Dienstag, 3. Juli 2018
Beständigkeitssiege
Der Blitzkrieg, wie Hitler ihn mit der deutschen Wehrmacht führte, war zunächst sehr erfolgreich und nahm ganz Europa für sich ein. Bestand hatte dieser Erfolg aber keine fünf Jahre bis zum völligen Untergang, den kaum ein großer Nazi überlebte und wenn doch bald hingerichtet wurde - das Unternehmen Blitzkrieg war also auf ein Menschenleben betrachtet nicht erfolgreich, auch wenn es weniger Opfer forderte als vorherige Stellungskriege, kostete es im Ergebnis mehr Opfer als jeder Krieg zuvor.
Gandhi sagte immer das gleiche gegen die britische Besatzungsmacht, erhob nicht einmal die Waffen, nachdem er als Rechtsanwalt aus Südafrika zurückgekehrt war, tat eher nichts, stiftete nur durch sein Vorbild zum zivilen Ungehorsam an und war damit auf Dauer siegreich, dahingestellt ob die Teilung des indischen Subkontinents in einen muslimischen und einen hinduistischen Teil in seinem Sinne war, doch wurde er ein Jahr nach dem friedlich errungenen Sieg gegen die britische Kolonialmacht von einem fanatischen Hindu getötet.
Historisch gibt es in Schlachten endlos viele Beispiele für die eine oder andere Taktik. Bei Friedrich war es einmal der überraschend aus dem Busch erscheinende Ziethen, der ihm auf Dauer den Kopf rettete, ein andermal die fehlende Ausdauer der Russen, ähnlich bei Cäsar und Alexander, Napoleon - wenn auch bei ersteren ohne Russen und bei letzterem umgekehrt 1812.
Gandhi war erfolgreich und wird bis heute verehrt, sehen wir mal von Fanatikern ab, die sich noch immer seinen Tod wünschen. Dass manche dabei in der Verklärung naiv das Machtbewusstsein dieses politischen Führers übersehen, stört mehr Inder, die sich von dessen Kongresspartei unterdrückt fühlten oder jene, die seiner Weigerung mit Muslimen zu verhandeln, die folgende Teilung vorwerfen.
Henry IV. auch Heinrich der Große genannt, der zwar erst nach langen Kämpfen, die Dynastie der Bourbonen auf den Thron brachte und um des lieben Friedens willen sogar seinen Glauben aufgab, erreichte mit seinem Toleranzedikt, bis sein Enkel Ludwig XIV. es wieder aufhob, das Ende der Hugenottenkriege und infolge einen großen Aufschwung seines Landes, auch wenn ihn ein katholischer Fanatiker knapp eine Dekade später in Paris ermordete, schaffte er es vorher noch seinen Geist, wie gerüchteweise seinen Samen auch, weit im Land zu verteilen und der strenge Laizismus des Frankreichs der Gegenwart, der zum Vorbild für Europa wurde, ist auch ein Kind Henrys und damit seinem Freund und wichtigen Gesprächspartner Michel de Montaigne zuzurechnen, was diesen in Zeiten eines wieder erstarkenden Fanatismus diesseits und jenseits der Grenzen so nötig erscheint und dessen Lektüre allen Europäern dringend empfiehlt.
Der letzte Wechsel des Glaubens des großen Heinrich von Navarra, war übrigens keinesfalls der erste sondern vielmehr der Dritte, denn ihm war nicht nur Paris eine Messe wert, sondern schon zuvor auch der königliche Schoß der Schwester der letzten Herrscher aus dem Hause Valois, als deren erster der Mann von Maria Stuart verstarb, die dann später in Schottland und England mit ihrer Base Elisabeth für einigen Ärger sorgte, noch bevor sich auf dem Gebiet des Deutschen Reiches 30 Jahre lang um den wahren Glauben bekriegt wurde, ohne dass am Ende einer siegte, was auch an der unterschiedlichen Unterstützung verschiedener europäischer Mächte für die eine oder andere Partei lag.
Der große Ludwig XIV., der die französischen Hugenotten nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes, das einst sein Großvater Henry im Geist der Toleranz und Brüderlichkeit erließ, noch vertrieben hatte und damit unter anderem den späteren Aufstieg Preußens erst ermöglichte oder zumindest förderte, ergriff im Dreißigjährigen Krieg durch seinen da noch Vertreter den Kardinal Mazarin, der halber Italiener mehr war als manch anderes, gegen seinen eigentlichen Vormund, seine Mutter, Anna von Österreich, Partei für die Protestanten, weil ein uneiniges Deutsches Reich Frankreich stärke und die Chancen auf die heilige römische Kaiserkrone wieder durch einen Franzosen erhöhte, die sie seit dem gemeinsamen großen Karl entbehrten.
Später musste die Liselotte von der Pfalz, die berühmt wurde durch ihre Briefe, die so schön deftig das höfische Leben beschrieben, da aber schon Herzogin von Orléans war, ertragen, wie im pfälzischen Erbfolgekrieg, auch ihretwegen, also eigentlich des Bruders des Königs wegen, aber das führt jetzt zu weit ab, wenn es genau betrachtet auch wieder zu gut passte, aber dennoch hier kein Thema sein soll, ihr geliebtes Heidelberg in Schutt und Asche gelegt wurde. Seitdem erst hat Heidelberg eine schöne Altstadt mit nur sehr wenigen Gebäuden von davor und eine dekorative Schlossruine, die so malerisch ist, dass die Amerikaner sogar auf die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gleich ganz verzichteten. Diese Beständigkeit brachte dem romantischen Städtchen am Neckar erst das amerikanische Headquarter und dann das militärische der NATO ein und viele Kasernen drumherum.
Womit ich wieder bei den Folgen des Blitzkrieges angekommen wäre, mit dem oben alles begann, um den es in diesem Essay zur Beständigkeit aber eigentlich nur am Rande gehen soll - als quasi abschreckendes Beispiel für historische Irrtümer vielleicht. Doch erreichte auch der größenwahnsinnige bayerisch-österreichische Hitler mit seinem Blitzkrieg und dem folgenden Vernichtungsfeldzug nie die Größe des Deutschen Reiches, die es unter dem Schwaben Friedrich II. von Hohenstaufen hatte, der sogar nur durch Verhandlung mit dem Sultan, ohne einmal das Schwert dafür zu zücken, zum König von Jerusalem wurde, auch wenn er dieses überschätzte Nest mit deutlich erhöhter Zahl der fanatischen Anhänger egal welcher Sekte, eigentlich nicht brauchen konnte und nur übernahm, um Frieden mit dem Vereinsvorsitzenden in Rom zu bekommen, der ihn rausgeworfen hatte und damit das Heilige seiner Krone genommen hätte.
Ob Seehofer eigentlich nach Merkels Krone greifen wollte, die sie ja, wie er mit voller Überzeugung natürlich der Süddeutschen verkündete, dem Münchner Lokalblatt des bayerischen Provinzfürsten, nur durch ihn überhaupt hätte - was, der historisch halb gebildete wird lächeln, an die Geschichte zwischen Barbarossa und Heinrich dem Löwen erinnert, kann dahinstehen, der Angriff der südlichen Provinz gegen Berlin ist gescheitert, auch wenn die Bayern auf Unterstützung durch Österreich gehofft haben mögen beim Amoklauf ihres Vorsitzenden, fasste sich der Kanzler dort auffällig kurz.
Frage also nicht weiter, warum ein Seehofer dies tat, denn Prinzip kann es, nach der Lösung, mit der sich der peinlich vor-und zurücktretende abspeisen ließ, nicht gewesen sein und so bleibt unergründlich, was die Bayern trieb am Stuhl der eisernen Kanzlerin mit ihrer Buben Laubsäge spurlos herum zu fummeln. Wer etwas Verstand hat, weiß, der Thron einer eisernen Lady wird sicher nicht aus Sperrholz sein - was beabsichtigt also wer mit untauglichem Werkzeug an eine so von vornherein zum Scheitern verurteilte Aufgabe geht, als auf sich aufmerksam zu machen?
In der Psychologie sprechen sie gerne davon, dass die meisten Selbstmordversuche nur Hilfeschreie seien - wenn sich einer die Pulsadern quer aufritzt, was bekanntlich nie funktionieren kann, offenbare er sich schon als jemand, dem es mehr um Aufmerksamkeit als Beschädigung seiner selbst ginge. Lasse das mal dahinstehen, auch was sonst von einer Psychologie zu halten ist, die auf Probleme schaut und meint, daraus Lösungen analysieren zu können, auch wenn die Führung der CSU in den letzten Tagen viel Anlass gab, an ihrer Gesundheit zu zweifeln, soll es mich in diesem Essay nicht interessieren.
Mögen sich zuständige Stellen um die Betroffenen kümmern, halte die Suizidgefahr bei Seehofer und Genossen, die sich natürlich nie so nennen würden, für relativ überschaubar.
Spannender finde ich dagegen die Frage, wie Merkel es schaffte, ohne sich das kleinste Stück zu bewegen, einen so glorreichen Sieg in der Sache einzufahren, indem sie die gewünschten Grenzkontrollen für den Fall für zulässig erklärt, den sie bereits durch Abkommen europäisch geregelt hat und damit die vermutlich bald nahe der Grenze errichteten Lager zu einem einzigen Fall für den Bundesrechnungshof macht, weil sie nur leer stehen werden.
Der schon halb in allem zurückgetretene und damit mit großer Geste politischen Suizid begehende Seehofer wird also nur mit potemkinschen Dörfern getröstet, deren Lächerlichkeit schon vor dem bayerischen Wahlkampf offenbar werden wird. Dann steht der eigentlich aus Prinzip zurückgetretene wieder mit leeren Händen da und wird bekennen müssen, dass der ganze Aufstand, den er seit Wochen veranstaltete, für nichts war und er sich in der Eprressbarkeit der Kanzlerin, die er auf dem CSU Parteitag stehen ließ, getäuscht hat, er nun wie ein dummer Junge dasteht.
Im gewöhnlichen Leben sprächen wir hier vielleicht von Rache, doch scheint diese Vokabel für die Höhe in der Merkel über diesem bayerischen Kasperletheater schwebt, unangemessen - hier hat es niemand nötig, sich zu rächen - da hat sich jemand willentlich blamiert und die Chefin, die ihn nicht mehr bräuchte, lässt ihm sogar Zeit vor und wieder zurück zu gehen, als handele es sich beim regieren um eine Springprozession.
Merkel blieb sitzen, saß diesen Konflikt in Ruhe aus, gab dann scheinbar nach für einen Kompromiss, der ihren von Anfang an geforderten Weg bestätigt und Seehofer wird nun viele Grenzposten anfordern und Lager einrichten, die leer stehen, um ein schon lange gültiges europäisches Recht durchzusetzen, was nur wirksam auf dem Weg der Kanzlerin wird.
Viel Lärm um nichts, werden die Shakespeare Kenner nun rufen und irren nicht, aus Sicht der Kanzlerin ist das vermeintliche Drama zur Komödie geworden - einer Posse, die nur fragen lässt, wer diese großmäuligen Schwätzer in Bayern noch ernsthaft wählen können wird - aber es gibt ja auch immer noch 10% fast die meinen, die Fake-Luftblasen und Angst verbreitenden Hohlköpfe am rechten Rand, könnten ihnen helfen und Merkel sei das Problem. Nichts als diese Krise zeigt nun deutlicher, Merkel und ihre Beständigkeit ist die einzige Lösung und über mehr braucht nun gar nichts mehr geschrieben oder geredet werden.
