Mittwoch, 24. Juni 2026

Nachtblau

Nachtblau

Zur blauen Stunde der noch
Nacht um Viertel vor vier die
Letzte Runde gedreht um den
Noch schlafenden Helmholtzplatz
Nur einzelne Stimmen waren 
Noch zu hören aber kühl weht
Der Hauch der Nacht mir um
Die nackten Beine und wie gut
Tut die Frische der Nacht nun
Noch Nina und Mo im Crossi
Beim Vorbeigehen einen schon 
Guten Morgen gewünscht
Sie wollte Kaffee und Croissants 
Am Platz zwitscherten schon
Die frühen Vögel mit letzten 
Nachteulen um die Wette
So begegnen sich hier
Tag und Nacht zur noch
Frühen blauen Stunde

jens tuengerthal 24.6.26

Nichtstun

Nichtstun

Die einzig angemessene Reaktion 
Auf die kommende Hitzewelle ist
Nichtstun und nirgendwo hingehen
Außer in den Schatten und sich 
Möglichst wenig bewegen dabei
Statt noch irgendwas zu wollen
Einfach mal Nichtstun um die
Dinge in dir geschehen zu lassen
Bis es am Abend kühler wird
Nichts muss und alles hat Zeit
Halten wir diese einfach an
Statt noch etwas zu wollen
Könnte das viele Leben retten
Schon ein Leben wäre es wert
Einfach mal innezuhalten und 
Nichts mehr tun zu wollen was
Allen auch gut täte die ständig
Meinen etwas tun zu müssen 
Es wird nun verflucht heiß
Nichts muss mehr aber alles
Kann ganz entspannt sein
Beschäftigen wir uns nur
Mit Nichtstun bis es wieder
Kühler wird wird es das
Auch schneller werden

jens tuengerthal 24.6.26

Hitzewarnung

Hitzewarnung

Es wird über 40° werden
Im Schatten bleiben und
Möglichst wenig Bewegung
Jede Tätigkeit sollte ruhen
Ist was nun geboten ist
Dennoch werden wieder
Tausende hier sterben 
Weil die Regierung ihre
Pflicht zu schützen vor
Gefahren wieder verletzt
Im Gegenteil ist gerade
Die Regierung Merz ein
Teil des Problems was 
Durch mehr Versiegelung 
Auto- und Flugverkehr der
Staatlich gefördert dabei
Noch verstärkt wird
Wo sind die Warnungen
Welche Aktionen auch
Vom Katastrophenschutz
Zur Entschleunigung
Gibt es hier in Deutschland
Muss ich nicht überlegen 
Weil einfach nichts passiert
Die Regierung Merz versagt 
Im Schutz der Bevölkerung
Natürlich werden nur Alte und Kranke 
Sterben und besonders gefährdet 
Die kosten ohnehin nur in
Fritz asozialem Wunderland
Lieber wird weiter versiegelt
Autoverkehr bezuschusst mit
Steuergeldern statt endlich 
Öffentlichen Nahverkehr
Günstiger zu machen ist
Diese Regierung der Gefahr
Offensichtlich nicht mehr
Gewachsen es braucht eine
Hitzewarnung die fehlt auch
Für eine untätige Regierung
Sparten wir uns besser denn 
Merz ist ein schlechter Scherz

jens tuengerthal 24.6.26

Lektürentagebuch 23.6.26

Lektürentagebuch 23.6.26

Unter dem Titel Magie der Pfalzen 
Schreibt Erwin Seitz in Verfeinerung
Der Deutschen über den berühmten
Kaiser Friedrich Barbarossa

Diesen Beinamen erhielt der dem 
Schwäbischen Geschlecht der Staufer 
Entstammende Friedrich in Italien
Seines roten Bartes wegen heißt es

Zumindest behauptet Seitz das real 
Kam der Spitzname wohl erst später
Im 13. Jahrhundert auf und auch die 
Herkunft des Geschlechts ist unklar

Möglicherweise kommen sie aus 
Dem Elsass bei Schlettstadt was 
Zumindest der Erwähnung auch
Wert gewesen wäre wie die noch

Heute berühmte elsässische Küche 
Die zur Verfeinerung sicher beitrug
Aber davon kommt bei Seitz nichts
Auch zur Wahl schweigt er leider

