Samstag, 28. März 2026

Völkerrechtswurst

Völkerrechtswurst

Völkerrecht wurde
Dank Steinmeier egal wie 
Relativ gültig

jens tuengerthal 28.3.26

Teegesund

Teegesund

Rauche und Saufe
Trinke dafür Grünen Tee
Gern literweise

Wie mein Vater auch
Der aber schon tot ist hat
Also geholfen

jens tuengerthal 28.3.26

Unschuldsvermutung

Unschuldsvermutung

Die Unschuldsvermutung ist einer
Der wichtigsten Grundsätze im
Strafprozessrecht nachdem jeder
Als unschuldig zu gelten hat bis
Zum Beweis des Gegenteils

Politisch und agitatorisch wird dies
Gerne öffentlich außer Kraft gesetzt
Wenn empörte Menschen sich lieber
Solidarisch statt vernünftig zeigen 
Soll das Schwein bestraft werden 

Viele vor allem Grüne Frauen hatten
Solidarisch demonstriert für eine 
Änderung des Strafrechts damit das
Schwein Ulmen bestraft würde den 
Seine Ex mithilfe des Spiegel anklagte

Hatte mich dazu bisher nicht geäußert
Auch wenn Frauen lautstark nun die
Solidarität von Männern einforderten
Kenne diese kollektive Wut gut genug
Erinnere an den Fall Kachelmann

Das Verfahren gegen Ulmen ist nun
Ohne Anfangsverdacht eingestellt
Dafür lässt er den Spiegel verklagen
Wegen Verleumdung und mehr was
So ein Skandal alles mit sich bringt

Werde den Fall auch weiter nicht
Bewerten und enthalte mich lieber
Sehe es als eher Trennungsterror
An dem wohl alle beteiligt sind
Außenstehende besser schweigen

Eine Politik die auf jeden Zug der
Mit Radau durchs Dorf getrieben 
Empört aufspringt nimmt keiner
Künftig mehr ernst auch da wäre
Weniger natürlich deutlich mehr

jens tuengerthal 28.3.26

Mars Venus Natur

Mars Venus Natur

Hatte just eine sehr spannende
Diskussion mit einer Chemikerin
Einer so klugen wie schönen Frau
Die meinte Männer und Frauen
Seien nach der Natur gleich die
Unterschiede seien nur anerzogen

Setzte dem die Mars-Venus-Theorie
Von John Gray entgegen nach der
Männer vom Mars und Frauen von
Der Venus kämen wir uns nach der
Natur nicht verstehen könnten weil
Wir Dinge unterschiedlich sehen

Was sie zurückwies und als bloße
Prägung definierte die das Verhalten
In Rollen ausmache wir seien genau
Gleich und die Unterschiede wären 
Nur seit Generationen anerzogen

Das Argument es gäbe ja schon
Unterschiede nach der Natur wies 
Sie als marginal zurück weil unser 
Wesen wie unsere Gefühle sich
Glichen die Unterschiede nur
Marginal nach der Natur wären 

Der Aufforderung die Unterschiede
Sachlich zu benennen kam ich
Lieber nicht nach weil es für mich
Nicht weiterführte ohne konkret
Die Unterschiede benennen zu
Können nach zusammen einem 
Ganzen Liter Pfälzer Riesling 

Unwesentlich nüchterner nun
Sehe ich davon ab das schon 
Schlüssige aufzunehmen das
Wir uns ja offensichtlich also
Rein tatsächlich nicht verstünden
Weil es inhaltlich nicht weiter führt

Noch ferner aber liegt mir darum
Zu behaupten ich könnte dann ja
Frauen verstehen wer wäre ich mir 
Solches nach aller Erfahrung je
Anmaßen zu wollen wo es doch 
Ganz offensichtlich nicht so ist

Die Frage ob ich die Unterschiede
Sachlich begründen kann halte ich
Dagegen für völlig irrelevant weil
Es sich mit der Annahme besser
Leben lässt als damit zu behaupten
Wir seien genau gleich im Wesen 

Folgte ich dieser Vermutung wäre
Das rein tatsächliche Unverständnis
Mit dem sich viel besser leben lässt
Sachlich unbegründet was viele
Konflikte denen ich so aus dem Weg
Gehen kann nur unnötig verschärfte

