Montag, 16. Februar 2026

Lebensgestaltung

Lebensgestaltung

Kann ich mein Leben gestalten
Stelle ich meine Welt auf mich
Oder bin ich Opfer der Umstände
Ganz ohne irgendeine Perspektive 

Viel entscheidet wer zahlt weil 
Am Geld das Überleben hängt
Alles seinen Preis hat sogar
Das Ende so hässlich es ist

Geistige Freiheit aber kann
Kein Geld der Welt bezahlen
Auch Liebe soll unbezahlbar sein
Dabei sind Zweifel erlaubt

Ob die bürgerliche Ehe nicht
Moralische Prostitution nur ist
Weil sie finanzielle Sicherheit
Mit oder ohne Gefühl bietet 

Kann insofern nicht betroffen 
Hier erstmal dahinstehen auch
Wenn sie das Leben gestaltet
Bis in intimste Bereiche hinein

Doch gibt es auch eine sekundäre
Betroffenheit etwa über eine noch
Verheiratete Geliebte dann ist es
Wie es ist gegen alle Vernunft

Auch Familie wirkt ganz schnell
In die Lebensgestaltung hinein
Was kannst und darfst du noch
Als verantwortliche Eltern tun

Sich von allem befreien ist ein
Anfang der einsam macht für 
Etwas Freiheit die unglücklich
Schnell wertlos uns erscheint

Gerne sage ich mit Max Stirner
Ich hab meine Welt auf mich gestellt
Außer mir ist nichts was mich noch
Etwas anginge was wenige verstehen

Die Liebe bringt uns immer wieder
Dazu die Freiheit zu verkaufen für
Die Hoffnung geliebt zu werden auch
Wenn das unfrei nie gehen kann

Was gestalte ich noch wirklich
Bestimmen Gefühle den Weg
Oder wohl abgewogene Vernunft
Kann wer das für immer sagen

Geht es wie immer um ein
Gleichgewicht zwischen allem 
Das uns einigermaßen stabil hält
Noch etwas gestalten zu können

Gestalte ich mein Leben für mich
Oder in Verantwortung für eine
Gemeinschaft die auch mich trägt 
Was ist wirklich erstrebenswert

Sich über all diese Fragen vorab
Klar werden zu wollen kann am
Selbständigen Gestalten hindern 
Und dann ist das Leben vorbei

Bin nicht sicher worauf es ankommt
Mehr Gestaltung oder mehr klares
Bewusstsein für das was ich tue
Vieles erledigt das Leben einfach

Irgendwo dazwischen balanciere ich
Durch den Rest Leben der bleibt
Versuche es zu genießen dabei
Weil mehr uns nie gelingen kann

Vielleicht ist Genuss mit Lust wie
Der weise Epikur schon meinte
Gipfel aller Erfüllung dann war es
Bisher schon ziemlich gut so

jens tuengerthal 16.2.26

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