Inwiefern dabei sein auch bekannter
Vetter Heinrich der Löwe beteiligt war
Wäre schon wichtig zum Verständnis
Wenn der Konflikt später auftaucht

Heinrich hatte für die Wahl noch
Besondere Privilegien erhalten
Die den Welfen gegenüber den 
Anderen Reichsfürsten bevorzugten 

Vorgänger von Friedrich war übrigens
Mit Konrad III sein Onkel auch ein
Staufer die in Speyer Worms und 
Mainz besonders gut vernetzt waren

Friedrich schaffte es nach den von
Seitz zitierten Taten Friedrichs des
Bischof Otto von Freising die sein
Schüler Rahewin fortsetzte alle

Reichsangelegenheiten mit höchster 
Klugheit in Deutschland zu regeln
Was ihm mit diplomatischen Mitteln
Gelang den Streit im Land beizulegen

Eigentlich wäre es nun Zeit für eine
Hauptstadt im östlichen Frankenreich 
Das als Deutschland auch das 
Römische Reich nun bildete 

Doch trotz aller Verdienste für den
Frieden im Land rügt Seitz den 
Fehlenden Instinkt für eine neue
Hauptstadt bei Friedrich noch

Ob die Deutschen schon damals
Zu föderal dachten sich auf eine
Hauptstadt zu einigen oder es mehr
Konkurrenz verhinderte dahingestellt 

Friedrich wird als echter Ritter wie
Kämpfer dabei dargestellt was sich
Darin zeige dass er Kriege liebe
Die er nur im Land dafür beendete

Ob es klug ist sich primär auf die
Zeitgenössischen Quellen zu berufen 
Einen Kaiser zu beschreiben kann
Dabei durchaus fragwürdig scheinen

Etwas flach wird es aber wenn es
Die aktuelle Forschung die jeder
Leicht besser auf Wikipedia schon
Nachlesen kann komplett ignoriert

Sehr ausführlich erzählt Seitz von 
Den 14 Jahren die Friedrich in der
Lombardei zubrachte im Krieg der
Städte erst vermitteln will wie er es

Zuvor erfolgreich in Deutschland
Bereits getan hatte jedoch waren
Die Städte der Lombardei schon
Weiter entwickelt als Deutschland

Diese ließen sich nicht einfach vom
Kaiser sagen was Recht wäre so
Wuchs der Konflikt besonders mit
Mailand das er sogar belagerte

Nach dem Sieg erfolgte die dann
Erniedrigung der Oberen nach der
Manier der Ritter und mit Ehre 
Was aber keinen Frieden brachte

Beim nächsten Versuch zerstörte
Er Mailand völlig und wollte alle
Einwohner vertreiben was schon
Idiotisch von Anfang an war

Mailand war die reichste wie 
Zugleich kultivierteste und größte 
Stadt seines Reiches sie einfach
Zu zerstören schadete sich selbst

Am Ende behielten die Städte ihre 
Autonomie und Friedrich gewährte
Auch einigen Orten im Norden mehr 
Merkte dass Diplomatie mehr brachte

Den Kirchenbann den Friedrich wie 
Heinrich auch bekam erwähnt Seitz
Nahezu nicht warum auch unklar
Bleibt wieso er ihn gut überstand

Dies lag vor allem daran dass der
Kaiser im Reich besser vernetzt war
Sich auf Rückhalt stützen konnte 
Der Heinrich IV dagegen fehlte 

Darum musste Heini nach Canossa
Wurde damit sprichwörtlich während
Friedrich es im Reich aussitzen kann
Als kluger erfahrener Diplomat

Darin war er groß und erfolgreich
Er erreichte anhaltenden Frieden
Im Krieg wütete er nur und hat
Nichts kulturell weiterentwickelt

Auch der zweite Kreuzzug denn 
Friedrich war schon als junger
Ritter mit seinem Onkel ins 
Heilige Land gezogen wird

Von Seitz überhaupt nicht erwähnt
Obwohl Friedrich dort ertrank
Was die Kyffhäuser Sage vom Kaiser
Im Berg erst später begründete 

Warum Seitz all dies verschweigt 
Bleibt unklar wie sein kritischer Blick
Auf Friedrich wenig Argumente hat
Als seine eher irrelevante Meinung

