Montag, 16. Februar 2026

Lektürentagebuch 16.2 26

Lektürentagebuch 16.2 26

Weiter bei John Berger gelesen
Heute über Dürer und das Bild
Des Künstlers was er anhand
Von drei Selbstportraits betrachtet

Beginnend mit dem Jugendbild
Das Selbstbildnis als dreizehnjähriger
Aus dem Jahre 1484 was bereits sein
Genie wie sein Talent deutlich zeigt

Was zeigt ein Künstler von sich der
Erst in väterlicher Tradition auch zum
Goldschmied werden sollte aber bald
Seinem Talent zum Malen ganz folgte 

Berger denkt in seinem Essay aus
Dem Jahre 1971 darüber nach warum
Ein Mensch sich selbst malt und was 
Die Art der Malweise uns noch verrät

Über den Künstler und sein Wesen
Wie er sich schon mit dreizehn als
Etwas besonderes sieht und was
Den Künstler Dürer dabei ausmacht

Das jugendliche Selbstbildnis das der
Ältere Künstler immerhin gelten ließ
Warum es bis heute noch Bestand hat 
Hängt in der Wiener Albertina heute

Die anderen beiden Selbstbildnisse
Selbstbildnis mit Landschaft von 1498
Wir Selbstbildnis im Pelzrock 1500
Zeigen den selbstbewussten Künstler

Hier zeigt sich ein Mensch der auf
Seine Haarpracht mit Bart und Locken
Offensichtlich stolz ist wie dabei auch
Seinen Reichtum gerne schon zeigt

Die Ikonographie zeigt Dürer als eine
Gestalt des Übergangs zwischen dem
Mittelalter und der Renaissance der 
Mit den Symbolen der Zeit spielt

Spannend ist wie sehr das Gemälde
Von 1498 bei dem Dürer 27 war noch
Im Stil der italienischen Renaissance
Den Mensch Dürer realistisch zeigt

Dieses hängt im Prado in Madrid wo
Dürer sicher nie war aber Spanien 
War über Maximilians Enkel Karl V
Eng dessen Hofmaler verbunden

Das dritte Selbstportrait im Pelzrock
Zeigt den wohlhabenden Bürger der
Stadt Nürnberg in die sein Vater erst
Als Goldschmied aus Ungarn kam 

Dieses Bild aus dem Jahre 1500 spielt
Mit der Ikonographie mittelalterlicher
Jesus Bilder aber zeigt keinen Gott
Sondern einen provokanten Künstler

Dürer war wohl dem Glauben noch
Eng verbunden und lebte mit ihm
Was in seinen Holzschnitten zur
Biblischen Apokalypse deutlich wird 

Er lebte Ende des 15. Jahrhunderts
In einer Zeit in der viele noch die
Apokalypse fürchteten wie in Zeichen
Von Pest bis Missernten erkannte

So zeugt das Selbstportrait zwar
Von großem Selbstbewusstsein des
Künstler Dürer aber ihn auch als
Gläubigen Menschen christlich 

Es ist spannend wie John Berger
Hier auf den Menschen Dürer schaut
Auch das revolutionäre in ihm sieht
Das er aus Italien mitbrachte aber

Diese Erfahrung auch in seine eigene
Kunst mit einbaute und diese so zum
Tanzen zwischen den Kulturen bringt
Dürer ist groß weil er beides kann 

Denke an die Madonna mit Zeisig
Die unsere Berliner Gemäldegalerie
Besonders schmückt die in Farben
Wie Malweise so italienisch ist

Spannend ist der Blick den Berger
Auf Dürer wirft und wie gut er ihn 
Als Menschen auch betrachtet mit
Den typischen Ängsten seiner Zeit

Auf wenigen Seiten bringt dieses
Feine kleine Essay den Menschen
Dürer auch als selbstbewussten
Künstler dem Leser näher

Wir können Bilder betrachten dann
Sehen wir erstmal etwas doch die
Hohe Kunst ist es sie zu lesen also
Was in ihnen alles steckt zu sehen

In diese Betrachtung führt mich
John Berger auf angenehmer Art ein
Was bei Dürer noch dazu eine große 
Nähe zu meinem Vater bedeutet

Dieser verehrte und kopierte Dürer
Stellte die Stiche und Holzschnitte
Seiner Sammlung mit viel Liebe aus
Die sich nun in die Winde zerstreut

Die Beschäftigung mit Dürer ist so
Eine vielfältige auch familiäre Nähe 
Wie Liebe zum verstorbenen Vater
Der selbst begnadetes Genie war



So lag es nahe nun zu Um 1500 zu
Greifen den hervorragenden Band
Von Romedio Schmitz-Esser über
Europa zur Zeit Albrecht Dürers

Mit großer Sachkenntnis wird auch im
Kapitel 17 über Individualität Humor
Und Freundschaft anhand einer nur
Kleinen Zeichnung Dürers dies in 

Der Epoche und der Biografie gezeigt
Es handelt sich um einen Brief von
Albrecht Dürer an seinen Freund
Willibald Pirckheimer als Schlüssel

Darüber wird der Begriff der engen
Freundschaft die Humanisten sehr
Wichtig auch war erläutert und der
Humor als Wesensform betrachtet

Eine brillante Analyse die auch noch
Das weitere kulturhistorische Umfeld
Betrachtet analysiert so anschaulich
Erklärt dass  Lektüre eine Freude ist

Da kommt natürlich auch das Buch
Narrenschiff von Sebastian Brant 
Wie das Lob der Narrheit des guten
Erasmus von Rotterdam mit vor

Dies lächelnd noch im passenden
Kulturhistorischen Kontext zeigt
Wie tief und innig die Freundschaft
Von Dürer und Pirckheimer war

Sehr lohnend auch der Blick über
Die Epoche der eine scheinbar ganz
Harmlose Skizze in einem Brief zum
Schlüssel zur Epoche auch macht

Dinge so sehen zu lernen weitet
Den Horizont und macht Freude
Zeigt was in Kunst alles steckt
Die weiter und tiefer noch reicht

jens tuengerthal 16.2.26

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