Dienstag, 9. Juni 2026

Pragmatismus

Pragmatismus

Politik soll die Verwaltung leiten
Damit der Staat gut funktioniert
Weniger Ideologie mehr Lösungen
Also Pragmatismus ist hier gefragt

Stattdessen erleben wir zunehmend
Eine Polarisierung an den Rändern
Frustrierte Bürger wählen Protest
Ohne die Folgen zu bedenken

Die Wahl sollte sich zwischen den 
Besten Lösungen entscheiden um
Ungestört sein Leben zu führen
Nicht den wahren Weg finden

Gefragt sind tragbare Kompromisse
Wer diese nicht bietet sollte damit 
Für vernünftige Bürger nicht wählbar
Sein ist eine kostspielige Dummheit

Politik ist die Kunst des machbaren 
Mehr Pragmatismus muss dabei sein
Als kompromisslose Ideologie nur
Der beste Weg geht durch die Mitte

Es liegt an der Politik nun dieses
Konsequent anzubieten statt nur
Scheingefechte mit Ideologien
Hier noch weiter auszutragen 

Politik soll keine neue Welt erfinden
Nur die vorhandene gut verwalten
Wenn sich dessen alle bewusst sind
Wären viele Probleme gut lösbar

jens tuengerthal 9.6.26

Anklägeranklage

Anklägeranklage

Der leitende Ankläger vor dem
Internationalen Strafgerichtshof
Karim Khan der Ermittlungen
Gegen Israel und Netanjahu
Begann wird nach einer
Ein Jahr dauernden Untersuchung
Vom Amt suspendiert weil er sich
Schweren sexuellen Fehlverhaltens
Schuldig gemacht hätte wovon die
Anklage gegen Israel noch laut
Wie erfolgreich ablenken konnte 
Wird der arme britische Muslim
Nur von jüdischen Medien noch
Gehetzt wie die gerne verlogene
Oder sollen wir lieber dazu sagen
Eher märchenhaft noch denkende 
Muslimische Welt nun behauptet
Oder offenbart das Ergebnis der
Einjährigen Ermittlungen nun die
Erfolgreiche Propaganda der Hamas
Die in ihrem steten Antisemitismus
Alles versuchen die Schuld noch
Zu verkehren die Israel bitter rächt 
Was manche noch naiv empört 
So hängt an dem Chefankläger
Mit seiner Anklage gegen Israel 
Noch die muslimische Welt mit
Ihrem lange gepflegten Judenhass 
Also ein Kampf der Kulturen real
Wie an der gegen Khan auch die
Israelische Regierung Interesse hat 
Um ihre Verbrechen zu vertuschen 
Ob nun irgendwer der Beteiligten
Strafrechtlich relevantes tat ist
Dabei weniger wichtig als welchen
Preis dies auf dem Basar bekommt
Und manchmal bin ich froh mich 
Als Deutscher historisch bedingt
Aus allem heraus halten zu können
Ob noch wer unverletzt diesen 
Kampfplatz verlassen wird
Wer die Salome für wen wird
Betrachte ich mit Abstand ohne
Eine Meinung dazu zu äußern
Halte natürlich zu Israel und
Lausche orientalischen Märchen 
Die den Wert der Beteiligten am
Basar der Kulturen aushandeln 
Egal was nun wirklich mal war
Während Deutschland weiter
Waffen an alle Beteiligten verkauft
Wie enden gute Märchen noch
Und wenn sie nicht gestorben sind
Erinnere ich mich an die Formel
Die bei den Brüdern Grimm
Am Ende immer auftaucht 
Bis nicht alle dort tot sind
Wird der Basar weiter gehen 

jens tuengerthal 9.7.26

Ökonsequenz

Ökonsequenz 

Braucht Ökologie eine strenge 
Konsequenz im Sinne des 
Kategorischen Imperativ oder 
Wäre das zwar moralisch

Aber leider unmenschlich 
Wie wirkungslos weil die
Verbote einer solchen
Öko-Diktatur zwar wohl

Radikal konsequent wären 
Aber ohne jede Wirkung
Weil das Gewissen allein 
Über den moralischen Wert 

Einer Handlung entscheidet
Warum ökologischen Wert 
Nur hat was dem eigenen
Gewissen auch entspringt

Selbst so gewollt wird jeder
Zwang kontraproduktiv ist
Aber vielleicht mehr wert
Bis der letzte Idiot begreift

Was in Zukunft nötig ist
Solange eben Zwang noch
Nötig ist was dann aber gegen
Grundsätze der Aufklärung

Verstoßen würde damit alles
Ethisch wertlos machte also
Balancieren wir einfach weiter
Am Rande des Wahnsinns

Nötig wäre Ökonsequenz um
Die Erde noch zu erhalten was
Einzig vernünftig mir scheint
Aber ein Umdenken erforderte

Schon davon auszugehen alle
Würden selbständig denken ist
Kritisch betrachtet eher gewagt
Bleiben wir lieber menschlich

Damit sind wir auch weiterhin
Inkonsequent in ganz vielem
Um Kompromisse zu schließen
Die wir kurzfristig ertragen können

Wenn die Erde nur unmenschlich 
Zu erhalten ist wäre es dann auch
Nie wert die Menschheit zu erhalten 
Nur was folgt daraus für mich dann

Lieber nicht in aller Konsequenz dies
Bedenken auch wenn es vieles so
Ganz einfach erledigte wäre es nur 
Ökologisch gut aber unmenschlich 

jens tuengerthal 9.6.26

Ökosophie

Ökosophie

Braucht es eine Philosophie
Für ökologisches Verhalten 
Die Grundsätzen auch der
Nachhaltigkeit entspricht

Oder stecken diese logischen 
Konsequenzen schon in der
Natur mit der sie sich beschäftigt
Als Anwendung kantschen Denkens

Kant obwohl er auch Physik wie
Astronomie und Mathematik lehrte
Dachte noch nicht ökologisch aber
Aber ethisch dafür ganzheitlich

Was für jedermann an jedem Ort
Wie für jede Frau natürlich auch
Was nur betont lächerlich klingt
Aber selbstverständlich sein sollte

