Dienstag, 15. September 2026

Lektürentagebuch 15.9.26

Lektürentagebuch 15.9.26  

Im ersten Teil Giovannis Sohn erzählt
Antonio Forcellino in seiner Biografie
Raffael von dessen Geburt an jenem
Karfreitag dem 28. März 1483

Einer Zeit zu der Amerika noch nicht
Von Europäern entdeckt worden war
Die Erde nach Lesart Roms noch eine
Scheibe und Maximilian Kaiser war

Der letzte Ritter wurde dieser genannt
Ein Habsburger der Burgund heiratete
Seinem schönen Sohn Spanien zur 
Frau gab der wenig später starb

Das Kapitel Ein schönes Bürgerhaus
Beschreibt den Tag der Geburt von
Den Schreien der Mutter bis zur
Arbeit des Vaters währenddessen

Der Vater war Maler und Literat am
Ghibellinischen Hof der Herzöge von
Urbino im nahe gelegenen Palast das
Haus hatte schon der Großvater einst

Erworben und es steht bis heute als
Nun Museum des berühmten Sohnes 
Gegenüber der Kirche zu der nun die
Karfreitagsprozessionen mit den sich

Bis aufs Blut geißelnden Männern 
Zogen die das Leiden Christi mit Dornenkrone nachspielten und die
Straße zur Kirche gegenüber mit

Ihren vielen Fackeln erleuchteten
Als das Licht dieses Frühlingstages
Schon langsam weniger wurde auch
In der zur Straße gelegen Werkstatt

Eindrücklich wird beschrieben wie
Giovanni dort seine Farben mischte 
Aus was sie gewonnen wurden wie
Die Maler aus Gent ganz neu die

Leuchtenden Ölfarben nach Urbino
Gebracht hatten und sich auch der
Vater an der Farbe mit Leinöl versucht
Aber auch die alten Tempera Farben

Noch weiter benutzte auch wenn die
Mischung so verführerisch dauerhaft
Glänzte als sei sie mit Lack bedeckt
Was die Malerei deutlich veränderte 

Denke an die leuchtenden Bilder aus
Burgund wie die glitzernde Krone der
Madonna auf einem der Bilder in der
Berliner Gemäldegalerie des großen

Jan van Eyck das die gekrönte Maria
Mit dem Jesuskind auf dem Arm mit
Einer Kirche zeigt bei dem die Krone
Bis heute noch glänzt aus Flamen 

So erzählt Forcellino schon einige
Auch kunsthistorisch spannende
Geschichten über Farben Kunst
Wie den Kontakt auch zum Herzog

Auch das reiche Bürgerhaus mitten
Im Zentrum von Urbino gegenüber
Dem Palast an der schon breiten 
Straße auf der zwei Fuhrwerke 

Sogar nebeneinander fahren konnten 
Es war ein Privileg so nah am Palast 
Wie der Kirche zu wohnen die oben 
Mit Ziegeln wie Brüsseler Spitze

Geschmückt gewesen sein soll was
Ein schönes nur schwer vorstellbares
Bild der Kulturstadt Urbino liefert in
Der Raffael seinen Anfang nahm


Im zwölften Kapitel sitzt Hans Grill
Mit Doralice seiner Frau der Gräfin
Beim Mittagessen und sie versuchen
Miteinander zu plaudern aber sie

Missverstehen sich wieder einmal 
Mehr als sich nah zu kommen und
Während Hans von München nun
Schwärmt wird sie abweisend

Er will wieder aufs Meer mit den
Fischern aber sie will nicht mit
Bleibt im Sessel und schläft ein
Träumt von Hilmar der käme

Als sie träumt er komme über sie 
Um sie zu küssen erwacht sie
Und Hans steht tatsächlich da
Er redet schönen Unsinn und

Kniet vor ihr küsst ihre Hand 
Sie will ihn wegschicken er meint
Das ginge nicht sie gehörten jetzt
Zusammen er solle zurück zum

Regiment am nächsten Tag sie
Sind noch so innig als Lolo nun
Draußen vorbeiläuft die in der
Nacht im Meer schwimmen wollte

Sie hatte sich davon Erleichterung
Erhofft ins Wasser zu gehen aber
Ging noch wie immer bei Waldeins
Vorbei sah bei Doralice noch Licht 

Sie ging näher sah Hilmar wie er
Vor Doralice kniete und sie küsste 
Nun war sie endgültig entschieden 
Ging zum Strand und ließ den Mantel

In den Sand fallen wie liegen und
Ging darauf ins Wasser immer weiter
Über die Sandbank hinaus bis es
Immer tiefer wurde und schwamm 

Sie hatte schon Wasser geschluckt
Als die Fischer sie an Bord zogen
Sie tragen sie zu Waldeins weil es
Näher war als der Bullenhof 

Dorthin läuft der andere während
Der sie trug sie bei Doralice ablegte 
Die gleich Agnes zu Hilfe rief die Lolo
Auszog und Abrieb und dies dann 

Doralice übergab um einen Tee
Zu kochen als sie allein sind macht
Lolo die Augen auf und meint sie
Solle Hilmar haben weil sie so

Schön sei müsse es so sein
Wer auch immer diese weibliche
Logik versteht wies Doralice es 
Streng zurück sie wolle ihn nicht

Dann kommt die Generalin mit
Der Bork und Nini aber ohne die
Baronin organisiert den Transport
Von Lolo zum Bullenkrug zurück 

Sie war ohne ihre Tochter die Baronin 
Gekommen und blieb noch um mit
Doralice ein Wort unter Frauen zu
Reden sie solle das Weglaufen lassen 

Das ist sehr freundlich und fast 
Kameradschaftlich von ihr dann
Streichelt sie ihr Gesicht zum
Abschied und Doralice bleibt allein

Zieht die Beine hoch auf den Sessel
Fragt sich wie sie wirklich ist als nun
Agnes mit dem Tee kommt bringt sie
Doralice ins Bett zärtlich wie ein Kind

Dramatische Szenen in denen aber
Wieder nahezu nichts passiert und
Die Beteiligten sich im Angesicht des
Todes irgendwie sehr ehrlich zeigen 

Eine faszinierende Konstellation bei
Der Keyserling sich sehr tief in das
Verletzte Gefühlsleben hineinfühlt
Erstaunlich besonders die Gräfin

jens tuengerthal 15.9.26

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