Sonntag, 15. Februar 2026

Lektürentagebuch 15.2.26

Lektürentagebuch 15.2.26

Heute mit Das Kunstwerk von
John Berger aus der Wagenbach 
Bibliothek begonnen vorzulesen
Zuerst den Aufsatz der weiße Vogel

Die Texte des großen Autors wie
Kritikers sind Zwiegespräche mit
Bildern mit dem Malern wie den
Betrachtern also uns selbst auch

Es beginnt die Sammlung mit einer
Gedanklichen Erforschung der engen 
Verhältnisses vom Kunst und Natur 
Anhand des geschnitzten Vogels

So sei die Kunst eine wohlgeordnete
Antwort auf das was uns die Natur
Gelegentlich kurz wahrzunehmen
Gestattet als Augenblicksglück

Das Verhältnis zwischen dieser auch
Emotionalen Herangehensweise und
Dem philosophischen Gedanken der
Die Betrachtung trägt ist spannend

An fünf bedeutenden Malern und den
Je Bildern zeigt Berger im weiteren
Wie Kunst in ihrem Kontext gelesen
Werden kann von Dürer bis Monet

Dazwischen Hals Goya und auch
Modigliani sowie als Schluss noch
Zwei Aufsätze über Zeit und Raum
Der Bilder als Vorhersage dessen

Was der Betrachter in ihnen sieht
Wie der Ort des Bildes als Schutz 
Gegen den grenzenlosen Raum mit
Berger lesen ist mit Understatement 

Der Untertitel der Essaysammlung 
Das Kunstwerk ist über das Lesen
Von Bildern was den immer schon
Begeisterten Leser gleich eroberte

Auf britisch dezente Art vermischt
Berger Philosophie und Kunst statt
Zu referieren lädt er zum Spaziergang
Mit Bildern in geistige Welten


Drei ganz wunderbare Geschichten
Von Kurt Tucholsky in dem neuen 
Band vorne Ostsee hinten dafür die
Friedrichsstraße lachend gelesen

Begonnen in Das Ideal mit Versen
In der typischen Ironie über dem
Idealen Traum vom Leben der
In Wirklichkeit doch selten wäre

Die kleine Kurzgeschichte Morgens
Um acht erzählt vom Hund der sich
Ordnungsgemäß auf den Weg zur
Arbeit macht ins Geschäft geht

Schließlich ganz passend heute die
Verse Sonntagmorgen im Bett wie
Der Erzähler sich freut heute mal
Einfach liegen zu bleiben aber dann

Fällt ihm ein es geht ja zu Onkel Otto
Wie Tante Frieda warum nur geht es
Sonntags immer in Familie fragt er 
Vor Tisch sind sie beleidigt danach

Einfach nur satt schon der Gedanke
Macht den Erzähler ganz matt morgen
Muss er Klempner telefonieren
Halb zehn ruft die Mama aufstehen

Jetzt geht der Sonntag richtig los
Oder eigentlich ist er schon vorbei
Es kommen Zeitungen und Geschrei 
Das ist wenig erholsam und labend

Aber so sei das Leben eben das
Allerschönste am Sonntag sei doch
Noch immer der Sonnabendabend
Kaum bemerkt ist schon vorbei


Mit Olaus Magnus Die Wunder des
Nordens mit Landkarte aus der hier
Wieder kulturhistorisch spannenden
Anderen Bibliothek begonnen 

In die Wunder des Nordens unter
Der passenden Zwischenüberschrift
Glücklicher Zufall über die neue
Entdeckung der Karte gelesen

Wie eine Publikation von 1886 den 
Fund der Karte in der Münchner
Stadtbibliothek publik machte wer der
Ursprüngliche Autor Olaus Magnus

Als Erzbischof von Uppsala in Rom 
War und wie der katholische Schwede
Der 1490 in Ostergötland geboren 
Wurde im Jahre 1557 in Rom verstarb

Wie ein Exemplar über einem Grafen
Der in Rom lebte nach Uppsala kam 
Ist wie manches um diese Karte wie
Das dazugehörige Buch rätselhaft

Dass der aus Schweden stammende
In Rom als Erzbischof von Uppsala
Eingesetzte Olaus Magnus versuchte
Das Konzil von Trient im Zuge der

Gegenreformation zu überzeugen 
Dass Schweden rekatholisiert würde 
Liegt noch ziemlich nahe auch das
Er dazu eine Karte braucht ist klar

Diese erste umfassende Karte des
Hohen Nordens der Teils auch noch
Heidnisch war ist ein Buch für sich 
Das viele Sagen uns erzählt

Doch warum der Doge von Venedig
Dies finanziert hat ist so unklar wie
Welche Interessen der Farnese Papst
Hierbei und später noch verfolgte

Jedenfalls ist die von Magnus in Rom
Geschriebene Enzyklopädie des noch
Wilden Nordens nur eine Erklärung
Der großen Karte von Skandinavien

Die wiederum auf acht Holzplatten
Gefertigt und gedruckt worden war
Welche ein erstaunlich exaktes
Dokument historischer Geographie ist

Ob es einmal für das Konzil nur war
Die Bände eine höhere Auflage noch
Hatten wie sie nach München kamen
Warum nur diese erhalten blieb ist

So spannend wie die Figur des
Autors Olaus Magnus den hier 
Elena Balzamo und Reinhard Kaiser 
Fesselnd schon vorstellen

jens tuengerthal 15.2.26

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