Freitag, 13. Februar 2026

Lektürentagebuch 13.2.26

Lektürentagebuch 13.2.26

In den frühen Morgenstunden noch
Kurz bevor die Sonne aufging aus der
Reise um meinen Garten vorgelesen
Von Alphonse Karr und sogleich

Bemerkt warum ich dieses Buch so
Liebe das eine so vielfältige Freude
Aus der Anderen Bibliothek ist also
Ästhetisch wie inhaltlich überzeugt

Es geht in diesem V. Brief an den 
Freund auf Weltreise auf die er mit
Der Reise um seinen Garten erst
Reagierte um den Rosenstrauch

Zuerst wehrt er ab über die von
Allen kitschig bedichtete und auch
Überall weltweit wachsende Rose
Sich in gleicher Weise zu äußern

Das alles nervt ihn spürbar eher
Lieber macht er sich über die
Meist schlechten Reime auf Rose
Lustig und die Ahnungslosigkeit

Er beschreibt wie die Rose überlebte
Gegen alle Wahrscheinlichkeit einen
Neuen Trieb ausbrachte der zwar
Die Kreuzung sterben ließ aber

Dafür eine schöne weiße Wildrose
Entstehen und trotzig überleben ließ
Wie Karr den Pflanzen überhaupt 
Gern menschliche Eigenschaften gibt

Erzählt von den Tieren die auf diesem
Wie von diesem wiederum Leben die
Mit Liebe und Anteilnahme in ihrer
Ganzen Schönheit beschrieben sind

Blattläuse das Grauen aller Gärtner
Dachte ich aber nein obwohl diese
Sich wahnhaft exponentiell entwickeln
Sind sie wichtige Nahrungsquelle

Die Marien oder Junikäfer fressen 
Diese solange noch ein Wurm also
Vor der Einpuppung reichlich sie
Halten sich dabei im Gleichgewicht 

Karr erzählt dann auch noch von
Anderen Insekten die ebenfalls die
Blattläuse fressen damit auch das
Natürliche Gleichgewicht erhalten 

Dieses wunderbare Gleichgewicht
Wie das Zusammenspiel in der Natur
Zwischen Insekten und Pflanzen
Beschreibt Karr mit viel Liebe

Genau dieser weite Blick der die
Zusammenhänge herstellt ist es
Der mich dies Buch lieben lässt
Das sehr an Humboldt erinnert

Pflanzen und Insekten interessieren 
Dem Büchermenschen in mir nicht
Wirklich so sehr aber der Blick für
Das Zusammenspiel ist großartig

Dies noch dazu mit Langsamkeit die
Vor Ort bleibt und sich nur wenige
Meter bewegt gefällt mir großartig 
Macht als Lektüre zufrieden glücklich

jens tuengerthal 13.2.26

Glücksgefühl

Glücksgefühl

Glück ist nur ein Gefühl
Was es sachlich ausmacht
Ist bisher völlig unklar noch
Doch könnte das genügen

Genügend ist was uns zufrieden
Also glücklich weiter leben lässt
Wobei ob glücklich mehr als nur
Zufrieden ist könnte strittig sein

Wer an der Natur orientiert die
Befriedigung wie möglichst noch
Geteilte Höhepunkte als Glück
Definiert macht es sich zu einfach

Weil dann der größere Teil immer
Unglücklich bliebe warum viele sich
Längst Ersatz suchten im Konsum
Oder der unbefriedigenden Politik

Ersatzbefriedigungen bleiben immer
Was sie namentlich sind ein Ersatz
Gut dass es ihn gibt um nicht gänzlich
Unbefriedigt zu bleiben am Ende

Aber doch nur der Ersatz also
Nicht das Eigentliche aber wer
Führt schon ein wirkliches Leben
Warum die zumindest Befriedigung

Als Ersatz im falschen Leben doch
Besser bleibt als keine auch wenn
Wenig je den Aufwand lohnt ist es
Als kleines Glücksgefühl genug

jens tuengerthal 13.2.26

Lebenserwartung

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung steigt in den
Industrieländern Europas wie lange
Auch in den USA was aber die
Asoziale MAGA Politik erledigt

Steigende Lebenserwartung heißt
Wachsende Überbevölkerung die
Damit den Lebensraum weiter noch
Zerstört ohne mögliche Alternative

Die Streichung der Mittel für die
WHO und andere Organisationen
Wird das Ansteigen auch in der
Übrigen Welt erfolgreich bremsen 

