Mittwoch, 11. Februar 2026

Lektürentagebuch 11.2.26

Lektürentagebuch 11.2.26

Schon in der Nacht ein wenig in 
Egon Friedells Kulturgeschichte
Der Neuzeit eingetaucht über den
So vielfältig genialen Leibnitz

Was schwärmt der begeisterte
Friedell hier von dem großen
Denker der den Barock prägte
Mit seiner toleranten Monadenlehre

Er ist so angetan von der Lektüre
Wie es auch Friedrich der Große
Im Gegensatz zu seinem Vater war
Weil er die geistige Tragweite sah

Leibnitz erinnert mich an meinen 
Vater das vielfältige Genie das in
Aller Natur noch staunend auch
Wunder liebend entdecken konnte 

Auch die Monadenlehre ist von
Einem ausgesprochen toleranten
Geist geprägt und feiert mit einer
Begeisterten Euphorie die Welt

Die Welt als nicht vollkommen aber
Beste aller möglichen zu sehen ist
Ausdruck dieser liebevollen Haltung
Die Voltaire im Candide spiegelt

Doch wo der Franzose über den
Weltgeist in höchster Harmonie
Spottet meinte Leibnitz es voll
Begeisterung schwärmend ernst

Das große Glück im Garten der
Welt zu leben der noch in jedem
Noch so kleinen Blatt ein neues
Verkleinertes Paradies versteckt

Wie sich alles Große aus vielfältig
Teilbarem Kleinen zusammensetzte
Begeisterter diesen Forscher aus
Berufung und echter Begeisterung

Wie gerne hätte ich Leibnitz noch
Mit meinem Vater erlebt vermute
Die Begeisterung der beiden großen
Euphoriker hätte nie Grenzen gekannt 

Gottfried Wilhelm Leibniz der im
Jahre 1646 in Leipzig geborene
Verstarb 1716 in Hannover und
Gilt als großes Universalgenie

Er war ein deutscher Philosoph
Mathematiker Physiker Jurist 
Historiker und politischer Berater
Gilt als klügster Kopf seiner Zeit

Leibnitz wuchs als Sohn eines
Professors schon in einer heimischen
Bibliothek auf die seine Neugier weckt
Er lernte dort autodidaktisch Latein

Wie auch griechisch bereits mit
Acht Jahren um mit zwölf beim
Prüfen logischer Fragestellungen
Eine mathematische Zeichensprache

Bereits zu erfinden besuchte auch
Die Leipziger Nikolaischule wie die
Dortige Universität und wechselte
Später noch nach Jena im Studium

Mit 19 machte er seinen Doktor in 
Kombinatorik und wollte dann im
Recht promovieren doch die Leipziger
Fanden ihn noch zu jung darum

Ging er nach Nürnberg Altdorf wo
Er erfolgreich war und besuchte 
Kurzzeitig Alchimisten die er bald
Als bloßen Hokuspokus verspottet

Was ich gut verstehen kann der
Diese Mystiker in Kreisen auch
Von Freimaurern traf und eher 
Komisch als ernst zu nehmen fand

Ab 1672 tritt er in den Dienst des 
Kurmainzischen Erzbischofs der
Im Reich Erzkanzler auch war
Mit dem Namen von Schönborn

Er machte obwohl Lutheraner in
Mainz Karriere bis zum Rat und
Publizierte noch einige Schriften
Zu Recht Philosophie und Physik

Auf einer Reise nach Paris will er
Ludwig XIV einen Plan zur Eroberung
Von Ägypten unterbreiten um so die
Kriege in Europa zu beenden 

Um 1672 entwickelte er auch seine
Rechenmaschine für die vier
Grundrechenarten und wurde dafür
Zum Ehrenmitglied der Royal Society

Wieder zurück in Paris entwickelte er
Die Infinitesimalrechnung wie das
Duale Zahlensystem was später zur
Grundlage der Informatik wurde 

Ab 1676 geht er auf Ruf des Welfen 
Herzogs Johann Friedrich schließlich
Nach Hannover besuchte Spinoza in
Den Haag auf dem Weg noch

Er stand im regen Austausch mit der
Kurfürstin Sophie von der Pfalz er war
Bibliothekar mit einer Vielzahl von
Aufgaben noch dazu etwa Bergbau

Er machte später auch dem Kaiser 
Viele wichtige Reformvorschläge im
Münzwesen wie für Manufakturen um 
Die Türkenkriege zu finanzieren die

Wurden wohlwollend zur Kenntnis
Genommen und irgendwann bekam
Er den Titel eines Reichshofrats mit
Nur leider geringer Rente dazu 

Als sein Dienstherr zum König von
England wurde lehnte er leider ab
Leibnitz mitzunehmen dafür war
Der Kontakt nach Berlin sehr gut

Sophie Charlotte die Schwester
Seines Kurfürsten korrespondierte
Regelmäßig mit ihm und gründete
Die Akademie der Wissenschaften 

Der Akademiegedanke den er auch
Als Präsident der Berliner Akademie 
Weiter ins Reich und nach Russland
Zu Peter dem Großen trug war die

Große Leidenschaft von Leibnitz
Wie Zentrum seiner intellektuellen
Projekte die Ausgabe seiner Werke
Ist lang was Friedell einfach leugnete

Überhaupt scheint der Wiener mit
Der Begeisterung für das Genie
Etwas oberflächlich plätschernd wie 
Weitere Lektüre mir bestätigte

Auf Leibnitz Sarg wurde eine 1
Inmitten einer 0 angebracht als
Symbol für sein Zahlensystem das
Heute Basis der Computer wurde

Ohne Leibnitz fehlte vieles so
Schrieb ich nicht am Telefon und
Die werte Leserin hätte auch keine
Weiche Ware um es lesen zu können

jens tuengerthal 11.2.26


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