Dafür berichtet er mit Begeisterung
Vom Hoftag zu Mainz 1184 der als
Prächtigstes der deutschen Feste galt 
Nach Berichten von Augenzeugen

Dieser Hoftag diente der Schwerleite
Seiner Söhne Heinrich und Friedrich
Ersterer wurde König im Reich der
Andere war Herzog von Schwaben

Mit Ritterturnier und Bankett wie 
Großzügigen Geschenken ging es
Tagelang auf einer Wiese am Rhein
Wo eine Zeltstadt noch entstand

Der Hof hatte dabei ein kleines
Schloss aus Holz sich aufgebaut
Doch am dritten Tag vernichtete
Ein schlimmes Unwetter alles 

Dieses forderte auch Todesopfer
Dennoch ist der Mainzer Hoftag
Als große Verfeinerung in Erinnerung
Die in die Geschichte einging

Bei diesem Kapitel gab es mal 
Wieder einiges zu nörgeln auch
Wenn gut geschrieben sind die 
Berichte teilweise so falsch

Vor allem ist es irreführend die
Ursachen des Konflikts mit dem
Welfen Heinrich dem Löwen nicht
Im Kontext auch zu erläutern

Zumindest wird die Entstehung von
Mehr städtischer Freiheit als Wurzel
Kultureller Verfeinerung dabei erwähnt
Ein vielleicht entscheidender Faktor

jens tuengerthal 23.6.26


Dienstag, 23. Juni 2026

Schrumpfwachstum

Schrumpfwachstum

Das einzige was wachsen darf
Ist künftig noch das weniger weil
Längst alles zuviel wurde hier
Braucht es mehr vom weniger
Weniger Menschen überall ist
Ein vernünftiger Anfang der
Damit beginnt Sex nur noch
Zum Vergnügen zu genießen
Statt sich noch zu vermehren
Alles was weniger bringt außer
Bäume die retten ist nun gut 
Was ein Umdenken bedeutet
Das einigen sichtbar noch
Bis heute zu schwer scheint
Die unverantwortlich weiter so
Propagieren statt jetzt nötigem
Umdenken und anhalten dabei
Ist gut was Natur wieder rettet 
Schlecht was weiter zerstört 
Wer schlechtes tut wird dafür
Bestraft und bezahlen müssen
Es ist logisch und einfach
Genießen wir als weniger
Endlich mehr in Ruhe
Mehr nicht mehr

jens tuengerthal 23.6.26

Sparkurs

Sparkurs 

Wer sparen will sollte sich
Neubau zuerst ersparen
Was für Autobahnen als
Erstes gelten muss weil
Mobilität keine Zukunft hat
Nur das Gegenteil gut tut
Erhalt Priorität haben soll
Weniger Versiegelung mehr
Natur und Lebensraum gibt
So könnte der Bund leicht
Zwanzig Milliarden noch
Einsparen die nötiger immer
An anderen Orten benötigt
Autobahnen braucht nur wer
Kriege führen will und die
Nachbarn eilig überrollen will 
Stattdessen wird von Freizeit
Auf vollen Autobahnen erzählt
Was nur Idioten sich noch antun
Diese Mentalität wurde lange 
Um deutsche Autos zu verkaufen 
Weiter noch gezüchtet aber ist
Mittlerweile bloß Geschichte
Wir werden weniger und alles
Muss schrumpfen künftig dies 
Mit Gewinn zu tun ist das Ziel
Nicht Wachstum der Versiegelung
Braucht keiner mehr der einmal
Kritisch zu denken beginnt
Es braucht mehr Wälder um
Das Klima zu retten aber sicher
Keine neuen Autobahnen mehr
Eher viel weniger noch aber
Soweit ist Deutschland noch nicht
Zack zwanzig Milliarden gespart
Ohne neue Autobahnen damit
Ist Bürgergeld zehnmal finanziert 
Der deutsche Wald ist unsere Zukunft
Autobahnen sind Überbleibsel nur 

jens tuengerthal 23.6.26

Nachtmorgen

Nachtmorgen

Am Morgen nach der wieder
Durchdichteten Nacht
Zwitscherten schon die
Ersten Vögel im nun Sommer 
Mo grüßte beim polieren 
Der letzten Gläser und
Tag und Nacht gehen
Fließend ineinander über
Bei zugezogenen Vorhängen 
Wird der Tag noch für einige
Stunden vor meinen Träumen
Verschlossen was auch immer
Nun in Wirklichkeit ist

