Mittwoch, 13. Mai 2026

Aberglaubensfrei

Aberglaubensfrei

Tage vor Feiertagen sind
Immer wie Freitage und
Geben schon fast frei 
Auch mitten in der Woche
Also Mittwochs wie heute
Wo zufällig der 13. ist
Was also Freitag der 13.
Für alle mit Aberglauben 
Wohl wäre der zeigt das 
Glück überwiegt deutlich
Den lächerlichen Aberglauben
Wenn Tage ihre Tage haben
Als ob Zählung bedeutend
Für das Sein an sich wäre
Bringt ein bloßes Gefühl hier
Mehr Aufklärung als alle
Sonst überlegene Vernunft
Denke ich lachend und
Freue mich am heutigen
Freitag den 13. der noch
Dazu ein Mittwoch bleibt

jens tuengerthal 13.5.26

Leicht bewölkt

Leicht bewölkt

Himmelblau hätten wir
Das Leben zu gerne
Dabei wäre das immer
Ganz schnell tödlich 
Weil ohne Regen alles
Grün was Leben ist
Zur Wüste würde was
Manche bis heute nicht
Begriffen und noch vom 
Himmelblauen Paradies
Auch in der Liebe träumen
Als wäre leicht bewölkt mit
Genug Schauern dazwischen
Nicht natürlich schöner
Denke ich und freue mich
An durchwachsenem Wetter
Mehr als am himmelblau
Was den Süden verdorren ließ
Weil Wasser auch Leben ist
Bleibt ausgewogen gemischt
Mir lieber als nur himmelblau
Weil das Wetter wie Sex ist
Etwas feucht besser flutscht
Bin ich leicht bedeckt glücklich
Mit dem was an Leben bleibt

jens tuengerthal 13.5.26

Lebenswert

Lebenswert

Das Leben ist kurz 
Zum größten Teil beschissen
Wir warten nur auf den Tod
Mit dem der Schmerz endet
Das wenige was bleibt ist
Von Neid und Gier geprägt
Ständig in Kämpfe verstrickt
Wollen wir einander besiegen
Besser sein als andere in nur
Lächerlichen Kleinigkeiten
Nennen das dann sportlich 
Halten diesen Wettbewerb
Noch für natürlich dabei
Können wir uns lieben was
All den Wahnsinn besiegt 
Auch ohne Aberglaube 
Weil Liebe menschlich ist
Keinerlei Götter braucht
Ignoriere ich lieber alles
Um was ist zu genießen
Mehr geht ja nie und
Liebe lieber mehr statt
Etwas zu gewinnen

jens tuengerthal 13.5.26

Dienstag, 12. Mai 2026

Liebeslektionen

Liebeslektionen

Die Liebe erteilte mir viele
Lektionen und lehrte mich
Was zu tun ist um dabei
Glücklich zu bleiben leider
Meist erst wenn es schon
Zu spät und vorbei war
Auch ist was ich lernte ja
Im konkreten Fall nie mehr
Anwendbar weil jede Frau
Anders ist auch wenn alle
Am Ende das gleiche sagen
So ziemlich zumindest was
Noch in Erinnerung blieb
Aber die Liebe die wirklich
Noch nachdenken lässt
Taugt ohnehin selten viel
Und verliebt denken wir
Nur darüber nach wie wir
Uns besonders nah kommen
Da helfen keine Lektionen
Eher noch die Natur mit
Feingefühl und Technik
Das haste oder lernste nie 
Aber theoretisch hat die 
Liebe mich vieles gelehrt
Wüsste ich nur noch was 

jens tuengerthal 12.5.26

Lektürentagebuch 12.5.26

Lektürentagebuch 12.5.26

Noch in der Nacht gestern von
Gilbert White über die Erkundung
Von Selborne vom 12. März 1768
Über Luftlöcher der Hirsche gelesen

Würde jemand schreibt er dabei an 
Thomas Pennant Esquire den Kopf
Eines Dammhirsches sezieren könnte
Er die Luftschlitze neben dem Auge

Entdecken die es ihm ermöglichen
Auch beim Trinken zu atmen wenn
Die Schnauze ganz im Wasser steckt
Auch beim Rennen bekäme er so 

