Sonntag, 16. August 2026

Lektürentagebuch 16.8.26

Lektürentagebuch 16.8.26

In einem Kraftakt die 10 Tage beim
Einsiedler gelesen wie dann die 
Letzten Kapitel des Romans von 
Sebastian Teruel knapp 140 Seiten 

Das dubiose Numinose ist Thema
Dieser Begegnung mit dem Alten
In der Rundhütte am Berg und es
Wird noch viel spiritueller dabei

Lange Gespräche am Lagerfeuer
Weisen die Suchenden in die höhere
Erkenntnis des Heiligen ein dabei
Fischt der Autor in vielen Wassern

Wie der Geist des Elaine Vital den
Bergsson erst 1905 erfand bereits 
1895 in die Wüste kam bleibt wie
So manches dabei noch rätselhaft

Aber zehn reale Jahre sind ja fast
Nichts verglichen mit den vielen
Tausend Jahren im Roman zu den 
Geistigen Wurzeln des Aberglaubens

Die Droge Iboga deren Herkunft
Wie psychedelische Wirkung hier
Relativ exakt beschrieben werden
Ist der Schlüssel zur Wahrheit 

Die wahre seelische Tiefe der
Höheren Erkenntnis braucht also
Afrikanische Wurzeln als Mittel was
Genug über den Wert dieser verrät

Aberglauben als bloßer Rausch ist
Eine Erkenntnis der ich zu gerne
Zustimmen würde wäre sie so
Je gemeint gewesen vom Autor

Wie Sebastian am Ende beim
Besuch des Tempels auch noch
Georg all letzten kritischen Geist 
Spirituell ergriffen werden lässt 

Ist schon eine harte Prüfung für
Jeden Aufklärer dabei war bei 
Diesem nicht mal eine Droge im
Spiel sondern die Lektüre der

Dort gefundenen höheren Wahrheit
Wie es überhaupt auffallend viel um
Den behaupteten Sinn des Lebens
Geht den es in der Natur nicht gibt

Sein ist ob mit geaberglaubtem Sinn
Oder ohne diesen es kommt allein
Auf den Genuss dessen dabei an 
Wusste Epikur vor 2200 Jahren schon

Dieser spielt nur eine Rolle wenn
Sinn und Schöpfung geglaubt werden
Also das Höhere was Menschen zu
Sklaven des Aberglaubens macht

Am Ende gibt es noch ein wildes
Drama mit Lebensgefahr eines
Indiana Jones wohl würdig aber
Im guten kulturhistorischen Kontext

Die Predigten des Einsiedlers wie
Höhere Weisheiten im Tempel sind
Eher schwer erträglich für mich als
Beschwörung höheren Sinns dazu

Die logische Absurdität dabei einen
Sinn im Sein zu behaupten um den
Höheren Wert der behaupteten
Numinosen Erkenntnis zu begründen

Die als tiefere Wahrheit über allem
Bloß irdischen Wissen stünde fällt
Gläubigen vermutlich nicht auf aber
Macht es letztlich eher komisch

Am Ende siegt die Liebe und das
Wunder des Lebens das sich mit
Liebe fortsetzt also emotionaler
Sex der nicht beschrieben wird

Dafür werden dessen Folgen
Liebevoll romantisch geradezu
Rührend angedeutet und der
Ganz große Bogen geschlagen

Viel kulturhistorisch spannender
Stoff in einen Roman gepackt der
Mit tiefschürfenden Diskussionen
Zu spirituellen Themen gefüllt ist

War eine auch spannende Lektüre
Die nach realen Spuren suchen ließ
Welche kulturhistorisch exakt wie
Weitgehend gut recherchiert sind

Der geistige Gehalt der Sinnsuche wie
Der höheren spirituellen Wahrheiten 
Bleibt so fragwürdig wie immer wie 
Nach kritischer Philosophie fraglich

Die Liebe und ihre Folgen nach der
Natur über alles zu stellen und das
Reale Nichts in der Leere höchster
Erkenntnis ist ein gutes Ende

jens tuengerthal 16.8.26

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