jens tuengerthal 23.6.26

Nacktgedanken

Nacktgedanken

Michel de Montaigne meinte im
Vorwort seiner Essays er zeige sich
Dort völlig nackt was niemanden als
Seine Nächsten interessieren muss
Oder ist diese Tiefstapelei die den 
Engländern so gut gefiel die ihn 
Schon vor den Franzosen liebten 
Auch eine Form von Eitelkeit die
Sich die Bescheidenheit leistet
Mehr zu sein als zu scheinen 
Weil sie intelligent genug war
Wie eine unerkannte Hochbegabung 
Die nur alle anderen dumm scheinen
Lässt sich manches zu ersparen 
Überlege ich dabei unsicher ob
Aufklärung mir noch lieber ist 
Oder Montaignes Gedanke
Von uneitler Offenheit die
Sich bescheiden gibt um die
Eitelkeit besser zu tarnen
Die es sich leisten kann
So zu tun als ob und weiß 
Kaum mehr was wirklich ist 
Die Nacht aber in der es
Nach ihrer Natur dunkel ist
Erlaubt völlig unsichtbar im
Dunkeln Aktfotos zu zeigen 
Denke ich lächelnd und
Vielleicht ist genau das
Die Nacktfreiheit der Nacht

jens tuengerthal 23.6.26




Liebesignoranz

Liebesignoranz

Ist es in der Liebe wichtig
In ganz zentralen Fragen
Einer Meinung zu sein
Oder besteht die Kunst
Der Liebe gerade darin 
Manches zu ignorieren
Um lieben zu können
Ist Liebe mit Ignoranz
Dann noch bedingungslos 
Oder nur relativ gültig 
Solange beide wegsehen 
Um glücklich zu bleiben
Statt an Konflikten nur 
Zu leiden weil die Liebe
Aus bloßer Differenz in 
Anschauungen des Lebens 
Nicht einfach endet was 
Auch schwer zu ignorieren
Wenn das Gefühl echt ist 
Ob es dann nicht leichter ist
Manches lieber zu ignorieren
Seinen Frieden zu haben
Statt miteinander zu kämpfen
Um Prinzipien zu wahren nur 
Was geht nicht mehr wie 
Sex mit Nazis oder doch
Seine Ruhe zu haben um
Kein Drama zu inszenieren
Wie versteht sich die Liebe
Mit Prinzipien überlege ich
Unsicher ob ich die Antwort
Nun wirklich hören möchte
Was ist wirklich wichtig im
Leben außer der Liebe aber
Was heißt das wenn sie 
Linke Antisemitin wäre die
Hamaspropaganda vom
Völkermörder verbreitet
Orientalische Märchen glaubt
Würde ich dann still gehen 
Oder einen Skandal machen 
Die eben noch Liebe anklagen
Oder wenn sie sich plötzlich als
Gläubige Impfgegnerin offenbart
Dann lieber schnell weglaufen
Oder ist die Liebe stärker als
Alle kritische Vernunft noch
Überlege ich und enthielte mich
Am liebsten was nicht geht ohne
Zu wissen wo die Grenze liegt
Die ich so wenig kenne wie
Den einzig richtigen Weg
Habe also eher keine Ahnung
Ignoriert mich lieber damit alle
Am Ende genug bekommen
Will noch wer etwas Liebe 
Wohin auch immer denk ich
Und liebe es von allen Seiten
Ignoriere den ganzen Rest
Lieber der Liebe wegen
Wird schon gut so sein

jens tuengerthal 23.6.26

Montag, 22. Juni 2026

Lektürentagebuch 22.6.26

Lektürentagebuch 22.6.26

Schon in der Nacht mit Erwin Seitz
Über die Verfeinerung der Deutschen
Mit dem VII. Abschnitt unter dem Titel
Der zivilisierte Krieger begonnen 

Das 1. Kapitel vom Krieger zum Ritter 
Handelt von den zwei Salier Kaisern Heinrich III und Heinrich IV wobei er
Historisch falsch mit Heini IV beginnt 