Mehr Luft als durch Maul und Nase
In einer Anmerkung steht noch dass 
Pennant ihm ein gleiches auch für
Antilopen bestätigt die damit riechen

Zusätzlich zitiert er dazu noch einen
Alten Griechen der von vier Löchern 
Zum Atmen schrieb während ein 
Aristoteles nur darüber spottete

Dieser meinte es sei ein Gerücht
Dass Ziegen durch die Ohren atmen
Könnten doch so fern liegt ein solcher
Gedanke scheinbar doch nicht mehr

Jedoch irrte hier wohl White denn 
Die Voraugendrüsen der Hirsche
Dienen nur der Reviermarkierung
Sind nicht zum atmen gedacht 

Bei Erwin Seitz über Bonifatius den
Apostel der Deutschen gelesen wie
Dessen katholische Auslegung noch
Kritisch geprüft die vieles auslässt

Sicher trug der angelsächsische
Gelehrte der zur Christianisierung
Nach Sachsen zog auch einiges zur 
Verfeinerung der Deutschen bei

Die von ihm oder in seinem Auftrag
Gegründeten Klöster und Bistümer
Wie Fulda Fritzlar Erfurt und noch
Wurden damit auch zu Städten

Doch die unkritische Darstellung
Eines Missionars der auch vor der
Züchtigung der Sünder nicht
Zurückschreckte ist mindestens naiv

Seine Empörung gegenüber dem
Papst über die Beischlafgewohnheiten
Fränkischer Fürsten sind peinlich nur 
Sein Scheitern in Friesland wird von 

Seitz nur beim ersten mal erwähnt
Während seine Ermordung wieder
Als Raubüberfall unkultivierter Friesen
Historisch falsch dargestellt wird

Der rituelle Angriff auch auf Bücher
Aus seinem Besitz zeigt dass die
Friesen sehr bewusst den christlichen
Glauben des Missionars abwehren

Die Bücher wurden danach gepfählt
Nicht wie die Legende behauptet im
Kampf als Schild hochgehalten der
Alte Bischof war da schon über 80

Am Rande nur erwähnt Seitz das
Bündnis fränkischer Fürsten mit
Der katholischen Kirche um so
Eine geistige Klammer zu haben 

Dass Bonifatius der eigentlich als
Wynfreth geboren wurde bewusst
Nicht Bischof von Köln wurde was
Er dringend versucht hatte wird 

So verschwiegen wie zu Mainz dann
Fälschlich behauptet wird er sei dort
Erzbischof gewesen was falsch ist
Seine Bedeutung nahm wohl ab 

Ob das daran lag dass fränkische
Fürsten genug von seiner steten
Moralischen Belehrung hatten ist
Seitz keinen Gedanken wert

Das ganze Bild von Bonifatius was
Seitz vermittelt ist eher auf dem 
Unkritischen Niveau noch einer
Bayerischen Volksschule geblieben

Ob das an der eigenen Erinnerung
Des in Franken geborenen Autors
Liegen könnte weiß ich nicht aber
Es ist sicher nicht historisch kritisch

Auch die völlige Ignoranz gegenüber
Älteren Kulturen am Ort weicht hier
Der katholischen Lüge dass erst mit
Dem Christentum die Kultur kam 

Dies entspricht der geistigen Haltung
Der Taliban in Afghanistan oder auch
Al Qaida die Buddhas und Tempel
Sprengten für den wahren Glauben

Genau dieses totalitär katholische
Denken beherrscht Europa noch
Bis heute in der Behauptung vor
Der Kirche gab es keine Kultur

Der persönliche Geschmack des
Autors sollte zwar bei der Betrachtung
Seines Werkes egal sein wenn es
Dieses nicht seltsam beeinflusst 

Hier schreibt ein wohl katholischer
Biertrinker der seltsam genug auch
Noch Moselwein schätzt über die nur 
Katholische Sicht auf deutsche Kultur

Entsprechend schlicht ist auch das 
Ergebnis erschreckend einseitig aber
Gibt guten Grund zur weiter kritischen 
Auseinandersetzung noch weiter mir 