Mit hunderttausenden toter junger 
Männer im Krieg mit der Ukraine
Verhindert auch Putin ein weiteres
Ansteigen der Lebenserwartung

So gesehen tun Trump und Putin
Mit ihrem unmenschlichen Verhalten
Gutes für die Menschheit weil eine
Steigende Lebenserwartung mehr

Probleme mit Überbevölkerung
Auslöst als sie Leben retten kann
Müssen wir diesen Verbrechern 
Darum paradox dankbar sein

Wir sind zu viele und all diese
Verbrauchen zu viele Ressourcen
Lassen zu große Flächen versiegeln
Zerstören ihr Leben lang weiter

Die Ressourcen wie der Raum auf
Unserem Planeten sind beschränkt
Was wir schon lange wissen können
Humboldt schrieb es vor 200 Jahren

Die Verkarstung Griechenlands wie
Verwüstung Afrikas sind auch ein
Produkt menschlicher Fehler die
In Brasilien wiederholt werden

Das alles wissen wir schon lange
Wie das Flüge in der Stratosphäre 
Unser Klima zerstören was Narren 
Wie der US Präsident dann leugnen

Eine erhöhte Lebenserwartung hat
Also keinerlei Vorteile klimatisch
Aber viele Nachteile infolge dazu 
Kommt das Problem mit der Haltung

Erwartung ist immer der Tod der
Liebe wer also auf eine höhere
Lebenserwartung setzt riskiert so
Jedes mögliche Liebesleben vorab 

Weil wer nach Erfüllung seiner
Möglichst noch völlig berechtigten 
Erwartung strebt die Enttäuschung
Mit allen Folgen dazu mitkauft

Das meist schlecht gelaunte dafür
Ständig nörgelnde dabei immer
Frustrierte Leben der meisten Paare
Längst ohne allen Sex uns zeigt

Wohin enttäuschte Erwartungen das
Leben und die Liebe führen was 
Keine lohnende Perspektive ist aber
Weil Gewohnheit weiter gemacht wird

Die erhöhte Lebenserwartung wenn
Wir auch noch aufhören zu rauchen
Gar nicht mehr trinken verlängert die
Qual über das erträgliche Maß hinaus

Dabei den eigenen langsamen aber
Unaufhaltsamen geistigen Verfall
Noch erleben zu müssen gehört zu
Den grausamsten Folgen inzwischen

Der verlängerten Lebenserwartung 
Die in teuren geriatrischen Anstalten 
Am Leben erhalten werden unter zu
Hohen Kosten dabei für alle noch

Steigende Lebenserwartung ist also
Natürlich wachsende Enttäuschung
Was gut wäre wenn wir uns so nicht
Länger über das Leben täuschten 

Doch noch immer hoffen welche
Ernsthaft auf ein gutes Ende des
Stückes was täglich das Gegenteil 
Uns beweist es bleibt hoffnungslos 

jens tuengerthal 13.2.26

Aberglaubenssklaven

Aberglaubenssklaven

Heute ist Freitag der 13.
Was mir vollkommen egal ist
Weil der Zufall der Zählung so
Austauschbar relativ wie darum
Ohne jede Bedeutung nur ist

Doch kommt es auf verschobene
Tage nach Kalenderreformen an 
Als hätte der Unsinn je einen noch
Wahren Kern worüber ich nur laut
Lachen kann mit etwas Vernunft

Doch ist all der Unsinn mit dem
Der Aberglaube gerne Angst macht
Nur ein schlechter Witz für einfältige
Geister oder der normale Wahnsinn
Warum pflegen ihm auch Normale

In meinem Elternhaus das sonst
Eher Vernunft orientiert war mit
Heiligen protestantisch nüchtern
Bis spöttisch umging wurden
Zahlreiche Rituale des Aberglauben

Gepflegt besonders um Silvester
Vom Essen bis zum Blei gießen
Was ich immer lächerlich fand 
Aber Teil unserer Tradition war 
Dahingestellt ob das etwas rechtfertigt

Wir Kinder wurden alle noch getauft
Ließen uns später konfirmieren was
Eigentlich geistiger Missbrauch ist
Aber gut bürgerliche Tradition war der
Wir aus Gewohnheit natürlich gefolgt

Aberglaube macht unfrei und zeigt
Wie gerne wir alles Wissen für die
Illusion höherer Wahrheit ohne alle
Vernunft aufgeben um uns dafür
Am Hokuspokus naiv festzuhalten

