Ruinrausch
Die Ausstellung Ruin und Rausch
In der Neuen Nationalgalerie zeigt
Berlin in Bildern von 1910 bis 1930
Mit ausgewählten eigenen Werken
Der Berliner Nationalgalerie sowie
Einer Leihgabe aus Stuttgart der
Tänzerin Anita Berber von Otto Dix
Der roten femme fatale als Ikone
Die Zeit vom Kaiserreich bis fast zum
Ende der Weimarer Republik ist eine
Epoche des rasanten Wandels in der
Das Babylon Berlin die Metropole war
Vom noch konservativen Geschmack
Des Kaiserreichs das mit dem Krieg
Unterging ging es zur modernen
Demokratie und ihren Krisen dabei
In drei Kapiteln der feinen kleinen
Ausstellung werden Gleichzeitigkeit
Von Glanz und Elend damit auch
Aufstieg und Untergang thematisiert
Den Auftakt bildet das Gemälde
Potsdamer Platz von Ernst Ludwig
Kirchner das in die Metropole führt
Das zerrissene Lebensgefühl 1914
Schon bildlich fühlbar macht was
Durch weitere Bilder zum Stadtbild
Wie eine geniale Dada-Collage so
Sichtbar auch im Kontext wird
Nach der Entwicklung der Stadt
In Form und Bewegung wie dem
Aufbruch in die Moderne noch mit
Ausschnitten aus Langs Metropolis
Widmet sich die Ausstellung dem
Elend im Moloch Großstadt der
Auf den gezeigten Bildern geradezu
Spürbar wird in seinem Schrecken
Von den Opfern des Krieges zum
Sozialen Elend welches das Leben
Der meisten Menschen prägte die
Versuchten im Wandel zu überleben
Armut Krankheit soziale Ausgrenzung
Leben in unterschiedlichen Welten die
In der Großstadt aufeinander treffen
Werden hier bildlich genial erfasst
Dazu läuft vor den Design Bänken
Die zum Haus passen dann der Film
Berlin Symphonie einer Großstadt
Der die Zeit lebendig werden lässt
Im dritten Teil widmet sich diese
Feine Ausstellung der urbanen Frau
Freiheitsdrang Selbstbestimmung und Queeres Leben werden gezeigt
Hier bildet Dix rote Anita Berber den
Blicke fangenden Auftakt der noch
Von anderen wunderbaren Bildern
Von Künstlerinnen gerahmt wird
So steht am Ende Lotte Lasersteins
Melancholisches Gemälde vom
Abend über Potsdam das von 1930
Den Nationalsozialismus reflektiert
Hier werden noch Filme gezeigt mit
Josephine Baker und Anita Berber
Die leider in die Ecke gequetscht
Dennoch sehenswert sind
Dazu kann der Besucher sich noch
Gedichte etwa von Mascha Kaleko
Anita Berber und Erich Kästner über
Kopfhörer vorlesen lassen
Eine kleine aber feine Ausstellung
Die das Berlin der berühmten 20er
Jahre spürbar macht in Licht und
Schatten der wichtigen Epoche
Künstlerinnen und Künstler dieser
Ausstellung sind dabei:
Josephine Baker, Anita Berber, Rudolf Belling, Otto Dix, Heinrich Ehmsen, Paul Fuhrmann, George Grosz, Hans Grundig, Thea von Harbou, Hannah Höch, Karl Hofer, Constantin Holzer-Defanti, Mascha Kaléko, Erich Kästner, Ernst Ludwig Kirchner, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Fritz Lang, Lotte Laserstein, Tamara de Lempicka, Jeanne Mammen, Carlo Mense, Otto Nagel, Oskar Nerlinger, Ernest Neuschul, Walther Ruttmann, Renée Sintenis, Jakob Steinhardt, Georg Tappert, Lesser Ury, Gustav Wunderwald
jens tuengerthal 7.7.26
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