Sie mag recht haben oder nicht
Wer wäre ich als Mann was Frau
Meint beurteilen zu können zu
Bezweifeln denke ich aber weiß
Sicher aus Erfahrung wieviel besser
Wir uns nach der Mars Venus Theorie
Miteinander vertragen können 

Wer sich nicht verstehen muss kann
Die andere anders sein lassen wie
Ihre gegenteilige Ansicht liebevoll
Belächeln weil es ganz natürlich ist
Sich nicht verstehen zu können was
Toleranz übt die jedes miteinander
Egal ob sexuell oder sonst erleichtert 

Sie hat aus ihrer Sicht als Frau sicher
Recht und ich muss sie darum nicht
Verstehen können aber ich kann sie
Mit ihrer Sicht glücklich sein lassen
Wie ich mit meiner leichter lebe so
Sind wir uns einig uns hier nicht zu
Verstehen wie sonst vermutlich auch

Egal was wahr oder wirklich ist
Nach der Natur oder unserer
Prägung geht es mir nur darum
Sich so gut wie möglich zu tun
Wer auch was dabei versteht
Insofern das erleichtert wird
Bei Annahme des Modells von
Mars und Venus bleibe ich dabei
Es braucht keinen Beweis dafür
Mehr Genuss genügt völlig 

Dagegen wäre die Annahme
Sich zu gleichen eine ständige
Quelle von Konflikten und ewiger
Missverständnisses auf die ich
Liebend gern verzichte weil was 
Gut tut im miteinander
Auch gut ist und damit
Ist für mich alles gut so
Wenn wir verschieden
Natürlich sind

jens tuengerthal 28.3.26

Freitag, 27. März 2026

Lektürentagebuch 27.3.26

Lektürentagebuch 27.3.26

In der Verfeinerung der Deutschen
Kommt Erwin Seitz auf Martin Luther
Im Sog der Germania des Tacitus
Zeigt so den vielseitigen Reformator 

Doch bevor er zu Luther kommt
Erzählt er vom guten Weg auch
Der Städte in Deutschland die
Wuchsen und Kultur entwickelten

Welche Wirkung die Renaissance
Dabei mit ihren Entdeckungen etwa
In einer Großstadt wie Nürnberg
Hatte oder in Augsburg auch

Der internationale Handel bot nun
Hohe Gewinne und infolge wurden
Bürger immer fürstlicher in ihrer Art
Zu leben und der Kultur um sie 

Dabei kam es sicher bereits zu einer 
Verfeinerung deutscher Kultur auch
Durch italienischen wie französischen
Einfluss der die Kultivierung förderte 

Doch dann kommt Luther und wettert 
Gegen Rom und gegen den Luxus
Erzählt von der Freiheit des Christen 
Aber wünscht ihn sich ganz demütig

Der Augustiner Mönch der gegen
Die Wünsche seiner Eltern Theologie
Statt Jura studierte und so als Lehrer
In das abgelegene Wittenberg kam 

Wie und warum er dort die 95 Thesen
An die Schlosskirche nagelte wider
Den Ablass weil es dieses Freikaufen 
Für eine Sünde hielt und lieber den 

Direkten Draht zu Gott predigte so
Einerseits Freiheit gab aber auch
Andererseits die Freiheit fürchtete
Dem Adel hohe Autorität gab

Seitz schildert diese Widersprüche 
Bei Luther klug und erzählt sein 
Leben weniger chronologisch als 
Nach Höhepunkten mit Ziel

So soll der Reformator als auch 
Tumber Tölpel bloß gestellt werden
Die Germania des Tacitus zu der ich
Noch nicht hier gelangte gab dafür

Sicher gute Gründe im Bild vom
Germanischen Deutschland dass 
Die träge gewordenen Römer wecken
Sollte aber so ist sie auch zu lesen

Das ist etwas sehr durchschaubar
Aufgebaut auch wenn ich ihm nicht
Widersprechen würde was den
Kulturellen Schaden Luthers betrifft

Nur ist das Ende der Renaissance
Im Reich durch die Reformation der
Entscheidende Schaden der auch
Zuerst so benannt werden sollte