Verlierer muss der Gentleman nicht noch treten und erniedrigen - solches Tun ist nicht mal im Tierreich üblich, wenn sich einer ergibt und unterwirft, ist der Kampf um den Rang beendet. Dass hier die Verlierer ständig sagen, sie hätten in allem gewonnen, bedarf wohl keiner Erklärung mehr, was bleibt ihnen auch?
jens tuengerthal 03.07.2018
Montag, 2. Juli 2018
Verhorstung
Er tritt zurück
Er trat wieder zurück
Vom gerade Rücktritt
Um mit Rücktrittsdrohung
Über vielleicht doch noch
Rücktritt mit seiner Chefin
Ganz offen zu verhandeln
Wie Erpressung bayerisch
Gern gelegentlich genannt
Horst ist also nicht mehr
Zurechnungsfähig aber
Die CSU steht hinter ihm
Weil er sich zum Horst machte
Dem bayrischen Normalzustand
In bierzeltiger Seligkeit so nah
Sein Heimatnest als Adlerhorst
Sinnlos unnachgiebig umkreist
Bis ihn endlich einer heimschickt
jens tuengerthal 02.07.2018
Samstag, 30. Juni 2018
Liebeswanne
Mit der Liebsten an den Wannsee
Ist der gut Berliner Sommertraum
Spätestens seit so besungen einst
Mit Wochenend und Sonnenschein
Drum nutzte ich den freien Freitag
Erster wieder Sommerhitze endlich
Mit meiner Liebsten dorthin zu fahrn
Doch nicht das Strandbad war Ziel
Zuerst zu Liebermann wanderten wir
Gartenhaus und Bilder zu bestaunen
Vor Segeln im Wind bogen sich Birken
Wir liebten uns in ihrem Schatten dort
Am Haus der Wannsee-Konferenz nur
Ferneren Zieles wegen vorbei ging es
Kurz nach dem dort Löwen mal baden
Kühlende Erfrischung Wellen lauschend
Zur Pfaueninsel schließlich mit der Fähre
Rundherum und mitten hinein bei letzter
Führung im heimathölzernen Schlösschen
Sogar wilde Pfauen gelegentlich bestaunt
Zurück und bis wieder auf den Berg dann
Waren es doch 30 Kilometer geworden
Stolz auf die Liebste kam dann nur noch
Die Horizontale einzig angemessen uns vor
Wie glücklich ist der Flaneur nicht mehr allein
Flanieren zu müssen die langen Wege dort
Die Liebe gedeiht noch besser am Wannsee
Vielfalt Berlins erstaunt auch im Grünen
jens tuengerthal 30.6.2018
Mittwoch, 27. Juni 2018
Verlierkunst
Die Kunst zu verlieren, ist wohl die schwerste und es erfordert lebenslange Übung, dabei gelassen zu bleiben. Viele asiatische Kulturen haben die Kunst, das Gesicht auch in der Not zu wahren, zur Höchsten erhoben. Daraus können dann, wenn sie es übertreiben und die Dinge zu Ernst nehmen, übertriebene Eskalationen entstehen, wie die Selbsttötung der Samurai - das ist in meinen Augen keine Kunst, kein Zeichen von Gelassenheit sondern die Flucht ins Nichts. Wo nichts mehr ist und wir nicht mehr sind, geht uns auch nichts mehr an, aber wir haben nicht einmal vorher mehr Gelassenheit bewiesen, sondern sind nur veralteten unmenschlichen Ehrbegriffen gefolgt.
Deutschland hat bei der WM verloren, weil sie nicht gut genug waren und ist darum ausgeschieden. Dies sogar mit dem in vielem noch gleichen Team, das vier Jahre zuvor Weltmeister wurde. Der Bundestrainer hat die Verantwortung für seine Mannschaft übernommen und das ist gut so. Ohne eine Fußballexperte zu sein, bin froh, wenn ich die Regeln einigermaßen verstehe, konnte ich doch erkennen, wie behäbig und mühsam die Mannschaft spielte, ganz anders noch als das junge Team, das unter dem gleichen Trainer im Jahr zuvor den Confed-Cup gegen einen Teil der Weltelite gewann.
Woran das lag und wer dafür alles Verantwortung trägt, ob die anderen einfach besser waren, wird der Analyse von Spezialisten unterliegen, die sich besser damit auskennen als ich, darum bin ich froh dazu ganz gelassen, keine Meinung haben zu müssen.
Natürlich habe ich mit der deutschen Mannschaft gefiebert, die gegen Schweden noch in der letzten Sekunde in einem fast Herzinfarkt Finale der letzten Sekunden verdient gewann und heute am Ende verdient verloren hat. Dann anzuerkennen, dass der andere besser war oder zumindest die eigenen Spieler ihre Qualität nicht entfalten konnten, die sie sonst haben, erleichtert mehr, als die Enttäuschung über die Niederlage nun in Wut gegen Einzelne zu verwandeln.
Ob es tröstend sein kann, von einem Weltmeisterfluch zu reden, nach dem bei den letzten Weltmeisterschaften auch immer die vorigen Sieger in der Vorrunde rausflogen, ist ungefähr so intelligent, wie Orakel oder Sterne zu fragen und auf zuverlässige Antworten zu hoffen - es wären nur die Träume von Geistersehern, von denen uns hoffentlich bereits vor über 200 Jahren unser großer Aufklärer Immanuel Kant befreite und das auch, wenn die Menschen gerade beim Sport seltsamerweise besonders zur Orakelgläubigkeit neigen.
Manche wünschen sich nun schon lautstark den Rücktritt von Weltmeistertrainer Löw und bekunden, sie hätten es ja schon immer gewusst, wünschen sich gleich den Abschied von Merkel noch dazu. Das zeugt weder von Vernunft noch von voriger Überlegung.
Sollte dieser bis dahin sehr erfolgreiche Trainer nun seinen Abschied wünschen, soll er ihn nehmen. Das ist seine Entscheidung. Größe und Gelassenheit bewiese er eher, wenn er versuchte, aus den Fehlern zu lernen und es besser zu machen. Eine ruhige Analyse des ganzen Teams wird ergeben, wo die Mängel lagen und woran sie scheiterten.
Vielleicht fehlte ihnen einfach das kleine Quäntchen Glück, dass es beim Fußball, der auch ein Spiel und trotz aller gegenteiligen Bekundungen keine genau berechenbare Schlacht gegen kalkulierbare Gegner wird, normal und dann ist es auch im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit gut so, wenn der vorher Weltmeister mal weniger Glück hat. Lag es mehr am Glück als am Können von Team und Trainer, fände ich jede überstürzte Reaktion nun albern und ein Zeichen mangelnder Reife. Wenn einer erkennen kann, wo es gerade klemmt und was in Zukunft zu tun ist, dann ist es das Team mit seinem Trainer. Sie sollen in Ruhe gemeinsam daran arbeiten, nicht jammern, sondern kritisch analysieren und es besser machen. Verbesserung braucht Zeit und Ruhe. Hektik in hoch emotionalen Momenten scheint mir völlig falsch. Da könnte der Fußball und seine Fans von der Kanzlerin lernen.
Merkel ist momentan auch in einer sehr schwierigen Situation infolge einer sehr menschlichen Entscheidung, die sie einmal getroffen hat und die ich ihr hoch anrechne. Natürlich gibt es Schwierigkeiten und diese wollen in Ruhe gelöst werden. Wem, wenn nicht dieser Kanzlerin aber sollte ich nun Ruhe, Gelassenheit und Erfahrung zutrauen, die Probleme zu lösen?
Populisten, die mit der Angst spielen, verbreiten Panik, die nichts löst, sondern alles nur noch schlimmer erscheinen lässt, als es je war. Dass sie dabei auch auf Lügen setzen und die Furcht der Ängstlichen damit bis zur Hysterie schüren, macht es zu einem Problem, was wir nicht hätten, wenn wir alles mit Abstand und gelassener betrachteten.
Das Spiel mit der Angst ist wie der Fußball nur ein Spiel. Sich dabei in Gelassenheit zu üben und abzuwarten, erscheint mir wichtiger, als gleich zu wissen, was richtig ist und es auszuposaunen, damit alle Welt weiß, wer meiner Meinung nach Schuld ist.
Einen Schuldigen präsentieren und ihn öffentlich vorzuführen, ist leicht. Verantwortung übernehmen und für Lösungen kämpfen, auch wenn es schwer wird und mal ein Spiel oder eine Schlacht verloren geht, dagegen schwer.
Darum sehe ich diese Niederlage nun voller Gelassenheit und hoffe die Verantwortlichen stellen sich ihrer Verantwortung und werden an Lösungen für die Zukunft arbeiten. Der Weltmeister Italien, war diesmal gar nicht dabei, übt sich dafür auf einem anderen Feld in einer Abwehrschlacht auf dem Rücken Dritter.
Europa muss sich nun wie Deutschland gemeinsam der Verantwortung stellen und um Lösungen ringen, die werden nie allen gefallen und jede Seite wird, wie es immer so geht in der Politik, um ihre Positionen mit Vehemenz kämpfen. Darum werde ich, als ohne Wahlen relativ unbeteiligter Zuschauer, das Ganze nun mit möglichst großer Gelassenheit betrachten und hoffe die Verantwortlichen werden sich weiter ihren Aufgaben stellen und sie in Ruhe lösen, statt hektisch irgendwelchen populistischen Schwärmern hinterher zu laufen.
Im Ergebnis wäre das für den Fußball so gut wie für die Politik und so passt diese Niederlage gerade ganz gut in die Zeit. Nun heißt es, abwarten, aus Fehlern lernen, in Ruhe überlegen und dann in die richtige Richtung weitergehen. So gesehen ist alles gut so und wir können uns in Ruhe Zeit lassen.
jens tuengerthal 27.6.2018
Freitag, 22. Juni 2018
Liebesfamilie
Die Liebe in der Familie
Ist nicht immer ganz leicht
Weil wir uns nicht aussuchen
Wie die Familie darauf reagiert
Die Liebste dagegen hat mich
Ausgesucht und wurde damit
Das größtmögliche Glück für
Immer für mich in allem
In Familie werden wir geboren
Das passt mal mehr mal weniger
Ist trotzdem durchs Blut verbunden
Ein natürlicher Teil von uns immer
Die Familie der Zukunft aber
Schaffen wir erst mit unserer
Liebe die wir und die uns wählte
Sie wiegt mehr als die Geschichte
In der Gegenwart aber leben wir
Zwischen Zukunft und Vergangenheit
In einen Zustand der Geschichte wird
Ohne mehr als eine Idee noch zu sein
Sich der Liebe sicher zu sein hilft
Neues auf Dauer zu errichten
Wie Altes dabei zu erhalten
Dazwischen glücklich zu bleiben
Bin mir meiner Liebe ganz sicher
Meide hier wie dort lieber Konflikte
Geniesse was ist täglich mehr um
In Zukunft noch glücklich zu sein
jens tuengerthal 22.6.2018
Sonntag, 17. Juni 2018
Gendermord
Sprachmord ist Mode
Gilt als Emanzipation
Tötet mit Sternchen
Kampf der Geschlechter
Grammatisch eher peinlich
Ein Missverständnis
Gleichheit ist Gesetz
Aber wer gendert missbraucht
Worte sind Opfer
Sprache zu schützen
Vor politischem Missbrauch
Heißt Kultur retten
Bin lieber Retter
Als Mörder meiner Sprache
Als Dichter logisch
jens tuengerthal 16.06.2018
Freitag, 15. Juni 2018
Buhfrauen
Wahlkampf in Bayern
Mehr Bierzelt als vernünftig
Söder seehofert
Merkel angeklagt
Grenzen schließen als Lösung
Horizontal blind
Immer das gleiche
Alle vier Jahre wieder
Saubazin sie gern
Roth im Bundestag
Vereidigt diesmal Schäuble
Gegen die Rechten
Am Rand rumort es
Bei Annäherung mittig
Linke belegt es
Lechte und Rinke
Suchen immer Ärger
Darin zu glänzen
Solang die Mehrheit
Klüger lachen wir lieber
Über die Ränder
Gefährlich wird nur
Unaufgeklärte Mehrheit
Es braucht Aufklärung
jens tuengerthal 15.06.2018
Dienstag, 12. Juni 2018
