Samstag, 17. Oktober 2026

Lektürentagebuch 17.10.26

Lektürentagebuch 17.10.26

In den Buddenbrooks ging es weiter
Mit dem tragischen Tod des alten 
Senators James Möllendorpf von Thomas Mann mit Humor beschrieben

Die hohe Kunst sogar über den Tod
Noch lachen zu können beherrscht
Mann bis zur Vollkommenheit und
Variiert sie in diesem Fall sehr fein

Denn der alte Möllendorpf starb nicht
Etwa zuhause friedlich im Bett wie
Einem ehrwürdigen Senator der Stadt 
Angemessen sondern in einer kleinen

Extra zu diesem Zweck angemieteten
Wohnung beim Kuchenessen denn 
Das hatte ihm Doktor Grabow noch 
Untersagt und seine Familie achtete 

Streng auf die Einhaltung der Diät
Vermutlich etwas Franzbrot und noch
Ein wenig Taube aber nichts süßes
Was Sensor Möllendorpf nun dort

Voller Lust zu sich nahm und so
Wurde sein Leichnam dort in keiner
Guten Gegend gefunden noch Mund
Wie Rock voller Kuchenkrümel

Die Familie bemühte sich redlich den 
Vorfall und die Umstände verborgen 
Zu halten doch schon bald waren 
Sie Gegenstand des Stadtgesprächs

Auch im Hause Buddenbrook wohl
Doch viel spannender als das war
Vor allem für Tony die alles dazu lernt
Die Nachfolge von James im Senat

Hier war Thomas Buddenbrook mit
Hermann Hagenström einer der wohl
Heißesten Kandidaten der Diskussion
Aber Tom hielt sich natürlich bedeckt

Die Diskussionen der Bürger in der
Stadt wie auf den je Empfängen der
Kandidaten Tom und Hendrik waren
Voll Leidenschaft und Begeisterung

So auch der alte Makler Gosch der
Als alter Suitier für Tom schwärmt
Wie seine Partei ergriff weil er die
Rothaarige Gerda so scharf findet

Da es gesellschaftlich keine sonst
Möglichkeit des Kontaktes gab hatte
Er den Kampf für Tom zu einem um
Das Herz von Gerda gemacht 

Dieser Wahlkampf um den freien
Posten im Senat der noch dazu
Mit hanseatischen Würde geführt 
Wurde war auch einer zwischen

Tradition und Erneuerung wobei
Der Neureiche Hagenström für die
Innovation stand während Tom mit
Über hundert Jahren Geschichte 

Als Kaufleute in Lübeck Anno 1863
Für das vertraute und ehrwürdige
Der Stadt noch stand die darin eine
Feine Karikatur ihrer Sitten erhält

Das ist wunderbar mit viel Humor 
Beschrieben der seinesgleichen
In der Literaturgeschichte wohl sucht
Aber dennoch voller Liebe beschreibt

Während sein Bruder Heinrich etwa 
Im Untertan voller Herablassung über
Sitten und Gewohnheiten nur spottet
Macht Thomas es immer mit Liebe

Trotz viel Ironie und Spott über die 
Ehrwürdigen Sitten die ich vom
Eigenen Großvater aus Bremen 
Noch gut kannte immer liebevoll


Marko heißt Kapitel 7 in Die Fünf
Von Vladimir Jabotinsky das auch
Die jüdischen Buddenbrooks von 
Odessa genannt wird was aber 

Immer ein gewagter gefährlicher
Vergleich ist auf dem der Nobelpreis
Wie viele Lektüre zu schwer liegen
Doch der Humor ähnelt sich schon

Der Erzähler lernte Marko den 
Jüngsten der fünf Geschwister
Kennen als dieser ihn fragt ob 
Er ihn allein sprechen könnte 

Auf seinem Zimmer dann erzählt
Der schon ältere Gymnasiast ihm
Er sei Nietzscheaner aber er wollte
Von ihm erklärt bekommen was

Dieser Philosoph eigentlich sage 
Was den Erzähler erstmal überrascht
Er auch so gegenüber Marko äußert 
Dieser aber gleich ganz offen erklärt

Wenn er etwas lese verstände er
Meist erstmal nichts was zu ihm
Passte der immer als der dümmste
Der fünf dargestellt wurde was aber

Wie gleich ergänzt wird trotz seines
Mehrfachen Sitzenbleibens nicht so
Stimmte jedenfalls versuchte der
Erzähler dann sein bestes dabei

Nietzsche war gerade erst durch
Russische Übersetzungen im 
Russischen Raum bekannt geworden
Auch der Erzähler hätte eine Ausgabe

Natürlich hatte er die aber ob er bei 
Dieser wirklich schon alle Seiten
Aufgeschnitten hatte war er nicht
Ganz so sicher fein ironisch hier

Zumindest war Marko sehr interessiert
Ein bewundernswert guter Zuhörer 
Der jede Information aufsaugte und
Nietzscheaner danach auch blieb 

