Sonntag, 26. Juli 2026

Machtwahn

Machtwahn 

Die CDU ist eine Machtpartei 
Sie scharen sich um Mächtige
Sorgen damit für Stabilität bis
Diese irgendwann bröckelt

Dann geht es zu Ende mit diesen
Meist nach verlorenen Wahlen 
Genau das erlebten wir bei Kohl
Dem Kanzler der Eintritt sprang

Die eigene Partei ins Kreuz weil 
Sein majestätisches Gebaren bei
Spenden der Partei unerträglich
Wurde die zu Merkel flüchtete 

Lange war sie mit dieser erfolgreich
Besetzte erfolgreich die Mitte was
SPD und FDP eingehen ließ dafür
Erstarkten Extremisten am Rand

Ob diese AfD BSW oder Linke heißen
Ist dabei relativ egal weil alle diese 
Der ökonomischen Stabilität schaden 
Die nur noch falsche Prioritäten setzt

Merz dagegen der Jünger Kohls zog
Für das Andenbündnis in die Schlacht
Hat seinen Machiavelli gelesen aber
Versteht weder Spiel noch Macht

Versucht wie Trump oder Macron
Gegen die eigene Fraktion noch
Durchzuregieren aber löst Widerstand
Der demokratischen Schule damit aus

Seine Macht steht nicht mehr sicher
Die Fraktion führt ihren Kanzler wie
Die eigene Regierung ihn nun vor 
Deutschland unter Merz ist instabil

Er ist kein Trump oder Macron wurde 
Nie vom Volk gewählt dass an seinen
Fähigkeiten ohnehin zweifelt kenne
Keinen den dieser Kanzler überzeugt

Wie durch den öffentlichen Rücktritt
Des für die Bahneform so wichtigen
Verkehrsministers sichtbar wird die
Eigene Partei traut dem Kanzler nicht

Was ein willkürlicher Beweis seiner
Macht dein sollte zeigt nur die noch
Ohnmacht des Kanzlers der einfach
Nicht kooperativ sondern stur ist

Merkel hat Deutschland schon mit
Guten Gründen vor diesem Mann 
Immer gewarnt dem vor allem das
Fingerspitzengefühl völlig fehlt

Sollte er nicht sehr erfolgreich nun
Die Wende einleiten wird Merz diese
Wahlperiode nicht überstehen eine
Plötzliche Krankheit könnte helfen

Egal wie diese sich öffentlich nennt
Wer keine Basis mehr hat geht besser
Bevor diese ihn stürzt um noch den
Eigenen Abgang mitzubestimmen

Genau da steht die CDU heute der
Versager Merz zerlegt die Volkspartei
Fraglich nur was darauf folgt wie eine
Mehrheit völkischer Kräfte der AfD

Die nächsten Tage oder Wochen
Dürften schicksalhaft für diese
Bundesregierung werden und noch
Gibt der Kanzler keine Perspektive

jens tuengerthal 26.5.26

Hügelaufklärung

Hügelaufklärung

Die Urenkelin des Komponisten
Richard Wagner stellt sich auch
Der Geschichte ihrer Familie
Was ein guter Anfang zumindest ist

Es begann dieses mal auch mit
Beethovens Neunter Symphonie
Die mit der Ode an die Freude endet 
Statt wagnerscher Phantasy

Wenn sich der Geist der Aufklärung
Also freies kritisches Denken gegen
Wahnhaftes Raunen nun durchsetzt 
Könnte es allem auch gut tun

Ob das Nibelungenlied nie gelungen
War oder Ausdruck deutscher Kultur
Wie Wagners schlichte Reime die der
Üble Antisemit nur nett vertonte

Wird endlich offen diskutiert und
Michel Friedmann nannte Wagner
Antisemiten auf offener Bühne wie 
Den Grünen Hügel lange zu braun

Einer Bühne die ihm eben jene 
Katharina Wagner Urenkelin gab
Nach kleinen Misstönen zum Auftakt
Begannen die Festspiele kritisch

Auch der Kanzler der dort zu Besuch
Wies auf die nötige Aufklärung hin
Wie die braune Vergangenheit die
Aber Wagners Musik nichts nimmt

Kann Klang der die Parteitage noch
Der nsdap zu Nürnberg berauschte
Je wieder unschuldig sein oder ist sie
Es ihrer Natur nach immer