Doch ist diese zeitliche Verdrehung 
Schon insofern gut begründet als 
Heinrich IV durch seinen Gang nach
Canossa symbolisch bekannt wurde 

Wie es dazu kam erzählt Seitz sehr
Gut und mit Freude an Details die
Einerseits den Mut andererseits den 
Leichtsinn des dritten Saliers zeigen

Während ihr Vater Konrad der das
Sächsische Geschlecht an die Macht
Brachte noch Analphabet mit Schwert
War wurden die Söhne kultivierter

Wie es zum Konflikt von Heini IV
Mit Papst Gregor VII kam der am
Ende nach Canossa führte wird
Historisch fundiert gut erzählt

Natürlich kannte ich als einmal
Bewohner der Kurpfalz schon
Die Geschichte der in Speyer
Begrabenen Salier ein wenig

Dies zumal ich zwei wunderschönen
Damen aus der schönen Stadt am
Rhein einmal emotional nah war mit
Nur zwanzig Jahren dazwischen

Dass die eine blond und groß
Die andere dunkel und klein war
Mag historischer Zufall sein der
Aber gut zum Speyerer Dom passt

Aber es ging ja nicht um mich sondern
Um Heinrich IV den Salier der nach
Seitz so innovativ wie impulsiv war
Zumindest einiges neues wagte

Hier zeigen sich schon die Grenzen
Der ahistorischen Vorstellung der
Beiden Salier Heini III und IV die
Einander direkt folgen leider

Heini IV der als Teenie König wurde 
War gerne in Goslar wo er auch
Aufgewachsen schon war weil sein
Vater dort die Kaiserpfalz baute

Die Salier hatten zufällig noch eine
Reiche und ergiebige Silbermine
Oberhalb von Goslar als Erbe was
Den Aufenthalt lukrativ machte 

Dort feierte Heini IV gerne hatte auch
Wie mönchische Beobachter neidisch
Berichten wohl einige Kebsweiber 
Wusste kurz gesagt gut zu leben 

Er brachte dazu noch französische
Mode für Männer also ohne Bart
Wie Frauen mit teurer Mode mit
Was den Sachsen dort missfiel

Sachsen waren die Niedersachsen
Heute deren Gebiete sich erst mit
Der Christianisierung nach Osten 
Noch weiter ausdehnten dann

Die Geschichte von Heini IV beginnt
Seitz mit dessen Wunsch nach
Scheidung den Reichstag und Kirche
Empört ablehnen er blieb bei ihr

Zumindest macht die Zwangsehe
Die er mit 11 schon schloss die 
Wurzel des aufständischen Geistes
Dieses deutschen Kaisers deutlich

Er wehrte sich dagegen laut und
Deutlich statt vorsichtig diplomatisch 
Später kam es zu neuen Konflikten
Mit dem Papst um die Investitur 

Diese betrifft die Einsetzung von
Bischöfen die als weltliche Fürsten
Auch den Kaiser wählen also für
Das Reich politisch bedeutend waren

Irgendwann schmiss Gregor dann
Heini IV aus der Kirche und ließ
Dies auch öffentlich verkünden
Worauf Heini nach Canossa ging

Aber und hier erläutert Seitz den
Kontext sehr aufmerksam im Detail
Dies wäre egal gewesen wenn der
König und Kaiser eine starke eigene

Hausmacht gehabt hätte doch 
Hatte er es sich durch die lange Party
In Goslar schon mit den Sachsen 
Versaut und später auch andere

Gegen sich aufgebracht als er mit
Den Bürgern von Worms die ihren
Bischof absetzten Solidarität zeigte
Nicht konsequent aber immerhin

Seine Position im Reich war schon
Geschwächt warum die Sache in
Canossa so lächerlich eskalierte
Um einander zu erniedrigen

Die Salier hatten dabei schon eine
Längere Entwicklung hinter sich
Von Konrad dem Ritter und Schläger 
Der es noch mit Gewalt versuchte 

Über den klugen bedachten Heini III
Zum leicht cholerischen Heini IV
Bei zunehmender kulturellen auch
Verfeinerung und Entwicklung

Warum Seitz es für feiner hält
Nun Fisch also weißes Fleisch
Was als rein zählt zu essen
Bleibt für mich rätselhaft