Jeder Aberglaube setzt auf Mächte
Über mir die nur durch ihn erkannt
Werden könnten verkündet also stets
Untaugliche höhere Wahrheiten nur
Statt allein auf mich noch zu setzen 

Wie Max Stirner seinen Einzigen
Beginnt er habe seine Welt allein
Auf sich gestellt ist das Prinzip
Was allem zugrunde liegen sollte um 
Sich vom Aberglauben zu befreien 

Außer mir ist nichts was noch irgend
Einer Aufregung wert ist mich tiefer
Tangieren noch sollte weil es allein
Ist was ich erkennen kann es gibt 
In der Natur keine Götter real

Wer an Höheres über sich glaubt ist
Von diesem Mächten abhängig die
Nicht seinem Willen unterliegen kann
Sich die Welt nicht mehr machen wie 
Es ihm oder ihr noch frei gefiele 

Das gilt für allen Aberglauben von
Horoskopen bis zur Religion noch
Sie sind eine Form der Sklaverei 
Welche den betroffenen Geist fesselt
Statt Freiheit und Flügel zu verleihen

Es steht uns frei sich gegen allen 
Aberglauben zu entscheiden auch
Wenn er als Religion sich gerne ganz
Verbindlich gibt entscheide ich was
Den Geist fesseln darf ganz allein 

Sklave bleibt beim Aberglauben nur
Wer sich freiwillig diesem unterwirft
Dessen Ideen sind nicht allmächtig 
Sondern unterliegen meinem Willen 
Mit diesem forme ich frei die Welt

Es ist kein Gott allmächtig den ich
Aus freiem Willen negieren kann 
So wenig wie Sterne verbindlich über
Das Leben Aussagen treffen können
Die mein Wille jederzeit umkehrt

jens tuengerthal 13.2.26

Donnerstag, 12. Februar 2026

Wechselliebe

Wechselliebe

Liebe ist immer
So wechselhaft aber am
Ende wieder gut

jens tuengerthal 12.2.26

Perspektivwechsel

Perspektivwechsel 

Perspektivwechsel
Helfen manchmal alles mit
Lust zu betrachten

jens tuengerthal 12.2.26

Rettungsglück

Rettungsglück

Nicht jede Rettung
Endet glücklich manches bleibt 
Ewig hoffnungslos

jens tuengerthal 12.2.26

Schrumpfkurs

Schrumpfkurs

Der Schrumpfkurs einer auf
Wachstum getrimmten Ökonomie
Wird als Krankheit behandelt
Statt Chancen effektiv zu nutzen 

Weniger ist mehr ist nicht nur eine
Inhaltlich ethische Bedingung um
Den Umständen gerecht zu werden
Sondern Voraussetzung für Zukunft

Wachstum hat logische Grenzen
Führte nur zur Vernichtung von
Anderen Existenzen wenn sie
Eigenen Grenzen überschritten

Nur wer es schafft dauerhaft mit
Weniger auszukommen wie dies 
Als Luxus zu genießen hat noch
Eine sichere Perspektive künftig

Wir haben nicht die Grenzen des 
Möglichen beachtet sondern eher
Ständig überschritten und dies zu
Lange noch für Luxus gehalten

Es wird Jahrhunderte dauern bis
Europas Wälder wieder den größten
Teil unserer Fläche bedecken was 
Für klimatische Stabilität nötig

Fangen wir mit dem neuen Luxus 
Kinderlosen Daseins an was echt
Nachhaltig wirkt und uns vieles
Auch künftig erspart dann schrumpft 

Die Bevölkerung in ganz wenigen
Generationen spürbar zu einem
Destillat das Platz genug hat weil
Für weniger viel mehr da ist

Wer keine Kinder hat hat auch
Keine Erben mehr womit sich
Die Eigentumsfrage natürlich ohne
Alle Kämpfe von alleine löst

Private soziale Netzwerke nach
Amerikanischer Moral haben die
Öffentlichen Marktplätze ersetzt
Zeit dies radikal zu ändern

Schaffen wir ein freies europäisches
Netzwerk auf dem jeder Bürger
Seinen natürlichen Platz auch hat
Als Anspruch und Bürgerrecht

Mit Namen als eigener Ausweis
Ohne Chance für östliche Propaganda
Wer dort werben will muss an die
Gemeinschaft und damit uns zahlen

Schaffen wir eine Währung für die Welt in einheitlicher Harmonie um
Den Verdienst der Spekulation zu
Verhindern wie zu minimieren 

Grenzen wir uns nicht weiter ab
Mit Zöllen und ähnlichem Wahn
Öffnen wir die Arme für miteinander
Weil Menschen friedlich leben wollen

