Samstag, 7. Februar 2026

Lektürentagebuch 6.2.26

Lektürentagebuch 6.2.26

Das Kapitel Romanze beschreibt das
Kennenlernen von Franz und Helen 
Die damals noch Grund hieß später
Zur Helen Hessel und im Roman

Jules und Jim zu Kate wird die Frau
Von Franz die zur Geliebten von Henri
Wie wieder zur Frau von Franz wird
Der Frau um die sich beide drehen 

Der Titel Romanze wird Programm
In diesem Kapitel das in großen Teilen
Der Pariser Romanze von Hessel folgt
Beginnt mit der Ankunft von Helen

Es wird die Zeit von Mitte 1912 bis in 
Die Mitte 1913 schicksalhaft werden
Erschlossen durch die Tagebücher
Von Helen und Henri in Teilen

Im Herbst 1912 schreibt Helen
Lernte sie Franz im Cafe du Dôme 
Kennen das ihr noch fremd wie
Unheimlich war dann kam einer 

Vom Nebentisch herüber zu den 
Damen mit rundlichem Gesicht wie
Kindlichen Lippen und setzte sich
Neben sie und meinte gleich sie

Hätte Augen wie Goethe in mittleren
Jahren sie wohnt zuerst bei dem
Maler Maurice Denis im Atelier 
Arbeitet tagsüber intensiv an ihrer

Staffelei und lässt sich Nachts von
Verschiedenen Herren ausführen
Auguste von Zitzewitz kommt sie
Besuchen und langweilt sie eher

Aber nun fühlt sie sich nicht mehr
Ganz so allein dann nimmt sie der
Direktor des Berliner Graphischen
Kabinetts mit ins Café du Dôme 

Sie findet die ungepflegten Künstler
Eher abstoßend zunächst außer 
Die Maler Pasein und Rudolf Levy
Letzterer bringt die drei in ein neues

Quartier das Hotel d’Odessa und
Pasein stellt Helen dann im Café 
Den ihr schon aufgefallenen Berliner
Schriftsteller Franz Hessel vor

Hier widerspricht die erzählte 
Geschichte der erlebten von
Helen Hessel was mich als Leser
Ein wenig noch erstaunte

Es beginnt sehr zögerlich erst ab 
Weihnachten 1912 werden ihre
Treffen regelmäßiger in einer Bar
Neben der Hessel und Picasso leben 

Hessels Sanftheit fasziniert Helen
Er liest ihr Romanzen vor und fordert
Scheinbar nichts von ihr sie fühlt sich
Mit und bei ihm reicher und freier

Am 26. Januar 1914 kommt Roché
Franz besuchen und trifft dort die drei
Berlinerinnen was er im Roman 
Festhielt Helen erinnert ihn an 

Margaret seine englische Geliebte
Diesmal hat Franz selbst eine Frau
Gefunden die bisherigen kamen meist
Über Henris Vermittlung zustande 

Eigentlich mag Henri die drei neuen
Berlinerinnen nicht sie stören seine
Beziehung zu Franz dem nun schon
Sieben Jahre dauernden Gespräch

Aber Helen gefällt ihm sie ist blond
Mittelgroß und sportlich und sie malt
Rasch mit kräftigen Hieben fast wie
Ein Boxer ihre Bilder ähnelten denen

Von van Dongen fand er dagegen
Fürchtet der Hotelbesitzer die drei 
Würden die Zimmer abimieren warum
Henri sie die Abimiermädchen nennt

Sie richteten ringsum Schaden an
Franz der Spezialist für unglückliche
Liebe ist mit Helen oft allein dann
Sagt er zu Henri nicht Helen bitte

Dies akzeptiert Henri es gibt noch
Verschiedene Bälle in der Romanze 
Die Franz auch literarisch verarbeitete 
Dann beginnen Ausflüge zu dritt

Am 1. April bittet sie Henri allein ins 
Café du Dôme er ist pünktlich aber
Helen erscheint nicht und fährt am
Nächsten Tag nach Berlin was im

Roman zu einer kleinen Szene wird
Einige Tage später erzählt Franz
Henri er wolle Helen heiraten er
Hätte sich brieflich mit ihr verlobt

