Ernüchterung
Leben ist warten auf den Tod
Mehr wird es nie nur manchmal
Geben wir dem was es eben ist
Einen großen goldenen Rahmen
Wenn wir von Liebe reden oder
Der Rettung der Welt fühlt sich
Das Sein nicht so sehr nach nur
Faulgasen an die immer da sind
Ohne Verdauung und Scheißen
Platzen wir irgendwann einfach
Dann würde sichtbar was wir
Lieber nur in eine Kiste packen
Leben ist endlich und solange
Wir es so nennen fault es halt
Vor sich hin und nicht nur die
Deutschen sind dabei faul
Wie der Kanzler irrtümlich meint
Alle auch er faulen vor sich hin
Würden sonst platzen wozu so
Mancher auch ohne Faulheit neigt
Doch wird es nicht anders wenn
Wir einmal nicht mehr sind dann
Geht das verfaulen richtig los bis
Die Natur uns eben platzen lässt
Irgendwas lebendiges nährt sich
Von den essbaren Resten bringt
Den Wurmkindern Leckerbissen
Damit sie wachsen und gedeihen
Unklar nur ist ob die Würmer dann
Vor dem Essen beten oder sich das
Als nur Natur lieber sparen aller
Alberner Hokuspokus menschlich ist
Arzt Benn beschrieb es gefühlvoll
Einer kleinen Aster gedenkend im
Bauch des toten Bierfahrers auch
Ein lyrischer Klassiker schon lange
Leben ist also am Ende nichts als
Verfaulen ob tot oder lebendig hat
Irgendwer immer noch was davon
Nur faul darf keiner dabei sein
jens tuengerthal 29.1.26
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