Das macht Seitz aus meiner Sicht
Einerseits gut indem er mit der
Urbanisierung Deutschlands auch
Infolge der Renaissance beginnt

Warum dann ein abtrünniger Mönch
Der zum reinen Glauben zurück will
Massen faszinieren konnte hing mit
Der geistigen Kultur der Renaissance

Die Freiheit und selbständiges 
Denken förderte eng zusammen
Wie auch Luther Humanist war
Bis er als Reformator abstürzte

Der sich den Fürsten andiente
Ihnen ungeahnte Macht auch
Gegen den Papst versprach was
Im Konflikt das Mittelalter prägte

Hier erwähnt Seitz die Staufer
Aber schweigt zu Heinrich IV
Dem in Speyer begrabenen
Salier der nach Canossa ging

Über Luther plaudert er gut
Wenn auch ein wenig wild
Die Zeiten vermengend aber
Ihn als Problem zu sehen

Ist sicher ein guter Ansatz
Nur ob dieser irgend noch
Zur Verfeinerung der Deutschen 
Beitrug scheint eher fraglich

Sicher braucht es auch die
Abschreckenden Beispiele
Irrwege der Kultur zu sehen
Aber weniger Luther wäre mehr

Enthalte mich noch von jedem
Urteil bis zum Ende des Kapitels
Aber weniger Aberglaube ist immer
Mehr Vernunft in der Kultur

Bin sicher vorne dabei über den
Rabiaten Antisemiten Luther zu
Schimpfen der die Bauern verriet
Aus taktisch klugen Gründen

Bleibe gespannt wie es nun bei
Seitz weitergeht dessen Richtung
Zumindest schon deutlich spürbar ist
Die im Ergebnis Zustimmung verdient


Noch einige Seiten Siri Hustvedt
Gelesen die liebevoll zärtlich über
Alte und neue Gewohnheiten im
Leben ohne Paul schreibt die zeigen 

Wie lebendig sein Geist in diesen 
Ghost Stories weiter spukt und wie
Präsent er damit immer noch ist
Wie erstaunlich dass immer ist

Sonntags kamen immer die Kids
Wie sie Sophie und ihren Mann 
Spencer nannten und blieben
Zum Dinner so auch weiterhin

Wie Spencer die Küche machte
Während sie mit Sophie und dem
Kleinen Miles auf der Terrasse saß 
Der glucksend die Blüte bestaunte

Als sie am nächsten Tag dann den
Geschirrspüler ausräumt ist sie
Völlig verwirrt weil nur drei Teller 
Sauber in der Maschine stehen

Es waren doch all die Jahre immer
Vier dachte sie und überlegt was
Passiert sein kann ob der Teller
Vielleicht im Müll gelandet ist

Bis ihr einfällt sie waren zu dritt
Miles nahm bisher nur Milch zu sich 
Hätte sie jemand gefragt wo Paul ist
Hätte sie sofort gesagt er ist tot

Aber in der alltäglichen Gewohnheit
War das Fehlen seltsam irritierend
Dann erinnert sie sich an das große
Umräumen der Bibliothek zurück

Das war vor etwa 15 Jahren und die
Bibliothek im zweiten Stock war die 
Von Paul in der er auch sterben wollte
Diesem hellen lichten Raum dort

Sein Bedürfnis nach Licht nahm 
Gegen Ende hin deutlich zu erzählt
Sie und ich denke an Goethes letzte
Worte in diesem Zusammenhang 

Beim Umräumen der Bibliothek
Springt sie im Absatz zurück wie
Das Buch voller Gedankensprünge
In Absätzen auch immer wieder ist

Sie wachte nachts auf und kein Paul
Neben ihr verwirrt machte sie Licht 
Ging in den Flur und sah dann das 
Licht aus der oberen Bibliothek 

Sie ging hinaus und er saß nur 
Mit einer Boxershorts bekleidet
Auf der Leiter und räumte weiter
Bücher in die oberen Regale

Dass sie dabei noch bemerkt es 
Wird eine blau oder grün karierte
Boxer gewesen sein ist wieder
Eine liebevolle Bezugnahme 

Erinnert daran dass er die roten
Nicht ausstehen konnte darum
Immer blau oder grün trug eine
Wieder dezente Liebeserklärung