Das nächste Erlebnis mit ihm hatte er
Als dieser nach langen 16 Jahren die
Schule doch erfolgreich abschloss
Die Abiturienten dies in einem Café 

Nun endlich mit Studentenmützen 
Die ihnen den Zutritt gestatteten als
Schüler hätten sie dies nicht gedurft
Gemeinsam lautstark feierten 

Sie feierten gemeinsam mit einer
Gruppe von Georgiern die sehr laut
In den Dialekten ihrer jeweiligen 
Stämme betrunken Lieder sangen

Dabei wurde es so laut und wild
Dass irgendwann die sonst damals
Noch sehr nachsichtige Polizei kam
Um für Ruhe dort zu sorgen 

Da stellte sich der kleine Marco vor 
Die Gruppe und sprach für diese das
Wenn einer wie er nach 16 Jahren
Endlich das Abitur bestanden hätte 

Dies doch wohl lautstark gefeiert
Werden müsste wogegen auch die
Polizisten nichts mehr sagen konnten 
Sie feierten dann wild bis zum Ende

Auf dem Weg nach Hause begleitete
Ihn der auch ziemlich betrunkene
Marko und schwärmte ihm vom
Kaukasus vor wo er noch nie war

Als der Erzähler dann einen Witz
Über ein Dienstmädchen einflocht
Das bei einem zionistischen Professor
Arbeitete und meinte wenn es dort 

So schön sei müsse sie wohl mal 
Hinfahren um es zu erleben worauf
Er erstaunt die Augen aufriß als ob
Er sich darüber empören wollte

Wie könnte er nur auch wenn sie
Sturzbetrunken waren und es schon
Morgens um fünf war einen solchen
Unsinn ihm nur vorschlagen wollen

Diese feine Selbstironie am Ende
Des Kapitels des großen Zionisten
Jabotinsky zeigt seinen feinen Humor
Hat wirklich Ähnlichkeit mit Mann 

Zum Abschluss stellt er dann nur fest
Nun hätte er alle fünf vorgestellt jetzt 
Sei es an der Zeit zu erzählen was er
Mit ihnen erlebte also die Geschichte 

jens tuengerthal 17.10.26

Dammdurchbruch

Dammdurchbruch

Ein Durchbruch sei gelungen 
Der zur Aufnahme von dann
Koalitionsverhandlungen im
November führen soll in Berlin

Im November erst weil ja bald schon
Wieder Herbstferien sind und da kann 
Das Parlament mit Sommerpause ja
Beamtisch ordentlich nicht arbeiten

Nicht dass nun wer behauptet es sei 
In der Politik wie in der Schule mit
Dauernd Ferien aber immer jammern
Hier wird Tag und Nacht verhandelt 

Dieser Durchbruch klingt für jeden
Demokraten der Mitte eher nach
Einem Dammbruch als nach einer 
Perspektive die Zukunft verspricht

Während die Linke noch mit ihrer
Palästinafraktion ringt ob diese für
Die Macht im Lande vielleicht doch
Das Existenzrecht Israels anerkennen

Erweist sich die Verflechtung der
Linken mit dem Clan Milieu doch
Noch enger als behauptet aber
Als Wahlsieger dürften sie das

Empören sich die Mitglieder online
Mit Sprüchen zur Palästina Solidarität
Als wäre Gaza ein Thema der Berliner
Politik noch je gewesen ist erledigt

Beide Seiten trennen dabei streng die
Landes- von der Bundespolitik die
Teils konträre Ansichten vertritt aber
Wir haben ja alle Zeit der Welt

Sofern sie sich nicht einigen kann ja
Ab März die Mitte wieder verhandeln
Eine gemeinsame Lösung zu finden
Die nach der Sommerpause beginnt

Grüne und Sozialdemokraten wollen
Eine progressive Koalition mit den 
Reaktionären Erben der SED um den
Eigenen Untergang zu beschleunigen

Daran darf niemand gehindert werden
Der Freitod steht jedem frei aber wie 
Will wer in dieser Koalition glänzen
Außer mit populistischen Versprechen

Welche sich nach der allerersten
Kassenprüfung bald erledigen weil
Die Mittel zur Entschädigung fehlen 
Nur durch Kredite finanzierbar sind

Leider ist die Linke noch mehr als
Grüne und SPD eine Sekte deren
Naive Anhänger wie Gläubige die
Sprüche der Gurus nach beten

Heil oder Untergang wird nun in der
Fragwürdigen Koalition mit den Erben
Der SED gesehen dabei geht es um
Funktionale Leitung der Verwaltung

Wie so gerne am linken Rand
Überwiegt die Ideologie alle Vernunft
Sind kritische Fragen unerwünscht
Beim Poker um politische Macht 

Wer hohe Kredite aufnimmt die zur
Entschädigung bei Enteignung nötig
Wären verliert damit den Spielraum
Für sonst sozialere Politik in Berlin

