Mittwoch, 12. August 2026

Büchermagie


Büchermagie 

Manche Bücher haben eine geradezu 
Magische Geschichte was an ihrem
Inhalt oder der Art der Darstellung
Die noch Rätsel aufgibt liegen kann

So der Codex Gigas der mit seinen 
Teufelsbildern die Leser erschrecken 
Fast 76 Kilo schwer das Lebenswerk 
Eines Mönchs voller Rätsel noch bis 
Heute ist dieses prachtvolle Werk zu
Anfang 13. Jahrhundert entstanden

Ähnlich alt ist der er ÖBü oder auch 
Österreichische Bibelübersetzer von 
1330 bei dem der Autor unbekannt
Blieb es könnte auch eine Autorin 
Dem Zeitgeist entsprechend lieber
Im Hintergrund unbekannt geblieben
Sein zumindest ging die Übersetzung 
Mit ähnlicher Absicht wie Luther vor
Nur eben fast 200 Jahre früher ob
Luther diese kannte ist unbekannt

Berühmt als magische Schriften
Sind auch die inzwischen schon
Weltkulturerbe gewordenen
Merseburger Zaubersprüche die
Germanische Magie zwischen Texte
Zur christlichen Erbauung stellen sie
Stammen noch aus dem frühen 10. 
Jahrhundert also der ottonischen Zeit

Spannend ist auch das berüchtigte
Voynich-Manuskript als bisher völlig
Unlesbares Buch aus einer Jesuiten Bibliothek stammt es nachweislich 
Aus dem 15. Jahrhundert und wurde 
Erst 1912 von Voynich in einem alten 
Italienischen Kloster entdeckt

Der Codex Runicus ist die nordische
Variante der magisch rätselhaften
Bücher und stammt wohl noch aus 
Dem 14. Jahrhundert wo es im da
Dänischen Schonen verfasst wurde 
Warum Runen hier christliche Texte
Vermitteln sollten ist völlig unklar

Der Codex Bellifortis über die Kunst
Des Tötens heißt der Kampfstarke 
Stammt von Konrad Kyeser aus dem 
Anfang des 15. Jahrhundert wo er in Eichstätt hergestellt wurde dabei 
Mischt dieser Text Technik mit Moral 
Etwa beim Keuschheitsgürtel wie der
Magie zur Überwindung der Feinde 

Ein Grimoire oder Zauberbuch soll magisches Wissen vermitteln mit der
Renaissance wurden auch antike Quellen wieder aufgearbeitet 

Grimoires können astrologische Regeln Listen von Engeln und Dämonen wie Sprüche zu ihrer je Beschwörung enthalten

Das Wort Grimoire kommt aus dem
Altfranzösischen und hat die gleichen 
Wurzeln wie Grammatik was schon
Erstaunt über Ordnung denken lässt

Ist der Wunsch nach Ordnung wie die
Erträumte höhere Ordnung magisch 
Das Chaos dagegen menschlich der
Wunsch Ordnung zu schaffen damit 

Ein angemaßtes Schöpfertum was
Den erfundenen Schöpfer erhält aber
Dem Menschen eine beschränkte
Autonomie zur Ordnung noch gibt 

Schon die Antike nutzte Magie um 
Übermenschliche Lösungen zu finden 
Teils in Totenbüchern oder auf Tafeln 
Zur aktuellen Beschwörung dabei

Es gab koptische Zaubertexte oder 
Neuplatonischen Magie auch die 
Oxyrhinchus-Papyri aus Ägypten sind 
Wohl teilweise theologische Texte 
Gefunden auf einer antiken Müllkippe 

Die Vetus Latina nun versammelt die 
Älteste Sammlung von Bibeltexten
Sie wurde im späten 4. Jahrhundert 
Durch Hieronymus noch geschaffen

Daneben gibt es zahlreiche Bibeln
Die den mystischen Inhalt noch in
Bildlicher Form darstellen und so 
Eine eigene magische Welt sind

Alle Religion die aus der Sicht der je
Anderen nichts als Aberglaube ist
Warum alle so behandelt werden soll
Dem Gebot der Gleichheit folgend

Ist ohne Glauben betrachtet im Kern
Meist lächerlicher Hokuspokus mit
Dazu etwas Philosophie wie der
Ordnung eines Sittengesetzes

Sich dessen beim Blick auf die Welt
Magischer Bücher bewusst zu sein
Um die Aufklärung zu verteidigen
Täte der menschlichen Würde gut

jens tuengerthal 12.8.26

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