Wieder in die Arktis geht es mit dem
Grafen Krockow der weiter für Cook
Wie Georg Forster phantasiert was
Vermutlich ungemütlich nun wird 

Eisig öde im meist Nebel bei sehr
Getrübter Stimmung ertragen alle
Den letzten Vorstoß nach Süden
Mehr als sich darüber zu freuen

Schön beschrieben wird die weitere
Annäherung von Sam und Georg
Der staunt als er von dessen Leben
Als Straßenjunge nach dem Tode

Seiner Mutter Geschichten auch zur
Prostitution für Essen hören muss
Was ihm zeigt wie schwer es doch
Manche Menschen im Leben hätten 

Irgendwann erreichen sie nochmal
Den Polarkreis dahinter begann eine
Riesige Eiswand und nun hat auch
Kapitän Cook genug vom Eis

Die Geschichten dieser Fahrt ins Eis
Mit allen riskanten Abenteuern ist
Schön erzählt und pädagogisch nicht
So platt wie die vorigen Male

Denke der Lerneffekt ist höher wenn
Du nicht erst gegen die Reflexe nicht
Belehrt werden zu wollen dabei noch
Ankämpfen musst was allen gut täte

Zum Abschluss des Lesetages noch 
Etwas wunderschönes gegönnt die
Liebesgeschichte von Paul und Siri 
Wie alles auf einer Party anfing 

Siri Hustvedt erinnert sich in ihren 
Ghost Stories wie sie Paul Auster
Auf einer Party kennenlernte in
New York sich sofort in ihn verliebte

Wie sie ihren Bekannten der 
Zumindest wusste wer Paul war
Bat sie einander vorzustellen 
Der J genannte Freund dann 

Einfach von der Party verschwand
Sie mit Paul noch in einer Bar war
Er sie zum ersten mal küsste als
Sie auf ihr Taxi wartete und es

Wohl gut war wo er wohnte und
Wie alle sich nach ihr umdrehten
Der großen Blonden dort im Italo
Viertel wo sie so richtig auffiel

Erzählt vom ersten Besuch
Bei seinen Eltern und wie sie sich
Dort anzog um protestantischen
Norwegischen Schwiegereltern

Gut zu gefallen nicht für eine eher
Fröhlich aufgedrehte jüdische
Mutter die knallig bunt und eher
Aufgedreht interessiert noch war

Erinnert sich an die Reise die er 
Ihr zum gemeinsamen 100. 
Geburtstag also ihrem 46. und 
Seinem 54. nach Florida schenkte

Was auch 20 Jahre Siri und Paul war
Den sie mit 26 kennenlernte und ist
Wieder mit zärtlicher Liebe so schön 
Geschrieben dass es mich sehr rührte

Auch die Geschichte der zwei Briefe
Die sie ihm schrieb als er sie verließ
Um zu Frau und Kind wieder zurück
Zu gehen also auf und ab auch

Große Liebe geht gerne auch ganz
Krumme Bahnen um sich zu finden
Verlässt sich um sich zu finden und
Bis zum Ende dann doch zu bleiben 

Das ist mit Humor und die eigenen
Lücken der Erinnerung gestehend -
Paul hätte es bestimmt noch gewusst
Eine ganz echte Liebesgeschichte 

Hier pausiere ich das Kapitel bis
Morgen oder übermorgen um mir 
Ihre Liebesbriefe an Paul noch
Als Bonbon etwas aufzusparen

Sie nimmt uns Leser mit in das
Große Gefühl hinein was diese
Liebe so zauberhaft lange trug
Von den beiden Dichtern

jens tuengerthal 12.5.26

Seinsfragen

Seinsfragen 

Was bin ich fragt sich
Und wenn ja wieviele
Welches Schweinderl
Hättens gerne fragte
In meiner Kindheit noch
Robert Lembke die Nation 
Die Kant viel früher schon
So infrage stellte ohne je
Gewissheit zu haben als
Zumindest sicher zu sein
Unaufgeklärt unmündig 
Selbstverschuldet zu bleiben
Was natürlich nur für alle galt
Denen es nicht an Verstand
Mangelte um zu begreifen 
Was nie allgemeines Gesetz
Für jedermann werden wird 
Was für jede Frau natürlich
Heute entsprechend gilt egal
Ob wer es begriffen hat bin ich
Ohne Schwein gehabt zu haben
Zufrieden mit dem was ist als
Nichts als da