Denke an meinen Vater der auch
Nachts manchmal verrückte Aktionen
Noch zu Ende bringen musste
Wie ich auch vor allem anderen

Nach meinem Umzug bis in tief
In die Nacht die Bibliothek voll
Zärtlicher Liebe noch einräumte
Mit auch einer Ordnung eigener Art

Siri erzählt wie sie Gertrude Stein
Suchte und fluchte und ich lache
Denke daran wo sie bei mir liegt ja
Manche Bücher liegen andere stehen

Ein zärtlich naher und dabei wieder
Ganz wunderschöner Blick in das
Leben der beiden Autoren und noch
Schöner dabei auf ihre Liebe

jens tuengerthal 27.3.26

Liebeswecker

Liebeswecker

Mit Liebe geweckt
Beginnen Tage einfach
Wunderbar find ich

jens tuengerthal 27.3.26

Erwachet

Erwachet

Erwachet rufen
Leuchtturmwärter zu gerne
Ungläubigen zu

jens tuengerthal 27.3.26

Abgestanden

Abgestanden

Tee von gestern ist 
Besser nie abgestanden 
Als warmgehalten 

jens tuengerthal 27.3.26

Wohlbefinden

Wohlbefinden

Was macht das Wohlbefinden aus
Worauf kommt es an wenn Glück
Als Gefühl im Leben fraglich ist

Ist das nur eine Befindlichkeit
Die keiner zu ernst nehmen sollte
Oder eigentlich den Kern des Seins

Wo ich mich wohl fühle
Geht es mir gut was schon
Eine gute Orientierung wäre

Kanzler und Vizekanzler wollen
Die Deutschen lieber leiden wie
Wirklich etwas leisten sehen

Anstrengung sei erforderlich oder
Blut Schweiß und Tränen Reden 
Wird solch wohlfeiles genannt

Zum Wohlbefinden tragen sie
Nichts weiter bei nur dazu sich
Kaputt zu arbeiten anstatt

Was nötig wäre um den Wohlstand
Noch zu erhalten behaupten die
Ruckredner ohne Phantasie

Dabei ist genug für alle doch da
Gemeinsam das Wohlbefinden zu
Genießen statt zu konkurrieren

Darum tut einfach weniger was quält
Aber mehr für das Wohlbefinden um
Zu genießen was uns nur bleibt

Am Ende hatten wir immer mehr 
Von Momenten des Wohlbefindens 
Als Erben vom bitter ersparten

jens tuengerthal 27.3.26

Wohlstandswahrer

Wohlstandswahrer

Manche wollen gerne ihren 
Wohlstand wahren aber die
Meisten haben nicht mal
Mehr einen solchen noch
Die Aussicht je darauf weil
Einige wenige ihren mit
Staatlicher Hilfe wahren
Was die meisten bejubeln 
Es könnte ja ihrer sein
Den der Staat da schützt 
Müsste nicht die Mehrheit
Immer arm bleiben damit
Eine Minderheit verdient
Klüger wäre weiter daran
Zu denken dass alles
Eigentum Diebstahl ist
Was vieles erledigt
Der Rest wird dann
Einfach umverteilt 
Ist ja genug für alle da
Nur Wohlstandswahrer
Fürchten sich noch

jens tuengerthal 27.3.26

Tag und Nacht

Tag und Nacht

Wenn ich mal wieder dichtend
In Kleidern bei Licht auf dem
Diwan einschlief frage ich mich
Immer noch habe ich überhaupt
Richtig geschlafen denn auch
Wenn sich wenig unterscheidet
Als Kleidung und Zähne putzen
Denke dann immer an meinen
Vater der früher nie am Abend
Seine Zähne putzte lieber noch
Ganze Knochen zerbiss weil er
Es noch konnte bis er vor den 
Enkeln Vorbild sein wollte der
Auch viele Nächte einfach so
Durchgearbeitet hat weil es
Nötig war wenn auch nicht
Wirklich gesund vermutlich
Aber so war er eben und so 
Bin ich wohl auch der halt 
Irgendwann einschläft und
Dann erwacht weiter dichtet
Zu erkennen woher etwas kommt
Erspart uns nichts aber macht
Vieles verständlicher was 
Tolerant mit sich sein lässt
Verständnisvoller sozusagen
Zumindest sich gegenüber
Wie der relativen Zeit auch
Mal ist Tag dann halt Nacht 
Ansonsten relativ egal

jens tuengerthal 27.3.26

Donnerstag, 26. März 2026

Lektürentagebuch 26.3.26

Lektürentagebuch 26.3.26

Zwischen Erdbeben geht es nun
Weiter mit Curzio Malaparte der
Sich 1931 von Italien entnervt nach
Paris begibt und ein Buch schreibt 