Kann sich rechnen und kann auch
Funktionieren aber zu welchem Preis
Auf wessen Kosten soll das gehen
Verschuldet Gegenwart und Zukunft 

An den nötigen Krediten werden die
Banken zuerst verdienen die damit
Eine noch größere Macht bekommen
Wen das stärkt bleibt nicht fraglich

Unklar ist dagegen wer die neuen
Wohnungen wo bauen soll außer
Auf dem heiligen Gral Flugfeld
Tempelhof natürlich vielleicht

Linke Politik die vermeintlich sozial
Sein soll führte in die Abhängigkeit 
Von Banken die Kredite finanzieren
Daran werden nur Banken gewinnen

Ob einzelne Abgeordnete der Linken
Wirklich Antisemiten sind oder nur 
Naiv Hamas Propaganda verbreiten
Muss hier nicht entschieden werden

Ein in Bayern geborenes Kind von 
Türkischen politischen Flüchtlingen 
Das in Hamburg aufwuchs und dort
Jura studierte passt nach Berlin

Leider nur ist ihre Partei zu sehr am
Radikalen Rand verstärkte nur die
Politische Spaltung noch weiter was
Infolge die AfD wieder stärken wird 

Stabilität entsteht nur in der Mitte
Aus ihr muss die Entwicklung für
Eine sichere Zukunft kommen
Der Rand lässt nur schwanken 

Bis November ist nun Zeit genug
Glaubwürdige Gründe zu finden
Diese Koalition auszuschließen 
Bei der keiner gewinnen kann

Mit einer schwachen CDU könnten 
Grüne und SPD gut regieren und sich
Langfristig durchsetzen Berlin würde
Damit deutlich grüner werden

Gegenüber Konservativen das eigene
Klientel glaubwürdig zu vertreten tut 
Besser als gegen linke Ideologen 
Moralische Abwehrschlachten suchen

Würde darum immer für eine neue
Koalition der Mitte plädieren um diese
Stabil zu machen und zu stärken weil
Dort die verlässliche Mehrheit steht

Vor allem ist eine Stärkung der Mitte 
Auf Dauer der beste Schutz vor allen 
Radikalen bis sie vielleicht doch noch
Irgendwann verboten werden

Aber zum Glück bin ich in keiner
Partei mehr noch interessiert wen 
Außer vielleicht wenigen Leserinnen
Was der Dichter und Flaneur meint

So gehen die Dinge hier ihren Gang 
Kann es mit Abstand betrachten und
Gelegentlich humorvoll bissig noch
Gegen die Erben der SED austeilen

Hoffe dieser Durchbruch wird kein
Dammdurchbruch der infolge zur
Radikalen Überschwemmung in 
Berlin führt sondern nur wie immer

Verwaltung die sich redlich bemüht
Versucht das mögliche zu erreichen
Gegen Politik die über unmögliches
Mit ihren Gläubigen schwadroniert 

jens tuengerthal 17.10.26

Reformgläubige

Reformgläubige

Ob der alberne Glaube Reformen
Würden etwas positiv verändern
Noch aus der Reformationszeit kommt
Sollten sich manche besser fragen
Den eigenen Untergang zu beenden
Konservative die eine weitere
Zerstörung des Sozialstaates
Als notwendige Reform bezeichnen
Aber eine Vermögenssteuer weiter
Wie einen bösen Fluch fürchten
Haben ein Wählerpotential von 
Ganz wenigen Prozent nur auch
Die Begründung sparen sei nötig
Während Milliarden verschossen 
Oder schlimmer noch verbaut werden
Damit nur weiter die blühenden 
Landschaften grau versiegeln
Wo es doch nur weniger braucht
Von allem und in allem wieder
Verwaltung mehr kostet als bringt
Könnte es ungemütlich werden
Stattdessen stolz zu sein noch
Die Zukunft weiter auszubremsen
Mit Zöllen und gegen den nötigen
Elektromotor bezuschusst nur
Mit wieder Milliarden eine Industrie
Die weiter die Zeit verschläft 
Baut was keiner mehr braucht
Wohlhabende Konservative die
Immer mehr armen Menschen
Erzählen was sie nicht brauchen
Aber ihr Flugbenzin subventionieren
Erbschaften nicht fair besteuern
Vermögen als heilige Kühe völlig
Unangetastet lassen werden Hass
Ernten und Spaltung weiter fördern 
Stärken Extremisten am Rand mit
Deren Parolen sie schon spielen 
Genau das zerstört Deutschland
Wie die Zukunft eines Landes
Das Neid statt Solidarität fördert 
Wie die Reformation einst den 
Freien Geist der Renaissance
In Deutschland nicht blühen ließ
Verbissenen Aberglauben noch
Dagegen setzte und hundert Jahre
Krieg brachte sollte sich jeder gut
Überlegen die Sprüche des großen
Reformators Merz nachzubeten
Wir brauchen vor allem weniger
Von allem was allein eine Zukunft
Noch haben kann aber ob die 
Konservativen so flexibel sind
Ihren Reformkurs zu stoppen 
Scheint bei Reformgläubigen
So fraglich wie jede Vernunft

jens tuengerthal 17.10.26

Rieslingruhe

Rieslingruhe

In Ruhe einen Rheingauer Riesling
Im fast leeren Crossroads genießen
Ist auch mal schön mit Tino und Mo
Als ich gegen eins eintraf waren noch