Gelten soll wie es der KI was in
Bezug zu Kant stets kategorischer
Imperativ natürlich heißt so fordert
Ist damit auch konkludent ökologisch 

Kant der stets in Königsberg blieb 
Lebte ohne zu reisen auch völlig
Ökologischen Idealen entsprechend
Dachte vor allem ganzheitlich

Nur so zu handeln dass dies auch 
Allgemeines Gesetz sein könnte 
Passt perfekt zu den heute nötigen
Ökologischen Konsequenzen wie sie 

Alexander von Humboldt zeitgleich
Auch schon aufzeigte in Südamerika 
Die bis heute allgemein gültig sind
Dächte sie irgendwer zu Ende

Wenn alle Menschen leben wollen
Wie es der reiche Norden schon tut
Ist der ökologische Schaden so groß
Dass Leben bald unmöglich wird 

Es gibt im Sinne der Gleichheit
Aller Menschen kein Argument
Das eine Ungleichbehandlung 
Hierbei begründen könnte

Dies wissen wir schon seit den
Siebziger Jahren aber fliegen
Weiter in die Welt als sei das 
Normal und völlig unschädlich

Vorhandene Studien zu den Folgen
Des Flugverkehrs in der Stratosphäre 
Werden bisher noch zurückgehalten 
Genau dort wo unser Klima entsteht

Wir sind längst viel zu viele und
Brauchen dringend von allem viel
Weniger um langfristig zu überleben
Das Gleichgewicht nicht zu zerstören 

Bis heute haben wir eine nur auf
Wachstum gerade an der Börse
Zur Maximierung der Gewinner
Getrimmte Wirtschaft die zerstört

Der freie Markt in Verbindung mit
Christlich reaktionärem Faschismus
In den USA handelt zerstörerisch
Ist ein Feind menschlicher Existenz

Was besonders paradox bei jenen
Klingt die embryonales Leben zu
Lasten der Freiheit der Frau noch
Vorgeben schützen zu wollen

Ob die Tötung von Trump und Musk
Damit schon von Notwehr gedeckt ist
Möchte ich nicht entscheiden müssen
Hoffe Appelle an die Vernunft reichen

Mehr hätte auch eine Ökosophie
Nie zu bieten im Sinne Kants aus
Der Unmündigkeit muss sich jeder
Wie jede alleine und selbst befreien

Wer es begreifen kann und dennoch
Fliegt ist ein asozialer Verbrecher der
Den Klimamord an Millionen damit
Billigend in Kauf nimmt also Mörder

Doch hat dies im Rechtsstaat unserer
Autorepublik keinerlei Folgen wer dort
Wen totfährt bekommt Bewährung 
Dafür kommen Klimakleber in Haft

Jene also die zur konsequenten 
Ethischen Verantwortung aufrufen
Werden bestraft die aber mörderisch 
Gesetze missachten werden geschont

Darüber kritisch philosophisch auch
Nachzudenken wie ökologische
Verantwortung zu übernehmen im
Sinne des KI wäre zumindest mündig

Täglich zeigt uns die Wirklichkeit 
Wie nötig eine Ökosophie wäre
Wollte jemand konsequent denken
Aber ich fürchte die große Mehrheit

Bleibt lieber weiterhin unmündig um
Die Gewohnheiten nicht ändern zu
Müssen wie immer also nur damit 
Alles so bleibt muss sich alles ändern

Kant ist damit am Ende perfekt für 
Die Ökosophie anwendbar er muss
Nur zu Ende gedacht werden was 
Vielen nicht mehr gefallen dürfte

In der Antwort auf die Frage was
Aufklärung sei hat er schon fast
200 Jahre vorher den Club of Rome
Mit Konsequenz vorweggenommen 

Wer nicht zum Mörder werden will
Muss dringend etwas ändern und
Verantwortung für sein Handeln
Auch ökologisch nun übernehmen

Außer diejenigen bleiben lieber
Unmündig und damit unaufgeklärt
Kurz gesagt asoziale Idioten dann
Brauchen sie keine Ökosophie

jens tuengerthal 9.6.26

Montag, 8. Juni 2026

Lektürentagebuch 8.6.26

Lektürentagebuch 8.6.26

Eigentlich mag ich es eher nicht
Bücher zu Ende zu lesen und
Verschiebe es darum gerne so
Lange wie nur irgend möglich 

Lese darum auch mindestens
Hundert Bücher immer parallel
Nicht zu einem Ende zu kommen
Lebe lieber lange mit Büchern

Bei Prousts la recherche ist mir
Das schon seit 30 Jahren nun
Erfolgreich gelungen immer nur
Seitenweise fortzuschreiten

Dann heute gleich zwei was schon
Fast meinen inneren Bücherstapel
Gefährlich schwanken lässt wäre
Es nicht aus anderen Gründen

Bei Siri Hustvedt und ihren so
Genialen Ghost Stories ist es
Um es fertig zu haben bevor
Die Liebste bald wiederkommt

Sie es lesen kann wir darüber
Reden werden soweit es dazu
Noch viel zu sagen gibt da sie
Eifrige Leserin von mir auch ist

Der große Traum von Bildung
Des Grafen Christian von Krockow 
Dagegen wird halt erledigt hat nun
In vielem lang genug genervt

Bei Siri Hustvedts Ghost Stories 
Habe ich es nicht lang geschafft
Heute die letzten Seiten gelesen
Über Paul werden und entspannen

So waren diese Seiten auch und
Lassen ein wunderbares Buch ganz
Erfüllt zur Seite legen was ich allen 
Ganz dringend zu lesen empfehle

Nicht nur weil es eine großartige
Tröstliche Auseinandersetzung mit
Dem Tod und Sterben ihres Mannes
Paul Auster ist und tief blicken lässt

Sondern weil diese Ghost Stories 
Die schönste Liebesgeschichte sind
Welche nüchtern und liebevoll dabei
Betrachtet was bleibt wenn es endet 

Dieser offene sich selbst kritisch auch
In der Trauer betrachtende Umgang
Ist so lehrreich wie heilsam dabei
Eine immer wieder Bereicherung

Siri Hustvedt ist eine so verflucht
Kluge Frau und große Autorin die
Es schafft ihre Gefühle hier ganz
Lebendig spürbar zu machen

