Baumwind
Liege bei offenem Fenster im Dunkeln
Auf dem Diwan lausche dem Wind der
Mit dem Baum im Hof noch spielt bin
Davon völlig verzaubert überhöre die
Quietschenden Mädchenstimmen von
Der Dachterrasse und träume mich
Der Natur folgend dabei mal wieder
In den Wind in den Weiden den meine
Mutter uns in England noch vorlas
Was wohl Mitte der Siebziger war
Wir hatten mit Freunden ein Landhaus
An einem Fluss gemietet und ich
Weiß nicht mehr genau wo es war
Irgendwo nahe Warwick Castle aber
Das Geräusch der nur rauschenden
Blätter am Baum genügt völlig mich
In eine andere Welt zu zaubern aus
Einem Buch der Kindheit das ich
Inzwischen meiner Tochter vorlas
Sogar in der lauten Großstadt schafft
Die Natur es mit einem Hauch mich
Völlig zu verzaubern durch den nur
Wind im Baum im Hof nachdem der
Wein an der Wand gegenüber leider
Weg musste ist der Baum geblieben
Als Stadtnatur die uns mit ihrem
Rauschen an unseren Ursprung
Im Wald noch erinnert was doch
Einfach wunderbar noch ist
jens tuengerthal 11.8.26
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