Donnerstag, 25. Juni 2026

Lektürentagebuch 25.6.26

Lektürentagebuch 25.6.26

In Teil VIII seiner Verfeinerung der
Deutschen widmet sich Erwin Seitz 
Unter dem Titel Der abenteuerliche 
Bürger im ersten Kapitel Nürnberg

Entsprechend heißt das Kapitel auch
Vom Ritter zum Bürger geht über die
Handelsherren in Nürnberg das neben
Köln zur wichtigsten Stadt wurde 

Darauf deutete im 11. Jahrhundert 
Noch nichts hin zunächst rief
Heinrich III der eine erste kleine Reichsburg errichtet hatte 1050

Einen Hoftag dort ein was auch zur
Ersten schriftlichen Erwähnung führte
Das Grab des frommen Sebaldus dort
Zog Pilger an die auf Heilung hofften 

Konrad III ab 1034 hielt dann auch
Regelmäßig Hoftage schon dort ab 
Und gründete in der Siedlung am
Fuß der Burg ein Kloster und ließ 

Eine Gewerbesiedlung anlegen 
Unter den Königen Philipp und
Friedrich II wurde der bis heute noch
Erhaltene Kern der Burg angelegt

So entstand mit Vorburg Kapelle und
Stallungen die fast 300 Meter lange
Stadtkrone die originalgetreu nach
Dem Zweiten Weltkrieg saniert wurde 

Im Jahre 1219 erhielt Nürnberg von
Friedrich II das später als Großer
Freiheitsbrief bezeichnete Privileg
Wurde damit eigener Rechtsbezirk

Es gab noch keine Verfassung aber
Die Bürger durften schon selbständig 
Steuern für den König erheben ab
Dem Jahr 1241 wirkten Räte hier 

Erst nach dem Tod von Friedrich II
Oder seines Sohnes gaben sie sich
Eine bürgerliche Verfassung nach
Der ehrbare Bürger Räte wurden 

Dazu gab es Schöffen am Gericht
Wie einen Rat aus Bürgern der Rat 
Bestand aus 26 und ab 1370 aus 42
Bürgern die ratsfähig waren

Dieser Rat wählte seine Mitglieder
Ab 1250 etwa selbst diese Patrizier 
Waren ursprünglich Ministerialen noch
Die sich am Fuß der Burg ansiedelten

Damit verwandelte sich der Ritter 
In einen Bürger es wurde ritterliche
Ehre gegen bürgerliche Vernunft
Getauscht schreibt Seitz hierzu

Aus ihnen wuchsen die Nürnberger
Geschlechter die sich nach antikem
Vorbild patricii nannten so wurden 
Auch acht Handwerker aufgenommen

Seit 1400 lässt sich im Rat der 42 ein
Gremium von sieben älteren Herren
Nur besondere Familien aus dem
Kleinen Rat stiegen dahin auf zeigen

Der Rat der gewählt wurde aus den 
42 Ratsmitgliedern war das Oberhaus
Das die wichtigsten Ämter innehatte
Doch blieb es immer kooperativ 

Die Nürnberger Stadtrepublik blieb
Eine Oligarchie bot aber mehr an
Freiheit als Städte der Antike oder
Das Landleben dieser Zeit

Seitz zählt noch die wichtigsten
Familien der Patrizier auf von denen
Einige wie Holzschuher durch Bilder
Von Dürer auch bekannt wurden

Die ratsfähigen Familien heirateten 
Untereinander oder gelegentlich auch
Patrizier benachbarter Städte noch
Hatten mehr Vermögen als der Adel

Die Nürnberger erlebten einem ganz
Enormen wirtschaftlichen Aufschwung
Führten auch Buchführung und ein
Erfolgreiches Kreditwesen dazu ein

Die Stadt handelte mit ganz Europa
War dabei sehr erfolgreich brachte
Neue Erfindungen und mehr was
Den wirtschaftlichen Erfolg verstetigte

Als Kreditgeber auch des Kaisers
Wurden sie politisch mächtiger und
Konnten so ihre Freiheit verteidigen 
Wurden zur wichtigsten Metropole

Seitz schildert dies sehr gut auch
Wenn die kritische Seite in der
Geschichte Nürnbergs noch nicht
Erwähnt wurde ist es gut gemacht

jens tuengerthal 25.6.26

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen