Freitag, 20. Februar 2026

Jenseitsstille

Jenseitsstille

Jenseits der Stille liegt die Welt
Der Töne die uns überall bedrängen 
Unterhalten bewegen sollen was
Auch immer ihr Einsatz beabsichtigt

Wer beschallt wird ist nicht mehr
Frei sondern unterwirft sich dem
Klang als unbegrenzter Macht 
Die unser Bewusstsein verändert

Früher hörte ich auch gern Musik
Dichtete gelegentlich auch wie
Schwungvoll barocke Takte wogen 
Manche Musik macht Stimmung 

Geordnet aufgeräumt im Geist bei
Barocken Klängen dagegen nahe 
Dem Wahn bei Anne Clark mit ihrer
Erstaunlich psychologischen Wirkung 

Bestimmte Musik ist für mich mit
Stimmungen verbunden wie etwa
Stand by me oder The Wall auch
Bach und Mozart wirken ganz

Unterschiedlich auf mein Gemüt
Noch deutlicher bei Mahler und
Wagner und klassische Musik
Anders als Rock oder Pop 

Bevorzuge insbesondere zum
Lesen inzwischen Stille um der
Lektüre ganz zu folgen statt nur
Den Stimmungen hingegeben 

Überall beschallt uns die Welt mit
Geräuschen die Spuren legen denen
Wir oft nicht mehr bewusst folgen
Als Junkies dauernder Beschallung

Jenseits der Stille liegt auch die
Tiefe schöne Welt der Ruhe 
Viele Menschen fürchten sie
Geben sich Stimmungen hin 

Launen des Moments die uns
Bewegen statt dass ich als freier
Mensch die Welt auf mich stelle 
Sind Ausdruck völliger Unfreiheit 

Musik auch wo sie mathematisch
Exakt vermessen wie die Fugen
Von Bach ist wie ein Rausch der
Gerne uns das Denken abnimmt 

Es steht uns frei uns zu berauschen 
Aber nur wenn wir je frei waren 
Nicht von Rausch zu Rausch taumeln
Im überall Lärm der uns umgibt

Nur wer aus der Stille kommt und
Sie geistig bewusst erträgt sollte den
Führerschein für die Klangwelt als
Damit freier Mensch bekommen

jens tuengerthal 20.2.26

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