Liebesschlaf
Nichts ist erholsamer als der
Liebesschlaf eng umschlungen
Innig dabei auch verbunden
Gut erholt erwache ich dann
Leicht erregt dabei mittig meist
Beginne den Tag voller Lust
Schlaf ist nötig und passiert uns
Einfach ungefragt jeden Tag doch
Dies Glück zu schätzen macht erst
Dauerhaft uns erholt und glücklich
Neben der Liebsten einzuschlafen
Wie beiderseits lustvoll zu erwachen
Verbindet Anfang und Ende des Tages
Voll zärtlicher Liebe mittig miteinander
jens tuengerthal 12.06.2018
Montag, 11. Juni 2018
A-L 0003
Sexuelle Aufklärung sieht immer
Am Anfang sonst bewusstloser
Lust als Teil unserer Natur auch
Jenseits aller erfundenen Moral
Sex ist der natürliche Weg zum
Glück mit sich und anderen
Ihn überall genießen zu können
Auch ohne jede Scham ist besser
Ob gleich oder gemischt ist dabei
Weniger wichtig als die Erfüllung
Miteinander zugleich zu finden um
Sich Befriedigung zu schenken
Die Anzahl der Teilnehmer ist
Weniger wichtig für den Erfolg
Der Befriedigung als für die
Wahrscheinlichkeit der Teilung
Ohne alle Moral dafür aber mit
Unbeschränkter Lust nach der
Natur ist Aufklärung dabei zuerst
Ein Weg zur Befriedigung
Gefühl ist ein wichtiger Schlüssel
Zur sexuellen Harmonie aber nie
Bedingung höchstens Möglichkeit
Sich noch näher dabei zu kommen
Wer guten Sex mit Liebe je kannte
Wird danach alles andere flau finden
Weil die dann Harmonie alles davor
Zu gymnastischen Übungen macht
Darum endet sexuelle Aufklärung
Über Techniken immer beim Gefühl
Das Basis und Gipfel allen Glücks
Zugleich geistig wie körperlich wirkt
Befriedigung hat stets viele Ebenen
Sie ist ein körperlicher Akt allein wie
Bedingung der geistigen Harmonie
Bloße Natur wie ihre Überwindung
Wer sexuell aufgeklärt wirklich ist
Weiß was gut tut und befriedigt
Kann Glück schenken wie genießen
Ist ein freier glücklicher Mensch
Freiheit und Glück aber sind stets
Die Voraussetzung sozialen Friedens
Darum ist sexuelle Aufklärung immer
Der Anfang des Großen im Kleinen
jens tuengerthal 11.06.2018
Samstag, 9. Juni 2018
A-L 0002
Sie endet in der aufgeklärten Gesellschaft
Wenn Vernunft und Toleranz herrschen
Wovon wir noch in vielem so fern sind
Unsere Verfassung genügt heute wohl
Den Grundsätzen der Aufklärung vollauf
Das Denken der Bürger in vielem nicht
Wie ein Mord uns wieder deutlich machte
Vorurteile durch den Verstand besiegen
War das Ziel der Aufklärung von Beginn
Im Meinungsstreit vergessen wir es gern
Glauben politischen Bauchgefühlen dann
Wer wider alle Vernunft das Gefühl nutzt
Massen zur Meinung zu bewegen handelt
Sicher als Prediger aber nie aufklärerisch
Aufklärung heißt drum denken und abwarten
Wer heute in die Medien schaut kann merken
Wie dringend es mehr Verstand nun bräuchte
Statt immer lauterer Meinungen im breiten Volk
Dem unverantwortlichen Herrscher durch Masse
Habe keine Meinung zu egal welchem Mordfall
Lebe glücklicherweise in einem Rechtsstaat
Der solche Fälle aufklärt und untersuchen wird
Damit nach dem Gesetz geurteilt werden kann
Solche Aufklärung durch den Staat braucht Zeit
Sie führt nicht zu Rache oder mehr Gerechtigkeit
Sondern setzt nur staatliches Recht einfach durch
Was ohne alle Emotionen zu geschehen hat
Ob die Dinge mit Recht und Ordnung zugehen
Prüfen kontrollierende Gewalten gegenseitig
Darum muss ich mich nicht weiter kümmern
Zu dem Ergebnis kann ich eine Meinung haben
Eine Meinung aber habe ich zu Recht und Freiheit
Die gefährdet wer Gefühle für Meinungen ausnutzt
Opfer oder Täter politisch instrumentalisieren will
Anstatt sachlicher Argumente nur Misstrauen sät
Im Geiste der Aufklärung dagegen laut werden
Scheint nötiger als dazu eine Meinung zu haben
Die weniger von Wissen als von Gefühl gespeist
Das Vertrauen in die Freiheit weiter erschüttert
Lassen wir die Ermittler ihre Arbeit machen
Die Gerichte darüber urteilen und Medien
Über das berichten was tatsächlich passiert
Dann können wir uns eine Meinung bilden
Wer dagegen Gefühle als Meinung ausgibt
Angst und Vorurteile statt Verstand fördert
Gefährdet Ordnung und Freiheit wirklich
Betreibt staatsgefährdende Propaganda
Ob die Täter solcher Hetze verfolgt werden
Wie Terroristen oder als Idioten behandelt
Werden können hängt daran wie aufgeklärt
Eine Gesellschaft als Ganzes bereits ist
Darum ist der Geist der Aufklärung heute
So wichtig wie damals um endlich wieder
Mehr auf Verstand als Gefühl zu setzen
Da nur Aufklärung die Freiheit sichert
jens tuengerthal 9.06.2018
Donnerstag, 7. Juni 2018
Gipfelglück
Wie groß wird erst das Glück
Gemeinsam auf dem Gipfel
Angekommen zu sein wenn
Du vorher gescheitert bist
Bergsteiger die abbrachen
Bevor sie ihr Ziel erreichten
Werden später alles dafür tun
Doch noch oben anzukommen
Sie kämpfen bis zur Erschöpfung
Um oben einmal gewesen zu sein
Diesen Wahnsinn versteht allein
Wer einmal halbtot oben stand
Da wird freiwillig das Leben riskiert
Viel zu oft sogar dabei verspielt
Weil das Risiko den Reiz erhöht
Dem Sieg den Kick erst gibt
Wer jemals gemeinsam rang
Und sei es um den kleinen Tod
Empfindet diesen Wahnsinn nach
Darum ist guter Sex wie Bergsteigen
Spielerisch leicht segel ich meist
Mit der Liebsten über unzählige
Gipfel miteinander jeden am Ende
Als geteilten Höhepunkt feiernd
Wie großartig aber wird es erst
Wenn du zuvor kurz vorm Gipfel
Mehrfach gescheitert bist dann aber
Mit letzter Kraft dein Ziel erreichst
Braucht das größte Glück auch
Manchmal Umwege zur Erfüllung
Fragt nur wer die Lust nie verstand
Die dem Wesen nach dialektisch ist
Nicht das alltägliche Glück wird so
Weniger nur das besondere mehr
Das höchste höher zu schätzen
Gibt dem Höhepunkt mehr Dauer
jens tuengerthal 7.6.2018
Mittwoch, 6. Juni 2018
A-L 0001
Beginn einer neuen Reihe mit Lyrik zum Thema Aufklärung, die Fragen stellt, Geschichte betrachtet, für die Zukunft betrachtet, versucht aufklärerisch zu wirken. Ihr sind nominell erstmal keine Grenzen gesetzt. Ob wir schon aufgeklärt sind oder noch so wenig wie Kant es über seine Zeit sagte, die sich sogar Aufklärung nannte, gar in neuer Dominanz des überall Aberglauben der Vernunft noch ferner sind als je, wird ein Teil der Fragen sein, mehr als eine Anregung zum Denken kann es nie sein, wenn aber zumindest das, wäre der Autor schon überglücklich - mich zumindest, also ihn, den Autor, aber wer wäre ich ernsthaft in der Dritten Person von mir zu reden? Da nichts erstrebenswerter ist, als glücklich zu sein, wie uns schon vor über 2200 Jahren Epikur lehrte, gebe ich mich dem nun aufgeklärt dichtend ganz hin.
Was heißt Aufklärung heute
Brauchen wir sie überhaupt
Wer betreibt sie glaubwürdig
Hat sich jemals etwas geändert
Kant erklärte einst die Aufklärung
Als Befreiung des Menschen aus
Selbstverschuldeter Unmündigkeit
Sind wir heute weiter als er damals
Der Geist der Aufklärung wehte aus
England auf den Kontinent herüber
Kam über Frankreich zu den Deutschen
Fand hier kriegerisch seine Dialektik
Von Locke zum Lachen des Gentleman
Aus den Pariser Salons auch lexikalisch
Erleuchtete the age of enlightenment
Im englischen schon nominell
Wenn sich der Nebel des Glauben
Verzieht klärt sich der Himmel auf
Als Teil des logischen Universums
Ohne alle unfrei verzauberte Magie
Kant machte spätestens ganz streng
Gott für die Moral logisch überflüssig
Mit seinem kategorischen Imperativ
Glaube wurde zum Privatvergnügen
Moses Mendelsohn zeigte dagegen
Wie Aufklärung und Judentum sich
Auch ganz logisch verbinden lassen
Eröffnete neue geistige Welten dort
Diderot Holbach und Grimm waren
Nicht nur enzyklopädisch gebildet
Sie dachten die Freiheit zu Ende
Wurden zu Vätern der Revolution
Rousseau dagegen schnell Mode
Darf sich Vater des Terreur nennen
Weniger rational als stark sehnend
Inkontinent am meisten überschätzt
Aufklärung ist immer vielfältig gewesen
Entsprach dem Geist der Bewohner
Warum was in England hell erleuchtet
In Deutschland erstmal erklärt wird
Dass Diderot dessen Enzyklopädie einst
Zum Schlüssel der Revolution wird auch
In der Bastille saß deren Stürmung uns
Zeichen des Umsturz passt zu perfekt
Dort saß dereinst auch Voltaire ein
Der sich in England selbst infizierte
Mit der Geist der neuen Aufklärung
Dies alles kritisch hinterfragen wollte
In Preußen verordnete der König selbst
Die Aufklärung der Bauern von oben
Wie es in Russland Katharina versuchte
Warum sie und Friedrich groß genannt
Ob sich nach 1933 einst zeigte wie
Erfolglos Aufklärung von oben war
Russland dies nach 1918 bis heute
Beweist ist eine unserer Fragen
Lässt sich kritisches Bewusstsein
Verordnen oder nur selbst finden
Ist das Wort Aufklärung stets falsch
Weil erkannt nicht erklärt wird wenn
jens tuengerthal 6.06.2018
Samstag, 2. Juni 2018
Rundungsfreude
Freue mich täglich mehr
An der Liebsten Rundungen
Verhüllt oder entblößt
Sind sie einmalig schön
Nie sah ich so perfekte Harmonie
Von oben bis unten erhebend
Zeigt sie in ihren Kurven Klasse
Berühre ich sie gern nebenbei
Streife ihren vollkommenen Po
Im vorübergehen und erspüre
Dabei Linien sinnlicher Wäsche
Die den Liebsten wunderbar teilt
Liebe es ihre Rundungen zu küssen
Wenn sie ganz enthüllt vor mir liegt
Heißer nur noch ist es diesen Traum
Von Weiblichkeit nur zu erahnen
Am schönsten natürlich ist es immer
Ihre Rundungen auf mir zu spüren
Doch der geilste Anblick bleibt stets
Die verhüllte Andeutung zu erahnen
So macht es mich unendlich heiß
Ihre vollkommenen Formen noch
Unberührbar aber sinnlich verpackt
Vor mir entlang schweben zu sehen
Wie preise ich dann mein Glück
Was noch alle sehen dürfen hier
Dort dereinst berühren zu dürfen
Um ihre immer Lust zu wissen
Wie gern sehe ich ihren Körper
Völlig ahnungslos noch schlafend
Die schönsten Lippen geschlossen
Wissend wie sich alles bald öffnet
So ist das Wissen um ihr darunter
Was stets ausgesucht schön ist
Fast noch reizvoller als die nur Natur
Die ohnehin schon perfekt schön ist
Es ist das alte Spiel aller Natur
Die Unerreichbares reizvoll macht
Wie die Verhüllung erst den Schatz
Noch viel kostbarer scheinen lässt
Wie oft aber enttäuschte mich schon
Was edel verpackt vor mir erschien
Wenn ich ihm erst wirklich nah kam
Hier aber ist es immer umgekehrt
Der Reiz der edlen Verpackung
Erhöht die Freude an der Natur
Die vollkommener noch harmoniert
Als alle erotischen Träume ahnten
Kann mich an ihren Kurven freuen