Sie ist die Protagonistin in ihrer
Eigenen Liebesgeschichte die
Leider tragisch mit dem Tod endet
Aber diesem große Schönheit gibt

Schönheit und Liebe sind es die
Diese Geistergeschichten tragen
Über den Toten den sie lebend 
So zärtlich wie lustvoll liebte

Lest dieses Buch und lasst euch
Ein auf diesen Flug durch die
Erinnerung und den dabei aktiven
Umgang mit der Trauer und Liebe 

Es lohnt und so ist auch dieses 
Letzte Kapitel an das sich noch
Zwei Briefe von Paul im typischen
Schreibmaschinen Style anschließen

Eines ein zärtlicher Liebesbrief an
Siri voll liebender Dankbarkeit dabei
Das andere ein Brief an Miles der
Schreibt wie nah der Tod nun ist

Wie am Ende ein Gedicht von Siri für
Paul das Wittgenstein auf Valentine 
Reimt auf gerne frivolen Karten doch 
War Lyrik nicht ihre Form meint sie

Über vierzig Jahre eines Dialogs
Der zu Literatur wurde und der
Eine sinnliche Liebe auch trug
Endeten und leben hier weiter

Im großen Traum von Bildung des 
Grafen Christian von Krockow geht es
Um Cooks letzte Reise von der er
Nicht mehr zurückkehren sollte

Das wird gut und flüssig erzählt auch
Einige Fragen werden gestellt die den
Weg und seinen Leichtsinn betreffen
Dessen Opfer er am Ende wurde 

Im Gespräch mit der Admiralität hatte
Cook der zur Wahl des richtigen
Kapitäns beraten sollte sich selbst
Für diese Expedition vorgeschlagen

Gerne wurde dies angenommen doch 
Dann wohl aufgrund des Krieges zur
Abreise zu sehr gedrängt und Cook
Prüfte nicht mit der sonst Sorgfalt

Es fuhren wieder die Endeavor wie 
Dazu noch die Discovery die erst
Verspätet hinterher fuhr weil ihr
Kapitän noch im Gefängnis war

Dies weil er für seinen Bruder
Gebürgt hatte der gen Indien
Abgehauen war warum der Bürge
Von den Gläubigern gewürgt wurde 

Einige der alten Mannschaft waren
Wieder dabei darunter auch Samuel 
Gibson der Freund von Forster der
Sich als Übersetzer bewährte

Lange blieben sie in Kapstadt fuhren 
Dann über Neuseeland gen Südsee
Setzen reichlich Tiere dabei aus um
Eine Population dort zu begründen

Cook schien es nicht gut zu gehen
Er litt wohl an Nierenkoliken strafte
Jedenfalls unverhältnismäßig brutal
Etwa bei Diebstahl von Ziegen 

Ließ Hütten niederbrennen und die
Wichtigen Kanus zerstören machte
Sich damit wohl auch Feinde doch 
Die Fahrt ging weiter gern Nordwest

Entdeckte auf dem Weg noch die
Inseln von Hawaii und bunkerte
Dort Süßwasser war zuerst wie ein
Gott noch behandelt worden

Die Fahrt ging weiter nordwestlich
Folgte der Küste gen Norden bis
Kanada und dann um Alaska herum
Bis zur Behringstraße hinauf

Auf der Suche nach der wichtigen
Nordwestpassage die den Handel
Mit China erleichtern sollte wie im
Krieg gesperrte Wege umging

Doch stießen sie bald auf Eis
Das hier undurchdringlich war
Kehrten um wieder gen Hawaii
Um dort Proviant zu bunkern

Während der erste Besuch noch
Eine freudige Orgie war wurde der
Zweite schon etwas kritischer sie
Bekamen übermäßig Geschenke

Was wohl heißen sollte kommt
Bloß nicht wieder zurück aber dann 
Kamen sie in einen Sturm und der
Vor der übereilten Abfahrt nicht mehr

Ausreichend geprüfte Vormast brach
Cook beschloss nach Hawaii zurück 
Zu fahren wo es genügend große
Bäume gab aber die Stimmung dort 

Kippte langsam ins bedrohliche als
Dann ein Boot der Discovery noch
Gestohlen wurde beschloss Cook
Den König als Geisel zu nehmen

Dieser kam auch freiwillig mit aber
Der alte Mann fiel wohl am Strand
Das vorher schon Gesumme wurde
Zum Lärm ein Angriff begann

Jemand warf einen Speer nach Cook
Der mit Schrotschuss antwortete aber
Den falschen traf worauf Gibson den
Richtigen doch noch erschoss

Während die Engländer nachladen 
Mussten waren sie angreifbar darauf
Stürmten die Krieger alle los und
Cook wurde von Keule und Dolch

Verletzt rettete sich aber noch in
Der allgemeinen Panik seiner Leute 
Bis ins Wasser wo er dann im Tumult
Mit der Keule erschlagen wurde

Die Eingeborenen nahmen die Leiche
Mit und gaben erst nach längeren 
Verhandlungen die Knochen wieder
Cook bekam ein Seebegräbnis dort

Sein Nachfolger der schon an der
Lungentuberkulose erkrankt war
Übernahm das Kommando dabei
Unterstützt vom späteren Kapitän 

Der Bounty der berühmt wurde weil
Seine Leute ihn nach der Meuterei
Aussetzten was Krockow noch schön 
Nebenher beschreibt was gut passte

Dieses auftregend und tragisch auch
Endende Kapitel ging noch weiter
Sie machten noch einen weiteren
Versuch zur Nordwestpassage hin

Auch hier scheiterten sie am Eis 
Dabei starb der Ersatzkapitän und 
Wurde auf russischem Boden beerdigt 
Rückfahrt über Macao und Kapstadt 

Auf der letzten Etappe in der Nordsee
Starb dann auch noch Samuel Gibson
Es ist nicht bekannt ob durch Unfall
Krankheit oder er den Freitod suchte 

Der inzwischen Sergeant hatte auf 
Den Orkneys noch schnell geheiratet
Auf der Suche nach Halt den er wohl 
Nicht mehr fand und so blieb der Tod

