Samstag, 22. August 2026

Lektürentagebuch 22.8.26

Lektürentagebuch 22.8.26

Ins Licht war nun das letzte Kapitel
Von Stephen Greenblatts Buch
Dunkle Renaissance über den Dichter 
Und Agenten Christopher Marlowe 

Licht hätte Marlowe mit seiner neuen
Art zu schreiben in die Literatur seiner
Zeit mit seinem Mut gebracht ist das
Schlusswort von Greenblatt dazu

Vorher erläutert er noch wie es zu
Seinem überraschenden Ende kam
Bei dem ihn einer seiner gerade 
Tischgenossen erstochen hat

Der Täter ist bekannt und auch die
Anderen Teilnehmer der Tafelrunde
Bei einer Wirtin in Greenwich aber
Vieles liegt dennoch im Dunkeln

Vor dieser Runde war Marlowe schon 
Im Auftrag des Kronrats auf dem Gut 
Seines Freundes verhaftet worden
Aber war noch auf freiem Fuß

Es hatte verschiedene Anzeigen mit
Teils ähnlichen Aussagen über den 
Atheismus von Marlowe gegeben
Wie seine Gotteslästerei dazu 

Einige dieser Aussagen waren durch
Folter erpresst worden wie glaubhaft
Solche auch immer sein können war
Der Vorwurf für Marlowe gefährlich

Dennoch musste er nicht in Haft 
Sondern sich nur dem Kronrat stets
Zur Verfügung halten und da Queen 
Elizabeth in Greenwich weilte war

Marlowe bei dem Treffen was den
Ganzen Tag schon ging noch im
Bereich des für ihn erlauben auch
Die drei anderen waren Agenten

Einer sogar eng mit dem Neffen
Von Walsingham auf dessen Gut 
Marlowe verhaftet worden war
Greenwich lag da noch vor London 

Über den Streit der zur Ermordung
Von Marlowe führte gibt es genaue
Polizeiliche Protokolle wobei unklar ist
Was davon der Wahrheit je entsprach

Es gibt zu den Ereignissen viele
Theorien Greenblatt neigt dazu
Es für eine Tat im Auftrag zu halten
Wie einige Biographinnen auch

Die verschiedenen Theorien werden
Von ihm gut erläutert und bewertet 
Was ihm warum glaubwürdig scheint
Bedenkt dabei was auch möglich war

Sehr eindrucksvoll zeigt er wie auch
Shakespeare den Mord indirekt noch
Kommentieren lässt in Was ihr wollt
Wie vom letzten Gedicht abschrieb

Beide kannten sich und haben auch
Teilweise zusammengearbeitet mal
Mehr ist nicht nachweisbar jedoch
Kannte Shakespeares schon das

Unvollendete und bisher auch noch
Unveröffentlichte letzte Versgedicht
Aus dem er zitiert und setzt ihm ein
Dezentes literarisches Denkmal

Wie gut dass vom Zeitgenossen
Erkannt wurde ist unbekannt die
Wirkung von Marlowe als mutiger
Autor über seine Zeit ist erstaunlich

Ein Buch das teilweise wie ein Thriller
Literaturgeschichte im Agentenmilieu
Erzählt ist eine große Bereicherung
Auch kulturhistorisch empfohlen

jens tuengerthal 22.8.26


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