Beginnen wir mit dem radikalen
Schrumpfkurs bei dem auch Land
Gegen Wald eingetauscht wird von
Kinderlos aussterbenden Familien

Es muss keiner verdrängt oder sonst
Deplatziert werden die Natur regelt
Es ohne Fortpflanzung alleine mit
Dem luxuriösen Schrumpfen für uns

Möglichst spurlos zu verschwinden
Wird zum kollektiven Ideal derer die
Noch zeitweise hier leben aber in
Wenigen Jahrhunderten ist es vorbei

Ehre wird künftig sein die wieder
Rekonvaleszenz der Natur zu fördern
Statt Konsum und Verbrauch wird
Renaturierung höchstes Ideal 

Keiner von uns wird diese dann 
Bessere Welt noch erleben aber
Wir können sie auf den Weg bringen
Nachhaltig und mit Achtsamkeit

Dort wird mehr Platz für viel weniger
Menschen sein die zufrieden weniger
Wollen und mehr genießen was ist
Weil mehr ohnehin nie möglich wird 

jens tuengerthal 12.2.26

Wachstumsidiotie

Wachstumsidiotie

Die Ideologie ewigen Wachstums
Ist schlicht idiotisch aber eine wohl
Kurzsichtig beschränkte Truppe von
Amerikanischen Milliardären setzt fort 

Was schon in den Siebzigern als 
Falsch erkannt wurde wie in den
Grenzen des Wachstums dargelegt
Weil die Ressourcen begrenzt sind

Der Club of Rome hatte die Studie
Die vergessen scheint noch finanziert
Von der Volkswagen Stiftung 1973
Bereits der ganzen Welt präsentiert

Doch noch immer regiert Gier will 
Eine Clique einflussreicher Reicher
Die Demokratie aushebeln für eine 
Autoritäre rassistische Oligarchie

Es geht um Wachstum wie einen 
Schlichten Imperialismus der auf
Eine Ökonomie des Wachstums
Setzt die nötigen Wandel verpasst 

Dabei kann jedes Kind erkennen
Begrenzter Raum setzt Wachstum
Natürliche Grenzen weil der Platz 
Beschränkt ist sich nur verdrängt

Die Erde kann nur Menschen in
Beschränkter Menge tragen wie
Ernähren und gut leben lassen
Es braucht von allem weniger

Spannend ist nur wie wir eine
Auf Wachstum getrimmte Wirtschaft
Auf effektiven Schrumpfkurs gebracht
Werden kann der so nötig wie gut ist 

Die großen Luxusgüter Langsamkeit
Nichtstun sich mehr endlich vom
Weniger zu leisten sind es die allein
Unsere Zukunft bestellen dürfen

Eine schrumpfende Gesellschaft
Kann statt weiter zu versiegeln 
Große Flächen neu bewalden
Schafft sich Luft zum Leben

Denkt im Lebensrhythmus der
Bäume als quantitative Größe über 
Ein Menschenleben hinaus noch 
Ein Wald wächst tausende Jahre

Nicht mehr Fläche bewirtschaften
Sondern immer weniger was schon
Viele Probleme effektiv lösen wird
Weil atmendes Land sich belebt 

Nicht irgendwo gewesen sein ist
Der neue Luxus einer Elite die mit
Gutem Gewissen ihren Luxus genießt
Sondern nirgendwo hin zu müssen

Alle wissen wir brauchen mehr
Vom weniger ganz dringend um
Gemeinsam gut zu überleben
Aber tun noch das Gegenteil

Mit vernünftigen Einsicht kann
Jeder begreifen was nötig ist
Doch handeln wie noch nicht so
Sondern zerstören die Basis weiter

Das reale Paradies Erde die ganz
Natürlich allen gehört wird weiter
Begrenzt eingezäunt zerstört um
Kurzfristige Gewinne zu machen

Es braucht eine Kursänderung 
Halten wir einfach inne um nichts
Mehr zu tun aber dafür viel weniger
Werden wollen zerstören täte gut 

Wagen wir endlich mehr vom
Nichts und wollen wir weniger
Erreichen in Ruhe da zu bleiben
Es ist genug für alle längst da

Jedes private Vermögen weltweit
Über 1 Millionen Euro wird staatlich
Keiner muss mehr etwas tun weil KI
Die Drecksarbeit erledigen kann

Der einzige Gewinn und Luxus
Der zulässig und legitim ist wird
Zeit sein um weniger zu tun statt
Mit mehr noch mehr zu zerstören