Damit starben Gibson und Cook noch
Mehr als 14 Jahre vor Georg Forster
Cook hat die Meere besser entdeckt
Als alle vor ihm und Skorbut besiegt 

Sein dramatisches Ende verstärkte
Die Legendenbildung um ihn noch
Er hat die Weltkarte friedlich mehr
Verändert als jeder andere Mensch

So endet das Buch heute mit dem
Vorletzten Kapitel schön da gestern
Bereits passend das letzte kam auch
Wenn Cooks Ende tragisch war 

Inwieweit es die gerechte Quittung
Für den europäischen Drang zur
Eroberung war kann dahinstehen
Sicher traf es hier den falschen

jens tuengerthal 8.6.26

Luxusbewusstsein

Luxusbewusstsein

Luxus bezeichnet etwas das
Den Durchschnitt deutlich noch
Übersteigt damit so wertvoll wird
Der größte Luxus ist was keiner
Irgendwo kaufen kann weil es
Einmalig unverkäuflich ist was
Kunst besonders wertvoll macht
Doch ist all dies noch lächerlich
Konkurrent statt sich vom Markt
Der Möglichkeiten zu lösen um
Sich der Menschlichkeit allein
Widmen zu können die uns in 
Ihrer schönsten Form der Liebe
Größten Luxus im Überfluss
Der Gefühle genießen lässt
Mehr ist nicht erreichbar aber
Vielmehr sollten sich damit
Vollkommen glücklich begnügen
Dann wäre genug für alle da
Die Welt friedlich schöner
Statt kriegerisch missgünstig 
Vor allem schenkt Liebe uns 
Die größte Zufriedenheit die
Kein Luxusgut erreichen kann
Dies sich bewusst zu machen 
Dafür sich viel Zeit zu nehmen
Nichts anderes mehr zu wollen
Ist der größte Luxus im Leben
Machen wir es uns bewusst
Wird Zufriedenheit dauerhaft 
Es könnte sich lohnen

jens tuengerthal 8.6.26

Bleibend

Bleibend 

„Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, muss sich alles ändern.“
Tomasi di Lampedusa

Es muss sich etwas ändern damit
Alles bleiben kann wie es ist
Meinte Tancredi Falconeri noch
Zu seinem Onkel dem Fürsten Salina

Bezog sich damit auf die Unruhen
Des Risorgimento in Italien unter
Garibaldi was meint auch die
Aristokratische Elite muss sich 

Anpassen um ihre Stellung wie
Ihren Einfluss künftig zu erhalten
Wendezeiten erfordern Anpassung
Falconeri heiratet die Tochter des

Einfachen Bürgermeisters und nimmt
An den Kämpfen der Revolution als
Held auf Seiten des Volkes teil weil
Er begriff wie die Zeit sich änderte

Der Roman der Leopard von
Tomasi di Lampedusa ist ein
Sittenbild vom Sizilien in den
Zeiten der Revolution 1860

Es ist die Einigung eines noch
Gespaltenen Italien das teils zu
Österreich noch gehört unter dem
Königreich Piemont-Sardinien

Garibaldi landete 1860 in Sizilien
Auf diese Zeit spielt der Leopard an
Das Fürstenhaus Salina ist eine
Literarische Fiktion die aber genau

Zur Geschichte des Hauses von
Lampedusa passt die Tomasi im
Roman erzählt den Visconti einst 
Mit genialer Schönheit noch verfilmte 

Wer etwas vom Leben des Adels
Zwischen Bällen und Landpartien
Spüren will sollte Lampedusa lesen
Ein Gefühl für die Zeit braucht Zeit

Aber was ist noch bleibend und was
Braucht heute dringend Veränderung
Wo ist Anpassung nötig um noch
Eine Zukunft in der Zeit zu haben

Energie durch Verbrennung erzeugen
Ist unsinnige gefährliche Geschichte
Von ihr müssen wir schnell weg
Die Zukunft ist nur noch elektrisch

Gewonnen wird Energie künftig nur 
Durch erneuerbare Kräfte der Natur
Also Sonne Wind und Wasser weil 
Alles andere nicht mehr lohnen wird

Mächtige Monopolisten erhalten noch
Ihre krebserregende Qual weiter mit
Erpressung was ihren Untergang nur 
Geringfügig noch verzögern wird

Weniger ist mehr wird das Motto
Das die Zukunft allein verantwortlich
Noch gestalten kann damit wird 
Schrumpfen unser höchstes Ziel

Nicht Ausdehnung ins Universum
Was keinem gehören darf mehr
Sondern spurloses verschwinden
Ist das einzig edle Ziel noch

Damit der Planet bleiben kann
Eine Zukunft als Biosphäre hat
Müssen wir jetzt radikal umdenken
Noch etwas gestalten zu können

Wer heute noch will dass alles bleibt
Wie es ist und noch nie war nur der
Traum einer Erinnerung real wieder
Wird alles radikal ändern müssen

Weiter so geht nicht mehr weiter 
Noch können wir Veränderung aktiv 
Gestalten statt nur Opfer zu werden
Diese bedeutet Teilnahme und Teilung 

Die Erde wie das Universum gehört
Allen und keiner hat Anspruch auf
Schutz dessen was die Gemeinschaft
Stört warum Eigentum Diebstahl ist

Wir handeln miteinander wie auch
Dabei füreinander statt weiterhin in 
Lächerlicher Konkurrenz noch die
Ein Krieg aller gegen alle nur ist

Kultur heißt Kooperation was auch
Den Wert der Gemeinschaft erhöht 
Auch wenn das Genie solitär bleibt
Ist bleibend nur was allen gehört

jens tuengerthal 8.6.26

Sonntag, 7. Juni 2026

Lektürentagebuch 7.6.26

Lektürentagebuch 7.6.26

Auf der Reise ins Paradies berichtet
Das Bremer Ehepaar Heinrich und 
Christine Gondela am 13. September
1802 aus Würzburg wo es auch von 

Pfalzbayerischen Truppen wimmelte
So wären gerade erst 2500 Mann
Eingerückt und als Garnison dort
Vorläufig nur einquartiert worden 

Überall begegneten sie diesen 
Ihr erster Gang in Würzburg führte
Zum Schloss um das Kunstkabinett 
Dort zu sehen diese Residenz des

Verstorbenen Fürstbischof wird als
Eine der schönsten in Deutschland
Beschrieben etwa von Küttner einem 
Reiseschriftsteller der das alte Reich

Bereiste von 1755 bis 1804 lebte
Über die Residenz in Band IV der
Ausgabe von 1797 bis 1805 schrieb
Was die beiden gern bestätigen

Außer der des Kurfürsten zu Trier 
Hätte er keine prächtigere irgendwo
Gesehen so besichtigen sie dort alle
Räume des besonderen Kunstkabinett 

In diesem wären aus Naturalien die
Größten Kunstwerke nachgebildet
Was ein erstaunliches Erlebnis wäre
Die aber etwas penibel doch wirkten

So sei der Fleiß der Künstler die hier 
Bilder mit Naturalien initiierten wohl 
Anzuerkennen allein manches sei
Besser gemalt als so nur gebastelt

Vor dem Essen sahen sie noch die
Wachparade der würzburgischen
Truppen vor dem Schloss in weiß 
Ihre türkische Musik klang kriegerisch

Den Garten fanden sie der Pacht der
Residenz nicht würdig eher klein wie
Kleinlich noch dazu französisch und 
Holländisch beschnitten langweilig

Bei kaltem windigen Wetter besahen
Sie das Innere des Schlosses lieber
Zimmer und Säle sein prächtig wie
Eines weltlichen Fürsten sehr würdig

Besonders faszinierte sie dort ein 
Spiegelkabinett das sie vervielfachte
Bilder der Familie von Schönborn sind
Teil der Spiegeleinfassungen dabei

Zwei Mitglieder dieser Familie bauten
Die Würzburger Residenz von 1719
Bis 1744 als Fürstbischöfe und loben
Ausführlich die dort Gemälde noch

Die Decken von Tiepolo loben sie in 
Fresken im Speisesaal dabei fand ich
Sein Treppenhaus beeindruckender
Erzählen von Van Deick und Tizian 

Dann loben sie doch noch das
Berühmte Treppenhaus von Tiepolo 
Mit den vier Weltteilen eben der 
Typische Würzburg Klassiker

Traurig sei ihr Führer ein verdienter
Kammerdiener gewesen der keine 
Zukunft ohne Fürsten für die Residenz
Mehr sah auch wenn nicht enteignet

Die Besichtigung des Julius Spitals 
Verschoben sie auf morgen weil sie
Dort Prinz Ysenburg trafen den Chef
Der eingerückte Pfälzer der sich mit

Seinen Offizieren überall vordrängte
Das Verhältnis der Franken zu
Den sie besetzenden Bayern ist
Teilweise bis heute schwierig

Stattdessen besichtigten sie den 
Gotischen Dom mit seinen 17
Altären der vielleicht einzigen
Erinnerung früherer Bischöfe 

Aber zu gotischen Domen hätte er
Ja wirklich schon genug geschrieben
Im übrigen war das Wetter zu schlecht
Irgendwas anderes zu unternehmen

Sie gingen auf ihr Zimmer lasen
Sich Gedichte etwa auf die 
Starkenburg vor die sie auch noch
An der Burgenstraße besuchen wollen

Dort wollen sie sich dann die Verse
Nochmal vorlesen und auf ihre
Richtigkeit vor Ort prüfen was zwar
Ironisch gemeint doch ganz typisch

Nach deutschem Bildungsurlaub
Klingt aber zumindest ein süßes
Geteiltes Hobby ist das sie an 
Ihre Hochzeitsreise noch erinnert

Zwischen Pragmatismus und bloßem 
Standard hat sich in den letzten 
Zweihundert Jahren wenig geändert
Es wird halt nötiges noch erledigt

Interessant dabei aber sind die
Kleinen kulturhistorischen Einschübe 
Die politische Sichten zeigen wie die
Bremer Bürger Fürsten verteidigen

Noch dazu katholische Herrscher die 
Der Reichsdeputationshauptschluss 
Ihrer Fürstentümer beraubt so fragt
Sich der Leser ob die Bremer als

Hanseaten die alte Freiheit des
Reiches verteidigen die bald schon 
Wieder Geschichte auch sein wird
Oder nur gegen die Bayern sind

Jedenfalls werden erstaunlich viele
Auch militärisch relevante Details
Wie der Widerstand der Bevölkerung
Im Reisebericht offen thematisiert

Es sind 1802 die Zustände nicht
Wirklich paradiesisch im Reich das
Vor seinem Untergang nun steht
Die kirchlichen Fürsten enteignet 

Das übrigens hat Preußen erst 
Reich und mächtig gemacht ließ 
Schinkel die Pläne zur Vollendung
Des Kölner Doms später machen

Deutschland als Nation basiert auf
Der Entmachtung der kirchlichen
Fürsten die Enteignung auch des 
Weltlichen Eigentums steht bevor

Noch wagt keiner diese Lösung aller
Finanziellen Probleme die auch alle 
Satellitenumlaufbahnen zum dann 
Kollektiven Eigentum machte was

Space X vor dem Börsengang 
Damit erledigte weil diese alle
Gewinne als Miete für den Platz
Im Weltall an die UN zahlen müssen

Gleiches gilt für den Marktplatz im
Internet dessen Regeln auch nur 
Die Weltgemeinschaft künftig lieber
Bestimmen sollten statt Unternehmer

Aber darum geht es natürlich bei
Der Reise ins Paradies der Bremer
Gondelas nicht aber spannend wer
Im Reich wessen Partei ergreift

Der Jurist Heinrich Gondela war
Senator in Bremen und seine Frau
Christine entstammte einer alten
Bremer Senatorenfamilie noch

Die Reise die sie 1802 unternehmen 
Berichtet zwar von den Zuständen im
Reich kurz vor seinem Ende aber
Diente auch dem Verkauf der

Eigenen Güter und Grundstücke in
Der linksrheinischen Pfalz die nun
Französisch wurde was für die
Gondelas wohl ein Risiko war

Beide hatten noch ihre Hochzeitsreise
1790 nach Heidelberg gemacht wo
Gondela im Alter wieder hinzog ob
Noch mit Christine ist nicht bekannt

