Lektürentagebuch 23.6.26
Unter dem Titel Magie der Pfalzen
Schreibt Erwin Seitz in Verfeinerung
Der Deutschen über den berühmten
Kaiser Friedrich Barbarossa
Diesen Beinamen erhielt der dem
Schwäbischen Geschlecht der Staufer
Entstammende Friedrich in Italien
Seines roten Bartes wegen heißt es
Zumindest behauptet Seitz das real
Kam der Spitzname wohl erst später
Im 13. Jahrhundert auf und auch die
Herkunft des Geschlechts ist unklar
Möglicherweise kommen sie aus
Dem Elsass bei Schlettstadt was
Zumindest der Erwähnung auch
Wert gewesen wäre wie die noch
Heute berühmte elsässische Küche
Die zur Verfeinerung sicher beitrug
Aber davon kommt bei Seitz nichts
Auch zur Wahl schweigt er leider
Inwiefern dabei sein auch bekannter
Vetter Heinrich der Löwe beteiligt war
Wäre schon wichtig zum Verständnis
Wenn der Konflikt später auftaucht
Heinrich hatte für die Wahl noch
Besondere Privilegien erhalten
Die den Welfen gegenüber den
Anderen Reichsfürsten bevorzugten
Vorgänger von Friedrich war übrigens
Mit Konrad III sein Onkel auch ein
Staufer die in Speyer Worms und
Mainz besonders gut vernetzt waren
Friedrich schaffte es nach den von
Seitz zitierten Taten Friedrichs des
Bischof Otto von Freising die sein
Schüler Rahewin fortsetzte alle
Reichsangelegenheiten mit höchster
Klugheit in Deutschland zu regeln
Was ihm mit diplomatischen Mitteln
Gelang den Streit im Land beizulegen
Eigentlich wäre es nun Zeit für eine
Hauptstadt im östlichen Frankenreich
Das als Deutschland auch das
Römische Reich nun bildete
Doch trotz aller Verdienste für den
Frieden im Land rügt Seitz den
Fehlenden Instinkt für eine neue
Hauptstadt bei Friedrich noch
Ob die Deutschen schon damals
Zu föderal dachten sich auf eine
Hauptstadt zu einigen oder es mehr
Konkurrenz verhinderte dahingestellt
Friedrich wird als echter Ritter wie
Kämpfer dabei dargestellt was sich
Darin zeige dass er Kriege liebe
Die er nur im Land dafür beendete
Ob es klug ist sich primär auf die
Zeitgenössischen Quellen zu berufen
Einen Kaiser zu beschreiben kann
Dabei durchaus fragwürdig scheinen
Etwas flach wird es aber wenn es
Die aktuelle Forschung die jeder
Leicht besser auf Wikipedia schon
Nachlesen kann komplett ignoriert
Sehr ausführlich erzählt Seitz von
Den 14 Jahren die Friedrich in der
Lombardei zubrachte im Krieg der
Städte erst vermitteln will wie er es
Zuvor erfolgreich in Deutschland
Bereits getan hatte jedoch waren
Die Städte der Lombardei schon
Weiter entwickelt als Deutschland
Diese ließen sich nicht einfach vom
Kaiser sagen was Recht wäre so
Wuchs der Konflikt besonders mit
Mailand das er sogar belagerte
Nach dem Sieg erfolgte die dann
Erniedrigung der Oberen nach der
Manier der Ritter und mit Ehre
Was aber keinen Frieden brachte
Beim nächsten Versuch zerstörte
Er Mailand völlig und wollte alle
Einwohner vertreiben was schon
Idiotisch von Anfang an war
Mailand war die reichste wie
Zugleich kultivierteste und größte
Stadt seines Reiches sie einfach
Zu zerstören schadete sich selbst
Am Ende behielten die Städte ihre
Autonomie und Friedrich gewährte
Auch einigen Orten im Norden mehr
Merkte dass Diplomatie mehr brachte
Den Kirchenbann den Friedrich wie
Heinrich auch bekam erwähnt Seitz
Nahezu nicht warum auch unklar
Bleibt wieso er ihn gut überstand
Dies lag vor allem daran dass der
Kaiser im Reich besser vernetzt war
Sich auf Rückhalt stützen konnte
Der Heinrich IV dagegen fehlte
Darum musste Heini nach Canossa
Wurde damit sprichwörtlich während
Friedrich es im Reich aussitzen kann
Als kluger erfahrener Diplomat
Darin war er groß und erfolgreich
Er erreichte anhaltenden Frieden
Im Krieg wütete er nur und hat
Nichts kulturell weiterentwickelt
Auch der zweite Kreuzzug denn
Friedrich war schon als junger
Ritter mit seinem Onkel ins
Heilige Land gezogen wird
Von Seitz überhaupt nicht erwähnt
Obwohl Friedrich dort ertrank
Was die Kyffhäuser Sage vom Kaiser
Im Berg erst später begründete
Warum Seitz all dies verschweigt
Bleibt unklar wie sein kritischer Blick
Auf Friedrich wenig Argumente hat
Als seine eher irrelevante Meinung
Dafür berichtet er mit Begeisterung
Vom Hoftag zu Mainz 1184 der als
Prächtigstes der deutschen Feste galt
Nach Berichten von Augenzeugen
Dieser Hoftag diente der Schwerleite
Seiner Söhne Heinrich und Friedrich
Ersterer wurde König im Reich der
Andere war Herzog von Schwaben
Mit Ritterturnier und Bankett wie
Großzügigen Geschenken ging es
Tagelang auf einer Wiese am Rhein
Wo eine Zeltstadt noch entstand
Der Hof hatte dabei ein kleines
Schloss aus Holz sich aufgebaut
Doch am dritten Tag vernichtete
Ein schlimmes Unwetter alles
Dieses forderte auch Todesopfer
Dennoch ist der Mainzer Hoftag
Als große Verfeinerung in Erinnerung
Die in die Geschichte einging
Bei diesem Kapitel gab es mal
Wieder einiges zu nörgeln auch
Wenn gut geschrieben sind die
Berichte teilweise so falsch
Vor allem ist es irreführend die
Ursachen des Konflikts mit dem
Welfen Heinrich dem Löwen nicht
Im Kontext auch zu erläutern
Zumindest wird die Entstehung von
Mehr städtischer Freiheit als Wurzel
Kultureller Verfeinerung dabei erwähnt
Ein vielleicht entscheidender Faktor
jens tuengerthal 23.6.26
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