Sehr schön aber erzählt er wie
Ein Ritterroman aus der Zeit sehr
Viele verschiedene Fischsorten
Aufzählt die zubereitet wurden

Auch die Bedeutung von Speyer
Der Familiengruft in der schon
Konrad seinen Platz fand die
Dieser zu bauen begann wie

Die Anlage des Domhofs von 
Speyer den Heini III erweiterte
Bis Heini IV den Bau vollendete
Der damals einmalig in der Welt

Bis heute ist der Speyerer Dom
Noch eine der größten Attraktionen
Neben dem Heidelberger Schloss
In der ehemaligen Kurpfalz

Seitz beschreibt wie wunderschön
Speyer um den Dom angelegt ist
Von dem die Maximilianstraße auf
Den Dom vom Stadttor aus hinführt 

Er vernachlässigt dabei leider die
Gute Pfälzer Küche die auch in 
Speyer delikate Ableger hat auch
Wenn Deidesheim nicht vergleichbar

Der schlichte Biertrinker Seitz vergisst
Hier völlig unkultiviert auch die drei
Großen B der Pfalz Reichsrat von 
Buhl Bassermann-Jordan beide in

Deidesheim wie Bürklin-Wolf im
Benachbarten Wachenheim was
Zum Umland von Speyer gehört
Kulinarische Weltklasse bietet

Der Deidesheimer-Hof etwa das
Früher Lieblingsrestaurant des 
Großen Pfälzers Helmut Kohl
Ist stets eine Reise noch wert

Hatte das Glück dort eingeladen
Von früheren Schwiegereltern einen
Geräucherten Saumagen zu bestem 
Riesling genießen zu dürfen es lohnt

Statt altbackene Bamberger Brauerei
Hätte dieser Gipfel deutscher Küche
Nahe dem Elsass mehr Worte hier 
Noch verdient aber erwartungsgemäß

Haben Biertrinker und Wurstesser
Keine Ahnung von der wirklich feinen
Deutschen Küche Bier ist eben das
Gebräu für schlichtere Gemüter

Das Historische schildert Seitz hier
Exakt gut und mit Witz nur beim
Kulinarischen versagt er wieder völlig
Unklar ist ob aus nur Vorurteilen

Räume für die Zukunftskunst über die
Architektonische Entwicklung der
Galerie Cassirer vom Salon zur 
Kunsthalle im Tiergarten heißt das

Exzellente Essay von Dieter Scholz 
Und Franziska Lietzmann über die
Entwicklung der Räume Viktoriastraße 35 im Katalog der Ausstellung 

Cassirer und der Durchbruch des 
Impressionismus die gerade in der
Alten Nationalgalerie gezeigt wird
Und wie sie zum Salon wurden 

Nach Vorstellung der Vorbesitzer
Wird die Eröffnungsausstellung in den
Räumen zur Straße beschrieben mit 
Liebermann Degas und Meunier

Drei Räume drei Künstler so bestimmt
Die Architektur auch das Programm
Zu Beginn der Tätigkeit dabei waren
Ganz bewusst auch Künstler aus

Drei Ländern gewählt worden also
Deutschland Frankreich Belgien was
Den kosmopolitischen Ansatz der
Neuen Internationalgalerie zeigte 

Dazu wird eine schöne literarische
Würdigung durch Rilke zitiert der auch
Schon Henry van der Veldes intimes
Lesezimmer dabei zu würdigen weiß

Das Lesezimmer hatte van der Velde
Bis zu den Stühlen und halbhohen
Regalen elegant modern gestaltet
Mit Skizzen in die Paneelen integriert

Das Bild wird durch ein Foto dieses
Lesesaals noch verdeutlicht auch in 
Den in grau gehaltenen Räumen der
Ausstellung strahlten nur die Bilder

Über die Baugeschichte des dort
Oberlichtsaals wird detailreich noch
Erläutert bis zur erstaunlich schnellen
Genehmigung durch Martin Gropius

Schon im Oktober 1899 wurde dort
Die erste Ausstellung eröffnet was 
Angesichts des Bauantrags vom
August für Berlin rasant schon war

Sehr gelobt wird die dort einzelne
Hängung die von der damals noch
Üblichen Petersburger Hängung 
Auf elegante Weise abweicht

