Lustloch
Gibt es Sicherheit bei der Lust
Etwas was immer gilt und worauf
Wir uns zufällig verlassen können
Außer die bekannten Vorurteile
Über die Vorlieben des jeweils
Anderen Geschlechts um sich
In ein besseres Licht zu rücken
Als könnte es Normen je geben
Die zuverlässig Empfinden regeln
Was dazu noch am individuellem
Hormonspiegel mehr hängt als
Am vernünftigen Gründen je
Oder ist die Lust wie ein Loch
In dessen Dunkel alles sein kann
Diese Black Box der Sexualität
Was vor allem immer ungewiss
Bleibt und eher mehr wird desto
Sicherer wir uns dabei noch sind
So fern mir als Aufklärer stets
Die Dunkelheit liegt auf der Suche
Nach irgendwo geistigem Licht
Wie es sich auch für frühere
Freimaurer vielleicht geziemt
Zieht es die körperliche Lust ganz
Natürlich in dunkelste Löcher um
Darin am Ende überzulaufen was
Dem Höhlenmenschen der ich bin
Näher liegt als eine lichte Loft
Bleibt nur die Frage ob die Lust
Damit das Gegenteil von Licht
Oder Aufklärung logisch ist
Epikur in dunklen Gründen wühlte
Die wir in lichten Sphären dabei
Schwebend geistig überwinden
Sollen menschlich wertvoll zu werden
Denke ich und lache darüber der
Ein geistiger Höhlenforscher bleibt
Der gern tiefer dringt als alle vor ihm
Um sich dabei näher zu kommen
Weshalb das Lustloch für mich
Immer schon reizvoller schien
Als hehre himmlische Sphären
Vielleicht braucht es künftig mehr
Höhlenforscherlust um über den
Tiefgang der Löcher aufzuklären
In denen wir uns dann zu gerne
Zumindest zeitweise verlieren
jens tuengerthal 19.1.26
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