Montag, 31. August 2026

Perfidität

Perfidität

Perfide ist was hinterhältig gemein 
Niederträchtig oder heimtückisch ist
Es kommt aus dem französischen und
Stammt vom lateinischen perfidus ab 

Dort hieß es wortbrüchig treulos
Setzt sich aus per also durch und
Fides der Treue zusammen meint
Etwas was wir eher fies finden

Fragte mich ob es schon perfide ist
Wenn der Wiener Friedell unseren 
König Friedrich als Genie bezeichnet
Mit einem Wort des Sturm und Drang

Sich obwohl Österreicher als Fanboy
Vom großen Preußen geriert der für
Den aufgeklärten Absolutismus stand
Oder doch nett gemeint war eigentlich

Der Geniegedanke ist das Gegenteil
Von Aufklärung und ihrem vernünftig
Kritischen Denken steht also für das
Gegenteil dessen was Friedrich wollte

Auch wenn seine psychologische
Analyse der Persönlichkeit des
Großen Preußen in vielem zutrifft 
Ist es bösartig ihn Genie zu nennen 

Dies ignoriert sein Streben danach
Ein Philosophiekönig zu sein macht
Ihn zur begabten Ausnahme in der
Masse eher stupider Preußen damit

Dies klingt so betrachtet eher nach
Typisch deutsch-österreichischer
Konkurrenz und Bösartigkeit indem
Der Große zum Genie gemacht wird

Kann seine vernünftige aufgeklärte
Philosophie ignoriert werden die
Preußen groß und erfolgreich machte
Verkennt seinen Willen dabei völlig

Auf eine gewisse Art ist Friedell hier
Perfide indem er Friedrich für das lobt
Was er nicht sein wollte statt seine
Philosophie kritisch zu prüfen

Solches Verhalten ist eher typisch
Politisch und dabei konkurrent macht
Den anderen als Genie lächerlich
Statt seine Fähigkeit zu benennen

Seine gleichzeitige Kritik am Haus
Habsburg relativiert die Perfidität
Des vorigen falschen Lobes etwas
Aber ist sicher nicht historisch korrekt

Auch wenn völlige Objektivität wie
Neutralität eine Illusion immer ist 
Führt solche Meinungsmache nur
Zur politischen Polarisierung

Dies legt mir die Frage nahe was 
Will Friedell damit erreichen wer
Soll hier für dumm verkauft werden 
Wessen Bedeutung relativiert werden

Eine gewisse Perfidität ist dabei wohl
Nicht zu leugnen aber sie regt die
Leserin zum kritischen Denken an 
Was im Sinne der Aufklärung ist

Was aber denkt sich Merz dabei
Wenn er im Sommerinterview mit
Leicht nachweisbaren Lügen die
Bürger für dumm verkaufen will

Er lobt sich und seine Regierung
Mit leicht als falsch nachweisbaren
Zahlen zur Migration und stärkt
Damit nur weiter die AfD die er

Mit der Imitation ihres Programmes
Wie illegalen Grenzkontrollen schon
Vorher nur weiter wachsen ließ denn 
Warum sollte wer die Kopie wählen

Wenn das Original noch radikaler ist
Auch dabei glaubwürdiger scheint 
Wenn der Kanzler zum Thema lügt
Um sich mit dem Falschen zu loben 

Auch beim Thema Hitzeprävention
Lügt dieser Bundeskanzler ohne
Jeden Grund und erreicht damit nur 
Eine weitere Stärkung der AfD

Will dieser Bundeskanzler mit Lügen 
Die radikalen Kräfte noch stärken um
Im Chaos was folgt als glaubwürdige
Alternative wem zu erscheinen

Täuscht er die Bürger in fast allem 
Die er zu mehr Leistung auffordert
Aber zu eigenen Taten schlicht lügt
Übertreibt und Tatsachen verdreht

Was ist die Absicht eines Mannes
Der mit öffentlichen Lügen auftritt
Den Gegner am rechten Rand stärkt
So die Mitte noch weiter schwächt

Einer der seinen Urlaub noch um
Eine Woche verlängerte beklagt
Die Minderleistung der Deutschen
Will dafür die 40 Stunden Woche 

Wie perfide sind solche öffentlichen 
Lügen im Wahlkampf die genau das
Stärken und bestätigen wogegen er
Zu kämpfen noch weiter behauptet

Ist dieser Bundeskanzler nicht mehr
Zurechnungsfähig und weiß aufgrund
Seines Alters nicht mehr was er sagt
Oder handelt er bewusst so absurd

Mangelnde Zurechnungsfähigkeit 
Wäre zumindest eine Entschuldigung 
Die ich ihm nicht unterstellen will 
Dann bleibt die Frage was will Merz

Es ist perfide sein Volk für dumm
Öffentlich zu verkaufen doch die
Perfidität der Mittel dabei wird schon
Gefährlich für Demokratie und Freiheit

Wäre es nun perfide ihm endlich den
Ruhestand zu wünschen oder ist das
Im Interesse des Landes gesprochen 
Sollte sich Deutschland nun fragen

jens tuengerthal 31.5.26

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