Freitag, 18. Dezember 2020

Zeitreisenliteratur

Das Genre der Zeitreisen reizt mich
Schon lange literarisch aber selten
Oder nie in bewegten Bildern die 
Ohne Lektüre schon laufen sich also
Quasi geistlos aufdrängen eigentlich
Die Lektüre von Anne Weber aber
Die zu ihrem auch literarischen
Urgroßvater reist reizte mich noch
Vielfältig mehr insofern die große
Autorin der Annette dort ihren Weg
Zum Schreiben als Zeitreisetagebuch
Erzählt und so den Leser zu ihren
Gedanken wie auf den Weg zu sich
Lesend mitnimmt wir am Prozess der
Wachsenden Erkenntnis verschlungen
Teilhaben mehr von den Ahnen zu
Erfahren als wir je ahnen konnten
Eine Annäherung an die Ahnen das
Lässt sich wohl schon erahnen
Füllt reale Lücken mit Phantasie
Oder dem Gefühl für etwas anstatt
So zog mich auch ihr Ahnen wohl 
In den Bann bin ich doch schon
Lange auf ähnlicher Spurensuche
Wobei sich bei mir viel mehr im
Kopf findet als irgendwo sonst
Aus Erinnerung an Gespräche
Wie weitere Lektüre und ich so
Nirgendwo hin muss weil längst
Alles da ist und nur ein wenig
Geschüttelt werden muss um
Neu arrangiert zu werden als
Kulturgeschichte der bürgerlichen
Gesellschaft aus zwei sich dann
Vereinenden Zügen die in mir
Das Ergebnis des Zusammenstoß
Zur Welt brachten was aber völlig
Unbedeutend ist außer vielleicht
Bedenkend keiner kann über sich
Hinaus beschreibt sich also stets
Auch und meist von sich auch
Wenn es noch so fern uns liegt
Ist was wir im Kern sind wohl
Das große Kontinuum des Seins
Was über Generationen greift
Nur erzählt werden will so aber der
Erzähler auch Platz nehmen darf
In seiner Geschichte um damit
Vom Erzählen wie dem Weg
Zur Geschichte zu erzählen die
So zur eigenen Erzählung in der
Erzählung wird die über die Worte
Phantasie und Wirklichkeit verweben
Was war neu zusammenfügt dabei
Die Leserin liebevoll an die Hand
Mitnimmt in den Prozess der
Schöpfung neuer Realitäten
Als bloß Zauberer der Worte
Oder Archivar des Seins

jens tuengerthal 18.12.20

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