Montag, 9. Februar 2026

Lektürentagebuch 9.2.26

Lektürentagebuch 9.2.26

Weiter ging es in Gesprungener Liebe
In dem Kapitel Egoistische Liebe über
Den Besuch von Roché bei Franz und
Helen in Bayern und den Anfang der

Großen Liebe die auch im Zentrum
Von Jules und Jim steht was wohl so
War wie sie es literarisch schilderten
Wenn auch völlig unterschiedlichen

Gefühlen jeweils dabei und was mit
Langen Gesprächen von Henri und
Helen beginnt - finde Pierre klingt zu
Lausbubenhaft eher unpassend auch

Wenn Manfred Flügge es in seinem
Buch verwendet scheint mir dies der
Situation und der Beteiligten wegen
Eher unpassend beginnen doch 

Henri wie Helen im französischen
Mit dem gleichen verschluckten H
Der vielleicht Haltlosigkeit beider
In ihrer so großen Liebe füreinander 

Begegnen sich weiter auf Umwegen 
Bei Helen kommt wie im Buch der
Archäologe Koch der später Nazi wird
Mit dem Henri ständig konkurriert 

Während Henri zum knüpfen neuer 
Kontakte etwa zu Paul Klee nach
München fährt trifft er dort auch
Helens Schwester Johanna

Wenige Stunden nach Helen schläft 
Der unermüdliche Henri auch mit ihrer
Schwester als er Helen davon erzählt
Beginnt sie wieder was mit Koch

Daraufhin gesteht ihr Henri auch
Von Germaine mit der er nun seit
17 Jahren in Paris schlaft und der
Franz räumt beiden das Schlafzimmer

Er täte das widerwillig meint Flügge
Weil ihm jede Veränderung zuwider
Sie überlegen aber ob sie nicht ein
Quartett mit Johanna bilden können

Deren ruhiger Charakter wäre Franz 
Viel näher und wohl auch lieber als
Die ewig wilde und wechselhafte
Helen unter deren Launen er leidet 

Im ständigen auf und ab wie hin und
Her zwischen Helen und Henri zieht
Franz sich zurück und spricht von
Seinem nun mönchischen Leben

Er lebt ganz für die Literatur sagt er
Zieht sich immer mehr zurück auf
Der Fahrt nach Bayern hatte Henri
Franz Pariser Romanze gelesen 

Die Kreise der Liebe drehen sich immer schneller umeinander noch 
Im ersten Taumel der Leidenschaft
Wird Helen schwanger und treibt ab 

In den drei Tagen im Krankenhaus
Besucht Franz sie aber Henri nicht
Nun wünscht sich Henri ein Kind
Mit Helen seiner großen amour fou

Wieder in Paris trifft er in der Galerie
Rosenberg Picasso der sich noch
Genau an Franz und Helen erinnert 
Besonders an Helens Kleid dabei

Erinnert mich an Herrn Berggruen
Den ich in seiner Sammlung traf 
Mit dem ich über meinen Großvater
Den er aus Paris kannte plauderte 

Auch er kannte die Geschichte mit
Picasso die ich lange nur für ein
Märchen der Familie hielt aber
Es schien wirklich so zu sein

Die Geschichten die in der Nähe
Von großer Kunst erzählt oder
Erlebt werden sind oft die am
Längsten lebenden Erinnerungen


Vom ländlichen Bayern mit der
Städtisch wilden Leidenschaft
Geht es ins ländliche England
Nun aber der 18. Jahrhundert

Im 5. Brief den Gilbert White an 
Thomas Pennant Esquire schickt
Im Band die Erkundung von Selborne
Geht es zunächst um Hohlwege

Genauestens werden diese natürlich 
Wieder beschrieben von den dort
Schichten der Erde bis zu deren
Tiefe durch Ausspülung die bis zu

17 Fuß stellenweise betragen soll 
Sie bieten einen gehörig wilden 
Anblick bei Regen oder Frost mit
Dann verschlungenen Eiszapfen

Es gäbe in Selborne verschiedene
Geländeformen mit Böschungen
Oder auch Dickicht mit reichlich
Hasen Rebhühnern und Fasanen

Früher gab es wohl auch Schnepfen
Dafür kaum Wachteln die eher das
Offene Feld bevorzugen jedoch sind
Nach der Ernte Wachtelkönige noch

Auf gemähten Feldern zu sehen
Überhaupt sei Selborne ein sehr
Ausgedehnter Bezirk der Wälder
Wegen und es dauerte drei Tage

Gut alle Grenzen abzuschreiten
Was rund 30 Meilen wären und
Das Dorf steht an geschützter
Stelle und ist vor Westwind am

Hanger gefeit die Luft sei mild 
Aber durch die Ausdünstungen
Der vielen Bäume feucht auch
Die Regenmenge sei beträchtlich

Das Dorf mit dem angrenzenden
Weiler hat 670 Einwohner es gibt
Reichlich arme Leute die aber meist
Nüchtern und fleißig am arbeiten sind

Die Frauen pflücken Hopfen und
Spinnen daraus in stillen Monaten
Wolle die dann zu Cordstoff von Quäkern der Nachbarschaft gewoben

Die Einwohner seien sehr gesund
Erfreuten sich eines langen Leben
Es wimmelte in der Gemeinde von 
Kindern noch überall also Zukunft 

jens tuengerthal 9.2.26


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen