Sonntag, 21. Juni 2026

Lektürentagebuch 21.6.26

Lektürentagebuch 21.6.26

Über die Lederhose schreibt mit viel
Humor Prinz Asfa-Wosse Asserate
Der Neffe von Kaiser Haile Selassie
Nachfahre also der Königin von Saba

Wie auch der Sage nach damit von
König David in seinem wunderbaren
Buch Deutsch vom Scheitel bis zur
Sohle aus der Anderen Bibliothek

Erzählt die Geschichte der Lederhose
Ihre besondere Entstehung wie die
Details die zur Lederhose gehören
Nach der bayerischen Tracht

Von den Trachtenvereinen die sich
Im 19. Jahrhundert gründeten wie
Die Lederhosen dann zur Mode für
Alle Jungen wurde bis die Jeans

Wie anderes aus Amerika sie ablöste
Das Bemühen der Vereine um die
Genaue Einhaltung der richtigen
Form und Art die Tracht zu tragen

Das Dirndl und seine Schleifen und 
Was sie bedeuten erklärt er nur ganz
Nebenbei es wäre zu komplex hier
Das alles mit viel Humor dazu noch

Ein Äthiopier der Deutscher wurde 
Erzählt den Deutschen mit viel Witz 
Aber auch Liebe über ihre typischen
Gewohnheiten was ihm gut gelingt

Das Buch ist eine Leseempfehlung 
Für alle Deutschen die etwas über
Ihre seltsamen Traditionen lernen 
Wollen und über sich lachen können

Weiter geht es mit den Buddenbrooks
An grauen Novembertagen kommt
Ein Telegramm von Tony aus Berlin
In dem nur steht alles sei aus und sie
Komme umgehend mit Erika

Im Gespräch mit ihrem Sohn gibt sie
Ihrer Sorge Ausdruck dieser mokiert
Sich etwas aber bittet auch sofort
Um Nachricht wenn Tony kommt

Nach unruhiger Nacht wartet die
Konsulin im Landschaftszimmer 
Als endlich der Wagen vorfährt
Tony zu ihrer Mutter stürmt

Dort vergräbt sie erstmal den Kopf
Im Kleider der Mutter vor ihr dabei
Knieend und bitterlich weinend 
Worauf die Konsulin fragt was wäre

Doch muss sie sich noch länger
Zwischen bitterlichen Heulanfällen
Gedulden bis sie erfährt was genau
In München eigentlich vorgefallen ist 

Irgendwann kommt heraus dass Tony
Nachts erwacht eindeutige Geräusche
Aus dem Treppenhaus gehört hätte 
Die auch kein Ende fanden bis sie

Selbst in Pantoffeln nachsehen ging
Dort Permaneder sah der Babett zu
Küssen versuchte wogegen diese 
Sich noch lachend zur Wehr setzte

Als Tony erschien verschwand Babett
Schnell und Permaneder gestand 
Wohl etwas zuviel getrunken zu
Haben auf dem Geburtstag vorher

Dann stritten sich die beiden laut
Wie stark und irgendwann aber
Fiel das eine Wort was Tony aber
Unmöglich wiederholen könnte 

Darauf habe sie ihre Kleider alle
Gepackt sei ins andere Zimmer
Wie gleich am nächsten Tag los
Es sei damit nun alles aus

Auch auf eindrückliche Fragen
Der Konsulin die zu beruhigen
Noch versucht weigert sich Tony
Dieses Wort zu wiederholen

Am Ende des aufgeregten Gesprächs
Fällt Tonys Blick auf den neuen
Nähkorb ihrer Mutter und sie findet
Diesen wirklich ganz entzückend 

Die Konsulin nimmt die Ablenkung
An heißt ihre Tochter willkommen
Sie solle sich jetzt frisch machen 
Später könnten sie in Ruhe reden

Mit wunderbar feinem Humor hat
Thomas Mann hier eine aufgeregte
Szene um nahezu nichts inszeniert 
Zumindest ist noch unklar was war

So lässt uns der Autor im unklaren
Was die Aufführung von Tony nun
Begründete oder auch nicht aber
Die Szene ist humorvoll inszeniert

Trotz aller Dramatik der Ereignisse
Der großen emotionalen Aufregung
Bleibt offen ob es einen Grund gab
Außer in Tonys gerade Empfinden 

So endet die nächste Ehe mit einer
Dramatischen Szene die nur ganz
Indirekt erzählt von der Betroffenen 
Es bleiben dabei alle Gründe offen

jens tuengerthal 21.6.26

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