Lektürentagebuch 14.8.26
Heute durch das lange 5. Kapitel in
Die Suche Das Heilige von Sebastian
Teruel gekämpft und zwischendurch
Erschöpft dabei noch eingeschlafen
Was sicher auch an der Witterung
Mit Temperaturen über 30 Grad lag
Aber auch am Thema mit dem ich
Schon zu lange beschäftigt war
Die Reisegruppe kommt darin
Zum Kloster das an jenes auf
Dem Sinai mich erinnert was mein
Vater einst im Morgengrauen malte
Seines war dort wo nach dem großen
Märchenbuch der Ölbusch brannte
Dieses liegt am Berg doch scheint
Ähnlich alt schon zu sein wurde
Bereits im Jahr 600 oder früh sogar
Errichtet hat es eine etwas skurrile
Gemeinschaft die Sebastian uns
Während der Tafelrunde vorstellt
Dort diskutieren sie Fragen des
Glaubens der Götter des Heiligen
Mit etwas ermüdenden Formeln
Die jeder kennt der schon mal
Mit Mönchen über Glaubensfragen
Sprach diskutieren ist müßig weiß
Wer je diese Erfahrung machte
Wie ich noch mit Notker Wolf dem
Früheren Abtprimas der Benediktiner
Der als Mönch mit der E-Gitarre einst
Schlagzeilen machte aber das war
Auf der Leipziger Buchmesse 2011
Habe um Glaubensfragen wie den
Albernen Aberglauben früher noch
Viel im Geist des Grand Orient wie
Der Enzyklopädisten gestritten
Denke an die kleine Abtei bei
Ribeauvillé am Berg wo wir die
Diskussion noch suchten um
Von der Freiheit zu überzeugen
Sehe all die Heiligenbilder dort
Mit bezeugten Wundern noch
Vor mir was Geschichte nun ist
Die fern aller Vernunft bleibt
Eine lustige Gruppe von Mönchen
Wie aus dem Bilderbuch mit all
Ihren Gegensätzen zwischen
Lebenslust und hoch spirituell
Die Begründungen warum sie
Ihrem Aberglauben folgen sind
Aus dem gleichen Stoff dabei
Wie immer und so ermüdend
Das Ganze ist sehr gut komponiert
Erzählt über die Figur des Oberst
Auch einige spannende Details
Aus der Bibelkunde die es gibt
Die ewige Sinnfrage und hehre
Worte zum Seelenheil sind dabei
Umfassend behandelt aber bisher
Relativ einseitig leider gehalten
Die vernünftigen Einwände des
Einzig kritischen Aufklärers in der
Runde esoterischer Sinnsucher
Werden spirituell abgewürgt
Der Diener Georg kommt kaum zu
Wort oder wird abgewürgt was ein
Ungleichgewicht im Diskurs weckt
Der Sache nicht gerecht wird
Das liest sich etwas ermüdend
Auch wenn gut recherchiert wie gut
Inszeniert trotz gelegentlichem
Sprachlich zeitlichem Verrutschen
Ein Kapitel in dem viel Wissen
Wie vermutlich lange Arbeit steckt
Das einen nachdenklichen Autor zeigt
Ermüdet mit konventionellen Mustern
Die kluge Marie erhebt gelegentlich
Noch die Stimme der Vernunft aber
Georg trägt nichts wesentliches bei
Kritischer Geist bleibt hier schwach
Dagegen ist der religiöse Rausch
Der parallel zum realen hier ist
Dank reichlich Wein dabei eine
Lockere Idee zum ernsten Thema
Ein spannendes Kapitel das mich
Mit kritischer Prüfung genannter
Quellen tatsächlich einen Tag lang
Beschäftigte regt zum Denken an
Doch fehlt es an Argumenten für
Ein kritisches Denken dabei was
Angesichts des sonst Tierganges
Vom Thema her etwas dünn ist
jens tuengerthal 15.8.26
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