Lektürentagebuch 9.8.26
Gestern Nacht oder vielleicht auch
Heute morgen schon begonnen mit
Die Suche Das Heilige ein Titel der
Normalerweise zur Abschreckung
Eher diente als mich reizen könnte
Um manches macht der Geist der
Aufklärung lieber noch einen großen
Bogen weil es immer albern nur wird
Diesmal jedoch eine Ausnahme
Da der Autor Sebastian Teruel ein
Sehr geschätzter Bekannter aus
Den Cafés am Helmholtzplatz ist
Wie oft haben wir zwei schon die
Hier thematisierten Fragen noch
Diskutiert nach den letzten Fragen
Die für mich eher das Einfallstor
Der Dummheit stets sind in der
Menschen Antworten suchen wo
Nichts ist statt es so sein zu lassen
Gerne als Geisterseher träumen
Diesen Dialog zwischen Heinrich
Dem spirituellen Gutsbesitzer und
Georg seinen aufgeklärt kritischen
Diener stellt Sebastian gut dar
Das ist sehr lebendig geschrieben
Ohne die kulturhistorischen Details
Weiter überprüfen zu wollen ob es
Den Wein den sie tanken auch gab
Wichtig ist der geistige Dialog hier
Zwischen Aberglaube was im Geist
Der Aufklärung jeder Glaube ist und
Kritischer Philosophie des Dieners
Der Diener einerseits etwas schlicht
Ist den spirituellen Anwandlungen
Seines Herrn weit überlegen was
Eine spannende Sicht dazu ergibt
Kenne das Buch aus der Entstehung
Sebastians Kampf mit vielen Fragen
Freue mich wie er sich gestern freute
Ein Exemplar mir noch zu widmen
Wo der Autor hier steht ist noch offen
Aber zentrale geistige Fragen werden
Gestellt und geben die Möglichkeit
Zum kritischen Denken zu finden
Werde noch weiterlesen in dem Buch
Von Sebastian und freue mich auf
Unseren Diskurs zum Thema sehr
Weil es spannende Fragen sind
Nicht die Existenz höherer Mächte
Die manche für möglich halten ist
Dabei interessant dazu hat bereits
Lukrez im de rerum alles gesagt
Götter gehen mich so wenig an
Wie aller sonstiger Aberglaube der
In gleichem Maße nur lächerlich ist
Außer der Natur existiert nichts
Aber die Phantasie dazu ist spannend
Sie ist Teil menschlicher Kultur die
Mit der Todesfurcht beginnt aber für
Viele keine Freiheit mehr findet
Der Diskurs zwischen Heinrich dem
Am Anfang bereits verstorbenen
Gutsherrn und Georg seinem Diener
Im Geiste Kants ist sehr gelungen
Werde weiterlesen und kann die
Lektüre die kluge Fragen stellt bisher
Empfehlen auch um Abstand vom
Aberglauben für sich zu finden
Ob der Autor dies vielleicht anders
Noch sieht vom spirituellen verführbar
Sei hier noch offengelassen weil der
Hintergrund die Lektüre nicht fördert
Danach noch in Dunkle Renaissance
Von Stephen Greenblatt der über die
Nähe von Marlowe und Raleigh dabei
In Versen noch mutmaßt getaucht
Natürlich ist da wieder wenig sicher
Doch spricht vieles dafür aber lieber
Bespreche ich die Kapitel wenn ganz
Gelesen etwas dazu zu sagen
Spannend aber ist die Analyse der
Verse die intelligent wie elegant sich
Aufeinander beziehen schon jetzt da
Raleigh Günstling Elisabeths war
Das Kapitel heißt darum auch treffend
Gefährliche Bekanntschaften was im
Thrillerstil um den Spion Marlowe viel
Erwarten zumindest noch lässt
Ob diese typisch amerikanische
Großmäuligkeit der Sache je dient
Mehr Understatement nicht besser
Wäre möge jeder für sich entscheiden
jens tuengerthal 9.8.26
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