Drei Gäste unten und eine gemischte
Gruppe oben um die Ecke alle waren 
Intensiv im Gespräch und Mo machte
Die Bar während Tino am Tresen saß 

Die Musik bleibt im Hintergrund dafür
Redet eine der obigen Damen eher
Sehr deutlich mehr gibt es hier heute
Nicht zu berichten ist auch mal schön

jens tuengerthal 17.10.26

Lektürentagebuch 16.10.26

Lektürentagebuch 16.10.26

Bei Antonio Forcellino in der Raffael
Biographie das Kapitel Bestätigungen 
Gelesen über die neuen Aufträge die 
Der junge Künstler in Città di Castello 

Alles nächstes noch erhielt nachdem
Von dem Erdbeben von 1789 noch
Erzählt wurde das die Kirche völlig
Zerstörte in der das erste Werk hing 

Deren Reste sind über ganz Europa
Heute verteilt und der bedeutendste
Ist noch in Neapel zu sehen doch
Blieb es nicht bei dem einen Bild

Als nächstes gab eine Bruderschaft
Den Auftrag zu einer Standarte die
An Festtagen durch die Stadt zur
Präsentation getragen wurden

Dies war eine schwierige Arbeit die
Normalerweise nur erfahrene Künstler
Bekamen weil sie von beiden Seiten
Bemalt und innen verleimt wurde 

Doch Raffael bewältigte auch diese
Aufgabe mit Bravour und brachte mit
Farbe und Technik noch kleinere 
Neuheiten in das standardisierte Werk

Der große Erfolg dabei brachte ihm
Einen Auftrag der Familie Gavari ein
Die reiche Bankiers waren und ein
Kreuzigungsgemälde beauftragten

Auch hier war in Aufteilung wie den
Figuren viel nach üblicher Symbolik
Aber auch dabei ging er noch weit
Über das übliche im Bild hinaus

Seine Figuren werden menschlicher
Wie zugleich lebendiger setzen neue
Akzente etwa im Faltenwurf sehr gut
Beschreibt Forcellino hier wieder die

Aufwendige Herstellung der Farben
Die Edelsteine Gold und Silber für
Ihre strahlende Wirkung brauchten 
Das Altarbild hängt heute in London

Inwieweit Raffael dabei von dem
Älteren Künstler Perugino der zu 
Dieser Zeit um 1500 berühmt war
Geprägt wurde ist dabei umstritten 

Vasari behauptet Raffael hätte bei
Perugino gelernt und ihn imitiert
Was Forcellino für falsch hält und
Mit vielen Beispielen dazu beweist 

Eher kommt er zu dem Schluss
Dass er mit dessen Technik spielte
Sie aber auf eigene Art schon in
Seinem typischen Stil variierte

Damit zeigte er seinem Auftraggeber
Was Perugino kann kann ich auch
Aber mache es noch spannender
Nutze es in meinem eigenen Stil

Er schöpfte alle Traditionen der alten 
Biblischen Malerei aus auch die der
Werkstatt seines Vaters aber ging in 
Der Lebendigkeit schon wieder weiter

Der große Erfolg seiner Kreuzigung 
Die ganz Città di Castello begeisterte
Brachte die nächsten Aufträge dort so
Die Vermählung Mariä heute Mailand

jens tuengerthal 16.10.26

Freitag, 16. Oktober 2026

Entspannungsprogramm

Entspannungsprogramm

Immer wenn ich mich aufregen will
Denke ich daran wie reich ich bin
Als Dichter ohne jedes Vermögen
Oder sonst nützliche Begabung
Mag zwar das Überleben in der
Normalen Umgebung schwer sein 
Zumindest verglichen mit der
Finanziellen Sicherheit der anderen
Aber ich mache mir keinerlei Sorgen
Irgendwie geht es immer weiter
Habe ich bisher auch überlebt und
Wenn es nicht mehr geht ist es eben
Vorbei und dann ist Ruhe denn das
Leben muss kein Kampf sein
Zu gewinnen gibt es nichts dabei
Am Ende sind wir alle tot aber wer
Bis dahin entspannt genießt hatte
Mehr davon als alle regen Bienen
Deren Produktivität mehr schadet
Als dem Leben wirklich nutzt 
Denke ich dann und merke was 
Bleibt und zählt ist verdammt wenig
Grund genug zur Entspannung
Danach ist keine Zeit mehr

jens tuengerthal 16.10.26

Unterhaltungsprogramm

Unterhaltungsprogramm 

Zumindest langweilig wird es nicht
Bei der eigentlich öden Frage wer
Künftig die Berliner Verwaltung leitet
Die Linke sorgt für stete Unterhaltung

