Lektürentagebuch 21.1.26
Über ererbte Kompromisse las ich in
Die Welt aus den Angeln vom wieder
Sehr weitsichtigen Philipp Blom der
Gleich zu Beginn das Problem zeigt
Wir sind nicht nur die geistigen Erben
Der Aufklärung mit mehr an Wissen
Sondern leider auch die Erben ihrer
Gefährlich schlechten Kompromisse
Die Philosophie war wie alle Bereiche
Von den Bedürfnissen mitgeformt die
Der Erhaltung des Wohlstandes auch
Dienen dafür Kompromisse suchen
Der ständige Widerspruch zwischen
Selbstbild und Selbstinteresse trug
Zu dieser düsteren Entwicklung bei
Die vor allem Heuchelei wachsen ließ
Wir verkünden universell nun gültige
Menschenrechte aber pflegen noch
Eine auf Ausbeutung gegründete
Ökonomie die Ressourcen frisst
Doch gab es im 17. Jahrhundert noch
Keinen Klimawandel der die eigenen
Lebensgrundlagen zerstört was der
Amerikanische Präsident halt negiert
Wir wissen längst von der logisch
Exponentiellen Entwicklung des
Problems und handeln als wäre es
Nur guter Wille Rücksicht zu nehmen
Die Dummheit der amerikanischen
Wähler die einen Idioten wie Trump
Zum Präsidenten wählen können zeigt
Uns die Schwächen der Demokratie
Die Kompromisskonvention von Paris
Welche erst fünf Jahre später in Kraft
Als flauer verwässerter Kompromisse
Trat zeigt Flucht vor Verantwortung
Wir wissen was ist aber reagieren
Auf den Klimawandel nicht viel
Effizienter als unsere Vorfahren zur
Zeit der kleinen Eiszeit es noch taten
Chaotisch improvisierend getrieben
Nur von sich häufenden Katastrophen
Dabei setzen wir wie Narren immer
Noch auf Wachstum der Wirtschaft
Dieses angeblich nötige Wachstum
Dient nur persönlicher Bereicherung
Ohne Rücksicht auf Verluste dabei
Als wüssten wir nichts von Anpassung
Diese ist eine notwendige Bedingung
Des Überlebens im Klimawandel was
Wir blind gegenüber einer stupiden
Ökonomie lieber weiter ignorieren
Es wäre nötig und notwendig sich mit
Der Fähigkeit zur Planung auf die uns
Nahenden Krisen vorzubereiten egal
Ob das schnellen Gewinn verspricht
Längst haben wir die Grenzen der
Ausbeutung der Ressourcen schon
Überschritten und kratzen an Resten
Die immer mehr Schaden bringen
Wachstum durch Ausbeutung was
Die Antwort auf die letzte Klimakrise
Noch war wurde zur existenziellen
Bedrohung unserer aller Zukunft
Wer heute noch Kinder in eine
Schon überbevölkerte Welt setzt
Handelt natürlich unverantwortlich
Es ist alles längst zuviel geworden
Doch das Bewusstsein dazu wächst
Erst langsam und jeder leugnet gern
Die persönliche Verantwortung in
Einem anderen kritischen Bereich
Es braucht dringend Alternativen
Zur Wachstumsökonomie die keine
Zukunft langfristig haben darf nur wer
Wird ohne Gewinn investieren
Wachstum braucht natürliche Grenzen
Weniger muss wirklich mehr werden
Statt schlechte Kompromisse nur im
Alten Modell gierig weiter zu suchen
Der frühe Klimawandel in der kleinen
Eiszeit wird von Zeitzeugen noch als
Strafe Gottes betrachtet wir wissen
Was gerade passiert ist unsre Schuld
Langsam im 17. Jahrhundert merkten
Menschen dass beten nicht weiter half
Es kamen neue Vordenker wie Locke
Oder später auch ein Bayle dazu
Dessen Denken dass auch Atheisten
Moralisch sein könnten hat die Welt
In ihren Grundfesten erschüttert die
Religion war moralisch überflüssig
Diese Tatsache die Kant in seiner
Philosophie noch abstrakt beweist
Haben CSU und CDU bis heute
Noch nicht wirklich verstanden
So suchte die Welt sich eine neue
Transzendenz vom der sie träumte
Für Spinoza war es die Natur noch
Locke suchte die ideale Gesellschaft
Bei Mandeville zählte allein das
Überleben der geschicktesten Gauner
Über das Recht des Stärkeren was
Sehr an die gerade USA erinnert
Ob sich die Menschheit jemals geistig
Weiterentwickelt oder der Rückfall in
Den Imperialismus nach Herrschaft
Des Völkerrechts natürlich war ist
Noch offen aber es bleibt kritisch
Wie Blom sehr treffend darlegt
jens tuengerthal 21.1.26
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