Mittwoch, 14. Oktober 2026

Unterbrechung

Unterbrechung

Die Unterbrechung der Sondierungen 
In Berlin ist ein kleiner Skandal was
Der Demokratie gut tut und offenbart
Wie demokratisch diese Linke ist die
Gemeinsame Beschlüsse ändert ohne
Absprache mit Koalitionspartnern die
Bedingungen einer Zusammenarbeit
In ihrem Interesse verändert wie auch
Kritische Mitglieder einfach aufnimmt 
Wenn mündlich anderes zugesagt
Nun brüllt und zappelt die Linke 
Hetzt gegen Springer und Kanzler
Aber versaut ihre Chance selber
Die verbalen Ausbrüche ihr noch
Nahestehender Menschen im Netz
Zeugen vom seltsamen Verständnis
Der Demokratie dort wie sich diese 
Extremisten vorher über völlig
Selbstverständliche Zusagen wie
Die Anerkennung des Existenzrecht
Von Israel aufregen wollten damit
Zeigen hier geht es um Palästinenser
Nicht um Berliner und ihre Stadt
Es geht um den ganz normalen
Linken Antisemitismus der nie 
In Berlin regieren darf und also
Ist die elegante Notbremse wenn
Die Linke sich nicht völlig wandelt
Eine Hälfte der Mitglieder und Wähler 
Ausschließt gibt es keine Koalition
Weil die Linke unzuverlässig ist
Sich nicht Vereinbarungen hält 
Als Erbin der SED mit dem höchsten
Anteil von Stasi Mitgliedern außer
Vielleicht in der AfD diesem kleinen
Hässlichen Klon Putins und natürlich
Dem BSW die alle keine Partner
Von Demokraten sein können
So ist dieser Unterbrechung ein
Segen für die Demokratie weil er
Offenbart auf wen noch Verlass ist
Extremisten versprechen tolle Dinge
Aber sind real unzuverlässig und
Zumindest darauf ist bei der
Berliner Linken Verlass 
Sie werden dafür sorgen dass
Die Unterbrechung nur der Anfang
Vom Ende der Sondierungen ist
Politisch sehr elegant

jens tuengerthal 14.10.26

Lektürentagebuch 13.10.26

Lektürentagebuch 13.10.26

Goethe und Arnim zitierend schreibt 
Grete de Francesco sehr klug über
Gottfried Christoph Beireis und warum
Dieser Professor ein Charlatan war

Die alchemistischen Anspielungen wie 
Die im Stil des 17. Jahrhunderts noch
Geschriebenen Gedichte und seine
Kokette Altertümlichkeit sorgte dafür

Dass er keine Gestalt der Aufklärung
War sondern an frühere Epochen eher
Denken ließ auch wenn de Francesco 
Meint er deute auf kommende Zeit hin

Der mit Industrie und Banken eng
Verknüpfte Mann der sportlich wie
Hochintelligent war eilte in seiner
Bewunderung für Maschinen schon

Seiner Zeit weit voraus was ihn wie 
Besessen von seinen Puppen machte
Führte zu einer Mythologisierung und
Charlatanisierung einer Technik 

Der er bewundernd liebevoll hörig war
So nimmt er die Schwärmerei einer 
Kommenden Generation vorweg wie
E. T. A. Hoffmann seinen Ferdinand

Sagen lässt dass die äußerlichen
Kunststücke des Türken nur dazu da
Sein unsere Aufmerksamkeit ganz
Auf ihn zu lenken wo aber gerade

Der Schlüssel der Geheimnisses
Nicht zu finden sei ebenso seien die 
Altertümlichen Allüren von Beireis
Nur dazu da abzulenken genau wie 

Es die Charlatane auf den Märkten
Taten die vom Verkauf ablenkten 
Beireis wollte zwar nichts verkaufen
Aber sah sich als ein Wegbereiter 

Der Weltmacht der Maschine einer 
Macht die er kommen sah und im
Dienste dieser wurden die Künste
Der Scharlatane zu gern genutzt

Er gaukelte den Menschen Befreiung
Durch jene Kräfte vor die er selbst nie
Freilassen wollte und entfesselte so
Kräfte die Menschen versklavten

Goethe legte wenig Wert auf die
Automatensammlung und fand die
Figuren nur verkommen verrostet
Worauf der Hofrat Beireis eine

Dramatische Geschichte erfand da 
Er bemerkte dass Goethe immun
Gegen die Wirkung der Mechanik war
Warum er sie nicht mehr aufzog

Begründete er mit einem Offizier dem
Er sie vorführte dem keiner glaubte 
Worauf es zum Duell kam in dem 
Dieser erstochen wurde und seitdem

Wollte er seine Bewunderer nie mehr
Dieser Gefahr aussetzen was Goethe
Unglaubwürdig fand dagegen konnte 
Achim von Arnim mehr entdecken

Er widmete das neunte Kapitel seiner
Gräfin Dolores dem Helmstedter
Professor seine Darstellung sei dabei
Atmosphärisch doch ganz vortrefflich

Allerdings fehlt ihm die künstlerische 
Kraft eines E. T. A. Hoffmann noch er
Er betrachtet es mit relativierender
Ironie der Romantiker als Phänomen

Wo Goethe hart urteilt ist seines
Eher spitz er bleibt an den Automaten
Stehen und wandelt im Zwielicht des
Zweifels über die Beseeltheit oder

Leblosigkeit der Menschen-Maschine 
Er will ironisch sein aber ist längst von
Ihrer Rätselhaftigkeit ergriffen lässt 
Den Grafen den Professor besuchen

Er gruselt sich im Zwielicht dort allein
Weil der Professor einen Patienten
Noch schnell besuchen musste wo
Die Unendlichkeit des Sehens sich 

Leicht der inneren Empfindung mitteilt
Er wollte eine Persiflage über Beireis
Machen aber das Objekt war stärker 
Goethe dagegen polterte gleich los

Gegen die Qualen der Unvernunft 
Die eine Zumutung wären dagegen
Ist Arnim wider Willen ergriffen von 
Der listigen Poesie der Maschinen 

Der Graf lässt die Figuren spielen
Ist fasziniert und erschrocken dabei
Beschwört die Maschine in Versen
Das Glück als Endziel der Charlatane

Nachforschungen des Grafen ergeben
Dass zwei Menschen das Spiel aus
Dem Versteck aufführen durch ein
Sprachrohr Maschinen reden lassen

Nun wird das wunderbare menschlich
Die Maschinen treten zurück ihre
Wirkung verblasst doch fingen die
Romantiker empfindsam schon die 

Drohende Erschütterung auf die
Goethe überging es könnten leicht
Maschinen die Oberhand gewinnen
Was in Zeiten von KI visionär scheint

Vielleicht aber täte uns auch mehr
Kritisches Denken gut um nicht zum
Opfer unserer Ängste zu werden war
Der Geheimrat dem Geheimnis näher

Wie Epikur uns schon durch die Verse
Des Lukrez lehrte ist alles Natur und
Nichts außer oder über ihr was dem
Hokuspokus schnell die Basis entzieht

Nun folgt die Beschreibung Beireis
Durch Goethe mit guter Figur und
Sehr hoher Stirn dabei wohnte um
Die verkniffenen Lippen des schon

Zahnlosen Mundes neidische Bosheit
So sprach er gehässig über Leibnitz
Oder Lavoisier und behauptete
Michelangelo habe aus Neid alle

Bilder und Kupferstiche Dürers 
Vernichten lassen eine so unsinnige
Erfindung die mehr über den Erfinder 
Mehr sagt als seinen Gegenstand

Seine Geliebte die elegante Witwe
Betrog ihn worauf ihn sein Hund erst
Aufmerksam machte so dass er den
Rivalen bei ihr überraschen konnte 

Der Hund erhielt ein Ehrengrab und
Beireis blieb Junggeselle aber liebte 
Hunde mit der Glut seines Hasses 
Gegen jede Untreue was typisch ist

Für übersteigerte Einbildung und
Intoleranz der Charlatane wie es 
Hier de Francesco formuliert wozu
Auch seine Quantitätsleistungen

Wohl gehören mit denen er sich 
Rühmte täglich 14 Stunden Kolleg
Zu lesen was Goethe wieder für eine
Legende im Geist der Wunder hielt

Er hörte vom Grafen Veltheim viele
Solcher monotoner Legenden über
Beireis fand es blieb eher unbestimmt
Was typisch für Scharlatane auch ist

Ihre Geschichten folgen immer dem
Gleichen Schema nur Details wurden
Der Mode entsprechend aktualisiert
Aber es sprach schwache Geister an

Goethe meinte dazu weil er so reich
War konnte es ihm an Verehrern und
Gläubigen nicht fehlen Reichtum und
Kostbarkeiten seien die Hausgötter

Zu welcher die Menge andächtig 
Blickt ist dieser Besitz nachdem sie
Gierig sind mit einem Geheimnis
Erworben wird jedes Wunder geglaubt

Eine Masse Gold und Silber verleihe
Dem Unwahren Ansehen und Gewicht
Der Besitz wird durch Lügen verklärt 
Es verschmilzt Wahrheit und Lüge 

Das Kapitel schließt mit den Worten
Goethes der Beireis und Swedenborg
Vergleicht den Kant einen träumenden 
Geisterseher spöttisch noch nannte

Er erinnert an Cagliostro den großen
Scharlatan der Zeit den er einen nur 
Taschenspieler nennt fragt sich ob der
Aberglaube denn nie enden würde 

So fände sich immer ein Local wo
Das problematisch Wahre was allein
Respekt verdient sich mit der Lüge
Ganz bequem begatten kann 

jens tuengerthal 13.10.26

Dienstag, 13. Oktober 2026

Kulturnation

Kulturnation

Was macht eine Kulturnation aus
Wenn nicht der Geist der sie trägt

Weil Geister aber für gewöhnlich
Nur schwer fassbar sind gibt es sie 

In gebundener Form dann werden
Sie Bücher genannt und sind der

Schönste Ausdruck einer solchen
Vor allem weil Bücher stille Geister

Immer bleiben im nationalen Lärm 
Blieb ihre Rolle noch stets eher

Zurückhaltender was Grund genug
Sein sollte sie zu Helden einer

Immer ungewissen Zukunft zu
Machen die mehr in sich trägt als

KI es je kann die mit dieser nur 
Sekundär gefüttert wird aber nicht

Eine eigene Atmosphäre des Geistes
Tragen kann die nur aus Büchern

In ihrem grenzenlosen Universum
Besteht die Menschen beflügeln

Weil diese leben nicht Maschinen 
Wir können sie nur klug nutzen

jens tuengerthal 13.10.26

Nationalliebling

Nationalliebling

Gerade verkündete Merz er wolle 
Nicht der Liebling der Nation sein
Lieber gute Arbeit machen und das
Land für die Zukunft damit sichern 

Dies erzählte er natürlich auf dem
Arbeitgebertag ein Heimspiel für ihn
Was eine nur kleine Gruppe betrifft 
Die es gern noch härter hätten 

Typische CDU Politik im Sinne
Der Besitzenden bewahrend nimmt
Dieser Kanzler der es ohnehin schon
Am schwersten hat in Kauf unbeliebt

Weiter zu bleiben um sich der Sache
Wie der Zukunft und der Pflicht dafür
Zu opfern was wieder so richtig gut
Sauerländisch sauertöpfig war

Ob Merz im Leben noch lernt einmal
Positiv zu kommunizieren statt sich
Gekonnt nur unbeliebt zu machen
Was in der Demokratie nicht hilft

Schwere Zeiten brauchen dringend
Menschen die vereinen statt noch
Weiter zu spalten was immer nur
Das Gegenteil damit erreichen kann

Der Kanzler einer Koalition muss
Verbindlich sein und Brücken bauen
Merz reißt ein und droht lieber falls
Die Berliner mit der Linken wollten 

Bin gegen diese Koalition weil die
Erben der SED nie wieder die Stadt
Der Mauer regieren dürfen aber ich
Drohe darum niemand autoritär

Auch weil ich aus Erfahrung weiß
Dass es das Gegenteil erreicht die 
Stimmung nur weiter aufheizt die
Linke wird es selbst versauen

Merz wird es wohl nicht mehr mit
Seinen über siebzig begreifen doch
Die weitere Selbstzerstörung der CDU 
Ist eine Gefahr für die Demokratie

Warum sich die Frage stellt wer dem
Amtsinhaber der sozial ein völliger 
Versager ist klar machen könnte so
Stärkt er die AfD nur noch weiter

Leider steht bei Merz zu befürchten
Dass er dann im neuen Kurzschluss
Wir kennen die Choleriker von innen
Wieder versucht rechts zu überholen

Wie beim Tankrabatt wiederholt der
Unbelehrbare Besserwisser gerne
Seine Fehler bis zum Untergang
Fragt sich nur wer ihn stoppen kann

Deutschland ist in höchster Not regiert
Vom miesepetrigen Besserwisser der
Keine Hoffnung auf Entwicklung gibt
Alle hoffen er sagt heute besser nichts

jens tuengerthal 13.10.26

Lektürentagebuch 12.10.26

Lektürentagebuch 12.10.26

Mit Dreihundert Männer über die
Deutschland AG begonnen von
Konstantin Richter zur Gründung
Der Deutschen Bank mitten im

Aufschwung der mit dem Zollverein
Von 1834 begann und bis 1870 schon
Eine Menge bewegt hatte sie wollte 
Dem deutschen Namen Ehre machen

Am besten auf der ganzen Welt wie 
Es der Geschichte und Kultur der
Zeit entspräche und sollte die
Deutsche Wirtschaft im Ausland

Unterstützen denn bisher waren sie 
Im Ausland auf Kreditinstitute aus 
London angewiesen was teuer und
Aufwendig war das sollte die neue

Deutsche Bank von Berlin aus lösen
Firmenzeichen wurde ein Vogel der
Dem Reichsadler sehr ähnlich sah
Doch sie machte erst nicht viel her

