Lektürentagebuch 5.9.26
Im fünften Kapitel der Traumnovelle
Kehrt Fridolin nach Hause zurück
Wie Arthur Schnitzler in die Welt der
Träume von Albertine tief noch ein
Bevor er in die Wohnung in das
Schlafzimmer ging brachte er das
Kostüm in sein Sprechzimmer um
Es gut im Schrank zu verstecken
Zog sich bereits vor dem Betreten
Des gemeinsamen Schlafzimmers
Aus um Albertine nicht zu wecken
Die mit den Armen hinter dem Kopf
Verschlungen scheinbar intensiv noch
Träumte Worte unverständlich sprach
Plötzlich zu lachen beginnt worauf er
Versucht sie zu wecken was aber erst
Nicht gelingen will und erst nach
Mehrmaligem Schütteln kommt sie
Ganz langsam wieder in der nun
Geteilten Wirklichkeit auch an
Fridolin erzählt Albertine der Hofrat
Sei leider gestorben und er habe
Die Familie nicht allein lassen wollen
Nun sei es leider schon vier Uhr
Eigentlich könnte er auch gleich zum
Arbeiten gehen statt schlafen er sei
Wach und sie meint sie habe seltsam
Geträumt und er will nun wissen was
Sie ziert sich erst etwas und beginnt
Dann zu erzählen von dem Traum
Der in dem Haus beginnt in dem sie
Mit ihren Eltern am Wörthersee war
Wie sie dort allein war weil die Eltern
Im Urlaub waren was ihr seltsam war
Weil doch morgen die Hochzeit wäre
Aber sie vermisste ihr Hochzeitskleid
Im Schrank der prächtig gefüllt war
Fand sie es auch nicht doch dann
Wäre er gekommen und hätte sie
Durchs Fenster gehoben auf seinem
Starken Arm und sie wollten zu einer
Höhle am nah gelegenen Berg und
Fanden sich irgendwann nackt auf
Einer Wiese miteinander wieder
Dann zog er los in die Stadt um
Für sie neue Kleider und Perlen
Zu kaufen und sie konnte ihn
Im Traum von oben sehen mit
Seiner kleinen gelben Handtasche
Von Laden zu Laden und kaufte die
Prächtigsten Sachen für sie ein
Dann sah sie eine Burg in die er
Nackt gefesselt geführt wurde und
Sie wusste er war zu Tode verurteilt
Wartete nur noch auf die Hinrichtung
Da tauchte auf einem Balkon der Burg
Die Fürstin auf während bei ihr der
Däne im hellen Anzug auftauchte der
Zuerst irgendeine Höhle noch suchte
Dann nackt bei ihr lag und sie dabei
In seinem Arm auf der blühenden
Wiese umgeben von Menschen die
Alle nackt waren sich liebten und
Ganz natürlich zärtlich waren
Während er der eben noch nackt
Wie gefesselt im Hof stand nun in
Einen schwarzen Mantel gehüllt
Vor der Fürstin am Balkon stand
Diese sagte zu ihm wenn er ihr
Liebhaber werden wolle würde
Sie ihn begnadigen worauf er
In Treue zu ihr den Kopf schüttelt
Sie liegt weiter nackt in dem Armen
Des Dänen und wundert sich über ihn
Dann wird er gefoltert was sie mit
Blutigen Details noch miterlebt
Dabei blieb sie völlig ungerührt was
Sie ihm auch frisch erwacht erzählt
Er hatte sie ja dazu auch gedrängt
Bekam was er gefordert hatte nun
Nun erscheint die Fürstin wieder
Nackt vor ihm und sah aus wie
Das dänische Mädchen das er so
Am Meer einst balancieren sah
Sie bietet ihm nun ihre Hand an
Er könnte Fürst des Landes neben ihr
Werden wenn er sie nur wollte doch
Ganz treu seiner Frau verneint er
Sie die immer noch nackt mit dem
Dänen auf der Wiese lag wie auf
Einer großen Orgie dabei in der die
Körper miteinander verschmelzen
Wird immer wütender auf ihn dem
Nun die Kreuzigung bevorsteht
Er schleppt nun sein Kreuz aus der
Burg auf den Berg zu ihr hinauf
Nebenbei schleppt er noch die Tasche
Mit den ganzen Geschenken für sie
Versichert ihr er hätte alles für sie
Sie liefen sich entgegen und dann
Verpassten sie sich und verloren sich
Während er noch ans Kreuz genagelt
Wurde der die Hand einer Fürstin für
Sie die ihm nie treu war ausschlug
So begann sie laut zu lachen damit
Er am Kreuz zumindest ihr Lachen
Noch hören könnte und genau das
Habe er gehört und sie geweckt
Dann schweigt sie einfach und er
Ist von ihrem Traum erschüttert will
Sich dafür rächen und ihr alles nun
Erzählen was wirklich passiert ist
Er fand sie treulos grausam wie
Verräterisch und glaubte sie nun
Tiefer zu hassen als er sie je liebte
Da bemerkt er dass er noch ihre
Hand in seiner hält empfindet für
Diese eine schmerzliche Zärtlichkeit
Küsst ihr nun sanft die Hand dabei
Bleiben ihre Augen geschlossen
Er meint sie aber Lächeln zu sehen
Möchte ihr gern die Stirn küssen aber
Lässt es weil ihm klar wird dass dies
Bedürfnis nur Reaktion für ihn war
Aber er flüchtet sich in den
Schlaf wie beim Tod seiner Mutter
Neben Albertine die schon schlief
Dachte sie lägen wie Todfeinde
Innig nah weil gewohnt und doch
Innerlich so fern wie nie liegen sie
Getrennt nebeneinander aber
Es war alles nur ein Wort
Ohne viel auf Träume zu geben wie
Fern der psychoanalytischen Sicht
Ohnehin ist dieses Traumerlebnis
Doch erstaunlich nah der Wirklichkeit
Erinnere mich wie ich über Jahre
Nach einer schmerzvollen Trennung
Den Schlaf eher flüchtete weil ich die
Träume fürchtete in denen sie kam
Dort verführte und verlachte sie mich
War gefühlt kurz davor zu morden
Mit jedem Erwachen wieder und das
Ohne Seele oder Unterbewusstsein
Die Ich beide als freies Kind der
Aufklärung für bloß albernen
Aberglauben und Hokuspokus halte
Also eigentlich ganz vernünftig
Frage also nicht nach irgendeiner
Schematischen Deutung dieser so
Berührenden Traumgeschichte die
Nur zeigt wir spinnen alle immer
jens tuengerthal 5.9.26