Technique du coup d’etat wird 
International erfolgreich politisch
In der Tradition von Machiavellis Buch
Der Fürst analysiert er Staatsstreiche

Es sind Pilsudski Trotzki Riviera wie
Mussolini und Hitler die er kühl und
Technisch analysiert scheinbar nicht
Ideologisch dabei aber für Trotzki den

Er bewundert dafür Hitler verachtet 
Ihn als femininen Typ lächerlich macht
Der brutale Mittel nutze um seine nur
Lächerliche Schwachheit zu tarnen

Es sei etwas trübes sexuellmorbides
In der opportunistischen Taktik Hitlers 
Wie seiner Aversion gegen alle auch
Revolutionäre Gewalt in seinem Hass

Gegen jede Form von Freiheit und
Individuelle Würde so gäbe es nach
Allen Tragödien und Kriegen immer
Einen der aus der Menge steigt

Dieser setze seinen Willen durch wie
Seinem Groll wie seinem Ehrgeiz folgt
Sich rächt wie eine Frau am ganzen 
Volk und der verlorenen Freiheit

In der Geschichte Europas sei nun
Deutschland an der Reihe und so
Sei Hitler die Frau die das Land
Verdiene was auffällig kritisch war

Es war sicher nicht opportun Hitler
Lächerlich zu machen als sich 
Mussolini immer mehr diesem zuwand
So wurde das Buch erst verboten

Er geht 1933 nach London erhält 
Einladungen nach Cambridge und 
Oxford reist nach Schottland dafür
Wird er nach einem politischen

Konflikte mit dem italienischen
Außenminister von 1933 bis 1935
Auf die einsame Insel Lipari verbannt
Durch Fürsprache seines Freundes

Galezzo Ciano der Schwiegersohn
Von Mussolini ist wird er von Lipari
Nach Ischia versetzt und bekommt
Dort Hausarrest mit Chauffeur dazu

Nach seiner vorzeitigen Entlassung
Veröffentlicht er betont unpolitische
Erzählbände ab 1937 gründete er die
Zeitschrift Prospektive und leitete sie

Die von Mussolini autorisierte und
Vom Kultusministeriums finanzierte
Zeitschrift erschien dann bis 1942
Sie widmeten sich kulturellen Themen

Bis 1938 war die Zeitschrift noch auf
Politische Propaganda beschränkt
Die zweite Serie widmet sich dann 
Der gesamteuropäischen Kultur

Sie wird dann kosmopolitisch und
Die Autoren sind ein Who ist Who 
Der Kultur der Dreißiger Jahre er
Zeigt sich als Teil europäischer Kultur

Dort schrieben James Joyce Paul 
Éluard André Breton Ezra Pound
Und viele andere Namen dabei
Wandte er sich neuer Kunst zu

Es war eine ganz erstaunliche
Publikation bei der die Zensur
Wohl ein Auge zudrückte die
Im Faschismus einzig blieb 

Als Korrespondent der Zeitung
Corriere della Sera ging er nach
Äthiopien das von Mussolini 1936
Eroberte neue Imperium Roms

Er legte zwischen Amara und der
Hauptstadt Addis Abeba sehr lange
Strecken auf einem Maulesel zurück
Begleitet vom zensierenden Polizisten

Die Artikel sind selten kritisch dafür
Banale Landschaftsbeschreibungen
Die Entwicklung in Europa mit der
Besetzung von Böhmen und auch

Albaniens durch Italien machten 
Afrika plötzlich irrelevant warum
Malaparte nach Europa zurückkehrte
Der Chefredakteur lobte ihn später

Ab 1940 wird Malaparte dann zum
Kriegsberichterstatter in Frankreich
Griechenland Jugoslawien Rumänien
Wie auch an der russischen Front

