Lektürentagebuch 3.7.26
Weiter ging es bei Stephen Greenblatt
In der Dunklen Renaissance wie ein
Christopher Marlowe Konventionen
Sprengte und Literatur revolutionierte
Im 2. Kapitel geht es unter dem Titel
Zeichen an der Wand darum wie ein
Plakatanschlag an der Holländischen
Kirche in London gegen Ausländer
Hetzte und sie zum Verschwinden
Aufforderte und wie dabei eine Spur
Zu Christopher Marlowe führte der
Von Thomas Kyd verdächtigt wurde
Dieser war zeitweise ein Mitbewohner
Vielleicht auch Freund von Marlowe
Gewesen zumindest ein Kollege
Dessen Vater noch Schreiber war
Die Beamten des Geheimen Kronrats
Hatten Kyd verhaftet nach dem das
Plakat gegen Ausländer auftauchte
Bei einer Durchsuchung bei ihm
Handschriftliche Zeilen gefunden
Die auf gefährlicheren Atheismus
Hindeuteten was in diesen Zeiten
Meist tödlich noch enden konnte
Wohl unter Folter beschuldigte Kyd
Marlowe die verdächtigen Zeilen
Geschrieben zu haben die tatsächlich
Nur einem frommen Buch entnommen
Diese Entlastung fiel Kyd jedoch nicht
Ein weil sie ja nicht von ihm waren
Was er wohl so glaubhaft vertrat dass
Er lebend wieder entlassen wurde
Kyd schrieb wie Marlowe für das
Theater hatte gerade einen großen
Erfolg noch gehabt war aber eher
Arm und daher zurückhaltend
Marlowe der wohl zeitweise auch
Agent der Geheimen Kronrats war
Ist zu dieser Zeit wohl nicht in London
Gewesen sondern auf dem Gut
Eines seiner Gönner aber vieles ist
Dabei wie immer bei Marlowe noch
Relativ unklar nur wurde er wenige
Wochen später dann ermordet
Offiziell heißt es er fiel dabei einer
Kneipenschlägerei zum Opfer was
Aber tatsächlich unwahrscheinlich ist
Das Buch bekommt Krimi Atmosphäre
Schätze zwar Thriller und Krimis eher
Weniger da sie meist literarisch nur
Langweilig sind zugunsten einer dort
Konstruierten Spannung bloß fesseln
Insofern dieses Element hier aber
Der kulturhistorischen Aufklärung
Dient sei es Greenblatt verziehen
Der es auch in der Wende nutzte
Nach der Lektüre über Marlowe
Was wissenschaftlich bisher über
Diesen bekannt ist wozu auch der
Angebliche Tod im Streit gehörte
Scheint hier wenig gewiss aber
Offensichtlich dass er in wichtiger
Rolle für den Geheimdienst des
Private Council noch arbeitete
Die Theorie er könnte real der
Seltsame Shakespeare sein was
Vom Stil her auch passte wie seine
Enge Beziehung zu Robert Cecil
Mit dem er zusammen in Cambridge
Studierte dessen Vater der engste
Berater von Queen Elizabeth I war
Lassen am Ende alle Fragen offen
Werde gespannt weiter verfolgen
Was Greenblatt für diesen großen
Literaten wie vermutlich auch sehr
Bedeutenden Geheimen vertritt
Einige Seiten noch gelesen von
Ricarda Huch über den Lebenslauf
Des Heiligen Wonnebald Pück der
Weiter sein lustvolles Leben lebte
Dies nun missfiel einem wichtigen
Weihbischof so sehr dass er ihn
Bestrafen wollte sah aber aufgrund
Der hochadeligen Verwandtschaft
Die er nicht erzürnen wollte doch
Lieber von Strafe ab um ihn dafür
In ein Kloster zu schicken wo er auch
Mehr auf Gemütlichkeit achtete
Mit diesem Lebenswandel der
Einige strenge Mönche empörte
Dem andere sich anschlossen
Brachte er es dann bis zum Abt
Weil er auch dort weiter sehr
Kostspielig lebte musste er ständig
Entschuldigungen bei den Oberen
Suchen und auch um Geld betteln
Das fand der faule Wonnebald lästig
Darum entschloss er sich dafür eine
Schreiberin anzustellen das wurde
Die im selben Kloster geborene Lux
Jene Lux Bernkule die er auf der
Bahnfahrt mit ihren Kindern hatte
Laufen sehen und der er die Flasche
Wein hatte schicken lassen
Sie war die Tochter einer Nonne
Deren aufwachsen unter Personal
Dennoch dort gestattet wurde und
Gerade Jäger-Witwe geworden
Sie übernahm da sie dringend Geld
Brauchte mit ihren Kindern also das
Schreiben der Briefe für ihn und gefiel
Ihm sehr aber verweigerte als Witwe
Zunächst seine Annäherung was ihn
Natürlich noch mehr dann reizte um
Eine neue Einnahmequelle für sein
Kloster zu finden beschloss er mit
Einem befreundeten Pater zusammen
Knochen des heiligen Gründers als
Reliquien zu finden in der Ruine des
Alten Klosters am Berg gegenüber
Lange diskutierten sie was für
Knochen dafür geeignet wären
Entschieden sich schließlich für
Schwein weil Mensch dem Abt
Möglicher böser Geister wegen die
Ihn bis in seine Träume verfolgten
Zu gefährlich schien Huhn aber der
Pater für ungeeignet dabei hielt
Wonnebald Pück in der herrlich
Ironisch geschriebenen Geschichte
Entwickelt sich so zu einem echten
Scharlatan egal ob das gut passt
Sicherlich scheinen mir dem Atheisten
Früher Freimaurer und einst getauften
Protestanten diese Reliquien immer
Nur als lächerlicher Hokuspokus
Aber wie hier Ricarda Huch die Kirche
Als gutes Geschäft mit Aberglauben
Vorführt ist auch weil so realistisch
Von ganz wunderbarer Komik dazu
jens tuengerthal 3.7.26
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