Montag, 20. August 2018

Grauggrüngrau

Am Samstag wanderte ich wieder
Rund 36 km durch Berlin gen Süden
Beginnen am grünen Helmholtzplatz
Ging es durch das graue Berlin bis
Wieder ins grüne Tempelhofer Feld

Sonnig und heiß war es wenn auch
Weniger als die Wochen zuvor was
Grund genug schien die Wanderung
Über eine längere Strecke zu wagen
In der Hoffnung zu trinken zu finden

Auf geradem Weg über die Choriner
Richtung Mitte von dort aus entlang
Dem Hackeschen Markt bis zur hier
Museumsinsel die ich rechts liegen ließ
Auch wenn alle Museen dort so schön

Stattdessen der Spree folgend am
Humboldt Forum vorbei von da aus
Über die Fischerinsel nach Kreuzberg
Bis ich am Prinzessinnengarten pausierte
Die Hitze forderte Flüssigkeitsnachschub

Bis dahin mit meiner Liebsten im Ohr
Die leider noch in Dublin weilt ging es
Nun alleine weiter zum Landwehrkanal
Den ich an der Admiralstraße wieder
Weiter gen Süden ziehend überquerte

So verließ ich das schöne Grün wieder
Dem ich seit den Gärten gefolgt war
Doch das kleine Grün in der Mitte der
Grimmstraße tröstete das hier auch von
Vielen schönen Gebäuden umstanden

Ein wenig nur grau mit Straßenbäumen
Wurde es dann die Fichtestraße hinab
Was durch viele bunte Kneipen wieder
Reichhaltig ausgeglichen wurde vor allem
Sah ich schon die Hasenheide vor mir

Das schöne städtische Grün dieses Parks
Durchquerte ich in südwestlicher Richtung
Bewunderte noch den wilden Tümpel
Der sogleich an Walden denken ließ
Ein Stück wilde Natur mitten in Berlin

Zivilisierte Kultur dagegen erblickte ich
Mit der Sehitlik-Camii Moschee die dort
Am Columbiadamm vorm Feld gebaut
In das ich dann in südlicher Richtung
Endlich am Ziel der Wanderung einbog

Beeindruckend wie laut und fröhlich dort
Ganz friedlich Menschen vieler Kulturen
Miteinander aßen musizierten feierten
Folgte den alten Landebahnen bis zum
Südlichen Ende der Flughafengebäude

Neben dem Containerdorf für Flüchtlinge
Überall Menschen auf den Wiesen liegend
Spielend oder schmusend skatend singend
Pausierte dort ein wenig abseits in Ruhe mit
Einem arabischen Iraner sehr nett plaudernd

Auf dem Rückweg durch den Bergmannkiez
Fiel mir auf dass ich meinen Geldbeutel wohl
Entweder verloren oder vergessen hatte was
Den Flaneur unruhiger machte als die Liebste
Die inzwischen wieder in meinem Ohr saß

Nachteil dieses Mangels war wachsender Durst
Der sich durch den Mangel noch steigerte über
Kilometer hinweg vom Blücherplatz bis zur
Friedrichstraße die Linienstraße entlang fand
Endlich ich in der Choriner für 1 Euro Wasser

So vorm Verdursten gerettet ging es wieder
Über den Kollwitzplatz zum Helmholtzplatz
An dem ich zum guten Ende der Tour den
Geldbeutel auf dem Küchentisch wiederfand
Vor allem aber genug zu trinken nun hatte

jens tuengerthal 20.08.2018

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