Freitag, 20. Februar 2026

Lektürentagebuch 19.-20..2.26

Lektürentagebuch 19.-20..2.26

In der Nacht wieder über den guten
Tucholskys in vorn die Ostsee hinten
Die Friedrichstraße amüsiert diesmal
In Was soll er denn einmal werden

Dabei geht es um den Sohn und was
Der eines Tages mal werden soll so
Nach seinem Charakter der eher zur
Trägheit und Feigheit wohl neigt

Aus dem unverantwortlichen König
Der Ausrede wird dann wohl am 
Besten ein Beamter und Politiker
Die nichts tun und nur erledigen

Fein karikiert Tucholsky hier den 
Preußischen Staat und seine noch
Tragende Säule die Beamten die
Besonders in der Politik zu gerne

Vor jeder Verantwortung fliehen
Wie der kritische Beobachter von
Außen ohne alle Beteiligung aber
Mit populärem Humor bemerkt

Das ist Satire als guter Rat für
Den schwierigen Sohn der sich
Besonders gern vor aller noch
Verantwortung drücken würde 

Was zur fein böse karikierten
Politik gut passt die Bekenntnisse
Wie Appelle zur Verantwortung
Lieber abgibt als sie zu übernehmen

Beamter zu werden sei einfach
Das gefahrloseste wie zugleich
Verantwortungsloseste Metier
Der Welt was Haftung ausschließt

Darauf noch das herrliche Gedicht 
Danach gelesen dass berlinert über
Das gewöhnliche Abblenden beim
Happy End was doch besser so wäre

Oder fragt sich wer und nun was
Kommt dann was Tucholsky nun
Mit Humor schildert vom Bett mit
Lust zur verbrühten Milch darauf

So denkt der Alte der schon lange
Schlaff machte die Ehe war doch 
Zum größten Teile verbrühte Milch 
Mit an Langeweile und genau darum

Wird in den Filmen nach dem
Happy End auch ausgeblendet 
Denn was uns in der Ehe erwartet
Ist verbrühte Milch und Langeweile 

Das noch leicht berlinernd bringt
Tucholskys den Kern der Liebe
Ganz praktisch auf den Punkt mit
Verbrühte Milch und Langeweile


Im 7. Brief an Thomas Pennant 
Esquire schreibt Gilbert White von
Der Jagd in Die Erkundung von
Selborne die zu uns natürlich gehörte

Weil der Jagdinstinkt in unserer Natur
Läge waren die Gesetze gegen die 
Wilderei nur mäßig erfolgreich und
Wie alle sich zu gerne noch beim Bier

Die alten Jäger Geschichten erzählten
Welche sich wie bei allen Hobbys so
Ähnlich sind als sei all das eines nur 
Berichtet von diesen ausführlich

Das interessanteste daran ist noch
Zu bemerken wie wenig sich diese
Geschichten seit dem 18. Jahrhundert
Geändert hätten bis heute öde 

Das im typisch englischen Humor
Der leichte Ironie mit Sport mischt
Auf Mängel damit hinweist aber es
Lachend mit einem Zwinkern tut

Klagt über die illegalen Feuer die
Große Schäden anrichten etwa
Auch Wurzeln des Ginster angreifen
Ein kahles Land hinterlassen

Auch von den zwei Lodges die aus
Eichenbohlen errichtet werden auf
Den Hügeln für deren Ausstattung
Jeweils eine Gemeinde zuständig

Erfahren neugierige Leserinnen
Von White der hier vermutet es
Müsse sich um einen uralten Brauch
Wohl handeln ohne weitere Gründe


In den Wundern des Nordens von
Olaus Magnus einiges über die 
Beiden Brüder Magnus gelesen
Deren Aufstieg und deren Ende

Dabei ist Johannes als designierter
Bischof von Uppsala zunächst der
Bedeutendere von beiden für den
Olaus als Sekretär auch arbeitete

Beide gingen nach Danzig als sich
In Schweden die Reformation weiter
Durchzusetzen begann wo sie sich
Offensichtlich sehr wohl auch fühlten 

Dies zum einem durch die freie
Internationale Atmosphäre der
Hansestadt Danzig die schon seit
1361 auch Mitglied der Hanse war

Hier fanden sich noch zahlreiche 
Humanisten mit denen sie auf Latein 
Sprachen und schrieben es fand
Sich eine geistige katholische Welt

Während sie in Danzig waren hat
Gustav Wasa ihr Eigentum an
Immobilien und Pelzen und Gold
Einfach beschlagnahmen lassen 

So hatten die Brüder außer dem 
Haus in Danzig was teils schon
Durch Spenden von Freunden
Finanziert wurde kein Vermögen

Als das Gerücht von einem Konzil 
Im Norden Italiens aufkam haben
Beide ihr Haus in Danzig verkauft
Um so die Reise zu finanzieren

Leider erfuhren sie als sie in 
Monza ankamen dass dieses
Um ein Jahr verschoben wurde
Nahezu mittellos reisten sie nun

Weiter nach Rom wo Olaus den
Kranken Bruder Johannes im
Hospiz für Schweden unterbrachte 
Wie selbst auch pflegen musste

Die Reisen unterbrachen ihre Arbeit
Am jeweiligen Werk bei Johannes
Der Geschichte von Uppsala und 
Gothland bei Olaus die Karte

Dann hieß es in Rom nun käme
Wirklich das Konzil in Triest beide
Machten sich mit teils geliehenen
Geldern auf es dort zu versuchen 

Sie wollten ihre Heimat retten
Den wahren Glauben zurück
In den Norden bringen und glauben
Wirklich an ihre Mission dabei

Auch diesmal verschob sich das
Geplante Konzil wieder und die
Beiden hatten nichts erreicht aber
Eine Einladung nach Venedig 

Der dortige Patriarch lud beide
Brüder ein in seinem Palast zu
Leben warum Karte und Bücher
Auch später ihm gewidmet wurden 

Hier konnten sie nun endlich in
Der Lagune ihre Werke in Ruhe
Vollenden der Patriarch finanzierte
Sogar noch den Druck ihrer Werke 

Sehr spannend wie zwei große
Intellektuelle zu Flüchtlingen der
Reformation wurden aber für den
Glauben alles wieder riskierten

Schweden dagegen versank infolge
Der Reformation erstmal in großen
Unruhen und verlor an Bildung so
Wurde die Universität geschlossen

Andererseits wurde Schweden nur
Hundert Jahre später unter dem
Großen Wasa König Gustav Adolph 
Zur neuen europäischen Großmacht

In hundert Jahren von der neuen
Nation die sich gerade erst von
Den Dänen lossagte zur Großmacht
Die sich im nordischen Krieg erledigte

So wird an der Geschichte der ersten
Karte des Nordens die Geschichte
Hinter der Geschichte deutlich was
Den kulturellen Kontext neu erklärt 

jens tuengerthal 20.2.26

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