Nichtstun wird neuer Luxus wie
Philosophie der Nachhaltigkeit
Um mit weniger mehr zu erreichen
Genießen wir mehr mit weniger

jens tuengerthal 12.2.26

Mittwoch, 11. Februar 2026

Lektürentagebuch 11.2.26

Lektürentagebuch 11.2.26

Schon in der Nacht ein wenig in 
Egon Friedells Kulturgeschichte
Der Neuzeit eingetaucht über den
So vielfältig genialen Leibnitz

Was schwärmt der begeisterte
Friedell hier von dem großen
Denker der den Barock prägte
Mit seiner toleranten Monadenlehre

Er ist so angetan von der Lektüre
Wie es auch Friedrich der Große
Im Gegensatz zu seinem Vater war
Weil er die geistige Tragweite sah

Leibnitz erinnert mich an meinen 
Vater das vielfältige Genie das in
Aller Natur noch staunend auch
Wunder liebend entdecken konnte 

Auch die Monadenlehre ist von
Einem ausgesprochen toleranten
Geist geprägt und feiert mit einer
Begeisterten Euphorie die Welt

Die Welt als nicht vollkommen aber
Beste aller möglichen zu sehen ist
Ausdruck dieser liebevollen Haltung
Die Voltaire im Candide spiegelt

Doch wo der Franzose über den
Weltgeist in höchster Harmonie
Spottet meinte Leibnitz es voll
Begeisterung schwärmend ernst

Das große Glück im Garten der
Welt zu leben der noch in jedem
Noch so kleinen Blatt ein neues
Verkleinertes Paradies versteckt

Wie sich alles Große aus vielfältig
Teilbarem Kleinen zusammensetzte
Begeisterter diesen Forscher aus
Berufung und echter Begeisterung

Wie gerne hätte ich Leibnitz noch
Mit meinem Vater erlebt vermute
Die Begeisterung der beiden großen
Euphoriker hätte nie Grenzen gekannt 

Gottfried Wilhelm Leibniz der im
Jahre 1646 in Leipzig geborene
Verstarb 1716 in Hannover und
Gilt als großes Universalgenie

Er war ein deutscher Philosoph
Mathematiker Physiker Jurist 
Historiker und politischer Berater
Gilt als klügster Kopf seiner Zeit

Leibnitz wuchs als Sohn eines
Professors schon in einer heimischen
Bibliothek auf die seine Neugier weckt
Er lernte dort autodidaktisch Latein

Wie auch griechisch bereits mit
Acht Jahren um mit zwölf beim
Prüfen logischer Fragestellungen
Eine mathematische Zeichensprache

Bereits zu erfinden besuchte auch
Die Leipziger Nikolaischule wie die
Dortige Universität und wechselte
Später noch nach Jena im Studium

Mit 19 machte er seinen Doktor in 
Kombinatorik und wollte dann im
Recht promovieren doch die Leipziger
Fanden ihn noch zu jung darum

Ging er nach Nürnberg Altdorf wo
Er erfolgreich war und besuchte 
Kurzzeitig Alchimisten die er bald
Als bloßen Hokuspokus verspottet

Was ich gut verstehen kann der
Diese Mystiker in Kreisen auch
Von Freimaurern traf und eher 
Komisch als ernst zu nehmen fand

Ab 1672 tritt er in den Dienst des 
Kurmainzischen Erzbischofs der
Im Reich Erzkanzler auch war
Mit dem Namen von Schönborn

Er machte obwohl Lutheraner in
Mainz Karriere bis zum Rat und
Publizierte noch einige Schriften
Zu Recht Philosophie und Physik

Auf einer Reise nach Paris will er
Ludwig XIV einen Plan zur Eroberung
Von Ägypten unterbreiten um so die
Kriege in Europa zu beenden 

Um 1672 entwickelte er auch seine
Rechenmaschine für die vier
Grundrechenarten und wurde dafür
Zum Ehrenmitglied der Royal Society

Wieder zurück in Paris entwickelte er
Die Infinitesimalrechnung wie das
Duale Zahlensystem was später zur
Grundlage der Informatik wurde 

Ab 1676 geht er auf Ruf des Welfen 
Herzogs Johann Friedrich schließlich
Nach Hannover besuchte Spinoza in
Den Haag auf dem Weg noch

Er stand im regen Austausch mit der
Kurfürstin Sophie von der Pfalz er war
Bibliothekar mit einer Vielzahl von
Aufgaben noch dazu etwa Bergbau