jens tuengerthal 12.5.26

Normalverrückt

Normalverrückt

Bin ich noch normal 
Sind die anderen alle
Verrückt und was ist
Der Maßstab dafür
Überlege ich ohne mich
Dabei schon zu fragen 
Was erstrebenswert ist
Um damit zu leben ob
Der ganze Wahnsinn
Noch lohnt oder weniger
Als viele normal denken
Was Seinsfragen stellt
Deren Antwort befremdet 
Oder auch wahlweise
Verrückt machen kann
Dächten wir kritisch über
All das nach was täglich
Normaler Wahnsinn uns 
Eben ist unhinterfragt nur 
Manche fragen sich eben
Was für sie normal ist
Macht sie aber verrückt 
Anderen unverständlich
So stehen sie meist eher
Daneben als Beobachter 
Des ganzen Wahnsinns 
Was andere befremdet ist
Für mich normaler Wahnsinn
Weil wer daneben steht eben
Seinen Standort verrückte
Kann nichts mehr normal sein

jens tuengerthal 12.5.26

Montag, 11. Mai 2026

Lektürentagebuch 11.5.26

Lektürentagebuch 11.5.26

In den Ghost Stories von Siri Hustvedt
Einen weiteren Brief von Paul Auster
An seinen Enkel Miles gelesen über
Die Künstlerkarriere seiner Mutter

Wie Sophie Gesangsunterricht nahm
Dann auch noch Schauspielunterricht
Eine noch bessere Gesangslehrerin
Bekam und klassisch singen lernte

Warum sie so gut aus ihrer Brust
Singen kann eine starke Stimme hat
Ihre Lehrerin als sie mit 14 vorsang
Dachte sie wäre sogar schon 16

Er schwärmt von Sophies Talent wie
Ihrer Fähigkeit auch Niederlagen beim
Film gut wegzustecken deren einige
Kamen weil Hollywood Blondinen mag

Wie sie nach diesen Versuchen ihrer
Karriere als Sängerin endlich begann
In Europa erfolgreicher als in den 
USA dabei schon immer war

Gerade tourt sie durch Deutschland
Konzertierte auch in Prenzlauer Berg
Nur wenige hundert Meter von hier
Denke ich und freue mich darüber

Nie habe ich als Fan das Leben
Irgendwelcher Musiker studiert
Jetzt komme ich bei Sophie durch
Pauls Briefe dazu und es ist schön 

Es ist gut zu sehen wie lebendig
Die Figuren großer Literatur werden
Wieviel Liebe in diesen Briefen des
Großvaters an den Enkel steckt

Auch seine Begeisterung für den
Weg seiner Tochter der kein einfacher
Würde ist in jeder Zeile spürbar die
Der sterbende Paul für Miles schrieb 

Wenn Eltern ihren Kindern etwas mit
Auf den Weg geben können ist es
Das Vertrauen in eigene Fähigkeiten
Was diese Briefe wunderbar zeigen

Im großen Traum von Bildung des
Grafen Christian von Krockow ging es
Mit Forster und Cook diesmal nach 
Neuseeland und Tasmanien dazu

Kleine Abenteuer mit Eingeborenen
Die wieder diebisch sind was Forster
Pädagogisch klug rechtfertigt dabei
Aber mal wieder aus der Zeit fällt

Auch die Cook hier unterstellten 
Gedanken wirken eher pädagogisch
Als authentisch und passen in das
Bild das Krockow vermitteln will

Es liest sich nett aber bringt keine 
Große Spannung auch bei der
Beschreibung des überstandenen
Orkan die wenig neues dann bietet 

Botanisierung und Eingeborene aber
Keine schönen Prinzessinnen dafür
Die Bestätigung für Kannibalismus 
Auf den Vater Forster hysterisch eher

Reagiert und Cook natürlich ganz
Cool und abgeklärt und es fragt sich
Wie wir manche Tiere essen aber
Bei Menschen Probleme haben 