Clan Mitglieder auf der Wahlparty
Leugnung der Existenzrechts Israels
Durch wildgewordene Intifada-Girlis
Mit denen keiner mehr spielen will

Große Hamas Solidarität statt kleiner
Israelsolidarität die alle Zusagen nun
Lügen straft ist wirklich unterhaltsam
Und der Verband Neukölln jubelt dazu

Das amüsante Theater der Linken die
Sich vor einer Regierungsbeteiligung
Selbst zerlegt ist wirklich zu komisch
Spannender werden die Folgen davon 

Eine migrantisch geprägte Linke aus
Neukölln die revolutionär sein will 
Bürgerkrieg in Berlin probt trifft auf
Die Erben der SED in der Verwaltung

Ob das passt und funktioniert soll die
Gruppe am linken Rand diskutieren
Sie dürften dafür Zeit genug haben
Wenn Vernunft in Berlin regiert

Ob diese nun staatlich finanzierte
Selbstfindung von Gruppen aus
Opfern und Tätern wem nutzt ist
Fraglich aber ist nun so gewählt

Die Zukunft von Berlin und die dort
Nötige Politik sollte in stabile Hände
Damit haben linke Randgruppen eher
Weniger oder nichts mehr zu tun

Ach die Linke Kandidatin die in
München geborene Hamburgerin
Aus Istanbul wäre nicht schlecht
Vielleicht hätte sie den Laden im Griff 

Und wäre sie nicht Mitglied der Erben
Der SED die nie wieder in Berlin die
Regierende stellen dürfen auch wenn
Sie sich kurzzeitig korrekt geben

So geht das Berliner Amüsement ein
Wenig noch weiter und wir freuen uns
Auf neue Szenen im Theater um das
Rote Rathaus was farblich unklar ist

jens tuengerthal 16.10.26

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Lektürentagebuch 15.10.26

Lektürentagebuch 15.10.26

Über die Dichter des Spleen schreibt 
Egon Friedell in der Kulturgeschichte 
Der Neuzeit als Reaktion auf die sonst
Nüchternheit sei der Spleen ein Teil

Der englischen Seele was schon eher
Nach Aberglaube klingt denn wer soll
Mit Vernunft noch an die Existenz der
Erfundenen Seele glauben die bloß

Eine Gewohnheit aus der Dominanz
Des Aberglauben ist entsprechend
Geht es hier um Gruft und Gespenster
Poesie was bei Robert Blair 1743 

Mit seinem Gedicht The Grave schon 
Beginnt das in Blankversen schon
Variationen über Tod Sarg Mitternacht
Grauen und Geister anschlug

Aus derselben Zeit stammt Edward
Youngs Nachtgedanken zu Leben Tod
Und Unsterblichkeit oder Thomas 
Grays Elegien geschrieben auf einem

Ländlichen Kirchfriedhof voll finsterer 
Beklemmungen durchhaucht vom 
Sanften Säuseln der Empfindsamkeit 
Das hier schon erstmals spürbar wird 

Genie des Spleen aber sei einsam
In pathologischer Dämonie Jonathan
Swift der Dechant von Sankt Patrick
Der für Gullivers Reisen bekannt ist

Dieser oft als Kinderbuch verkannte
Roman ist tatsächlich eine Kritik an
Der englischen Herrschaft in Irland
Mit aufklärerischen Elementen

Das Freidenkertum ist für Friedell das
Schlagwort des Zeitalters und deren 
Vorläufer waren die Latitudinarier die 
Im 17. Jahrhundert bereits alle

Konfessionellen Unterschiede der
Christlichen Sekten für unwesentlich
Erklärten und nur Grundwahrheiten
Der Heiligen Schrift als bindend sahen 

John Toland versuchte in seinen
1696 erschienen Band Christentum
Nicht mystisch nachzuweisen dass
In den Evangelien nichts irgend

Unvernünftiges enthalten sei noch
Widernatürliches dort stände und
Sprach zuerst vom Freidenker er war
Ein konvertierter irischer Aufklärer

Anthony Collins schrieb dann 1713
A discourse of freethinking darüber
Noch ausführlicher und Woolston
Erklärte die NT Wunder allegorisch

Mathew Tindal vertrat in seiner
Abhandlung Christentum so alt wie
Die Schöpfung dass dieses als die
Natürliche Religion immer bestand

Christus habe nur was schon immer
Bestand wiederhergestellt dazu kam 
Ab 1735 in Deutschland Johann
Christian Edelmann mit seinen eher

Antiklerikalen Schriften worin er die
Religionen als Pfaffenfund bezeichnet
Erregte aber damit weniger Aufsehen 
Als mit seinem langen Bart was nun