Selbst vor Jahren Bayreuth besucht
Noch zu Zeiten Wolfgang Wagners 
Der im Dunkeln durch die Reihen als
Regisseur gehend Richard ähnelte

Schon besonders auch wenn dort 
Die Politik gerne Königshaus spielt
Sind diese Festspiele etwas eigenes 
Was nicht in eine Schublade passt

Gut dass Friedmann dort redete
Gerne viel mehr jüdische Regisseure 
Dirigenten und Musiker künftig auch
Jeden Zweifel auszuräumen täte gut

Katharina Wagner stellte sich ihrer
Verantwortung und entschuldige sich
Bei Friedemann für die Wirren es wird
Noch einige Schritte brauchen bis

Auf dem Hügel auch demokratische 
Normalität herrscht und die braune
Brühe abgewaschen wird dort die
Weidels und Müllers lieber gehen 

Wagner ist Teil unserer Hochkultur
Aber sie ist kritisch schwierig auch
Wenn Richie 1848 noch revolutionär
Mit Bakunin auf den Barrikaden stand

Sich dem kritisch zu stellen macht die
Zauberhaft schönen Teile gut hörbar
Lässt wieder Wagner lieben ohne ein
Antisemit zu sein was doch lohnte 

jens tuengerthal 26.7.26

CSD Attentat

CSD Attentat

Auf den Berliner CSD wurde ein
Attentat mit einem Kleinbus verübt
Den ein polizeibekannter Islamist
Gemietet hatte und das Fest der
Queeren Gemeinschaft wurde 
Daraufhin abgebrochen es gab
Eine Tote und mindestens 18
Verletzte bis heute um drei war
Noch kein Täter festgenommen
Aber die Polizei ist dem Täter der
Aus dem islamistischen Milieu
Kommen könnte wohl auf der Spur
Es ist das leider bekannte Muster
Der religiösen Fanatiker das die
Atmosphäre von Hass und Angst
Noch weiter verstärkt warum nun
Die wichtigste Frage für uns wird
Wie reagieren wir angemessen auf
Dieses immer präsente Risiko für
Alle Großveranstaltungen auf denen
Sich viele Menschen versammeln 
Hass und Angst werden das Problem
Noch weiter verstärken aber wie 
Können wir mit solchen Angriffen 
Auf unsere Freiheit umgehen
Es wird Zeit und Ruhe brauchen
Den Fall aufzuklären der erstmal
Jene stärkt die weiter polarisieren 
Wichtig wird sein unsere Freiheit
Gegen all ihre Feinde zu verteidigen
Es gibt keine einfachen Antworten
Hoffen wir dass die Verletzten alle
Überleben und die Vernunft siegt 

jens tuengerthal 26.7.26

Lektürentagebuch 25.7.26

Lektürentagebuch 25.7.26

Das lange und reiche zweite Kapitel
Der Lehrjahre in Harry Graf Kesslers
Erinnerungen eines Europäers nun
Zu Ende gelesen und viel gestaunt

Nach der ersten Hamburger Zeit war
Der siebzehnjährige Harry wieder
Nach Paris zur Quarantäne geschickt
Worden nachdem in Hamburg noch

Im Armenviertel die Pest ausbrach
Die allerdings keine war sondern nur
Als Cholera Epidemie 1892 bekannt 
Wurde die er vermutlich meinte 

Pest und Cholera sind aber in vielem
Unterschiedliche Krankheiten auch 
War Harry 1892 bereits 24 was die
Reale Grundlage hier unklar lässt 

Jedenfalls nutzt er die vermeintliche
Quarantäne während der er in einem
Benachbarten Hotel untergebracht ist 
Den Louvre und andere Stätten der

Kultur ausgiebig zu besuchen bis er
Auf dem Heimweg ein Mädchen sieht
Dass von einem Mann bedrängt wird
Direkt vor dem Portal von Notre Dame 

Vorher hatte er schon ihre Schönheit
Registriert mit der ihr Gesicht der
Reinheit des Johannes in einem der
Portale glich und eilt ihr zu Hilfe

Sie lässt sich von ihm nach Hause
Bringen wo die Mutter erst zetert
Weil sie zu spät mit Mann käme 
Dann wird ein zweites Treffen noch

