründete
Der entsprechende er dann auch

Abgaben von Deutschland also dem
Kanzler forderte Reichserzkanzler war
Im Heiligen Römischen Reich der
Bischof von Mainz laut Goldener Bulle

Auch diese Grundlagen waren dem
Autor scheinbar nicht wirklich bekannt
Warum er seltsam Kanzler und Kirche
Hier funktional noch teilweise trennt

Von diesen kleinen Details die wohl
Eher historisch bedeutend sind aber
Abgesehen ist der Bericht über die
Germania des Piccolomini sehr gut

Belegt die These kultureller Feinheit 
Sogar aus Sicht des Papstes der ein 
Buch über das reiche Reich schrieb 
Um mehr Abgaben zu erhalten

Nach diesem kleinen wunderbaren
Ausritt ging es noch auf einige Seiten
Zu Siri Hustvedt die sich in ihren 
Ghost Stories mit Zahlen beschäftigt 

Wie die 43 Jahre die sie mit Paul in
Liebe verbunden war ihr Leben mit
Ihm ihr Leben waren und damit der
Allergrößte Teil auch ihres Lebens

Paul wurde 77 wie seine Mutter
Was auch eine magische Zahl ist
Die sie aber philosophisch nüchtern 
Dabei betrachtet und sich freut 

Liest Todesanzeigen und freut sich
Dass er im Verhältnis nicht wirklich
Jung starb eher durchschnittlich
Nach einem erfüllten Leben

Berichtet von dem Gespräch als
Der Arzt ihnen beiden sagte dass
Pauls Lungenkrebs inoperabel war
Wie ihnen beiden die Tränen kamen

Einmal nur hätte sie noch einen Tag
Verzweifelt geheult und Paul hätte 
Sie beruhigen wollen danach
War es auch gut damit für sie 

Kurz erzählt sie vom Tod der Enkelin
Von Paul und dem seines Sohnes
Der verhaftet wurde weil das Kind
Heroin und Fenestil im Blut hatte 

Davon erfuhren sie auch zuerst durch 
Medien die wilde Theorien aufstellten
Es gibt wohl viele Briefe von Paul an 
Seinen Sohn aber er bat sie darum

Nichts darüber zu schreiben und
Auch nie darüber zu veröffentlichen
Irgendwann aber sei auch nie doch
Vorbei schreibt sie und gibt dabei

Indirekt unter Bezugnahme auf Galen
Wie seine Theorie Krebs würde auch
Durch schlechte Gedanken ausgelöst
Ihrem Gefühl dazu doch Ausdruck

Es ist dies Buch über das Sterben 
Von Paul und ihr Leben danach
Auch eine Art Tagebuch was Siri
Selbst ausdrücklich so schreibt

Da wird die Wut auf den Sohn der
Pauls erste Enkelin wie seinen Vater
Durch Verzweiflung mit tötete noch
Spürbar zeigt sie so tiefste Gefühle

Sie beschreibt die psychischen auch
Ausnahmezustände sehr fein mit
Blick auf die Wunden und das Leben
Mit ihnen was immer noch anklingt

So sehr einen manches auch dabei
Leiden mitleiden wie fast verzweifeln
Lässt über die Ungerechtigkeit ist
Ghost Stories ein Buch des Lebens

Dies mit immer wieder auch einem 
Philosophischen Abstand zu sich
Lesbar und spürbar zu machen ist
Die große Kunst in diesem Buch 

Es ist nicht nur der verzweifelte
Bericht einer trauernden Witwe
Die ihren geliebten Mann vermisst
Keine mimimi Prosa im Gegenteil 

Ghost Stories ist immer wieder
Auch ein zutiefst philosophisches 
Buch was zeigt wie sich mit der
Leere im Nichts leben lässt

Es ist eben Literatur und keine
Betroffenheitsprosa was beide
Damit auf große Art würdigt auch
Schwankende Gefühle ausdrückt

jens tuengerthal 4.4.26

Liebesgedanken

Liebesgedanken 

Gedanken voller Liebe
An die Liebste sind etwas
Ganz wunderbares denke ich
In Gedanken ihr dann ganz nah

Doch kann ich Liebe wirklich
Denken oder eher nur fühlen
Sind Liebesgedanken also eher
Unmöglich weil es um Gefühl geht

Doch lehrte uns Descartes schon
Cogito ergo sum ich denke also
Bin ich was unser Sein betrifft
Nur gilt dies auch für Gefühle

Sich seiner Liebe zweifellos
Voller Gefühl sicher sein könnte
Beides wieder vereinen womit
Liebesgedanken logisch wären 

Ob damit auch die Liebe logisch
Wird oder sich das ausschließt
Kann dahinstehen wenn wir damit
Glücklich sind uns sicher zu sein

Am Ende genügt es also wenn
Liebesgedanken wunderbar sind
Sie als Wirklichkeit zu pflegen um
Zu genießen was ist was es ist

jens tuengerthal 4.4.26

Karriesling

Karriesling

Auch zum Karfreitag wieder im
Crossroads und kaum hatte ich
Tino nachträglich gratuliert und
Selma und ihren Freund begrüßt

Stellte Selma schon den guten
Rheingauer Riesling an meinen 
Stammplatz in der Flaneurloge
In der mäßig gefüllten Bar

Unten noch zwei Herren an der Theke
Ein Paar am Stehtisch aber Tino und
Selma ersetzen die Menge engagiert
Oben noch ein Paar und eine Gruppe

Darunter einige sehr attraktive Damen
Wie ich bei ihrem Abschied bemerke 
Eine darin weniger auffällige Asiatin 
Redet auf englisch auf ihren Typ ein

An der Bar ersetzte inzwischen ein
Stammgast zwei andere ist nach
Erster Unterhaltung in die Karte 
Vertieft und Selma balanciert vorbei

Tino schüttelt wieder gekonnt mit
Viel Liebe die Musik dazu steigert
Sich langsam passend sogar aber
Bleibt sonst eher unauffällig

jens tuengerthal 4.4.26

Freitag, 3. April 2026

Lektürentagebuch 1.-3.4.26

Lektürentagebuch 1.-3.4.26

Lese momentan meist mich was
Manchmal amüsant sein kann
Zumindest ein Ritt durch das
Jahrhundert mit der Familie ist

Über ein Buch dass es noch nicht
Gibt und das weiß nicht wann
Vielleicht erscheinen wird vorher
Viel zu reden wäre eher unsinnig

Bin teilweise in Mecklenburg dazu 
Im Kopf und meist in Familie dabei
Erfinde viel und amüsiere mich falls
Sich jemand fragt wo der Flaneur ist

Es wächst und gedeiht und statt
Ostern in Familie verbringe ich
Die Zeit mit meiner literarischen
Familie die nur reale Vorbilder hat

Im Kaiserreich noch bei den
Großeltern und Urgroßeltern
Begonnen inzwischen bis zur
Großem Inflation gekommen

Neues gewagt um den großen
Rahmen der Geschichte durch
Die Geschichte in der Geschichte
Ein wenig zu sprengen lache ich

Manchmal denke ich vielleicht
Sollte es erst nach mir kommen 
Oder noch besser anonym um
Der Phantasie Raum zu lassen

Danke schon jetzt voller Vergnügen
Allen Teilnehmern für ihren Beitrag
Zum bürgerlichen Familienroman
Der gerne ganz bedeutend tut

jens tuengerthal 3.4.26

Pausenpause

Pausenpause 

Ein Dichter der nicht dichtet
Ist wohl nicht ganz dicht 
Warum es gut sein kann
Pause von der Pause 
Zu machen wenn genug
Gelesen am Tag auch
Wenn unklar ist was
Wem wann wo wie
Genug ist ist genug
Was noch gut tut
Alles andere wäre
Zuviel was nie gut tut
Warum weniger nichts
Zumindest etwas ist
Bei Gelegenheit

jens tuengerthal 3.4.26

Donnerstag, 2. April 2026

Liebeskünstler

Liebeskünstler

Vor 300 Jahren am 3. April 1725 also
Wurde in Venedig der berühmte
Giacomo Girolamo Casanova 
Geboren dem hier gedacht sei

Der Venezianer der vor allem durch
Seine zahlreichen Liebesabenteuer
Berühmt wurde auch wenn er in
Seinen Erinnerungen nur von 116

Damen erzählt wird angenommen
Dass es noch einige gab die darin
Ungenannt blieben weil diese für 
Ein Leben überschaubare Zahl

Einer nach Rekorden strebenden 
Gesellschaft viel zu niedrig schien 
Auch der Autor dieser Zeilen hält 
Sie für eher untertrieben vermutlich

Doch kommt es hier weniger auf
Zahlen und Rekorde an als das
Was diesen Mann so besonders 
Machte im Verhältnis zu Frauen

Es gäbe über den Logenbruder
Der in Lyon in den Grand Orient 
Eingeweiht wurde der auch noch
Die erste Lotterie in Paris erfand

Aus den berüchtigten Bleikammern
In Venedig nach 15 Monaten Haft 
Ohne Urteil oder Begründung mit
Großem Mut abenteuerlich ausbrach

Durch ganz Europa reiste dessen
Herrscher wie die Huren traf auch
Philosoph promovierter Jurist wie
Chemiker Bibliothekar Dichter war

Noch viele Geschichten zu erzählen 
Bei denen seine Versuche auch als
Alchemist eine kleinere Rolle spielen
Als der immer Geist der Aufklärung

Doch sei sich zum Jubiläum hier 
Vor allem der Liebeskunst gewidmet 
Casanova war kein Vielfraß also kein
Gourmand sondern ein Gourmet

Er widmete sich seinen Frauen mit
Liebe und viel Gefühl für die Lust
Sammelte nicht Frauen sondern
Machte sie zu Königinnen zumindest

Für den geteilten Moment der Lust
Widmete sich ihnen die er verehrte
Mit Hingebung und Liebe was ihn 
Zu einem großen Liebhaber machte 

Die Kunst eine Frau zu lieben für 
Das was sie als Frau ist und was 
Jeden Moment so besonders macht
In dem wir ihre Nähe genießen dürfen 

Einer Frau das Gefühl zu geben
Genau sie werde gewollt und darum
Begehrt und verehrt ist die Kunst
Welche Casanova beherrschte

Es ging dem Meister der Verführung
Nie darum eine Frau rumzukriegen
Sondern die geteilte Zeit als Glück
Mit Liebe und Lust zu genießen

Der Frauen liebende Casanova ist
Weniger Eroberer als ein Verwöhner
Der seinen Geliebten das Gefühl
Schenkte darum liebenswert zu sein

Das ist was die Lektüre seiner
Erinnerungen heute noch lesenswert 
Wie wichtig macht weil sie die Kunst
Eine Frau zu lieben gefühlvoll lehren

Casanova hatte nicht viele Frauen
Sondern schenkte sich einigen um
So beide Seiten glücklich zu machen 
Es ist eine Liebe die sich schenkt

Wenn es einen Grund gibt auch noch 
Nach 300 Jahren Casanova zu ehren 
Wie von ihm zu lernen ist es diese 
Kunst Frauen wirklich zu lieben

jens tuengerthal 2.4.26