An den Bart des Propheten denken
Lässt dagegen versuchte Hutcheson 
Zuerst das Schöne wissenschaftlich
Zu analysieren und verteidigte darin

Die Kunst gegen die Theologie so sei 
Das Schöne wie das Gute durch den
Untrüglichen inneren Sinn erkannt 
Der also ohne Götter sein kann

Ähnlich begründete Graf Shaftesbury
Es zu Anfang des Jahrhunderts in
Seiner Ästhetik der Moral danach sei
Das Schöne mit dem Guten identisch

Der gemeinsame Maßstab ist dabei
Das Wohlgefallen wer nach dem
Schönen trachtet dem wird das Gute 
Von selbst zufallen was auch für die

Sittlichkeit gelten würde diese beruht 
Auf einer Art feinerem Sinn der so
Ausbildungsfähig wie bedürftig sei 
Dem Geschmack darin gliche

Aufgabe des Menschen wäre es eine
Sittliche Virtuosität zu erlangen und
Der Böse ist danach nur ein Stümper
Wie Dilettant eine spannende Sicht 

Das Wesen von Kunst und Ethik
Besteht in der Harmonie also der
Versöhnung von egoistischen und 
Sozialen Empfindungen

So verglich der Dichter Pope in
Seinem Essay on man das Verhältnis
Zwischen den selbstsüchtigen und 
Altruistischen Verhaltensweisen mit

Der Rotation unseres Planeten um 
Seine eigene Achse und um die
Sonne dagegen ist Shaftesbury ein
Feinnerviger Aristokrat und dabei

Lebensartist einer der ersten Ästheten
Von dem eine gerade Linie hin zu
Oscar Wilde führe der sagte Laster
Und Tugend seien für den Künstler

Nur Materialien seines Werkes
Eine fast groteske Logisierung der 
Ethik findet sich bei Wollaston der 
Jede unmoralische Handlung als

Ein falsches Urteil sieht bei egal was 
Während Mandelville in seiner Fabel 
Über das Leben der Bienen einen 
Modernen Staatszynismus vertritt

Das egoistische Streben einzelner
Sei so die Triebkraft für das Gedeihen
Des Ganzen was sehr schon nach
Adam Smith vorgreifend klingt

Charakteristisch für die englische
Philosophie sei aber David Hume
Seine epochenmachende Tat war
Die Auflösung des Kausalitätsbegriff

Er erklärt diesen auf der häufigen 
Wiederholung derselben Erfahrung
Die Empirie lehre erst A dann B unser 
Geist macht daraus erst A darum B

Aus dem post hoc werde damit ein 
Propter hoc daher stamme auch die 
Idee der Substanz die mit Merkmalen
Immer gleiche Vorstellungen verbindet

So sei das Ichbewusstsein daraus zu
Erklären dass wir unsere Eindrücke
Immer auf dasselbe Subjekt beziehen
Bildet sich der Begriff eines Trägers

Der Eindrücke der unveränderlich sei 
Aber in Wirklichkeit nichts als ein
Bündel von Vorstellungen ist die sich
Nach den Gegebenheiten formen 

Darum ist Hume auch gegen die 
Vertragstheorie denn ehe sie einen 
Staatskontrakt schließen könnten
Hätte sie schon die Not vereinigt

Die aus der Not dann gewonnene
Gewohnheit wird Gehorsam bewirkt
Ohne Vertrag dass Regierungen wie
Untertanen natürlich entstanden

Dies wäre alles typisch englisch
Wie auch die vorsichtig kurzsichtige 
Betonung der Alleinherrschaft der
Empirie wie das immer Misstrauen

Gegen alle Metaphysik und Ideen
Ist tief konservativ erklärt alles einfach
Aus Gewohnheit wobei die Flachheit
In ihrer Schärfe fast tiefsinnig wird 

Im Abschnitt Berkeley beginnt Friedell 
Mit einer Bemerkung Weiningers aus
Geschlecht und Charakter dass die
Entscheidung zwischen Hume und

Kant auch Charakterologisch möglich
Sei indem der eine Werke von Makart 
Und Gounod als das höchste sieht der 
Andere Rembrandt und Beethoven

Er hält Hume für überschätzt zwar
Gehöre nicht viel dazu der größte
Englische Philosoph zu sein aber
Hume habe darauf keinen Anspruch 

Er möchte diesen Ruhm lieber
Berkeley geben der zwar Engländer
Aber vom irischen Geist geprägt sei
Er hätte wahrhaft freie Philosophie 

Dazu wäre sie höchst originell und
Schöpferisch paradox er lehrt zwar
Strengsten Minimalismus so sind
Abstrakte Ideen für ihn Erfindungen 

Der Scholastik die eher verdunkelten
Dinge wären nicht abstrakt sondern 
Konkret es gibt nur Vorstellungen
Vom einzelnen die sich aber aus

Verschiedenen Sinnesempfindungen 
Zusammensetzen etwas sei wirklich
Nichts gäbe es nie Zustände sein 
Die Verhältnisse dabei führt diese