Verabredet damit die Mutter sich auch
Gebührend bedanken kann was dann
Auch formell geschieht danach will sie
Sich nicht mehr sehen da es ja nicht

Passte zwischen ihnen der Bruder
War einfacher Arbeiter die Mutter 
Witwe und das Mädchen arbeitete
Als Mannequin in einem Modehaus

Sie verabreden sich nach dem nun
Zweiten Treffen auf ein letztes dem
Dann doch noch eins folgt und beim
Nächsten landen sie auch im Bett 

Sie verbringen einige zauberhafte
Tage voller Leidenschaft im Hotel
Wie in verschiedenen Cafés sie ist
Eineinhalb Jahre älter noch als er

Aber sie besteht darauf dass es
Keine Zukunft hätte ihre Mutter ihr
Einen Mann aussuchen würde und
Sie hielt sich daran als sie sich noch

Einmal sahen schaute sie weg mit
Einem fast unsichtbaren Lächeln
Jahre später bekam er dann einen
Brief von ihr als sie im Kindbett starb

Angeblich war er 17 und sie 18 aber
Beide in Liebe und Lust noch völlig
Unerfahren wie Harry ganz offen aber
Sehr liebevoll dazu berichtet was aber

Nicht zu der Cholera Epidemie von 
1892 zeitlich passte was immer er
Der wohl weniger auf Damen stand
Mit dieser Geschichte sagen wollte

Im zweiten Teil denkt Kessler über die
Deutsche Politik unter Bismarck nach
Ob dieser dem Reich eher nutzte als
Verehrter Reichseiner und großer 

Politischer Stratege der alle Fäden 
Noch in der Hand hielt aber mit Hass 
Wie ständigen Intrigen ein Klima des 
Überall Misstrauens und der Kontrolle

Im von ihm geeinten Reich schuf das
So keine haltbare Perspektive hatte
Er sieht den Reichseiner den er auch
Persönlich kannte aber auch den 

Politischen Intriganten der ständig
Mit Hass und Misstrauen spielte und
Von der Macht nicht lassen konnte 
Was sichtbar noch keinem gut tat

Kessler erzählt von seiner eigenen
Auch gespaltenen Position dazu wie
Er mit der nationalen Euphorie auch
Aufwuchs wie kritisch er aber dann

Die Polarisierung sah und die oft 
Übernahme der Positionen des
Reichskanzlers und wozu sie im
Land führte wo jeder verdächtig war

Bismarck hätte dadurch im Alter
Was er einst groß aufbaute auch
Wieder verspielt und hätte ein ganz
Gefährliches geistiges Klima erregt

So nimmt Harry Graf Kessler eine
Position die das Problem das sich
Später in Deutschland entwickelte 
Mit nationalem Wahn klar erkennt

Diese Entwicklung auch aus seiner
Sicht der Bismarck und den Kaiser
Persönlich und privat kannte ist sehr
Wichtig die Entwicklung zu verstehen

Ob hier der Anfang der Polarisierung
Lag die zum Nationalsozialismus
Später führte ist wichtig um den
Vielfältig geehrten Reichskanzler 

Auch kritisch zu betrachten und was
Er mit dem Land gemacht hat dass 
Seine Politik entscheidend formte
Aber die Wurzeln des Problems schuf 

jens tuengerthal 26.7.26

Freitag, 24. Juli 2026

Restbahnhof

Restbahnhof 

Neben den drei bereits bedichteten 
Ausstellungen im Hamburger Bahnhof
Gab es noch zwei die wirklich hier der
Rede wert sind weil besonders

Beginne mit den Five Preludes von
Saâdane Afif dem in Berlin lebenden
Künstler mit französischen Wurzeln
Der vielfältig genial humorvoll ist

Das begann schon fast wie eine Liebe 
Auf den ersten Blick mit seinen so
Genial gefalteten Zollstöcken die so
Humorvoll erdacht wie vergänglich ist

Wurde zum schallenden Lachen beim
Sarg des Centre Pompidou dann mit
Nachdenklichen Lächeln dafür die in
Pergament eingeschlagenen Bücher

Als seltsam hier distanzierter sonst
Liebhaber der Buchkunst betrachtend
Ohne zu wissen ob der Schutzmantel
Kunstwerk oder Bewahrung nur ist

