Jenseitsstille
Jenseits der Stille liegt die Welt
Der Töne die uns überall bedrängen
Unterhalten bewegen sollen was
Auch immer ihr Einsatz beabsichtigt
Wer beschallt wird ist nicht mehr
Frei sondern unterwirft sich dem
Klang als unbegrenzter Macht
Die unser Bewusstsein verändert
Früher hörte ich auch gern Musik
Dichtete gelegentlich auch wie
Schwungvoll barocke Takte wogen
Manche Musik macht Stimmung
Geordnet aufgeräumt im Geist bei
Barocken Klängen dagegen nahe
Dem Wahn bei Anne Clark mit ihrer
Erstaunlich psychologischen Wirkung
Bestimmte Musik ist für mich mit
Stimmungen verbunden wie etwa
Stand by me oder The Wall auch
Bach und Mozart wirken ganz
Unterschiedlich auf mein Gemüt
Noch deutlicher bei Mahler und
Wagner und klassische Musik
Anders als Rock oder Pop
Bevorzuge insbesondere zum
Lesen inzwischen Stille um der
Lektüre ganz zu folgen statt nur
Den Stimmungen hingegeben
Überall beschallt uns die Welt mit
Geräuschen die Spuren legen denen
Wir oft nicht mehr bewusst folgen
Als Junkies dauernder Beschallung
Jenseits der Stille liegt auch die
Tiefe schöne Welt der Ruhe
Viele Menschen fürchten sie
Geben sich Stimmungen hin
Launen des Moments die uns
Bewegen statt dass ich als freier
Mensch die Welt auf mich stelle
Sind Ausdruck völliger Unfreiheit
Musik auch wo sie mathematisch
Exakt vermessen wie die Fugen
Von Bach ist wie ein Rausch der
Gerne uns das Denken abnimmt
Es steht uns frei uns zu berauschen
Aber nur wenn wir je frei waren
Nicht von Rausch zu Rausch taumeln
Im überall Lärm der uns umgibt
Nur wer aus der Stille kommt und
Sie geistig bewusst erträgt sollte den
Führerschein für die Klangwelt als
Damit freier Mensch bekommen
jens tuengerthal 20.2.26
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