Lebenslust
Ist Lebenslust eine Frage der Haltung
Liegt es am eigenen Blick mehr oder
An den Umständen die Lust machen
Oder jede rauben können überleg ich
Sich dem zu ergeben was ist könnte
Einfacher erscheinen als seinen Weg
Unter allen Umständen zu gehen
Auch wenn alles hoffnungslos scheint
Lange schon keine Lust mehr auf das
Alberne Spiel Leben gehabt was viel
Formell verwaltet damit sich genug
Bedeutend dahinter fühlen können
Einige leiten ihre Lebenslust aus dem
Aberglauben an eine unsterbliche
Seele her was noch alberner ist
Weil es in der Natur diese nicht gibt
Bringe es halt hinter mich weil ich
Wohl muss was mir noch weniger
Gefällt als der Aberglaube weil es
Einen Zwang damit ausdrückte
Es mag Menschen geben die
Zwänge lieben und die es erregt
Gefesselt zu werden ich bin lieber
Frei statt ständig was zu müssen
Will nichts mehr müssen habe mit
Max Stirner dem klügsten der
Junghegelianer meine Welt allein
Auf mich gestellt außer mir ist nichts
Lust heißt auch lustvoll zu wollen
Also dem freien Willen zu folgen
Auf alle die dies negieren habe ich
Schon lange keine Lust mehr
Lust kommt aus dem germanischen
Ist ein intensiv angenehmes Gefühl
Das Befriedigung erstrebt oder der
Arterhaltung und dem Überleben dient
Zur Lust treiben uns verschiedene
Antriebe unserer Natur biologisch
Psychologisch sexuell sie zielt auf
Unmittelbaren Genuss im Moment
Die Lebenslust als zentrales Element
Der Freude am Leben ist wie alle Lust
Stark emotional und weniger rational
Doch erfordert sie ein großes Wollen
Die Fähigkeit dem ganzen Elend was
Das Leben zum größeren Teil ist
Selbst ein Ende zu setzen dürfte
Die dauerhafteste Motivation sein
Weiter zu machen für Momente
Voller Lust die damit genügen sollen
Den ganzen Rest aufzuwiegen es
Als meine Freiheit zu sehen sich
Für das Leben zu entscheiden weil
Jede andere Methode eher noch von
Lächerlichem Aberglauben mit Zwang
Geprägt ist ernst gemeint zu sein
Nicht die Tabuisierung des Suizid
Die den Freitod pathologisiert rettet
Auch nur ein Leben sondern macht
Vernünftige Menschen zu Idioten
Die größte Freiheit des Menschen
Über sein Leben und damit seine
Existenz frei zu entscheiden ist
Der Weg zu echter Lebenslust
Die Pathologisierung der Freiheit
Stellt alles Leben unter den Zwang
Einer medizinischen Aussicht bei der
Halbgötter in Weiß entscheiden
Wer noch gesund und frei ist womit
Die Menschheit dauerhaft versklavt
Eine unwürdige Existenz führt deren
Ende viel verlockender erscheint
Wer den Menschen dagegen für frei
Damit auch mündig erklärt statt ihn
Retten zu wollen gibt allein so der
Lebenslust noch eine Chance
Doch sind wir es lange gewohnt
Zu gehorchen statt kritisch zu denken
Bleiben damit unaufgeklärt unmündig
Wie Kant schon 1784 schrieb
Ein Umdenken wäre eine Befreiung
Ließe Menschen über ihr Leben
Endlich frei entscheiden was die
Lebenslust entscheidend erhöhte
Nur wenige pathologische Fälle
Unter denen die am Leben aus
Guten Gründen zweifeln können
Je die Entmündigung rechtfertigen
Was das Bundesverfassungsgericht
Schon für die Würde des Menschen
Feststellte gilt noch mehr für die
Freiheit zu sterben was aber wohl
Hörigen Narren unvorstellbar ist
Warum sie lieber sich krank nennen
Als ihre Freiheit zu genießen auch
Jederzeit gehen zu können
Erst diese macht dauerhaft Lust
Auf das weitere Leben was sich
Mündig für ein weiter so entscheidet
Statt vom Recht geführt zu werden
jens tuengerthal 5.6.26
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