Wenn sie unerreichbar vor mir sind
Scheinen sie mir fast noch geiler
Und nur die Wirklichkeit übertrifft es
jens tuengerthal 2.06.2018
Teeosophie 099
Mit Tee beginnt die
Hochkultur des Genusses
Liebe zum Detail
jens tuengerthal 2.06.2018
Freitag, 1. Juni 2018
Gewitterlust
Welche Lust ist es doch
Nach langer großer Hitze
Dem erlösenden Gewitter
Gemeinsam zu lauschen
Entspannt wie entblößt
Nach Stunden beim Sport
Donnergrollen genießen
Beim Blick auf liebste Mitte
Spürbar kühlt es endlich ab
Während die Lust wieder steigt
Betrachte ich geöffnete Lippen
Genieße es wie alles fließt
Gerade braucht es nichts sonst
Zum vollkommenen Glück aber
Gleich wächst der Blick weiter
Um einige Bewegung zu werden
Noch freut lautes Hagel prasseln
Bald übertönt es dein Stöhnen
Was oh Welt könnt schöner sein
Als guter Sex mitten im Gewitter
jens tuengerthal 1.06.2018
Nachtlust
Kurz vor dem Einschlafen
Noch zärtlich dich streichelnd
Fast aus versehen deine Lust
Geweckt und noch ausgeritten
Wie selig schläft es sich dann
Vom Ritt noch gänzlich erschöpt
Aneinander fast ineinander ein
Aller Hitze der Nacht zum Trotz
Die Nachtlust war wunderbar
Doch wieviel schöner ist es
Nach der Lust die ganze Nacht
Völlig entspannt verliebt zu teilen
jens tuengerthal 1.06.2018
Teeosophie 098
Früher Morgentee
Erweckt und beruhigt zugleich
Für heiße Tage
jens tuengerthal 1.06.2018
Donnerstag, 31. Mai 2018
Verkleidungsverbot
Retteten Verbote jemals die Freiheit
Müssen wir Verkleidung verbieten
Um das freie Denken zu verteidigen
Oder ist das immer kontraproduktiv
Wer Verbote ausspricht ist beschränkt
Außer diese sichern die Freiheit stärker
Als sie systemlogisch dabei beschränken
Ist dies bei Vermummung noch fraglich
Der Gleichheit und Gerechtigkeit wegen
Gilt für Masken dasselbe wie für alle
Sonstige religiöse Verhüllung nach der
Mittelalterlichen Islaminterpretation
Wir beschränken damit unsere Kultur
Um die rückständige wie unaufgeklärte
Islamische pädagogisch zu erziehen
Wohl wissend dies ist logisch wertlos
Aufklärung ist immer nur die Befreiung
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Verbote und Belehrung bringen da nichts
Wer dumm bleiben will soll und darf es
Es muss sich der Mensch selbst befreien
Von religiösem Zwang und Aberglauben
Erst dann hat Freiheit eine Zukunft
Verbote sind lächerlich hilflos komisch
Lachen wir über die armen Dänen lieber
Sie hatten keinen Kant nur Kierkegaard
Den gläubigen Harderer und töteten einst
Die wagemutigen Aufklärer noch lieber
jens tuengerthal 31.5.2018
Gotteswitz
Dürfen wir über Gott lachen
Lästert schon wer solches tut
Oder müssen wir es machen
Getragen von der Freiheit Mut
Was den Gläubigen Lästerung
Scheint dem Atheisten zu viel
Aufmerksamkeit für ein nichts
Beide finde ich ernst komisch
Lachen befreit uns nachhaltig
Von Angst und Verklemmung
Macht das Leben paradiesisch
Ganz ohne ein Himmelreich
Mehr als das Leben geniessen
Kann keiner egal was er glaubt
Natürlich auch wo er eine sie ist
Was nur grammatikalisch zählt
Spott oder Sarkasmus liegen dem
Zweifler logisch nahe doch Größe
Zeigt erst ein offenes freies Lachen
Weil es von allem Zwang befreit
Kann jeder über Gott lachen oder
Wie der Earl of Shaftesbury gegen
Seinen Lehrer Locke einst schrieb
Nur der freie gebildete Gentleman
Dürfen wir Aufklärer jene befreien
Die noch im Aberglaube gefangen
Götter überall mehr fürchten als
Sie das Leben je genießen lernten
Gilt nicht über allen Kants Satz
Das Aufklärung immer Befreiung aus
Selbstverschuldeter Unmündigkeit
Sein muss den Namen zu verdienen
Der ernste moralische Königsberger
Gegen den lächelnden Gentleman
Scheint es von außen betrachtet nur
Kant machte im KI den besten Witz
Wer Gott völlig überflüssig machte
Für jede Moral oder Sitte kann leicht
Danach sich zu machtlos geleerten
Ritualen öffentlich lächelnd bekennen
Kant perfektionierte auf preußische Art
Lachen über Gott mit ernstem Gesicht
Es mag ihn geben sagt der Beamte
Aber was kümmert es mich moralisch
Wie Epikur und Lukrez vor ihm schon
Machte er die Götter lächelnd belanglos
Führte lächelnd den Mensch dabei vor
Blieb dabei nur Aufgeklärten verständlich
So lächle ich mit den Vordenkern
Genieße das Leben also fröhlich
Überlasse den Streit Gläubigen
Natürlich darf ich über alles lachen
jens tuengerthal 31.05.2018
Glücksquelle
Wer in seiner Mitte ruht
Befindet sich im Gleichgewicht
Was immer erstrebenswert
In jeder Hinsicht wohl ist
Manche lieben viel mehr
Das ständige auf und ab
Mich befriedigt vollkommen
Das rein raus mir der einen
Ihre immer feuchte Mitte ist
Mein täglicher Glücksquell
In dem ich liebend gern ruhe
Miteinander im Gleichgewicht
Was brauche ich Yoga Meditation
Habe lieber Sex mit der besten Frau
Ruhe bewegt dann in ihrer Mitte
Hinterher auch völlig entspannt
Das Leben ist einfach wunderbar
Wenn du alles in einer endlich hast
Angekommen suchst du nichts mehr
Übst nur täglich mehr Befriedigung
Wer seine Mitte in ihrer selig fand
Darf vollkommen glücklich sich nennen
Mehr an Glück gibt es nirgendwo
Kann sich zurücklehnen zu genießen
jens tuengerthal 31.5.2018
Teeosophie 097
Tee Haiku 137
Vorfreude auf Tee
Beginnt Tage glücklich
Ein guter Anfang
jens tuengerthal 31.05.2018
Mittwoch, 30. Mai 2018
Buchpreisbiotop
Buchpreisbiotop
Beschreibt Deutschlands Büchermarkt
Besser als alles
Buchhändler fürchten
Von Verlegern getrieben
Um alte Kultur
Alle haben es
Sich gemütlich gemacht dort
Im geschützten Reich
Zeit für Bewegung
Im lange erstarrten Teich
Täte allen gut
Preisbindung schützt nicht
Vor Amazon sondern lässt
Noch tiefer fallen
Die Kultur schützen
Bücher besser bewahren
Ist erstrebenswert
Keine Kultur ist
Monopole zu pflegen
Dient nur Bestand
Zeit umzudenken
Lieber künftig die Freiheit
Zu verteidigen
Kultur retten heißt
Autoren unterstützen
Statt nur Verleger
jens tuengerthal 30.05.2018
Hitzelust
Sex bei großer Hitze
Ist häufig eher sportlich
Als wunderbar erotisch
Wird schnell nur klebrig
Dennoch wächst die Lust
Auch bei Hitze natürlich
Fragt sich nur wie wir sie
Erfolgreich befriedigen dann
Möglichst wenig Bewegung
Bei laufendem Ventilator
Wird Befriedigung erledigt
Weil es gut tut und nötig ist
Sehr zu empfehlen ist auch
Tantra Sex eher meditativ
Oder lieber schnell kommen
Um lang danach zu genießen
Natürlich habe ich auch bei Hitze
Lust auf meine wunderbare Liebste
Doch empfiehlt alle Erfahrung mir
Mehr Zurückhaltung zu üben dabei
Die Natur aber bahnt sich ohnehin
Wider alle vernünftigen Pläne immer
Ihren besten Weg zur größten Lust
Warum jeder Rat entbehrlich ist
Sex haben wenn die Lust kommt
Darauf lieber verzichten ohne am
Besten es abgestimmt gleichzeitig
Tun und dann zusammen kommen
Für wen das nur graue Theorie ist
Der lebe bei Hitze besser enthaltsam
Wir anderen tun nach unserer Natur
Was gut tut aber auch nie mehr
Das klingt nur nicht sinnlich genug
Für alle die nicht begriffen haben
Das Sex auch ein Lebensmittel ist
Natur und Umständen angepasst
Dies alles könnte ich mehrfach
Noch in jede Richtung abwägen
Doch ist es auch dafür zu heiß
Am Ende war es wie immer geil
jens tuengerthal 30.05.2018
Teeosophie 096
Tee Haiku 136
Tee bessert immer
Sogar schlechte Laune muss
Keiner mehr haben
jens tuengerthal 30.05.2018
Dienstag, 29. Mai 2018
Schöne Aussichten
Das schönste am schönen Wetter
Sind doch die schönen Aussichten
Wenn die Schönste im luftigen Kleid
Vor mir liegt und ich schauen darf
Vertraut sind ihre verzauberten Orte
Doch wie wunderbar ist es wieder
Sie kaum bedeckt ganz nah zu sehen
Schöner nur wird es sie zu berühren
Bei der kleinsten Bewegung schon nass
Geschwitzt von der gerade großen Hitze
Weckt dieser Anblick große Sehnsucht
Nach Bewegung in der Feuchtigkeit
Träume in der wüsten Hitze des Mai
Davon ihre Oase noch zu erreichen
Von ihren Quellen innig zu schlürfen
Ihren Paradiesgarten zu genießen
jens tuengerthal 29.05.2018
Rundungsliebe
Wie liebe ich deine Rundungen
Was freue ich mich an deinen
Perfekt ausgeprägten Kurven
Dem schönsten Körper der Welt
Lobe ich die Rundung deiner
Perfekten Beine fürchte ich
Schon die Diskussion die folgt
Weil ich nicht dünn dazu sagte
Werde dich oh meine Liebste
Nie dünn nennen obwohl du
Dünner bist als nahezu alle
Leichter und zierlicher ohnehin
Verehre deinen schönsten Körper
Ob seiner Rundungen wegen so
Nicht weil er dünn wäre was er ist
Habe nie genug von dir Liebste
Deine holde Weiblichkeit besingt
Allein der Minnesänger in mir gern
Wie dünn du bist spielt keine Rolle
Nur wie sehr ich dich liebe Schatz
Dünn ist für mich kein ästhetischer
Begriff sondern nur Ausdruck einer
Pathologischen Sehnsucht meist die
Gesellschaft den Frauen einpflanzt
Sicher bist du die schlankeste Frau
Von allen die ich je hatte doch geil
Machen mich deine natürlichen Formen
Die eben weiblichen Rundungen
Kleidergröße 32 bis 34 ist sehr sehr
Schlank zierlich oder dünn sicher
Um so mehr freut mich deine noch
Wunderbar ausgeprägte Weiblichkeit
Vermutlich schwiege ich besser dazu
Weil ich dich so sehr liebe und darum
Immer glücklich machen möchte
Doch ich mag das Wort dünn nicht
Nie möchte ich sagen meine Frau
Die ich perfekt schön finde sei sehr
Dünn immer aber will ich schwärmen
Von deinen weiblichen Rundungen
Es hängt vieles an der Art der Betrachtung
Die einen finden dünn ein hehres Ideal
Für mich ist es eher ein Zustand der ohne
Jeden Reiz ist anders als ihre Rundungen
Darum kann ich nicht immer sagen
Was du Liebste dir wünscht auch
Wenn ich nichts als dich glücklich machen
Ein Leben lang will meine Schöne
Wenn du nur verstehen würdest Liebste
Wie ideal ich dich in allem immer finde
Dein Glück mein höchstes Ideal stets ist
Fühltest du wie schön ich dich finde
Gerade weil ich nie das Wort dünn nutze
Bist du so perfekt für mich auch wenn
Alle sagen wie dünn du doch bist was
Ohne Frage so gesehen werden kann
So muss ich wohl weiter damit leben
Ab und zu die Liebste zu erzürnen
Weil ich sie nicht dünn nenne was sie
Ganz offensichtlich für alle doch ist
Solange sie noch weiß wie sehr ich
Sie liebe und meine Zärtlichkeit auch
Überall noch so gerne fühlt werden
Wir beide damit wohl leben können
jens tuengerthal 29.5.2018
Teeosophie 095
Tee Haiku 135
Die Sehnsucht nach Tee
Bei großer Hitze morgens
Zeugt von Erfahrung
jens tuengerthal 29 05.2018
Montag, 28. Mai 2018
Männerdilemma
