Samstag, 15. August 2026

Lektürentagebuch 14.8.26

Lektürentagebuch 14.8.26

Heute durch das lange 5. Kapitel in
Die Suche Das Heilige von Sebastian 
Teruel gekämpft und zwischendurch
Erschöpft dabei noch eingeschlafen 

Was sicher auch an der Witterung
Mit Temperaturen über 30 Grad lag 
Aber auch am Thema mit dem ich
Schon zu lange beschäftigt war

Die Reisegruppe kommt darin
Zum Kloster das an jenes auf
Dem Sinai mich erinnert was mein
Vater einst im Morgengrauen malte 

Seines war dort wo nach dem großen 
Märchenbuch der Ölbusch brannte 
Dieses liegt am Berg doch scheint
Ähnlich alt schon zu sein wurde 

Bereits im Jahr 600 oder früh sogar
Errichtet hat es eine etwas skurrile 
Gemeinschaft die Sebastian uns 
Während der Tafelrunde vorstellt

Dort diskutieren sie Fragen des
Glaubens der Götter des Heiligen 
Mit etwas ermüdenden Formeln 
Die jeder kennt der schon mal

Mit Mönchen über Glaubensfragen
Sprach diskutieren ist müßig weiß 
Wer je diese Erfahrung machte
Wie ich noch mit Notker Wolf dem

Früheren Abtprimas der Benediktiner
Der als Mönch mit der E-Gitarre einst
Schlagzeilen machte aber das war
Auf der Leipziger Buchmesse 2011

Habe um Glaubensfragen wie den 
Albernen Aberglauben früher noch
Viel im Geist des Grand Orient wie
Der Enzyklopädisten gestritten 

Denke an die kleine Abtei bei
Ribeauvillé am Berg wo wir die
Diskussion noch suchten um
Von der Freiheit zu überzeugen

Sehe all die Heiligenbilder dort
Mit bezeugten Wundern noch
Vor mir was Geschichte nun ist
Die fern aller Vernunft bleibt

Eine lustige Gruppe von Mönchen 
Wie aus dem Bilderbuch mit all
Ihren Gegensätzen zwischen
Lebenslust und hoch spirituell

Die Begründungen warum sie
Ihrem Aberglauben folgen sind 
Aus dem gleichen Stoff dabei
Wie immer und so ermüdend

Das Ganze ist sehr gut komponiert
Erzählt über die Figur des Oberst
Auch einige spannende Details
Aus der Bibelkunde die es gibt 

Die ewige Sinnfrage und hehre 
Worte zum Seelenheil sind dabei 
Umfassend behandelt aber bisher
Relativ einseitig leider gehalten 

Die vernünftigen Einwände des
Einzig kritischen Aufklärers in der
Runde esoterischer Sinnsucher
Werden spirituell abgewürgt 

Der Diener Georg kommt kaum zu
Wort oder wird abgewürgt was ein
Ungleichgewicht im Diskurs weckt
Der Sache nicht gerecht wird

Das liest sich etwas ermüdend 
Auch wenn gut recherchiert wie gut
Inszeniert trotz gelegentlichem
Sprachlich zeitlichem Verrutschen

Ein Kapitel in dem viel Wissen
Wie vermutlich lange Arbeit steckt
Das einen nachdenklichen Autor zeigt
Ermüdet mit konventionellen Mustern 

Die kluge Marie erhebt gelegentlich 
Noch die Stimme der Vernunft aber 
Georg trägt nichts wesentliches bei
Kritischer Geist bleibt hier schwach

Dagegen ist der religiöse Rausch
Der parallel zum realen hier ist
Dank reichlich Wein dabei eine
Lockere Idee zum ernsten Thema

Ein spannendes Kapitel das mich
Mit kritischer Prüfung genannter
Quellen tatsächlich einen Tag lang
Beschäftigte regt zum Denken an 

Doch fehlt es an Argumenten für 
Ein kritisches Denken dabei was
Angesichts des sonst Tierganges
Vom Thema her etwas dünn ist

jens tuengerthal 15.8.26

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