Freitag, 19. Juni 2026

Tagundnacht

Tagundnacht

Täglich Tag und Nacht erleben 
Relativiert die Gegensätze im
Übergang vervollständigen so
Den Tag zu einem Ganzen

Beides zusammen erst macht
Tage ganz auch wenn die meisten
Mehr Nächte verschlafen als Tage 
Je bewusst zu erleben 

Hell und Dunkel durchleben
Beschreibt das Leben gut 
In seinem steten Wechsel
Alle haben es täglich auch

In Depressionen gefangen 
Lebst du im steten Nebel
Manchmal wird es dennoch
Ganz überraschend dunkel

Ob dann ein nahes Ende
Licht am Ende des Tunnels
Sein könnte oder nur in die
Ewige Finsternis führt ist unklar

Schwarz oder dunkel ist die
Farbe der Trauer hier während
Es in China weiß ist was zeigt
Wie relativ alle Sicherheit ist

Ein schlichtes schwarz-weiß
Denken führt wohl nicht weiter
Betrachten wer was im Tod sieht
Könnte dagegen vieles erleuchten 

Für die westliche Kultur ist der Tod
Das Ende des irdischen Sein ob es
Danach etwas geben könnte ist
Frage des Aberglaubens immer

Nach der Natur ist das Sein eines 
Organismus natürlich endlich und
Nichts spricht danach für etwas über
Die Natur hinaus die alles ist

Im Gegenteil zeigt die Freiheit das
Leben beenden zu können uns 
Die Vollkommenheit unserer Freiheit
Ohne höhere Wesen zu erfinden

Diese dienen nur dazu unser Handeln
Moralisch zu bestimmten Zwecken
Bewerten zu können uns damit die
Natürliche Freiheit wieder zu nehmen

Wir können Tag und Nacht täglich
Durchleben manchmal inmitten oder 
Am Rand dann eher im Übergang wo 
Alle Grenzen einfach verfließen 

Wer nur am Tag lebt verpasst die
Nacht und ihre Tiefe die weiter 
Reicht als alltägliche Erledigung
Von Dingen in den meisten Leben

Die jedes Licht scheuen werden
Zu Nachteulen nach ihrer Natur
Beides zu kennen und wechselnd
Nach Laune zu wählen ist Freiheit

Finde in der Nacht ungestört Ruhe
Zum dichten und denken was ja
Dem deutschen Wesen entspricht
Wie meiner Natur dabei völlig

In die Nacht zu gehen ist ein
Rückzug vom täglichen Leben
Das so wunderbar funktioniert
Genau wie es sein soll für alle

Anders als alle sein zu wollen
Um für sich zu suchen was im
Verborgenen Dunkel sich zeigt
Schenkt tiefe Einblicke in sich

Vielleicht sind Tag und Nacht
Auch nur konstruierte Gegensätze
Einer oberflächlichen Welt die
Fließenden Wandel nicht bemerkt

Ändert mehr oder weniger Licht
Etwas am Wesen der Dinge
Fragte wer es wissen will Blinde
Statt in den Spiegel zu schauen

jens tuengerthal 19.3.26

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