Der Hamburger Bahnhof präsentiert 
Die erste Einzelausstellung von Saâdane Afif in Berlin die Ausstellung gibt einen Einblick in das Werk des 

Seit 2003 in der Stadt lebenden bunt
Interdisziplinär arbeitenden Künstlers 
Zeigt unter anderem das vielteilige Werk „The Fountain Archives“

Das Archivprojekt widmet sich einem 
Prominenten Teil der Kunstgeschichte 
Dem Readymade Fountain von Marcel Duchamp aus dem Jahr 1917

Afifs Rauminstallation kam 2023 als 
Schenkung von Paul Maenz an das 
Museum sie wird mit tiefgründigen
Wie humorvollen Werken gezeigt
Mit feinem Humor wird die Institution des Kunstmuseums und das Prinzip der Autor*innenschaft hinterfragt die bei Afif biographische Wurzeln haben

Auch dazu lohnt die Lektüre des 
Katalog in dem Afif plaudert seine 
Installationen Objekte Konzerte und Performances greifen Werke oder 

Ereignisse aus Kunstgeschichte, Musik und Poesie auf wobei das 
Projekt The Fountain Archives bereits
2008 mit dem Sammeln von Büchern

Begann und erst 2022 endete mit der Publikation eines Index zu Marcel Duchamps Readymade eines Urinals
Das 1917 eine Debatte auslöste

Was Kunst ist die Ausstellung zeigt 
Auch das 2010 entstandene Werk 
„L’Humour noir“ als eine Nachbildung 
Des Kulturzentrums Centre Pompidou 

Der Katalog erzählt daraus die eigene
Kunstgeschichte des Künstlers was 
Tiefe interessante Einblicke dazu gibt
Die seinen Humor weiter aufdecken 

Die Geschichte der Avantgarde im 20. Jahrhundert und ihre Überlieferung im 
Museum wird neu erzählt es ist das
Werk „The Old“, bezugnehmend auf 

Die Werkserie „The New“ von
Jeff Koons aus den 1980er-Jahren, sowie „Live“, eine fortlaufend aktualisierte Plakat-Präsentation mit 

Berliner Kulturveranstaltungen die der 
Künstler als Readymades übernimmt 
Zu einer Erzählung über das Leben
In der Großstadt transformiert

Zu allen Werken wurden auf Afifs 
Einladung hin poetische Texte „Lyrics“ 
Verfasst die an den Wänden lesbar
angebracht sind außerdem bilden die 

„Lyrics“ den Ausgangspunkt für 
Performances, die zwischen Mai und 
Juli 2026 an verschiedenen Orten in 
Ganz Berlin präsentiert werden

Saâdane Afif wurde 1970 in 
Vendôme, Frankreich geboren und 
Lebt seit langem in Berlin was sich
Im Humor seiner Werke spiegelt

Er stellte bei der Documenta 12 aus
Bei der 8. Berlin Biennale
Bei der 56. Biennale von Venedig
Bekam den Prix Marcel Duchamp

Er hatte Einzelausstellungen unter anderem
im Centre Pompidou in Paris (2010)
im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main (2012)
in der Kunsthalle Wien
im WIELS in Brüssel (2018).

Afif nahm 2016 am Projekt „Scores“
Im Hamburger Bahnhof teil und war 
2022 künstlerischer Leiter der
Bergen Assembly in Norwegen

[ materialistin ] zeigt Skulpturen als
Raumspezifische Installationen die 
Sich mit aktuellen Fragestellungen 
Auf feine Art auseinandersetzen

Die Gruppenausstellung der acht 
In Leipziger Bildhauerinnen

Laura Eckert
Enne Haehnle
Elisabeth Howey
Lucy König
Agnes Lammert
Wibke Rahn
Theresa Rothe
Sophie Uchman

Hebt neue Formen kollektiver 
Praxis und Solidarität hervor

Sie ist ein Signal das weit über den 
Hamburger Bahnhof hinausweist
Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen deren 

Schwerpunkt im erweiterten Feld 
Der Skulptur liegt sie arbeiten mit 
Stahl Stein Gips Beton pflanzlichen 
Fasern und nachwachsenden 

Rohstoffen Wachs und Ton sie 
Produzieren skulpturale Objekte 
Sowie Installationen positionieren
Sich auch zu feministischen sowie 

