Lustvoll
Das Streben nach Lust sei das
Natürliche Bedürfnis des Menschen
Lehrte Epikur was viele später nur
Oberflächlich hedonistisch fanden
Besonders die Religionen die ihr
Märchen von Himmel und Hölle
Wie dem jenseitigen Glück uns
Verkaufen wollten empörten sich
Gottlos und sündig sei es bloß
Danach zu streben was Lust macht
Wurde Epikureern vorgeworfen weil
Sich manche lieber quälen wollten
Doch warum wollen sich manche
Lieber quälen statt zu genießen
Um Höheres zu erreichen sagen sie
Was dann wohl ihre große Lust ist
Wer meint es gäbe Götter deren
Befehlen er folge um nach dem
Tod in den Himmel zu kommen
Hat also ein lustvolles Ziel auch
Ob ich dies auf Erden suche
Oder im Reich der Phantasie
Das der Aberglaube uns öffnet
Ist am Ende Geschmackssache
Finde es nur vernünftig dazu die
Natur wie sie ist zu nutzen um
Das zu würdigen was da ist weil
Alles am Ende nur Natur ist
Darum ist Sex natürlich lustvoll
Folgt Bedürfnissen unserer Natur
Wie es gut tut seiner Natur zu folgen
Kann solches nie schlecht sein
Nach Erfüllung streben wir alle
Wie wir diese definieren ist
Am Ende unsere Entscheidung
Was gut tut wird auch gut sein
Sicher ist nur es gibt kein Leben
Nach dem Tod weil dann nichts
Mehr lebt nach der Natur warum
Dieser völlig irrelevant für mich ist
Das ergibt sich aus dem natürlichen
Gegensatz von Leben und Tod wie
Eines nur ist wo das andere nicht ist
Was einmal begriffen alles erledigt
Alles andere ist nur Hokuspokus
Wie lächerlicher Aberglaube jener
Die nicht logisch denken können
Seltsam genug eine Mehrheit sind
Lebe darum lieber so lustvoll
Wie es meiner Natur möglich
Solange ich bin und entscheide
Wann es Zeit ist zu gehen
jens tuengerthal 13.6.26
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