Heinrich Gondela hatte im Alter noch
Eine intensive Korrespondenz mit
Therese Huber die eine der Göttinger 
Universitätsmamsellen schon war

Sie war in erster Ehe mit Georg 
Forster verheiratet der wiederum
Mit Cook die Welt umsegelte was 
Zum nächsten Band überleitet

Sie hätte Forster in Göttingen noch
Kennengelernt war mit ihm auch
Nach Mainz gezogen mit Kindern
Wo dieser zum Vorsitzenden des 

Dortigen Jakobiner Clubs gewählt
Worden war was sie zum Anlass
Nahm ihren Mann mit den Kindern
Für den Dichter Huber zu verlassen

So verbinden sich verschiedene
Reisebücher nun miteinander auch
Die Universitätsmamsellen aus der
Anderen Bibliothek stehen hier

Wie schön ist es wenn sich zwischen
Den Bänden der eigenen Bibliothek
Ganz neue Verbindungen zeigen
Die zur intellektuellen Heimat werden

Im großen Traum von Bildung des
Grafen Christian von Krockow lag es
Nun nahe das Kapitel von Cooks 
Letzter Reise zu überspringen um

Über Georg Forsters weiteres Leben
Aus Sicht Krockows zu lesen um die
Brücke zu den Gondelas zu halten
Cook lese ich irgendwann noch 

Spannend ist auch dass in der Zeit
Der französischen Besetzung der
Alten Reichsstadt Mainz dort auch 
Die dortige Loge gegründet wurde

Hier war der französische Baron
Des Saint André maßgeblich wohl
Mitbeteiligt der nach den heute
Widerlegten Gerüchten der Loge 

Der ich einige Jahre angehören durfte
Den Schinderhannes eingefangen hat
Aber das war erst 1802 und da war
Georg Forster wie Cook nicht mehr

Das Kapitel über Georg Forsters noch
Weiteres unstetes Leben heißt genau
So und führt diesen nach Deutschland
Wo wer zuerst seine Sprache erobert

Auch durch Klopstock dabei wohl 
Wie er an den Berliner Verleger 
Spender noch schrieb er möchte nun
Goethes Götz und den Werther lesen

Schon ein Jahr später sieht er sich 
In Briefen klar als Deutscher und 
Wurde so Teil einer Bewegung die
Wieder zur deutschen Sprache will 

In England noch half ihm bei der
Deutschen Übersetzung seines
Buches Rudolf Erich Raspe der
In Kassel vorher am Hof noch

Professor Direktor des Münzkabinetts
Wie Bibliothekar auch war der
Wegen angeblicher Unterschlagung
Nach England fliehen musste

Forster ergriff natürlich Partei für 
Raspe und beschuldigte den 
Fürsten von Hessen-Kassel des 
Verkaufs seiner Landeskinder 

Der Versuch sein Buch in Paris
Verlegen zu lassen war wohl nicht
Sehr erfolgreich aber lernte dort
Auch Benjamin Franklin kennen

Eine Dame die Philosophin war
Befragte ihn zu Tahiti wie den dort
Geschlechtskrankheiten und die
Wirkung der Quecksilberkuren

Im Jahre 1778 erschien sein
Reisebericht in deutsch den er
Friedrich dem Großen widmete 
Der eher nie deutsch las

Der Adel sprach noch konsequent
Französisch und Friedrich fand das
Deutsche dazu peinlich hässlich
Er wuchs halt in Berlin nur auf 

Warum Krockow diese peinliche
Widmung die unertänigst um 
Königliche Würdigung bettelt hier 
Vollständig abdruckt ist rätselhaft

Lange zögert er nach der Einladung 
Seines Verlegers nach Berlin noch
Die Abreise hinaus mit schlechtem
Gewissen für seine Geschwister

In Deutschland ist er bereits ein
Literarischer Star löst so völlig
Überraschend in Düsseldorf
Einen Menschenauflauf aus

In Kassel und Göttingen kamen
Die Gelehrten und umschwärmten
Den 24jährigen Weltreisenden der
Alte deutsche Irrglaube wieder

Bis heute meinen manche noch
Irgendwo gewesen zu sein sei der
Ausweis irgendwelcher Kenntnis was 
Ein beständiger Irrtum nur ist

Den geographischen vom geistigen
Horizont zu unterscheiden ist wohl
Vielen nicht gegeben die lieber durch
Die Welt rasen statt Bücher zu lesen

Sie werden weiter vermutlich meinen 
Irgendwo gewesen zu sein würde 
Geistige Erkenntnisse bringen statt
Nur Unruhe durch Bewegung

Dennoch war der sicher kluge 
Lichtenberg in Göttingen dabei
In Berlin hatte er in 5 Wochen 50
Bis 60 Einladungen überall

Forster war der Star der Saison
Wozu zweierlei beitrug er traf mit
Der Mischung aus Realismus und
Romantik deutsche Erwartungen 

So gründete er den Reisebericht
Als eine neue Literaturgattung die
Dann neue Formen annahm etwa
In Goethes italienischer Reise

Seumes Spaziergang nach Syrakus 
Chamissos Brasilien wie auch die 
Reise ins Paradies der Gondelas
Wie Humboldts Reiseberichte dazu

Über den Kontakt zu dem General
Martin von Schlieffen den er aus
London kannte wo dieser noch
Hessische Soldaten verkauft hatte

Bekam Georg eine Audienz beim
Landgrafen und wurde dort zum
Professor für Naturkunde ernannt
Wo sein Übersetzer Raspe floh

Diese wurde sehr großzügig noch
Dazu bezahlt bekam im ganzen Reich
Zahlreiche Ehrungen verliehen von
Bekannten großen Institutionen 

Er verdiente dabei reichlich es
Gelang ihm sogar über seine
Logenkontakte als Freimaurer
Eine Professur für seinen Vater

In Halle zu besorgen die dann
Gut bezahlt war und sein Logenbruder
Der Herzog von Braunschweig zahlte
Sogar die Schulden des Vaters noch

Befreite ihn damit aus der englischen
Schuldhaft die auch Boris Becker in
Unserer Zeit noch kennenlernte weil
Geld die heilige englische Kuh ist