Liebe meine wunderschöne Frau
Über alles wie überall am liebsten
Für immer von vorne wie von hinten
Doch wie sag ich es ihr nur richtig
Preise ich ihre wunderbaren gerade
Weiblichen Reize meint sie immer
Es hieße sie sei zu dick auch wenn
Das Gegenteil offensichtlich wahr ist
Lobe ich ihre unstillbare riesige Lust
Würdige ich ihr ganzes Wesen nicht
Preise ich ihren guten Charakter
Meint sie es hieße sie sei nicht schön
Sage ich ihr sie sei vollkommen schlank
Vernachlässige ich ihre perfekten Reize
Voll holder Weiblichkeit oder schlimmer
Reduziere sie auf ihre Sexualität damit
Am Ende ist alles was ich sage falsch
Wird die Liebeserklärung umgedreht
Als kritischer Kommentar gewertet
Fast könnte ich verzweifeln darob
Dabei rettet mich noch die Erfahrung
Zu wissen eigentlich sind alle Frauen
So und es hilft nichts als sie lieben
Wo der Verstand endet bleibt Liebe
Das Männerdilemma ist unauflöslich
Frauen sehen immer ihre Probleme
Männer bewundern sie lieber fraglos
Aber Sex kann alles selig erledigen
Darum ist die beste Lösung immer
Taten erst mit Worten zu unterlegen
Die Zunge lieber lekend zu nutzen
Als für missverständliche Komplimente
jens tuengerthal 28.05.2018
Teeosophie 094
Tee Haiku 134
Meine Droge ist
Tee niemals verzichte ich
Freiwillig darauf
Die Teesucht aber
Ist weitgehend unschädlich
Wohl sogar gesund
jens tuengerthal 28.05.2018
Sonntag, 27. Mai 2018
Sonntagslust
Wie wunderbar sind Sonntage
Gemeinsam mit der Liebsten
Ist horizontal einzig aufrecht
Erwachen betrachten genießen
Hinter den Vorhängen die Sonne
Bescheint die sonntägliche Welt
Im Hof spielen vergnügt die Kinder
Um deine Mitte aber streichel ich
Eindringlich nah sich in der Welt
Die langsamer zu laufen scheint
Wird der kaum bedeckte Anblick
Mir zum himmlischen Vergnügen
jens tuengerthal 27.5.2018
Teeosophie 093
Tee Haiku 133
Tee braucht viel Ruhe
Ganz genossen zu werden
Ist so Zeitgewinn
jens tuengerthal 27.3.2018
Samstag, 26. Mai 2018
Wanderlust
Das Wandern ist des Müllers Lust
Dichtete der Müller einst und alle
Singen es bis heute nicht nur zum
Wandern sondern auch als Kunst
So wanderte ich heute auch mit
Der Liebsten zur Kunst und weit
Darüber hinaus durch unser nun
Endlich wieder gemeinsames Berlin
Im Sonnenschein vom Berg hinab
Auf die Museumsinsel um dort gleich
Die Alte Nationalgalerie zu besuchen
Ohne Schlange ging es in die Wanderlust
Eine wunderbare Ausstellung versammelt
Weit über hundertfünfzig Bilder zum Wandern
Von Klassik bis Expressionismus hingen
Dort die schönsten der Schönen beisammen
Diese zweite Wanderung zuerst durch die
Dritte Etage gemeinsam mit der Liebsten
Machte die wunderbaren Kunstwerke dort
In Gegenwart der Schönsten zum Traum
Anfangend mit Willumsens Bergsteigerin
Dem wunderbar expressionistischen Bild
Seiner Frau vor Bergpanorama im Rock
Kam unser Höhepunkt erst kurz vor Ende
Caspar David Friedrichs so großartiger
Wanderer über dem Nebelmeer welches
Lange schon der Prinzessin Liebstes ist
Hing als Leihgabe aus Hamburg dort
Davor und danach viel wunderbare Kunst
Zum Thema Wandern dezent erläutert
Vereinte den Geist des Wanderns dort
Von Friedrich über Goethe bis Renoir
Beschwingt von wunderbarer Wanderlust
Durchwanderten wir noch gleich die beiden
Anderen Etagen der Alten Nationalgalerie
Mit Wanderers Blick auf die übrigen Werke
Nach Auffüllen der Wasservorräte vor Ort
Wanderten wir von der Museumsinsel nun
Katalogweise schwer bepackt weiter gen
Kreuzberg zur bekannten Oranienstraße
Endlich konnte ich meiner Liebsten dort
Voller Romantik wenn auch umgekehrt
Meinen Weg von Schönefeld zeigen den
Nach ihrem Abflug ich immer alleine ging
Kamen so auch gemeinsam durch den
Verzauberten nun blühenden Rosengarten
Besuchten der Oranienstraße folgend noch
Das Aufbauhaus auch zur literaischen Stärkung
Über Prinzessinnengärten wie Wassertorplatz
Erreichten wir den Böcklerpark am Landwehrkanal
Picknickten fein bei Keksen und kaltem Tee endlich
Mit Blick auf den Landwehrkanal verliebt wunderbar
Von Wasser und Sonne ein wenig erholt dann
Folgten wir den Landwehrkanal ein Stück hinauf
Mit der Liebsten endlich das Paul-Lincke Ufer
Gemeinsam im schönen Kreuzberg zu genießen
Irgendwann als Preis der Erschöpfung schließlich
Wendeten wir um dem Landwehrkanal entgegen
Der Sonne gen Westen bis zum Mehringplatz
Zu folgen von dem ab es die Friedrichstraße ging
An Borcherts wie dem Gendarmenmarkt vorbei
Ging es über den Bebelplatz wo wir das Denkmal
Der Bücherverbrennung würdigten zurück auf die
Museumsinsel und von dieser wieder auf den Berg
Nach deutlich über 25km bei schönster Sonne
Kamen wir unter inzwischen rosa Himmel dann
Wieder am heimatlichen Helmholtzplatz selig an
Erschöpft aber glücklich von der Wanderlust
jens tuengerthal 26.05.2018
Fraglos
Ohne Frage ist meine Liebste
Die schönste Frau der Welt
Bete ihre zarte Gestalt an
Freue mich an allem von ihr
Manchmal befragt sie mich
Zu Makeln die ich nicht sehe
Oder was schöner wäre wenn
Es um Haare egal wo geht
Dann bin ich völlig verwirrt
Sie ist doch die Schönste
Die ich liebe und begehre
Mehr sage ich dazu nicht
Sie möchte aber eigentlich
Behauptet sie zumindest
Nur ein ehrliches Urteil
Also Gemäkel und Kritik
Das liegt mir völlig fern
Sie ist für mich ganz fraglos
Die immer allerschönste Frau
Will gar nichts anderes denken
Weil sie also perfekt für mich ist
Sind Fehler völlig uninteressant
Darüber denke ich nicht mal nach
Sehe nur ihre Vollkommenheit
Frauen schauen auf Probleme
Die Männer nie sehen würden
Betrachten stets überkritisch
Was wir fraglos nur anbeten
So hat meine Liebste keine Fehler
Außer diese ständig zu suchen
Besser genösse sie einfach immer
Von mir fraglos angebetet zu werden
Aber vermutlich wäre sie keine Frau
Täte sie es nicht genau so wie ich
Kein Mann wäre übersähe ich es nicht
Weil ich sie über alles liebe
jens tuengerthal 26.05.2018
Teeosophie 092
Tee aufzugießen
Erfordert Gelassenheit
Schweben zu lassen
jens tuengerthal 26.05.2018
Freitag, 25. Mai 2018
Lusttraum
Hatte nie eine Traumfrau
Das schränkt unnötig ein
Dachte ich und genoss lieber
Die Schönheit wie sie kam
Hätte mich jemand gefragt
Wie meine Traumfrau aussieht
Wäre ich ins stottern gekommen
Was könnte ich perfekt finden
Mal waren sie groß dann klein
Vollbusig oder eher ganz flach
Schlank oder eher sehr üppig
Blond dunkel oder rothaarig
Keine hatte alles je erfüllt
Darum liebte ich die Vielfalt
Blieb immer auf der Suche
In meinem ewigen Lusttraum
Glaubte längst nicht mehr
Es gäbe die eine für alles
Hatte die Suche aufgegeben
Nahm es wie es eben kam
Hielt diese Lust für die beste
Sie war real irgendwas ging
Mit der einen oder anderen
Immer irgendwie nebenbei
Wurde langsam impotent
Hatte ja alles schon probiert
Was sollte ich noch erwarten
Rein raus das immer gleiche
Dann entdeckte mich meine
Traumfrau an die ich längst
Nicht mehr geglaubt hatte
Und übertraf einfach alles
Die Lust ist größer als geahnt
Nichts fehlt mir mehr bei einer
Habe mehr als ich je hoffte
Ahnte nicht wie gut es sein kann
Ist es die große Liebe erst
Nach der alles vorher klein wird
Oder ist sie einfach perfekt
Die vollkommene Frau
Sicher ist sie perfekt für mich
Scheinbar bin ich es für sie
Auch wenn ich es nicht verstehe
Genieße ich es um so mehr
Eine Frau die mich wählte
Mich die ausschließliche Liebe
Verstehen und lieben lehrte
Mit der du alles in einer hast
Ihr Körper ist vollkommen schön
Ihre Lust unendlich unstillbar
Kann sie immer wieder kommen
Treibt mich auf höchste Höhen
Ist es die Kraft der Liebe allein
In der sie fraglos hochbegabt
Oder doch mehr ihr Lustgenie
Was alles bisher weit übertrifft
Weiß es nicht und denke mir
Was weiß ich schon überhaupt
Von den Frauen und der Liebe
Glücklich genieße ich die eine
Vielleicht denke ich glücklich
Musste die Traumfrau erst mich
Entdecken damit ich sie finde
Von der Vielfalt früher geblendet
Wer seine Traumfrau gefunden
Hat einfach alles dann in einer
Braucht nichts mehr als sie ganz
Dann sind Natur und Wille eins
Mehr kann im Leben nicht sein
Denke ich glücklich und könnte
Nun sterben wo ich alles hab nur
Zuvor viele kleine Tode mit ihr
jens tuengerthal 25.5.2018
Wahnsinn
Es ist einfach wahnsinnig
Mit meiner Liebsten in allem
Eigentlich immer
Wahnsinnig schön
Wahnsinnig sinnlich
Wahnsinnig verliebt
Wahnsinnig aufregend
Wahnsinnig liebevoll
Wahnsinnig erotisch
Manchmal nur
Wahnsinnig anstrengend
Wahnsinnig nervig
6 zu 2 überwiegt eindeutig
Der gute Wahnsinn hierbei
Also ertragen wir zweimal
Um sechsmal zu genießen
Das lohnt sich auch
Ökonomisch betrachtet
Außerdem liebe ich sie
Da hab ich ja keine Wahl
Freue mich lieber
Wahnsinnig
Das reicht
jens tuengerthal 25.05.2018
Teeosophie 091
Tee Haiku 131
Tee tröstet immer
Egal über welch Dinge
Wir uns aufregen
jens tuengerthal 25.05.2018
Donnerstag, 24. Mai 2018
Morgentaucher
Wie traumhaft ist das Leben
Am Morgen frisch erwacht
In der Liebsten Morgentau
Tiefer noch einzutauchen
Halb schlafend sie noch
Mit vordrängender Lust
Inniglich zu berühren lässt
Den Tag lustvoll beginnen
Wie Tau in der Natur feucht
Sich auf Wiesen niederlässt
Lassen mich ihre Traumspuren
Leicht in sie hinein gleiten
jens tuengerthal 24.05.2018
Teeosophie 090
Tee Haiku 130
Tee passt zu allem
Sommerhitze wie Winter
Ergänzt er perfekt
jens tuengerthal 24.5.2018
Mittwoch, 23. Mai 2018
Analiebe
Oh du nicht Anna
Oder Berta nie
Aber Liebste immer
Liebe dich von allen
Seiten immer mehr
Von Anfang bis Ende
Womit wir hoffentlich
Nie anfangen werden
Um immer wieder
Dabei immer lieber
Von hinten wie von vorne
In eins nicht uneins
Verschlungen zu bleiben
Sei immer mir mein ganz
Ein- und Ausgang
Jeden Tag
jens tuengerthal 23.05.2018
Duschlust
Zusammen duschen
Macht den Alltag lustvoller
Der Natur näher
Sich einseifen lässt
Ineinander gut flutschen
Alles fließt wieder
Rundungen rutschen
Schaumig geil aneinander
Weiter rauf runter
jens tuengerthal 23.5.2018
Fensterstupser
Vor vierhundert Jahren stürzten
Sie den Gesandten des Kaisers
Aus Wien in Prag aus dem Fenster
Was dreißig Jahre Krieg auslöste
Aber waren es die Fensterstupser
Real die zum Kriege überall führten
Oder war es nur der Wurmfortsatz
Der lange vorher Reformation noch
Wirkte der olle Antisemit Luther nun
Als Befreier oder als Sklaventreiber
Ging es wirklich um Religion dabei
Den rechten Glaube oder die Macht
