Lektürentagebuch 29.8.26
Im dritten Kapitel geht Doralice allein
An den Strand für einen schönen
Morgenspaziergang weil Hans Grill
Ihr Malermann noch selig schläft
Dort trifft sie den Geheimrat der sich
Ihr anschließt nach höflicher Frage
Die sie schlecht verneinen konnte
Aber dann die ganze Zeit redet
Erst klagt er über Schlaflosigkeit
Im allgemeinen und das doch alles
Wie auch der Schlaf seine Ordnung
Haben müsse und entwickelt dazu
Noch weitere Theorien in Doralice
Eher gelangweilte Ohren sie kommen
An einer vom Sturm abgebrochenen
Düne vorbei wo eine tote Hand ist
Es ist ein Stück des Friedhofs dort
Abgebrochen und die Knochen
Schimmern seltsam im Morgenlicht
Geheimrat von Knospelius fragt sie
Ob sie sich gruseln würde was sie
Verneint aber seltsam wäre es schon
Am Strand sahen sie die Fischer mit
Ihren Booten ankommen was nun
Der Geheimrat der gerade noch über
Die Generalin und ihr häusliches
Regiment plauderte wie über den
Blonden Schnurrbart des Barons
Ihres Schwiegersohn der in Berlin
Dem Bart entsprechend doch schön
Was los mache bei den Damen denn
Dafür sei so ein blonder Bart ja da
Begrüßt die Fischer die er kennt
Namentlich und gesellt sich zu
Diesen und ihren Frauen die mit
Gerafften Röcken ihren Männern
Ins Wasser entgegenlaufen und
Helfen die Boote an Land zu ziehen
Der Geheimrat fragt wie der Fang war
Schaut was an Beute im Boot liegt
Eine spannende Wiederholung auch
Wenn nicht weiter thematisiert hier
Durch von Keyserling ist der wieder
Präsente Tod dabei für die Fische
Die Gräfin Doralice nutzt die Chance
Um abzubiegen und sieht dann gleich
Ihren Hans der sie liebevoll umarmt
Er war schon schnell schwimmen
Sie badet lieber nachmittags wenn
Das Meer wie lauwarmer Tee wäre
Meint Hans zu ihr er liebe die Schärfe
Der morgendlichen Kälte auch sehr
Erzählt er hätte Agnes angewiesen
Für jeden vier Eier zum Frühstück
Nun zu machen die wohl staunte dass
Adelige Damen so viel essen können
Keyserling steuert das Erleben von
Uns Lesern dabei geschickt in der
Sommerfrische mit ihren diversen
So verschiedenen Mitgliedern dabei
Das zweite Kapitel der Traumnovelle
Von Arthur Schnitzler gelesen in der
Fridolin in fast frühlingshafter Luft zur
Wohnung des Hofrats noch läuft
So warm ist es dass er bereits den
Pelzmantel öffnet und angenehm
Weht ein frühlingshafter Duft vom
Land her über die schlafende Stadt
Gerade als er klingelt bemerkt er
Dass die Tür einen Spalt schon offen
Steht tritt herein und bemerkt sofort
Auf dem Weg zum Schlafzimmer
Dass er wohl zu spät kam die Lampen
Sind verhangen dann sieht er schon
Die Leiche des Hofrats im Bett liegen
Am Fuß sitzt seine Tochter Marianne
Sie wirkt blass und ausgelaugt von
Der langen Pflege der Eltern als sie
Sich zur Begrüßung erheben will zeigt
Er ihr dass sie ruhig sitzen bleiben soll
Untersucht den Hofrat und denkt über
Die Tochter dabei nach und ihre wohl
Langsam verblühende Weiblichkeit
Die schon einmal schöner war
Er überlegt wie alt sie wohl war
Vielleicht 25 wenn es viel war und
Rechnet nach sie war 23 als er vor
Zwei Jahren die Behandlung begann
Nach der Bestätigung des Todes
Setzt Fridolin sich zu ihr fragt ob
Es noch Verwandte gäbe die nun
Kämen und benachrichtigt wären
Ihr Onkel der Bruder käme und ihr
Verlobter den sie Doktor nennt sie
Plaudern ein wenig im Herbst soll
Es nach Göttingen gehen wohin
Ihr Verlobter nun einen Ruf hätte
Dann kniet sie vor ihm und sagt
Sie wolle nie weg von ihm worauf
Er ihre Stirn zärtlich küsst aber
Keinerlei Lust oder Leidenschaft
Für sie empfindet als es klingelt
Der Verlobte kommt und Fridolin
Füllt nebenan den Totenschein aus
Bei seiner Rückkehr sitzen die
Verlobten händchenhaltend am
Bettende und er will sich schon
Verabschieden als es klingelt
Der Verlobte geht dem Onkel mit
Tante die Tür öffnen diesen Moment
Nutzt die blasse blonde Marianne
Ihm zu sagen dass sie ihn liebe
Als Doktor Roediger der Verlobte
Mit der Verwandtschaft wieder eintrat
Fühlte Fridolin sich überflüssig und
Verabschiedete sich höflich darum
Eine kleine Szene ist dieses Kapitel
Am Totenbett aber voller sexueller
Wie emotionaler Spannung in dem
Dort plötzlich Geständnis der Liebe
Wie nah sind sich Tod und Lust doch
Denke an den kleinen Tod und über
Das sexuelle Desinteresse dessen
Der jederzeit könnte wenn er wollte
Genial wie Schnitzler diese auch
Sexuelle und emotionale Spannung
Langsam immer mehr noch steigert
Zum Gipfel des doch Geständnisses
Noch ein wenig mit Ricarda Huch in
Den Lebenslauf des heiligen
Wonnebald Pück getaucht wo Lux die
Anklage wegen Zauberei nun droht
Teuflisch geradezu verdreht nun der
Bischof die Wahrnehmung aller die
Lux begegneten und gut über sie
Gesprochen hatten die sie also alle
Vorher wohl verzaubert hatte warum
Sie ihnen so gut schiene was doch
Nur schwarze Magie sein könnte
Ein unwiderlegbarer Zirkelschluss
Lando ihr Geliebter hatte sogleich
An den Erzbischof seinen Onkel
Geschrieben und berichtet was
Pück mit der armen Lux mache
Dieser hatte darauf bei Wonnebald
Den zu beaufsichtigen er Lando
Geschickt hatte nachgefragt worauf
Dieser ihm erzählte Lando sei auch
Verliebt in diese Hexe und darum
Nicht weiter dabei ernst zu nehmen
Er können nur warnen und es sei
Gut dass sie sich ihr annahmen
Die Lügen die sich immer schneller
Weiter drehen erst allen absurd noch
Schienen werden durch Wonnebalds
Geschick zur neuen Wirklichkeit damit
Wer dabei an Trump denkt der längst
Die öffentliche Lüge normal werden
Wie sich dafür noch bejubeln ließ
Kommt dem Kern des Problems nah
Lux ist in Gefahr aber Lando ist nun
Entschlossen wie ein Löwe für sie
Wie ihre Liebe zu kämpfen was
Große Aufregung noch verspricht
In der Befragung gestand Lux schon
Ganz ehrlich dass sie die gefälschten Schwänze der Maulwürfe herstellte
Erzählt dazu noch die Geschichte
Auch dies wird ihr nun als Hexerei
Ausgelegt weil Wonnebald Pück die
Wirklichkeit mit dem Hexenwahn so
Sehr zu ihren Ungunsten verdrehte
jens tuengerthal 29.8.26
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