Er hielt in Kassel Vorlesungen sogar
Goethe und der Herzog nur getarnt
Kamen ihn besuchen doch wie sein
Vater machte er bald Schulden 

Zwei Veröffentlichungen noch erst 
Cook der Entdecker Versuch eines 
Denkmals 1787 dann Ansichten vom
Niederrhein aus dem Jahr 1790

Letztere Reise unternahm er mit
Dem jungen Alexander von Humboldt 
An den Niederrhein Brabant Flandern
Holland England und Frankreich

Gefühlt war er Reiseschriftsteller
Nur dafür bezahlte ihn keiner mehr
Er hatte keine Lebensaufgabe mehr
Unter der Sicherheit kam Langeweile 

Schließlich wurde er Rosenkreuzer
Die sich statt der Aufklärung mehr
Der Mystik widmen und Alchemie
Dann floh er panisch wieder davor 

Nun kam der Ruf an die polnische
Universität Wilna und er sagte zu
Bekam ein gutes Gehalt und freie 
Wohnung noch dazu konnte seine

Schulden in Kassel tilgen für acht
Jahre Vertrag wurden sie sogar
Vollständig übernommen dies alles
Geschah vor dem Hintergrund der

Ersten polnischen Teilung auf die
Der König mit liberalen Reformen
Aufgeklärt reagieren wollte was 
Zur 2. und 3. Teilung nur führte

April 1784 trat er die Reise gen
Polen an besuchte aber vorher
Noch Prag und Wien kam erst
Im November in Wilna an 

In Wien sprach er mit Kaiser Josef
Er hatte in Wien auch verschiedene
Geliebte obwohl er sich vor der
Reise noch verlobt hatte mit der

Tochter eines Göttinger Professors 
Wie Bibliothekar um so seinen 
Geschlechtstrieb dauerhaft zu stillen
Keine Zeit mehr zu verschwenden

Mit Therese Heyne warb er auch um
Den Vater als väterlichen Freund sich
Von seinem zu befreien meint hier
Wieder sehr psychologisch Krockow

Therese war nicht schön und dazu
Schielte sie aber war eine Frau von
Geist die später Schriftstellerin wurde
Eine der ersten Journalistinnen auch

Auch sie fand Forster dessen Haut
Durch die Blättern verdorben war
Der seine Zähne durch Skorbut
Verlor nicht schön aber klug

Nach der Hochzeit ziehen sie
Zusammen nach Wilna doch 
Georg fühlt sich unwohl dort gibt es
Noch keine große Bibliothek 

Auch das geistige Leben bleibt eher
Mäßig aber er ist nun auf acht
Jahre dort verpflichtet dann kommt
Der Ruf von Zarin Katharina II

Er soll wissenschaftlicher Leiter
Ihrer Südsee Expedition werden
Großartiges Gehalt und sie kaufen
Ihn dazu noch in Polen frei 

Er sagt zu zieht mit Theresa nach
Göttingen für die auch gezahlt wird
Dann plötzlich die Absage des 
Krieges mit den Türken wegen

Infolge wurde die Beziehung zu
Therese durch einen Hausfreund
Einen Unterbibliothekar ihres Vaters
Gestört dann ein neues Angebot

Er wird gut bezahlter Hofbibliothekar
In Mainz der Erzbischof gilt als sehr
Liberal und tolerant stellt auch einen
Protestanten an und sagt gewagtes

Forsters bezogen ein Haus in Mainz
Richteten sich dort ein und bald schon
Kam ein neuer Hausfreund Ludwig
Ferdinand Huber ein sächsischer

Diplomat beim Kurfürsten und selbst
Ehrgeiziger Schriftsteller der die Ehe
Zumindest etwas rettete noch dann 
Kam auch das zweite Kind

Im März 1790 dann die Reise mit
Humboldt an den Niederrhein die
Sehr gut und ein neues Buch wurde
Sie erlebten das revolutionäre Paris

Humboldt sogar das Jubiläumsfest
Der Revolution am 14. Juli 1790 in 
Paris und schreibt Forster davon 
Nun aber begann eine andere

Revolution in Mainz Therese und
Huber begannen sich zu lieben
Georg klammerte sich weiter an
Therese und er liebte die Kinder

Dann nach der Kanonade von Valmy
Kam die Wende die Alliierten zogen 
Sich zurück die Revolutionäre kamen
Immer näher nach Mainz damit

Forster berichtet wie in Mainz die
Flucht begann alles wird verlagert 
Er ist zunächst zurückhaltend aber
Bekennt sich dann zur Revolution

Am 7. November 1792 tritt Forster
Dem Mainzer Jakobinerklub bei
Schon die Woche darauf hält er
Eine glühende Rede dort

Am 21. März 1793 beschließt der
Rheinisch-deutsche Nationalkonvent
Den Anschluss an die französische
Republik und beantragt ihn damit

Am 30. März trat Forster vor den 
Konvent von Paris und verlas dort die
Botschaft die mit Beifall bejubelt ward
Nur war der Rücken abgeschnitten

Inzwischen hatten Preußen und
Österreicher Mainz belagert die kurze 
Mainzer Republik war damit beendet
Die Rache traf jeden Jakobiner

Georg Forster als der bekannteste
Unter ihnen bekam Reichsacht er
Musste Zuflucht in Paris suchen
Hauste in einer kleinen Dachkammer

Der große Traum von Freiheit
Gleichheit und Brüderlichkeit war
Geschichte es herrschte Misstrauen
Bürgerkrieg und Krieg

Therese war auf und davon mit den 
Kindern nach Straßburg und dann in 
Die Schweiz wo sie sich mit Huber
Vereinigt als dann neue Familie

Sie verlangt die Scheidung von
Forster er schreibt ihr von seiner 
Unendlichen nie endenden Liebe 
Versteht diese Hölle nicht mehr

Er würde nur gerne noch verstehen
Wie er den Verlust all seines Glücks
Verschuldet hatte alles sei nun hin
Er fände keine Ruhe mehr

November 1793 treffen sie sich
Nochmal an der Schweizer Grenze
Es geht um die Scheidung allein
Forster ist gebrochen und erkrankt

In einem letzten Brief verabschiedet
Er sich von Therese und Huber und
Stirbt am 10. Januar 1794 keine 40
Die Nachrufe waren eher zwiespältig 