Hat der lange deutsche Krieg uns
Weisen Umgang mit Glaube gelehrt
War der Winterkönig nur ein Opfer
Unbeteiligter englischer Intrigen
Nach 30 Jahren Krieg der heute
Vor 400 Jahren begann galt nur
Suum cuique was wir lang schon
Wussten hier in der Kurmark
Diese war zerstörter noch als es
Heute Syrien und Afghanistan sind
Wo es auch um Aberglauben ging
Als mehre der Unsinn unser Glück
Immer noch verkünden die Sekten
Es sei nicht die Religion so schlecht
Sondern der Mensch bliebe sündig
Während sie den Missbrauch pflegen
Was lehren uns 400 Jahre später nun
Die 30 Jahre Krieg wenn nicht allem
Aberglauben endlich abzuschwören
Für Freiheit und Friede ohne Götter
Ob sich dann vielleicht machtpolitisch
Genug Gründe für neue Kriege finden
Kann dahinstehen wenn es einen doch
Sicher alle Zeit vermeiden helfen würde
Sein wir 300 Jahre nach der Aufklärung
Wie 400 Jahre nach dem Fenstersturz
Endlich vernünftig und vergessen die
Sekten für unser privates Glück endlich
jens tuengerthal 23.05.2018
Poedu
Du hast den schönsten Po
Genau richtig rund und fest
Krönt er deine zarte Figur nicht
Nur von hinten aus betrachtet
Dein Po und ich wir sind längst
Per du und fühlen uns gern nah
Nächtlich immer wieder kuschelnd
Täglich wo möglich auch reibend
Poesie ist die Kunst der Worte
Poedu die Kunst des Vertrauens
Von hinten wie von vorne immer
Zärtlich miteinander verschlungen
jens tuengerthal 23.05.2018
Teeosophie 089
Tee Haiku 129
Aufguss zum Genuss
Teekenner genießen mehr
Die Wiederholung
jens tuengerthal 23.5.2018
Dienstag, 22. Mai 2018
Bikinianprobe
Heute durfte ich mal zusehen
Wie du neue Bikinis bei H&M
Anprobiert hast in der Kabine
Durfte ich auf den Hocker dort
Habe mich extra beeilt vorher
Bei Edeka um noch rechtzeitig
Hinter den Vorhang zu schlüpfen
Wo du schon längst dabei warst
Als einziger Mann dort seine Frau
Suchen war viel schwieriger noch
Als ich gedacht hatte und so rief ich
Völlig verwirrt deinen Namen laut
Dann antwortete deine Stimme
Hinter einem Vorhang zur rechten
Den ich ahnungslos noch öffnete
Worauf du erschreckt schriest
Splitternackt bis auf die Schuhe
Stand die schönste Prinzessin da
Voller Glück genoss ich dagegen
Den Anblick meiner schönen Frau
Schnell schlüpfte ich zu dir hinein
Nahm brav auf dem Hocker platz
Durfte noch einmal die Anprobe
Ganz miterleben welch Glück
Dachte immer Schoppen ist öde
Wie traumhaft aber wird es erst
Wenn du als Beobachter dort
Alles sehen und berühren darfst
Sogar kosten durfte ich zwischen
Den verschiedenen Bikinis dann
Vom schönsten Schoss der Welt
Schoppen kann ja so geil sein
Hätte ihr wäre es gefragt gewesen
Alles in diesem Moment gekauft
Auch wenn ich nicht wüsste wovon
Doch sollte ich bloß beraten dabei
Wie schön kann das Leben sein
Mit der Schönsten in der Umkleide
Als berührender Beobachter dessen
Beratung tatsächlich allein gefragt
Nichts sollte oder musste ich zahlen
Sah dafür die mir Kostbarste ganz
Schmeckte ihre Freude darob dazu
Sage nie mehr was gegen Shopping
jens tuengerthal 22.05.2018
Sonnenschlaf
Die Morgensonne scheint
Auf deine Rundungen hier
Vorhanggedämpft einzig
Betont sie deine Schönheit
Du räkelst dich im Halbschlaf
Zeigst dich mir von allen Seiten
Ahnst nicht mal wie schwer es ist
Dich noch schlafen zu lassen
So schläfst du friedlich deinen
Sonnenschlaf vielleicht erotisch
Noch träumend sicher erregend
Als unberührter Anblick mir immer
Sehe den Morgentau auf deinen
Lippen von deiner Sinnlichkeit
Sichtbar erzählend zwischendurch
Zuckst du willenlos eben im Traum
Möchte dich wunderbar träumen
Lassen bis du irgendwann allein
Erregt aufgeschlafen auch bist
Um voller Lust zu mir zu kommen
Doch kommst du wirklich dann
Quält dich zuletzt kein Alptraum
Der jede Lust wieder verdrängt
Weckte ich dich noch besser
So betrachte ich völlig verliebt
Die schöne Schlafende so nah
Frage mich was nun besser wäre
Schreibe erregt darüber anstatt
jens tuengerthal 22.05.2018
Teeosophie 088
Tee Haiku 128
Teemorgenstimmung
Macht den Tagesbeginn heiß
Wie tief harmonisch
jens tuengerthal 22.05.2018
Montag, 21. Mai 2018
Liebesmahl
Spargel-Risotto ist die Königin
Aller Gerichte nach langem Rühren
Endlich ist der Höhepunkt erreicht
An dem alles mit Biss weich ist
Wie strahlt die Liebste glücklich
Beim ersten Happen ihres ersten
Spargel-Risotto im Leben dankbar
Ihren kochenden Garten selig an
Wie glücklich bin ich Koch dabei
Die Liebste so ganz zu erfüllen
Dass sie tief befriedigt strahlt
Auch satt noch einmal nascht
Essen sei der Sex des Alters
Sagen von Impotenz bedrohte
Wir genießen voller Lust dafür
Erst das eine dann das andere
Vom Rheingauer Riesling befreit
Wechseln wir willig bald die Lage
Um der Bauernweisheit folgend
Nicht nur danach zu rauchen
jens tuengerthal 21.05.2018
Irish-Wein
Zum Wein am Platz
Vorm Misirlou gab's heute
Irische Musik dazu
Während die Liebste
Gerade aus Dublin zurück
In Erinnerung schwelgte
Wippten wir übrigen dazu
Im Takt beim Riesling mit
Und von Western scheint
Die Sonne über den Platz
jens tuengerthal 21.05.2018
Aufklärungsromantik
Die Liebste ist eine Romantikerin
Hänge logisch der Aufklärung an
Sie liebt die Mathematik über alles
Versuche mich als schlichter Dichter
Gegensätze ziehen sich an sagen
Voruteilsgeschützte Volksmassen
Sie stoßen sich ab sagt die Erfahrung
Das kommt drauf an meint die Physik
Alle Schemen taugen beschränkt nur
Sobald das Gefühl dauerhafter wirkt
Weil es immer individuell anders ist
Chaos und Quantendynamik wirken
Wir zwei Aufklärungsromantiker sind
Hoch emotional immer wieder schnell
Bei allem und dabei hoch neurotisch
Um stets ganz zusammen zu kommen
Aufklärung und Romantik passen nicht
Zusammen wie miteinander sagt sicher
Die Vernunft aber perfekt ineinander
Weiß alle Erfahrung noch immer besser
jens tuengerthal 21.05.2018
Teeosophie 087
Tee Haiku 127
Erster Genuss bleibt
Tagsüber uns erhalten
Trinke darum Tee
jens tuengerthal 21.5.2018
Sonntag, 20. Mai 2018
Postorgiastisch
Die Ruhe nach dem vögeln
Wenn beide selig kamen
Vom langen Ritt erschöpft
Ist so zärtlich wunderbar
Dann braucht es keiner Worte
Beide analysieren glücklich
Wie sie zusammen kamen
Liegen wund gerieben da
In einem Zustand tiefer Ruhe
Beieinander nun einfach liegen
Trägt alles Glück der Welt in sich
Genieße es da bist du Mensch
Dann Verse darüber schreiben
Wie sie nackt neben dir liegt
Ihr Atem immer ruhiger wird
Spiegelt Traum an Wirklichkeit
So lieg ich nun ach so glücklich
Mit ganz erschlafftem Gliede da
Freue mich am Leben einfach so
Und weiß vor Glück kein Wort mehr
jens tuengerthal 20.05.2018
Teeosophie 086
Tee Haiku 126
Zu zweit erwachend
Ist ersten Tee teilen Glück
Wenn genug da ist
jens tuengerthal 20.05.2018
Lusterschöpft
Erschöpft von aller Lust
Liegst du schlafend nun
Nackt nach unserer Natur
Nach 12 Gipfeln neben mir
Gerade schauten wir noch
Die königliche Hochzeit da
Fielen dir bei der Predigt die
Augen zu und ruhig atmest du
Von der Kraft der Liebe sprach
Der amerikanische Bischoff just
Als die Erschöpfung dich ergriff
Was könnte passender sein
In höchste Höhen schon auf mir
Bist du voll Leidenschaft geritten
Haben wir es immer wieder getan
In wiedervereinigter Liebe selig
Dann schauen wir die Hochzeit
Wenn du wieder aufwachst weiter
Nichts läuft weg wir haben uns ja
Nun wie die beiden für immer
Betrachte dich voller Liebe dabei
Wie du endlich überall entspannt
Angekommen bist im Liebesland
Gekommen um zu bleiben
jens tuengerthal 19.05.2018
Samstag, 19. Mai 2018
Liebesfest
Heute feiern wir ein Fest
Es gilt die Liebe zu feiern
Alle Welt schaut nach Windsor
Wo Harry und Meghan heiraten
Das feiern wir auch mit ihnen
Die Liebe feiern ist immer gut
Doch das läuft nur nebenbei
Denn heute kommst du wieder
Wieder zu und mit mir nun ganz
Genießen dieses große Glück
Zu dem die königliche Hochzeit
Nur Dekoration unserer sein darf
Sich für ein ganzes Leben wollen
Ist etwas wunderbares was viele
Nur träumen als Märchenstück
Wir aber leben es nun wieder
So feiere die Prinzenhochzeit
Als ein Fest der Liebe heute
Wenn wir uns wieder haben
Bis du kommst als unsere
Wie schön ist es die Liebe
Aus vollem Herzen zu feiern
Zu jubeln weil Jubel gut tut
Dabei unsere Liebe leben
jens tuengerthal 19.05.2018
Teeosophie 085
Liebe feinen Tee
Teetrinken feiert die Liebe
Täglich genußvoll
jens tuengerthal 19.05.2018
Freitag, 18. Mai 2018
Vorlust
Während die Liebste noch
Ein letztes mal die Steilküste
Auf ihrer Insel besucht bevor
Sie packt sehne ich mich
Kurz vor der größten Lust
Die mir je vorstellbar schien
Hänge ich schon sehr erregt
Feuchtwarm in der Warteschleife
Irgendwie irreal scheint es mir
Sie in fünfundzwanzig Stunden
Für immer endlich abzuholen
Wie schnell verflog das Jahr
Wie freust du dich angemessen
Auf den Super-GAG den immer
Größten Anzunehmenden Glücksfall
Unsere dauerhafte Wiedervereinigung
Berlin kennt sich damit ja aus
Wiedervereinigung und so was
Ossis jammern Wessis meckern
Am Ende alle irgendwie frustriert
So werden wir es sicher nicht tun
Weder miteinander noch überhaupt
Lieber genießen wir die Lust voll
Statt Erwartungen zu enttäuschen
Vor Lust vorab vergehe ich fast
Weiß es wird wieder perfekt doch
Sage ich es erwartungslos lieber
Keinem vorher weiß es geheim
Immer feucht beim Gedanken schon
Denke ich lieber gar nicht mehr bis
Die Traumfrau wieder in meinen Armen
Endlich für immer dann liegen wird
So schreibe ich also gedankenlos
Vermutlich eher verliebten Unsinn
Was ich klüger besser ließe allein
Wem das Herz voll läuft es über
Schweige nun zumindest dazu bis
Die Vorlust zur beschriebenen dann
Nachlust im liebenden Echo ihres
Stöhnens in meinem Ohr wird
jens tuengerthal 18.05.2018
Liebesaufregung
Aufgeregt lustvoll ersehne ich
Die Wiederkunft der Liebsten
Wissend wie geil es auch wird
Endlich wieder überall vereint
Träume schon heute davon
Morgen ihre erwartungsfroh
Feuchte Mitte dann zu lecken
Um in ihr ganz zu versinken
Wie glücklich ist wer weiß
Es passt und wird perfekt
Weil Natur nur füreinander
Gemacht zu sein scheint
Der Schein wird Wirklichkeit
Nur noch einmal schlafen
Dann haben wir uns wieder
Für immer dauernd überall
Aufregend ist es auf das Glück
Das zu dir kommt zu warten
Sicher es kommt zu wie mit
Um für immer zu bleiben
Zugleich macht es gelassen
Zu wissen alles wird gut sein
