Freitag, 28. August 2026

Goethe 277

Goethe 277

Am 28. August 1749 wurde zu
Frankfurt der junge Goethe geboren
Noch quiekendes Baby ließ sich der
Große Dichter und Naturforscher
Wohl kaum schon erkennen
Dennoch feiern wir am 28.8.
Des großen Goethes Geburtstag
Dabei wären die ersten Verse
Sein literarischer Durchbruch
Doch viel wichtiger oder seine 
Entdeckung des noch unbekannten
Zwischenkieferknochen 1784
Gar das Erscheinen jenes Buches
Das mich zum Goetheverehrer macht
Der Wilhelm Meister 1795 was eine
Geistige Welt wunderbar kreierte
Andere nähmen den Werther der
Im September 1774 erschien mir
Aber bis heute immer fern lag
Vielleicht da mir zu gefährlich
Der Faust war wichtig noch für
Die eigene geistige Entwicklung
Der erschien in verschiedenen
Versionen und Bänden von 1772
Bis 1832 beim Faust II auch sein 
Ende schon nahte aber hier 
Sprechen wir ja eher von seinem 
Geburtstag und was mich mit dem
Immer noch aktuellen Jubilar an 
Seinem 277. Geburtstag verbindet
Waren beide Freimaurer also Brüder 
Belächelten es beide mit Abstand
Suchten diesen irgendwann auch
Wie von allen nur Vereinen lieber
Mehr er wurde noch Illuminat im
Verein den von Knigge prägte
Aber vermutlich eher mit seinem
Freund dem Herzog als Spion
Liebte die Frauen und die Liebe
Nahm seine Christiane die da noch
Vulpius hieß gerne von hinten im
Stehen am Sattelstuhl im Gartenhaus
Was dem Kenner anatomisch zeigt
Der schon mit Liebsten dort war
Sie meinten wirklich von hinten 
Was in den Versen dazu nur
Ganz vorsichtig angedeutet 
Aber auch nicht verschwiegen
Wie auch immer sie sich liebten
Was er davon in Rom einst lernte
Wo sein Sohn August später starb
Kennen sie sich damit zumindest
Dort aus alter Knabenliebe gut aus
Wie gerne hätte ich mit Goethe
Wie Alexander und Wilhelm von 
Humboldt am Frauenplan geplaudert 
Mit ihm und Schiller die Theorie der
Dichtung in Weimar neu debattiert
Die Anna Amalia Bibliothek geführt
Das Theater ganz klassisch gelassen
Naturforschung interessierte mich
Immer schon weniger als Dichtung
Die politische Philosophie im Faust II
Ist gerade heute wieder faszinierend 
Während alles sich ums Geld dreht 
Wo der Teufel Satelliten um die Welt
Kreisen lässt und in Washington die
Freiheit und der Geist der Aufklärung
Von einem stumpfen Idioten der mehr
Missbrauchstäter stets als je gut war
Verraten und zerstört werden 
Da wird der alte Goethe aktuell
Oder die Wahlverwandtschaften
Die sexuelle Biochemie mit der
Ewig ähnlichen Liebe verbinden
Immer wieder ist es mir eine Freude
Den Geheimrat zu lesen auch die
Verse an die Liebe aus Straßburg
Sesenheim um genau zu sein
Wo Friederike Briand lebte der er
In Willkommen und Abschied das
Schönste Ende der Liebesgeschichte
Doch welch Glück geliebt zu werden
Einst widmete wie oft war ich mit
Geliebten dort am romantischen Ort
Der zum Sturm und Drang gehört
Denn mit den Romantikern und
Besonders ihren schönen Frauen
Schäkerte und flirtete Goethe zwar
Gerne auch im Bad wie mit Bettina
Geborene Brentano später Arnim
Aber Goethe war wie Schiller ein
Kind der Aufklärung und blieb es
Forschte in der Natur nach Antworten
Statt Visionen zu vertrauen und der
Kult um das Genie galt zwar ihm
Aber entsprach ihm nicht der ein
Rastloser Suchender war der auch
Wie der Autor dieser Zeilen den 
Rheingauer Riesling über alles liebte
Und ihn auch als Kind schon kannte 
Etwa vom Weinbrunnen auf dem
Römer in Frankfurt wo sein Großvater
Mütterlicherseits Bürgermeister war
Goethe ist mehr als Weimar sein
Kosmos ist wirklich universell
An ihn zu denken eine Freude 
Auch und gerade wohl heute
Was sich nur hessisch reimt
Wie so manches im Faust
Goethe schwebte geistig in 
Höchsten Sphären ließ sich doch
Von keinem ganz vereinnahmen
Babbelte wie es ihm gefiel
Suchte das Seine im Zwischenraum
Den uns das Sein gewährt 

jens tuengerthal 28.8.26

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