Die Darstellung der Personen in den 
Fiktiven Tagebucheinträgen ist nicht
Sehr glaubwürdig dabei diesmal
Werde es im Original noch lesen

Die Absicht von Krockow ist ja gut
Seine Versuche der Umsetzung die
Den Leser für dumm verkaufen sind
Dabei eher weniger noch tauglich 

Frage mich als Autor was will der
Autor Krockow mit dieser Pädagogik
Auf Volksschulniveau erreichen vom
Großen Traum von Bildung

Hasen gäbe es ja nicht mehr in der
Hasenheide meint Franz Hessel der
In Spazieren in Berlin von dieser mit
Auch historischen Details erzählt

Wie es eine kurfürstliche Anordnung
Schon 1586 zu den Hasen gab auch
Friedrich Wilhelm I der Vater vom 
Später Alten Fritz anordnete es soll

Löcher im Zaun geben damit die
Hasen durchschlüpfen könnten wie 
Dann der Park der vor dem früher
Flugfeld Tempelhof liegt zu einer

Beliebten Vergnügungsstätte wurde 
An der zum Essen wie zum Tanz noch
Geladen wurde und was es hier alles
An Vergnügung für das Volk noch gab 

Hier hätte er erinnert sich Hessel
Das erste mal von Dante gehört
Bei einem der auf Gruselbildern im
Panoptikum in die Hölle blicken ließ

Von Turnvater Jahn erzählt er der hier
Die Wehrertüchtigung im Widerstand
Gegen Napoleon übte was ihm aber
Bald eher übel genommen wurde 

Erst nach 1848 gründeten sich die
Turnvereine und Verbindungen im
Ganzen Land und kam die Büste
Mit dem Denkmal mit vielen Steinen

Heute gibt es keinen Jahrmarkt mehr
Auch keine Lokale in der Hasenheide
Die ein schöner Park mit einem dazu
Abgegrenzten Hundeplatz wurde

Hasen könnte es gelegentlich geben
Es ist ein beschaulicher schöner Park
Neben dem riesigen leeren Fluggeld
Die einen kleinen Spaziergang lohnt

jens tuengerthal 11.5.26

Misstrauensende

Misstrauensende

Endet mit Misstrauen die Liebe
Oder belegt sie nur das bereits
Vorherige Ende weil sie zeigt
Dass fehlt was Liebe braucht um
Überhaupt sein zu können weil
Liebe das Vertrauen voraussetzt 
Es keinen anderen Beleg gibt 
Überlege ich und weiß aber
Lange schon dass ohne
Vertrauen nichts mehr ist
Was den Namen Liebe noch
Verdiente und dennoch werden
Trotz Misstrauen noch viele
Beziehungen weitergeführt
Halten zu viele Eifersucht
Für einen Ausdruck von Liebe
Die doch nur das Gegenteil
Belegt Misstrauen zeigt von
Besitzdenken mehr erzählt
Vielleicht täte es der Liebe gut
Würden wir mehr vertrauen
Damit sie auch sein kann

jens tuengerthal 11.5.26

Liebesverzeihung

Liebesverzeihung

Liebe verzeiht gerne und alles
Macht damit glücklich schenkt
So uns größte Zufriedenheit

Wir vertrauen auf ein Gefühl
Das höchstes Glück bedeutet
Warum Verzeihung mehr bringt

Wo wir nachtragend uns damit 
Schwer tun oder pädagogisch
Pokern um zu erziehen geht es

Nicht mehr um Liebe sondern 
Den Erhalt von Beziehungen
Was besser weg kann weil es

Der Liebe nie gut tut wären wir
In solchen Fragen je vernünftig
Wüssten wir Gefühl kann nur 

Mit Vertrauen weiter existieren
Aber lieber als uns verlorene
Wirklichkeit einzugestehen je

Lügen wir uns etwas vor von
Der Zeit die alle Fragen klärt
Was sie auch wirklich dann tut

Nur anders eben als gedacht
Ohne Verzeihung ist Erledigung
Lange vorher eingetreten wir