Philosophie zu einem exklusiven 
Spiritualismus und Idealismus denn 
Alle Erscheinungen seien danach 
Nichts als Vorstellungen Gottes 

Diese gäbe Gott den einzelnen 
Geistern mit den Zusammenhang aller 
Von Gott produzierten Ideen nennen 
Wir danach Natur dabei ist Kausalität

Die von Gott in uns hervorgerufene 
Vorstellung der Reihenfolge Gott sei
Jederzeit imstande die Kausalität 
Aufgrund seiner Allmacht zu ändern

Dann sprächen wir von Wundern 
Danach gibt es nichts wirkliches
Außer Gott die Geister und Ideen
Damit wäre nichts als Aberglaube 

Insofern dieser Unsinn durch die
Leugnung der unfreien Idee eines 
Gottes widerlegbar ist bedarf der
Alberne Aberglaube keine Gründe 

Weil ich so frei sein kann alles
Was ist ohne Gott zu begründen
Bedarf es seiner schlicht nicht mehr
Wovon Friedell leider nichts sagt

Zum Glück eroberte nicht die Idee
Von Berkeley in der Aufklärung
Europa sondern die Vernunft die
Ideenlehre kommt in der Romantik


Vom Sturm und Drang schreibt dann
Georg Siemens als einer der beiden
Gründungsdirektoren der Deutschen
Bank an seine Verlobte März 1872

Davon erfährt der überraschte Leser 
Wie auch die Leserin in dem Buch
Dreihundert Männer von Konstantin
Richter über die Deutschland AG 

Ihr Bild hat er neben den Briefbogen
Gelegt um wie er ihr schreibt der wohl
Nicht nur als Bankier ohne Erfahrung
Noch ist ihr hübsches Gesichtchen

Dabei vor Augen habe da ist die
Adressatin Elise Görz gerade 21
Jahre alt und war anfangs nicht
Besonders beeindruckt von Siemens

Er schreibt ihr was er doch für ein 
Unglückliches Menschenkind sei
Mit großen Plänen und Entwürfen 
Verzehrt von dem Gefühl etwas

Schönes und Bedeutendes zu leisten
Mit aber schwacher Kraft die weit 
Hinter den Wünschen zurückbleibt
Das Missverhältnis zwischen der

Großen Phantasie und seiner Kraft
Die notwendig wäre mache ihn wohl
Manchmal unglücklich so wäre es im
Sturm und Drang einigen Dichtern

Auch ergangen dann überlegt er
Nochmal ob er zu schonungslos
Mit sich wäre aber findet seine
Verlobte solle wissen wie er empfand

Falls er den Eindruck des Unfertigen
Gemacht haben sollte lag das daran
Dass er höhere Ziele als andere habe
Sieht sich Direktor Siemens als Genie

Ist er ein Nachfahr empfindsamer
Poeten die am Leben litten wurde
Die Deutsche Bank aus dem Geist
Des Werther geboren fragt sich

Wohl kaum für Siemens ist der
Sturm und Drang ein Synonym für
Seinen ungebändigten Ehrgeiz der
Noch lange nicht befriedigt ist

Er will Großes erreichen und
Weltumspannend tätig sein hat keine
Scheu vor Risiken statt Briefromane
Plant er die Expansion seiner Bank

So tauchte der Geist der Lyrik 
Heute in verschiedener Literatur auf
Wurde dann aber doch prosaisch
Es wollte einer gerne groß scheinen 

jens tuengerthal 15.10.26



Sprachdichte

Sprachdichte

Dichter verdichten Sprache
Unklar bleibt jedoch ob diese
Dadurch dichter kommt oder
Sich vom Alltag eher entfernt 

Wer könnte das wie messen 
Überlege ich als Kind der Aufklärung
Auf die Nummern noch vertrauend
Während andere schon oder noch

Glauben und beten und damit in
Dialog mit ihrer Phantasie treten
Auf höhere Kräfte dafür vertrauen
Auch wenn es nichts als Natur ist 

Weiß weder wer noch wie eine
Dichtemessung der Sprache nach
Poetischer Konsistenz funktionierte
Nur spüre deutlich den Unterschied

Dichtung und Wahrheit nannte noch
Goethe seine Erinnerungen was ein
Paar vereint das kein Gegensatz
Systematisch logisch sein muss

Aber auch systematisch keine
Logische Folge immer ist weil
Sprache so oder so kann wie
Verstanden und interpretiert wird

Nicht alles was erdichtet wurde ist
Erlogen so vertrauen manche mehr
Versen ihre wahren Gefühle an als
Diese sich in Gesetzen je finden

Ist Dichtung und Wahrheit eher
Kumulativ als alternativ überlege ich
Denke an Schliemann der auf Verse
Des Homer vertrauend den Schatz 