Er machte später auch dem Kaiser 
Viele wichtige Reformvorschläge im
Münzwesen wie für Manufakturen um 
Die Türkenkriege zu finanzieren die

Wurden wohlwollend zur Kenntnis
Genommen und irgendwann bekam
Er den Titel eines Reichshofrats mit
Nur leider geringer Rente dazu 

Als sein Dienstherr zum König von
England wurde lehnte er leider ab
Leibnitz mitzunehmen dafür war
Der Kontakt nach Berlin sehr gut

Sophie Charlotte die Schwester
Seines Kurfürsten korrespondierte
Regelmäßig mit ihm und gründete
Die Akademie der Wissenschaften 

Der Akademiegedanke den er auch
Als Präsident der Berliner Akademie 
Weiter ins Reich und nach Russland
Zu Peter dem Großen trug war die

Große Leidenschaft von Leibnitz
Wie Zentrum seiner intellektuellen
Projekte die Ausgabe seiner Werke
Ist lang was Friedell einfach leugnete

Überhaupt scheint der Wiener mit
Der Begeisterung für das Genie
Etwas oberflächlich plätschernd wie 
Weitere Lektüre mir bestätigte

Auf Leibnitz Sarg wurde eine 1
Inmitten einer 0 angebracht als
Symbol für sein Zahlensystem das
Heute Basis der Computer wurde

Ohne Leibnitz fehlte vieles so
Schrieb ich nicht am Telefon und
Die werte Leserin hätte auch keine
Weiche Ware um es lesen zu können

jens tuengerthal 11.2.26


Gefühlvoll

Gefühlvoll

Gefühlvoll lieben
Ist größtes mögliches Glück
Wie auch Risiko

jens tuengerthal 11.2.26

Mitgefühl

Mitgefühl

Mitgefühl haben
Tut anderen besser als
Ohne zu leben

jens tuengerthal 11.2.26

Teegefühl

Teegefühl

Sich Zeit nehmen um
Guten Tee zu trinken ist
Ein gutes Gefühl

jens tuengerthal 11.2.26

Mündigkeit

Mündigkeit

Aufklärung soll uns endlich aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit 
Befreien damit wir selbständig denken
Ein eigenes sittliches Urteil fällen

Diese Definition der Aufklärung durch
Immanuel Kant als quasi Leserbrief in 
Der Ausgabe der Berlinischen Monats
Schrift von Dezember 1784 erläutert

Was für die Freiheit eines eigenen 
Sittlichen wie moralischen Urteils 
Nötig ist und was Mündigkeit
Heißt die unabhängig macht

Danach ist mündig wer sich seines
Verstandes ohne Leitung anderer 
Bedient also selbständig denkt
Fragt sich was selbstverschuldet ist

Dies ist nach Kant der Fall wenn
Es nicht an natürlicher Dummheit lag
Die das Denken vernachlässigte
Sondern an bloßer Faulheit

Diese Frage wird und bleibt für 
Die Zukunft der deutschen Kultur
Spannend und wird vielleicht
Entscheidend für den Fortbestand

Will dazu keine Vermutungen weiter
Äußern auch wenn bewegte Bilder
In der Regel immer verblöden nur 
Die wenigsten noch selbst denken

Aber finde die egalitäre Chance für
Jeden Bundesbürger wichtiger als
Einer höhere Effektivität noch weil 
Es um den Kern des Menschen geht

Wie unsere Verfassung und auch
Das Prinzip der Demokratie soll
Jedem die natürliche Fähigkeit
Nach der Natur attestiert werden

Aus dieser Annahme nämlich erst
Resultiert in Konsequenz die Moral
Des kategorischen Imperativ der uns
Alles am Gewissen messen lässt 

Sie ist die normative Voraussetzung 
Für unser Strafrecht die eine Einsicht
In das eigene Unrecht erfordert also
Die Fähigkeit aufgeklärt zu urteilen

Gehe also weiterhin lieber von der
Mündigkeit aller aus um jedem die
Chance größter Freiheit zu geben
Es ist die Basis der Rechtsordnung 

Trotz aller Müdigkeit in der immer
Anstrengenden Demokratie scheint
Der Wert dieser Annahme größer 
Als der dafür nötige Aufwand

Diese Annahme ist verbunden mit
Freiheit und Verantwortung erfordert
Also Mut wie es Motto der Aufklärung 
Nach Kant bis heute ist: sapere aude!

jens tuengerthal 11.2.26