Montag, 21. Dezember 2020

Wintersonnenwendung

Die längste Nacht liegt nun
Hinter uns der längste Tag
Kommt langsam wieder näher
So wendet zweimal im Jahr
Auf nördlicher oder südlicher
Halbkugel das Licht um über
Sechs Monate jeweils Tag
Oder Nacht zu verlängern
Was Teil der Wiedergeburt
Der Natur ist für alle Zeit
Dies stirb und werde als
Ausdruck ewiger Kreisläufe
Was Menschen zu vielem
Spirituellen Unsinn verführte
Um Halt zu finden im Sein
Den manche in sich noch
Vermissen warum sie sich
Höhere Wesen dazu erfinden
Besonders in dunklen Zeiten
Lieber als bei Licht besehen
Wo aller Aberglaube schnell
Als hohler Hokuspokus sich
Offenbart den nur die Tradition
Noch immer am Leben hält
Wie die Grenzenlosigkeit der
Menschlichen Dummheit die
Noch jedem Gebetsfähnchen
Zu gerne hinterherläuft um
Dahinter höheres zu vermuten
Was den ewigen Zyklus von
Stirb und Werde überwindet
Statt als Natur zu nehmen
Was einfach natürlich nur ist
Tage werden länger und kürzer
Weil die Erde um die Sonne kreist
In berechenbar elliptischer Form
Änderte sich an diesem Kreislauf
Etwas wäre aller Zyklus hinfällig
Unklar wer infolge ausstürbe
Welche Arten es überlebten
Die Menschen wären dabei als
Relativ komplexe doch hilflose
Spezies besonders bedroht warum
Wir froh sein können solange alles
Im Gleichgewicht noch ist aber
Es ist nur ein kleiner Teil der Natur
Auf einem Kontinent eines Planeten
Der zufällig mit anderen um einen
Relativ kleinen Stern am Rande
Der Milchstraße als Teil des Universums
Von dem unklar ist wie viele parallel
Es noch geben könnte seine Runden
Kreist bis etwas neues beginnt was
Alles bisherige durcheinander wirft
Auch die Wintersonnenwendung
Wird dann ein Ende haben aber
Genau genommen beginnt heute
Das neue Jahr der Sonne was
Die Jahreszeiten uns bringt ist
Alles nicht so wichtig verglichen
Mit dem Universum aber doch
Für unser Leben bedeutender
Als der erdachte Geburtstag des
Rabbi aus Nazareth der nur dank der
Zufällig gerade Volkszählung einer
Römischen Besatzungsmacht in
Palästina in Bethlehem geboren wurde
Als quasi obdachloser Asylant aber
Das ist eine andere Geschichte
Denn wer heute Leben retten will
Wird jede Kirche meiden aber
Freut sich am Fest der 
Wintersonnenwende
Was hell genug ist

jens tuengerthal 21.12.20

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