Lektürentagebuch 7.2.26
Im Kapitel Egoistische Liebe des
Bandes Gesprungene Liebe über
Die wahre Geschichte zu Jules und
Jim erzählt Manfred Flügge zuerst
Von Henri Rochés Verhaftung nach
Einer Anzeige die ihn der Spionage
Für Deutschland beschuldigt dabei
Verbringt er Tage in einer Zelle in
Der Concierge dem historischen
Gefängnis auf der Ile de la Cité
Dessen Fassade und Türme er
Immer bewundert hat nun aber
Findet er es nur schmutzig dort
Auf der Wand steht der Spruch
Für die Elenden gibt es keinen
Ruhm die Versorgung ist schlecht
Dann kommt er in eine größere
Gemeinschaftszelle und sie erzählen
Sich ihre Geschichten viele Elsässer
Weil die Behörden noch glaubten
Deutsche würden sich so verkleiden
Daneben noch ein Lothringer wie ein
Zuhälter und ein überall tätowierter
Straßenjunge wohin diese Mode passt
Nach acht Tagen wird er erstmals
Wirklich verhört dabei versuchen
Sie durch geschickte Fragen ihn
In Widersprüche zu verwickeln
Er nennt berühmte Franzosen als
Bürgen was aber niemand dort
Beeindruckt dann erfährt er von dem
Denunziationsbrief einer Frau aus
Einer Provinzstadt in der er häufiger
Schon war er habe verdächtig viele
Verbindungen und Korrespondenz
Insbesondere nach Deutschland
Natürlich Franz und Helen denkt
Sich der Leser und fragt sich ob
Wohl eine Geliebte dahinter steckt
Aber es fand sich nichts gegen ihn
Einige Tage muss er noch auf seine
Freilassung warten weil diese die
Persönliche Unterschrift des General
Galliéni des militärischen Chef von
Paris braucht der im gerade Krieg
Noch anderes zu tun hat aber nach
16 Tagen kommt er endlich frei die
Militärischer Situation schien sich
Verbessert zu haben weil die Suppe
Im Gefängnis schmackhafter wurde
Ein Bekannter der ihn so völlig
Verwildert auf dem Boulevard trifft
Erzählt ihm von dem militärischen
Wunder das die Franzosen an der
Marne vollbrachten Roché schreibt
Später eine Novelle über seine Zeit
Im Gefängnis die 150 mal gedruckt
Wird mit Illustrationen von Bonfils
Die ohne Rachegelüste geschrieben
Voll schöner Beschreibungen dort ist
Roché ist kein Mann des Krieges
Jeder Chauvinismus ist ihm fremd
Bekommt eine diplomatische Mission
In New York wo er bis 1918 bleibt als
Mitglied der dort angesiedelten
Franco-American War Cooperation
Doch sein Leben gilt wie immer der
Kunst und der Liebe wie in Paris
Er lernt dort den bekannten Verleger
Gaston Gallimard kennen mit dem er
Lange Gespräche führt und dem er
Die interessanten Bars dort zeigt
Hier entstand der Kontakt der ihn
Später zu einem Gallimard Autor
Macht mit seinen Werken und lernt
Auch verschiedene Künstler kennen
Die Freundschaft mit Man Ray hat
Hier ihren Anfang die Maler Pascin
Picabia Beatrice Wood und die enge
Freundschaft mit Marcel Duchamp
Die beiden sehen sich sehr ähnlich
Nur ist Roché deutlich größer und
Wird auch der erste und wichtigste
Sammler von Marcel Duchamp
Zurück in Paris arbeitet Roché für
Die Tageszeitung Excelsior ab 1919
Intensiviert er seine Aktivitäten in der
Pariser Kunstszene wieder dabei
Knüpft er Kontakte zu Picasso Braque
Cocteau und besucht die Treffen der
Komponisten aus der groupe des six
Ist auch als Kunstmakler schon aktiv
André Gide besucht ihn in seiner
Wohnung am Boulevard Arago und
Die früher heftige Kritik von Roché
Ist vergessen Gide erwirbt aus der
Sammlung von Roché ein Bild von
Marie Laurenein und auch sein
Liebesleben geht weiter mit Germaine
Sowie drei oder vier anderen Damen
Sein kleiner Erzählband Don Juan
Findet leider keinen Verleger hat ab
1920 seine politisch moralische Phase
Denkt voller Bewunderung an Lenin
Die Sowjetunion und dessen Rhetorik
Beeindrucken ihn dabei er möchte
Sein literarisches Gewicht zeigen wie
Sich sozial betätigen liest linke Blätter
Während er sich fragt ob er sich nicht
Zu sehr zerstreue will er ein literarisch
Kritisches Werk schreiben das den
Franzosen ihr falsches Leben zeigt
Er fühlt er könne ein neuer Balzac
Werden und geht zu Dada Abenden
Mit Tzara und Picabia notiert nach
Abendessen mit Getrude Stein Satie
Wie Marie Laurenein er sei der gute
Freund der die Treffen arrangiert aber
Auch der Voyeur der sich informiert
Vielleicht schreibt er eines Tages
Die Roman-Chronik all dieser so
Wunderbaren spannenden Menschen
Doch statt diesen je zu schreiben
Erlebt er seinen eigenen Roman
jens tuengerthal 7.2 26
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