Lektürentagebuch 2.10.26.
Weiter bei Jack El-Hai in der Nazi und
Der Psychiater wie Göring über eine
Station in Augsburg nach Luxemburg
Bad Mondorf-les Bains gebracht wird
Dort haben die Amerikaner ein Lager
Für die hochrangigen Nazis errichtet
Das sich in einem ehemaligen Hotel
Befand das bald wie ein Lager mit
Zäunen und Wachtürmen umgeben
Jeden Ausbruch verhindern sollte
Auch vor Rache der Luxemburger an
Nazis sollte so geschützt werden
Erfahre einiges über den dortigen
Kommandanten der auf eine strenge
Formelle Gleichbehandlung bestand
Göring wurde das Gepäck wie sein
Adjutant genommen und der fette
Nazi ohne Unrechtsbewusstsein
Beschwerte sich ständig in Briefen
An den Oberkommandierenden
Doch Roosevelt reagierte nicht auf
Die dreisten Beschwerden auch seine
Beschwerden über das Essen waren
Nicht erfolgreich im Gegenteil
Hermann Göring wird als fettleibig
Kurzatmig und herzkrank beschrieben
Durch sein Verhalten macht er sich
Beim Kommandanten unbeliebt
Gleichzeitig wird schon angedeutet
Wie Intrigant und gefährlich dieser
Ehemaliges führende Nazi noch war
Was zusätzlich neugierig macht
Das Zyankali das er in Ampullen
Bei sich führte wurde ihm genommen
Eine Ampulle aber versteckte er
Noch erfolgreich vor den Kontrollen
In Maurice Jolys Handbuch des
Aufsteigers wird vom Zufall und
Der richtigen Spielweise erzählt
Es ist das 1. Kapitel im ersten Buch
Welches allgemeine Elemente der
Kunst des Aufsteigens behandelt im
Spiel des Lebens das eine äußerst
Schwierige Partie voller Zufälle wäre
Das wäre auch die Leitidee dieses
Buches ihr verdanke es alle weiteren
Argumente um mit Talent zu spielen
Was die Kunst des Lebens wohl sei
Dabei gibt es das Spiel der Politik
Der Liebe des Vermögens wie des
Ruhms jedes habe seine eigenen
Schwierigkeiten und erfordere Talent
Eines spielen zu können heißt viel
Alle zu beherrschen sei der Gipfel
Des Wissens wer hier Rat suchte
Bekäm die Frage welches Spiel
Der Zufall nimmt einen großen Platz
Im Leben von einer gewissen Warte
Aus bestünde es nur aus Zufällen
Erfolg und Scheitern sind Schicksal
Erfolgreich bist du zunächst weil du
Erstens Eigenschaften besitzt die
Einfluss auf die Gesellschaft und die
Menschen besitzen und zweitens
Weil dir Umstände zu Hilfe kommen
Wie du beim Gegenteil scheiterst
Diese sind alle günstigen oder auch
Ungünstigen Ereignisse im Leben
Daraus folgt dass du dem Zufall
Gegenüber denselben Standpunkt
Einnehmen kannst wie es etwa der
Katholische Spiritualismus gegenüber
Der göttlichen Gnade tut denn ganz
Unabhängig vom Verdienst könne
Ein Christ nie ohne Hilfe der Gnade
Zum Heil kommen und so wird auch
Der Ehrgeizige ohne Hilfe des Zufall
Nicht gehen allerdings sind die echten
Glücksfälle wenig regelmäßig verteilt
Zumindest weniger als angenommen
Die Fähigkeit den Zufall zu nutzen
Unterscheidet die Einzelnen mit ihr
Findet sich auch der Eintritt in die
Richtige Spielwiese noch immer
Es gäbe Menschen die durch ihre
Natürliche Unfähigkeit dazu verurteilt
Sind dem Glück stets den Rücken
Zu kehren was tragisch schon klingt
Die Vielfalt der Chancen sei unendlich
Einige kommen früh andere spät und
Manchmal wirken sie langsam und
Nacheinander dann wieder plötzlich
Mit direkten Folgen für das Schicksal
Zum Beispiel des Einflusses des
Zufalls erzählt er eine Geschichte
Um einen Intriganten mit Namen
Chavigny der eine Liaison mit einem
Holländischen Kammermädchen die
Dem nie abgeneigt und nicht spröde
Wären hatte wurden sie gerade dabei
Von ihrer Chefin überrascht und sie
Konnte ihm nur und gerade noch im
Schrank verstecken während das
Zimmer an zwei Herren nun ging
Die dort ein geheimes politisches
Gespräch führen wollten und sich
Zu einer politische Intrige fanden
Es ging um einen Komplott dem
Der Herzog von Orléans zum Opfer
Fallen sollte um diesen aus der noch
Regentschaft zu drängen einer der
Beiden Herren war ein Abenteurer
Den Kardinal Alberoni anheuerte
Der ursprünglich den Regenten noch
In den Bois de Boulogne locken wollte
Als es scheiterte nach Den Haag floh
Chavigny spürte sofort wie nützlich
Diese Entdeckung für ihn war warum
Er seine Geliebte dazu brachte ihn
Am nächsten Tag wieder dort zu
Verstecken mehr zu erfahren dabei
