Lektürentagebuch 26.7.26
Im Katalog der Sabotage Ausstellung
Von Giulia Andreani das lange sehr
Kluge Interview mit der begnadeten
Künstlerin gelesen was tiefer blickt
Hatte mich der tiefe Geist ihrer Bilder
Der mit dem Feminismus und ihrer
Rolle dabei spielt schon fasziniert ist
Ihr kunsthistorischer Hintergrund
Mit dem sie elegante italienische
Brücken zwischen den Stilen baut
Von ganz unglaublicher Tiefe und
Dabei auch noch Schönheit dazu
Eine hoch gebildete kluge Frau die
In ihrem Werk Grenzen überschreitet
Mit diesen spielerisch umgeht wie
Über alle Erstarrung zu lachen scheint
Sie spielt mit Polke Richter Baselitz
Macht es dabei feministisch weiblich
Elegant mit Geist und Kontext der
Genial elegante Brücken baut
Doch sie tut das nicht nur im Werk
Die an der Sorbonne ausgebildete
Kunsthistorikerin tut es auch mit der
Größtmöglichen Eleganz theoretisch
Erklärt uns ihr Werk im Spiegel der
Großen Herren die eher wie kleine
Jungens verglichen wirken mit denen
Die überlegene Giulia nach Laune
Spielt und die sie dabei nicht nur
Durchschaut sondern weit hinter sich
Längst gelassen hat mit viel Humor
Würde fast sagen Chuzpe bei ihr
Das macht Freude und knüpft so
Elegant geistige Netze Andreani muss
Nicht mit den Herren um Vorrang
Ringen sie platziert diese einfach
Das tut sie noch dazu mit Stil wie
Es elegante Damen können die
Lachend die Welt beherrschen
Was Andreani hier beweist
Über die Prokura für Grete Ring und
Walter Feilchenfeldt im Katalog der
Cassirer und der Durchbruch des
Impressionisten das Essay gelesen
Was Hanna Strzoda dazu verfasste
Sie berichtet aus dem Jahr 1923 als
Mit der Hyperinflation die Krise drohte
Aber Cassirer zugleich Prokura mit
Persönlicher Haftung an seine beiden
Mitarbeiter gab und die Filiale auch in
Amsterdam eröffnete die auch nach
Der sogenannten Machtergreifung
Noch einige Jahre weiterlaufen konnte
Auch waren Ring und Feilchenfeldt
Nach Cassirers Freitod plötzlich dazu
Fähig die Galerie alleine auch in
Abstimmung mit der Erbin seiner
Tochter erfolgreich weiterzuführen in
Deutschland bis 1933 und später nur
In Amsterdam bis zum Jahr 1976
Bis 1929 hatte die Galerie nun noch
Ihre erfolgreichsten Jahre was auch
An der geschickten Führung durch
Feilchenfeldt wohl entscheidend lag
Es ging damals etwa bei Auktionen
Von Impressionisten um so hohe
Summen dass schon das Aufgeld
Von 10% sechsstellig noch war
Der Börsencrash von 1929 beendete
Den Höhenflug der Galerie wieder
Bezüglich der Machtergreifung Hitlers
Ist die Essayistin historisch ungenau
Darüber sei an dieser Stelle noch
Großzügig hinweggesehen als dann
Feilchenfeldt März 1933 die Firma
In Deutschland liquidiert geht er
Nach Amsterdam und lebt dort mit
Seiner neuen Frau der Fotografin
Marianne Breslauer in einer WG mit
Dem dortigen Betreiber Lütjens
Die Galerieadresse war auch ihre
Private Adresse geworden im Exil
Ring und Feilchenfeldt liquidierten
Berlin der Arisierung zuvor zu sein
Ende 1936 musste Ring die Firma
In Berlin komplett einstellen als sie
1938 nach London emigriert eröffnet
Sie dort eine Cassirer Ltd
Ring war in Deutschland ungebunden
Da kinderlos und ledig lag das Exil
Für sie nah ihr Vermögen im Reich
Wurde von der nsdap beschlagnahmt
Feilchenfeldt wollte auch nach London
Aber die Geburt seines Sohnes 1939
Verhinderte dies erstmal und England
Limitierte bereits die Aufnahme
Vor dem Einmarsch der Deutschen
Gewarnt flüchtet Familie Feilchenfeldt
Nach Sankt Gallen und Lütjens der
Arisch war konnte gefahrlos bleiben
Feilchenfeldt bekam nach dem Krieg
Die Schweizer Staatsangehörigkeit
Betrieb in Zürich eine Cassirer Galerie
Lütjens betrieb Amsterdam und
Grete Ring Cassirer Ltd in London
Nach ihrem Tod erbte Feilchenfeldt
Ihr gesamtes Vermögen wie das der
Galerie von Lütjens in Amsterdam
Bis 1978 gab es von den Erben vom
Feilchenfeldt noch Cassirer Galerien
In London und Zürich bis 1976 womit
Die Galerie ihren Gründer noch über
50 Jahre überlebt hat trotz Freitod
jens tuengerthal 26.7.26
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