Aufgrund von persönlicher Kritik von 
Hitler wird er nach Skandinavien
Versetzt während der Zeit in Finnland 
Schreibt er seinen Roman Kaputt

Am 30. September 1942 empfängt ihn 
In Stockholm Prinz Eugen der Bruder
Des schwedischen Königs noch
Die Schilderung dieser Begebenheit

Eröffnet dann seinen Roman nach
Kurzem Aufenthalt in Berlin geht er 
Erneut 1943 nach Schweden aber
Kehrt nach dem Sturz von Mussolini

Am 23. Juli 1943 zurück nach Italien
Auch wenn einige Freunde ihm davon 
Abrieten und er wird in dieser sehr
Turbulenten Zeit mehrfach verhaftet

Erst von der neuen Regierung dann
Von den Alliierten als Faschist und
Dann 1944 von italienischen Ämtern
Für jeweils nur sehr kurze Zeit

Er begleitet dann die Alliierten als
Verbindungsmann auf ihrem Marsch
Zur Befreiung nach Norden zeigt
Sich nun als freier Intellektueller

Dann hat er als es in den 50ern still 
Um ihn wird die Idee die USA mit
Dem Fahrrad zu durchqueren um
Gegen die Mechanisierung des 

Modernen Lebens zu protestieren
Wollte dabei 2000 Flaschen Cola
Von seinem Sponsor konsumieren
Der Plan wurde nicht mehr wirklich

Seine Reisefeuilletons zählen zu
Dem besten was Malaparte schrieb
Seine letzte Reise führt ihn 1956
In die Sowjetunion und nach China

Schwer am Lungentumor erkrankt
Muss er die Reise in China abbrechen 
Am 11. März 1957 wird er nach Rom
Geflogen und kam in eine Klinik

Verschiedene Politiker Journalisten
Autoren Kulturschaffende machten 
Ihm noch ihre letzte Aufwartung so
Erhält er am 12. April 1957 noch

Aus den Händen des Parteichefs
Persönlich seinen Mitgliedsausweis
In der kommunistischen Partei um
Dann am 19. Juli 1957 noch bei

Zwei jesuitischen Patres katholisch
Zu werden und dieser absurde 
Kampf um die geaberglaubte Seele
Kurz vor Toresschluss offenbarte

Die Tragikomik eines Lebens das
Zwischen Unabhängigkeit und
Unterordnung immer das Ideal suchte
Widersprüche dabei nicht scheute


Mit Siri Hustvedts Ghost Stories der
Erinnerung an ihren verstorbenen 
Mann Paul Auster begonnen die auch
Eine Beschreibung des neuen Leben

Plötzlich ohne den Geliebten wie sie
Ihn immer wieder nennt was doch
Viel schöner klingt als mein Mann
Was sie natürlich auch mal sagt 

Es ist die ersten Seiten auch ein
Kampf durch ihre Erinnerung an
Das Sterben an Lungenkrebs auch
Wenn ihn eine Nebenwirkung 

Eines leider nötigen Medikaments
Umgebracht hat und nicht der Krebs
Der ihn so nah an den Abgrund
Gebrachte in den er tief schaute 

Siri beschreibt wie sie die Zeit
Nach seinem Ende erlebte von
Ihrer anfänglichen Hypochondrie 
Das sie nun am Spiegelkrebs

Der eine Ausnahme und selten 
Darum nirgendwo beschrieben
Sterben würde aber kann 
Während sie dies schreibt auch

Schon wieder darüber lachen
Während sie erzählt wie sie nach
Pauls Tod erstmal den Schrank leerte
Wie die Medikamente entsorgte 

Dreißig Jahre hatten sie ein Leben
Eine Liebe und eine Familie geteilt
Zusammen und auch für sich gelebt 
Hatten die Arbeitszimmer jeweils

Getrennt respektiert nie wäre sie
Ohne ihn in seines gegangen wie
Er das ihre nur nach anklopfen noch
Betrat was später manchmal vorkam 

Wenn er für eine Recherche etwas
Aus dem Netz brauche der er nie
An einem Computer schrieb sondern 
Immer noch auf der Schreibmaschine