Verwalten nur die Reste als ob
Was vermutlich menschlich ist
Den Schmerz nur länger streckt 

Weil Liebe gerne alles verzeiht 
Halten wir auch das Nichts noch
Länger hoch als irgend nötig aber

Ohne Vertrauen blieb keine mehr
Was vieles einfach macht statt
Sich unnötig weiter zu quälen

Liebe ist Vertrauen und Verzeihung
Wollen und ohne ist nichts mehr was
Der Rede hier weiter noch wert wäre

Ach wären wir doch liebend nur je so
Vernünftig wie die Verse so klingen
Das Leben könnte so einfach sein

Stattdessen quälen wir uns weiter mit
Verlorenen Träumen von ewiger Liebe
Dabei ist alle Natur endlich außer wir

Sterben aus Versehen vorher dann 
Sind wir nie wieder lebendig wie die
Liebe ohne Vertrauen immer weg ist

jens tuengerthal 11.5.26

Unschuldig

Unschuldig

Schuld zu sein
Heißt die Verantwortung
Tragen müssen für etwas

Einen Verstoß gegen Gesetze
Normen oder Moral was dann
Strafrechtliche Verantwortung 

Oder zivilrechtliche Haftung
Auch ein Gefühl von Reue weckt
Nicht mehr unschuldig sein lässt

Wie lange währt danach noch
Die deutsche Schuld für die
Taten des Nationalsozialismus

Für die Taten der Nazis
Trägt keiner der nach ihrer
Zeit geboren ist Verantwortung

Alle die nicht Täter oder Helfer
Waren von denen immer weniger
Noch leben trägt persönlich Schuld 

Aber Deutschland als Staat
Die Bundesrepublik als Erbin
Des Deutschen Reiches trägt

Rechtlich die Verantwortung
Für den Ausgleich der Schäden 
Wer den Schatz des Vermögens

Vom Reich übernahm muss auch
Die Schulden immer bezahlen
Und Mord verjährt nie

Darum ist kein Deutscher berechtigt
Einen Schlussstrich zu fordern 
Außer er schlägt das Erbe aus

Was das Ende unserer Geschichte
Damit wäre nach dem nichts bliebe
Solange sich wer Deutscher nennt

Wird sein Staat für die in seinem
Namen begangenen Verbrechen
Auch logisch haften müssen

Dies anzuerkennen befreit von
Der Illusion es gäbe ein Ende der
Geschichte und einen Neuanfang

Alle Geschichte ist Teil unseres Seins
Sie hat kein Ende und auch keinen
Anfang sondern währt darum ewig

Doch trägt meine Tochter so wenig
Wie ich für die Verbrechen in der
Zeit des Nationalsozialismus noch

Persönliche Schuld auch meine
Eltern waren noch zu jung dafür
Persönlich haften zu müssen 

Die Generation meiner Großeltern
Könnte persönlich schuldig sein
Weil sie erwachsen in dieser Zeit

Haben sich nach meinem Wissen
Zum Glück nicht persönlich noch
In dieser Zeit schuldig gemacht

Die meisten noch lebenden
Deutschen sind darum unschuldig
An den begangenen Verbrechen 

Aber ihr Staat der das Erbe antrat
Muss für alle Forderungen haften 
Bis jede Schuld beglichen wurde

Aus der historischen Schuld aber
Wächst ein mehr an Verantwortung
Für das nie wieder für alle Zeit

Keine junge Deutschen sind noch
Schuldig aber sie tragen immer
Die Verantwortung für ihr Erbe

Ihnen diese Verantwortung auch
Zuzutrauen zeugt von Reife dem
Einzig verdienten nationalen Stolz

Wer sich seiner auch historischen 
Verantwortung bewusst ist zeigt sich
Als guter Europäer für die Zukunft

Es wird nie einen Schlussstrich von
Deutscher Seite geben können aber
Immer ein mehr an Verantwortung

Wer diese auch übernimmt kann 
Sich auch unschuldig fühlen weil
Verantwortung getragen wurde

Wir Eltern können den Kindern dies
Mehr an Verantwortung vorleben um
Der Freiheit Flügel zu geben

jens tuengerthal 11.5.26