Weil es überall perfekt passt
In zu und immer mitteinander
jens tuengerthal 18.5.2018
Teeosophie 084
Tee Haiku 124
Das Glück würdigen
Feinen Tee trinken dürfen
Genügt im Leben
jens tuengerthal 18.05.2018
Tochterwanderung
Auch mal mit seiner Tochter
Durch die Stadt gewandert
Plaudernd an alten Orten
Vom Helmholtzplatz los
Also wie immer traf ich sie
In der Kollwitzstraße bald
Um gemeinsam zu gehen
Am Senefelder Platz über
Die zentrale Schönhauser
In die Schwedter hinein am
Lass uns Freunde bleiben vorbei
Die Mutter kurz gesehen beim
Wein über die Straße hinweg
Ging es die Choriner hinab bis
Sie unten zur Gormann wird
Wo einst die Stadtmauer stand
Die heute Torstraße überquert
Weiter durch die alte Mitte zur
Weinmeisterstraße schließlich
Von dort der Rosenthaler gefolgt
Bis zum Hackeschen Markt noch
Schaufenster dabei betrachtend
Hängte sie sich über den Markt ein
So unterquerten wir am Ende des
Marktplatzes die S-Bahn nahe dem
Monbijoupark in Richtung der Insel
Überquerten die Spree erstmalig
Staunend betrachteten wir dort den
Rosa Himmel glücklich im Licht
Das wir reich bebildert mitnahmen
Noch die Liebste in Dublin im Ohr
An den dort Museen entlang bis
Zur anderen Seite der Insel wo
Wir in noch schönerer Sonne
Noch mehr Bilder mitnahmen
Bei der Kanzlerin am Rande
Der Friedrichstadt vorbei die
Wieder von Polizisten bewacht
Sich nicht persönlich zeigte
Am Bode schließlich wieder
Überquerten wir erneut die
Von der Insel geteilte Spree
Flanierten am Park entlang
Überquerten am Ende der
Monbijoustraße schließlich
Die Oranienburgerstraße um
Der Krausnickstraße zu folgen
Munter plaudernd schauten
Wir in die vielen Kneipen in
Der kleinen Großen Hamburger
Bis zum Koppenplatz endlich
An dessen Ende begann nun
Die Ackerstraße die uns ganz
Von der alten Mitte noch über
Die früher Mauer führen sollte
An ihrer ersten Schule noch
Einen Moment in Erinnerung
Geschwelgt bevor es dann
Bis zum Ende der Straße ging
Die Scheringstraße liefen wir
Nach schon zehn Kilometern
Leicht den Berg hinauf zum dort
Humboldthain dem wir folgten
Bis der schöne Park an der
Gleichnamigen S-Bahn Station
Endet und es den Gleisen dort
Folgend zum Gesundbrunnen ging
Am längst geschlossenen Center
Vorbei ging es über die Brücke
Wieder gen Osten und wir bogen
Auf die Brücke gen Mauerpark ab
Diesen durchquerten wir innig
Sie hatte sich im Dunkeln wieder
Beim Papi eingehängt bis wir an
Seinem Ende diesen verließen
Über die berühmte Bernauer in der
Längst der Mauerstreifen bebaut ist
Ging es in die Wolliner hinein dann
Am Arkonaplatz noch wieder vorbei
Neben der Zionskirche schließlich
Betrachteten wir noch schöne Kleider
Folgten der nach der Kirche genannten
Straße bis ich sie nach Hause brachte
Wie schön ist es als Flaneur einmal
Die bekannten Wege mit der längst
Großen Tochter zu laufen um dabei
Ihre Geschichten der Orte zu hören
Bald wollen wir wieder zusammen
Flanieren gehen dann endlich auch
Mit der Liebsten aus Dublin zurück
Gemeinsam unser Berlin erkunden
jens tuengerthal 16.5.2018
Donnerstag, 17. Mai 2018
AfdADS
Alice Weidel leidet
An großen Ängsten
Vor allem vor Überfremdung
Und zu wenig Aufmerksamkeit
Das erst ist ein typisches ADS
AufmerksamkeitsDefizitSyndrom
Die sonst so genannten haben
Einen Mangel an Konzentration
Sie dagegen konzentriert alle
Kräfte von links bis rechts auf sich
Deutschland dient ihr wieder gern
Sich empörend oder jubelnd
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern
Sang politisch korrekt einst Degenhardt
Sing nicht ihre Lieder hieß es dabei
Komm doch in die Oberstadt
Afd und Pegida haben zu lange schon
Zu viel Aufmerksamkeit bekommen
Genau das geilt sie an sich auf
Die Konsequenz heißt schweigen
jens tuengerthal 17.5.2018
Liebesgewiss
Eine Liebe misst sich
Daran was sie überstand
Das macht mich gelassen
Gibt in Krisen Gewissheit
Wie soll für immer halten
Was im ersten Sturm bricht
Wer glaubt ohne Prüfung
Warum das nicht genießen
Nie waren wir uns näher
Als im wiedergefundenen Glück
Miteinander ineinander versunken
Wissen wir überall zu würdigen
Kein Konflikt ist an sich schlecht
Was am Ende nähert war gut
Es liegt an uns gewiss zu sein
Da bin ich mir ganz sicher
Wie groß und stark ist die Liebe
Die tiefste Täler schon durchlief
Um neue Höhepunkte zu finden
Sich auch im Chaos nie verlor
Nie war ich schon glücklicher
Als jetzt wofür ich wie nie litt
Krieg sei Vater aller Dinge heißt es
Mutter der Liebe wohl sicherlich
Nicht der Konflikt ist schrecklich
Streit ist gut und natürlich wenn
Die Liebe alles gestärkt überlebt
Ist es nur eine Frage der Haltung
jens tuengerthal 17.5.2018
Teeosophie 083
Tee Haiku 123
Teeglücksgefühle
Beginnen Tage sinnlich
Genuss kommt zuerst
jens tuengerthal 17.05.2018
Lustgewiss
Die Lust hängt an vielem
Stimmung im Moment zuerst
Gefühl Gesundheit Erfahrung
Zyklus Wetter Zeit und mehr
Dazu gesellt sich die Natur
Nach der zwei eben passen
Oder nie genießen können
Nichts ist dabei immer gleich
Gern reden wir von der Chemie
Ob gut riecht und schmeckt was
Uns so nahe kommen soll doch
Hormone zählen noch genauso
Es hängt von ganz vielem ab
Ob es wirklich mal ideal passt
Wir können es nicht mal planen
Weil es nicht nur an uns hängt
Wieviele haben dabei nur Sex
Ohne sich je tiefer zu berühren
Reiben sich nur körperlich mal
Aber kommen nie zusammen
Die wenigsten können es so
Meistens stecken sie bloß
Irgendwie erregt ineinander
Befriedigen sich allein für sich
Wie großartig ist es dann
Sich ganz gewiss zu sein
Die geteilte Lust kommt ganz
Beim nächsten mal wieder
Vollkommen glücklich darin
Ersehne ich meine Liebste
Bin gewiss es wird perfekt
Weil einfach alles stimmt
Kann nicht erklären warum
Zu vieles spielt eine Rolle
Doch weiß ich ganz genau
Es stimmt alles jedesmal
So lehrte mich die Erfahrung
Wie selten die Gewissheit ist
Dass es immer an beiden liegt
Wenn es wirklich alles passt
Habe drum den größten Schatz
Genieße es dankbar glücklich
Liebe und Lust sind vollkommen
Brauche nichts sonst im Leben
jens tuengerthal 16.05.2018
Mittwoch, 16. Mai 2018
Teeosophie 082
Tee Haiku 122
Tee erst weckt meine
Lebensgeister am Morgen
Umgekehrt am Abend
jens tuengerthal 16.05.2018
Dienstag, 15. Mai 2018
Ungeschöpft
Ich glaube an keine Schöpfung
Es gibt logisch kein Nichts
Aus nichts kann nichts entstehen
Alles was ist hat eine Ursache
Alles lebt also kausal
Unser Sein ist winzig
Im universellen Sein
Sein ist solange es lebt
Danach ist nichts mehr
Sein hat nie einen Grund
Kein Sein braucht einen
Es ist was es ist sonst nichts
Genieße es glücklich
jens tuengerthal 15.05.2018
Liebesbewusstsein
Die Liebe erwischt einen einfach
Dann geht die Natur ihren Weg
Wir können es nur genießen
Denken die meisten Verliebten
Aber denken sie überhaupt noch
Oder tauschen die Hirn lieber
Gegen Herz und immer Hormone
Für ganz große Gefühle dann
Bin mir gerne allem bewusst
Gestalte mein Leben danach
Damit mir nur dass geschieht
Was ich auch genau so will
Liebe ich darum etwa weniger
Weil ich es nicht bewusstlos tue
Sondern mit Vernunft und Gefühl
Oder ist das eher noch mehr wert
Bin darum kontinuierlich glücklich
Genieße bewusst jeden Tag mehr
Weiß was ich an meiner Liebsten
Wie mit ihr in jeder Lage habe
Weil ich ein ganzes Wesen bin
Spalte ich nicht meine Gefühle
Vom vernünftigen Verstand ab
Sondern genieße gemeinsam
Beim Sex wie auch in der Liebe
Spielen Körper und Geist also
Harmonisch stets zusammen
Sind eins wie in meiner Natur
jens tuengerthal 15.05.2018
Teeosophie 081
Tee Haiku 121
Teetassen geben
Dem Teetrinken mehr Würde
Als einfach Becher
jens tuengerthal 15.05.2018
Berlinkrieg
Heute am Kollwitzplatz
Keinen Kilometer von mir
Hatten elf Autos gebrannt
Anwohner und Touristen kamen
Im wieder Frieden zu staunen
Was in der Nacht passiert war
Wovon verkohlte Wracks kündeten
Brandstiftung hatte die sonst
Friedlich wohlhabende Idylle dort
Für alle sichtbar deutlich gestört
Es traf nicht nur Bonzenautos
Besucher schimpften über Linke
Überhaupt sei Berlins Regierung
Schuld wenn jetzt Krieg hier sei
Die Autonomen seins gewesen
Berliner Chaostage begannen
Wie angekündigt als Reaktion
Auf angekündigte Räumung die
Sich inzwischen schon erledigte
Früher brannte es noch viel mehr
War nur lange her darum fiel es auf
Hier am Berg gibt es keine Kämpfe
Oder besetzte Häuser irgendwo
Sucht die Regierung nun den Krieg
Brennt es bald noch viel mehr wieder
Deeskalation hat stets weitergeführt
Das traut sich grad keiner zu sagen
Sicherheit funktioniert auf Dauer
Nur über friedliches Miteinander
Außer wir wollen stete Kontrolle
Darum passiert vermutlich nichts
Die Tat ist klar zu verurteilen
Wie die Täter zu bestrafen
Einen Krieg ist es nicht wert
Wir sahen wohin es uns führt
So etwas passiert in allen Städten
Sieht für Momente aus wie Krieg
Erinnert uns daran wie wichtig es ist
Den Frieden auf Dauer zu sichern
jens tuengerthal 14.05.2018
Montag, 14. Mai 2018
Schweigegebot
Seinen Geburtstag heute
In welcher Hauptstadt
Dazu schweige ich
Als Deutscher künftig lieber
Finde ich besser
Özil trifft Erdo
Als kleiner Wahlkampfhelfer
Für seinen Präsi
Dazu schweige ich
Als Deutscher künftig lieber
Finde ich besser
Sozis wollen Schulz
Als Opa für Europa
Gute Belohnung
Dazu schweige ich
Als Deutscher künftig lieber
Finde ich besser
Gäbe noch viele
Gründe täglich zu schweigen
Fange damit an
Epikur lehrte
Ruhe und Gelassenheit
Machen Leben schön
jens tuengerthal 14.0.5.2018
Lustwissen
Über den weiblichen Körper
Gibt es manches zu wissen
Wie sie wo wann reagiert
Hilft mehr Lust zu schenken
Am wichtigsten aber ist noch
Jede ist anders und meine ist
Die Beste von allen immer
Was sie stets spüren darf
Der Rest ist sich einlassen
Ein wenig Feingefühl dabei
Zusammenpassende Natur
Dann wird alles sonst egal
Wenn nichts passiert dann
Passt es nicht und ist meist
Nur verlorene Liebesmühe
Für beide egal wo du steckst
Nicht Technik sondern Gefühl
Macht gute Liebhaber wohl aus
Das kannst du nicht erzwingen
Nur gelassen genießen wenn
Was weiß ich schon über Frauen
Nichts denke ich nur bei meiner
Passt alle Natur immer perfekt
Genieße es gefühlvoll dankbar
Vom ersten Moment an stimmte
Einfach alles nach unsrer Natur
Das kannste nicht vorher üben
Aber dann gelassen genießen
Hätte nie was anderes gebraucht
Denke ich heute und werde also
Nie mehr anderes probieren müssen