Am 21. Mai feiern Franz Henri und
Franz Freund Thankmar von
Münchhausen Junggesellenabschied 
In Paris und Franz reist nach Berlin 

Anfang Juli ist das junge Paar zurück
In Paris und Franz ist körperlich wohl
Ziemlich angegriffen wer weiß ob sie
Ihn auch physisch völlig erschöpfte

Am 15. Juli gehen sie zu dritt essen
Franz lässt Helen dabei nicht zu Wort
Kommen ganz im Gespräch mit Henri
Wie all die Jahre zuvor es auch war

Sie gehen auf dem Rückweg an 
Der Seine spazieren und Helen
Springt hinein mit Kleid und Hut 
Mühsam nur fischen sie dann 

Die nasse Helen mit dem Mantel
Von Roché wieder heraus dann
Geht es mit dem Taxi zu Franz
Der nächste Spaziergang wird 

Mit einem Wettrennen amüsant
Was Helen gewinnt weil sie zu
Früh losläuft und Henri denkt
Wie gut Schummeln zu ihr passt 

Im August reisen sie dann mit
Mutter Hessel durch Frankreich
Im Herbst ziehen sie nach Berlin
Den Winter verbringen sie dort

Bald erhält Henri ein Bild von 
Der schwangeren Helen dann
Wird im Juli in Genf Ulrich
Geboren und Henri soll Pate sein

Helen ist damals enttäuscht wie 
Wenig sein Sohn Franz interessiert
Der den bei der Geburt etwas
Behinderten Ulrich erst ignorierte 

Henri plant schon die Reise dann
Kommt der Krieg dazwischen und
Für fünf Jahre bricht der Kontakt ab 
Die Ehe von Helen und Franz ist

Wie zu erwarten bei den beiden
Gegensätzlichen Charakteren 
Problematisch der phlegmatische 
Franz und die dynamische Helen

Flügge beschreibt dann noch den
Familiären Hintergrund von Helen
Die im Bayerischen Viertel in Berlin
Schöneberg aufwuchs

Mit 16 wollte sie ihren Vater heiraten
Mit 18 hatte sie eine Affäre mit ihrem
30 Jahre älteren Mallehrer ihr Vater
War ein pensionierter Sonntagsmaler

Der mit einem Dienstmädchen ein
Kind gezeugt hatte und von Hessel 
Im letzten Roman Alter Mann noch
Verewigt wurde er hatte mit Helens 

Mutter schon fünf Kinder gezeugt
Von denen sich zwei umbrachten
Eine Schwester heiratete Franz
Bruder den Historiker Alfred Hessel

Helen war als jüngstes Kind geliebt
Verwöhnt und sehr eigenwillig sie
Wollte in Paris Malerin werden
Traf Hessel und wurde Romanfigur

Nun zitiert er für die Zeit des Krieges
Hessels Roman Pariser Romanze 
Kann es eine nur private Geschichte
Zwischen Ländern noch geben

Dort wird die Liebe von Franz zu
Helen beschworen und behandelt
Den Rest des Kapitels im Spiegel
Des teilweise biografischen Romans 

Doch schildert dieser Briefroman den 
Das alter ego von Hessel Arnold 
Wächter an seinen Freund in Paris
Schreibt ohne zu wissen wo der ist

Die Liebe von Franz und Helen
Die hier Arnold und Charlotte sind
In einem frühen Idealzustand der
Nie tatsächlich vollzogen wird

Dennoch liefert er viele Hinweise
Auf Hessels Denken und Erleben 
Im Krieg der erst im Westen und
Später an der Ostfront noch diente

Den Vollzug der dann glücklichen
Pariser Romanze schildert Hessel
In seinem Decameron artigen Band
Von den Irrtümern der Liebenden

Dort endet die beim Stromausfall
Erzählte Geschichte mit gutem
Wie ehelichem GIück und Kitsch 
Ohne ein Modell für Franz zu sein

Gänzlich unkonventionell leben die
Drei dann ihre Liebe zu dritt nach
Dem Krieg in Frankreich Bayern
Wie Berlin auf ganz eigene Art 

jens tuengerthal 6.2.26

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