Wurde das nächste Gespräch noch
Viel deutlicher mit dem Geheimwissen
Schrieb er an den Regenten und tat
Ganz geheimnisvoll er habe eine
Eröffnung von größter Wichtigkeit
Erhielt eine Audienz beim Herzog
Von Orléans und ging nach Paris
Der Herzog wollte ihm zuerst nicht
Glauben worauf er ihn als Phantasten
Beschimpfte und der Raumes verwies
Aber Chavigny blieb dabei und macht
Dem Regenten den Vorschlag ihn in
Die Bastille zu stecken sollte das von
Ihm angekündigte nicht eintreffen
Damit hatte er sein Glück gemacht
Wunderbar plaudernd aus der Zeit der
Régence in Frankreich also unter der
Herrschaft von Herzog Philipp II von
Orléans 1715 bis 1723 der für den
Noch minderjährigen Ludwig XV
Die Regentschaft übernahm teils
Sehr ausschweifend wohl lebte
Wie große Macht lang innehatte
Es war die Zeit des Übergangs vom
Schweren Barock zum verspielten
Rokoko was sich in vielem zeigte
Der Regent lebte im Palais Royal
Weil der Hof in Versailles noch
Geschlossen war nach dem Tode
Von Ludwig XIV hatten sich viele
Adelige in ihre Palais im Marais
Wie auf ihre ländlichen Güter wieder
Zurückgezogen es war eine Zeit der
Innerlichkeit wie auch des Übergang
Die Leben Denken und Kunst prägte
Versailles sollte erst mit der
Volljährigkeit Ludwigs XV wieder
Bezogen werden es ist also eine
Epoche im Pariser Zwischenraum
Über die auch erotisch gewagten
Episoden dieser Zeit schreibt sehr
Eindrücklich schon Egon Friedell der
Als Wiener ein guter Kenner war
Die historische Anspielung auf die
Epoche im Ancienne Regimes aus
Einem Gefängnis im Frankreich nach
Der Revolution hat viel Hautgout
Auch wenn es hier nicht um länger
Oder kürzer abgehangenes Wildbret
Geht ist der Kontext beim Aufstieg
Doch von besonderer Würze
Vladimir Jabotinsky schreibt in
Die Fünf im vierten Kapitel über
Den Kreis um Marussja und stellt
Dabei einige ihrer Passagiere vor
Dies im gewohnt ironischen Ton wie
Entlang der teils sehr treffenden
Verse von Serjosha über diese die
Dessen Genie immer offenbaren
Warum sie nicht immer auch fair
Die in ihnen dargestellten dabei
Beschreiben wird vertieft erläutert
Aber auch was Marussja ausmacht
Wie der Erzähler selbst bemerkt
Das ihm ganz angenehm zumute
Wird als diese von ihm noch nicht
Bemerkt ins Haus zurückkehrt
Wie weit sie mit ihren Passagieren
Tatsächlich geht bleibt unklar denn
Einerseits kennt sie ihre Grenzen gut
Andererseits übertritt sie diese auch
Diese Beschreibungen werden auch
Genutzt noch andere Mitglieder der
Familie und ihre Rolle dabei auf
Humorvolle Art vorzustellen
Einer etwa gibt sich als Anhänger
Des zu wenig bekannten deutschen
Anarchisten Max Stirner was eine
Besonders schöne Perle wieder ist
Stirner der mit Marx bei Hegel in
Berlin studierte hat in seinem Einzigen
Den Individualanarchismus wohl am
Konsequentesten überhaupt gedacht
Ihn in der Nachfolge Kants als den
Zu sehen der den Königsberger zu
Ende dachte ohne als Ideologe dafür
Die Freiheit zu verraten ist genial
Dies insbesondere weil der einzige
Der Stirners Einzigen einer echten
Rezension würdigte der totalitäre
Denker Karl Marx war der aber
Diese nicht veröffentlichte um dem
Früheren Kommilitonen keine zu
Große Aufmerksamkeit zu schenken
Weil Marx Machtpolitiker stets war
Auch damit spielt der Autor auf eine
Kluge jüdisch ironische Art besonders
Klug beim Spott über die Marxisten
Unter den bunten Passagieren
Ganz nebenbei wird noch von den
Externen erzählt also Juden aus
Der Provinz aus Galizien bis hinauf
Ins Baltikum die in Odessa ihr
Abitur machen wollten um so eine
Der nur wenigen Zulassungen für
Juden am Gymnasium zu erhalten
Wie viele sich vergebens mühten
Wie diese Externen auch darum eine
Gruppe strebsamer Besserwisser war
Aber bei Marussja nur die besonders
Unterhaltsamen darunter verkehrten
Auch die Beschreibung des Vaters
Der alle Gäste willkommen hieß aber
Ansonsten völlig in Ruhe ließ ist
Sehr fein humorvoll gelungen
Diese sollten sich so frei fühlen dass
Sie auch mit dem Kopf gegen die
Wand rennen könnten ohne damit
Sich nicht mehr willkommen zu fühlen
Diese Familie der wir langsam so mit
Ihren Eigenarten näher kommen ist
Auf vielfältige Art besonders was der
Geschichte auch ihren Reiz gibt
jens tuengerthal 3.10.26