Ihre Geschichte begann wie ein
Roman von Dickens im ersten Stock
Eines Mietshauses mitten in Berlin in 
Der Französischen Straße

Der Treppenflur war morsch das
Gebäude verfallen der Vormieter war
Ein bayerisches Kaffeehaus das erst
Gerade von dort ausgezogen war

Im Berliner Zimmer dem düsteren
Durchgangszimmer zwischen dem 
Vorderhaus und dem Seitenflügel
War das Direktorenkabinett noch

Hier standen die Schreibpulte der
Gründungsdirektoren als Wallich
Dort eintraf traf er nur einen eher
Misepetrigen Deutsch-Amerikaner

Diesem gefiel es nicht und er kündigte
Bald wieder aber einer der weiteren 
Direktoren hieß Georg Siemens ein
Jurist ohne Erfahrung bei Banken

Siemens war leider gerade zum
Felddienst in den Ardennen und
Schrieb es sei zweifelhaft ob er
Bald wieder nach Berlin käme

Wallich ging derweil an die Bücher
Von fünf Millionen Talern Aktienkapital 
Waren lediglich zwei Millionen schon
Eingezahlt worden mehr hatten die 

Aufsichtsräte nicht rausgerückt weil
Sie meinten die Direktoren seien für
Das Geschäft noch nicht ausreichend 
Vorbereitet und Wallich wunderte sich

Die Deutsche Bank war unterbesetzt
Wie unterfinanziert noch eine ziemlich
Überschaubare Angelegenheit und er
Fragte sich wer Georg Siemens war

Dieser war Vetter des Unternehmers 
Werner Siemens aber wusste nichts
Vom Bankgeschäft bisher also ein
Gewagter Anfang auf dünnem Eis

Im Mai 1871 kehrten die deutschen
Truppen aus dem Krieg zurück die
Reichsgründung und der ersehnte 
Sieg entfachten eine große Euphorie 

Dies gab der boomenden Wirtschaft
Noch zusätzlich Antrieb und dabei
Befeuerten sich Nationalstolz und
Hochkonjunktur gegenseitig

Die Wirtschaft trat in eine überhitzte
Endphase ein die aber noch nicht
Wahrgenommen wurde dazu kamen
Französische Reparationszahlungen 

Die Deutschen glaubten der Boom
Werde ewig andauern und der
Liebling der Anleger wurde die AG
Bis 1873 entstanden fast tausend

Manche realisierten nur Kursgewinne 
Andere legten den Grundstein für
Spätere Erfolge in dieser liberalen
Zeit ohne große staatliche Auflagen

In Mühlheim nimmt das Walzwerk
Von August Thyssen den Betrieb auf
Es ist die Keimzelle des späteren
Weltweiten Thyssen Konzern 

Aus einer Motorenfirma Langen Otto 
Rosen wird die Gasmotoren-Fabrik
Deutz AG dort arbeitet ein Leiter der
Produktion aus Stuttgart der aber

Wohl nicht leicht zu führen ist er heißt
Gottlieb Daimler und sollte später in
Schwaben sehr erfolgreich werden
Den Daimler Konzern gibt es noch

In München stellt Gabriel Sedlmayr 
Erbe der bekannten Brauerei Spaten
Dem jungen Professor Carl Linde
Die Mittel für eine Kältemaschine

Diese soll das Bier besser kühlen
Als jeder Felsenkeller es wird das
Unternehmen Linde’s Eismaschinen
Daraus Linde sitzt heute in Dublin

Ein jüdischer Bankier formt aus der
Konkursmasse eines Produzenten
Für Weichgummi eine neue AG die
Regenmäntel und Wärmflaschen

Fabrizieren und nennt sie kurz
Continental oder auch länger noch
Continental-Caoutchouc und Gutta-
Percha Compagnie gibt es noch

Ein typischer Finanzier ist dabei
Heinrich Quistorp der um die dreißig
Unternehmen an die Börse brachte
Nebenbei noch die Villenkolonie

Im Berliner Westend entwickelte der
Dann mit seiner Vereinsbank Quistorp
Konkurs ging der Ruf war ruiniert und
Er floh nach Paraguay in eine dortige

Deutsche Kolonie kehrt irgendwann 
Nach Berlin zurück und starb verarmt
Aber einige der von ihm geplanten
Gründerzeitvillen stehen noch dort

Auch die Chemische Fabrik auf Aktien 
Von Ernst Schering der Besitzer einer 
Apotheke in der Chausseestraße war 
Hat Quistorp auf die Beine gestellt

Aus ihr wurde der Weltkonzern
Schering in der Chausseestraße
Der heute unter Bayer firmiert was 
Doch keine so schlechte Bilanz ist 

jens tuengerthal 12.10.26