Des Priamos wie Troja ausgrub im
Osmanischen Reich das vorher noch
Griechisch war bis es türkisch wurde 
Was immer in 3000 Jahren sein sollte

Vielleicht wagt der Dichter es einmal
Visionär hier zu sein ohne gleich zum
Arzt geschickt zu werden leben wir 
Dann wirklich menschlich staatenlos

Sprache zumindest macht es möglich
Längst grenzenlos zu denken ohne an 
Staaten länger zu glauben die uns nur
Knechten und fesseln statt beflügeln 

Wenn Worte uns dagegen wirklich
Fliegen lassen damit eine tatsächlich
Grenzenlose Welt jenseits von Raum
Und Zeit uns öffnen haben wir alles

Doch verrät mir die Weite unseres
Sprachlichen Universums etwas über 
Die Dichte der Sprache in ihr noch
Wenn ich meine Welt vermessen will 

Täglich dichte ich neue Verse dabei 
Am Tag wie lieber noch in der Nacht
Weil die Dunkelheit außen den Raum
Innen noch viel stärker mir verdichtet

Einige als Mensch in einer Umgebung 
Was zoon politikon auch genannt wird
Andere als Philosoph oder Leser wie
Manche auch als liebender Mann 

Es sind verschiedene Ebenen meines
Seins die so zu Versen werden aus
Denen Sprache neue Welten zaubert
Die sich so miteinander vernetzen

Am schnellsten irrt die Politik was 
Dafür spräche mit diesen Versen 
Lieber länger zu warten statt mit der
Schnellebigen Zeit zu gehen

Wäre der Dichter dieser Verse weise 
Hätte er manche nie geschrieben um
Seine Ruhe lieber zu haben aber die
Leidenschaft ist eben lebendig auch

Am schmerzvollsten irrte ich in der
Liebe in vielen Versen wie auch der
Lust vermeintlich gefährlich folgend
Die gerne das Denken beschränkt

Doch gibt es wirklich Irrtümer in der 
Liebe ist was leiden lässt nicht Teil
Der großen Magie der Liebe die gern
An beiden Seiten lichterloh brennt

Immer noch nicht weiß ich wie ich
Die Dichte messen sollte vielleicht
Sollte ich dazu meine Musen fragen
Die gewesenen und die aktuellen

Zumindest ist bisher kein Instrument
Am Markt der Dichtung zu finden
Das zuverlässig Dichte misst um so
Die Qualität der Dichter zu bewerten

Vielleicht denke ich am Ende aber 
Sollte ich ganz froh darüber sein
Nachher merkte sonst noch wer
Der Dichter ist wohl nicht ganz dicht

jens tuengerthal 15.10.26

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Enthaltsamkeitsglück

Enthaltsamkeitsglück

Sich in Enthaltsamkeit üben kann
Mehr schenken als im weniger
Uns je verloren gegangen ist
Während in Berlin erst nicht weiter
Dann doch verhandelt werden soll
Manches offiziell geredet wird was
Intern ganz anders gesehen wird
Ist es am besten sich zu enthalten
Auch wenn ich denke dass die
Linke nie die Regierende stellen
Sollte könnte manches in einer
Koalition dort eher realisiert werden 
Als mit der konservativen CDU 
Sehe ich Vorteile und Nachteile 
Auch die Mehrheit im Bundesrat 
Für ein Prüfverfahren gegen die AfD
Wäre ein gravierender Vorteil
Die Schwächung des schwachen
Bundeskanzlers der sich gerade
Ausdrücklich dagegen aussprach
Ist auch eine Freude noch dabei 
Bin also dagegen aber sehe auch
Die Vorteile deutlich überwiegen
Sich zu diesem Thema aber nun
Völlig zu enthalten könnte von
Vorteil sein egal was passiert
Wie entspannte Enthaltsamkeit
Noch viele Vorteile für sich hat
Erlaubte Abstand und schenkt
Einen freien Blick den es gerade
Vermutlich dringender braucht
Als eine sichere laute Meinung
Es ist für mein literarisches Leben
Was das entscheidende für mich ist 
Jedenfalls das schönste immer
Von keiner Bedeutung wer die
Verwaltung in Berlin leitet
Gravierende Änderungen sind
Ohnehin nicht zu erwarten
Ohne Geld keine großen Pläne
Viel wichtiger für mich ist doch
In welchem Buch lese ich jetzt 
Was vor diesem und welches auch
Parallel und überhaupt nebenbei
Sollen die Menschen meinen ich lese 
Lieber und enthalte mich im übrigen
Es könnte am Ende allen besser tun
Lektüre ist das beste Rezept gegen
Jede unnötige Aufregung und zeigt
Worauf es wirklich ankommt im Leben
Am Ende waren es gute Bücher und
Mit viel Glück etwas Liebe dabei
Hilft Enthaltsamkeit enorm weiter
Politik ist ein ekliger Scheiß aber
Lektüre öffnet mir das Paradies

jens tuengerthal 14.10.26