Lektürentagebuch 10.8.26
Weitergelesen bei Sebastian Teruel
In Die Suche das Heilige was auch
In der Wiederholung des Titels noch
Widerstände in mir wieder auslöst
Auch wenn mir manches bekannt
Sogar vertraut vorkommt so spricht
Der Autor wie Grete de Francesco
In ihrem grandiosen Werk auch vom
Charlatan und ich überlege dabei
Ob ich mit Sebastian über dies Buch
Der Anderen Bibliothek auch sprach
Der lesbar weit und gut recherchierte
Die ersten beiden Kapitel nun gelesen
Vom Auftauchen der jungen Erben
Eines Neffen des Gutsverwalters über
Mystik zur Reise in den Orient
Die Mystik mit Drogenerfahrung des
Neffen noch erweitert für vertiefte
Erkenntnis höherer Wahrheit zeigt
Wunderbar was diese eigentlich ist
Spirituelle Wahrheiten sind wie ein
Drogenrausch der tiefere Erkenntnis
Wie höchstes Wohlbefinden verspricht
Aus der Annahme seines Wahn
Dieser Neffe setzt auf eine Art die
Haltlos suchend im Leben noch ist
Den geistigen Weg des Onkels fort
Will den heiligen Tempel suchen
Frage mich immer was Menschen
Fehlt die sich auf so etwas einlassen
Aber kenne es leider doch zu gut
Wohin die Suche nach höherer
Wahrheit uns Menschen zu gerne
Verführt und welchen Wahnsinn an
Phantasie sie dabei freisetzt ist in
Sakralen Bauten der Welt zu sehen
Die Dampferfahrt nach Haifa aus
Hamburg oder Bremen das bleibt
Vorliegend unklar ist ein guter Ort
Für neue Diskurse der Protagonisten
Die Briefe des Grafen die Heinrich
Der Neffe von Richard Knabe in der
Truhe fand werden hier zitiert mit
Den immer Formeln der Scharlatane
Sie machen sich nun gemeinsam
Auf ins Zweistromland um dort die
Wurzeln des Heiligen und höhere
Wahrheit und Erkenntnis zu finden
Warum diese Luftblasen tatsächlich
Jemanden noch reizen ist mir dabei
Relativ rätselhaft inzwischen der die
Schemen der Scharlatane gut kennt
Nicht zu spüren wie sehr diese immer
Gleichen Sprüche und das Raunen
Von höherer Wahrheit und tieferer
Erkenntnis sich ähnelt unvorstellbar
Spürbar bei der Lektüre ist der
Einfluss von Micheners Quelle was
Einiges mir sehr vertraut auch macht
Von dem Buch schwärmte schon
Der eigene Vater mir vor und vieles
Aus dem sogenannten vermeintlich
Heiligen Land handelt von dieser
Bekannten psychischen Störung
Den Aberglauben als Krankheit lieber
Zu betrachten erleichtert das Leben
Mit dieser Kultur deutlich macht auch
Vieles verständlicher als all diese
Höheren spirituellen Wahrheiten
Die kritisch betrachtet schlicht nur
Wahnhaft sind wie alles Heilige
Was doch nichts als Natur ist
Aber amüsant zu lesen ist es
Auch wenn es Widerstand auslöst
Freue mich auf den Wein mit
Sebastian darüber zu diskutieren
Sehr schön auch seine Konstruktion
Der Figuren wie des zu ihnen noch
Abgeschobenen etwas chaotischen
Beamten des Auswärtigen Amtes
Zur Ernüchterung vom religiösen
Wahn noch ein wenig Friedell in
Dessen Kulturgeschichte der Neuzeit
Über Louis Quinze gelesen
Sehr schön stellt er diese lange
Epoche des Königs der fast an
Louis Quatorze heranreicht den er
Den nutzlosesten aller dabei nennt
Erzählt vom Kardinal der tatsächlich
Regierte mit Namen Fleury der so
Schon der dritte Kardinal ist der die
Geschicke Frankreichs bestimmt
Wie von dessen Geliebten die
Mätressen damals noch waren eben
Echtes Rokoko den fünf Schwestern
Denen die Pompadour allein folgte
Er lobt deren Kultur ihre vielfältigen
Begabungen und wie sie es schaffte
Dem König später jüngere ordinäre
Geliebte noch zuzuspielen aber
Schreibt bisher nichts über deren
Bedeutung für die Enzyklopädie
Die nur ihr Einsatz rettete die auch
Unter Louis Quinze eben kam
Im nächsten Abschnitt ging es um
Die noblesse de la robe die einiges
Über die Regierung hinter der
Regierung und die Rolle von Paris
In dieser Epoche der Lust erzählt
Wie über Moritz von Sachsen dem
Sohn Augusts des Starken dessen
Geliebte schöne Affären brachten
Der Tod der einen wie der Zwang
Gegen andere die ihn nicht wollten
Erzählt viel von diesem Marschall
Der es auch in die Buddenbrooks
Als Teil eines Couplets im ersten
Kapitel zur Einweihung des guten
Landschaftszimmers noch brachte
Wo Hoffstede dichtete als ein Wagen
Mit der Pompadour und Sachsens
Marschall vorbeifuhr dies sei des
Königs Schwert und seine Scheide
Was genug zur Epoche wohl erzählt
Wunderbar spielerisch rokokoartig
Eben erzählt Friedell aus dieser Zeit
Berichtet das wichtigste aber bleibt
Literarisch verspielt dabei noch
jens tuengerthal 10.8.26
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