Aberglaubenssklaven
Heute ist Freitag der 13.
Was mir vollkommen egal ist
Weil der Zufall der Zählung so
Austauschbar relativ wie darum
Ohne jede Bedeutung nur ist
Doch kommt es auf verschobene
Tage nach Kalenderreformen an
Als hätte der Unsinn je einen noch
Wahren Kern worüber ich nur laut
Lachen kann mit etwas Vernunft
Doch ist all der Unsinn mit dem
Der Aberglaube gerne Angst macht
Nur ein schlechter Witz für einfältige
Geister oder der normale Wahnsinn
Warum pflegen ihm auch Normale
In meinem Elternhaus das sonst
Eher Vernunft orientiert war mit
Heiligen protestantisch nüchtern
Bis spöttisch umging wurden
Zahlreiche Rituale des Aberglauben
Gepflegt besonders um Silvester
Vom Essen bis zum Blei gießen
Was ich immer lächerlich fand
Aber Teil unserer Tradition war
Dahingestellt ob das etwas rechtfertigt
Wir Kinder wurden alle noch getauft
Ließen uns später konfirmieren was
Eigentlich geistiger Missbrauch ist
Aber gut bürgerliche Tradition war der
Wir aus Gewohnheit natürlich gefolgt
Aberglaube macht unfrei und zeigt
Wie gerne wir alles Wissen für die
Illusion höherer Wahrheit ohne alle
Vernunft aufgeben um uns dafür
Am Hokuspokus naiv festzuhalten
Jeder Aberglaube setzt auf Mächte
Über mir die nur durch ihn erkannt
Werden könnten verkündet also stets
Untaugliche höhere Wahrheiten nur
Statt allein auf mich noch zu setzen
Wie Max Stirner seinen Einzigen
Beginnt er habe seine Welt allein
Auf sich gestellt ist das Prinzip
Was allem zugrunde liegen sollte um
Sich vom Aberglauben zu befreien
Außer mir ist nichts was noch irgend
Einer Aufregung wert ist mich tiefer
Tangieren noch sollte weil es allein
Ist was ich erkennen kann es gibt
In der Natur keine Götter real
Wer an Höheres über sich glaubt ist
Von diesem Mächten abhängig die
Nicht seinem Willen unterliegen kann
Sich die Welt nicht mehr machen wie
Es ihm oder ihr noch frei gefiele
Das gilt für allen Aberglauben von
Horoskopen bis zur Religion noch
Sie sind eine Form der Sklaverei
Welche den betroffenen Geist fesselt
Statt Freiheit und Flügel zu verleihen
Es steht uns frei sich gegen allen
Aberglauben zu entscheiden auch
Wenn er als Religion sich gerne ganz
Verbindlich gibt entscheide ich was
Den Geist fesseln darf ganz allein
Sklave bleibt beim Aberglauben nur
Wer sich freiwillig diesem unterwirft
Dessen Ideen sind nicht allmächtig
Sondern unterliegen meinem Willen
Mit diesem forme ich frei die Welt
Es ist kein Gott allmächtig den ich
Aus freiem Willen negieren kann
So wenig wie Sterne verbindlich über
Das Leben Aussagen treffen können
Die mein Wille jederzeit umkehrt
jens tuengerthal 13.2.26
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