Lektürentagebuch 25.7.26
Das lange und reiche zweite Kapitel
Der Lehrjahre in Harry Graf Kesslers
Erinnerungen eines Europäers nun
Zu Ende gelesen und viel gestaunt
Nach der ersten Hamburger Zeit war
Der siebzehnjährige Harry wieder
Nach Paris zur Quarantäne geschickt
Worden nachdem in Hamburg noch
Im Armenviertel die Pest ausbrach
Die allerdings keine war sondern nur
Als Cholera Epidemie 1892 bekannt
Wurde die er vermutlich meinte
Pest und Cholera sind aber in vielem
Unterschiedliche Krankheiten auch
War Harry 1892 bereits 24 was die
Reale Grundlage hier unklar lässt
Jedenfalls nutzt er die vermeintliche
Quarantäne während der er in einem
Benachbarten Hotel untergebracht ist
Den Louvre und andere Stätten der
Kultur ausgiebig zu besuchen bis er
Auf dem Heimweg ein Mädchen sieht
Dass von einem Mann bedrängt wird
Direkt vor dem Portal von Notre Dame
Vorher hatte er schon ihre Schönheit
Registriert mit der ihr Gesicht der
Reinheit des Johannes in einem der
Portale glich und eilt ihr zu Hilfe
Sie lässt sich von ihm nach Hause
Bringen wo die Mutter erst zetert
Weil sie zu spät mit Mann käme
Dann wird ein zweites Treffen noch
Verabredet damit die Mutter sich auch
Gebührend bedanken kann was dann
Auch formell geschieht danach will sie
Sich nicht mehr sehen da es ja nicht
Passte zwischen ihnen der Bruder
War einfacher Arbeiter die Mutter
Witwe und das Mädchen arbeitete
Als Mannequin in einem Modehaus
Sie verabreden sich nach dem nun
Zweiten Treffen auf ein letztes dem
Dann doch noch eins folgt und beim
Nächsten landen sie auch im Bett
Sie verbringen einige zauberhafte
Tage voller Leidenschaft im Hotel
Wie in verschiedenen Cafés sie ist
Eineinhalb Jahre älter noch als er
Aber sie besteht darauf dass es
Keine Zukunft hätte ihre Mutter ihr
Einen Mann aussuchen würde und
Sie hielt sich daran als sie sich noch
Einmal sahen schaute sie weg mit
Einem fast unsichtbaren Lächeln
Jahre später bekam er dann einen
Brief von ihr als sie im Kindbett starb
Angeblich war er 17 und sie 18 aber
Beide in Liebe und Lust noch völlig
Unerfahren wie Harry ganz offen aber
Sehr liebevoll dazu berichtet was aber
Nicht zu der Cholera Epidemie von
1892 zeitlich passte was immer er
Der wohl weniger auf Damen stand
Mit dieser Geschichte sagen wollte
Im zweiten Teil denkt Kessler über die
Deutsche Politik unter Bismarck nach
Ob dieser dem Reich eher nutzte als
Verehrter Reichseiner und großer
Politischer Stratege der alle Fäden
Noch in der Hand hielt aber mit Hass
Wie ständigen Intrigen ein Klima des
Überall Misstrauens und der Kontrolle
Im von ihm geeinten Reich schuf das
So keine haltbare Perspektive hatte
Er sieht den Reichseiner den er auch
Persönlich kannte aber auch den
Politischen Intriganten der ständig
Mit Hass und Misstrauen spielte und
Von der Macht nicht lassen konnte
Was sichtbar noch keinem gut tat
Kessler erzählt von seiner eigenen
Auch gespaltenen Position dazu wie
Er mit der nationalen Euphorie auch
Aufwuchs wie kritisch er aber dann
Die Polarisierung sah und die oft
Übernahme der Positionen des
Reichskanzlers und wozu sie im
Land führte wo jeder verdächtig war
Bismarck hätte dadurch im Alter
Was er einst groß aufbaute auch
Wieder verspielt und hätte ein ganz
Gefährliches geistiges Klima erregt
So nimmt Harry Graf Kessler eine
Position die das Problem das sich
Später in Deutschland entwickelte
Mit nationalem Wahn klar erkennt
Diese Entwicklung auch aus seiner
Sicht der Bismarck und den Kaiser
Persönlich und privat kannte ist sehr
Wichtig die Entwicklung zu verstehen
Ob hier der Anfang der Polarisierung
Lag die zum Nationalsozialismus
Später führte ist wichtig um den
Vielfältig geehrten Reichskanzler
Auch kritisch zu betrachten und was
Er mit dem Land gemacht hat dass
Seine Politik entscheidend formte
Aber die Wurzeln des Problems schuf
jens tuengerthal 26.7.26
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