Um zu wissen es ist alles perfekt so
Nur ob ich ohne all meine Erfahrung
Zu würdigen wüsste was ich habe
Ist eine müßige Frage wo doch alles
Genau perfekt so ist wie es jetzt ist
Das einzige dessen ich sicher bin
Wenn du eine ganz genießen willst
Lass sie für immer die einzige sein
Sonst wäre ja alles austauschbar
jens tuengerthal 14.05.2018
Teeosophie 080
Tee Haiku 120
Eistee am Morgen
Während Sonne aufs Bett scheint
Kündet vom Sommer
jens tuengerthal 14.05.2018
Sonntag, 13. Mai 2018
Rettungsmerkel
Umzingelt von Idioten
Wird jeder Anker kostbar
Sagt sich unsere Welt
Zwischen Putin und Trump
Ist Merkel die Aufklärerin
Wie ihr Vorbild Katharina
Dankbar bemerke ich heute
Wie bescheiden gut sie regiert
Zuverlässig ohne jeden Skandal
Ganz Preußin leistet sie viel
Und spricht weniger darüber
Ist mehr als sie vielen scheint
Joschka der erste Grüne Minister
Nannte sie neulich einen Glücksfall
Dankbar still stimme ich ihm da zu
jens tuengerthal 13.05.2018
Braunschweigen
Zu Braunschweig schweigen
Wäre schon wieder zu viel
Amateure nun
In meiner Jugend
Hießen sie Jägermeister
Mehr muss nicht bleiben
Holstein Kiel aber
Könnte Wolfsburg ersetzen
Oder Nordderby
jens tuengerthal 13.05.2018
Lustsynchron
Wer unabgesprochen völlig
Parallel onaniert und kommt
Erkennt die Macht der Natur
Wie nennen es große Liebe
jens tuengerthal 13.5.2018
Mutterdoppel
Heute feiern alle mit Liebe
Ihre Mütter zumindest alle
Die eine haben die eine war
Was wohl nicht natürlich ist
Habe allen Grund zum feiern
Meine Mutter war die allerbeste
Ist es noch ohne jede Floskel
Wenn sie nicht gerade nörgelt
Meine Tochter hat eine Mutter
Mit der ist sie auch so zufrieden
Äußere mich dazu lieber nicht
Wir haben es halt mal versucht
Was wünsche ich meiner Liebsten
Die Erfahrung des Mutterglücks
Auch wenn sie noch gar nicht will
Es ist so gut wie das Machen sicher
Liegt der Instinkt zur Mutter also
In der Natur oder erlernen wir ihn
Ist diese Liebe eine Chance oder
Nicht dem Willen frei unterworfen
So ist meine Mutter ganz Bremerin
Eher vernünftig manchmal auch kühl
Aber mehr als zuverlässig in allem
Tolerant wie liberal dabei stets liebend
Die Liebste dagegen ist aufbrausend
Wie schüchtern scheu zugleich dabei
Mit dem größten Herz voller Liebe stets
Nüchtern berechnend hoch emotional
Sah meine Schwestern Mütter werden
Mal mehr mal weniger ähnlich unserer
Waren sie noch die gleichen aber auch
Völlig anders als dann Mütter eben
Was eine gute Mutter wirklich ausmacht
Wer sollte das für alle sagen können
Habe da bin ich ganz sicher so eine
Die bin ich gewohnt ist halt meine
Wünsche mir sicher nichts mehr
Als die Liebste zur guten Mutter
Voller Lust irgendwann zu machen
Es wäre perfekt wenn sie es will
Übrigens kommt es auch auf den Vater an
Ebenso dann ein Leben lang weiß ich auch
Bemühe mich als solcher auch irgendwie
Aber heute ist ja Muttertag da bin ich egal
jens tuengerthal 13.5.2018
Lusttraum
Voller Lust wieder geräumt
Von der Liebsten und so
Sichtbar erregt dann erwacht
Lag ich leider noch alleine
Einsam im Bett voller Sehnsucht
Erinnerte ich den Traum nun kaum
Zu gern wäre ich wieder eingetaucht
In unsere so erotische Traumwelt
Träume sind wohl nur Schäume
Dabei ist Leben mit ihr traumhaft
Doch bleibt erwacht meist nichts
Als Erinnerung an Momente übrig
Mehr als traumhaft aber ist
Wie bald die Liebste real kommt
Zu wie sicher mit mir auch zugleich
Lebe ich den schönsten Traum
Wo Traum und Wirklichkeit also
Gänzlich miteinander verschwimmen
Eins werden in gelebter Liebe bleibt
Nichts übrig als es zu genießen
jens tuengerthal 13.5.2018
Teeosophie 079
Tee Haiku 119
Tee hilft mir doppelt
Erweckt und entspannt zugleich
Haltung zu allem
jens tuengerthal 13.05.2018
Samstag, 12. Mai 2018
Ligahaikus
Ligahaikus
1.
Bayern ist Meister
Alles wie immer beinah
Stuttgart schlug sie hoch
2.
Schalke der zweite
Gewann knapp gegen Frankfurt
Naja Schalke halte
3.
Dortmund verlor klar
Gegen die Hoffenheimer
Wurde nur vierter
4.
B04 auf fünf
Hohe Führung fast verspielt
Gegen Hannover
5.
Leipzig dahinter
Hat Hertha heftig verkloppt
Rote Bullen halt
6.
Werder oh Wunder
Beendete die Saison
Als elfter schlug Mainz
7.
Wolfsburg darf nochmal
Zur Relegation gen Kiel
Schlug Absteiger Köln
8.
Dino steigt ab
Die Raute wurde versetzt
Zur zweiten Klasse
9.
Jupps Ende traurig
Nur erfreulich für den Rest
Meisterfeier trüb
10.
Nächste Saison wird
Bayern wieder wohl Meister
Spannung nur drumrum
11.
Neuer noch verletzt
Aber nicht ohne Hoffnung
Keiner weiß wohl was
12.
Zwei Aufsteiger sind
Mit Nürnberg und Düsseldorf
Lange schon sicher
13.
Torschützenkönig
Wieder mal Bayerns Lewi
Bockte heute auch
14.
In Hamburg dauerts
Spiel hundertacht Minuten
Ohne ein Ende
15.
Freiburg schlug Augsburg
Verdienter Bundesligist
Ohne noch Drama
16.
Fußball Deutschland schläft
Weiter über den Pokal
Erwartungsgemäß
17.
Europa wird wieder
Nächste Saison dann spannend
Sogar mit Stuttgart
18.
Meisterschaft vorbei
Bayernliga endet mit
Schwaben als Siegern
jens tuengerthal 12.05.2018
Teeosophie 078
Tee Haiku 118
Welche Rolle spielt
Das Gefäß beim Teetrinken
Kulturgewohnheit
jens tuengerthal 12.05.2018
Freitag, 11. Mai 2018
Wäschegeist
Als heretosexueller Mann waren
Die Chancen eine Umkleidekabine
Von Victoria Secret innen zu sehen
Nichts als ferner erotischer Traum
Wir kennen die Bilder der Models
Auf Laufstegen der Welt in diese
Wäsche engelsgleich zart gehüllt
Doch erleben wir es niemals real
Ein guter Geist der mir gerade schon
In der Burg von Dublin begegnete
Erfüllte wie ein Dschinn Männerträume
Unerwartet schwebte zarte Lust an
Sah die Schönste der Schönen
Wie sie dort Wäsche probierte
Obwohl ich in Berlin nur blieb
Was wohl einem Wunder gleicht
Ihr fragt euch ob ich tagträumte
Frage es mich mit meiner Traumfrau
Auch immer wieder voller Glück
Manches bleibt süßes Geheimnis
jens tuengerthal 11.05.2018
Endstation Liebe
Sehe um den Platz die Suchenden
Die meisten vermissen wohl Liebe
Mehr denken es ginge da um Lust
Doch die Kausalität ist umgekehrt
Hast du die perfekte Liebe für dich
Folgt die Lust logisch der Natur
Besser als mit meiner Liebsten
Konnte ich es sicher nie treffen
Wenn es nicht mehr weiter geht
Bist du zumindest angekommen
Manche wollen ein Leben lang reisen
Wollte immer lieber gut ankommen
Habe alles in einer allein gefunden
Was jede Reise entbehrlich macht
Ineinander miteinander angekommen
Um befriedigt glücklich zu sein ist es
Habe alles im Leben also erreicht
Brauche künftig nur noch genießen
Wer ankommt kann erst genießen
Erwartet nichts mehr als Genuss
Lebe mit meiner Liebsten im Paradies
Alle Wünsche erfüllt und angekommen
jens tuengerthal 11.05.2018
Teeosophie 077
Tee Haiku 117
Wärme erfüllt mich
Zufrieden beim Teetrinken
Lasse ich fließen
jens tuengerthal 11.05.2018
Donnerstag, 10. Mai 2018
Vatertagshaiku
Torkeln väterlich durchs Land
Immer ein Vorbild
Kulturbestandteil
Oder eher weniger
Als nur Besäufnis
Jedes Jahr wieder
Mehr Tote auf den Straßen
Christi Himmelfahrt
Reiligiös passend
Sterben gute Christen gern
Am richtigen Tag
Bin lange Vater
Nie Vatertag gefeiert
Ist so Tradition
jens tuengerthal 10.05.2018
Liebesmaximum
Gibt es je genug Liebe
Frage ich mich und denke
An meine Liebste von der
Nie genug nah genug mir ist
Bin nicht damit unzufrieden
Ganz im Gegenteil eher
Freue ich mich immer mehr
Wenn sie wieder kommt
Ob sie mehr zu oder mit mir
Dabei kommt ist da weniger
Wichtig als ihr nur da sein
Was eben mein Glück ist
Es gibt das Liebesmaximum
Wenn alles überall stimmt
Du vollkommen glücklich bist
Der Orgasmus zum Gefühl wird
Wer das einmal erfahren hat
Sucht nichts mehr hat dafür
Alles im anderen wie sich
Voller Glück wiedergefunden
Lehne mich genießend zurück
Die Liebste ist mir einfach alles
Brauche nichts mehr sonst noch
Welch wunderbares Lebensglück
Sich immer und überall lieben
Wollen und können ist genug
Ein Leben glücklich zu nennen
Freue mich und bin es also
Sie hat mich einfach ausgesucht
Fand es passte genau richtig
Auch da hatte sie völlig Recht
Nichts muss oder will ich sonst
Welch paradiesisches Leben hab ich
Eva erwählte mich ohne Aberglaube
Dafür mit um so mehr Leidenschaft
Darf die Liebe nun ewig genießen
jens tuengerthal 10.05.2018
Teeosophie 076
Tee Haiku 116
Der Feiertagstee
Horizontal genossen
Schmeckt nochmal feiner
jens tuengerthal 10.05.2018
Mittwoch, 9. Mai 2018
Liebeskurve
Wächst die Liebe konzentrisch
Oder relativiert die Zeit alles
Ist große Liebe nur ein Traum
Oder erlebe ich sie wirklich
Vielleicht hat sie auch wie das
Universum eine Quantendynamik
Kommt schubweise immer wieder
Wie lustvolle Stöße beim Sex
Weiß nicht was mit der Liebe ist
Kann da keine Logik erkennen
Merke nur immer mehr wie sehr
Liebe täglich glücklicher macht
Immer größer scheint mir das Glück
Dass diese zarte wunderbare Frau
Ausgerechnet mich wählte und will
Versteh es nicht aber genieße es
Vermutlich könnte meine Liebste
Das Mathe-Genie es berechnen
Wie die Kurve unserer Liebe läuft
Versteh es nicht freue mich lieber
Ob krumm oder gerade spielt keine
Rolle auf dem Weg der Liebe nur
Ihr Wachstum bringt nie endendes
Glück in jeden Moment des Lebens
Mehr Liebe schadet nie im Leben
Während sonst die Ressourcen
Längst als beschränkt erkannt
Braucht Gefühl keine Grenzen
Mancher fragt sich vielleicht ob
Es nicht mehr Realismus braucht
Um auf Dauer mit Kompromissen
Glücklich zu sein - ich mich nicht
Bin ganz real über ein Jahr schon
Glücklich verliebt treu und voller
Unendlicher Leidenschaft was mir
Genügt für ein glückliches Leben
jens tuengerthal 9.05.2018
Teeosophie 075
Tee Haiku 115
Hab alles erreicht
Trinke täglich guten Tee
Was sollte mehr sein
jens tuengerthal 9.05.2018
Dienstag, 8. Mai 2018
Trumpterror
Trump spielt wieder Krieg
Die Welt schreit entsetzt
Als wäre es nicht wie immer
Angriff ist die beste Verteidigung
Er ist in größter Bedrängnis
Der Ermittler verfolgt ihn
Das Eis wird immer dünner
Da ist jemand echt in Not
In Nordkorea hat er mehr
Erreicht als alle Versuche
Voriger Verhandlung durch
Drohung mit dem Atomkrieg
Der Iran ist nicht Nordkorea
Die Drohkulisse ist ähnlich
Dazu wird Israel bedroht
Vorsicht ist sicher geboten
Der Mann im Weißen Haus
Sieht sich bedroht und braucht
Ablenkung und auch Erfolge
Es könnte der letzte Kampf sein
jens tuengerthal 8.05.2018