Die Ausstellung die mit einem
Berühmten Manet eröffnete sei die
Wichtigste und anregendste die je
In Berlin bisher gezeigt wurde 

Paul Cassirer allein nach Trennung 
Von seinen Cousin präsentierte im
Jahr 1903 die nächste Erweiterung
Worauf die Presse positiv reagierte 

Im Jahr 1910 heiratete Paul Cassirer 
Tilla Durieux und wurde im Dezember
Auch als Eigentümer des Grundstücks 
Eingetragen und es folgten Umbauten 

Diese machte der Architekt der auch
Die Villa Liebermann am Wannsee
Baute Paul Baumgarten der auch für 
Die Villa Eduard Arnholds einen 

Neuen Oberlichtsaal 1912 baute 
Dabei wurde der erste Plan wohl 
Verworfen und dann anders noch
Umgebaut mit neuem Oberlicht

Alfred Lichtwark der Direktor der
Hamburger Kunsthalle und Kunde 
Der Galerie Cassirer hatte auch
Für seinen Umbau Oberlicht geplant

Aber kritisierte das erste Ergebnis
Des Berliner Umbaus deutlich sie
Hätten besser seine Baubude doch 
Besuchen sollen merkte er an aber

Der Bauherr wolle es im nächsten
Sommer ändern woraus sich auf
Ein Gespräch der beiden schließen
Lässt davon ist nichts vermerkt 

Neben der horizontalen Erweiterung
Kam es auch zu einer vertikalen
Ausdehnung im oberen Stock mit
Zusätzlichen Kabinetten noch

Dazu kam auch der von Alfred Gold 
Geleitete Salon für Graphik alles sei
Von schmuckloser sachlichster
Eleganz dabei vorne wurde verkauft

Die Schau zur Eröffnung zeigte genau
100 Bilder und zehn Skulpturen mit
Werken von Courbet Manet Renoir
Liebermann van Gogh Lehmbrucks

Am 9. November 1918 traf sich noch
Harry Graf Kessler nachdem er vorher
Noch meinen Großvater im Lustgarten
Mit Kadetten getroffen hatte und diese

Zurück nach Lichterfelde schickte dort 
Mit René Schickele zur Tagung des
Bund Neues Vaterland aber ohne
Cassirer dafür mit Hugo Simon

Cassirer war die letzten Jahre des
Ersten Weltkrieges in der Schweiz 
Die Geschichte eines Schuppens
Kann hier vernachlässigt werden

Den Abriss der Villa beschlossen die
Nationalsozialisten für das Projekt
Germania von Speer nach dem Krieg
Wurde es als Vollruine gemeldet

Es wurde dann im Herbst 1949 
Abgerissen aber erst 1954 wurde
Die in Amerika lebende Tochter
Suzanne Aimé wieder eingetragen

Über das Grundstück verläuft 
Inzwischen die Ben Gurion Straße am
Standort des Salons ist heute das
Musikinstrumenten-Museum

jens tuengerthal 22.6.26

Völkermordvorwurf

Völkermordvorwurf

Der Vorwurf des Völkermordes
Gegen Israel ist Propaganda der
Hamas wer diese verbreitet ist
Teil des islamistischen Terrors 
Das Programm der Hamas dagegen
Sieht den Völkermord an den Juden 
Wie ihre Vertreibung von dort vor
Darüber redet leider keiner
Die Behauptung kam nur von
Einem mittlerweile wegen des 
Sexuellen Missbrauch Abhängiger
Angeklagten Muslim was genug 
Über diese Propaganda verrät
Ihr keinen Glauben zu schenken
Ein orientalisches Märchen halt
Womit die Erbin der SED zu einer
Unterstützerin von Terroristen
In grenzenloser Naivität wurde 
Mittäter sind wie Täter zu bestrafen
Zumindest nach deutschem Recht
So sind Verantwortliche zu behandeln
Es gibt für diesen Vorwurf keinerlei
Gerichtstaugliche Belege was seine 
Verbreitung zur üblen Nachrede
Gegenüber Israel macht dem
Eben ganz normalen linken 
Antisemitismus den keiner braucht
Was zumindest zeigt die Linke ist
Keine Alternative sondern als
Erbin der SED stramm terroristisch
Wer sie wählt wählt Hamas
Ist ein Feind der Freiheit

jens tuengerthal 22.6.26