Politischen Fragestellunge dabei
Agieren sie solidarisch und sind 
Nicht hierarchisch organisiert den 
Herausforderungen im Feld der 

Bildhauerei setzen die Mitglieder 
Das Teilen von Erfahrungswissen
Werkzeug Kontakten Netzwerken 
Entgegen schaffen so zart schönes

Die altersübergreifende Struktur ist 
Eine Besonderheit im Kunstfeld sie
Wird kuratiert von Sam Bardaouil 
Direktor des Hamburger Bahnhof

Daneben sind noch einige Objekte
Aus dem anderen Flügel zu sehen
Ein wieder sehr lohnender und so
Vielfältig inspirierender Besuch

jens tuengerthal 24.7.26


Sabotage

Sabotage 

Sabotage ist die absichtliche Störung 
Beschädigung oder Zerstörung von 
Anlagen Geräten oder Abläufen sie 
Zielt meist darauf ab Unternehmen 

Oder Staaten zu schwächen Prozesse 
Zu behindern um politische Ziele zu
Erreichen die Ausführung erfolgt 
Klassisch physisch oder digital

Das Wort leitet sich noch vom französischen Wort Sabot ab was
Holzschuh heißt der Legende nach 
Sollen Arbeiter schon während der 

Industriellen Revolution Holzschuhe in Webstühle geworfen haben um so die Maschinen zu blockieren fairere Arbeit
Wie gerechteren Lohn zu erzwingen

Historienmalerei ist ein typisch eher
Konservativ männliches Thema dies 
Revolutionär feministisch links neu 
Aufzubrechen wäre schon spannend

Genial sind Ausstellungen die so
Sehr sehen lehren wie lustvoll den
Horizont dabei noch erweitern mit
Tiefe und Sinnlichkeit dabei spielen

Die Künstlerin Giulia Andreani eröffnet 
Das Jubiläumsprogramm zum 30.
Geburtstag des Hamburger Bahnhofs 
Mit Gemälden die uns Brüche zeigen

Sie endlich auch in der offiziellen 
Geschichtsschreibungen sichtbar zu
Machen ist das große Ziel von
Andreanis künstlerischer Praxis 

Das Malen mit Fotografien lebt vom 
Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten 
In Vergangenheit als Ausgangspunkt 

Figurative monochrome Gemälde 
Deren immer Paynesgrau uns an 
Historische Fotografien erinnert sind
Aus Familienalben oder Archiven 

Sie enthüllen dabei Geschichte ganz
Dezent und thematisieren kollektives Vergessen öffnen neue Schichten der
Bedeutung für unsere Gegenwart 

Andreanis Jubiläumsbeitrag rahmt 
Historische Sammlungen durch die
Zeitgenössische Perspektive neu
Die Ausstellungsarchitektur verweist 

Quasi nebenbei auf Sigmar Polkes 
Ausstellung „Drei Lügen der Malerei“ 
Im Hamburger Bahnhof von 1997 also
Der frühen Phase des Museums noch

Ihre Gemälde werden gemeinsam mit 
Werken der Antikensammlung des Kunstgewerbemuseums wie auch des Museums Europäischer Kulturen

Auch noch des Kupferstichkabinetts 
Im Jubiläumsbahnhof gezeigt dabei
Studierte die 1985 in Mestre geborene
Andreani Malerei in Venedig an der

Dortigen Accademia di Belle Arti die
Malerei und Kunstgeschichte der Gegenwart an der Sorbonne in Paris
2018 war Andreani Stipendiatin der 

Villa Medici in Rom 2022 stand sie auf der Shortlist für den Prix Marcel Duchamp ihre Arbeiten sind vertreten 
In verschiedenen Sammlungen 

So etwa im Centre Pompidou in Paris 
Dem Musée National de l'Histoire de l’Immigration auch in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo wie in der

Schweiz bei MASI und bei MASP in
Brasilien dabei ist die Ausstellung im Hamburger Bahnhof Andreanis erste 
Institutionelle Einzelausstellung in 

Deutschland sie wurde kuratiert von 
Sam Bardaouil und Till Fellrath den
Direktoren des Hamburger Bahnhofs

Als Assistenzkuratorin  wirkte Emily 
Finkelstein vom Hamburger Bahnhof 
Der Nationalgalerie der Gegenwart als
Teil des großen Jubiläumsprogramms

jens tuengerthal 24.7.26