Lektürentagebuch 27.7.26
In den frühen Morgenstunden noch
Während die Vögel schon draußen
Zwitscherten in dem Interview mit
Giulia Andreani gelesen die meine
Begeisterung immer mehr weckt
Auch weil sie sich von noch so
Konstruierten Fragen weder leiten
Noch weiter ablenken lässt
Wie sie von Leonardo da Vinci die
Brücke zu Polke und Richter schlägt
Sie mit ihrem weiten Geist noch
Verbindet zeigt die große Intellektuelle
Sie kennt ihre Wurzeln und ist sich
Ihrer Tradition dabei bewusst als eine
In der Reihe von Leonardo über
Michelangelo zu ihrem neuen Zauber
Da malt nicht eine mit einer Idee
Zufällig mal wieder figural auch
Ganz gegen den Pariser Strom
Der fordernd dogmatisch ist
Die Stadt der Mode ergibt sich
Dieser gerne ganz und völlig
Auch mit innerer Überzeugung
Die alle anderen dabei abstempelt
Eigentlich ist dieses Paris völlig
Spießig und eng wie es auch mir
In den Neunzigern noch vorkam
Doch sie bleibt da und macht ihres
Sie hat dort die Kunstgeschichte
An der Sorbonne studiert und weiß
Genau was sie tut womit sie spielt
Doch behält dabei die Leichtigkeit
Was immer ihr die Kraft gibt dem
Strom der Masse zu widerstehen
Sie hat etwas eigenes gefunden
Geht ihren Weg ungestört weiter
Neige in der Kunst eher nicht zur
Schwärmerei und Begeisterung für
Einzelne lebende Künstler aber
Giulia Andreani sollten wir behalten
Sie macht etwas ganz eigenes ist
Freiheitlich fast anarchisch in ihrem
Unabhängigen Genie das seinen Stil
Für sich und frei von allen machte
Dabei spielt und zitiert sie gerne
Wie es ihr gefällt weil sie ihres macht
Darin mit Genie in sich ruht und dazu
Es mit Settembrini-Humor auch nimmt
Diese Künstlerin ist wirklich eine
Entdeckung warum allen dringend
Zum Besuch der Ausstellung über
Den Sommer noch geraten sei
jens tuengerthal 27.7.26
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