So entsorgt sie auch das Faxgerät
Das die letzte Neuerung moderner 
Kommunikation war die er noch
Mitgemacht hatte der alle Bücher

Von Hand zuerst in Hefte schrieb 
Um sie dann abzutippen und so
Entdeckt sie in seinem Arbeitszimmer
Noch hunderte von Stiften überall

Er hatte immer in der Tasche welche
Mit sich herumgetragen wie sie auch
Massen von Farbbändern findet die
Noch für Generationen reichen

Beim Ausräumen des Schlafzimmers
Mit seinen paar Boxershorts die er
Immer im selben Shop kaufte im
Dreierpack erinnert sie sich wieder

Wie sie ihm beim Anziehen half 
In der letzten Zeit als sie schon
Das Hospiz Zuhause hatten und
Er sagte aber nicht die roten als

Sie ihm eine der Boxershorts geben
Wollte er hatte über Jahre immer
Die blau und grün karierten nur
Getragen die roten konnte er nie

Ausstehen sie waren nur immer in 
Dem Dreierpack mit dabei und so
Lagen sie unbenutzt in der Kommode
Im Schrank hatte er nur wenig Kleider

Nur einen Anzug und einen Smoking
Beides trug er sehr selten sie gibt
Alles weg und will es los werden
Aber riecht noch seine Zigarillos

Wie sie seinen alten Schaffellmantel
Den er aus Argentinien mitbrachte 
In der Garderobe hängen ließ um
Sich in ihn zu hüllen wenn ihr kalt wird 

Das ist voll zärtlicher Erinnerung
An ein gemeinsames Leben wie 
Den Alltag des anderen geschrieben
Aus einer langen schönen Liebe

Sie erzählt von ihrer Therapeutin
Einer älteren Analytikerin die ihr
Jemand dem sie vertraut empfahl
Mit der sie in Zeiten von Corona 

Zunächst nur online Sitzungen
Hatte wie diese dann starb bevor
Sie ihre Abschlusssitzung hatten
Was sie wie manches erschütterte

Die erste Zeit allein im Haus schlief
Sie nur mit Tabletten das ist mit 
Erschütternder Ehrlichkeit dabei
Beschrieben wie manche Sätze

Aus diesem gerade begonnenen 
Wunderbaren Buch lange nachhallen
Wie sie Ergriffenheit ein Gefühl
Zwischen leichtem Schmerz und

Zärtlichkeit nennt war es das was sie
Empfand als sie sein Arbeitszimmer 
Aufräumte und das ist einfach ganz
Stark und einfühlsam geschrieben

Gelesen habe ich erstmal bis zu der
Stelle wo sie von ihrer gemeinsamen
Bibliothek erzählt die tausenden von
Büchern die im ganzen Haus stehen

Dann kommt die Erinnerung an ihr
Zusammenziehen 1981 und wie sie
Ihre beiden Bibliotheken zu einer
Großen gemeinsamen machten 

Dabei hätten sie alle Bücher die sie
Doppelt hatten verschenkt und das
Wären viele gewesen und wie sie
Dabei dachte das bedeutet nun

Dass sie wirklich zusammenbleiben 
Müssen weil es ja eine gemeinsame
Bibliothek nun war was eine der zart
Schönsten Liebeserklärungen ist

Paul sagte als er starb er wolle ein
Geist werden und das ist er für Siri
Die diesen Geist zwischen den Zeilen
Tanzen leben und lieben lässt

Sie macht damit die Trauer wie den
Abschied um den am 30. April 2024
Gestorbenen Paul Auster öffentlich 
Wie dessen Brief an seinen Enkel

Ein wenig schlucken musste ich
Als ich vom 30. April las der Tag
An dem ich 1987 tödlich verunglückte
Jedoch wie hier lesbar überlebte

Eine wunderbare Begegnung mit dem
Geist von Paul Auster der so in den
Worten seiner genialen Frau noch 
Als Geist für mich Leser weiterlebt

jens tuengerthal 26.3.26

Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr ist
Weniger verkehrt als ganz
Ohne Sex leben 

jens tuengerthal 26.3.26

Geschlechterstreit

Geschlechterstreit

Streitigkeit zwischen
Geschlechtern machen selten
Noch wen glücklicher 

jens tuengerthal 26.3.26