Am ergreifendsten der noch seines 
Schwiegervaters der lobt seine
Kenntnisse und den edlen Charakter
Niemand verdiente mehr Glück als er

Mit dem deutschen Nationalismus 
Erwacht der Wahn vom Erbfeind 
Machte Forster zum Verräter des
Vaterlandes nun und vergaß ihn 

Der Weg in die Verbannung schuf
Ein Muster dem zuerst Heine und
Später noch viele folgten aber Forster
War der erste den Weg gehen musste

Krockow meint die nationalistischen
Wahnvorstellungen seien heute zum
Glück verschwunden was gerade
Eher zweifelhaft noch erscheint

So sieht er Forster als eher planlos
Einer der nur seinen Träumen folgte 
Für eine bessere freundlichere Welt
Damit ein typisch deutscher Autor

Krockow beendet seinen Blick auf
Die historische Figur Forster damit
Wieder liebevoll und voller Hoffnung
Auf ein grenzenloses Europa 

Wie schön wäre es wenn das nun
Wirklich würde und bliebe doch der
Böse Geist des Nationalismus spukt
Weiter im darin uneinigen Europa 

jens tuengerthal 7.6.26

Realismuss

Realismuss

Europa muss endlich
Realistisch werden um
Zu erkennen wer einen 
Bekennenden Faschisten
Wie Rassisten zur Feier
Des Sieges über den 
Faschismus einlädt bekommt
Das geliefert was Hegseth
Zum D-Day geliefert hat 
Die USA sind kein Partner
Sondern ein Gegner der
Hier nicht mehr willkommen
Die WM ist vorab gestorben 
Freiheit und Demokratie
Für Aberglaube versteigert
Wir müssen für uns sorgen 
Die größte Entwicklung
Auf dem Rüstungsmarkt
Mit Mut und Milliarden die
Wirtschaft nach dem alten 
Rezept des Kalten Krieges
Wieder in Schwung bringen
Ein Star Wars Programm
Auflegen das dazu noch
Mit alternativen Energien
Gewinne nachhaltig wie 
Europa unabhängig macht
Während die USA weiter
Die Zukunft verbrennen
Bis sie hier um Freiheit 
Vermutlich auch Asyl
Wie Wohlstand betteln
Weil der Faschismus von
Idioten nichts mehr bietet 
Europa durch seine Vielfalt
Reich und stark erst wurde 
Realismus heißt auch wieder
Zu erkennen wir sind mehr
Älter besser und klüger als 
Der Appendix der Milliardäre
Zu dem die USA wurden 
Sie zerstören ihre Zukunft 
Europa übernimmt gerne
Wir haben nämlich eine
Perspektive mit Vernunft
In besserer Zukunft

jens tuengerthal 7.7.26

Sinnstiftung

Sinnstiftung

Hätte ich zufällig Vermögen
Oder erbte es unverdient weil 
Erbe logisch stets unverdient ist 
Könnte ich eine Stiftung gründen
Der Allgemeinheit zu nutzen
Was dem Vermögen zumindest
Einen Sinn gäbe und mir bis zum
Bittersüßen Ende dann eine 
Beschäftigung was viele der
Angepassten Sinnsucher für 
Sinnvoller vermutlich halten
Als sinnlos einfach zu sein
Auch wenn das der Natur
Eher entspricht als der 
Aberglaube an mehr im
Dasein was nur ist dann
Würde ich sie Sinnstiftung 
Nennen und den Namen
Schützen lassen damit 
Keiner mehr Sinn stiftet
Statt zu genießen was ist
Mehr geht nie und am
Ende war das sinnvoller
Als noch weiter zu hoffen
Sie würden sich alle selbst
Aus ihrer Unmündigkeit 
Befreien um aufgeklärt
Sterben zu können denn 
Um mehr ging es
Am Ende doch nie
Bei der Sinnstiftung 

jens tuengerthal 7.6.26

Sinnlost

Sinnlost

Sein ist was
Vollkommen genügt
Nichts hat Sinn auch
Wenn manches uns 
Für Momente lang 
Sinnvoll erscheint
Führt Sinnsuche nie
Weiter als ins Nichts
Außer wir werden
Gläubig dabei was
Auch eher nichts wird 
Als etwas zu bringen 
Wer noch Sinn sucht
Ist völlig lost würde ich
Gäbe es kein dreisilbiges
Verloren aber das ist
Verlorene Liebesmüh
Vermute ich sagen
Wie der Sinn der nie
Weiblich ist ohne dabei
Zu mutmaßen an wem 
Diese Glaubensfrage
Der Sprache noch hängt 
Was sie über Gender lehrt 
Bei manchen ist der Sinn
Ein Neutrum etwa im
Englischen schwedischen
Ungarischen aber Grammatik
Ist ja nur scheinbar genital 
Was heute zu vertreten
Vermutlich eher sinnlos ist
Insofern aber Sinnlost
Denglisch kombiniert
Könnte es wiederum
Spannend relevant sein
Falls weiblich sinnlos ist
Was ich nie behauptete
Noch auch nur dachte
Dichte ich lieber vorher
Bevor eine keine Nachsicht
Mehr hat nur sicherheitshalber
Sei hier betont alles Sein ist
Nach der Natur sinnlos was
Logisch also sinnvoll so ist
Es ist was es ist
Mehr nie was aber 
Zumindest der Liebe
Rein verbal ähnelt die
Manche als große 
Sinnstiftung missbrauchen 
Denen ohne dann alles
Sinnlos erscheint
Siehe auch Werther
Doch können wir nun
Nach dem Natur alle
Beruhigen denn es bleibt 
Immer nur sinnlos so ist
Wer weiter nach etwas
Sucht was es nicht gibt
Deutlich sinnlost noch
Was übrigens die Liebe
Verständlich macht die 
Keine Erklärung braucht
Weil sie sinnlos ist aber
Nicht jede Liebe ist auch
Darum gleich sinnvoll
Verbal im Gegenteil
Manches geben wir auch
Ohne weitere Fragen
Einfach verloren
Wie den Sinn
Ist halt so
Dada

jens tuengerthal 7.6.26